windream Datensicherung windream GmbH, Bochum

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1 windream Datensicherung windream GmbH, Bochum

2 Copyright 2005 by windream GmbH Wasserstr Bochum Stand: 04/ Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Beschreibung darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder einem anderen Verfahren) ohne Genehmigung der windream GmbH reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Wichtige Hinweise Alle Informationen und technischen Angaben dieser Beschreibung wurden von den Autoren mit größter Sorgfalt zusammengetragen. Sie können jedoch weder Garantie noch juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für Folgen, die auf fehlerhafte Angaben zurückgehen, übernehmen. Wir weisen darauf hin, daß die in dieser Beschreibung verwendeten Softund Hardwarebezeichnungen und Markennamen der jeweiligen Firmen im allgemeinen einem Warenzeichen-, Marken- oder Patentrechtschutz unterliegen.

3 Inhalt i Inhalt windream Datensicherung 3 Gründe für die Sicherung 3 Zu sichernde windream Daten 3 Ist-Zustand 4 Benutzer und Gruppen 4 windream Datenbank 5 Dateiablage 11 Objektspeicher/Langzeitarchiv 12 Daten- und Register- Dateien 13 Konfigurations- und Protokolldateien 15 CD-R-Archivierung 17 Automatisierung der Erzeugung von Medien unter Windows 18 Automatisierung der Erzeugung von Medien unter UNIX 18 Anlegen von Sicherungskopien für MO/WORM-Medien unter UNIX 18 Registry 19 Sicherung der Daten im laufenden Betrieb 19 Sicherung zu einem bestimmten Zeitpunkt 20 Daten, die u. U. nicht gesichert werden können 21 Wiederherstellung von windream Daten 21 Voraussetzung 21 Benutzer und Gruppen 22 windream Datenbank 22 Dateiablage 24 Objektspeicher / Langzeitarchiv 25 Wiederherstellung des Archivs oder der Jukebox-Medien 25 Registry 26 Anhang 27 Registry 27

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5 windream Datensicherung 3 windream Datensicherung Gründe für die Sicherung Ziel dieses Dokuments ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, die ein Administrator hat, sein System und hier insbesondere die windream Daten zu sichern, so dass sie im Fall eines Absturzes, vollkommenen Systemausfalls oder auch Festplattendefektes wiederhergestellt werden können. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Sicherung im laufenden Betrieb erfolgt, so dass ein Herunterfahren der windream Dienste nicht notwendig wird. Dies ist die Voraussetzung für einen unterbrechungsfreien Betrieb von windream. Die Daten, die hier im unmittelbaren Zusammenhang mit windream stehen und gesichert werden müssen, sind die Datenbank, die Dateiablage, die Benutzer- und Gruppeninformationen, die Programmdateien, Registry-Einträge, Konfigurationsdateien und u. U. der Objektspeicher und das Langzeitarchiv. Dieses Dokument beschreibt detailliert die physikalischen Speicherorte der verschiedenen Systeme und welche Daten insbesondere gesichert werden müssen. Die Sicherung der windream Daten im laufenden Betrieb kann zur Konsequenz haben, dass die gesicherten Daten nicht konsistent sind. Dies liegt u. a. daran, dass nicht alle windream Daten zeitgleich gesichert werden können. Im Kapitel 3 Sicherung im laufenden Betrieb wird an den entsprechenden Stellen aufgelistet, um welche Inkonsistenzen es sich handeln kann und welche Maßnahmen notwendig sind, um sie zu vermeiden. Über die Sicherung der windream Daten hinaus sollte in der Unternehmung bereits ein Backupkonzept für die Sicherung von Unternehmensdaten bestehen, bzw. sollten die Systeme und dabei insbesondere wichtige Daten regelmäßig gesichert werden. Dieses Dokument dient nicht als Konzept für alle in einem Unternehmen anfallenden Daten, sondern deckt nur das Backup von windream relevanten Daten ab. Hinweis: Für den korrekten Betrieb eines windream-systems sind die von der windream GmbH herausgegebenen windream Systemvoraussetzungen zu beachten! Zu sichernde windream Daten Dieser Ansatz beschreibt die Sicherung der Daten, die von einem laufenden windream generiert und verwaltet werden (hiermit sind nicht die Programmdateien gemeint). Zu diesen Daten gehören die

6 4 windream Datensicherung windream Dateiablage, die windream Datenbank (SQL Server oder Oracle), der Objektspeicher oder windream Langzeitarchiv, die verschiedenen Log-Dateien und Skripte, die vom Administrator etc. erstellt wurden. Ist-Zustand Zum jetzigen Zeitpunkt werden viele windream Systeme nur im Vollsicherungsmodus gesichert. Dabei werden nicht nur die dynamischen Daten, sondern auch die statischen Daten von Applikationen gesichert. Bezogen auf windream bedeutet dies, dass z. B. auch die windream Applikationsdateien gesichert werden, obwohl sich diese nach einer Installation nicht mehr ändern. Benutzer und Gruppen windream bezieht die Benutzer- und Gruppeninformationen von der Windows Benutzer- und Gruppenverwaltung. Je nach Systemkonfiguration muss darauf geachtet werden, dass alle windream Benutzer und Gruppen von sämtlichen verwendeten Domänen von Zeit zu Zeit gesichert werden. Dies ist notwendig, um die Windowsintern verwendeten IDs für Benutzer zu sichern. Ein entsprechendes Tool zur Sicherung und zum Abgleich der Benutzer und Gruppen wird zur Verfügung gestellt. Dieses exportiert die Benutzer- und Gruppenstruktur in eine Datei, die ebenfalls gesichert werden muss. Die exportierten Daten können in einem Recovery-Fall wieder importiert werden, um die Benutzer und Gruppen wieder anzulegen. Der Import wird ebenfalls mit dem Recovery-Tool durchgeführt. Folgende Konfigurationen für die Ermittlung von windream Benutzern oder Gruppen sind denkbar: windream Server auf einem Standalone Server (kein Mitglied einer anderen Domäne, es werden keine Trusted Domänen verwendet) windream Server auf einem Server, der Mitglied einer Domäne ist (Installation nicht auf PDC oder BDC), die Benutzer und Gruppen werden ausschließlich vom PDC oder von Trusted Domänen bezogen. windream Server auf einem Server, der Mitglied einer Domäne ist (Installation nicht auf PDC oder BDC), es werden Benutzer und Gruppen des Standalone Systems müssen gesichert werden. Sicherung der lokalen Gruppen und Benutzer nicht notwendig, Sicherung der Gruppen und Benutzer des PDC und der Trusted Domänen. Sicherung aller Gruppen und Benutzer der genutzten Domänen (PDC, lokal, Trusted

7 windream Datensicherung 5 auch lokale Benutzer und Gruppen verwendet windream Server auf einem PDC (nicht empfohlen) Domänen) Benutzer und Gruppen des PDC und der Trusted Domänen sichern windream Datenbank Die windream Datenbank inklusive der bereits mit dem Setup installierten Stored Procedures kann über den Enterprise Manager des SQL Servers oder über den Enterprise Manager von Oracle regelmäßig automatisch gesichert werden. Für den von windream für die Volltextsuche benutzten Volltextkatalog 'windreamft' des SQL Servers gibt es in den jeweiligen Verwaltungstools keine Sicherungsmöglichkeit. Der Volltextkatalog wird jedoch nach dem Wiederherstellen der windream Datenbank aus der Volltext Tabelle wieder gefüllt, indem einmal die Funktion 'Auffüllen starten - Vollständig auffüllen' ausgeführt wird. Die Volltextindexierung mit InterMedia Text erfolgt über einen Oracle Job. Dieser wird bei der windream Installation automatisch angelegt und konfiguriert. Falls der Datenbank-Server nicht mehr gestartet werden kann, können die Datenbanken nur noch in der Form gesichert werden, dass die entsprechenden Dateien im Explorer kopiert werden. SQL Server 7 <Installationspfad>\mssql7\Data\windream.mdf und die Logdatei windream_log.ldf SQL Server 2000 Oracle \<Installationspfad>\mssql2000data\Data\windrea m.mdf und die Logdatei windream_log.ldf \<Installationspfad>\oracle\oradata\<oracledb>\ Sicherung über den Enterprise Manager des SQL Servers Die Sicherung bzw. die Einstellungen für den Terminplan werden über SQL Server Enterprise Manager vorgenommen. In der hierarchischen Darstellung des Datenbank Servers wird die windream Datenbank unter dem Ordner 'Datenbanken' aufgeführt. Wenn der Eintrag 'windream' markiert ist, wird über das Kontextmenü 'Alle Aufgaben ' 'Datenbank sichern' oder über die im der rechten Fenster unter 'Allgemein' und 'Sicherung' aufgelistete Funktion 'Datenbank sichern' aufgerufen. Im Dialogfenster 'SQL Server-Sicherung windream' können entsprechend der Anforderungen an die Sicherung verschiedene Einstellungen vorgenommen werden.

8 6 windream Datensicherung Abbildung: SQL Server-Sicherung windream Entsprechend der vorgesehenen Sicherungsmethode werden in diesem Dialogfenster Einstellungen vorgenommen. Die Beschreibung für die verschiedenen Bereiche entnehmen Sie bitte der Dokumentation für den SQL Server. Abbildung: Terminplan bearbeiten Wenn ein Terminplan für die automatische Sicherung der windream Datenbank oder Transaktionsprotokolle erstellt werden soll, so wird dies über das Kontrollkästchen 'Terminplan' im Bereich 'Terminplan' aktiviert. Über den zugehörigen Browse-Button wird das

9 windream Datensicherung 7 nachfolgend dargestellte Dialogfenster geöffnet, in dem weitere Einstellungen vorgenommen werden können. Abbildung: Terminplan für wiederkehrende Aufträge bearbeiten Wenn die Regeln für die Wiederholung der Sicherungen geändert werden sollen, so muss über die Schaltfläche 'Ändern' ein weiteres Dialogfenster geöffnet werden. Vorhandene Aufträge für die Sicherung der Datenbank oder der Transaktionsprotokolle werden über $Server\Verwaltung\SQL Server- Agent\Aufträge aufgelistet und die Eigenschaften angezeigt. Standardmäßig wird der Speicherort des Transaktionsprotokolls vorgegeben. Dieser liegt im SQL-Server-Installationsverzeichnis. Je nach Infrastruktur der Datenbank und aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, das Transaktionsprotokoll auf einem anderen Verzeichnis oder einem anderen Server zu speichern. Dann ist bei einer Sicherung der Daten darauf zu achten, dass auch das ausgelagerte Transaktionsprotokoll in die regelmäßigen Backups einbezogen wird. Die für die Sicherung der windream Datenbank ausgewählte Datei(en) müssen ebenfalls regelmäßig auf externen Medien (Tapes, CD-R etc.) gespeichert werden, damit die Datenbank nach einem Totalausfall bzw. nachdem die entsprechende Festplatte beschädigt wurde, aus den Sicherungsdateien wiederhergestellt werden kann. Sicherung über den Enterprise Manager von Oracle Bei der Einrichtung der Backup-Jobs zur Sicherung der Oracle Datenbank oder des windream Tablespaces über den Enterprise Manager oder über das Oracle Tool DBA Studio ist darauf zu achten, dass die Services des Oracle Agents und des Oracle ManagementServers gestartet sind. Ansonsten können die Backup- Funktionen nicht ausgeführt werden. Dies gilt auch für das Einrichten

10 8 windream Datensicherung der Terminpläne für Sicherung, Wiederherstellung, Export und Import der Oracle Datenbank. Bei der Auswahl der Backup Optionen ist darauf zu achten, dass die erste Sicherung vollständig sein muss. Anschließend sollten in regelmäßigen Abständen inkrementelle Sicherungen erfolgen, jedoch sind darüber hinaus auch weiterhin vollständige Sicherungen notwendig. Die Datenbank muss im Archivelog Modus laufen, wenn das Backup eines Tablespace gültig sein soll. Starten der Enterprise Manager Console Über die Oracle-Programmgruppe wird die Console des Enterprise Managers gestartet. Das Login an der Console muss als System- Administrator erfolgen, da ansonsten nicht auf die Funktionalitäten für die Sicherung der windream Datenbank zugegriffen werden kann. Starten des Oracle DBA Studios Für den Start des Oracle DBA Studios gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die Enterprise Manager Console. Backup-Konfiguration erstellen Es kann eine Backup-Konfiguration erstellt werden, für die bei der Backup Strategieauswahl die Option 'Vordefinierte Backup-Strategie' zugrunde gelegt wird. Für die Backup-Konfiguration können verschiedene Wiederherstellungskataloge angelegt werden. Die Informationen der Konfiguration werden entweder in einer Steuerdatei oder einer anderen Oracle Datenbank abgelegt. Auswahl der Backup Strategie und Definition des Zeitplans Bei der Auswahl der Backup Strategie kann eine vorhandene Strategie verwendet oder eine eigene Strategie angepasst werden. Anschließend wird ausgewählt, welches Objekt, d. h., ob eine ganze Datenbank oder nur Tablespaces oder Datendateien mit dem Backup gesichert werden sollen.

11 windream Datensicherung 9 Abbildung: Oracle Enterprise Manager Backup-Auswahl Hier sollte die Option 'Ganze Datenbank' oder besser 'Tablespaces' gewählt werden. In dem nachfolgenden Auswahldialog wird dann der Tablespace (hier: windream Datenbank) ausgewählt. Abbildung: Oracle Backup-Assistent - Auswahl des Tablespaces

12 10 windream Datensicherung Abbildung: Oracle Backup-Assistent Backup-Optionen Bei der Auswahl der Backup Optionen ist darauf zu achten, dass die Datenbank regelmäßig vollständig gesichert wird. Dazwischen sollte ein inkrementeller Backup z. B. täglich automatisch durchgeführt werden. windream Datenbanksicherung über Seagate Backup Exec Seagate stellt mit Backup Exec verschiedene Agents zur Verfügung, die speziell für die Sicherung von Oracle und SQL-Server Datenbanken, Tabellen und Transaktionsprotokollen und auch für die Sicherung der SQL Server- und Oracle-Daten bestimmt sind. Agent für Microsoft SQL Server Bei dem Agent für den Microsoft SQL Server handelt es sich um ein umfangreiches und leicht bedienbares Tool, mit dem insbesondere auch eine SQL Server Installation gesichert und eine Notfallwiederherstellung des SQL Servers durchgeführt werden kann. Der Agent greift auf den SQL Server zu, um dort die vorhandenen Datenbanken mit ihren Tabellen und den Transaktionsprotokollen über verschiedene Methoden zu sichern und wiederherzustellen. Es sollte auch hier darauf geachtet werden, dass mit einer Sicherung die Konsistenz der Datenbank und der Daten des Objektspeichers/Langzeitarchivs gewährleistet werden muss. Eine Einzelsicherung von benutzerdefinierten Tabellen ist daher nicht sinnvoll, vielmehr sollte mindestens eine Vollsicherung der Datenbank pro Woche erfolgen und an den anderen Tagen eine Sicherung der Transaktionsprotokolle.

13 windream Datensicherung 11 Oracle-Datenbank-Agent Der Windows NT Oracle-Agent als Ergänzung zu Backup Exec (Seagate Software) ermöglicht die Sicherung der Tablespace-Daten, der archivierten Log-Dateien von Oracle und der Steuerdateisicherung. Die Sicherung der Daten kann im Datenbank-Online-Modus erfolgen, so dass die Benutzer auch weiterhin mit windream arbeiten können bzw. auf die Datenbank zugreifen können. Beim Sichern eines Tablespaces, der sich im Online-Modus befindet, wird dieser in den Sicherungsmodus versetzt. Nach der Sicherung wird der Tablespace wieder online geschaltet. Offline-Sicherungen bei gestoppter Datenbank werden jedoch allgemein empfohlen, denn diese Methode erleichtert die Wiederherstellung der Datenbank nach einem Katastrophenfall. Der Oracle Backup-Agent von Backup Exec benötigt ein Benutzerkonto mit bestimmten Datenbankrechten, um zur Sicherung der Tablespaces, Log-Dateien oder Steuerdateien auf die Datenbank zugreifen zu können. Welche Rechte dies im Einzelnen sind, können in der Oracle-Datenbank-Agent Beschreibung nachgelesen werden. Wie darüber hinaus die Arbeit mit dem Oracle-Agent erfolgt, wie z. B. eine Online- oder eine Offline- Datenbank gesichert wird und welche Einstellungen dazu nötig sind, können ebenfalls in der Dokumentation zum Oracle-Datenbank-Agent entnommen werden. Dateiablage Die windream Dateiablage ist der Speicherort für windream Dokumente, die sich aufgrund des Lebenszyklus noch in der Bearbeitungsphase befinden. Darüber hinaus ist es ab der Version 2.5 von windream möglich, windream Dokumente, die über 'Sofort archivieren' oder aufgrund der abgelaufenen Bearbeitungszeit in die Archivbereich verschoben wurden, ebenfalls in der windream Dateiablage zu speichern. Somit entfällt die Sicherung des windream Objektspeichers, wenn alle Dokumente in der Dateiablage gespeichert werden. Voraussetzung für die Sicherung der windream Dateiablage ist das Herunterfahren des windream DMS-Services.

14 12 windream Datensicherung Abbildung 7: Eigenschaften von Dateiablage Die in der Dateiablage für die verschiedenen windream Speicher ausgewählten Verzeichnisse auf dem windream Server oder auch auf einem verbundenen Laufwerk sind die für die Datensicherung relevanten Bereiche. Es ist darauf zu achten, dass grundsätzlich auch alle untergeordneten Verzeichnisse bei einem Backup mitgesichert werden müssen. Die windream Dokumente werden entsprechend des in der Administration festgelegten Werts für die 'Verzeichnisebenen' hierarchisch abgelegt. Objektspeicher/Langzeitarchiv Voraussetzung für die Sicherung des Objektspeichers ist: Der mm-dam darf keinen Zugriff auf den Objektspeicher haben und muss dazu heruntergefahren werden. Dies bedeutet auf einem Windows Server, dass der Dienst für den Objektspeicher beendet werden muss. Wie der mm-dam auf einem UNIX-Server beendet wird, entnehmen Sie bitte dem Archiv Handbuch. Der Objektspeicher befindet sich in dem Bereich auf den Festplatten des Servers, der während der Installation ausgewählt bzw. der nachträglich konfiguriert wurde. Für eine Sicherung des Objektspeichers und der zugehörigen Konfigurations- und Protokolldateien ist es nötig, dass die entsprechenden Verzeichnisse mit den herkömmlichen Backup-Methoden gesichert werden. Die Daten des Objektspeichers werden in s. g. Pools abgelegt. Es gibt verschiedene Arten von Pools, die jeweils bei der Installation des Objektspeichers oder nachträglich angelegt werden können.

15 windream Datensicherung 13 Man unterschiedet: Den Directory-Pool, bei dem die Daten in der Ordnerstruktur des Servers hierarchisch abgelegt werden. Den Filestream-Pool, der als BLOB-Container für ein vorher festgelegtes Datenvolumen dient. Filestream-Pools werden z. B. für die CD-R Archivierung benötigt und Den Jukebox-Pool, der für die Archivierung auf Jukeboxen benötigt wird. Pools werden in der windream Management Console im Bereich Dokumenttypen-Administration für die Ablage archivierter windream Dokumente benötigt. Sollen bei der Archivierung von Dokumenten die Indexdaten mit archiviert werden, so muss dem entsprechenden Dokumenttyp ein Pool des Objektspeichers zugeordnet werden. Die verschiedenen Register, die im Zusammenhang mit dem Objektspeicher bzw. dem Langzeitarchiv verwaltet werden, sind auf jeden Fall bei der Sicherung zu berücksichtigen. Darüber hinaus werden Informationen in Konfigurationsdateien und Log-Dateien gespeicht. Die zu sichernden Daten und ihre Ordner sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Die wichtigsten Dateien bzw. Verzeichnisse, die auf jeden Fall regelmäßig, möglichst jeden Tag gesichert werden sollten, sind das Objektregister im Verzeichnis.\data\mm-dam\, die 'mmarc.ini', die 'user.cfg' und das Verzeichnis.\Pools\ im Verzeichnis.\data\mm-dam\. Darin enthalten ist auch das BLOB-Register, das Informationen über einen Pool und vor allem den darin gespeicherten BLOBs enthält. Daten- und Register- Dateien Die Daten- und Register-Dateien des Objektspeichers werden standardmäßig im Verzeichnis <MMUNIXVAR>\mm-dam\ (UNIX) oder.\mm-dam\ (Windows) gespeichert. Es ist darauf zu achten, auf welchen Servern die verschiedenen Pools konfiguriert wurden, damit alle Daten auf allen verwendeten Servern gesichert werden. In der nachfolgenden Tabelle werden verschiedene Dateien aufgelistet, die pro Pooltyp gesichert werden müssen:

16 14 windream Datensicherung Zu sicherndes Objekt Pools Pfad Dateiname Beschreibung In diesem Verzeichnis existiert je Pool ein weiteres Verzeichnis, das gesichert werden muss. Objektregister Objektregister Objektregister, das alle Einträge für die BLOBs in den verschiedenen Pools enthält. Filestream Pool BlobRegister Directory Pools \mmdam\pools\ \data\mmdam\pools\< Poolname>.\data\mmdam\Pools\< Poolname>\ \data\mmdam\pools\< Poolname> <WorldID>.< Poolname>.stat us <Worldid>.<P oolname>.volu me <WorldID>.< Poolname>.br <Worldid>.<P oolname>.<nr > <Worldid>.<P oolname>.<nr >.req Hier werden entsprechend der Bezeichnung des Servers (WorldID) und des Filestream Pools (z. B. PERM) das Volume-File (BLOB- Container) und eine Status-Datei gespeichert. Das oder die BLOB-Register eines Filestream Pools (mind. eine Datei) enthält Informationen zum Pool und zu den einzelnen BLOBs eines Pools. In diesem Verzeichnis werden entsprechend der Bezeichnung des Servers (WordID) und

17 windream Datensicherung 15 ObjektRegister $(MMUNIXV AR)\mmdam\ MediaRegister $(MMUNIXV AR)\mmdam\ ObjectRegister MediaRegister. <Jukeboxname> des Directory Pools (z. B. TEMP) alle Dateien binär in s.g. BLOBs und die zugehörigen Beschreibungsdat eien gespeichert. Objektregister mit allen Einträge für die BLOBs in den verschiedenen Pools. Informationen zum Status der Medien in einer CD-R Jukebox. Jukeboxname beschreibt den in der Datei ObjectRegister definierten Namen der Jukebox. Konfigurations- und Protokolldateien Die Protokolldateien des Objektspeichers werden im Verzeichnis.\var\spool\MegaMedia\mm-dam\Logs\ (UNIX) oder <MMUNIXVAR>\log\ (Windows) gespeichert. Die Protokolldateien und ihr Ort der Speicherung sind abhängig von den betriebenen Speichermedien. In der nachfolgenden Tabelle werden die verschiedenen Dateien aufgelistet: Zu sicherndes Objekt Konfiguration sdateien Pfad Dateinamen Beschreibung.\data\conf mm-arc.ini Konfigurationsd ateien für den Start von mmarc und mmdam und Angaben zur Konfiguration von jukewrite.pl (nur unter Windows)

18 16 windream Datensicherung Konfiguration sdatei für den Archivbenutz er Protokolldatei en Registry- Einträge Konfiguration sdatei für jukewrite Konfiguration sdatei für dobackup Konfiguration sdatei für dobackup Mmunix.cfg mm-dam.cfg Mm-arc.cfg.\data\conf mmpasswd.cfg Enthält verschlüsselt die mit mmpasswd angelegten Archivbenutzer (Windows, UNIX).\data\log $HKLM/Soft ware/a.i.s. GmbH/windr eam Objecstore/ $(MMUNIXV AR\mmdam\dobackup \ $(MMUNIXH OME\etc\ $MMUNIXH OME\etc \opt\megame dia\etc \opt\megame dia\etc mm-arc.log mm-dam.log mm-tcp.log jukewrite.cfg seite_.cfg dobackup.cfg Mmunix.cfg mm-dam.cfg mm-arc.cfg Protokolldateien für die verschiedenen Services Registry- Einträge für das Archiv/Objekts peicher unter Windows in einer Datei sichern Konfigurationsd atei für die Funktion jukewrite (jukewrite.pl unter Windows) Konfigurationsd atei für die Mediensicherung unter HP-UX Konfigurationsd atei für die Mediensicherung unter HP-UX Konfigurationsd atei für das Startupskript Konfigurationsd atei zum Start des Achiv- Backendservices unter UNIX Konfigurationsd atei zum Start des Achiv- Frontendservices unter UNIX Logdateien $(MMUNIXV <Logdatei- Logdateien im

19 windream Datensicherung 17 AR)\mmdam\log Name> Subverzeichnis des MediaRegisters, die Auskunft über den Schreibvorgang von CD-Rs geben. Z. B. jukewrite.log Tracedateien (MMUNIXVA R) \log UNIX: \var\spool\m egamedia\log <Logdateien> In dem angegebenen Verzeichnis werden verschiedene Logdateien gespeichert. CD-R-Archivierung Für die CD-R-Archivierung werden bei der Installation des Archivs für jeden Pool mindestens zwei BLOB-Container (auch Volume-Files genannt) à 640 MB angelegt. Diese BLOB-Container dienen der Sammlung der windream Dokumente, denn CD-R können nicht inkrementell beschrieben werden. Wenn das Volume-File voll ist, wird der gesamte Inhalt 1:1 auf eine CD-R geschrieben. Dies kann entweder automatisch oder manuell von entsprechenden im Archiv-Handbuch beschriebenen Programmen durchgeführt werden. Der zweite BLOB-Container ist in diesem Zusammenhang notwendig, weil dieser beschrieben wird, sobald der erste voll ist. Somit ist eine unterbrechungsfreie Speicherung von Daten in den Objektspeicher möglich. Für das Brennen einer CD muss der Dienst für den windream Objektspeicher heruntergefahren bzw. unter UNIX der mm-dam beendet werden. Dies ist aus dem Grund notwendig, weil somit das Brennen der CD ohne Komplikationen möglich ist. Viele Brenner können eine CD nur in völlig unterbrechungsfreiem Zustand brennen; bei einem Medienwechsel kann dies nicht gewährleistet werden. Mit dem Befehl jukewrite (unter Windows jukewrite.pl) werden abgeschlossene Volume-Files (auch BLOB-Container genannt) auf eine CD-R gebrannt. Für den Schreibvorgang kann konfiguriert werden, wie viele Kopien erstellt werden sollen (Option: --copies=<number>). Die Konfiguration von jukewrite (jukewrite.pl) erfolgt über die Konfigurationsdatei jukewrite.cfg. Die Datei jukewrite.log enthält alle Log-Ausgaben, die bei einem Schreibvorgang entsprechend der in der Konfigurationsdatei festgelegten Parameter, erzeugt werden.

20 18 windream Datensicherung Mehr zu diesem Thema kann im Kapitel 5 (Medienerzeugung mit CD- R Jukeboxen) des Archiv-Handbuchs nachgelesen werden. Automatisierung der Erzeugung von Medien unter Windows Mit Hilfe der 'Geplanten Tasks' kann unter Windows ein Vorgang regelmäßig bzw. in einem bestimmten Zeitrahmen gestartet werden. Hierzu ist es notwendig, dass ein Terminplan erstellt wird, der in bestimmten Abständen die Datei 'jukewrite.bat' ausführt. So kann das regelmäßige Erstellen von Medien automatisiert werden. Die Datei 'jukewrite.bat' befindet sich im Verzeichnis \bin\. Sie enthält alle für einen korrekten Aufruf einer Mediensicherung notwendigen Daten. Automatisierung der Erzeugung von Medien unter UNIX Mit dem Befehl cron kann unter UNIX ein automatisches Brennen über Nacht gesteuert werden. Eine detaillierte Beschreibung des Befehls cron kann der jeweiligen UNIX Dokumentation entnommen werden. Anlegen von Sicherungskopien für MO/WORM- Medien unter UNIX Für das Anlegen von MO/WORM-Sicherungskopien unter UNIX gibt es verschiedene Vorgehensweisen, die abhängig von den eingesetzten Betriebssystemen sind. Zum einen die Mediensicherung für direkt gesteuerte MO/WORM-Jukeboxen und zum anderen für indirekt gesteuerte MO/WORM-Jukeboxen zu unterscheiden. Bei direkt gesteuerten MO/Jukeboxen werden die Plattformen Windows, AIX und Solaris unterstützt. Dort können mit dem im Archivhandbuch in Kapitel 4 und 5 beschriebenen Tool 'jukecopy' Kopien erstellt werden. Hierbei erfolgt eine inkrementelle Sicherung der Daten, indem die Differenz zwischen dem Original und der Kopie auf der Sicherungs-WORM nachgezogen wird. Die Zeitabstände für die Durchführung der Sicherung kann über die 'Cron'-Funktion unter UNIX gesteuert werden. Für indirekt gesteuerte WORM/MO-Jukeboxen werden unter HP-UX die Prozesse zur Fortführung der Kopie über die Funktion 'dobackup' angestossen. Auch hier erfolgt eine inkrementelle Sicherung, so dass nicht alle Daten von der Original-WORM/MO kopiert werden müssen. Der regelmäßige Ablauf der Sicherung kann ebenfalls über die 'Cron'-Funktion gesteuert werden.

21 windream Datensicherung 19 Registry Die für windream wichtigen Einträge in der Registry werden im Key: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\A.I.S. GmbH\windream\<Versions-Nummer>\ abgelegt. Grundsätzlich sollte ein komplette Sicherung des "HKLM/software/a.i.s. gmbh/windream" Registry Zweigs durchgeführt werden. Der entsprechende Befehl dazu lautet: regedit -e c:\wmserver30bak.reg "HKEY_LOCAL_MACHINE\software\a.i.s. gmbh\windream" Hinweis: Unter Windows 2000 wird die Datei im UNICODE (Regedit 5-Format), unter NT4 als ANSI (Regedit 4-Format) abgelegt. Die UNICODE Datei kann unter NT4 nicht ohne Konvertierung importiert werden. Nach einer Installation des windream Servers werden nur bestimmte Einträge des Keys, wie z. B. die für das Reporting, durch Anpassungen an der windream Konfiguration geändert. Diese Einträge werden im Anhang dieses Dokuments unter Registry aufgelistet. Sicherung der Daten im laufenden Betrieb Die Sicherung der windream Daten muss grundsätzlich von einem Systemadministrator durchgeführt werden, der gleichzeitig als windream Main User angemeldet ist. Bei der Sicherung aller relevanten windream Daten im laufenden Betrieb muss beachtet werden, dass bestimmte Objekte in der Dateiablage im Zugriff sind und u. U. nicht gesichert werden können. Welche Inkonsistenzen auftreten können, werden im Laufe dieses Kapitels beschrieben. Bei der Sicherung der windream spezifischen Daten ist darauf zu achten, dass die eventuell verwendeten Terminkalender für die Durchführung der Sicherungen der Datenbank, der Dateiablage und evtl. des Objektspeichers übereinstimmen. Für den Fall, dass ein Wiederherstellen der Daten notwendig werden sollte, müssen die

22 20 windream Datensicherung Sicherungsdaten von einem bestimmten Datum eingespielt werden. Dies ist für die korrekte Referenzierung der windream Dokumente in der Dateiablage oder der BLOBs (Binary Large Objects) im Objektspeicher über die Datenbank notwendig, denn die Verweise müssen sich auf wirklich vorhandene Dokumente in der windream Dateiablage oder auf BLOBs im Objektspeicher beziehen. BLOB ist die Abkürzung für Binary Large Object. Im windream Objektspeicher ist der BLOB die kleinste Speichereinheit. Ein BLOB ist in sog. Dataparts aufgeteilt, die neben dem Dokument als Datei auch weitere Informationen wie z. B. Datenbankinformationen enthalten können. Alle zu sichernden Daten sollten in einem Backup-Plan mit ihren regelmäßigen Sicherungs-Terminen und der Art der Sicherung aufgelistet werden, so dass eine Übersicht für den Administrator existiert. Mit dem Einsatz von gespiegelten Servern oder Raid-Arrays ist es möglich, mit allgemeinen Betriebssystemfunktionen eine permanente Datensicherheit zu gewährleisten. Dies sollte für alle windream Daten in Betracht gezogen werden. Sicherung zu einem bestimmten Zeitpunkt Nicht alle Daten können zu einem bestimmten Zeitpunkt gesichert werden. Aus dem Grund ist es nicht möglich, eine völlige Konsistenz der Daten zu gewährleisten. Je nach Sicherungszeitpunkt können sich Unterschiede zwischen den Metadaten in der Datenbank und den Referenzen zu Dateien in der Dateiablage/dem Objektspeicher ergeben. Hier ist auf die Reihenfolge bei der Sicherung zu achten. Es sollte zuerst die Datenbank und anschließend die Dateiablage/der Objektspeicher gesichert werden. Die Differenz zwischen den Sicherungszeitpunkten könnte dann über das Transaktionsprotokoll der Datenbank ermittelt werden. Andere Daten wie die Benutzer- und Gruppeninformationen, die DCOM-Konfiguration, Net-Config, die Registry, die Shadow User Information und die Programmdateien sollten sich in der Zeit nicht oder nur begrenzt ändern bzw. der Administrator sollte in den Zeiten der Backups keine Änderungen an z. B. der Benutzer- und Gruppenverwaltung vornehmen.

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