Betreutes Wohnen für ältere Menschen Informationen und Empfehlungen

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3 Inhaltsverzeichnis Vorwort des Landkreises Ammerland... Seite 3 Ältere Menschen und das Angebot des Betreuten Wohnens... Seite 4 Was genau ist Betreutes Wohnen?... Seite 5 Was kann Betreutes Wohnen bieten?... Seite 5 Was kann Betreutes Wohnen in der Regel nicht leisten?...seite 6 Klassische Problemlagen im Betreuten Wohnen...Seite 6 Die wichtigsten Fragen zum Betreuten Wohnen... Seite 7 Welche Regelungen gibt es zum Betreuen Wohnen?... Seite 7 Wann ist eine Wohnung barrierefrei?... Seite 8 Empfehlungen für die Anforderung an einen Grundservice...Seite 9 Empfehlungen für die Anforderung an den Wahlservice...Seite 9 Empfehlungen für die räumlichen Anforderungen... Seite 10 Empfehlungen für weitere Anforderungen... Seite 10 Checklisten zur Passgenauigkeit von Angeboten des Betreuten Wohnens... Seite 11 Anhang: Checkliste zum Betreuten Wohnen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen BAGSO e.v....seite 12

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5 Vorwort Vorwort des Landkreises Ammerland Ältere Menschen verbringen besonders viel Zeit zu Hause und deshalb wird der Wohnraum zu einem entscheidenden Faktor für die eigene Lebensqualität. Oft ist eine selbständige Lebensführung mit fortschreitendem Alter aber immer schwieriger zu bewältigen. Betreutes Wohnen kann deshalb durchaus einen Weg bieten, Selbständigkeit für ältere Menschen möglichst lange zu sichern insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Ältere allein leben und die Familie häufig nicht mehr kontinuierlich zur Unterstützung zur Verfügung stehen kann. Auf dem Wohnungsmarkt sind inzwischen vielfältige Angebote zum Betreuten Wohnen zu finden - mit einer Vielzahl an vertraglichen Regelungen sowie einer großen Kostenspanne für Miete und Serviceangebote. Für ältere Menschen und ihre Angehörigen, die sich für das Betreute Wohnen interessieren, ist durch die fehlende Transparenz auf diesem Markt die Entscheidung für ein passendes Angebot oftmals schwierig. Alle Veränderung erzeugt Angst. Und die bekämpft man am besten, indem man das Wissen verbessert, so Ihno Schneevoigt, ehemaliger Geschäftsführer IBM Deutschland. Mit dieser Handreichung über das Betreute Wohnen möchte der Landkreis Ammerland Ihnen helfen, Ihr Wissen um die verschiedenen Wohn- und Lebensformen zu verbessern und Ihnen damit auch die Entscheidung zu erleichtern. Ich würde mich freuen, wenn unsere Broschüre für Sie zu einer guten Unterstützung bei Ihrer Wahl für das passende Wohnangebot im Alter wird. Westerstede, im August 2012 Jörg Bensberg Landrat 3

6 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Ältere Menschen und das Angebot des Betreuten Wohnens Im Bundesdurchschnitt leben heute ca. 2 % der über 65 Jährigen im Betreuten Wohnen. In Niedersachsen sind es zurzeit etwa 1,4 % - davon 2,2 % in Großstädten und ca. 0,9 % in ländlichen Gebieten (Quelle: Niedersächsische Fachstelle für Wohnberatung, 2012). Das Durchschnittsalter bei Bezug des Wohnraumes im Betreuten Wohnen beträgt derzeit 78 Jahre, wobei 80 % der Bewohner/innen Frauen sind. Kostengünstigere Anlagen mit gutem Service / guter Nachbarschaft werden vorrangig angenommen und besonders hochpreisige Angebote verzeichnen seit Mitte der 90er Jahre auch Leerstände. Der Begriff Betreues Wohnen ist Petra Bork/ PIXELIO nicht geschützt. Es gibt weder eine gesetzliche Definition des Betreuten Wohnens für ältere Menschen, noch gibt es allgemein gültige Qualitätsanforderungen. Außerdem werden für das Betreute Wohnen verschiedene Namen benutzt, wie - Service Wohnen, Wohnen Plus, Begleitetes Wohnen oder Seniorenresidenz. Die Angebote des Betreuten Wohnens haben zum Ziel, das selbständige Wohnen älterer Menschen im eigenen Haushalt mit Alltagshilfen für ihren Bedarf zu verbinden. Aber: Wer eine Wohnung im Betreuten Wohnen mietet oder kauft, hat sich ausdrücklich nicht in eine Pflegeeinrichtung begeben

7 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Was genau ist Betreutes Wohnen? Das Angebot besteht aus 1. einer abgeschlossenen altersgerechten (barrierefreien) Wohnung mit eigenem Haushalt 2. einem Dienstleistungsangebot (Grundleistungen und Wahlservice) Zusätzlich zum regulären Mietvertrag wird also ein Servicevertrag abgeschlossen, der unterschiedliche Serviceangebote und Zahlungsmodalitäten, wie Grundservice mit Pauschalen und Einzelkosten für zusätzlichen Wahlservice enthält. Was kann Betreutes Wohnen bieten? - eine abgeschlossene Wohnung - eine eigene Haushaltsführung - eine barrierefreie Wohnung - ein Paket von Grundserviceleistungen - Sicherheit durch ein Notrufsystem - bei Bedarf weitere Serviceleistungen RainerSturm/ PIXELIO - mögliche Kontakte und Geselligkeit - 5 -

8 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Was kann Betreutes Wohnen in der Regel nicht leisten? - intensive Betreuung, rechtliche Betreuung - Pflege (ein ambulanter Pflegedienst kann im Bedarfsfall separat in Anspruch genommen werden) - Vollversorgung - strukturiertes Tagesangebot erysipel/ PIXELIO - Abwahl des Grundservices - altersgemischte Nachbarschaft Klassische Problemlagen im Betreuten Wohnen - Die Erwartungen an Betreuung oder Pflege der Bewohner/innen werden häufig nicht erfüllt. - Die Bewohner/innen von Anlagen des Betreuten Wohnens werden älter und ihre Hilfebedarfe nehmen zu. - Eine engmaschigere Betreuung und Versorgung sprengt den finanziellen Rahmen vieler Bewohner/innen. Achtung: Eine stationäre dauerhafte Pflege, wie sie ein Pflegeheim anbietet, ist in den Einrichtungen des Betreuten Wohnens nicht möglich

9 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Die wichtigsten Fragen zum Betreuten Wohnen - Ist die Wohnung altersgerecht (barrierefrei)? - Wie hoch sind die Mietkosten und wie sind die Wohnkonditionen? - Worin besteht der Grundservice und zu welchem Preis wird er angeboten? - Was wird als Wahlservice zu welchen Preisen angeboten? - Gibt es Hilfen und Unterstützung, wenn der Wechsel in eine Pflegeeinrichtung nötig wird? - Kann ich mir das Betreute Wohnen noch leisten, wenn mein Unterstützungsbedarf steigt? Welche Regelungen gibt es zum Betreuten Wohnen? Die entwickelte DIN Norm zum Betreuten Wohnen hat lediglich Empfehlungscharakter und richtet sich an Anbieter des Betreuten Wohnens. Sie ist ein Instrument zur freiwilligen Qualitätssicherung. Formuliert sind darin die Anforderungen an: - die Transparenz des Leistungsangebotes - an die Dienstleistungen des Betreuten Wohnens - an das Wohnangebot - an die Vertragsgestaltung Gerd Altmann/ PIXELIO Die DIN enthält außerdem eine sogenannte Checkliste für Einrichtungen des Betreuten Wohnens

10 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Wann ist eine Wohnung barrierefrei? In der neuen DIN sind alle Anforderungen an das barrierefreie Bauen festgelegt. In den DIN-Normen werden insbesondere geregelt: - Bewegungsflächen - Türen - stufenlose Erreichbarkeit - Beschaffenheit von Aufzügen und Rampen - besondere Anforderungen an Küchen, Sanitärräume, zusätzliche Wohnflächen, Terrassen und Balkone, Rollstuhlabstellplätze und PKW- Stellplätze - Beschaffenheit der Bodenbeläge - Raumtemperatur - Beschaffenheit von Bedienungselementen - Beschaffenheit von Fernmeldeanlagen Eine Wohnung ist barrierefrei, wenn sie von allen Menschen ohne fremde Hilfe und ohne jegliche Einschränkung genutzt werden kann. Die DIN Normen und definieren die Anforderungen an barrierefreies Wohnen sowohl für Nicht-Rollstuhlbenutzer/innen als auch für Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl. Darüber hinaus finden auch die Beschaffenheit von Wänden, Decken, Brüstungen und Fenstern Erwähnung

11 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Empfehlungen für die Anforderung an einen Grundservice - technischer Grundservice o z.b. Hausmeisterdienste und kleinere Reparaturen - eine Ansprechperson vor Ort für o Beratung und Information o Vermittlungs- und Organisationstätigkeit o soziale Betreuung und Anregung nachbarschaftlicher Kontakte Empfehlungen für die Anforderung an den Wahlservice Pauschal: - Notrufsicherung - aktive Hilfen im Krankheitsfall - Wechsel in ein Pflegeheim Einzelwahl: - weitergehende technische Hilfen - Fahrdienste Günter Havlena / PIXELIO - hauswirtschaftliche Hilfen o z.b. Einkaufsdienste sowie Wäsche- und Reinigungsdienste - pflegerische Hilfen o ambulante Pflegedienste - 9 -

12 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Empfehlungen für die räumlichen Anforderungen - gute Infrastruktur und passendes Wohnumfeld - altersgerechter (barrierefreier) Wohnraum - Beratungs- bzw. Besprechungsraum - räumliche Möglichkeiten für sozialen Austausch o um z.b. kleinere Familienfeiern abhalten zu können - Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige im Gebäude näheren Umgebung oder der - altersgerechte Bewegungsmöglichkeiten im und am Haus Empfehlungen für weitere Anforderungen - vertragliche Trennung von Miet- und Betreuungsvertrag - Wahlfreiheit zwischen den Dienstleistern - Transparenz der Leistungen Helene Souza / PIXELIO

13 Betreutes Wohnen für ältere Menschen Checklisten zur Passgenauigkeit von Angeboten des Betreuten Wohnens: In vielen Veröffentlichungen und Ratgebern zum Betreuten Wohnen finden sich sogenannte Checklisten, die über unsere Empfehlungen hinaus unterschiedlich detailliert den Abgleich persönlicher Wohnbedürfnisse mit den tatsächlichen Konditionen des jeweiligen Anbieters vorschlagen. Thorben Wengert / PIXELIO Sie finden die Checkliste der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren- Organisationen (BAGSO) e.v. am Ende dieser Broschüre. Sie kann auch im Internet unter gelesen und heruntergeladen werden. Ebenso stellt die Verbraucherzentrale NRW e.v. in ihrer Veröffentlichung Betreutes Wohnen - was Sie über Leistungen, Kosten und Verträge wissen müssen eine ausführliche Checkliste vor. Die Veröffentlichung hat die ISBN und kann ebenfalls im Internet unter gefunden werden. Rolf van Melis/ PIXELIO

14 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v. Checkliste: Betreutes Wohnen Mit freundlicher Genehmigung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.v. Gut informiert zu sein, erleichtert die Auswahl des richtigen Hauses. Mit der Checkliste geben wir Ihnen ein Hilfsmittel an die Hand, das die wichtigsten Fragen zusammenfasst. Füllen Sie die Checkliste für die Häuser aus, die Sie in die engere Wahl gezogen haben. Diese Fragen sollten Sie vor der Entscheidung für ein Haus durch Sichtung des Informationsmaterials und die persönliche Besichtigung klären. Selbstverständlich kann dieser Fragebogen nicht vollständig sein. Zum einen haben Sie ganz spezifische Wünsche, zum anderen sind die Häuser und ihre Leistungen sehr unterschiedlich, sodass nicht alle Besonderheiten durch den Fragebogen abgedeckt sein können. In der Rubrik Sonstiges finden Sie jedoch Platz, diese spezifischen Punkte selbst einzutragen. Zum anderen sind Fragen in die Checkliste aufgenommen worden, die für Sie vielleicht nicht wichtig sind. Die Fragen lassen sich mit ja, teilweise ja, nein beantworten. So können in die dafür vorgesehenen Spalten bei ja 1 Punkt, bei teilweise ja 1/2 Punkt und bei nein null Punkte eingetragen werden. Zählen Sie diese Punkte für jeden der sechs Themenbereiche zusammen (Achtung: Der vierte Themenbereich hat 3 Unterteilungen und damit 3 Summen). Alle Summen tragen Sie am Ende der Checkliste ein. Im so entstehenden Profil zeigen sich die Stärken des Hauses. Die erreichten Punktzahlen verschaffen Ihnen einen Überblick über die Qualität und geben zusammen mit der Preisliste einen Hinweis auf das Preis-Leistungs-Verhältnis

15 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

16 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

17 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

18 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

19 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

20 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

21 Checkliste Betreutes Wohnen der BAGSO e.v

22 Raum für Ihre Notizen Simone Hainz / PIXELIO

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24 Landkreis Ammerland Ammerlandallee Westerstede Telefon: Fax: Seniorenservicebüro - Anna Pfeiffer - Ammerlandallee Westerstede Telefon:

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