Bauträger sind nicht (mehr) Steuerschuldner gemäß 13b UStG

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Bauträger sind nicht (mehr) Steuerschuldner gemäß 13b UStG"

Transkript

1 Bauträger sind nicht (mehr) Steuerschuldner gemäß 13b UStG 1. Steuerschuldnerschaft bei "Bauleistungen" Grundsätzlich schuldet nach dem Umsatzsteuergesetz der Unternehmer die Umsatzsteuer, der den Umsatz (Lieferung oder sonstige Leistung) ausführt. Abweichend von diesem Grundsatz schuldet nach 13b Abs. 5 Satz 2 i. V. m. Abs. 2 Nr. 4 UStG der Unternehmer die Umsatzsteuer, der "Werklieferungen und sonstige Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen, mit Ausnahme von Planungsund Überwachungsleistungen" empfängt (Umkehr der Steuerschuldnerschaft oder Reverse-Charge-Verfahren). Weitere Voraussetzung ist, dass der empfangene Unternehmer ebenfalls solche Werklieferungen oder sonstige Leistungen ("Bauleistungen") erbringt. Mit der Verlagerung der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger will der Gesetzgeber (Umsatzsteuer-)Ausfällen in der Bauwirtschaft vorbeugen. Diese Regelung erstreckte die Finanzverwaltung im Wege der Auslegung des 13b UStG auf Bauträger, die selbst "nachhaltig" Bauleistungen erbringen. Bei gemischten Umsätzen sollte dieses Kriterium erfüllt sein, wenn der Leistungsempfänger im vorangegangenen Kalenderjahr Bauleistungen erbracht hat, deren Bemessungsgrundlage mehr als 10 % der Summe seiner steuerbaren und nicht steuerbaren Umsätze (Weltumsätze) betragen hat (zuletzt Abschnitt 13b.3 Abs. 2 und 8 Umsatzsteueranwendungserlass UStAE a. F.). Ab 2010, spätestens jedoch ab 2011 haben Bauträger diese Grundsätze für empfangene Bauleistungen angewandt und die Bauleistungen bei sich der Umsatzsteuer unterworfen. 2. BFH-Urteil vom 22. August 2013 Mit dem auf der Website des Bundesfinanzhofes am 27. November 2013 veröffentlichten Urteil vom 22. August 2013 IV R 37/10, BStBl II 2014, 128, hat der Bundesfinanzhof die Auslegung des 13b UStG durch die Finanzverwaltung insbesondere die Anwendung für Bauträger verworfen. Unter sinngemäßer Verwendung der amtlichen Leitsätze hat der Bundesfinanzhof Folgendes entschieden: 13b UStG ist entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung einschränkend dahingehend auszulegen, dass es für die Entstehung der Steuerschuld darauf ankommt, ob der Leistungsempfänger die an ihn erbrachte Bauleistung seinerseits unmittelbar zur Erbringung einer derartigen Leistung verwendet.

2 Auf den Anteil der vom Leistungsempfänger ausgeführten Bauleistungen an den insgesamt von ihm erbrachten Umsätzen ("10 % Grenze") kommt es nicht an. Ebenfalls entgegen der Auffassung der Finanzfinanzverwaltung ist nicht entscheidungserheblich, ob sich die Beteiligten über die Handhabung der Steuerschuldnerschaft einig waren oder nicht, denn das Gesetz stellt den Übergang der Steuerschuldnerschaft nicht zur Disposition der Vertragsparteien. Der Entscheidung des Bundesfinanzhofes liegt eine Vorabentscheidung des Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) vom 13. Dezember 2012, UR 2013, 63, zugrunde, wonach der nationale Gesetzgeber und die nationalen Gerichte einen recht großen Auslegungsspielraum für den Begriff der "Bauleistung" haben. Sie haben jedoch die Grundsätze des Unionrechts, wie den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und der Rechtssicherheit zu beachten. 3. Erste Reaktion der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 5. Februar 2014) Die Finanzverwaltung hat auf das Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22. August 2013 mit BMF- Schreiben vom 5. Februar 2014, BStBl I 2014, 233, reagiert und ihre dem Urteil entgegenstehende Rechtsauffassung durch Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses aufgegeben. Zeitgleich wurde das Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22. August 2013 im Bundessteuerblatt Teil II (BStBl II 2014, 128) veröffentlicht. Dies bedeutet, dass die Entscheidung des Bundesfinanzhofes über den Einzelfall hinaus von der Finanzverwaltung berücksichtigt wird. Ausdrücklich hat die Finanzverwaltung "zu weiteren Fragen der Anwendung des BFH-Urteils vom 22. August 2013" ein gesondertes BMF-Schreiben angekündigt. Dieses wird für die Zeit nach Ostern 2014 erwartet. Nach Auffassung der Finanzverwaltung im BMF-Schreiben vom 5. Februar 2014 soll bei Anwendung des BFH-Urteils vom 22. August 2013 wie folgt verfahren werden: a) Bauleistungen, die bis zum 14. Februar 2014 (Tag der Veröffentlichung des BMF- Schreibens im Bundessteuerblatt Teil I) ausgeführt wurden Grundsätzliche Anwendung des BFH-Urteils auch für "Altfälle" Grundsätzlich sind auch für diese Fälle, soweit die entsprechenden Steuerfestsetzungen noch änderbar ("offen") sind, die Grundsätze des BFH-Urteils vom 22. August 2013 anzuwenden. Ausnahmsweise: "Einvernehmliche Regelung" der Parteien Jedoch soll es dem leistenden Unternehmer und dem Leistungsempfänger gestattet sein, die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers für eine Bauleistung, die bis zum 14. Februar 2014 ausgeführt worden ist, einvernehmlich unter Berücksichtigung der bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Verwaltungsanweisungen zu behandeln. Es wird von der Finanzverwaltung nicht beanstandet, wenn die Vertragsparteien auch nach Veröffentlichung des BFH-Urteils vom 22. August 2013 einvernehmlich entscheiden, an der seinerzeitigen Entscheidung festzuhalten, dass der Leistungsempfänger die Bauleistung versteuert, auch wenn der leistende Unternehmer tatsächlich Steuerschuldner ist. Die Notwendigkeit von Rechnungsberichtigungen soll in diesem Falle nicht bestehen.

3 Halten die Beteiligten für die Vergangenheit, d. h. für Leistungen, die vor dem 14. Februar 2014 ausgeführt worden sind, einvernehmlich an der Handhabung aufgrund der Auffassung der Finanzverwaltung fest und beruft sich der Leistungsempfänger zu einem späteren Zeitpunkt auf das BFH- Urteil, d. h. verlangt er die Änderung seiner Steuerfestsetzung und die Erstattung der zu Unrecht an das Finanzamt abgeführten Umsatzsteuer, soll sich der leistende Unternehmer nicht auf den Vertrauensschutz aus 176 Abs. 2 AO berufen dürfen. Nach dieser Vorschrift ist er bei einer Änderung der Verwaltungsauffassung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung grundsätzlich vor einer ihm nachteiligen Änderung seiner Steuerfestsetzung geschützt. b) Bauleistungen, die nach dem 14. Februar 2014 ausgeführt wurden Uneingeschränkte Anwendung des BFH-Urteils Für diese Umsätze soll uneingeschränkt die Rechtslage, wie sie sich nach dem BFH-Urteil vom 22. August 2013 und den Grundsätzen des BMF-Schreibens ergibt, angewendet werden. Ein Bauträger ist nur dann zur Umsatzbesteuerung der an ihnen erbrachten Bauleistungen verpflichtet, wenn er seinerseits die empfangene Bauleistung unmittelbar zu einer Bauleistung im Sinne des Gesetzes verwendet. Den Nachweis, dass der Leistungsempfänger mit den an ihn erbrachten Leistungen Bauleistungen erbringt, kann der leistende Unternehmer mit allen geeigneten Belegen oder Beweismitteln führen. Legt der Leistungsempfänger dem Leistenden eine im Zeitpunkt der Ausführung der Bauleistung gültige Freistellungsbescheinigung nach 48b EStG ausdrücklich für umsatzsteuerliche Zwecke für diesen Umsatz vor, gilt dies nach Auffassung der Finanzverwaltung lediglich als Indiz dafür, dass der Leistungsempfänger die an ihn erbrachte Leistung seinerseits unmittelbar für eine Bauleistung verwendet. Keine Regelung für Anzahlungen vor dem 14. Februar 2014 Keine Regelungen trifft das BMF-Schreiben für Fälle, in denen für Leistungen, die nach dem 14. Februar 2014 ausgeführt worden sind, bereits Anzahlungsrechnungen vor diesem Zeitpunkt nach Maßgabe der alten Rechtsauffassung, d. h. ohne Umsatzsteuerausweis, gestellt worden sind. 4. Handlungsempfehlungen Entscheidungen der Gerichte regeln die Rechtslage nicht erst ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, sondern gelten für alle Fälle, bei denen Änderungen nach Maßgabe des Verfahrensrechts noch möglich sind. Diesen Grundsatz berücksichtigt die Finanzverwaltung in ihrem BMF-Schreiben vom 5. Februar 2014 nur zum Teil. Unseres Erachtens sollte deshalb wie folgt verfahren werden: Bauträger Nach dem BFH-Urteil vom 22. August 2013 steht fest, dass die Steuerschuldnerschaft von Bauträgern nach 13b UStG in aller Regel nicht gegeben war und ist. Steuerfestsetzungen zur Umsatzsteuer, die diesem Grundsatz widersprechen, sind deshalb rechtswidrig und insoweit zu ändern. Die Festsetzungen der Jahre 2010 bis 2012 dürften von Ausnahmen abgesehen änderbar sein. Danach sich ergebende Steuerüberzahlungen sind vom Finanzamt sofern nicht Verrechnungen mit anderen Steuerverbindlichkeiten in Betracht kommen zu erstatten. Der Bauträger sollte auf jeden Fall die Änderung der Umsatzsteuerfestsetzungen 2010 bis 2012 und die Erstattung der danach freiwerdenden Umsatzsteuer beantragen. Der Bauträger sollte von seinem Vorgehen die leistenden Unternehmen informieren, weil zu erwarten ist, dass die Finanzverwaltung sich mit Nachforderungen an die leistenden Unternehmer richten wird.

4 Eine "einvernehmliche Sonderregelung" für Bauleistungen, die bis zum 14. Februar 2014 erbracht sind, sollte nicht getroffen werden. Denn der BFH hat in seinem Urteil ausdrücklich den Grundsatz wiederholt, dass die Rechtslage nicht zur Disposition der Vertragsparteien steht. Zwar erscheint die Auffassung der Finanzverwaltung auf den ersten Blick praktikabel. Sie soll jedoch in erster Linie das Steueraufkommen des Fiskus sichern. Entscheidend dürfte aber sein, dass sie insbesondere dem leistenden Unternehmen keine Rechtssicherheit gibt. Denn eine einvernehmliche Regelung schützt den Leistenden z. B. nicht in einem Rechtsstreit vor einem Finanzgericht, weil dieses an eine einvernehmliche Regelung, auch wenn sie durch ein BMF-Schreiben sanktioniert ist, nicht gebunden ist. Das Finanzgericht könnte deshalb die Umsatzsteuerpflicht des Leistenden zumindest saldierend in einem Verfahren geltend machen. Auch die Rechtsfolgen, die entstehen, wenn der Bauträger später die einvernehmliche Regelung aufkündigt, sind nicht übersehbar. Bei der Abgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung 2013 sind von Bauträgern keine Umsätze nach 13b UStG zu erklären. Hierdurch werden sich ebenfalls Erstattungen ergeben, wenn in den monatlichen oder quartalsmäßigen Voranmeldungen für 2013 Umsätze nach 13b UStG erklärt werden. Leistender Unternehmer Der Unternehmer, der die Leistungen ausgeführt hat, ist - auch für die Vergangenheit - für die Umsätze steuerpflichtig. Grundsätzlich wären deshalb die Steuerfestsetzungen zur Umsatzsteuer zu seinen Lasten zu ändern und von ihnen die Umsatzsteuer nachzufordern. Allerdings gilt insoweit für ihn 176 Abs. 2 AO, der ihn aufgrund des hierdurch ausgesprochenen Vertrauensschutzes vor einer Änderung schützt. Dies gilt unseres Erachtens auch im Hinblick auf die grundsätzliche Möglichkeit der Finanzverwaltung, im Rahmen einer so genannten widerstreitenden Steuerfestsetzung nach 174 AO dem leistenden Unternehmer zum Antrag des Bauträgers auf Änderung seiner Steuerfestsetzung beizuladen. Denn der Vertrauensschutz nach 176 Abs. 2 AO geht dieser Änderungsmöglichkeit vor. Anzahlungen vor dem 14. Februar 2014 Für Anzahlungen für Bauleistungen, die vor dem 14. Februar 2014 begonnen und nach diesem Stichtag beendet wurden, ist keine Regelung getroffen worden. Unseres Erachtens würde es ausreichen, die Schlussrechnung nach dem 14. Februar 2014 so zu gestalten, dass der gesamte Umsatz einschließlich der Anzahlungen, die vor diesem Stichtag in Rechnung gestellt wurden, nachversteuert wird. Die für den leistenden Unternehmer sichere Handhabung verlangt jedoch auch insoweit, alle Anzahlungen der Umsatzsteuer zu unterwerfen und diese vom Bauträger nachzufordern. Dies kann durch Korrektur aller bisher gestellten Anzahlungsrechnungen geschehen oder durch Ausweis der Umsatzsteuer auch für Anzahlungen vor dem 14. Februar 2014 in der nächsten Anzahlungsrechnung nach dem 14. Februar Der Bauträger muss in diesen Fällen seine Voranmeldungen ändern und Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt zweckmäßigerweise an den Bauleistenden abtreten. Der leistende Unternehmer ist jedoch nicht verpflichtet, die Abtretung von Erstattungsansprüchen anzunehmen.

5 5. Gesetzesänderung? Aus dem Bundesfinanzministerium hört man, dass es Pläne gibt, die Umkehr der Steuerpflicht für Bauträger durch eine Gesetzesänderung wieder herzustellen. Dieses Vorhaben wird vom Zentralverband des Handwerks unterstützt. Ihre Ansprechpartner Werner Verdenhalven Rechtsanwalt Wirtschaftsprüfer Steuerberater Mediator Telefon: Christian Mozelewski Rechtsanwalt Telefon: Trinavis GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Member Crowe Horwath International Cicerostraße Berlin Telefon

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 -

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße

Mehr

A N T W O R T. zu der. Anfrage des Abgeordneten Michael Hilberer (PIRATEN)

A N T W O R T. zu der. Anfrage des Abgeordneten Michael Hilberer (PIRATEN) LANDTAG DES SAARLANDES 15. Wahlperiode Drucksache 15/1044 (15/1016) 11.09.2014 A N T W O R T zu der Anfrage des Abgeordneten Michael Hilberer (PIRATEN) betr.: Rückforderungen von Umsatzsteuer auf Bauleistungen

Mehr

Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen?

Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen? WIRTSCHAFT UND RECHT W 041/2014 vom 10.04.2014 Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen? Bitte beachten Sie, dass die neuen Grundsätze des BMF-Schreibens (Anlage 1) ohne

Mehr

13 b UStG Die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge) bei Bauleistungen. Bauträgertag NRW 27. September 2011 Architektenkammer Düsseldorf

13 b UStG Die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge) bei Bauleistungen. Bauträgertag NRW 27. September 2011 Architektenkammer Düsseldorf Die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge) bei Bauleistungen Bauträgertag NRW 27. September 2011 Architektenkammer Düsseldorf Boris Holup/ Saskia Brand 1 1. Anwendungsvoraussetzungen und Reichweite

Mehr

Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen

Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen Mandanten-Information Stand 01.09.2014 Allgemein 1. Gesetzliche Regelung 2. Was bedeutet die Steuerschuldnerschaft? 3. Änderung der Rechtsauffassung durch

Mehr

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 -

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße

Mehr

Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG - Umsetzung in die Praxis im Land Bremen

Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG - Umsetzung in die Praxis im Land Bremen BREMISCHE BÜRGERSCHAFT Drucksache 18/1495 Landtag 18. Wahlperiode 15.07.14 Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Fraktion der SPD Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG - Umsetzung in die

Mehr

13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers 13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers } Schwerpunkt: Bauleistungen } Neue Herausforderungen und Regeln für Unternehmer und den Berufsstand } Quo Vadis Klare Regeln ade? 5. Mai 2014 Mehrere

Mehr

13b UStG. Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Schwerpunkt: Bauträger und Bauleistungen Klare Regeln ade?

13b UStG. Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Schwerpunkt: Bauträger und Bauleistungen Klare Regeln ade? 13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers Schwerpunkt: Bauträger und Bauleistungen Klare Regeln ade? Bärbel Ettig Bilanzbuchhalterin 1 Mehrere BMF-Schreiben: Erweiterung 13b UStG auf Bauträger

Mehr

FELLA FRICKE WAGNER Rechtsanwälte Steuerberater

FELLA FRICKE WAGNER Rechtsanwälte Steuerberater FELLA FRICKE WAGNER Rechtsanwälte Steuerberater Sonderausgabe I/2014 Änderung bei 13b UStG 2 Ausgangslage: Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs 2 Sachverhalt 2 Übergang der Steuerschuldnerschaft 3 Auslegung

Mehr

Sonderthema Änderungen zu 13b UStG

Sonderthema Änderungen zu 13b UStG Sonderthema Änderungen zu 13b UStG Lesen Sie Informationen zu den nachfolgenden Themen: Änderungen zu 13b UStG... 2 Auslegung durch die Verwaltung... 2 Änderungen durch den Gesetzgeber ab 1. Oktober 2014...

Mehr

Herrn Muster Muster Musterstr. 1 11111 Muster. Sonderausgabe zu 13b UStG. Wichtige Informationen für Sie als Steuerpflichtigen

Herrn Muster Muster Musterstr. 1 11111 Muster. Sonderausgabe zu 13b UStG. Wichtige Informationen für Sie als Steuerpflichtigen LEMMINGER & LEMMINGER STEUERBERATER - Ratskellerstr. 12 77855 Achern Herrn Muster Muster Musterstr. 1 11111 Muster Dipl.-Kaufmann Günter Lemminger Steuerberater Dipl.-Kaufmann Johannes Lemminger Steuerberater

Mehr

Die Finanzverwaltung hat sich mit dem aktuellen Schreiben vom 5. Februar 2014 dieser geänderten Auslegung des Bundesfinanzhofs angeschlossen.

Die Finanzverwaltung hat sich mit dem aktuellen Schreiben vom 5. Februar 2014 dieser geänderten Auslegung des Bundesfinanzhofs angeschlossen. Februar 2014 Neueste Informationen zur Umsatzsteuer 13b UStG Mit Urteil vom 22. August 2013 (Aktenzeichen V R 37/10) hat der Bundesfinanzhof (BFH) die bisherige Finanzverwaltungsmeinung zur Anwendung der

Mehr

Mögliche Rechtsunsicherheit bei der Umsatzsteuerschuldnerschaft für Bauleistungen

Mögliche Rechtsunsicherheit bei der Umsatzsteuerschuldnerschaft für Bauleistungen Deutscher Bundestag Drucksache 18/5603 18. Wahlperiode 20.07.2015 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Thomas Gambke, Kerstin Andreae, Britta Haßelmann, weiterer Abgeordneter

Mehr

Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG)

Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG) Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG) Im Haushaltsbegleitgesetz 2004 wird die Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) neu

Mehr

Umsatzsteuer: Neue Bestimmungen zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger ( 13b UStG)

Umsatzsteuer: Neue Bestimmungen zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger ( 13b UStG) Die Betriebsberatung informiert zum Thema Umsatzsteuer: Neue Bestimmungen zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger ( 13b UStG) Rechtlicher Hinweis: Dieses Merkblatt gibt als Service Ihrer

Mehr

zu 4.: Häufig gestellte Fragen: 1. Frage: Was heißt Übergang der Steuerschuldnerschaft?

zu 4.: Häufig gestellte Fragen: 1. Frage: Was heißt Übergang der Steuerschuldnerschaft? zu 4.: Häufig gestellte Fragen: 1. Frage: Was heißt Übergang der Steuerschuldnerschaft? Im Regelfall schuldet der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer, d. h. er hat diese an das Finanzamt abzuführen.

Mehr

U t z e r a t h Steuerberater

U t z e r a t h Steuerberater U t z e r a t h WICHTIG: Neue Umsatzbesteuerung bei Bauleistungen ab 01.07.2004 bzw. Umkehr der Steuerschuldnerschaft gem. 13 b Umsatzsteuergesetz (UStG) Sehr geehrte Damen und Herren, sicherlich haben

Mehr

Neuregelung zum Umsatzsteuerausweis bei Bauleistungen

Neuregelung zum Umsatzsteuerausweis bei Bauleistungen Neuregelung zum Umsatzsteuerausweis bei en Ab Oktober 2014 Frankoniabilanz Miskys & Lang Steuerberater-Partnerschaft Roter Mühlenweg 28 08340 Schwarzenberg www.frankoniabilanz.de alte Lesart 13b Absatz

Mehr

Anhang zum Schreiben vom

Anhang zum Schreiben vom Dok.-Nr.: 5234884 Bundesministerium der Finanzen, IV D 3 - S-7279 / 11 / 10002 Schreiben (koordinierter Ländererlass) vom 05.02.2014 Fundstellen Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen

Mehr

Umsatzsteuer aktuell

Umsatzsteuer aktuell www.pwc.de/de/steuern/umsatzsteuerberatung.jhtml Informationen zu Entwicklungen im Umsatzsteuerrecht Umsatzsteuer aktuell Ausgabe 3, Mai 2014 BMF äußert sich erneut zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Mehr

Wichtige Informationen an unsere Mandanten

Wichtige Informationen an unsere Mandanten Wichtige Informationen an unsere Mandanten Umsatzsteuer bei Bauleistungen zwischen Bauunternehmern Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 wird die Umsatzsteuerbesteuerung von Bauleistungen zwischen Bauunternehmern

Mehr

Parkstraße 4. 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage. Mandanteninformation

Parkstraße 4. 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage. Mandanteninformation Parkstraße 4 59439 Holzwickede Tel.: 02301 / 91209-0 Besuchen Sie auch unsere Homepage Mandanteninformation Grundlegende Änderungen beim Übergang der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG Stand: 8.7.2014

Mehr

Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen

Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen 03.12.2010 Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen Mit diesem Merkblatt soll ein Überblick gegeben werden, unter welchen Voraussetzungen Handwerker in ihren Rechnungen Umsatzsteuer

Mehr

BMF v. 31.03.2004 - IV D 1 - S 7279-107/04 BStBl 2004 I S. 453

BMF v. 31.03.2004 - IV D 1 - S 7279-107/04 BStBl 2004 I S. 453 13b UStG; Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auf alle Umsätze, die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen, und auf bestimmte Bauleistungen BMF v. 31.03.2004 - IV D 1 - S 7279-107/04

Mehr

2. Hintergrund/Entwicklung

2. Hintergrund/Entwicklung Merkblatt 8 2014 Umsatzsteuerrechtliche Neuregelungen bei Bauleistungen Informationen für Berater und Mandanten Nr. 1698.1 Inhalt 1. Vorbemerkung 2. Hintergrund/Entwicklung der Vorschrift 3. Steuerschuldumkehr

Mehr

C.O.X. Einkommensteuergesetz: Einführung einer Bauabzugssteuer

C.O.X. Einkommensteuergesetz: Einführung einer Bauabzugssteuer Einkommensteuergesetz: Einführung einer Bauabzugssteuer C.O.X. Mitja Wolf Zum Jahresbeginn 2002 wurde ein neuer Bausteuerabzug eingeführt. Ebenso wie bei der Lohnsteuer und bei der Ausländersteuer hat

Mehr

Regelung soll Umsatzsteueraufkommen

Regelung soll Umsatzsteueraufkommen Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers EU-Ermächtigung noch rechtzeitig eingetroffen 07.05.2004 Jetzt ist es amtlich: Die Bundesregierung hat in der Bauwirtschaft bei der Umsatzsteuer die sogenannte

Mehr

6.2 Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG

6.2 Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG Abstimmen der Gewinn- und Verlustrechnung SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR) 8520 4510 Erlöse Abfallverwertung 8540 4520 Erlöse Leergut 8196 4186 Erlöse Geldspielautomaten 19 %USt. 8510 4560 Provisionserlöse

Mehr

Aktuelle Steuerinformation II/2004 Sonderrundschreiben vom 14.04.2004 zur Erweiterung des 13b UStG Umkehr der Umsatzsteuerschuldnerschaft

Aktuelle Steuerinformation II/2004 Sonderrundschreiben vom 14.04.2004 zur Erweiterung des 13b UStG Umkehr der Umsatzsteuerschuldnerschaft TREUHAND-GESELLSCHAFT DR. STEINEBACH & PARTNER GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Aktuelle Steuerinformation II/2004 Sonderrundschreiben vom 14.04.2004 zur Erweiterung des 13b UStG Umkehr der Umsatzsteuerschuldnerschaft

Mehr

Umsatzsteuer Steuerschuldumkehr bei Bau- und Gebäudereinigungsleistungen

Umsatzsteuer Steuerschuldumkehr bei Bau- und Gebäudereinigungsleistungen ZDH Postfach 110472 10834 Berlin Handwerkskammern Zentralfachverbände Regionale Handwerkskammertage Regionale Vereinigungen der Landesverbände Landeshandwerksvertretungen Wirtschaftliche und sonstige Einrichtungen

Mehr

II. Besonderheiten der Hilfeleistung im Feststellungsverfahren

II. Besonderheiten der Hilfeleistung im Feststellungsverfahren Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zum Umfang der Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine vom 15. Januar 2010 (BStBl I S. XXX) I. Allgemeines Die Befugnis der Lohnsteuerhilfevereine

Mehr

Nur per . Oberste Finanzbehörden der Länder. - -Verteiler U Verteiler U 2 -

Nur per  . Oberste Finanzbehörden der Länder. -  -Verteiler U Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail HAUSANSCHRIFT Oberste Finanzbehörden der Länder TEL E-MAIL DATUM

Mehr

Wichtige Informationen zur Umsatzsteuer

Wichtige Informationen zur Umsatzsteuer USt 9 Umsatzsteuererhöhung ab 1.1.2007 Dem Haushaltsbegleitgesetz wurde vom Bundesrat in der Sitzung vom 16.6.2006 zugestimmt. Nach diesem Gesetz wird der Regelsteuersatz von derzeit 16% ab dem 1.1.2007

Mehr

der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) auf bestimmte

der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) auf bestimmte Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL Wilhelmstraße 97, 10117

Mehr

BFH-Urteil vom 22.08.2013, Az.: V R 37/10, BStBl. Teil II 2014, Nr. 3 vom 14.02.2014, S. 128 ff. 5

BFH-Urteil vom 22.08.2013, Az.: V R 37/10, BStBl. Teil II 2014, Nr. 3 vom 14.02.2014, S. 128 ff. 5 1 Ausgangssituation Umkehr der Steuerschuldnerschaft bedeutet, dass nicht der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer schuldet, sondern der Leistungsempfänger. Der Leistungsempfänger erhält eine Rechnung

Mehr

Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004. Häufig gestellte Fragen

Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004. Häufig gestellte Fragen Zentralverband des Deutschen Handwerks Abt. Steuer- und Finanzpolitik Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004 Häufig gestellte Fragen I. Wann ist die neue Vorschrift

Mehr

Umsatzsteuer aktuell

Umsatzsteuer aktuell www.pwc.de/de/steuern/umsatzsteuerberatung.jhtml Informationen zu Entwicklungen im Umsatzsteuerrecht Umsatzsteuer aktuell Ausgabe 8, Oktober 2014 BMF zum Reverse-Charge-Verfahren bei Lieferung von Tablet-Computern,

Mehr

BUNDESFINANZHOF. EStG 24 Nr. 1 Buchst. a, 34 Abs. 2 Nr. 2. Urteil vom 13. August 2003 XI R 18/02

BUNDESFINANZHOF. EStG 24 Nr. 1 Buchst. a, 34 Abs. 2 Nr. 2. Urteil vom 13. August 2003 XI R 18/02 BUNDESFINANZHOF Veräußert der Alleingesellschafter-Geschäftsführer freiwillig alle Anteile an seiner GmbH, kann die Entschädigung für die Aufgabe der Geschäftsführertätigkeit gleichwohl von dritter Seite

Mehr

Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG)

Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG) Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG) Begriff In bestimmten Fällen schuldet nicht der leistende, sondern ausnahmsweise der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt. Diese Umkehr der

Mehr

Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen

Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen Prüfung des Orts der sonstigen Leistung Ab dem 1.1.2010 gelten neue Regelungen für die Bestimmung des

Mehr

Steuerberechnung/vereinnahmtes Entgelt (Istversteuerung)

Steuerberechnung/vereinnahmtes Entgelt (Istversteuerung) Steuerberechnung/vereinnahmtes Gruppe 2 /S 391 Seite 1 Istversteuerung ist unter den Voraussetzungen des 20 Abs. 1 UStG möglich. Die Umsatzsteuer entsteht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem

Mehr

UStG 1993 4 Nr. 14 Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. c SGB V 20, 92, 124 Abs. 2

UStG 1993 4 Nr. 14 Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. c SGB V 20, 92, 124 Abs. 2 BUNDESFINANZHOF 1. Führt ein Dipl.-Oecotrophologe (Ernährungsberater) im Rahmen einer medizinischen Behandlung (aufgrund ärztlicher Anordnung oder im Rahmen einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme)

Mehr

Erweiterung der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG durch das Haushaltsbegleitgesetz

Erweiterung der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG durch das Haushaltsbegleitgesetz Erweiterung der Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 Bei der Umsatzsteuer kommt es in der Baubranche, nach Feststellungen der Finanzverwaltung und des Bundesrechnungshofes,

Mehr

Umsatzsteuerliche Neuerungen für das Bau- und Baunebengewerbe. Mandanten-Information. Inhalt:

Umsatzsteuerliche Neuerungen für das Bau- und Baunebengewerbe. Mandanten-Information. Inhalt: Umsatzsteuerliche Neuerungen für das Bau- und Baunebengewerbe Mandanten-Information Inhalt: 1. Wie Bauumsätze bisher besteuert wurden 2. Was sich ab 2014 für die Bauwirtschaft ändert 3. Wie sie die Änderungen

Mehr

Umsatzsteuer; Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) auf bestimmte Bauleistungen

Umsatzsteuer; Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) auf bestimmte Bauleistungen POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, Postfach 1308, 53003 Bonn Oberste Finanzbehörden - Verteiler U1 und U2 - der Länder HAUSANSCHRIFT TEL FAX Dienstsitz Bonn Graurheindorfer Straße 108, 53117

Mehr

Finanzgericht Münster, 15 K 2469/13 U

Finanzgericht Münster, 15 K 2469/13 U 1 von 5 Finanzgericht Münster, 15 K 2469/13 U Datum: Gericht: Spruchkörper: Entscheidungsart: Aktenzeichen: 09.09.2014 Finanzgericht Münster 15. Senat Urteil 15 K 2469/13 U Sachgebiet: Finanz- und Abgaberecht

Mehr

Einkommensteuer-Info Februar 2015

Einkommensteuer-Info Februar 2015 Einkommensteuer-Info Februar 2015 Verfasser: Diplom-Finanzwirt Michael Seifert, Steuerberater, Troisdorf, www.steuergeld.de In dieser Ausgabe 1 Aus der Rechtsprechung... 1 1. Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen:

Mehr

Infotext. Die Einführung ist rasch und überhastet gekommen, vieles ist unklar und es bleibt kaum Zeit, die notwendigen Adaptierungen vorzunehmen.

Infotext. Die Einführung ist rasch und überhastet gekommen, vieles ist unklar und es bleibt kaum Zeit, die notwendigen Adaptierungen vorzunehmen. Infotext Durch das 2. Abgabenänderungsgesetz 2002 tritt am 1.10.2002 eine neue Bestimmung (Reverse Charge System) im Umsatzsteuergesetz in Kraft, die für die Baubranche und die mit ihr verwandten Branchen

Mehr

Arbeitsunterlage. 13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Arbeitsunterlage. 13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers Arbeitsunterlage 13b UStG Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers Veranstaltung der Regionalgruppen Dresden und Ostsachsen des Steuerberaterverbandes Sachsen e.v. am 21.10.2015 Vortrag Entwicklungen

Mehr

Steuern I News I Recht

Steuern I News I Recht Steuern I News I Recht Merkblatt Rechnung und Vorsteuerabzug Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant, in dieser Information möchten wir Sie auf die wichtigsten Punkte bei der Rechnungsstellung hinweisen.

Mehr

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 -

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL E-MAIL DATUM

Mehr

NEUERUNGEN BEI BAULEISTUNGEN

NEUERUNGEN BEI BAULEISTUNGEN Brückner. Beier. Socher. Ritter.. 82402 Seeshaupt 82402 Seeshaupt Penzberger Straße 2 email: bbsr-stb@datevnet.de www.bbsr-stb.de Telefon: 08801/9068-0 Telefax: 08801/2465 Stephan Brückner Marco Beier

Mehr

Übersicht Steuer-News Informationen für Immobilienbesitzer

Übersicht Steuer-News Informationen für Immobilienbesitzer Ausgabe 02 2016 Übersicht Steuer-News Informationen für Immobilienbesitzer Grundstückspachtvertrag: Entschädigung für vorzeitige Beendigung wird ermäßigt besteuert Gemischte Vermietung: Deutsche Maßstäbe

Mehr

1. Absatz 7 wird wie folgt gefasst und danach werden folgende neue Absätze 8 bis 11 eingefügt:

1. Absatz 7 wird wie folgt gefasst und danach werden folgende neue Absätze 8 bis 11 eingefügt: Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL FAX Wilhelmstraße

Mehr

Merkblatt Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer

Merkblatt Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer IHK-Information Merkblatt Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer Die Umsatzbesteuerung wird von vielen Unternehmen wegen ihres komplizierten Verfahrens kritisiert.

Mehr

Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer

Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer EXISTENZGRÜNDUNG E35 Stand: November 2013 Ihr Ansprechpartner Dr. Thomas Pitz E-Mail thomas.pitz @saarland.ihk.de Tel. (0681) 9520-211 Fax (0681) 9520-389 Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer Inhalt:

Mehr

Mandanteninformation im Juni b UStG Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen

Mandanteninformation im Juni b UStG Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen Mandanteninformation im Juni 2015 13b UStG Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen Seit dem Ergehen des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. August 2013 ist das Thema Umkehr der Steuerschuldnerschaft

Mehr

HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT

HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT ZUR UMSATZSTEUER 2010 DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE FÜR ANWALTLICHE DIENSTLEISTUNGEN BEI AUSLANDSBEZUG Das Umsatzsteuergesetz wurde mit Wirkung zum 01.01.2010 geändert.

Mehr

13b UStG: Ärger mit den Altfällen. Referent Dirk Salewski

13b UStG: Ärger mit den Altfällen. Referent Dirk Salewski 13b UStG: Ärger mit den Altfällen Referent Dirk Salewski 13b UStG: Ärger mit den Altfällen Dirk Salewski Geschäftsführender Gesellschafter der beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsges. mbh Bergkamen

Mehr

S k r i p t u m. zur Neuregelung. der Umsatzbesteuerung. von bestimmten Bauleistungen

S k r i p t u m. zur Neuregelung. der Umsatzbesteuerung. von bestimmten Bauleistungen S k r i p t u m zur Neuregelung der Umsatzbesteuerung von bestimmten Bauleistungen Die Abrechnung der Umsatzsteuer bei Bauleistungen Mai 2004 oder die Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Mehr

Leitsätze. Tatbestand

Leitsätze. Tatbestand Seite 1 von 5 BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.9.2007, V B 8/06 Anspruch auf Vertrauensschutz bei Verschärfung der Rechtsprechung des BFH oder Abweichung von einer allgemein geübten Verwaltungspraxis -

Mehr

Umsatzsteuer-Kartei OFD Frankfurt am Main

Umsatzsteuer-Kartei OFD Frankfurt am Main Umsatzsteuer-Kartei OFD Frankfurt am Main 19 S 7361 Rdvfg. vom 13.09.2005 S 7361 A 2 St I 1.30 HMdF-Erlass vom 21.04.2005 S 7361 A 2 II 5 a Karte 2 Anwendung der Kleinunternehmerregelung bei fehlendem

Mehr

B.2. Containerveräußerung nach Ende der Mietzeit Abschluss des Kauf- und Verwaltungsvertrages und Mietbeginn ab dem 01.01.2009

B.2. Containerveräußerung nach Ende der Mietzeit Abschluss des Kauf- und Verwaltungsvertrages und Mietbeginn ab dem 01.01.2009 Information zur Einkommensteuer und Umsatzsteuer bei der Vermietung, des Ankaufes und des Verkaufes von Frachtcontainern (Neu- und Gebrauchtcontainer) im privaten Bereich ab 01.01.2009 A. Sachverhalt Ein

Mehr

Was ist eigentlich 13b UStG?

Was ist eigentlich 13b UStG? Was ist eigentlich 13b UStG? Wie funktioniert die Umkehr der Steuerschuld und betrifft mich das: Was ist 13b UStG Übergang der Steuerschuldnerschaft? Grundsätzlich schuldet der Unternehmer, der eine Lieferung

Mehr

Neue Rechnungsstellung für Bauleistungen

Neue Rechnungsstellung für Bauleistungen Neue Rechnungsstellung für Bauleistungen Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 wurde die Steuerschuldnerschaft nach 13b UStG mit Wirkung vom 01. April 2004 geändert. Konsequenz: Der Rechnungsempfänger

Mehr

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer I. Allgemeines II. Wer ist Kleinunternehmer III. Ermittlung der Umsatzgrenzen IV. Folgen der Kleinunternehmerregelung V. Folgen des Überschreitens der Umsatzschwelle

Mehr

Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG)

Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG) Mandanten-Info Steuerschuld bei Bauleistungen Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG) Wie Sie feststellen, ob Sie als Leistungsempfänger einer Bauleistung die Umsatzsteuer schulden. In enger Zusammenarbeit

Mehr

Über Connex. Unternehmensberatung. Rechtsberatung

Über Connex. Unternehmensberatung. Rechtsberatung Über Connex Gegründet 1991 Eine der größten privat geführten Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland 31 Standorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Ca. 300 Mitarbeiter, darunter mehr als 35

Mehr

Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer. Nr. 116/12

Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer. Nr. 116/12 Der Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer Nr. 116/12 Ansprechpartnerin: Ass. Katja Berger Geschäftsbereich Recht Steuern der IHK Nürnberg für Mittelfranken Ulmenstraße 52, 90443 Nürnberg Tel.: 0911/13

Mehr

Neues BMF-Schreiben zur Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen

Neues BMF-Schreiben zur Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen Neues BMF-Schreiben zur Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen I. Einleitung Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jüngst in einer richtungsweisenden Entscheidung festgestellt, dass Bauträger beim Bezug von Bauleistungen

Mehr

Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG)

Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG) Mandanten-Info Steuerschuld bei Bauleistungen ( 13b UStG) E-Mail: sprenger@stb-sprenger.de, www.stb-sprenger.de 2 1. Einleitung 2. Wann liegt eine Bauleistung vor? ( 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG) 3. ABC der Bauleistungen

Mehr

LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110. 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994)

LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110. 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994) LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994) Allgemeines 11 Abs 1 Berechtigung Verpflichtung Merkmale Anzahlungsrechnung 11 Abs 1a Übergang der

Mehr

Vorab per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. nachrichtlich: Vertretungen der Länder beim Bund. - Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 -

Vorab per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. nachrichtlich: Vertretungen der Länder beim Bund. - Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Vorab per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder nachrichtlich: Vertretungen

Mehr

I. Überlassung von Transportbehältnissen gegen ein gesondert vereinbartes Pfandgeld. 1. Abgrenzung Transporthilfsmittel zu Warenumschließungen

I. Überlassung von Transportbehältnissen gegen ein gesondert vereinbartes Pfandgeld. 1. Abgrenzung Transporthilfsmittel zu Warenumschließungen Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin ANLAGE POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL FAX Wilhelmstraße

Mehr

UMKEHR DER UMSATZSTEUERSCHULDNERSCHAFT BEI BAULEISTUNGEN ( 13 b UMSATZSTEUERGESETZ)

UMKEHR DER UMSATZSTEUERSCHULDNERSCHAFT BEI BAULEISTUNGEN ( 13 b UMSATZSTEUERGESETZ) UMKEHR DER UMSATZSTEUERSCHULDNERSCHAFT BEI BAULEISTUNGEN ( 13 b UMSATZSTEUERGESETZ) Inhalt der Neuregelung Nach der Neuregelung müssen sogenannte Bauleister eine Nettorechnung ausstellen, wenn sie eine

Mehr

A08-2014-03 Date: 29. 7. 2014 Name: StB 1 Umsatzsteuer Diplom-Finanzwirt Rüdiger Weimann, Dozent, Dortmund, und Diplom-Ökonom Hans-Joachim Kraatz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Dresden * Sicherheitseinbehalte,Leasinggeschäfte,Ratenverkäufe

Mehr

Newsletter III/2015. Entscheidungen

Newsletter III/2015. Entscheidungen Newsletter III/2015 Der Newsletter des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts informiert in kompakter und prägnanter Form über aktuelle Entscheidungen des Gerichts, über organisatorische Neuerungen und

Mehr

Steuern. 1. Spekulationssteuer - Rückwirkende Einbeziehung von Gebäuden verfassungswidrig? -

Steuern. 1. Spekulationssteuer - Rückwirkende Einbeziehung von Gebäuden verfassungswidrig? - Haus & Grund Württemberg, Werastraße 1, 70182 Stuttgart An unsere Mitgliedsvereine Haus & Grund Württemberg Landesverband Württembergischer Haus- Wohnungs- und Grundeigentümer e.v. Unser Zeichen Ansprechpartner

Mehr

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Ein Merkblatt Ihrer IHK Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Die Kleinunternehmerbesteuerung ist in 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) geregelt. Der 19 UStG räumt den sogenannten Kleinunternehmern gewisse

Mehr

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 -

Nur per E-Mail. Oberste Finanzbehörden der Länder. - E-Mail-Verteiler U 1 - - E-Mail-Verteiler U 2 - Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße

Mehr

Steuerberater. Merkblatt. Vorsteuervergütungsverfahren. Inhalt. Steffen Feiereis

Steuerberater. Merkblatt. Vorsteuervergütungsverfahren. Inhalt. Steffen Feiereis Steuerberater Steffen Feiereis Merkblatt Vorsteuervergütungsverfahren Inhalt 1 Allgemeines 2 Regelung seit 01.01.2010 3 In Deutschland ansässige Unternehmen 3.1 Unternehmerbescheinigung 3.2 Vorsteuervergütungsverfahren

Mehr

Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer)

Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer) Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer) Kleinunternehmer sind unecht umsatzsteuerbefreit. Das bedeutet: Sie müssen von den Einnahmen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlen ( keine Umsatzsteuer in

Mehr

Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen

Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen Steuerschuldnerschaft 13b UStG bei Bauleistungen Mandanten-Infobrief Stand 1. August 2014 Inhalt 1. Gesetzliche Regelung 9. Vertrauensschutzregelung 2. Was bedeutet die Steuerschuldnerschaft? 10. Rückabwicklung

Mehr

e) Umsatzsteuer Neben der Pflicht zur Zahlung von Umsatzsteuer hat ein Unternehmer die Pflicht zur Einreichung von Umsatzsteuer-Voranmeldungen.

e) Umsatzsteuer Neben der Pflicht zur Zahlung von Umsatzsteuer hat ein Unternehmer die Pflicht zur Einreichung von Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Die Steuertermine Abgabe- und Zahlungstermine Nachfolgend werden einige Grundsätze zu den Pflichten zur Abgabe von Erklärungen und zur Fälligkeit von Steuerzahlungen dargestellt. Außerdem werden die Steuertermine

Mehr

1. Leistungsempfänger ist kein Unternehmer ( 3a Abs. 1 UstG)

1. Leistungsempfänger ist kein Unternehmer ( 3a Abs. 1 UstG) Der neue Ort der sonstigen Leistung im Sinne des UstG Änderung seit dem 01. Januar 2010 I. Allgemeines Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die den Austausch von Leistungen (= Umsatz) besteuert. Sie ist eine

Mehr

Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Abkürzungsverzeichnis 17

Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Abkürzungsverzeichnis 17 Vorwort 5 Abkürzungsverzeichnis 17 1. Der Vermieter als Kleinunternehmer 21 1.1. Die Besteuerung des Kleinunternehmers nach 19 UStG 21 1.2. Überschreiten der Grenzwerte des 19 Abs. 1 UStG 22 1.3. Rechnungserteilung

Mehr

Umsatzsteuerliche Leistungsbeziehungen bei Abgabe von Startpaketen im Mobilfunkbereich und bei Abgabe von Zahlkarten

Umsatzsteuerliche Leistungsbeziehungen bei Abgabe von Startpaketen im Mobilfunkbereich und bei Abgabe von Zahlkarten Umsatzsteuerliche Leistungsbeziehungen bei Abgabe von Startpaketen im Mobilfunkbereich und bei Abgabe von Zahlkarten 1. Startpaket im Mobilfunkbereich mit Handy Die umsatzsteuerliche Behandlung der Abgabe

Mehr

WTS Immobilien Summit Trends bei Immobilieninvestitionen Strukturierung + Finanzierung + Steuern. Umsatzsteuerliche Risiken und Gestaltungsfragen

WTS Immobilien Summit Trends bei Immobilieninvestitionen Strukturierung + Finanzierung + Steuern. Umsatzsteuerliche Risiken und Gestaltungsfragen WTS Immobilien Summit Trends bei Immobilieninvestitionen Strukturierung + Finanzierung + Steuern Umsatzsteuerliche Risiken und Gestaltungsfragen Agenda Immobilien-Transaktion Grundstücksübertragung als

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat 14 GZ. RV/1085-W/03 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung der Bw., vertreten durch STB, gegen die Bescheide des FA betreffend Umsatzsteuer 1999

Mehr

Reisekosten-Reform (Teil 1)

Reisekosten-Reform (Teil 1) Reisekosten-Reform (Teil 1) Sie werden jetzt sicherlich denken oh, schon wieder eine Serie? Richtig! Ich werde in den nächsten Editorials versuchen, Ihnen das neue Reisekostenrecht, welches durch die verabschiedete

Mehr

Finanzgericht München

Finanzgericht München Az.: 9 K 759/07 Finanzgericht München IM NAMEN DES VOLKES URTEIL In der Streitsache Kläger gegen Finanzamt Beklagter wegen Einkommensteuer 2004 Solidaritätszuschlag 2004 hat der 9. Senat des Finanzgerichts

Mehr

Umsatzsteuer: Richtungweisendes EuGH-Urteil zu Verwaltungsleistungen gegenüber Investmentfonds

Umsatzsteuer: Richtungweisendes EuGH-Urteil zu Verwaltungsleistungen gegenüber Investmentfonds Umsatzsteuer: Richtungweisendes EuGH-Urteil zu Verwaltungsleistungen gegenüber Investmentfonds I. Aktuelle Rechtslage Nach aktueller Rechtslage stellt die Verwaltung von Investmentfonds i. S. d. Investmentsteuergesetzes

Mehr

Verluste aus Aktienanleihen sind anzuerkennen!

Verluste aus Aktienanleihen sind anzuerkennen! Verluste aus Aktienanleihen sind anzuerkennen! von WP/StB Dipl.-Kfm. Martin Henkel, Paderborn 1 Funktionsweise und steuerliche Würdigung von Aktienanleihen Aktienanleihen gehören zu den strukturierten

Mehr

Übergang der Steuerschuld in der Bauwirtschaft auf Grund des 2. Abgabenänderungsgesetzes 2002 1. Allgemeines

Übergang der Steuerschuld in der Bauwirtschaft auf Grund des 2. Abgabenänderungsgesetzes 2002 1. Allgemeines Übergang der Steuerschuld in der Bauwirtschaft auf Grund des 2. Abgabenänderungsgesetzes 2002 1. Allgemeines 2. Bauleistungen ( 19 Abs. 1a dritter Unterabsatz UStG 1994) 3. Bauleistungen an einen Unternehmer,

Mehr

Umsatzsteuer: Die Lieferung und der Erwerb neuer Fahrzeuge in der EU. Nr. 119/08

Umsatzsteuer: Die Lieferung und der Erwerb neuer Fahrzeuge in der EU. Nr. 119/08 Umsatzsteuer: Die Lieferung und der Erwerb neuer Fahrzeuge in der EU Nr. 119/08 Verantwortlich: Ass. Katja Berger Geschäftsbereich Recht Steuern der IHK Nürnberg für Mittelfranken Hauptmarkt 25/27, 90403

Mehr

Erklärung des Reverse-Charge-Verfahrens. (Quelle: Haufe Office Gold 18-07-2013) UMSATZSTEUER. 1 Fälle des Reverse-Charge-Verfahrens

Erklärung des Reverse-Charge-Verfahrens. (Quelle: Haufe Office Gold 18-07-2013) UMSATZSTEUER. 1 Fälle des Reverse-Charge-Verfahrens KANZLEI SCHENK BERLIN Juli 2013 Erklärung des Reverse-Charge-Verfahrens (Quelle: Haufe Office Gold 18-07-2013) Begriff In bestimmten Fällen schuldet nicht der leistende, sondern ausnahmsweise der Leistungsempfänger

Mehr

Änderungen der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) durch

Änderungen der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) durch Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL Wilhelmstraße 97, 10117

Mehr

Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern

Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern Die Umsetzung der Mehrwertsteuer- Systemrichtlinie, der EU-Rechnungsrichtlinie als auch aktuell die neue obligatorische Gelangensbestätigungen (eingeführt

Mehr

Kleinunternehmerregelung nach 19 UStG

Kleinunternehmerregelung nach 19 UStG Kleinunternehmerregelung nach 19 UStG Vereinfachungsregelung mit teilweise komplizierten Spielregeln Meldet ein Handwerker bei der Gemeinde ein Gewerbe an, leitet die Gemeinde diese Anmeldung postwendend

Mehr