Achten Sie auf die Marke! Qualität macht den Unterschied normgeprüfte Pferdestreu erfüllt strenge Kriterien

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1 1. Artikel 2. Bilder 3. Kriterien aus der ÖNORM S 1030 Achten Sie auf die Marke! Qualität macht den Unterschied normgeprüfte Pferdestreu erfüllt strenge Kriterien Erstmals im europäischen Raum gibt es in einem Standard festgeschriebene Prüfbestimmungen für Pferdeeinstreu. Die neue österreichischen Norm ÖNORM S 1030 Tiereinstreu aus nachwachsenden Rohstoffen Anforderungen, Prüfbestimmungen und Klassifizierung beschreibt, wie Tiereinstreu zu prüfen ist. Diese Norm geht sogar noch einen Schritt weiter, nicht nur die Prüfmethoden werden beschrieben, sondern auch ganz genaue Qualitätskriterien und Grenzwerte, die ein Produkt einzuhalten hat. Geht man von Pferdestreu aus, kann man grundlegend zwischen zwei Arten unterscheiden, dem herkömmlichen, halmartigen Stroh und Einstreu deren Rohstoffe (meist auf Holz- oder Stohbasis) zur Verbesserung der Anwendungseigenschaften aufbereitet werden. Genau bei diesen Einstreuprodukten ist eine Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Qualitäten für den Konsumenten besonders wichtig und war bislang objektiv nicht möglich. Produkteigenschaften wie z.b. Saubfreiheit und gute Saugfähigkeit haben nicht nur Einfluss auf die Gesundheit von Pferd und Stallbetreiber, sie rechtfertigen neben weiteren Vorteilen wir z.b. geringeres Lagervolumen letztlich auch den Preis solcher Pferdestreu. Ist eine Norm notwendig was bringt s? Ausgangslage für die Erarbeitung der neuen Norm war die Situation, dass die Produkte am Markt nach unterschiedlichsten Methoden geprüft wurden. Es gab also keine Möglichkeit Streusorten anders, als durch die Anwendung im Versuchs-Irrtum-Verfahren zu unterscheiden - wie man sich denken kann, ein eher kostspieliges Unterfangen. Österreichische Streuhersteller wollten nun mit gutem Beispiel voran gehen und sich freiwillig einer strengen Qualitätskontrolle nach vergleichbaren Methoden und Kriterien unterziehen. Die einheitliche Vorgehensweise wurde nun in einem allgemein gültigen Dokument nieder geschrieben, der ÖNORM S Der Pferdehalter hat dadurch die Möglichkeit qualitativ hochwertige Produkte von minderwertigen zu unterscheiden und die Ausprägung bestimmter Eigenschaften einer Streu schon vor dem Kauf zu beurteilen. Seite 1 von 5

2 Was wird geprüft und warum? Im Rahmen der Normprüfung werden 19 Parameter überprüft. Dabei handelt es sich um Eigenschaften, die entweder die Gesundheit von Pferd und Anwender direkt beeinflussen, Anwendungseigenschaften beschreiben oder alternative Entsorgungswege ermöglichen, siehe Tabelle. Will ein Streuhersteller das Prädikat ON geprüft verwenden, muss er sich zur kontinuierlichen Eigenkontrolle und zu einer jährlichen, unangekündigten Fremdüberwachung durch ein unabhängiges Institut verpflichten. Nur Hersteller, die eine gleich bleibende hohe Qualität ihrer Produkte erreichen, schaffen die strengen Hürden der Norm, so der Leiter des Instituts für Ökotechnik am ofi, Dr. Martin Englisch. Zukünftig wird sich Pferdestreu in 3 Qualitäten einteilen lassen. Sorten, die den Mindestanforderungen nicht genügen also das Zeichen ÖNORM geprüft nicht tragen dürfen, Produkte der Klasse 2 und Produkte der Klasse 1, die den höchsten Anforderungen der Norm entsprechen. Verantwortung des Konsumenten Nicht jeder Hersteller hat den Mut sich der kontinuierlichen Kontrolle zu unterwerfen und wenn notwendig die Qualität seines Produktes zu verbessern. Hier setzt die Verantwortung des Kunden ein. Betrachten Sie die Verpackung Ihrer Pferdestreu ab jetzt etwas genauer besitzt Ihre Streu ein ON Zeichen? Ein objektiver Vergleich ist nunmehr mit Hilfe der Norm möglich und für das Wohl des Pferdes lohnend. Nähere Informationen: (Kontakt: DI Angelika Rubick; +43(1) ) Seite 2 von 5

3 Bilder: ÖNORM geprüft Zeichen Sreusorten von li nach re Hobelspäne fein, Hobelspäne grob, Hanfstroh, Strohpellets, Strohbriketts Foto Rubick Seite 3 von 5

4 Kriterien aus der ÖNORM S 1030: Kriterien der ON S 1030 und ihre Aussagekraft Parameter Grenzwerte Beeinträchtigung/Aussagekraft Fremd- Störstoffe 0 % Wassergehalt 15 % Grobanteil 0,5 % Feinanteil Schüttvolumen Saugfähigkeit F1 F2 1 2 % Kein Grenzwert [l] bzw. [kg/m 3 ] SF1 300% - 400% SF2 220% - 300% Stickstoffgehalt a StG1 StG2 0,2% 0,2% - 0,5 b % Chlorgehalt a CG1 CG2 0,02% 0,02% - 0,4 b % Schwefelgehalt a SG1 SG2 Schwermetalle Pilz-, Hefe- und Bakterienkeimgehalte 0,04% 0,04% - 0,2 b % siehe Klammern KBE c /g Risikobewertung Produktfremde Bestandteile wie z.b. Glas, Kunststoffteile, Steine,... können die Gesundheit des Pferdes beeinträchtigen. Je feuchter eine Einstreu ist, desto eher neigt sie zur Schimmelbildung und desto geringer die ist Saugfähigkeit. Alle Teile, die größer als 16 mm sind gelten als Grobanteil. Neben einer schlechteren Saugfähigkeit, stören sie beim Ablegen des Pferdes. Alle Teile, die kleiner als 0,5 mm sind gelten als Feinanteil. Ein hoher Feinanteil belastet die Lungen von Mensch und Tier und kann allergische Reaktionen hervorrufen. Beim Schüttvolumen wurde kein Grenzwert eingeführt, da es hier auf die Vorlieben der Anwender ankommt. Je nachdem, ob leichte oder etwas schwerere Steu bevorzugt wird. Dieser Wert ist allerdings wichtig um den Bedarf an Streu berechnen zu können. So benötigt man bei einer Steu mit höherem Schüttvolumen weniger Ballen, um eine bestimmte Einstreuhöhe zu erreichen. Die Saugfähigkeit gibt an, wie viel Wasser im Verhältnis zum Gewicht des Streumaterials aufgenommen werden kann. Je höher dieser Wert ist, desto besser ist das Stallklima, da der Urin besser aufgenommen wird, das Pferd nicht im Nassen steht und sich Gerüche weniger stark entwickeln können. Die Werte bei diesen Parametern geben Auskunft über die Qualität der eingesetzten Rohstoffe sie lassen z.b. auf den Einsatz von minderwertigen, nicht naturbelassenen Rohstoffen schließen. Zusätzlich spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Art der Entsorgung des Mistes z.b. als Brennstoff oder Dünger. Speziell bei erhöhten Schwermetallgehalten kommt neben den angeführten Faktoren noch eine negative Auswirkung auf die Gesundheit von Mensch und Tier hinzu. In Rahmen der Normprüfung werden folgende Parameter untersucht: Chrom ( 8 mg/kg), Kupfer ( 5 b mg/kg), Zink ( 100 mg/kg), Blei ( 10 mg/kg), Quecksilber ( 0,05 mg/kg), Cadmium ( 0,5 mg/kg), Nickel ( 10 mg/kg), Arsen ( 0,8 mg/kg). Untersucht werden die Keimgehalte an aeroben, mesophilen Bakterien, Hefen, Schimmel- und Schwärzepilzen. Die Ergebnisse werden einer Risikobewertung in Hinblick auf Art und Gehalt unterzogen, wobei die Bewertung in Anlehnung an die Futtermittelindustrie durch geführt wird. Schlechte Werte in dieser Kategorie können auf schlechte Lagerung und Verarbeitung zurück zu führen sein. Produkte, deren Ergebnisse 0,01 mg/kg liegen können als rückstandsfrei 0,01 d mg/kg bezeichnet werden. Bei einer Grenzwertüberschreitung wird eine Pestizidgehalt (rückstandsfrei) Risikobewertung durchgeführt, wobei Grenzwerte von Obst und Gemüse heran gezogen werden. a) im wasserfreien Zustand (wf) b) Eine Grenzwertüberschreitung ist zulässig, wenn nachgewiesen werden kann, dass der verwendete Rohstoff naturbelassen ist und bereits einen natürlichen höheren Wert aufweist. Der Nachweis ist im Rahmen der Fremdüberwachung durch den Hersteller zu erbringen. c) KBE keimbildende Einheiten d) bei Überschreiten des Grenzwertes muss eine Risikobewertung durchgeführt werden. Seite 4 von 5

5 Seite 5 von 5

ph-wert 9,00 8,50 8,00 7,50 7,00 6,50 6,00 5,50 5,00 1985 1990 1995 2000 2005 2010 GMS1 GMS2 GMS3 GMS4 GMS5 GMS6

ph-wert 9,00 8,50 8,00 7,50 7,00 6,50 6,00 5,50 5,00 1985 1990 1995 2000 2005 2010 GMS1 GMS2 GMS3 GMS4 GMS5 GMS6 ph-wert 9,00 8,50 8,00 7,50 7,00 6,50 6,00 5,50 5,00 U:\13h\U135009_DGW_Änderung_Planfeststellung\02_Daten\Chemie\Wasser\Analyseberichte_neu\GMS_Daten_v12.xls Seite 1/19 Leitfähigkeit in µs/cm 2000 1800

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