Arbeitsheft 6. Beratung oder Therapie? Success. Arbeitshefte für die Praxis. Hannes Sieber. Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte

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1 Success Weil Persönlichkeit entscheidet Arbeitshefte für die Praxis Arbeitsheft 6 Hannes Sieber Beratung oder Therapie? Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte Sicherheit im Umgang mit Klienten, Teilnehmern und Mitarbeitern

2 Success Weil Persönlichkeit entscheidet Eberleweg Biessenhofen Fon ( ) Fax ( ) Reihe Arbeitshefte für die Praxis Arbeitsheft 6 Beratung oder Therapie? Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte ISBN ISBN ,80 [D]

3 Arbeitshefte für die Praxis Arbeitsheft 6 Hannes Sieber Beratung oder Therapie? Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte Sicherheit im Umgang mit Klienten, Teilnehmern und Mitarbeitern Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein. Jiddu Krishnamurt 1

4 SIZE Success Hannes Sieber Alle Rechte vorbehalten. Es ist ohne schriftliche Genehmigung von Sieber Dialog und SIZE Success nicht erlaubt, dieses SIZE Success Arbeitsheft 6 oder Teile daraus auf fotomechanischem Weg (Fotokopie, Mikrokopie) zu vervielfältigen oder unter Verwendung elektronischer bzw. mechanischer Systeme zu speichern, systematisch auszuwerten oder zu verbreiten. Diesem Arbeitsheft liegt eine farbige Übersicht zur Psychopathologie bei. Nur mit dieser Farbbeilage ist das Arbeitsheft ein Original und keine Raubkopie. Verlag Sieber Dialog, SIZE Success, 2013, ISBN v SIZE Success Eberleweg Biessenhofen Telefon: (08341) Fax: (08341)

5 Inhalt Einleitung 5 Unklarheiten, Missverständnisse, Mythen und Vorurteile 7 Was versteht man unter Neurologie, Psychiatrie, Psychologie und Psychopathologie? 7 Darf man etwas über psychische Störungen wissen und sagen? 8 Gibt es eine Ordnung, eine Systematik bei den psychischen Störungen? 8 Warum werden psychische Störungen mystifiziert? 9 Was sind die Besonderheiten in Deutschland? 10 Wie entstehen psychische Störungen? 10 Wie verbreitet sind psychische Störungen? 11 Typische Symptome bei psychischen Störungen 13 Kontaktstörungen 13 Störungen der Affektivität, Angst und Phobien 13 Störungen von Aufmerksamkeit, Auffassung, Gedächtnis und Orientierung 14 Antriebsstörungen und psychomotorische Störungen 14 Denkstörungen 14 Bewusstseinsstörungen und Störungen der Wachheit 15 Zwangssymptome 15 Sinnestäuschungen und Wahrnehmungsstörungen 16 Wahn 16 Ich-Störungen 16 Zusammenfassung 16 Übersicht über psychische Störungsbilder 18 Angststörungen Neurotische Störungen 18 Persönlichkeitsstörungen Charakterstörungen 18 Psychosen Psychotische Störungen 18 Sonstige Störungen 20 Angststörungen Neurotische Störungen 21 Angst- und Panikstörungen 21 Zwangsstörungen 22 Reaktionen auf schwere Belastungen 22 Somatoforme und dissoziative Störungen 23 Angststörungen nach den Arten des Auslebens 24 Möglichkeiten in der Beratung 25 Persönlichkeitsstörungen Charakterstörungen 27 Histrionische Persönlichkeitsstörung 27 Zwanghafte Persönlichkeitsstörung 28 Paranoide Persönlichkeitsstörung 29 Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung 30 Antisoziale Persönlichkeitsstörung 30 Schizoide Persönlichkeitsstörung 31 Narzisstische Persönlichkeitsstörung 31 Möglichkeiten in der Beratung 32 Psychosen Psychotische Störungen 34 Körperlich begründbare psychische Störungen 34 Akute körperlich begründbare Psychosen 34 Chronische organische Psychosen, organische Wesensänderung, Demenz 34 Traumatische Hirnschäden 34 3

6 Affektive Störungen 35 Depressive Episode 35 Manische Episode 35 Bipolare affektive Störung 36 Akutpolymorphe psychotische Störung 36 Schizophrenie Schizophrene Psychosen 36 Möglichkeiten in der Beratung 38 Sonstige Störungen 39 Abhängigkeiten 39 Essstörungen 40 Psychische Störungen im Kinder- und Jugendalter 40 Sexualstörungen 40 Notfälle und Krisenintervention 41 Erregungszustände 41 Bewusstseinsstörungen 41 Delirante Syndrome 41 Drogen-Notfälle 42 Akute Suizidalität 42 Therapiemöglichkeiten psychischer Störungsbilder 43 Psychopharmaka-Therapie 43 Andere psychiatrische Behandlungsmethoden 44 Formen der Psychotherapie 44 Tiefenpsychologisch-psychoanalytische Therapie 45 Verhaltenstherapie 45 Systemische Familientherapie 45 Humanistische Therapien 45 Rechtliche Fragen 46 Schweigepflicht 46 Einsichtsrecht in Krankenakten 46 Unterbringung 46 Betreuung 47 Geschäfts- und Testierfähigkeit 47 Schuldfähigkeit 47 Entziehung der Fahrerlaubnis 48 Definitionen psychopathologischer Begriffe 49 Bewusstseinsstörungen 49 Orientierungsstörungen 49 Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen 49 Formale Denkstörungen 49 Befürchtungen und Zwänge 50 Wahn 51 Sinnestäuschungen 51 Ich-Störungen 52 Störungen der Affektivität 52 Andere Störungen 54 Literatur 55 4

7 Einleitung In meiner über 30-jährigen Arbeit als Berater und Trainer war und bin ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob bei einem Teilnehmer, einem Klienten oder einem Mitarbeiter Training, Coaching und Beratung angebracht sind, oder ob seine Themen und Entwicklungsmöglichkeiten besser in einer Therapie bearbeitet werden sollten. Bei vielen Kolleginnen und Kollegen sind Unklarheiten und Unsicherheiten über psychologische und psychiatrische Fachbegriffe vorhanden. Es gibt Ängste, über psychisch-psychiatrische Erkrankungen und Krankheitsbilder zu sprechen. Kollegen haben Schwierigkeiten sich zu entscheiden, ob sie selbst ein Problem eines Klienten angehen können, oder ob sie den Klienten an einen Therapeuten überweisen sollen. Häufig wird befürchtet, man selbst würde etwas übersehen, oder gar den Zustand des Klienten verschlimmern, wenn man ihn berät. Ähnliche Unsicherheiten gibt es auch bei Führungskräften, die mit Verhaltensauffälligkeiten und Anpassungsproblemen von Mitarbeitern, Kollegen, aber auch Vorgesetzten konfrontiert sind und nicht wissen, wie sie diese einschätzen, ansprechen und damit umgehen sollen. Nun gehören psychische Krankheitsbilder genau so zu unserer Existenz wie körperliche Erkrankungen, bzw. bilden körperliche wie psychische Erkrankungen eine Einheit im Menschen. Wir haben es uns nur angewöhnt, diese Einheit künstlich aufzuspalten und die verschiedenen Teile von uns Menschen den verschiedenen ärztlichen Professionen zu überlassen. Als Berater, Trainer und auch als Führungskräfte sollten wir es uns erlauben, sowohl körperliche Auffälligkeiten und Störungen wie auch psychische Auffälligkeiten und Störungen bei uns und bei anderen wahrzunehmen und angemessen damit umzugehen. Verneinen oder ausblenden solcher Wahrnehmungen und Erkenntnisse sind keine Zeichen von Professionalität als Berater, Trainer oder Führungskraft. Warum dieses Arbeitsheft? Weil psychische Störungen häufiger vorkommen, als man allgemein annimmt und Betroffene, Angehörige, Führungskräfte, aber auch professionelle Berater, Trainer und Coach diese Störungen manchmal nicht, nicht rechtzeitig oder nicht im ganzen Ausmaß erkennen oder erkennen wollen. Dann kann es dazu kommen, dass durch Beratung, durch Training oder durch Führung versucht wird, mit einem Verhalten umzugehen, das besser durch Therapie behandelbar ist. Das kann außerdem dazu führen, dass Berater, Trainer und Führungskräfte annehmen, sie seien erfolglos, weil sie die gewünschten Veränderungen nicht erreichen. Tatsächlich aber handelt es sich um eine psychische Störung beim Betroffenen, die eben gerade nicht durch Einsicht oder Nachdenken, durch Training oder Führungsmaßnahmen zu beeinflussen ist. Weiter schien es mir notwendig, ein Arbeitsheft über psychische Störungen zu schreiben, um das professionelle Arbeiten von Beratern, Trainern und Führungskräften zu stärken. Gerade in diesen Berufsgruppen gehört m. E. ein Basiswissen über psychische Störungen zum Handwerkszeug. Das Wissen um psychische Störungen, um sich nicht in unangemessenes Tun zu verlieren, wenn man mit ungeeigneten Vorgehensweisen (Zugang über das Denken, Einsicht erzeugen, Aktionspläne, etc.) auf Klienten, Teilnehmer und Mitarbeiter stößt, die über diese Methoden (noch) nicht erreichbar sind. Einleitung 5

8 Dieses Arbeitsheft ist eine Hilfestellung, Verhaltensmuster und Auffälligkeiten bei Menschen zu erkennen und einzuschätzen, welche Maßnahmen angebracht sein können. Dieses Arbeitsheft ist kein psychologisches oder psychiatrisches Lehrbuch und es ist nicht dafür gedacht, damit psychiatrische Diagnosen zu erstellen. In diesem Arbeitsheft finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Bereiche psychischer Störungen und die dazugehörenden Symptome, die sich im Alltag, im Kontakt, in der Zusammenarbeit erkennen lassen. Im Arbeitsheft konzentriere ich mich auf Formen und Erscheinungen psychischer Störungen und beschreibe sie weitgehend isoliert von körperlichen Beeinträchtigungen. Tatsächlich aber sind Menschen eine körperlich-psychische Einheit und eine Störung in einem Bereich trifft immer den gesamten Menschen in seiner Einheit. Gleich an dieser Stelle sei schon angemerkt: Beratung und Therapie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern beide Maßnahmen können eine Unterstützung für den Klienten, Coachee oder Teilnehmer sein. Was will ich mit diesem Arbeitsheft für mich erreichen? 6 Einleitung

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