Engpassoptimierung 1. Schritt: Gespräch 1. Definition der Engpassoptimierung 2. Einsatzgebiete der Engpassoptimierung 3. Grundlegende Vorgehensweisen 4. In 5 Schritten zum Ziel 5. Schema der Engpassoptimierung 6. Checkliste zur Vorgehensweise 7. Ergebnis der Engpassoptimierung 8. Praxisbeispiel 1, 2 und 3 der Engpassoptimierung 9. Praxisbeispiel eines Engpasses von 1910 3. 10. Schritt: Angebot Realisierungskonzept zur Engpassoptimierung
Definition In jedem Unternehmen gibt es Engpässe die eine mögliche Verbesserung der Unternehmensleistung verhindern. Zur Beseitigung der Engpässe stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Die hier vorgestellte engpassorientierte Vorgehensweise ist immer eine prozessbegleitende Methode. Engpässe verhindern Verbesserungen! 2. Zur Schritt: Identifikation Machbarkeitsstudie der Engpässe ist zuerst eine Zielbeschreibung eines neuen, gewünschten Status Quo erforderlich. Ohne Ziel keine Verbesserung! Die Engpassanalyse basiert auf der von Liebig entdeckten Engpass-Philosophie, die besagt, dass trotz vieler Wachstumsfaktoren immer nur einer das optimale Wachstum hemmt. Jeder andere Einsatz von Ressourcen bleibt dagegen nicht nur wirkungslos, 3. sondern Schritt: kann Realisierungskonzept kontraproduktiv sein. Überleitend auf die Prozesse in Unternehmen tritt bei der engpassorientierten Prozessoptimierung ein Verbesserungs-Automatismus zutage. Nur ein Faktor ist für die Wachstumshemmung verantwortlich. Verbesserungsautomatismus
Definition Mit der Engpassstrategie konzentrieren wir uns nur auf den Engpass, der uns den Weg zum vordefinierten Ziel versperrt. Engpass in Bewegung Nicht verzetteln Erst nach Kenntnis der Art des Engpasses kann die geeignetste Methode ausgewählt werden. Dabei gilt, nicht die Anzahl der eingesetzten Methoden ist entscheidend. Wichtig ist, die richtige 2. finden Schritt: und die Machbarkeitsstudie Mitarbeiter an den Prozess beteiligen. Konzentration auf das Wesentliche Betriebliches Know- How bestimmt den Veränderungsprozess Ist der eine Engpass gelöst, können neue Engpässe auftreten die dann ebenfalls zu lösen sind. Engpass in Bewegung Die Engpassoptimierung ermöglicht eine kontinuierliche Situations- 3. verbesserung Schritt: Realisierungskonzept durch Bearbeitung der wirksamsten Widerstände. Ständige Verbesserung Damit verbessert sich die Wirtschaftlichkeit. Mehr Erfolg
Einsatzgebiete Überall wo der Status Quo verbessert werden soll. Zum Beispiel: Produktion Maschinenauslastung Materialfluss Bestände Logistik Fertigungssysteme 3. Serienanläufe Schritt: Realisierungskonzept Wertschöpfungsanteile Wettbewerbsvergleich Personal
Ohne Kommentar aus der Praxis 3. Schritt: Realisierungskonzept
Grundlegende Vorgehensweisen Die Engpass- Methode Durch die Kenntnis des Engpasses, der den größten Widerstand für das gewünschte Ziel darstellt, soll mit gezielten Methoden nur an den Stellen bearbeitet werden, wo die größte Effektivität erreicht werden kann (Verhältnis Nutzen zu Aufwand). Statt der traditionellen Methode Durch den Einsatz vieler Methoden und flächendeckender Steigerung der Anstrengung soll das gewünschte Ziel erreicht werden. 3. Schritt: Realisierungskonzept
In 5 Schritten zum Ziel Schritt 1 Beschreibung eines Zieles bzw. Beschreibung eines neuen Status Quo. Schritt 2 2. Gesamtheitliche Schritt: Machbarkeitsstudie Engpass-Analyse des Istzustandes mit Beschreibung der Engpässe und zielorientierten Aktivitäten. Schritt 3 Konzentration der Ressourcen auf den größten Engpass mit kontinuierlichem Soll-Istvergleich. Einsatz der für diesen Engpass best geeigneten Problemlösungsmethoden und 3. spezifischem Schritt: Realisierungskonzept Prozess-Optimierungen. Schritt 4 Konzentration der Engpassbearbeitung auf den aktuellen Engpass mit ständiger Ergebnisüberprüfung. Schritt 5 4. Bei Schritt: Erreichung Realisierung des Zieles (Schritt 1) erneute Beschreibung des Zieles durchführen.
Schema Erst den momentan wirkungsvollsten Punkt suchen, dann nur so lange an diesem Punkt arbeiten, bis ein neuer wirkungsvoller Engpass bearbeitet werden kann. 3. Schritt: Realisierungskonzept
Ergebnis Für meine Anstrengungen und Bemühungen erziele ich mit der engpassorientierten Vorgehensweise, das jeweils beste Ergebnis in kurzer Zeit und immer mit wesentlich geringeren Investitionen. Es werden nur die Methoden und das erforderliche Know How eingesetzt, das den Engpass mit dem größten Widerstand beseitigt. Die Verbesserung des Istzustands zu einem möglichen Sollzustand wird durch die Konzentration auf den wirkungsvollsten Punkt erreicht. Diese Vorgehensweise ist erfolgreich und kann in allen Betrieben 3. zur Schritt: Lösung von Realisierungskonzept Engpassproblemen eingesetzt werden.
3. Praxisbeispiel Produktivitätssteigerung in der Fertigung gesamte Prozesskette Unternehmen Ein Unternehmen der verarbeitende Industrie erwirtschaftet mit 450 Personen einen Jahresumsatz von cirka 45 Mio. Euro. Es werden Klein- und Großserien in verschiedenen Fertigungsstufen hergestellt. Aufgabenstellung Für eine Baugruppe mit mehreren Varianten soll eine deutliche Kostenreduzierung bei geringen Neuinvestitionen und eine Steigerung der Ausbringung bei reduzierten Personaleinsatz realisiert werden. 3. Schritt: Realisierungskonzept Ausgangssituation Die Zukaufteile werden auf mehreren Fertigungssystemen bearbeitet und montiert. Die Planvorgabe 1.400.000 Stück/Jahr im 3 Schichtbetrieb kann im 3 Schichtbetrieb nicht realisiert werden. Die Investitionen für die Fertigungssysteme belaufen sich auf ca. 1.95 Mio. Euro. Ergebnis der 3. Engpassbeseitigung 1. Engpass: Mögliche Fertigungsleistung nicht erreicht! Systemgestaltung, Technologieoptimierung Zeitwirtschaft und Montagekonfiguration Fertigungskosten minus 15% Einsparung 285 T /a Amortisation 3 Monate Schichtbedarf für 1.400 T/a F-Systeme minus 33% Neue Fertigungskapazität F-Systeme 1,9 Mio. St/a Bei einer Investition von 130 T
1. Praxisbeispiel Termintreue, Durchlaufzeit und Umlaufmaterial komplette Prozesskette Planung, Disposition, Steuerung, Fertigung, Lagerdispo, Kundenabrufe Unternehmen Ein Unternehmen der Verbrauchsgüterindustrie fertigt in mehreren Geschäftsfeldern eigene Produkte die über verschiedene Vertriebskanäle international verkauft werden. Die jeweiligen Produkte 2. Schritt: werden von Machbarkeitsstudie der Stückzahl 1 bis zu 80.000 Stück pro Type in verschiedenen Varianten gefertigt. Die Fertigungstiefe liegt bei annähernd 100 %. Aufgabenstellung Für 2 Erzeugnisbereiche soll die Termintreue deutlich erhöht und das Umlauf- und die Lagerbestände signifikant reduziert werden. Zur 3. Steigerung Schritt: der Realisierungskonzept Lieferfähigkeit soll die Durchlaufzeit der Produkte drastisch reduziert werden. Die zu bildenden Kapazitätskanäle sollten EDV unterstützt auf Teile- und Arbeitsgangebene eine durch die Werker steuerbare fließende Fertigung ermöglichen. Ausgehend von einem vorhandenen PPS System mit entsprechenden Fachpersonal sollte nur mit vorhandenen Möglichkeiten und externer Mitarbeit die Verbesserung realisiert werden. Ausgangssituation Die Disposition der Produkte wurde durch folgende Parameter gesteuert: Lagerreichweite, Abruftrends, Durchlaufzeit, Eilaufträge und einer Gesamtkapazität. Die Termineinhaltung wurde durch eine manuelle Terminüberwachung mit kontinuierlichen Terminkorrekturen realisiert. Die Durchlaufzeit lag im Durchschnitt bei 40 Tage. Die Termintreue schwankte zwischen 50 bis 60 % je nach Auftragslage. Der Lagerbestand pendelte sich bei cirka das 14 fache bzw. das Umlaufmaterial auf das 6 fache einer Monatsproduktion ein. Ergebnis der 1. und 2. Engpassbeseitigung 1.Engpass: Stammdaten, Zeitwirtschaft 2.Engpass: Kapazitätsstruktur, PPS, Transparenz Durchlaufzeit minus 35 % Lagerbestand minus 40 % Termintreue von 55 % auf 90 % Stammdaten überarbeitet und ca. 140.000 aktualisierte Vorgabewerte
Anmerkung zum Fallbeispiel Dieses Fallbeispiel, dass auf einem realen Fall beruht, unterstellt folgende Ausgangswerte: 1. Das Unternehmen hatte zuvor für jede Produktvariante eine eigene Fertigungslinie. 2. 2. Schritt: Das Unternehmen Machbarkeitsstudie arbeitet mit insgesamt 6 Mitarbeitern an der betrachteten Linie, wovon zwei pro Schicht in Bereich OP20 bis OP60 eingesetzt werden. 3. Die zwei Mitarbeiter arbeiten 7,5 Stunden pro Tag und 240 Tage im Jahr 4. Der Zinssatz für die Kapitalkosten beträgt 6% und die Abschreibungsdauer 5 Jahre. 3. 5. Schritt: Die Investitionen Realisierungskonzept beruhen auf tatsächlich beschaffte Maschinen, um den Engpass (die Engpässe) zu beheben. 6. In der Ausgangsversion wird lediglich eine Produktvariante auf der betrachteten Linie gefertigt. 7. In der zweiten Variante wird Mehrtypenfertigung an einer Linie eingesetzt. 8. In der dritten Variante werden mehrere Optimierungsmöglichkeiten bei Beachtung der Wechselwirkungen angewendet. 9. Der jeweilige Engpass ist zur besseren Kenntlichmachung ROT hinterlegt. 10. Die jeweilige Engpassoptimierung ist zur besseren Kenntlichmachung GELB hinterlegt.
In der Prozesskette: Fertigung Beispiel: Metallteil im Antriebsstrang - Automotive 3. Schritt: Realisierungskonzept
In der Prozesskette: Fertigung Beispiel: Metallteil im Antriebsstrang - Automotive 1. Engpass: Fertigungslinie - optimaler Durchsatz bei Mehrtypenbelegung 3. Schritt: Realisierungskonzept
In der Prozesskette: Fertigung Beispiel: Metallteil im Antriebsstrang - Automotive 2., 3. und 4. Engpass: Fertigungslinie, Rohteil-, Technologie und Ablaufoptimierung 3. Schritt: Realisierungskonzept
Kennzahlen 3. Schritt: Realisierungskonzept