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1 Hochschule Darmstadt DATENBANKEN Fachbereich Informatik Praktikum 3 Dipl. Inf. Dipl. Math. Y. Orkunoglu Datum: PL/SQL Programmierung Anwendung des Cursor Konzepts und Stored Procedures Und Trigger 1. Kurzbeschreibung In diesem Praktikum geht es um das Cursor-Konzept, Stored Procedures und Trigger Die Anwendung des um das Cursor-Konzepts wird geübt. Es wird durch praktische Aufgaben in Stored Procedures und Trigger eingeführt. Zum Einsatz kommen hierbei die Werkzeuge: SQL Developer / SQL Plus und ORACLE Database Express Edition 2. Lernziele Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden: das Cursor-Konzept zu verstehen und anzuwenden. Stored Procedures und Trigger zu schreiben 3. Voraussetzung-Vorbereitung Die Studierenden sollen sich genau über Cursor-Konzept, Stored Procedures und Trigger informieren und die gestellten Aufgaben auf Papier/oder in digitale Form mitbringen. 4. Abnahme Die Abnahme findet am Ende der Praktikumssitzung. Seite 1 von 6

2 Aufgaben Erstellen Sie die Tabellen Studenten und Vorlesungen siehe Anlage 1) Aufgabe A : PL/SQL BLOCK und Cursor-Programmierung 1. Erstellen Sie ein PL/SQL Block siehe Anlage 2), welcher die Anzahl von Studierenden anzeigt. 2. Erstellen Sie ein PL/SQL Programm mit Hilfe eines Cursor-Konzepts, welches die Attribute Matrikelnummer und Studiendauer von Studenten anzeigt. Aufgabe B: Trigger 1. Erstellen Sie einen Trigger, der beim Einfügen einer Datensatz in die Tabelle STUDENT eine Meldung bringt, wenn der Studierende die Regelzeit Studiendauer > 8) überschreitet und nur diese Studenten sollen in eine Tabelle Regelzeit_Uberschritten eingefügt werden. Nach Einfügen eines Datensatz in die Tabelle STUDENT soll im Falle eines Überschreitung die Meldung erscheinen: Dieser Student hat die Regelzeit überschritten ). 2. Erweitern Sie den Trigger so, das er alle Fälle insert und update) berücksichtigt. Aufgabe C: Stored Procedur Siehe Anlage 4) 1. Erstellen Sie eine Prozedur, welche die Anzahl von Vorlesungen angibt. 2. Erstellen Sie eine Prozedur mit zwei Parametern MATRIKELNUMMER UND STUDIENDAUER), um Daten in die Tabelle Studenten einzufügen. 3. Gegeben ist die Tabelle F_PRODUKT mit Attributen Siehe Anlage 2 Erstellen Sie eine Stored Procedur, welche den Lager_Bestand Produkt_am_Lager) reduziert, wenn ein Produkt verkauf wurde. Hinweis1: Vor dem Prozedur-Aufruf lassen Sie die Produktliste der Tabelle F_PRODUKT anzeigen. Merken Sie sich den Lagerbestand. Hinweis2: Die Prozedur soll mit 2 Argumenten aufgerufen werden. EXECUTE PRODUKT_VERKAUF PRODUKNUMMER, ANZAHL), wobei die Anzahl die verkauften Menge ist. Bespiel für den Aufruf: Produkt_Verkauf2, 1) Nun lassen Sie die Produktliste der Tabelle F_PRODUKT noch einmal anzeigen, um es zu überprüfen, ob der Lagerbestand geändert wurde. Seite 2 von 6

3 Aufgabe D: Trigger auf Views Gegeben sind 2 Tabellen und 1 View siehe Anlage 5) Benutzer, die in der Fakturierung einer Firma arbeiten, sollen nicht direkt auf die Tabellen rechnung und kunde zugreifen können. Stattdessen soll es möglich sein, offene Rechnungen über die Benutzersicht zu verwalten. Entwerfen Sie dazu den Code eines INSTEAD-OF Oracle-Triggers, der auf Einfügeoperation in die View offenerechnungen feuert und folgende Anforderungen erfüllt: i. Beim Einfügen eines neuen Tupels in die Sicht wird eine Rechnung mit der entsprechenden Nummer, dem Datum, dem Status bezahlt= N sowie der Kundennummer in der Tabelle rechnung eingefügt. ii. Falls die Kundennummer noch nicht existiert, wird ein neuer Kundensatz in kunde mit den entsprechenden Attributwerten eingefügt. iii. Falls die Kundennummer bereits existiert, jedoch mit einem anderen Namen und/oder einer anderen Bonitätsstufe als in dem neuen Tupel, werden Name und Bonitätsstufe auf die neuen Werte geändert. drop table studenten; create table studenten Matrikelnummer varchar10), Studiendauer number2), primary key Matrikelnummer) ANLAGE 1 drop table vorlesungen; create table vorlesungen V_Bezeichnung varchar35), SWS number2), primary key V_Bezeichnung) insert into studenten values 'MD ', 5 insert into studenten values 'HRO ', 3 insert into studenten values 'KK ', 3 insert into vorlesungen values 'DB1', 4 insert into vorlesungen values 'DB2', 4 insert into vorlesungen values 'DB3', 2 insert into vorlesungen values 'DB4', 2 insert into vorlesungen values 'DB5', 2 Seite 3 von 6

4 ANLAGE 2 PL/SQL-Block: DECLARE Datendeklaration BEGIN SQL- und PL/SQL-Anweisungen EXCEPTION Behandlung von Ausnahmen END; / ANLAGE 3 drop table F_Produkt; Create table F_Produkt Produkt_Nr number5), Produkt_Name varchar230), Produkt_am_Lager number3) Mit folgenden Datensätzen insert into F_Produkt Produkt_Nr, Produkt_Name, Produkt_am_Lager) values 1,'NOTEBOOK',3 insert into F_Produkt Produkt_Nr, Produkt_Name, Produkt_am_Lager) values 2,'DSL_MODEM',1 insert into F_Produkt Produkt_Nr, Produkt_Name, Produkt_am_Lager) values 3,'ISDN_TELEFON',0 ANLAGE 4 Beispiel für Prozedur CREATE PROCEDURE my_first_proc IS DECLARE Meldung VARCHAR220 BEGIN Meldung := Hallo Leute ; dbms_output.put_linemeldung END my_first_proc; / set serveroutput on Seite 4 von 6

5 SERVEROUTPUT ON ermöglicht Ihnen, die ausgegebenen Zeilen zu betrachten. Der Befehl EXECUTE führt dann die Prozedur aus. Sie können die Prozedur auch aus einem anonymen Block aufrufen, wie im Folgenden gezeigt wird. Prozedur Aufruf 1. Möglichkeit EXECUTE my_first_proc; 2. Möglichkeit BEGIN my_first_proc; END; / ANLAGE 5 Die nachfolgenden Relationen als Tabellen) sowie eine Sicht offenerechnungen stehen in der Datenbank zur Verfügung Primärschlüssel sind unterstrichen, Fremdschlüssel kursiv dargestellt): kundekundenr, name, bonstufe) rechnungrechnungnr, datum, bezahlt, kundenr) drop table kunde; CREATE TABLE kunde kundenr number9) PRIMARY KEY, KName varchar2 40), bonstufe char1) insert into kunde kundenr, Kname, bonstufe) values 1001,'Karsten', 'A' insert into kunde kundenr, Kname, bonstufe) values 1002,'Lessing', 'B' insert into kunde kundenr, Kname, bonstufe) values 1003,'Wentzel', 'C' CREATE TABLE rechnung rechnungnr number9) PRIMARY KEY, datum date, bezahlt char1), kundenr number9), Seite 5 von 6

6 FOREIGN KEY kundenr) REFERENCES KUNDE kundenr) insert into rechnung rechnungnr, datum, bezahlt, kundenr) values 3001,' ', 'Y', 1001 insert into rechnung rechnungnr, datum, bezahlt, kundenr) values 3002,' ', 'N', 1002 insert into rechnung rechnungnr, datum, bezahlt, kundenr) values 3003,' ', 'N', 1003 CREATE VIEW offenerechnungen AS SELECT r.rechnungnr, r.datum, k.kundenr, k.kname, k.bonstufe FROM rechnung r, kunde k WHERE r.kundenr=k.kundenr AND r.bezahlt='n' insert into offenerechnungen rechnungnr, r.datum, kundenr, kname, bonstufe,) values 3003,' ', 1001, Weber 'C' Erläuterungen: Kunden werden durch eine eindeutige Kundennummer kundenr) identifiziert, haben einen Namen name) und sind einer Bonitätsstufe bonstufe A, B oder C ) zugeordnet. Einkäufe von Kunden werden auf Rechnungen abgerechnet. Je Rechnung wird festgehalten, ob diese schon bezahlt wurde bezahlt Y oder N ). Die Sicht zeigt offene Rechnungen bezahlt= N ) mit den dazugehörigen Kundendaten an. Seite 6 von 6

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