HESSISCHER LANDTAG. Kleine Anfrage

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1 18. Wahlperiode Drucksache 18/5760 HESSISCHER LANDTAG Kleine Anfrage des Abg. Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom betreffend Deutschlandstipendium an hessischen Hochschulen und Antwort der Ministerin für Wissenschaft und Kunst Die Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt: Frage 1. Welche hessischen Hochschulen nehmen am Deutschlandstipendium teil und welche nicht? Im Jahr 2011 haben folgende hessischen Hochschulen vergeben: - Technische Universität Darmstadt, - Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, - Justus-Liebig-Universität Gießen, - Universität Kassel, - Philipps-Universität Marburg, - Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, - Hochschule Rhein-Main, - Frankfurt School of Finance & Management, - Hochschule Fresenius GmbH, - CVJM-Hochschule Kassel, - Accadis Hochschule Bad Homburg, - Provadis School Frankfurt, - Evangelische Hochschule Tabor, Marburg. Folgende Hochschulen haben in 2011 bereits vorbereitende Maßnahme getroffen und planen, zum Wintersemester (WS) 2012 voraussichtlich erste zu vergeben, oder haben zum Sommersemester (SS) 2012 erste vergeben: - Hochschule Darmstadt, - Hochschule Fulda, - Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen, - Freie Theologische Hochschule Gießen, - Theologische Hochschule Ewersbach, - Technische Hochschule Mittelhessen, - Diploma Fachhochschule Nordhessen. Folgende Hochschulen nehmen bisher nicht am Deutschlandstipendium teil: - Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, - Fachhochschule Frankfurt, Eingegangen am 6. Juli 2012 Ausgegeben am 12. Juli 2012 Druck und Auslieferung: Kanzlei des Hessischen Landtags Postfach Wiesbaden

2 2 Hessischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/ Theologische Fakultät Fulda, - European Business School, - Evangelische Fachhochschule Darmstadt, - Hochschule der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, - Wilhelm-Büchner-Hochschule, - Staatliche Hochschule für bildende Künste Städelschule Frankfurt am Main, - Lutherische Theologische Hochschule Oberursel. Frage 2. Welche Hochschule hat wie viele vergeben? Quote ,45 v.h. vergebene 2011 Technische Universität Darmstadt Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Justus-Liebig-Universität Gießen Universität Kassel Philipps-Universität Marburg Hochschule für Musik und Darstellende Kunst 4 0 Hochschule für Gestaltung Offenbach 3 3 Hochschule Darmstadt 50 0 Fachhochschule 43 0 Hochschule Fulda 23 0 Technische Hochschule Mittelhessen 51 0 Hochschule Rhein-Main Wiesbaden Theologische Fakultät Fulda 1 0 Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen 1 0 European Business School 6 0 Frankfurt School of Finance & Management 5 5 Hochschule Fresenius Idstein Evangelische Fachhochschule Darmstadt 6 0 Hochschule des gesetzlichen Unfallversicherung 1 0 Wilhelm-Büchner-Hochschule Pfungstadt 20 0 DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen 18 0 Freie Theologische Hochschule Gießen 1 0 CVJM-Hochschule Kassel 1 1 Provadis 2 2 Staatliche Hochschule für bildende Künste 1 0 Städelschule, Lutherische Theologische Hochschule Oberursel 1 0 Accadis Hochschule Bad-Homburg 2 2 Evangelische Hochschule Tabor Marburg 1 1 Theologische Hochschule Ewersbach 1 0 Gesamt Die obige Tabelle bezieht sich auf das Jahr Das den jeweiligen Hochschulen zur Verfügung stehende kontingent wird anhand einer Quote berechnet. Sie betrug für ,45 v.h. der Studierenden des vorangegangenen Wintersemesters. Die in der Tabelle angegebene Anzahl der vergebenen gilt bis jetzt auch für Da fast alle Hochschulen die immer zum Wintersemester vergeben, wird die Anzahl der vergebenen daher zum WS 2012/2013 noch steigen. Bereits jetzt hinzugekommen in 2012 sind allerdings ein Stipendium an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach am Main, ein Stipendium an der Theologischen Hochschule Ewersbach, drei an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und ein Stipendium an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

3 Hessischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/ Frage 3. Wie hoch sind die kontingente der einzelnen Hochschulen? Für das Jahr 2012 wurde die Quote der auf 1 v.h. der Studierenden erhöht, so dass sich folgende kontingente für 2012 ergeben: Hessen Studierende 1 v.h. WS 2010/11 Technische Universität Darmstadt Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Justus-Liebig-Universität Gießen Universität Kassel Philipps-Universität Marburg Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main Hochschule Darmstadt Fachhochschule Hochschule Fulda Technische HS Mittelhessen Hochschule Rhein-Main Wiesbaden Theologische Fakultät Fulda 31 1 Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen European Business School Frankfurt School of Finance & Management Hochschule Fresenius Idstein Evangelische Fachhochschule Darmstadt Hochschule des gesetzl. Unfallversicherung 83 1 Wilhelm-Büchner-Hochschule Pfungstadt DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen Freie Theologische Hochschule Gießen CVJM-Hochschule Kassel Provadis Staatliche Hochschule für bildende Künste Städelschule, Lutherische Theologische Hochschule Oberursel 30 1 Accadis Hochschule Bad-Homburg Evangelische Hochschule Tabor Marburg 48 1 Theologische Hochschule Ewersbach 54 1 Gesamt Frage 4. Wie hoch ist die Erfolgsquote der einzelnen Hochschulen, die beschreibt, zu welchem Grad die am Deutschlandstipendium teilnehmenden Hochschulen eines Landes ihre kontingente ausschöpfen konnten? Die nachfolgende Tabelle bezieht sich auf das Jahr 2011, da die für 2012 noch nicht vollständig vergeben sind. 0,45 v.h. vergebene Erfolgsquote in v.h. Technische Universität Darmstadt Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Justus-Liebig-Universität Gießen ,3 Universität Kassel ,5 Philipps-Universität Marburg ,1 Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hochschule für Gestaltung Offenbach Hochschule Darmstadt Fachhochschule Hochschule Fulda Fachhochschule Gießen-Friedberg 5 Hochschule Rhein-Main Wiesbaden Theologische Fakultät Fulda Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen European Business School 6 0 0

4 4 Hessischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/5760 Frankfurt School of Finance Management Hochschule Fresenius Idstein Evangelische Fachhochschule Darmstadt Hochschule der gesetzlichen Unfallversicherung Wilhelm-Büchner-Hochschule Pfungstadt DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen Freie Theologische Hochschule Gießen CVJM-Hochschule Kassel Provadis Staatliche Hochschule für bildende Künste Städelschule Lutherische Theologische Hochschule Oberursel Accadis Hochschule Bad-Homburg Evangelische Hochschule Tabor Marburg Theologische Hochschule Ewersbach Frage 5. Wie bewerben die einzelnen Hochschulen das Deutschlandstipendium? Zu unterscheiden ist das Werben um Stifter und das Werben um Bewerberinnen und Bewerber für ein Stipendium. Letzteres, also die Information der Studierenden über die Möglichkeit, ein Deutschlandstipendium zu erhalten, erfolgt bei allen Hochschulen über die Homepage, teilweise zusätzlich durch direktes Werben in Vorlesungen, s an die Studierenden, Poster, spezielle Flyer für potenzielle Stipendiaten oder gezielte Informationsveranstaltungen wie z.b. eine messe bzw. im Rahmen allgemeiner Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte oder im Rahmen der Studienberatung. Informationen für Schulen wurden teilweise über das staatliche Schulamt weitergegeben. Das Werben um Stifter erfolgt vielfach im Wege der persönlichen Ansprache potenzieller Stifter durch Mitglieder der Hochschulleitung oder des Hochschulrats und durch Dekane, Professoren oder Fördervereine, unterstützt durch individuelle Informationsflyer der Hochschulen für Förderer. Diese werden teilweise auch verschickt an Unternehmen in der Region einer Hochschule. Des Weiteren erfolgen Briefaktionen an Gasthörer sowie Mailings an Alumni, Freunde und Förderer einer Hochschule. Hinzu kommen Publikationen in der Zeitschrift der Industrie und Handelskammer (IHK), Presseberichte in lokalen Zeitungen, z.b. über Stipendiatenfeiern, oder Beiträge einzelner Hochschulen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Deutschlandstipendium. Frage 6. Welche Strukturen sind an den Hochschulen für die Mitteleinwerbung für das Deutschlandstipendium verantwortlich? Die Strukturen bzw. Stellen, die innerhalb einer Hochschule für die Mitteleinwerbung verantwortlich sind, unterscheiden sich im Wesentlichen danach, wie groß das kontingent einer Hochschule ist. Bei kleinen Hochschulen mit einem kontingent von 1 bis rund 15 liegt die Verantwortlichkeit zumeist allein bei einer Person, im Wesentlichen beim Präsidenten bzw. Vorstand oder beim Kanzler, an der Frankfurt School of Finance & Management bei einer Fundraising & Alumni Managerin. Bei den übrigen Hochschulen sind folgende Stellen für die Mitteleinwerbung verantwortlich: Technische Universität Darmstadt: Stabsstelle Kommunikation und Medien und der Vizepräsident für Technologie-und Wissenstransfer.

5 Hessischer Landtag 18. Wahlperiode Drucksache 18/ Universität Frankfurt: Stabsstelle Fundraising und der Präsident. Universität Gießen: Stabsabteilung Wissens- und Technologietransfer. Universität Kassel: Zentrale Einrichtung Uni Kassel Transfer und Präsident. Uni Marburg: Stabsstelle Freunde und Förderer. Hochschule Darmstadt: Career-Center. Hochschule Fulda: Hochschul-Förderverein und Präsident. Technische Hochschule Mittelhessen: Sachgebietsleiterin Organisation. Hochschule RheinMain: Career-Center und Bereich Hochschulmarketing. Frage 7. Plant die Landesregierung Maßnahmen, um die Beteiligungsquote der hessischen Hochschulen am Deutschlandstipendium und die Erfolgsquote der einzelnen Hochschulen in Hessen zu erhöhen? Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat sowohl die Bedeutung des programms als auch die Frage der Unterstützung bei der Einwerbung von Mitteln im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Hochschulleitertagungen mit den Hochschulen erörtert. Die Anzahl der teilnehmenden Hochschulen ist im zweiten Jahr seit Einführung des Programms um mehr als die Hälfte gestiegen. Im Jahr 2011 haben von 13 teilnehmenden Hochschulen neun Hochschulen ihr kontingent voll ausgeschöpft. Das Ministerium hat u.a. über den Hessischen Handwerkstag Unternehmen auf das programm aufmerksam gemacht und wird die Hochschulen auch weiterhin bei der Umsetzung des programms unterstützen. Frage 8. Sind an den hessischen Hochschulen aufgrund der Notwendigkeit, Spendengelder für das Deutschlandstipendium einzuwerben, neue Verwaltungsstellen oder auch neue Abteilungen geschaffen worden? An den Hessischen Hochschulen sind aufgrund der Notwendigkeit, Spendengelder für das Deutschlandstipendium einzuwerben, keine neuen Abteilungen geschaffen worden. An der Universität Kassel und Hochschule Fulda wurden für die Umsetzung des Deutschlandstipendiums jeweils eine 0,5 Stelle befristet auf zwei Jahre geschaffen, allerdings nicht ausschließlich für die Mitteleinwerbung. Wiesbaden, 26. Juni 2012 Eva Kühne-Hörmann

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