Industrie. Magazin. Intelligent steuern. Das. RFID erschließt in Produktionsprozessen noch erhebliches Wertschöpfungspotenzial.

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1 Schleuderrad-Strahlanlagen Virtuelle Prozessketten Qualitätsmanagement Industrie Das Magazin 18. Mai 2009 Ausgabe 21 4,75 B Intelligent steuern RFID erschließt in Produktionsprozessen noch erhebliches Wertschöpfungspotenzial Maschinensteuerung Fünf-Achs-Bearbeitung wird erschwinglich Beteiligungsfinanzierung Mittelstand steht Finanzinvestoren offener gegenüber als früher Wolfgang Kraus, Rödl & Partner

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3 LEITARTIKEL AKTUELLES KRISENMANAGEMENT Anpacken statt einpacken In der Krise agieren, heißt: Entdecke die Möglichkeiten!, sagte Norbert Müller, Chefvon Eplan Software &Service,während der Hannover-Messe.Welche Bedeutung das Ikea-Prinzip für immer mehr Industriebetriebe gewinnt, bekommen wir in der Maschinenmarkt-Redaktion täglichmit:so präsentierte die Gildemeister-Tochter A + F zur Jahreswende das neu erbaute Solar-Kompetenzzentrum. Der Konzern will sein Portfolio erweitern und damit unabhängiger vom turbulentenwerkzeugmaschinen-geschäftwerden. Ähnlich agiertbosch Rexroth. Das Unternehmeneröffnetevor wenigen Tagen eine neue Produktionsstätte für Windkraftanlagen-Großgetriebein Nürnberg,eine Investition von stolzen 180 Mio. Euro. Das Erschließen neuer Geschäftsfelder erscheintfolgerichtig: Weil der Kauf traditioneller Maschinenbauprodukteinden Industriestaaten wie den Schwellenländern überwiegend auf Pump erfolgte, werden diese Kunden noch lange mit den Folgen der Finanzkrisezu kämpfenhaben. Aber schnellesumsteuern war schon immer ein Merkmal der deutschen Industrie. Soverkaufte die Robert Bürkle GmbH, ursprünglich spezialisiert auf Laminatoren für Holzwerkstoffe, Leiterplatten und Plastikkarten, in kürzester Zeit mehr als ein Dutzend ihrer Ypsator genannten Anlagen zum Fertigen von Solarmodulen. Mit dem Special Anpacken statteinpacken willmm Maschinenmarkt beim Agieren in der Krise helfen. Beginnendmit derausgabe23 stellen wir in vier umfangreichenthemenstreckenvor,welchehandlungsoptionen Firmenchefs und Führungskräftebesitzen: in der Personalarbeit, bei der Finanzierung, im Marketing und Vertrieb, aber auch im Führungsverhalten. Und wir stellen Unternehmen vor,die den Wandel bereits angepackt haben. Doch vor dem Anpacken steht das Nachdenken über die Zukunft: Wo soll das Unternehmen in fünf Jahrenstehen? Welche Geschäftsfelder, welchemärktesolles bisdahin erschlossen haben? Beschreiben Sie Ihre Vision knapp in zwei oder drei Sätzen und schicken Sie den Text zusammen mit einem Schnelles Umsteuern war schon immer ein Kennzeichen der deutschen Industrie, meint Peter Steinmüller, Redakteur Foto von sich an: Die besten Aussagen veröffentlichen wir in unserem Special. MM

4 18. Mai 2009 Unternehmensfinanzierung Wolfgang Kraus, Rödl &Partner: Die Aufnahme von Beteiligungskapital entwickelt sich zu einer der bedeutendsten Alternativen für die Mittelstandsfinanzierung. Seite 20 Gebogene Profile Die Pultrusion ermöglicht die Herstellung von Profilbögen aus Faserverbundwerkstoffen. Bezüglich der Festigkeit können sie es mit Stahl-, hinsichtlich des Gewichts mit Aluminiumprofilen aufnehmen. Seite 28 Auto-ID Mit modernen RFID-Systemen lassen sich viele Prozesse entlang der Fertigungslinien in der Automobilindustrie oder im Maschinenbau erheblich effizienter gestalten. Seite 25 Virtualisierung Beim Streaming der Anwendungssoftware vom zentralen Server aus wird die Installation auf den PCs überflüssig. Microsoft (im Bild der Firmensitz in Redmond) stellt die Tools dafür bereit. Seite 42 AKTUELLES PRODUKTION LEITARTIKEL Peter Steinmüller:Anpacken statt einpacken 3 MÄRKTE Lutz Pumpen zeigte Innovationenauf der Achema 8 E-Class:Standardfür den Mittelstand 8 Grinding-Symposium zur Schleiftechnik 9 Krauss-MaffeifokussiertdreiBranchentrends 9 MetalWork setzt auf drahtloseelektropneumatik 12 Zollmann präsentiertsicheres Spannsystem 12 Kunststofferzeuger im Rückwärtsgang 13 Kaltenbach weiht neues Technologiezentrum ein 14 Toxerweitert Spektrum an Fügeverfahren 14 Produktdesigner Dominic Schindler nimmt immm- InterviewStellungzumodernemMaschinendesign 16 Faserverbundwerkstoffe erfordern Investitionen 18 ACI Laser setzt auf kompakte Beschriftungsgeräte 18 Bystronic-CEO FerdiTöngi erläutertimmm-interview, warum das Unternehmen gerade jetzt investiert 19 FINANZIERUNG Kredite sind knapp, Vertrauen ist verspielt, und so fragt der Mittelstand zunehmend alternative Konzepte der Unternehmensfinanzierungnach 20 Titelbild: RFID-Flag-Tags/Schreiner Logidata MATERIALFLUSS Das logistische Optimierungspotenzial in Fertigungsbereichenbleibt oftungenutzt 22 MitintelligentenRFID-SystemenkönnenFertigungsprozesse punktgenau getaktet und abgestimmt werden 25 KUNSTSTOFFTECHNIK Eine Weiterentwicklung des Pultrusionsverfahrens ermöglicht die Herstellung gebogener Profile 28 OBERFLÄCHENTECHNIK In Schleuderrad-Strahlanlagen steckt Potenzial zur Energie- und damit zur Kosteneinsparung 30 Beim thermischen Entgraten werden die Werkstückchargen größer;das verbessert die Wirtschaftlichkeit 32 AUTOMATION STEUERUNGSTECHNIK High-End-Steuerung erhöht Leistung eines Fünf-Achs- Bearbeitungszentrums 34 KONSTRUKTION DIGITALE FABRIK Die Entwicklungszeiten verkürzen sich, wenn Entwurf unddetailkonstruktionzugleicherfolgen 38 4 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

5 Strahltechnik Eine Möglichkeit zur Energieeinsparung bei Schleuderrad-Strahlanlagen ist die Ausstattung der Turbinenantriebe mit Frequenzumrichtern. Seite 30 Maschinensteuerung 3+2-Achs-Maschinen können dem Anwender zeitaufwändige Umspannvorgänge ersparen. Die Bearbeitungsdauer sinkt dabei deutlich und die Spanzeit erhöht sich. Seite 34 IT-BUSINESS UNTERNEHMENSSOFTWARE Virtualisierte Anwendungssoftware lässt sich schneller und einfacher zum Benutzer bringen 42 MANAGEMENT ORGANISATION Multimediale Dokumentation des Qualitätsmanagements erleichtertden Wissenstransfer 44 NEUE PRODUKTE UND VERFAHREN Materialfluss; Kunststofftechnik; Steuerungstechnik; DigitaleFabrik;IT-Business 47 SERVICE MM-ONLINE, FIRMENVERZEICHNIS 6 TERMINE 52 GEBRAUCHTMASCHINENBÖRSE 55 VORSCHAU, IMPRESSUM 65 INDUSTRIEBAROMETER 66 MM Das IndustrieMagazin 21/2009 5

6 Diese Woche auf Vorschau: Online-Themen der Woche AB MONTAG: Likon MT Das Unternehmen stellt ein neues Bearbeitungszentrum vor und berichtet über seine wirtschaftliche Lage. Themenkanal Produktion > spanende Fertigung Mazak Yamazaki Mazak Deutschland zeigt bei seiner Hausausstellung Drehmaschinen, Bearbeitungszentren und Fertigungssysteme. Themenkanal Produktion > spanende Fertigung AB DIENSTAG: IFU Stuttgart Das Institut für Umformtechnik der Universität Stuttgart (IFU) organisiert die Konferenz Neuere Entwicklungen in der Massivumformung. Themenkanal Produktion > Umformtechnik AB FREITAG: SKF Der Konzern stellt die Neuausrichtung des Unternehmens sowie Neuheiten für die Windenergie und energieeffiziente Antriebe vor. Themenkanal Konstruktion > Antriebsund Steuerungstechnik MM-Produktdatenbank das Richtige finden Mit der Maschinenmarkt-Produktdatenbank finden Sie schnell die Produkte, die Sie in der Fertigungsindustrie brauchen. Die Datenbank enthält derzeit fast Einträge aus allen Bereichen. Durch den Aufbau nach E-Class-Standard haben Sie zudem die Möglichkeit, Produkte zu vergleichen und nach bestimmten Eigenschaften zu suchen. Registrierte Nutzer können ihre Auswahl in einer Anfrageliste speichern und die Anbieterfirmen direkt kontaktieren. Am besten, Sie schauen selbst mal rein: MM-Online Robotics &Automation Report Aktuelle Informationen zur Messe Automatica Der Robotics &Automation Report versorgt Sie monatlich mit Neuigkeiten und Berichten aus der Automatisierungs-Branche. Der Newsletter ist ein kostenloser Service der Automatica in Kooperation mit dem MM Maschinenmarkt. Am einfachsten können Sie den Newsletter über abonnieren. Und falls Sie Ihren Geschäftspartnern im Ausland einen Gefallen tun wollen: Den Robotics & Automation Report gibt es auch auf Englisch. Empfehlen Sie den Newsletter also gerne weiter. Unternehmensverzeichnis Firmen, die in diesem Heft redaktionell erwähnt sind A A+F... 3 ACI Laser Agentur für Medienentwicklung -Volker Nicolai Agtos Airbus , 38 ATL Audi B Bayerische Beteiligungsgesellschaft Behindertenzentrum Stuttgart 14 Benseler Blohm-Jung... 9 BME-Net Bosch Rexroth Bürkle... 3 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Bundesverband der Deutschen Industrie Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik Bystronic Maschinenbau BZT-CNC C Class-Ing Ingenieur-Partnerschaft8 Compamedia D Dassault Systemes Dell Diener Electronic Dominic Schindler Creations.. 16 Dr. Hoff, Weidinger, Herrmann Arbeitszeitberatung E E-Class... 8 ECS Edscha Endress + Hauser EWM Hightec Welding F Fanuc Robotics Fraunhofer-Institut für Holzforschung -Wilhelm-Klaudiz-Institut... 9 Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung G GE Fanuc Intelligent Plattforms 49 Gildemeister... 3, 16 Gutekunst +Co H Hannover Finanz Harms und Wende Haubold Technik Haus der Technik Hesse... 8 I IFM Electronic Industrie Informatik IW Maschinenbau J JEC Composites... 18, 28 K Kaltenbach Kiefel Koch Körber Schleifring... 9 Krauss-Maffei... 9 Kuka L Linde Quality Linux Lutz-Jesco... 8 Lutz-Pumpen... 8 M Märklin Management Circle Markit Membrain Messe München... 6 Metakus Metal Work Mettler-Toledo Meyer Werft Microsoft... 22, 42 Missler Software Modus Consult O Oracle P Panasonic Electric Works Plastics Europe PSI R Re-Tra-CS Roctool Rödl &Partner Rohwedder RWTH Aachen S Sage Software SAP , 25 Schaeffler Schall Schmalz Schreiner Logidata Siemens... 15, 34 Siemens Financial Services Spinner T Technische Akademie Wuppertal TGW Mechanics Thomas Technik + Innovation. 28 Thyssen-Krupp Umformtechnik 22 ToxPressotechnik Trumpf U Uni-Kassel-Transfer Universität Bayreuth... 9 Update Software Germany V VDI Wissensforum Vis avista Vogel Business Media W Wagner Z ZCorporation Zollmann Zentralverband Elektrotechnikund Elektronikindustrie... 15, 66 ZWB Forum für Führungskräfte 52 6 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

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8 AKTUELLES MÄRKTE LUTZ PUMPEN Schnell aushärtende Medien besser im Griff haben FrankfurtamMain(ug) Pumpen, Mischen, Messen, Dosieren und Regeln: dasgesamte Spektrum beim Handling dünnflüssiger bis viskoser, aggressiver oder brennbarer Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Lösungen erwartete die Besucher der Fachmesse Achema auf dem gemeinsamen Messestand von Lutz Pumpen und Lutz-Jesco. Zwei Highlights sind die neue vertikale Exzenterschneckenpumpe der Baureihe B70V-HD von Lutz Pumpen sowie die Magnet-Membrandosierpumpe Magdos LB, die Lutz-Jesco erstmals dem Markt präsentierte. Die Exzenterschneckenpumpe B70V-HD wurde eigens zum Fördern viskoser und schnell aushärtender Medien, zum Beispiel Farben, Lacke, Klebstoffe oder Harze, aus ortsveränderlichen Gebinden entwickelt. In Pumpen und ArmaturenlagernsichderartigeMedien oft wie ein Überzug auf den produktberührtenteilenab,was insbesondere bei Dichtelementen rotierender Verdrängerpumpen zu Problemen führt. An den Gegenlaufpaaren der Gleitringdichtung entstehen Beläge, die in kürzester Zeit ansetzen und verkrusten. Bei der neuen Lutz-Pumpeverhinderteine gesonderte Zirkulations- und Spülleitung die Ablagerungen mittels eines permanenten Spülstroms. In Kombination mit einem drehrichtungsumschaltbaren Antriebsmotorkann die Pumpesamt Druckleitung problemlos entleert und anschließendmit einem geeigneten Lösungsmittel gespültwerden. Heinz und Jürgen Lutz, Geschäftsführer von Lutz (v.l.n.r.): Mit innovativen sowie bewährten Produktund Servicelösungen setzen wir den Kurs weiterhin auf Erfolg. Für uns ist die Achema alle drei Jahre das wichtigste Branchenevent. Die neue Dosierpumpe Magdos LB vonlutz-jesco präsentierte sich nicht nur inneuem, elegantem Design, auch der Antrieb undder Dosierbereich wurden komplett neu entwickelt und ermöglichen dadurcheinen deutlichgrößeren und kostengünstigeren Einsatzbereich. Um verschiedenste Anforderungsprofilezubedienen, steht die Pumpe in mehrerenmodellgrößen zur Verfügung. Jörg Kempf Bild: Lutz Pumpen GUTEKUNST Metzingen (ug) Die Gutekunst + Co. KG Federnfabriken hat ihr Lagerprogramm auf Artikel erweitert. Die Lieferzeit beträgt nach Angaben des Unternehmens 2 bis 3 Tage. Wie es weiter heißt, unterhält Gutekunst damit europaweit eines der größten Lagerprogramme für Metallfedern. Das Sortiment umfasst Druck-, Zugund Schenkelfedern mit Drahtstärken bei 12,0 mm in Normstahl und rostfreiem Federstahldraht sowie verschiedene Rahmenartikel. Wie Gutekunst mitteilt, können sämtliche Artikel kurzfristig mit jeder gewünschten Oberflächenbehandlung versehen werden. Zudem können die Federn in speziellen Verpackungen geliefert werden, die zum jeweiligen Montageablauf passen und somit die Automatisierung und den betrieblichen Workflow unterstützen. Auch die zeitnahe Fertigung von Federn nach Kundenanforderung sei möglich. Bild: Gutekunst Bild: Steinmüller FACHFORUM E-CLASS Eine Sprache für Menschen und Maschinen Nürnberg (pst) Wie die Standardisierung der Stammdaten die Wertschöpfung verbessern kann, war während der Messe E-Procure & Supply Thema des Fachforums E-Class, einer gemeinsamen Veranstaltung von E-Class e. V. und BME-Net. So erläuterten Thomas Hesse vom Werkzeughändler Heinz Hesse in Wuppertal und Frank Scherenschlich von der Class-Ing Ingenieur-Partnerschaft in Borchen den Aufbau einer medienneutralen Produktdatenbank, aus der sowohl der gedruckte Katalog wie jener im Internet erzeugt wird. Laut Thomas Hesse konnten dank des Online-Katalogs bereits Kontakte zu Interessenten aus Osteuropa geknüpft werden. Thomas Einsporn, Leiter der Geschäftsstelle von E-Class in Köln, stellte die Serviceangebote seiner Organisation vor. Sie bietet beispielsweise eintätige Workshops an, für die Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern nur eine Eigenbeteiligung von 250 Euro zahlen. Als Ergebnis dieser Einstiegsberatung erhält das Unternehmen eine individuelle Checkliste für Thomas Einsporn von E-Class stellte die Serviceleistungen seiner Organisation für KMU vor. das Vorgehen bei der E-Class-Einführung. Einsporn formulierte das Ziel der Standardisierung: Eine gemeinsame Sprache im Internet nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Maschinen. 8 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

9 TECHNIK TICKER GRINDING SYMPOSIUM Festival der Schleiftechnik Thun/Schweiz (bk) Wer wissen wollte, was Schleifmaschinen heutzutage zu leisten vermögen, konnte auf dem Grinding-Symposium von Körber Schleifring aus dem Vollen schöpfen. Ob Flach- und Profilschleifmaschinen, Rundschleifmaschinen oder Werkzeugschleifmaschinen, ob Einzelmaschinen oder komplexe Fertigungsanlagen Schleifring spielte auf dem Symposium die ganze Klaviatur moderner Schleiftechnik. An 17 Stationen auf dem Messegelände Expo im schweizerischen Thun präsentierten die Schleifring- Unternehmen technische Leckerbissen. Darunter die weiterentwickelte Diamant-Verschleißkompensation Geoid in Verbindung mit den Profilabrichtgeräten des Schleifring-Unternehmens Blohm Jung. Mit Geoid lässt sich die Topografie der Schnittkante am Abrichtwerkzeug nun µm-genau ermitteln. Die berechneten Korrekturwerte fließen direkt in das Abrichtprogramm ein. Am Beispiel von geometrisch komplexen Hochleistungs-Schnittstempeln aus dem hochfesten Stahl 2379 erläuterte Blohm-Jung-Vertriebsleiter Achim Bauder die Vorteile dieser neuartigen Verschleißkompensation: Aufgrund der automatischen Werkzeugverschleißkompensation können die Abrichtdiamanten doppelt so lange eingesetzt werden, und durch Geoid erhöht sich die Abrichtgenauigkeit von ±5 auf ±2 µm. KRAUSS-MAFFEI München (jk) Elektrisch angetriebene Spritzgießmaschinen, Direktextrusion und Composite-Verfahren in der PUR-Technik: Aufder Kundenveranstaltung rückte jede der drei Technologiesparten von Krauss-Maffei einen Trend der Kunststoffverarbeitung ins Scheinwerferlicht,der an einem Tagdetailliertbeleuchtet wurde undansätze fürsynergien offenbarte. Dies ist bei den über 1000 Besuchern gut angekommen, wie Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender der Ein technischer Leckerbissen von vielen auf dem Grinding-Symposium war die Diamant-Verschleißkompensation Geoid, die die Abrichtgenauigkeit von ±5 auf ±2 µmerhöht. Drei Branchentrends im Fokus Mit dem Fasersprühverfahren und der LFI-Technik treibt Krauss-Maffei die Prozessentwicklung bei Faser-Verbundwerkstoffen voran. Krauss-Maffei AG, konstatierte: Rund 50% der Gäste haben sich nicht nur für ein Spotlight angemeldet, sonderngleich für Veranstaltungen von zwei oder allen drei Geschäftsbereichen. Standen im BereichSpritzgießtechnik die energiesparende Arbeitsweise der beiden elektrischen Maschinenreihen AX und EX im Rampenlicht, entstanden im Technikum der Extrusionstechnik dreischichtige Polypropylenrohre mit hochgefüllter Mittelschicht im Verfahren der Direktextrusion: Compoundieren und Extrudieren in einer Anlage. Das senke die Rohstoffkosten. Im Bereich PUR- Technikwurden dasfasersprühverfahren sowie das Long Fiber Injection Moulding (LFI-Technik) demonstriert. Zweckdieser Demonstration war die Herstellung großer, leichter und dennoch hochfester Kunststoffteile aus Faser-Verbundwerkstoffen mit Polyurethanmatrix. Bild: Kuttkat Bilder: Krauss-Maffei Mitarbeitern des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung haben einen Unterwasserroboter mit Tastsinn ausgestattet. Dieser erfüllt in der Tiefsee zahlreiche Aufgaben, kann sich dort aber aufgrund der Dunkelheit nur schwer orientieren, außerdem treibt die Strömung den Roboter immer wieder ein wenig ab. Ein Bauteil dieses Tastsinns ist ein Dehnungsmessstreifen, so die Forscher weiter. Stößt der Roboter gegen ein Hindernis, verzerre sich der Dehnungsmessstreifen und der elektrische Widerstand ändere sich. Das Besondere an dem Messstreifen: Statt ihn aufzukleben, wird er aufgedruckt. So kann er auch auf den gewölbten Oberflächen des Roboters angebracht werden. Um die Messstreifen herzustellen, zerstäuben die Forscher eine Lösung mit Nanopartikeln zu einem Aerosol. Wissenschaftler der Universität Bayreuth haben ein Verfahren untersucht und weiterentwickelt, mit denen die Nanostrukturierung bei der Produktgestaltung genutzt werden kann. Das Grundprinzip des neuartigen Verfahrens sei ebenso einfach wie variabel: Ein Gummimaterial wird gestreckt und im gestreckten Zustand mit einer dünnen Filmschicht versehen. Lässt man das Material aufgrund seiner Elastizität wieder in seine Ausgangsform zurückkehren, wirft die Schicht wellenartige Falten. Dabei hängt die Höhe der Falten davon ab, wie weit das Gummimaterial zuvor ausgedehnt wurde. Die Abstände zwischen den Falten hingegen werden von den elastischen Eigenschaften und der Dicke der Filmschicht bestimmt. Beim Herstellen von Spanplatten kommt es auf die richtige Verteilung des Klebstoffs auf den Holzspänen an: Wird zu wenig Klebstoff verwendet oder verteilt er sich nicht optimal auf den Spänen, werden die Platten nicht fest genug. Forscher des Fraunhofer-Institutes für Holzforschung Wilhelm-Klaudiz-Institut (WKI) haben jetzt ein Messverfahren entwickelt, mit dem man den Klebstoffauftrag während der laufenden Produktion kontrollieren kann. Eine Kamera mit eingebauter Spezialoptik scannt die Oberfläche des Spänevlieses ab, bevor es in die Presse kommt. Die Optik erfasst das Licht aus dem nahen Infrarotbereich: Bei diesen Wellenlängen lassen sich die Klebstoffe vom Holz unterscheiden. MM Das IndustrieMagazin 21/2009 9

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12 FIRMEN TICKER Die Schaeffler-Gruppe reagiert mit einem Kostensenkungspaket auf die rückläufige Marktentwicklung und die niedrigeren Umsatzerwartungen für die kommenden Jahre. Betriebsbedingte Kündigungen will man dabei aber vermeiden. Infolge der Umsatzausfälle (Automotive- Sparte minus 33% im 1. Quartal; Industriesparte minus 12%) müsse die Gruppe in Deutschland 250 Mio. Euro jährlich bei den Personalkosten einsparen, heißt es. Erreicht werden soll dies sozialverträglich durch eine Arbeitszeitverkürzung mit Anpassung der Löhne und Gehälter, weitere Kurzarbeit, Aufhebungsverträge, Altersteilzeit, die Kürzung von Einmalzahlungen sowie die Gründung von Transfergesellschaften. Kuka baut seine Geschäftsbeziehungen zum europäischen Luftfahrtkonzern Airbus, Toulouse, weiter aus. Beide Unternehmen schlossen einen Rahmenvertrag, der die Lieferung von internen Logistikeinrichtungen wie Transportmitteln, Hebewerkzeugen und Vorrichtungen für die Montage der oberen und unteren Flügelschale sowie zur Montage der Center Wing Box, des Keel Beam und der Section 19 des A350 XWB vorsieht. Die Anlagen sollen in den Airbuswerken Stade, Illescas/ Spanien und Nantes/Frankreich zum Einsatz kommen. Das Projekt mit Airbus ist in mehreren Stufen bis zum Jahr 2015 angelegt. Der Rohwedder-Konzern, Bermatingen, hat die Zahlen für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Danach erreichte der Robotikund Automatisierungsspezialist eine Gesamtleistung in Höhe von 25,4 Mio. Euro nach 43,4 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das EBITDA lag bei 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro), was 0,8% der Gesamtleistung entspricht. Die Abschreibungen betrugen 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Somit belief sich das EBIT zum 31. März 2009 auf -0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Wie es in der Mitteilung weiter heißt, bestätigten das EBITDA sowie das EBIT des ersten Quartals 2009 den Vorstand der Rohwedder AG in der konsequenten Umsetzung des umfassenden Sanierungs- und Restrukturierungsprogramms, das aufgrund der kurzfristig veränderten Marktbedingungen im vergangenen Geschäftsjahr eingeleitet wurde. Bild: Kuttkat METAL WORK Drahtlose Elektropneumatik Landsberg am Lech (jk) Wo mit Druckluft gearbeitet wird, lassen sich Geräte drahtlos mit elektrischer Energie versorgen. Voraussetzung dafür ist ein elektrischer Miniaturgenerator, dessen Turbine mit Druckluft angetrieben wird. Auf der diesjährigen Hannover- Messe hat Metal Work damit ein elektropneumatisches Antriebssystem aufgebaut, bei dem Druckluft die elektrische Energie für die Ventilschaltung und die Signalübertragung an Knotenpunkten erzeugt. Die Vorteile der elektrischen Energieerzeugung in unmittelbarer Nähe der Verbraucher liegen auf der Hand: Elektrische Kabel, Steckverbindungen und Schleifringe entfallen, so Metal- Work-Gebietsverkaufsleiter Reiner Hildebrand. Das verringere den Montage- und Wartungsaufwand, insbesondere bei einer elektrischen Energieversorgung über Drehgelenke an Achsen von Maschinen und Robotern. So können Datenschnittstellen ohne eine kabelgebundene Energieversorgung Signale von Sensoren und Tastern übertragen, Ventile und Lampen aktivieren. Die komplette Energieversorgung des Knotens sei störungsgeschützt. Treibt die noch unter Druck stehende Abluft aus Ventilen oder Zylindern die Turbine des Miniaturgenerators an, wird außerdem Energie eingespart. ZOLLMANN Spannsystem mit Sicherheitsprofil verhindert ein Abrutschen Sonnenbühl (bk) Für Multispindel-Maschinen gab esbisher keine betätigungssicheren Spannsysteme, mit denen man gefahrlos Werkzeug-Spannvorgänge mit exakten und auch ausreichenden Drehmomenten ausführen konnte, betont Martin Zollmann, geschäftsführender Gesellschafter der Zollmann GmbH in Firmenchef Martin Zollmann: Die enormen Anzugskräfte werden durch ein neuartiges Sicherheitsprofil des Spannsystems abrutschsicher vom Bedienelement auf die eigentliche Spannmutter übertragen. Metal-Work-Manager Reiner Hildebrand: Elektrische Kabel, Steckverbindungen und Schleifringe entfallen. Sonnenbühl.Genau dafür habe er nun das neue Spannsystem Zeta entwickelt, das ungeahntemöglichkeitenimvergleichzu allen bisher bekannten Spannsystemen fürspannzangenbiete. Es istaustauschbar mitsämtlichen auf dem Markt eingeführten Spannsystemen nach DIN 6499 und DIN6388. Durch verschiedene Bedienelemente hat der Maschinenbediener die Wahl, das für ihn günstigste auszuwählen. Wie Zollmann erläutert, werden die enormenanzugskräfte durchein neuartiges Sicherheitsprofil sicher vom Bedienelement auf die eigentliche Spannmutter übertragen, ein Abrutschen ist nicht mehr möglich. Dadurch entfällt auch die hohe Verletzungsgefahr. Jede übliche Ratsche oder jeder übliche Drehmomentschlüssel kann zum Spann- und Lösevorgang genutzt werden. Das System wird sowohl als Überwurfmutter mit Innengewinden als auch als innenliegende Spannmutter mit Außengewinden angeboten. Bild: Kraus 12 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

13 MÄRKTE AKTUELLES KUNSTSTOFFERZEUGUNG Branchenentwicklung seit 2008 im Rückwärtsgang FrankfurtamMain(jk) Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Kunststofferzeuger in Deutschland bereits im vergangenenjahrhartgetroffen. WieDr. Günter Hilken, Vorstandsvorsitzender von Plastics Europe Deutschland, vor der Wirtschaftspresse erläuterte, wurden im vergangenen Jahr nur noch 20 Mio. t Kunststoffeproduziert, 2,5% wenigerals im Vorjahr. Der Umsatz sank um 2% auf22,8 Mrd. Euro. Auch der Export der Kunststofferzeuger entwickelte sich wenig erfreulich. Mengenmäßig sank er um 2,2% auf13,1 Mio. t, wertmäßig wurde dagegen mit 20,3 Mrd. Euro noch ein leichtes Plus von 0,5% erreicht. Im Vergleich dazu ging der Import von Kunststoffen mengenmäßig um 2,3% auf 8,4 Mio. tzurück,wobei er im Wert um 1,1% auf 12,8 Mrd. Euro zulegte. Von überragender Bedeutung für denaußenhandel waren dabei die Staaten der EU miteinem Anteilvon 70,4% am Export und88% am Import. Die Margen in der Kunststofferzeugungblieben 2008 unter starkem Druck. Wir erlebten 2008 ein nie geseheneswechselbad zunächstextrem hoher und dann sinkender Rohstoffkosten, einer boomenden und dann partiell zusammenbrechenden Nachfrage, zog Hilken Bilanz. Das war einmalig, obwohl den Kunststofferzeugern Zyklusschwankungen vertraut seien. Als Werkstoffe für Verpackungen und den Baubedarf, für die Automobil-, Wir erlebten ein nie gesehenes Wechselbad, kommentiert Dr. Günter Hilken, Vorstandsvorsitzender der Plastics Europe Deutschland e.v., das Kunststoffjahr Bild: Plastics Europe Elektro- undkonsumgüterindustrie seien Kunststoffe massiv von den Absatzrückgängenbetroffen. Mit einer konjunkturellenbranchenverbesserung rechnet Hilken nicht vor Für dieses Ziel müsse der Standort Deutschland für Investitionen aus dem In-und Ausland attraktiver werden. Dazu gehört aussicht der Kunststofferzeuger insbesondere der Abbau von Bürokratie und der Verzicht auf deutsche Sonderwege in der Energiepolitik.Klimaschutzsei eine globale Aufgabe, mit verbindlichen Beiträgenaller Länder. Ob man dieses Ziel erreicht,wird sichindiesem Jahr zeigen: 2009 ist ein Jahr der Risikenund Chancen, resümierte der Vorstandsvorsitzende. Beides zeige sich in einer konträren Entwicklung von Bruttoinlandsprodukt und IFO-Geschäftsklimaindex, der im April erstmals 2009 wieder klar gestiegen sei. MM Das IndustrieMagazin 21/

14 AKTUELLES MÄRKTE Bild: Trumpf TRUMPF Ditzingen (mz) In einem Pilotprojekt hat Trumpf rund 90 Lernkoffer zum Thema Prozesskette Blech an Techniker-, Fach- und Hochschulen verteilt. Der Koffer ist zum einen gefüllt mit Werkstücken aus Blech, um den Schülern und Studenten die verschiedenen Verfahren wie Stanzen, Biegen oder Laserschneiden greifbar und begreiflich zu machen. Für die Dozenten enthält der Lernkoffer zum anderen eine DVD mit Unterrichtsmaterialien zur maschinellen Blechbearbeitung. Die Ideen und Anforderungen lieferten mehrere Berufs- und Hochschulen der Region Stuttgart. Unterstützung beim Packen der dreilagigen, laserbeschrifteten Metallkoffer bekam Trumpf vom Behindertenzentrum Stuttgart e. V. Die Aktion Lernkoffer ist Teil des Engagements von Trumpf, die Technikbegeisterung bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. KALTENBACH Neues Technologiezentrum bei IPS-Hausmesse eingeweiht Lörrach (rk) Stahlexperten aus aller Welt trafen sich in der vergangenen Woche bei der Fachmesse International Partners in Steel (IPS), die zum 7. Mal von der Kaltenbach GmbH + Co. KG durchgeführt wurde. Trotz der Wirtschaftsflaute haben wir mit 2150 Besuchern mehr Kunden als vor zwei Jahren, sagte Geschäftsführer Valentin Kaltenbach. Auch bei den Partnerunternehmen und der Auslandsbeteiligung erreichte man eine neue Größenordnung. Unsere Gäste kommen aus 42 Ländern und gemeinsam mit 36 Kooperationspartnern zeigen wir auf über 3000 m 2 Produkte und Lösungen für die Metallbearbeitung, ergänzte Vertriebsleiter Jörg Tetling. Eingeweiht wurde im Rahmen der Veranstaltung Valentin Kaltenbach, Geschäftsführer der Kaltenbach-Gruppe, konnte zur IPS-Fachmesse über 2000 Besucher begrüßen. auch ein neues Technologiezentrum. Auf einer Fläche von über 1500 m 2 können die Besucher im Kaltenbach-Technology-Center (KTC) erstmalig das prozesssichere und durchgängige Automatisierungskonzept für die Bearbeitung von Profilen und Blechen live miterleben. Der Invest für die Maschinen im KTC beläuft sich auf 2,2 Mio. Euro. Bild: Kroh TOX PRESSOTECHNIK Einstieg in das Vollstanznieten eröffnet weitere Anwendungen Weingarten (rk) Mit dem Vollstanznieten erweitert die ToxPressotechnikGmbH& Co. KG, bislang Spezialist für das Clinchen, ihr Spektrum an Fügeverfahren. Ich traue dem Verfahrenein großes Potenzial zu, erklärt Tox-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pfeiffer. Das Vollstanznieten hatein breites Anwendungsgebiet und wirdvor allem in der Automobilindustrie zunehmend eingesetzt werden und das möglichst immer mehr mit Tox- Zangen. Dasmodulare Konzeptder Zangen war die Basis für die Entwicklung einer elektromechanisch angetriebenen Vollstanznietzange. Und die ersten Serienaufträge sind da und stehen kurz vor der Auslieferung, konstatiert der Tox-Geschäftsführer. Insgesamt spürt das Unternehmen, dasüber60% seines Umsatzes mit der Automobilindustrie und deren Zulieferern macht, derzeit sogarrückenwind von seinen Kunden. Wir sehen, dass die europäischeautomobilindustriedas mechanischefügen präferiert,urteilt der Tox-Geschäftsführer. Daszeigt sichdeutlichanden verkauften Zangenmit elektromechanischem Servoantrieb für den Automobil- Rohbau. In den vergangenen zwölf Monatenkonnten wirunseren Absatz von einstelligen Stückzahlen aufrund 140 Zangensteigern. Die Einschätzungvon Toxunter- streicht auch Audi mit seinen Leichtbaukonzepten. Die mechanischen Fügeverfahren werden durch die Herausforderungen von Aluminium- undhybridbauweisen Bild: Kroh Das Vollstanznieten hat ein breites Anwendungsgebiet und wird vor allem in der Automobilindustrie zunehmend eingesetzt werden, sagt Dr. Wolfgang Pfeiffer, Geschäftsführer der Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG. an Bedeutung gewinnen, betont Dr.MartinBangel vonder Technologieentwicklung Verbindungstechnikbei Audi in Neckarsulm und nenntdie Zielsetzung des Autobauers: Bei Mischbaukonzeptenwollen wir so viel mechanische Fügetechnikeinsetzen wie möglich. Bei Anbauteilen aus Aluminium und Stahl sei das Clinchen bereits Standard. Aber es hält auch in crashrelevanten Strukturteilen Einzug, wie das Beispiel des aktuellen Audi TT zeigt. An der B-Säuleaußen, im BereichTüreinstieg, setzen vier robotergeführtezangen insgesamt54 Clinchpunkte, alle inkombination miteinem hochviskosen Klebstoff. 14 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

15 MÄRKTE AKTUELLES KURZ NOTIERT Der Messtechnik-Spezialist Endress+Hauser hatdie ErweiterungenamStandortMaulburg eingeweiht. Rund 13 Mio. Euro investierte der Hersteller in den Ausbau seiner Produktionsstätte. Zusätzliche m bieten Platz für Büros, Produktionsflächen und ein Personalrestaurant. Mit den Erweiterungen konnten zudem verschiedene Standorte inmaulburg zusammengeführtunddadurch sämtliche Produktions- und Logistikabläufe optimiert werden. die Anzeichen, dass die Fakuma 2009 trotz wirtschaftlichschwierigererrahmenbedingungenals im Vorjahr auch 2009 zum Erfolg wird. Zur Fakuma 2009 sind aktuell 909 Aussteller fest angemeldet. Im Rahmen der Hannover-Messe2009 konnte die Geschäftsleitung der IFM Electronic den koreanischen WirtschaftsministerYounHoLee aufihrem Messestandbegrüßen. DerMinister informierte sich bei dem Hersteller über neueste Technologien und Techniktrends in den Bereichen Sensorik und Steuerungstechnik. Anfang 2008 eröffneteifm Electronic in Korea eine eigene Niederlassung mit derzeitelf Beschäftigten. Der Berliner Softwarehersteller PSI AG feiert sein 40-jähriges Firmenjubiläum. Heute sieht sichpsi als führender deutscher Hersteller im Bereich von Leittechnik-Software für Versorger undfertigungsleitsystemenfür die Industrie. DerPSI-Konzern beschäftigt aktuell über 1100 Mitarbeiter ineuropa, Asien undnordamerika. Mitdem Einsatz moderner Prozessautomatisierung könnten in den Prozessindustrien Deutschlands zusätzlich 4 Mrd. Euro jährlich anenergiekosten eingespart werden. Dies ist Ergebnis einer Untersuchung des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung. Insgesamt kann die Prozessautomatisierung helfen, in Deutschland den Verbrauchvon Strom und Primärenergie um rund 50 Mrd. KWh zusenken, entsprechend rund 20Mio.t CO 2 -ÄquivalentenimJahr. Das sind 11% der CO 2 -Emissionen des industriellen Sektors. Siemens weitet seine Aktivitäten insachen Windkraft in Deutschland und Europa kräftig aus. Im Rahmen dieses Ausbaus hatdas Unternehmenjetzt seine Europazentrale für den Vertrieb und die Projektabwicklung im Windenergie-GeschäftinHamburg angesiedelt. Gleichzeitig wird der Standort Bremen zur Europazentrale imservicegeschäft fürdie Windkraftaufgewertet. Die neue Windenergie- Zentrale in Hamburg startet mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Knapp ein halbes Jahr vor Beginn der 20. Fakuma Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung mehren sich

16 AKTUELLES MÄRKTE Maschinendesign in der Krise Dominic Schindler ist einer der führenden Produktdesigner. Mit seinem Team hat er zum Beispiel das neue DMG-Design der Gildemeister AG entwickelt. Die junge Agentur Dominic Schindler Creations aus dem österreichischen Lauterach gewann dafür bereits mehrere Preise. Doch wie sieht es mit dem Investitionsgüterdesign in der Krise aus? Wir haben den Designer dazu befragt. MM: Besondersinschlechten Zeiten kommt es darauf an, sich von der besten Seite zu präsentieren. WiekönnenUnternehmen gerade in Krisenzeitenwie jetzt von Design profitieren? Schindler: Gerade in diesen Zeiten istesextrem wichtig zu investieren, Dominic Schindler ist Gründer und Inhaber des Designbüros Dominic Schindler Creations in Lauterach, Österreich. Abgesehen von der Gildemeister AG arbeitet er gemeinsam mit seinem Team zum Beispiel für Fanuc Robotics. Bild: Dominic Schindler Creations vorallem in Design. Denn Design kommuniziert die Qualität eines Produktesnachaußen. Damithebt man sich und seine Produktevom Marktund somitauch von den Marktbegleitern ab. MM: WiehochschätzenSie den Kostenaufwand einesneuen Designs für Unternehmenim Durchschnitt ein? Schindler: Generellwird immer gedacht, sobalddesign im Spiel ist wird das Produkt auch automatisch teurer.das stimmtnur zum Teil, denn mitneuen Fertigungsverfahrenund mit Industriestandards habenwir es schon oft erreicht,gewisseteile oder ganze Produkte vonder Herstellungherumeiniges günstiger zu machen. MM: HabenSie einkonkretesbeispiel, bei dem Kosten durch Design wirklich gesenkt werden konnten? Schindler: Das war zum Beispiel für den Weltmarktführer, die Gildemeister AG,dabei wurde an der DMG-Ergolinedas Gehäuse von den Kostenher gesenkt. Der Grund liegt darin, dass es davorzweiunterschiedliche Bedienpulte gab,das Konzern-Bedienpult und die DMG-Slimline. Wirhaben daszu einem Bedienpult zusammengeführt,nämlichzur DMG-Ergoline, und dadurch sind wir durch eine industrielle Fertigung mit Formenbau auf geringere KostenimHardwarebereichgekommen. MM: Nichtnur Maschinen- und Anlagenbauer sindvon der Finanzkrisebetroffen.AuchIhreKunden spüren sie. Daherdie Frage: Sind designtemaschinenteurerals nicht designte? Schindler: Schonwieder dasunwort Design und teuer.natürlich istfür Design ein gewisser Kostenaufwand nötig.grundsätzlich ist es so,dass gut designte Maschinen, die auch wirklich einen strategischenansatzhaben, minimalst teurer sind, aber auch fürden Endkunden einen absoluten Mehrwert bieten. Dasheißt,dieser Kunde kauft vielleicht minimal teurere Maschinen, bekommt dafür aber ein viel besseres Produkt. MM: Wie sieht eine designte Maschine in fünf bis zehnjahrenaus? Schindler: Generell istzusagen, dass das Design im Maschinenbau genauzeitversetzt zum B2C-Sektor sein wird.also wenn Sie sich mal Handys oder anderegebrauchsgegenstände vor zehn Jahren anschauen, wie diese designt waren, warendie auch nicht sehr anspruchsvoll. Im Moment istesaber so,dasswirklichextremvielaufwand in dasdesign im B2C-Sektor gestecktwird. Undähnlichwirddas in zehn bisfünfzehn Jahren auch im Maschinenbau sein. Es wird von Jahr zu Jahr wichtigerwerden und ich denke,wir werden in den nächsten zehn Jahren und auch in den kommenden Jahren schon sehr vieleinteressantedesignlösungenimmaschinenbausehen. Das Interview führte MM-Redakteurin ClaudiaOtto INTERNET-TIPP Einen Link zum Webcast dieses Interviews finden Sie in der Online-Version dieses Artikels unter der Suchnummer MM Das IndustrieMagazin 21/2009

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18 AKTUELLES MÄRKTE JEC COMPOSITES Wachstum bei Faserverbundwerkstoffen hängt vom Investitionswillen der Branche ab Paris (jk) Bei Bauteilen, Komponenten und Systemen aus Faserverbundwerkstoffen (Composites) fordertder Einstieg in größere Serien mehrinvestitionen in eine automatisierte Fertigung. Vondieser Anstrengung hängt esnach einer Branchenstudie vonjec Composites ab, inwieweitdie so genannten Composites mehr sind als nur Zukunftswerkstoffe. Die Studie Global Market Scenario Dynamics of thecompositesindustry blickt bis insjahr 2013 voraus. In dieser Zeit der VeränderungenmussdieIndustrie ihren Geschäften neuen Schwunggeben und strategische Entscheidungentreffen, berichtete Frédérique Mutel, Präsidentinund Geschäftsführerin von JEC bei der Vorstellung der Studie. Zylinderkopfhaube, die im RTM-Verfahren gefertigt wurde. Dieses automatisierte Verfahren eignet sich für größere Stückzahlen. Bild: Carbo Tech Ausgehend von6%wachstumin den Schwellenländernund 1 bis 2% in den Industrieländern wird auf dem Markt für Faserverbundwerkstoffe ein durchschnittliches Wachstumvon 4% im Jahr prognostiziert. Daraus lässt sich ein Anstieg des weltweiten Marktvolumensbei Faserverbundwerkstoffen von 60 Mrd. Euro (8,6 Mio. t) im Jahr 2008 auf 80 bis 85 Mrd. Euro im Jahr 2013 (10Mio. t) ableiten, wobei der Anteil der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) laut der vorgelegten Studie überproportional zulegen wird: von 22 auf 29%. Im Jahr 2013 werden auf China etwa 23% des Weltmarktvolumens für Composites entfallen, auf Indien und Brasilien je 3% und auf Russland unter1%. Die Marktposition von Faserverbundwerkstoffen habe sich in den vergangenenjahrenimvergleichzu Werkstoffenwie Stahl,Aluminium, Kunststoffen verbessert.inzwischen habe sichein Gleichgewichteingestellt,das sichauf insgesamtstabile Preisdifferenzen stütze. Die wichtigstentreiber fürcompositessind der asiatische Markt, der Markt für Windkraftanlagen sowie die Durchsetzung von Faserverbundwerkstoffeninder Luftfahrtindustrie. EWM Mündersbach (ug) Moderne Kreuzfahrtschiffe, wie die kürzlich vom Stapel gelaufene Aida Luna (Bild), werden in der Papenburger Meyer Werft künftig mit schweißtechnischen Systemen der EWM Hightec Welding GmbH gefertigt. Das Unternehmen aus Mündersbach erhielt den Zuschlag für die jüngste Investition in Papenburg: Im neuen Laserzentrum werden demnächst 56 Schweißsysteme vom Typ Phoenix ihre Arbeit verrichten. Ausschlaggebend für den Auftrag war unter anderem ein spezielles Fügeverfahren, mit dem sich die Nähte mit weitaus weniger Lagen fertigen lassen als bisher. Auch die Nacharbeit falle im Vergleich zu den Fügeergebnissen anderer Geräte geringer aus, meldet EWM. Bild: Meyer Werft ACI LASER Klein, flexibel und finanzierbar Nohra (ug) Der thüringische Laserhersteller ACI Laser GmbH feiert in diesen Tagen sein 10-jähriges Firmenbestehen. Von Mirko Wunderlich im thüringischen Sömmerda gegründet, hat sich ACI Laser mit seinen All-in- One-Lasersystemen zu einem wichtigen Anbieter kompakter Beschriftungslaser entwickelt. Wunderlich: Ziel war es, ein kleines, flexibles und leistungsstarkes System zu entwickeln. Inzwischen Mirko Wunderlich, Gründer und Geschäftsführer der ACI Laser GmbH, hat sich zum Ziel gesetzt, den Markt mit kompakten Beschriftungssystemen zu versorgen, wie etwa dem Einstiegsgerät DPL Smart Marker mit Workstation zum Beschriften von Einzelteilen. wurden rund 2000 Systeme in über 20 Ländern der Erde installiert. Seit 2005 befindet sich der Unternehmenssitz im thüringischen Nohra. Als Highlight präsentiert ACI Laser den DPL Smart Marker, der für die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen entwickelt wurde. In Verbindung mit einer Workstation Basic sei er ein ideales Einstiegsgerät zum Beschriften von Einzelteilen und Kleinserien, heißt es. Als Dankeschön an seine Kunden entwickelte ACI Laser im Jubiläumsjahr ein besonderes Finanzierungsangebot für den DPL Smart Marker und die Workstation Basic. Weitere Informationen: Bilder: ACI Laser 18 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

19 MÄRKTE AKTUELLES BYSTRONIC MASCHINENBAU Schweizer Flexibilität Der Neubau für die Abkantpressen-Fertigung der Bystronic Maschinenbau GmbH ist ein positives Zeichen im Maschinenbau. MM sprach mit Bystronic-CEO Ferdi Töngi. MM: Herr Töngi, 2006 wurde hier in Gotha in eine hochmoderne Blechfertigung und ein Vorführzentrum investiert.was istjetztneu entstanden? Töngi: Wir haben rund 10 Mio. Euro in eine neue Montagehalle mit anschließendem Service- und Bürotrakt investiert. Seit wir die damalige Firma Beyeler 2002 gekauft haben, sind von unserer Seite zirka 20 Mio. Euro in den Standortgeflossen; nicht nur in Neubauten, auch in Arbeitsplätze. MM: Momentan ist Investitionszurückhaltungangesagt. Siemachen dasgegenteil.das istmutig, oder? Töngi: Nein, eigentlich ist es nicht mutig. Ichsehe es auch nicht alsdas Gegenteil an. Wenn Sie eine Investition tätigen, tunsie dies fürdie Zukunft. Der Zeitpunkt kann richtig oder falsch sein, nur: DaswissenSie vorhernicht. MM: Bystronic hat jetzt die Produktionskapazität für Abkantpressen verdoppelt. Das heißt, Sie seheneine Erweiterungder Absatzmärkte? Töngi: Ich bin überzeugt, dass sich der Markterholt,die Frage ist nur, wielangedas dauert. Ich rechne damit, dass wir nach dieser anspruchsvollen Phaseunser Wachstum fortsetzen werden, und ich verspreche mir natürlich Marktanteilsgewinne. Bystronic-CEO Ferdi Töngi: Mit unserer Investition in den Standort Gotha haben wir einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gemacht. MM: Woherkommt Ihr Optimismus? Töngi: Ich denke an die Vergangenheit.Für michist es die fünfte Wirtschaftsflaute, zwei habeich als Mitarbeiter erlebt,die letzten drei im Management.Diesmal jedoch ist der Einbruch wesentlich größer und niemand lässt sich zu einer vernünftigen Prognose hinreißen. ErfahrungsgemäßdauerteinesolcheDurststrecke etwa 18 bis20monate. Eslässt sich rückblickend auch nachvollziehen, dass alle6bis 7Jahre eineflauteim Werkzeugmaschinenbaueintritt. MM: Was zeichnetden Standort aus? Töngi: Spezielldie Ausbildung und die Qualität der Mitarbeiter. Viele der Beschäftigten arbeiten schon20 oder 25 Jahrehier.DieseErfahrung und die Loyalitätzum Unternehmen sind uns wichtig. Ein weiterer Vorteil ist, dass wirhier sehr flexibelarbeiten können und so gut auf Marktentwicklungenreagieren können, nahezu in Schweizer Verhältnissen. MM: SchweizerVerhältnisse? Töngi: Wirhaben in der Schweiz flexible Arbeitszeiten, die unkompliziert an ein Auftragshochoder -tief angepasst werden können mit relativeinfachenformalitäten. Dasmachen wir in Gotha auch.das hängt natürlich von der Bereitschaftder Mitarbeiterab. SiearbeiteninHochzeiten deutlich mehr als die normale Arbeitszeit. In auftragsschwachen Zeiten können solche Überstunden dann abgebaut werden. Das komplette Interview finden Sie auf unter Nr Das Gespräch führte MM-Redakteurin AnnedoreMunde Bild: Munde

20 AKTUELLES UNTERNEHMENSFINANZIERUNG Alternativen zum Bankkredit steigen im Kurs Steigende Kreditkosten als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise veranlassen immer mehr Unternehmen, sich nach Alternativen zum Bankkredit umzusehen. Besonders beliebt, vor allem im Mittelstand, sind Leasing und Factoring. Doch auch für Erfolg versprechende Private-Equity-Finanzierungen stehen noch immer Mittel zur Verfügung. JÜRGEN SCHREIER Trotz expansiver Geldpolitikist die weltweite Finanzkrise nicht ohne Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierungge- blieben. So kämpfen derzeit durchschnittlich 55% der Unternehmenin Deutschland (europaweittun dies 50%) mit erhöhten Kreditkosten, wie SiemensFinancialServices (SFS) im Rahmen einer aktuellen Untersuchung festgestellt hat. Dies entspricht einem Anstieg um 26 Prozentpunkte (Europa: 16) seit der letzten Erhebung des internationalen Anbieters von Finanzlösungen imherbst vergangenenjahres. Auch wenn von einer generellen Kreditklemme sicher nicht gesprochen werden kann, gaben Der Beteiligungsmarkt istdeutlichgeschrumpft, insbesonderegegen Ende des Jahres 2008, weiß Dr. Sonnfried Weber, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft. Bild: BayBG 70% der deutschen Unternehmen (Europa: 50%) im Rahmen der SFS- Befragung an, dass ihre Kreditlinien von den Hausbanken reduziertwurden. Damit wird der Investitionsund Finanzierungsspielraum der Unternehmen durch die aktuelle Kreditkrise deutlich eingeschränkt und erschwert. Das Interesse an alternativenfinanzierungsformenund maßgeschneidertenfinanzlösungen nimmt deshalb deutlich zu. Bankkredit der Verlierer im Finanzierungsmix Ähnlich sieht manesbeim Benchmarking-SpezialistenCompamedia, der ebenfalls einebreit angelegte Umfrage immittelstand durchgeführt hat. Danach verliertder Bankkredit im mittelständischen Finanzierungs-Mix ganz klar an Bedeutung und wird zunehmend vonalterna- tiven Finanzierungsinstrumenten wieleasingoder Factoring abgelöst. Die Entwicklung weg vom klassischen Bankkredit und hin zu alternativen Geldquellen wird sich in Zukunftsicher fortsetzen und sogar verstärken,ist Mittelstandsexpertin SilkeMasuratüberzeugt. Schonjetzt präsentiertensichtop-mittelständler bei derkapitalbeschaffung sehr innovativ und dynamisch,betontdie Compamedia-Geschäftsführerin. Grund für die sinkende Bedeutung des BankkreditsimRahmen des mittelständischen Finanzierungs- Buketts sieht Masuratinder Be- Bild: Rödl & Partner Die Aufnahme vonbeteiligungskapitalentwickeltsichzueiner derbedeutendsten Alternativen für die Mittelstandsfinanzierung, erklärt Wolfgang Kraus, geschäftsführender Partner von Rödl &Partner. fürchtung, aufgrund der wirtschaftlichen Lagenur mit viel Aufwand an Bankkredite zu kommen. Grund: Die Finanzierungsalternativen der Wahl sind zumindestfür den deutschenmittelstand Leasingund das Gesellschafterdarlehn, die sich mit einem Notendurchschnitt von jeweils 2,5 ganz oben in der Beliebtheitsskala platzieren konnten. Knapp hinter den beiden Spitzenreitern folgen die Gewinnthesaurierung mit 2,6 und dasfactoring mit 2,9. Factoringwird von vielen Mittelständlern zur Forderungssicherung eingesetzt und bildet einen Baustein einer stabilen Liquiditätsplanung. Deutlich niedriger in der Gunst des Mittelstands rangieren staatliche Fördermittel als Finanzierungsinstrument (3), der Lieferantenkredit (3,2), Mezzanine-Kapital (3,5), Anleihen(3,7) oder PrivateEquity(3,7), wobei die Geschäftspraktiken angelsächsischer Finanzinvestoren und spektakuläre Insolvenzen unter Beteiligung von Private-Equity-Fonds man denke etwa an Märklin oder den Automobilzulieferer Edscha dasmodell der Beteiligungsfinanzierung nicht attraktivergemacht haben 20 MM Das IndustrieMagazin 21/2009

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