Verbesserung der Energieeffizienz für Druckunternehmen

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1 Verbesserung der Energieeffizienz für Druckunternehmen Florian Betzler Tel.: Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.v. Florian Betzler 1

2 Agenda 1. Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor für Druckdienstleister 2. Energetische Analyse auf Anlagenebene 3. Energetische Analyse auf Prozessebene 4. Fogra Dienstleistungen 5. Ausblick Florian Betzler 2

3 1. Beweggründe für Umweltschutzmaßnahmen 72% der Energiekosten sind Stromkosten & Strom ist teuerste Energieform größter Hebel für Produktionskostenreduzierung Florian Betzler 3

4 1. Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für ganzheitliches Energiemanagement Sorgen Sie durch eine ausreichende Anzahl an Zählern und Messsystemen sowie ein für Ihr Unternehmen geeignetes Auswertungssystem fu r gute Datenqualität und Datentransparenz Florian Betzler 4

5 1. Motivation für Druckdienstleister Vielfältige Förderlandschaft gesetzliche Vorschriften (EnEV) Reduzierung von Abgaben und Steuern Einzelmaßnahmen (KfW, Bafa, etc.) Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung ( SpaEfV ) Daten zur Leistungsaufnahme nötig Energieverbrauchsanalyse Erfassung von Leistungs- und Verbrauchsdaten Ermittlung des Energieverbrauchs typischer Anlagen Teilschritte der SpaEfV-Vorgaben: Energieversorger nur Gesamtlastgang Lastgänge der Verbraucher müssen produktionsbegleitend gemessen werden (2 Wochen) Florian Betzler 5

6 Trennung von Anlagen- und Prozessebene Um die erforderlichen Einsparmaßnahmen umzusetzen und effektive Verbesserungsmaßnahmen im Unternehmen zu ermitteln, mu ssen die entsprechenden Einsparpotenziale zunächst von den Verantwortlichen in den Unternehmen erkannt werden. Fokus Anlage: Betriebsmodi Fokus Prozess: Zuordnung von Energieströmen Florian Betzler 6

7 2. Analyse von Anlagen Energetische Analyse auf Basis der Anschlusswerte meist nicht hinreichend Anschlusswerte z.b. überdimensioniert Teillastverhalten schwer abschätzbar Leistungsaufnahme ist betriebsspezifisch individuelle Erfassung Geeignete Energiekennzahlen gewünscht Spezifikationen der Energy-Star nicht zweckmäßig Florian Betzler 7

8 2. Definition von Kennzahlen Beispiel: Lastgang UV-Drucksystem, 5 Meter Druckbreite Wichtig: Typische Betriebszustände (operation modes) definieren Florian Betzler 8

9 2. Definition über Device-Modes Production-Mode (2 x 9,82 m², 1 x 12,86 m²) Print-Ready-Mode (PRM) Start-up-Mode < 10 min., Aufheizen < 1 min. Florian Betzler 9

10 2. Vergleich der Leistungsaufnahmen Großformatdruck Vergleich der Leistungsaufnahme im Print-Ready-Mode Florian Betzler 10

11 2. Kennwerte für spezifische Leistung KAD: kleinformatiger Auflagendruck GFD: großformatiger Druck Florian Betzler 11

12 3. Energetische Prozessanalyse Ermittlung und Auswertung von Kennzahlen zu den Lastgängen, deren Zusammensetzung und Dynamik. Damit einhergehende Verwertungsmöglichkeiten: Identifizierung der Ursachen von Spitzenlasten Identifizierung von versteckten Verbrauchern Identifizierung zeitabhängiger Energiebedarfe Verbesserte Grundlastanalyse Bedarfsgerechte Prozesssteuerung Erarbeitung eines Leitfadens mit Handlungsanweisungen und Vorgaben zur Erfassung, Analyse und Bewertung von Lastgängen. Florian Betzler 12

13 3. Durchführung einer Lastganganalyse Zweiwöchige Messung der Unterverteilungen im Unternehmen (Voraussetzung: Kenntnis der Verbraucher [Stromlaufplan]) Aufschlüsselung des Gesamtlastgangs in Verbraucher (minütliche Ausgabe der Daten [EVU: Dt = 15 Min]) Gesamtlastgang Individuelle Lastgänge Florian Betzler 13

14 3. Grafische Darstellung der Messergebnisse Pivot-Tabellen erlauben bequeme Darstellung und Auswertung der Messdaten Gesamtverbrauch = Produktion + Verwaltung (z.b. Keller) Florian Betzler 14

15 3. Vergleich mit EVU-Daten Vergleich von Werktag, Samstag und Sonntag von Summe der Fogra-Messdaten mit EVU-Daten gemittelt im Messzeitraum mit EVU-Daten (mit Standardabweichung) gemittelt über das gesamte Jahr Werktag Samstag Sonntag Florian Betzler 15

16 3. Vergleich mit EVU-Daten: Welche Fragen stellen sich? Wie repräsentativ ist der Messzeitraum? Wie gut korrelieren Fogra-Messdaten mit EVU-Daten im Messzeitraum? Werktag Samstag Sonntag Florian Betzler 16

17 3. Vorhersagekraft der Messdaten Wie repräsentativ war der Messzeitraum? Wie gut korrelieren Fogra-Messdaten mit EVU-Daten im Messzeitraum? Lassen sich Vorhersagen auf ein Jahr treffen? Beispiel für Werktag: Werktag Florian Betzler 17

18 4. Fogra-Dienstleistungen Florian Betzler 18

19 4. Praxisbeispiele / Anlagenanalyse Es zahlt sich aus Bei der am Messtag vorgewählten Grundeinstellung nahmen die drei Trockner der Druckmaschinen insgesamt circa 225 KW Leistung auf. Veränderungen der Grundeinstellung zeigten, dass sich diese Werte bei Veränderung der IR-Leistung deutlich verschieben, noch stärker kommt die Veränderung bei der eingesetzten Heißluft zum Tragen. Die Leistungsaufnahme, die bei allen Maschinen im mittleren Bereich vorgewählt war, ließ sich ohne spu rbare Verschlechterung der Trocknungsintensität teilweise erheblich reduzieren. Legt man die bisherigen Maschinenleistungen zu Grunde, könnte eine durchschnittliche Reduzierung der Leistungsaufnahme von nur 10 % eine Einsparung von mehr als Euro pro Jahr bedeuten. Das ist sehr viel Geld fu r eine relativ einfach umsetzbare Maßnahme. Florian Betzler 19

20 4. Praxisbeispiele / Prozessanalyse Es lohnt sich Florian Betzler 20

21 5. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen Potenzial fu r Energieeffizienzsteigerungen im Rahmen von Prozessanpassungen ist vorhanden (Anlagen- / Prozessanalyse) Einheitliche Kriterien ermöglichen den Vergleich von Energie-Effizienzen von Anlagen Individuelle Lastgänge sind Voraussetzung für die Energiebilanz im Rahmen von Energiemanagement Was tun? 1. Bauen Sie Kompetenz im Unternehmen auf (Verantwortlichkeiten) 2. Hinterfragen Sie betriebliche Abläufe (Prozessanalyse) 3. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage 4. Kontrollieren Sie Ihren Energieverbrauch mit geeigneten Kennzahlen Florian Betzler 21

22 Und zum Schluss.Vielen Dank! Tel.: Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.v. Florian Betzler 22

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