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1 SQL Performance - Tips Do's & Don'ts S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 1 -

2 Inhaltsverzeichnis I. Richtlinien bei der Verwendung von SQL 1.1. In Programmen "verbotene" SQL- Anweisungen 1.2 SQL - Anweisungen, die die Indexnutzung verhindern 1.4. Ungünstig formuliert e SQL - Anweisungen 1.5 Ungünstig formulierte JOIN - Anweisungen 2. Benutzen des EXPLAIN-Statements S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 2 -

3 1.1. In Programmen "verbotene" SQL- Anweisungen alle DDL-Anweisungen inkl. ALTER alle Anweisungen, die Einträge im DB2-Katalog verursachen:! GRANT und REVOKE! PREPARE, EXECUTE! Lesen im Katalog während des Programmablaufs ( SELECT... FROM SYSIBM.??? ) Was ist mit dem Aufbau temporärer Tabellen in einem Programm???? (CREATE <table> am Programmanfang - DROP am Ende des Programms) S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 3 -

4 1.2 SQL - Anweisungen, die die Indexnutzung verhindern Bestimmte SQL-Formulierungen lassen keine Indexnutzung zu und sollten folglich neu formuliert werden 1. Selektion mit OR ohne "=" als Operator z.b. FELDA > 60 OR FELDA < Verwendung von "NOT" in Prädikaten oder Ausdrücken NOT IN, NOT BETWEEN, NOT LIKE, <> 3. LIKE-Prädikate auf Felder mit FIELDPROC-Prozedur 4. Vergleiche mit Hostvariablen oder anderen Feldern mit! ungleichem Datentyp! ungleicher Länge oder Präzision 5. Vergleiche mit ungleich dimensionierten Literalen z.b. WHERE ABTEILUNG = "A00 " anstatt WHERE ABTEILUNG = "A00" 6. Vergleiche mit aritmethischen Ausdrücken im Prädikat z. B.... WHERE PREIS > EK-PREIS * 1.3 Wichtig ist in diesen Zusammenhang immer, daß ein möglichst selektiver Index auf die, oder eines der Felder gelegt ist, die im SQL-Prädikat zu Vergleichen herangezogen werden("composite indexes"??). S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 4 -

5 1.3 SQL - Anweisungen ohne Indexnutzung SQL - Anweisungen, die eine Indexbenutzung zulassen, aber aufgrund der EXPLAIN-Auswertung erkannt wurde, daß kein Index genutzt wird Verwendung von Indizes ist für DB2 V5 möglich, wenn nach einer Spalte selektiert wird mit: 1. Vergleichsoperationen (ohne OR (!)) A = 540; A > 450; A < 650; 2. BETWEEN, z.b. FELDA BETWEEN 100 AND IN, z.b. FELDA IN (123, 450, 564) 4. LIKE mit definiertem Beginn des Suchkriteriums z.b. FELDA LIKE "D%" oder FELDA LIKE " D" 5. OR-Verknüpfungen mit "=" als Operator z.b. FELDA = 123 OR FELDA = 456 OR FELDB = Angabe von "NOT" mit < oder > Operator z. B. NOT FELDA > 123 oder FELDA ^> 123 S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 5 -

6 1.4. Ungünstig formuliert e SQL - Anweisungen Zu dieser Kategorie gehören "queries", die anders formuliert eine höhere Performance garantieren könnten. z.b.: Auflösung von OR Verknüpfungen durch UNION SELECT * FROM KONTO WHERE KTO_NR = 123 OR KTO_NR = 456 wird aufgelöst in SELECT * FROM KONTO WHERE KTO_NR = 123 UNION SELECT * FROM KONTO WHERE KTO_NR = 456 Auflösung von OR Verknüpfungen durch IN SELECT * FROM KONTO WHERE KTO_NR IN ( 123, 456 ) Die Ergebnisse hieraus müssen in jedem Fall über EXPLAIN verifiziert werden. S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 6 -

7 Auch "queries" mit Sub-Select's sind in diese Überlegungen mit einzubeziehen Auflösung von "subqueries" / "correlated queries" in JOIN - Formulierungen z.b. SELECT NAME, VORNAME, TEL_NR FROM MITARBEITER WHERE PERSNR IN ( SELECT ABT_LTNR FROM ABTEILUNG ) Zur Ermittlung aller ABTLTNR kann KEIN Index benutzt werden!!! Bei der folgenden Formulierung kann jedoch ein Index gewählt werden: SELECT NAME, VORNAME, TEL_NR FROM MITARBEITER, ABTEILUNG WHERE PERSNR = ABT_LTNR S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 7 -

8 1.5 Ungünstig formulierte JOIN - Anweisungen SQL-Anweisungen, die ungünstige JOIN-Formulierungen enthalten können die Perfromance ebenfalls nachhaltig negativ beeinflussen... Die Angabe "innerer" und "äußerer" Tabellen in der richtigen Reihenfolge kann bei einer JOIN-Operation erhebliche Zeiteinsparungen zur Folge haben, wenn die Tabelle, auf die das am stärksten einschränkende Selektionskriterium zeigt zuerst bearbeitet werden kann. Beispiel: SELECT F.NAME, T.NAME, VORNAME, SEMINAR FROM TEILNEHMER T, FIRMA F WHERE T.FNR = F.FNR AND F.PLZ = "8000" Die richtige Reihenfolge wäre: SELECT F.NAME, T.NAME, VORNAME, SEMINAR FROM FIRMA F, TEILNEHMER T WHERE F.FNR = T.FNR AND F.PLZ = "8000" Das zugrundeliegende Modell: FIRMA (FNR) wird gemeldet meldet TEILNEHMER (FNR,LFD_NR) S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 8 -

9 1. Richtlinien bei der Verwendung von SQL Dasselbe gilt für Spalten, die beim JOIN zum Vergleich herangezogen werden, in der einen Tabelle als "foreign key" in der anderen als "primary key" also eindeutig vorliegen. Vergleiche sollten immer auf die eindeutigen Wertebereiche laufen (!) Beispiel: SELECT F.NAME, T.NAME, VORNAME, SEMINAR FROM FIRMA F, TEILNEHMER T WHERE F.FNR = T.FNR AND T.FNR = 4321 Die Formulierung ist ungünstig, da T.FNR "foreign key" in TEILNEHMER ist und daher Werte mehrfach vorkommen können: "Mehrere Teilnehmer können von derselben Firma sein." Besser ist folgende Formulierung: SELECT F.NAME, T.NAME, VORNAME, SEMINAR FROM FIRMA F, TEILNEHMER T WHERE F.FNR = T.FNR AND F.FNR = 4321 S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF - 9 -

10 2. Benutzen des EXPLAIN-Statements EXPLAIN stellt Optimizer-Informationen in die PLAN_TABLE und gibt Auskunft über Index-Benutzung Zugriffsmodus SORT-Alghorithmen Erzeugen von temporären Tabellen EXPLAIN hilft Performance-Engpässe zu erkennen und legt entsprechende Informationen in der Tabelle PLAN_TABLE ab S.K. Consulting GmbH, München DB2_SQL_PERF

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