Geschäftsprozessautomatisierung BIX3 HS 2014

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1 Geschäftsprozessautomatisierung BIX3 HS 2014 EINFÜHRUNG IN DIE GESCHÄFTSPROZESSAUTOMATISIERUNG Björn Scheppler Projektleiter und Wissenschaftlicher Mitarbeiter 1

2 Lernziele 1. Verschollenes Wissen reaktivieren aus den Modulen «Operations & Prozesse» und «Betriebliche Standardsoftware»: a. (Geschäfts)prozess=? b. BPM=? 2. Prozessautomatisierung in einen Kontext stellen können: a. Rolle innerhalb von BPM (Lifecycle)? b. Was ist überhaupt Prozessautomatisierung? c. Bedeutung in Unternehmen? d. Bedeutung für die Gesellschaft? 2

3 Was ist ein (Geschäfts)prozess (1/4)? Quellen: Dumas et al. (2013: 6) 3

4 Was ist ein (Geschäfts)prozess (2/4)? Anforderung (von) Ergebnis (bis) Kundenproblem Innovationsprozess Produktidee Produktidee Produktplanungsprozess Pflichtenheft Externe Kunden Pflichtenheft Produktentwicklungsprozess Produkt Externe Kunden Kundenbedarf Vertriebsprozess Kundenauftrag Kundenauftrag Auftragsabwicklungsprozess Lieferung Produktproblem Serviceprozess Lösung Quellen: Folie von Ueli Schlatter 4

5 Was ist ein (Geschäfts)prozess (3/4)? Quellen: und 5

6 Was ist ein (Geschäfts)prozess (4/4)? Quellen: Rüegg-Stürm (2003: 22) 6

7 Was ist BPM? «[BPM is] a body of methods, techniques and tools to discover, analyze, redesign, execute and monitor business processes. [ ] One of the features commonly associated to BPM is its emphasis on the use of process models throughout the lifecycle of business processes.» (Dumas et al. 2013: 5) 7

8 BPM Lifecycle Quellen: Dumas et al. (2013: 21) 8

9 Prozessautomatisierung ist interdisziplinär 9 Quellen: Thomas Keller

10 Drei Arten der Prozessautomatisierung Quellen: Freund (2012: 15), Firmenlogos 10

11 Automatisierung mit Process Engine/BPMS Quellen: Freund (2012: 191) 11

12 Automatisierung im Unternehmenskontext Aufgabe: Mit welchen Chancen und Gefahren/ Herausforderungen sind Prozessautomatisierungsprojekte in einem Unternehmen verbunden? Strukturieren Sie Ihre Überlegungen nach folgenden Sichten in der Mindmap bit.ly/mmbix3: 1. Betriebswirtschaftlich-organisatorische Sicht Management und Strategie Mitarbeitende und Anwender Kunden 2. Technische Sicht Architektursicht (Strategische Sicht) Betriebssicht (Operative Sicht) Datensicht 3. Juristisch-regulatorische Sicht 12

13 Automatisierung im Gesellschaftskontext αὐτόματος (auto = selbst; matos = denken/wollen) «Wenn jedes Werkzeug auf Geheiß, oder auch vorausahnend, das ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie des Dädalus Kunstwerke sich von selbst bewegten oder die Dreifüße des Hephästos aus eignem Antrieb an die heilige Arbeit gingen, wenn so die Weberschiffe von selbst webten, so bedürfte es weder für den Werkmeister der Gehilfen noch für die Herren der Sklaven.» Aristoteles, antikes Griechenland «Wir haben die Automatisierung als einen neuen Aufstieg auf dem Wege zur reichhaltigeren Erzeugung und zur Schaffung eines besseren und reicheren Lebens für alle Menschen begrüßt. Gleichzeitig jedoch sind wir verpflichtet, darauf zu achten, daß die Durchführung der Automatisierung nicht zu jenen Entwurzelungen und menschlichen Leiden führt, welche Begleiterscheinungen der ersten industriellen Revolution vor mehr als hundert Jahren waren, oder wie sie der Einführung der Massenproduktionstechnik nach dem ersten Weltkrieg folgten.» Walter P. Reuther ( ) 13

14 Mögliche Theoriefrage bei Modulabschlusspräsentation 1. Welche Phasen gemäss BPM Lifecycle wurden sinnvollerweise durchgeführt, bevor ihr den Auftrag zur Automatisierung vom Kanton Schwyz übernommen habt? 2. Nennt mindestens eine Chance aus dem betriebswirtschaftlich-organisatorischen Bereich, welche der Kanton Schwyz vermutlich mit dem Automatisierungsprojekt realisieren möchte. 3. Wie beurteilt ihr die Chancen/Gefahren eures Automatisierungsvorschlags im Hinblick auf die Kunden (Antragsteller)? 14

15 Quellenhinweise Dumas, M., La Rosa, M., Mendling, J., Reijers, H. A. (2013): Fundamentals of Business Process Management. Berlin Heidelberg: Springer. Freund, J., Rücker, B. (2012): Praxishandbuch BPMN , erweiterte Auflage. München Wien: Hanser. Rüegg-Stürm, J. (2003): Das neue St. Galler Management- Modell Grundkategorien einer integrierten Managementlehre - der HSG-Ansatz. Bern: Haupt. 15

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