RIA Architektur ermöglicht globales Garantiemanagement bei Siemens

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1 RIA Architektur ermöglicht globales Garantiemanagement bei Siemens Seit Ende 2000 unterstützt die IT-Anwendung GREAT (Guarantee REquest and AccounTing) die komplexen Arbeitsprozesse zur Verwaltung von Konzern- und Bankgarantien bei Siemens Financial Services. Bei diesen Garantien handelt es sich um finanzwirtschaftliche Instrumente von hoher Wichtigkeit, für deren Management eine optimale Prozess- und IT- Unterstützung unabdingbar ist. GREAT war ursprünglich mit zwei Benutzerschnittstellen ausgestattet: einem Rich Client und einem HTML Thin Client mit eingeschränkter Funktionalität. Beide wurden jetzt durch eine Rich Internet Anwendung (RIA) abgelöst. Die RIA-Technologie erlaubte, die Anwendung zu konsolidieren und weltweit als verbindliches Standard-Instrument einzuführen. Die Kombination einer hochinteraktiven Benutzerschnittstelle mit den Vorteilen der Web-Architektur hat gezeigt, dass die RIA-Technologie in der Praxis funktioniert und den Nutzen von Anwendungen substanziell steigern kann. Traditionelle Web-Anwendungen sind für Spezialisten, die täglich intensiv mit einer Anwendung arbeiten, oft ungeeignet. Profi-Anwender benötigen Benutzerschnittstellen, die Eingaben blitzschnell überprüfen können ohne den gesamten Bildschirminhalt neu vom Server zu laden, sich vollständig über die Tastatur steuern lassen, leistungsfähige Steuerungselemente wie Kontextmenüs bereitstellen, direkte Manipulation wie Drag and Drop unterstützen, sowie die koordinierte Verwendung mehrerer Fenster erlauben. Deshalb wurde für die Experten in den Garantiezentralen der Siemens Financial die erste GREAT-Anwendung mit Java und Swing realisiert. Als Ergänzung wurde ein HTML Thin Client entwickelt, der einen Teil der GREAT-Funktionen weltweit für gelegentliche Benutzer zur Verfügung stellte. Dadurch entstanden zwei unterschiedliche Anwendungen mit teilweise redundanten Funktionen, deren Software-Zyklus jedoch eng koordiniert werden musste. Ende 2004 wurde entschieden, GREAT konzernweit als verbindliches Instrument zur Bearbeitung von Garantien einzuführen. Mit der Anpassung von GREAT an die neuen Anforderungen wurde die Konsolidierung der beiden Anwendungen erwogen. Zur Disposition standen mehrere technologische Alternativen. Nach einer Vorauswahlphase stand die Entscheidung pro Rich-Internet-Anwendung relativ schnell fest. Als Produkt wurde die Java-Bibliothek UltraLightClient von Canoo ausgewählt, die auf Swing basiert, womit der Lernaufwand gering gehalten werden konnte. In der Praxis hat sich der Entscheid für den Java-basierten RIA-Ansatz bewährt. Der neue Thin Client konnte mit der vorhandenen Infrastruktur entwickelt und installiert werden. Die durchgängige Programmierung mit Java lieferte eine homogene, letztlich einfache Architektur, in der komplexe Aufgaben wie zum Beispiel die Aufteilung der Anwendung in den Clientund Server-Teil von der UltraLightClient-Bibliothek übernommen werden. Darüber hinaus hat sich die Vereinfachung bei der Testautomatisierung und beim Debugging über Prozessgrenzen hinweg als besonders nützlich erwiesen. Die daraus resultierende Vereinfachung und Beschleunigung in der Entwicklung trug viel zur termingerechten Lieferung bei. Durch den Einsatz von RIA-Technologie den Java Rich Client und den HTML Thin Client zu einer einzigen Anwendung zu konsolidieren hat sich gelohnt. Dadurch wurde geschäftsseitig ein Instrument geschaffen, welche die Bearbeitung von Garantien weltweit standardisiert und damit erheblich verbessert. Heute steht allen Benutzern dasselbe GUI zur Verfügung, das dem ursprünglichen Rich Client bezüglich Komfort in nichts nachsteht, was inzwischen das durchwegs sehr positive Feedback der Anwender belegt. Gleichzeitig wurden die Installation, der Betrieb und die Wartung der Anwendung vereinfacht. Für einen globalen Konzern wie Siemens mit seinen vielfältigen, komplexen Anforderungen ist die RIA-Technologie eine viel versprechende Neuerung. Kontakt: Bruno Schäffer Canoo Engineering AG Kirschgartenstrasse 7 CH-4051 Basel

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