FAMILIENKONFERENZ AM Ergebnisse der Arbeitstische

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1 FAMILIENKONFERENZ AM Ergebnisse der Arbeitstische Arbeitstisch 1: Familien- und Elternbildung Über welche speziellen Angebote und Themen können bislang nicht erreichte Zielgruppen angesprochen werden? Moderation: Robert Steger (Katholischer Familienverband Südtirol) Ca. 28 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen: Familienbildungsorganisationen, Sozialdienste, Familien- und Elternverbänden, politische Entscheidungsträger, Kindergarteninspektorat, Jugendanwaltschaft, Familienberatungsstelle, Lehrer, Caritas Handlungsbedarf und Vorschläge wurden nach Angebot und Themen strukturiert und gebündelt: Angebote/Formen Vielseitiges Angebot: In Südtirol gibt es bereits ein sehr vielseitiges Familien- und Elternbildungsangebot. Themen Prävention / Sucht / Risikoverhalten. Gesundheit Gesunde Ernährung Drogen Spielsucht Alkohol Gewalt Umgang mit Agressionen Mobbing Freizeit mit Bildung verbinden: Angebote müssen Spaß machen, Themen an Emotionen koppeln, sich einlassen Genuss, Spiel Erholungswochen (gemeinsam und miteinander) Familientreff als Kaffeehaus (informellen Austausch ermöglichen) Verschiedene Familienformen und unterschiedliche Lebensphasen sowie eigene Identität stärken: Patchwortkfamilien Single Klein-/Großfamilie Elternsein Mann/Vatersein Frau sein Zeit für Paare Eltern werden Fähigkeiten erkennen Zugänglichkeit der Angebote: Angebote sind vermehrt an vertrauten Orten anzubieten, angepasst an die Lebenszeiten/Lebensphasen der Familien. Zielgruppe dort abholen, wo sie sind. Die Sprache der Angebote soll möglichst Erziehung und Werte: Respekt Vorbilder Loslassen Grenzen setzen

2 einfach und leicht verständlich sein. Angebote sichtbar machen Bewerbung durch Mundwerbung, Pfarrblatt, Gemeindeblatt Männerorte/Gasthaus Einkaufszentren Familienberatungsstellen Mütterberatungsstellen Am Arbeitsplatz Formate an Rhythmus der Familien anpassen Abends/Wochenende Titel darf nicht problemorientiert sein Differenzierte Angebote: Angebote müssen ev. differenzierter sein, abgestimmt auf Zielgruppen und auf territoriale Gegebenheiten. Geschwisterrivalität; Zappelphilipp Trotzalter Pubertät Sexualität/Tabu Tigermütter Kommunikation und Medien: Neue Medien Kommunikation Umgang mit anderen Kulturen Mehrsprachigkeit Evaluierung und Beobachtung der Angebote: stärkere Beobachtung des Bedarfs, ergänzt durch Netzwerkarbeit ist notwendig, insbesondere dort, wo oft Probleme entstehen wie Kita, Kindergarten, Schule Umfrage/Bedarfserhebung Vereine vor Ort aktiv einbeziehen Beobachtungs- und Forschungsstelle einrichten Angebotsformen: nicht nur Vorträge, Seminare usw., sondern auch neue Formen (Orte der Begegnung, gebündelte Informationen) sind wichtig. Elternschule Babysitterschule Gesprächsrunden Workshops Zukunftswerkstatt

3 Arbeitstisch 2: Zeitpolitik für Familien Welche zukunftsweisenden Handlungsansätze und konkreten Lösungsvorschläge können vor Ort umgesetzt werden? Moderation: Sylvia Profanter (Gemeinde Bozen) Ca. 14 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Bereichen: Wirtschaft, Bildung, Öffentliche Körperschaften, Privatpersonen Lösungsvorschläge wurden in 2 große Themenfelder unterteilt, wobei betont wurde, dass die Umsetzung von Zeitprojekten meist langfristig anzusehen ist. Grundsätzlich sollte soviel als möglich in Durchführungsverordnungen hineinkommen: Dienstleistungen/Öffnungszeiten Chancengleichheit für alle BürgerInnen: einheitlicher BürgerInnentag für alle öffentlichen Ämter (Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Land) einführen mit verlängerten Öffnungszeiten (z.b. von Uhr) e-gov-dienste ausbauen Bessere Abstimmung zwischen verschiedenen Stundenplänen in den Schulen: Überbrückung zw. Vormittagsunterricht und Nachmittagsunterricht bzw. Nachmittagsangeboten, auch wenn keine Schule ist Gestaffelte oder gleitende Eintrittszeiten bei Schulen (z.b. Oberschulbeginn erst ab 9.00 Uhr) Bessere Koordinierung der Schulkalender und einheitliche Organisation der Ferientage in KG, GS, MS, OS Bessere Koordinierung der Beginnzeiten/Endzeiten zwischen Kindergarten und Schule Generationsübergreifende Zeitbanken: Einbindung von Senioren/Seniorenverbänden in Form von Zeitbanken (Zeit gegen Sachleistung) für Raumplanung/Mobilität/Information und Sensibilisierung Bessere Informationen zu Dienstleistungen an Familien: Aktive Information: Bündelung von Infos für bestimmte Familienphasen (z.b. Geburt/Kleinkinder/Schulkinder usw.) den Familien zuschicken Informationen zu Familiendienstleistungen mit Formularen usw. online stellen, um Zeit zu sparen Gemeindeübergreifende und koordinierte Raum- und Mobilitätsplanung: Mehrgenerationen-Wohnräume schaffen Rollstuhl-/Kinderwagengerechte Wege und Busse einrichten Nahversorgung erhalten/ausbauen Bei Planung von neuen Siedlungen sollen Strukturen gebündelt werden, um BürgerInnenzeiten zu verkürzen (Kita und Kindergarten bzw. Schule und Kindergarten zusammen mit Musikschulen, Bibliotheken, Sportstätten, usw.) Höhere Frequenz bei öffentlichen Verkehrsmitteln Kinder sollen selbst zur Schule oder zu anderen Freizeitplätzen gehen/fahren können: gesicherte und gekennzeichnete Wege;

4 Schülerbegleitung, Schülerlotsen usw. oder andere Dienstleistungen als Unterstützung für Familien (einkaufen, Besorgungen, usw.) Gruppenbildung mit oder ohne Schülerlotsen, um zur Schule zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, verstärkte Leitsysteme Einbindung der Geschäfte entlang der Straßen als Freunde der Kinder Schulstraßen (zeitweise gesperrte Wege) einrichten Verkehrserziehung

5 Arbeitstisch 3: Familienfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit Welche familiengerechten Maßnahmen können insbesondere Klein- und Mittelbetriebe in Südtirol schnell und effektiv umsetzen? Moderation: Monika Frenes (Handelskammer Bozen) Ca. 12 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen: Gemeinde, Schule, Gewerkschaft, Unternehmen, öffentliche Verwaltung Lösungsvorschläge wurden in kurzfristig und langfristig ausgerichtete Umsetzungsvorschläge unterteilt: Kurzfristig Audit familieundberuf : sollte greifbarer sein vereinfacht werden (weniger bürokratisch) überlegen, ob der Prozess kostenlos sein sollte (öffentlicher Beitrag für Beraterkosten ev. überflüssig) Staffelung der familienfreundlichen Betriebe bzw. des Audits nach Güte, z.b. Gold/Silber/Bronze (derzeit wird von Ist-Situation eines jeden Betriebes ausgegangen, so dass Vergleichbarkeit zw. Betrieben nicht möglich ist) Best-practice-Beispiele verstärkt publik machen zur Sensibilisierung/Bewusstseinsbildu ng und in Best-practise Broschure sammeln Unternehmensorganisation: Telearbeit und flexible Arbeitszeiten (auch ev. individuell gestaltbar) sollen zur familienfreundlichen Kultur eines Betriebes werden Entwicklung einer Software als Hilfestellung für Betriebe, um Telearbeit/flexible Arbeitszeiten verwalten zu können Familienfreundlichkeit in Personalentwicklungsmaßnahmen aufnehmen Information und Sensibilisierung: Infokampagne zu Wirtschaftlichkeit von familienfreundlichen langfristig Vätersensibilisierung/-einbindung: Soziale Akzeptanz verstärken durch mehr Sensibilisierung in Betrieben Bessere Information an Väter (z.b. 3 Monate mehr bei Elternzeit für Väter) Finanzielle Sicherheit in der Karenzzeit gewährleisten Angebot Kinderbetreuung: Flexible Arbeitszeiten brauchen flexible Kinderbetreuung, besonders im Vorschulalter Überprüfung der bestehenden Zeiten und bessere Abstimmung der Arbeitszeiten der MA auf diese Umsetzung Generationenvertrag: Wiedereinstieg in den Beruf von Müttern

6 Maßnahmen in Unternehmen Schulung von Unternehmern über Vorteile und Motivation der besseren Vereinbarkeit Familie & Beruf im Sinne von Geben und Nehmen Einbindung Wirtschaftsberater als Multiplikatoren für Information zu familienfreundlichen UN Arbeitseinstieg der Jugendlichen, die Eltern in Mutterschaft ersetzen Ältere Menschen im Betrieb, die auch auf Teilzeit zurückgreifen können Gleichstellung öffentlicher und privater Arbeitsplatz (bringt Vorteile auch dem Unternehmen): Erhalt des Arbeitsplatzes für 3 Jahre Einsatz von jungen Arbeitskräften in dieser Zeit (als Chance) Stand: / MStockner

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