Fresh n fruty: Obst und Gemüse bietet Vielfalt und Frische

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1 Fresh n fruty: Obst und Gemüse bietet Vielfalt und Frische Zeitbedarf: ca. 3 Unterrichtsstunden Lernziel Thema / Inhalt Methode / Durchführung Material / Medien Die Lernzeile dieser Unterrichtseinheit liegen in den Bereichen Qualitätsminderung durch Verarbeitung, Mengenempfehlungen, Geschmackswahrnehmung, Obst- und Gemüsevielfalt sowie Biokennzeichnung. Sie sind im Folgenden genauer dargestellt. Themenübersicht: Vitamingehalt von Obst und Gemüse in Abhängigkeit vom Verarbeitungsgrad, Verzehrempfehlungen und deren Umsetzbarkeit im Alltag, Apfelverkostung, Vielfalt verschiedener Gemüsearten sowie Biokennzeichnung Die fünf Themenblöcke sind als Lernstationen aufbereitet. Die Materialen lassen sich jedoch ebenso gut als Arbeitsblätter für Gruppen- oder Einzelarbeiten nutzen. (s.u.) s.u. um die Empfindlichkeit von Vitaminen in Obst und Gemüse bei der Verarbeitung, insbesondere der Konservierung, wissen. Sie sollen diese Tatsache im Kontext von Konsumgewohnheiten bewerten Die Vitamingehalte von Gemüse und Obst nehmen in der Regel mit steigendem Verarbeitungsgrad ab. Verarbeitung kann z.b. Garen, Einfrieren, Sterilisieren oder auch Pulverisieren sein. Bekannteste Ausnahme ist die bessere Verfügbarkeit von Beta-Carotin nach schonendem Garen von Karotten. Vitamin C ist sehr empfindlich gegenüber Hitze, Sauerstoff sowie Licht und dient deshalb bei dieser Arbeitsaufgabe Auf dem Arbeitsblatt sind Obst- und - Arbeitsblatt Frisch oder Gemüsearten in verschiedenen Verarbeitungsformen aufgeführt. Die - Nährwerttabelle aus der Dose? (Anlage 1) SchülerInnen schlagen die Vitamin C - Lösungsbogen Frisch Gehalte in der Nährwerttabelle nach oder aus der Dose? (Anlage 2) und notieren diese. Resümierend wird die Frage nach den Auswirkungen der Verarbeitung auf den Vitamingehalt gestellt. Im Weiteren sind die SchülerInnen aufgefordert, zu der Tatsache des

2 als Indikator für den möglichen Vitaminverlust bei der Verarbeitung. Da ein großer Teil des Gemüses in mehr oder weniger verarbeiteter Form gegessen wird, bedeutet das eine reduzierte Aufnahme von Vitaminen und Sekundären Pflanzenstoffen. hohen Anteils verarbeiteten Gemüses in der Ernährung Stellung zu beziehen. SchülerInnen kennen die Mengenempfehlungen für den täglichen Obst- und Gemüseverzehr. Sie können diese Vorgaben auf ihre alltäglichen Verzehrgewohnheiten anwenden. Auf Grund der gesundheitsfördernden Wirkung von Obst und Gemüse (siehe Modul Besser bunter mit Obst und Gemüse ) ist ein Verzehr von täglich 600 bis 800 g empfehlenswert. Das entspricht der Menge von fünf Händen voll Obst und Gemüse. Hierauf basiert der Slogan Take five a day. Das Obst und Gemüse sollte möglichst unverarbeitet sein, da z.b. Dosenware einen verminderten Nährwert besitzt. Eine Portion Obst oder Gemüse kann jedoch durch ein Glas Saft ersetzt werden. Die SchülerInnen, notieren, wie viel und welches Obst und Gemüse sie gestern gegessen haben. Sie überprüfen inwieweit ihre Verzehrmengen den Empfehlungen entsprechen. Sie sind aufgefordert, mehr Obst und Gemüse in ihren Speiseplan einzubauen. Dabei ist die persönliche Akzeptanz entscheidend. Die Schülerinnen präsentieren ihre Ergebnisse. Sie geben sich damit gegenseitig Anregungen für die Umsetzung eines hohen Obst- und Gemüseverzehrs. Schwierigkeiten bei der Realisierung der Empfehlung werden benannt und diskutiert. Der Beitrag von Obst- und Gemüse zur Gesundheitsförderung und damit die Begründung für die Empfehlung Take five a day bietet das Modul Besser bunter mit Obst und Gemüse. - Arbeitsblatt Take five a day (Anlage 3) sich ihrer eigenen Möglichkeiten zur ge- Die eigenen Sinne bieten oft überraschend große Möglichkeiten um Nuancen wahrzunehmen und damit Genuss- Die SchülerInnen sind zu einer Verkostung verschiedener Apfelsorten aufgefordert. Um sich auf die eigene - Arbeitsblatt Apfeltest (Anlage 4) - vier verschiedene Apfel-

3 schmacklichen Wahrnehmung bewusst werden. Sie sollen um sensorische und qualitative Unterschiede bei Obstsorten wissen. fähigkeit beim Essen zu ermöglichen oder zu erweitern. Das Vertrauen in die eigenen Ressourcen kann durch Sinnesschulungen somit gefördert werden. Unverarbeitete Lebensmittel haben ein breites Spektrum verschiedener sensorischer Qualitäten. Bei einem Vergleich bekommen sie mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch Wertschätzung. Wahrnehmung konzentrieren zu können, sollen keine Unterhaltungen stattfinden. sorten, geschmacklich möglichst unterschiedlich - vier Teller - Küchenmesser eher unbekannte Obstund Gemüsearten, die hier wachsen, kennen. Sie sollen ihre Akzeptanz für seltenere Obstund Gemüsearten erweitern. Der Gemüsekonsum konzentriert sich immer stärker auf Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika und Eisbergsalat. Diese Gemüsesorten werden oft während des ganzen Jahres konsumiert. Damit werden die geschmackliche Vielfalt sowie das Nährstoffsprektrum eingeschränkt. Konsequenzen eines nicht saisongerechten Gemüseverzehrs sind u. a.: höher Energieaufwand für Erzeugung oder Transport, höhere Nitratgehalte bei Salat, tendenziell höhere Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. (siehe Modul Frisch aus der Region ) Wer viele verschiedene Gemüsearten kennt, hat die Möglichkeit diese in seine Ernährung einzubeziehen oder zumindest besser zu akzeptieren. Wer ein breites Spektrum an akzeptiertem Obst und Gemüse besitzt, hat ein größeres Potenzial sich gesund zu ernähren und natürliche Vielfalt zu genießen. Die SchülerInnen ordnen jeweils die Namenkarte, die Beschreibung sowie das Foto der jeweiligen Obst- oder Gemüseart zueinander. Diese Art Rätsel fordert die Schüler zu einem intensiven Lesen der beschreibenden Texte sowie zu einer genauen Betrachtung der Bilder auf. Sie notieren die zusammengehörigen Obst-/ Gemüsenamen und die Buchstaben bzw. Zahlen der Bild-, bzw. Textkarten. Lösung: - Mongold, E,1 - Rote Beete, G, 2 - Spitzkohl, F, 3 - Rhabarber, H, 4 - Fenchel, C, 5 - Kürbis, B, 6 - Feldsalat, A, 7 - Zuckermais, D, 8 Zwei Fragen fordern die SchülerInnen auf, ihre Einschätzung zu den Vorund Nachteile eines vielfältigen Obst- - Arbeitsblatt Gemüsevielfalt (Anlage 5) - jeweils acht Arbeitskarten mit Gemüsefotos( Anlage 6), sowie Gemüsenamen und beschreibungen (Anlage 7)

4 SchülerInnen sollen um die Vor- und Nachteile von Produkten aus ökologischem Landbau wissen. Sie sollen diese Produkte an Hand ihrer Kennzeichnung erkennen Produkte aus ökologischem Landbau haben eine wachsende Bedeutung. Ihre Umsatzanteile am gesamten Lebensmittelmarkt steigen und sie haben bei immer mehr Verbrauchern eine gute Akzeptanz. Vorteile von Obst und Gemüse aus ökologischem Landbau sind beispielsweise: - Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel; kaum entsprechende Rückstände im Obst und Gemüse - keine leichtlöslichen mineralischen Stickstoffdünger; entsprechend geringere Nitrat- und Wassergehalte im Obst und Gemüse - Keine Anwendung der Gentechnik - besonders artgerechte Tierhaltung und -fütterung; z.b. mit Auslauf im Freien - weniger Zusatzstoffe in der Lebensmittelverarbeitung Nachteile sind beispielsweise: - höherer Preis - schlechtere Verfügbarkeit Zur Kennzeichnung: Die Begriffe bio/biologisch und öko/ökologisch sind für die Verwendung im Lebensmittelbereich EU-rechtlich geschützt und dürfen nicht willkürlich verwendet werden. Erzeugung und Verarbeitung sind in der EG-Öko-Verordnung genau gere- und Gemüsekonsums zu äußern. Die SchülerInnen überlegen Vor- und Nachteile von Bioprodukten. Auf diese Basis werden einige Produktionsund Verarbeitungsstandards des ökologischen Landbaus erläutet. Die SchülerInnen können zweifelhafte Aspekte auch im Internet recherchieren. An Hand des Arbeitsblattes Bio- Kennzeichnung wird den SchülerInnen erklärt, wie sie Bioprodukte erkennen Die SchülerInnen sind aufgefordert, die drei Abbildungen auf dem Arbeitsblatt Alles bio oder was? sowie einige verpackte Lebensmittel an Hand der Kennzeichnung auf ihre Bioechtheit zu prüfen. Lösung zu Arbeitsblatt Alles bio oder was? : - Gemüsekisten: bio - Korb mit Äpfeln: nicht ersichtlich ob bio oder nicht - Feld mit Grünkohl: nicht bio Lösungen zu Produktbeispielen entsprechen der Abbildung Bio- Produkte: Ja oder nein?: - Bananen: bio - Tee: bio - Knäckebrot: bio - Pflaumen: nicht bio - Fruchtschnitte: nicht bio - Arbeitsblatt Alles bio oder was? (Anlage 8) - Internet - Arbeitsblatt Bio- Kennzeichnung (Anlage 9) - Lebensmittelverpackungen von Biound Pseudo-Bioprodukten, Beispiele siehe Abbildung Bio-Produkte: Ja oder nein? (Anlage 10)

5 gelt. Wer diesen Standard erfüllt, kann seines Produkte mit dem sechseckigen Bio-Siegel auf den Markt bringen. Die Standards der Anbauverbände im ökologischen Landbau, z.b. Bioland, Demeter und Naturland, gehen über den EU- Standard hinaus. Alle Biobetriebe werden kontrolliert. Die Kontrollstellennummer muss auf dem Produkte abgedruckt sein. - Saft: bio - Eier aus Freilandhaltung: nicht bio Anmerkungen / Ergänzungen: Varianten: Es wäre schön, wenn die SchülerInnen die Gelegenheit bekommen würden, Rezepte mit eher unbekannten Gemüse- und Obstarten der Region auszuprobieren. Eine bessere Akzeptanz ist zu erwarten, wenn die SchülerInnen die Gerichte selbst auswählen

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