Leistungsgerecht bezahlen Gestaltungsoptionen der Krankenkassen

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1 Leistungsgerecht bezahlen Gestaltungsoptionen der Krankenkassen BKK Tag 2014 Berlin, 21. Mai 2014 Gerhard Stein, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Agenda Vorstellung der Deutschen BKK Was bedeutet leistungsgerecht? Wie kann Qualität gemessen werden? Steuerungsmöglichkeiten der Krankenkassen? Lösungsansätze Deutsche BKK BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 2 1

2 Die Deutsche BKK in Zahlen, Daten, Fakten Mitglieder Versicherte Mitarbeiter 40 Standorte von Kiel bis Freiburg Kassensitz: Wolfsburg Die Deutsche BKK gehört zu den größten gesetzlichen Krankenversicherungen BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 3 Leistungsausgaben Die Leistungsausgaben für unsere Versicherten beliefen sich 2013 auf 2,3 Milliarden Euro. Die Verwaltungskosten liegen mit nur 4,9 Prozent unter dem Durchschnitt aller gesetzlichen Krankenkassen. Quelle: Jahresabschluss Mai 2014, Deutsche BKK BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 4 2

3 Unsere Versicherten 43 % Beschäftigte 43 % Rentner 7 % freiwillig Versicherte 4 % Arbeitslose 3 % Sonstige Quelle: Monatsstatistik der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung über Mitglieder, Familienangehörige und Kranke, Mai 2014 BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 5 Unsere Leistungsausgaben Leistungsausgaben (pro Kopf) 2013 nach KV 45 IV. Quartal, (Deutsche BKK Jahresrechnung) 3.500, , , , , , , , , , ,00 500,00 Bund AOK BKK VdEK Deutsche BKK BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 6 3

4 Was heißt leistungsgerecht? Leistungsgerecht bedeutet für die Deutsche BKK: Die Versorgungsqualität muss gewährleistet sein: Versorgung auf aktuellem Stand der Wissenschaft Qualitativ hochwertige Versorgung Vermeidung von Fehl-, Über- und Unterversorgung Der Preis muss passen Angemessene Bezahlung der Leistungserbringer Versorgung zu bezahlbaren Preisen Wirtschaftlichkeit muss unter den Rahmenbedingungen von Gesundheitsfonds und Morbi-RSA gewährleistet sein BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 7 Wie kann Qualität gemessen werden? Qualifikation und Ausbildung des Leistungserbringers Behandlungsergebnis Herstellung von Gesundheit Komplikationsraten Mindestmengen als Behandlungsvoraussetzung Vermeidung von weiteren Leistungen Service (Praxisausstattung, Wartezeiten.) Patientenbefragungen Fazit: Behandlungsqualität kann nur sehr schwer gemessen werden BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 8 4

5 Steuerungsmöglichkeiten Vereinbarung von Zu- und Abschlägen beim Preis Vereinbarung von schnellen Terminen und kurzen Wartezeiten Festlegung von vertraglichen Zugangsbeschränkungen Aus- und Weiterbildung Mindestmengen Festlegung von Behandlungspfaden Unterstützung der Versicherten Coaching Information und Aufklärung BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 9 Steuerungsmöglichkeiten für die einzelne Kasse Individuelle Verträge Integrierte Versorgung ( 140a ff. SGB V) Hausarztverträge ( 73b SGB V) Besondere ambulante ärztliche Versorgung ( 73c SGB V) Modellvorhaben ( 63 SGB V) Casemanagement BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 10 5

6 Lösungsansätze Deutsche BKK Zweitmeinung Arztbesuch in Deutschland dauert Ø 7,8 Minuten Zu kurz, um die Erkrankung und Heilungsmöglichkeiten zu verstehen. Zweitmeinungs-Ärzte erklären den Patienten die Erkrankung, zeigen Behandlungsalternativen auf und befähigen so die Patienten, eine eigene Entscheidung zu treffen. Ø 75 % der aufgeklärten Patienten entscheiden sich gegen die empfohlene Operation BKK Tag 2014, Gerhard Stein 11 Lösungsansätze Deutsche BKK Gewährleistung nach stationären Eingriffen Der Leistungserbringer wird innerhalb eines indikationsgerechten Zeitraums an den Aufwendungen für Revisionen beteiligt. Wird nur von Ärzten akzeptiert, die von ihrer Qualität überzeugt sind Verbessert die Qualität deutlich Beispiele: 10 Jahre auf Endoprothesen 2 3 Jahre nach Venenoperationen BKK Tag 2014, Gerhard Stein 12 6

7 Lösungsansätze Deutsche BKK Psychiatrische Versorgung durch ein ambulantes Hilfsnetz Chron. psychiatrische Erkrankungen (insbesondere Schizophrenie und affektive Störungen) Oft schwerer krisenhafter Verlauf, trotzdem Wunsch der Betroffenen nach Behandlung im häuslichen Umfeld Vermeidung von Krankenhausbehandlung durch intensiviertes Home Treatment möglich Kontinuierliche multiprofessionelle Behandlung durch ambulantes Team Schneller Zugang zum Facharzt Spezifische Hilfestellung durch persönlichen Bezugstherapeuten Krisendienst 24 Stunden/ 7 Tage Psychoedukation und Einbezug der Angehörigen Kontakt auch während eines unvermeidbaren stationären Aufenthaltes Ggf. Einleitung von weiteren Hilfemaßnahmen (Wohngruppen, Pflege, ) Aktuell 181 Vertragspartner in Niedersachsen, Bremen, Sachsen und Thüringen, bundesweite Ausflächung geplant BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 13 Lösungsansätze Deutsche BKK Versorgungsmanagement HPV-Test Vertrag zur Integrierten Versorgung Partner: Gesundheitsverbund Wolfsburg, Klinikum Wolfsburg und Deutsche BKK Inhalte: Teilnehmer alle Frauen älter als 30 Jahre (ohne Gebärmutterhalsentfernung) Verbesserte Krebsvorsorge durch kombinierten Einsatz von Zytologie und HPV-Test Abgestimmte weitere Diagnostik und Patientenpfade bei auffälligen Befunden Ziel: Überdiagnostik und therapie vermeiden Fokus auf Frauen mit Risiko für Krebsvorstufen Minimal invasive Behandlung Kosteneffizienz Kundenexzellenz BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 14 7

8 Das Bild kann zurzeit nicht angezeigt werden. Lösungsansätze Deutsche BKK Bundesweite ExtraCheck-Verträge (Diabetes Auge und Niere) Bei der Deutschen BKK sind rund Diabetes-Typ-1-Patienten und rund Diabetes-Typ-2-Patienten versichert Selektivvertragliche Beziehung zu mehr als Ärzten (Hausärzte, Internisten, Augenärzte) bundesweit Spezialuntersuchungen der Netzhaut bei diabetesbedingten Augenbeteiligungen Zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen bei diabetesbedingten Nierenschäden sowie Erläuterung der Befunde durch Intensivgespräche zwischen Arzt und Versicherten In Jahr 2013 haben rund Versicherte ein solches Angebot in Anspruch genommen BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 15 Kontakt Gerhard Stein, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender : Deutsche BKK Willy-Brandt-Platz Wolfsburg Telefon ( ) mailto: BKK Tag 2014, Gerhard Stein Seite 16 8

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