Die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für die Metropolregion Frankfurt Rhein Main

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1 Die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für die Metropolregion Frankfurt Rhein Main Independent Management Consulting Gerd Simon Bad Homburg, den 21. Juli 2015 Quellen: (1) Digital Hub Studie , (2) PwC Studie, 05/2015 (3)

2 Agenda TOP 1 Die Ausgangsproblematik TOP 2 Die Charakteristik digitaler Infrastrukturen TOP 3 Zunehmende Digital Hub-Entwicklungen TOP 4 Erkenntnisse aus Erfahrungen anderer Digital Hubs TOP 5 Daten & Fakten Frankfurt Rhein Main TOP 6 Stärken / Schwächen-Analyse Frankfurt Rhein Main TOP 7 Kernforderungen des Frankfurter Manifestes 01/2013 2

3 Die Ausgangsproblematik Es geht um die Nutzung digitaler Infrastrukturen und um deren Ausbau als Wettbewerbsinstrument, Frankfurt hat viele digitale Infrastrukturen, macht aber weniger daraus als andere. Metropolregionen sollen erkennen, dass es im Kern nicht mehr um die Frage geht, ob die Digitalisierung kommen wird, sondern wie diese unser Zusammenleben künftig beeinflussen wird. Der digitale Graben zwischen Städten und Gemeinden vergrößert sich. Kommunen sind mit gefordert, Digitalisierung zu gestalten. Digitalisierung ist eine Daueraufgabe, die unsere Gesellschaft permanent verändern und beschäftigen wird. Quellen: (1), (2) 3

4 Die Ausgangsproblematik Digitalisierung Je digitaler eine Kommune ist, desto besser sind auch deren wirtschaftliche Situation und Zukunftsprognose. Innerhalb der TOP-10-Städte... liegt die Nettogewerbeanmeldungsrate im Schnitt um fast 80 Prozent höher als bei anderen Städten; sind die Gewerbesteuereinnahmen in dem Zeitraum um durchschnittlich 30 % (ggü. 21 %) angestiegen; sind die Beschäftigungszahlen um 33 % stärker gestiegen als bei anderen Städten; kommen mehr Hochqualifizierte: 202 (ggü. 147) Hochqualifizierte pro sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; unterstützt die Digitalisierung das Bevölkerungswachstum und den Zuzug: Die Anzahl der Bewohner stieg fast doppelt so stark. Quellen: (1), (2) 4

5 Die Charakteristik digitaler Infrastrukturen digitale Infrastrukturen werden täglich genutzt, oft unbewusst digital heißt die Technologie, digital ist die Wirkung lokale Präsenz wechselseitige Abhängigkeit der Infrastrukturbereiche untereinander 100-prozentige Stromabhängigkeit hohe Kritikalität in Bezug auf die Versorgungssicherheit eine feste 1:1 Zuordnung der Infrastrukturen zu ihren Diensten existiert nicht mehr Quellen: (1) 5

6 Verfügbare digitale Infrastrukturen... sind nichts weniger als die conditio-sine-qua-non unserer heutigen Wirtschaft und wirken durch Fokus & Skalierbarkeit in Metropolregionen 3,163,802, Rank Country Internet-Users 1-Year Growth % 1-Year User-Growth Total-Country 1-Yr Change-(%) (%-of-pop.- with Internet) Country's share-of World Country's share-of World Internet Users prägen das Regelwerk und die Potenziale in einer Metropolregion tragen mit mindestens einem Prozentpunkt zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei liefern die entscheidenden Beiträge für die Wettbewerbsfähigkeit und sind ausschlaggebend bei der Standortwahl Quellen: (1), (2), (3) 6

7 Zunehmende Digital Hub-Entwicklungen Die Regelwerke in den Metropolregionen verändern sich... Basel Luxemburg Amsterdam London Dublin Singapur Hongkong Seoul... durch die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche 3 Andere Metropolen geben das Tempo vor Quellen: (1), (2) 7

8 Erkenntnisse aus Erfahrungen anderer Digital Hubs Digitale Infrastrukturen sind erfolgskritische Infrastrukturen Ein Digital Hub liefert die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg der Region Nutzbare, digitale Infrastrukturen ziehen lukrative Arbeitsplätze in eine Metropolregion Die Schlüsselfaktoren sind: hohe Qualität der Stromverfügbarkeit hoch redundante Glasfaserinfrastrukturen eine zukunftsfähige Breitbandversorgung leistungsstarke Rechenzentren Diese Faktoren verankern die digitale mit der realen Welt Quellen: (1) 8

9 Daten & Fakten zu Frankfurt Rhein Main hat eine polyzentrische Struktur, ist historisch gewachsen & international zählt zu den wirtschaftsstärksten Räumen Deutschlands und zu den produktivsten in Europa auf 4 Prozent an der Gesamtfläche Deutschlands werden über 8 Prozent des BIPs Deutschlands erwirtschaftet hat eine Kaufkraft, die weit über dem Bundesdurchschnitt liegt ist die Heimat von über 5 Prozent aller deutschen Industriekonzerne ist maximal 8 Millisekunden von anderen europäischen Metropolregionen entfernt verfügt über verlässliche Stromkapazitäten und über qm an Rechenzentrumskapazitäten Quellen: (1) 9

10 Stärken /Schwächen-Analyse Frankfurt Rhein Main Stärken: Wirtschafts- und Innovationsmotor für Hessen, Deutschland und Europa Höchste IP-Gravität weltweit Rechenzentrumshauptstadt Europas Hohe Präsenz und funktionale Vielfalt der Schlüsselindustrien Sehr hoher internationaler Vernetzungsgrad Führender Hochverfügbarkeitsstandort in Europa Chancen: Vorhandene, internationale Kapazitäten in die Fläche bringen Hochverfügbarkeitsstandort als Eckpfeiler im digitalen Markt Europas Vorbildfunktion für Wirtschaftswachstum und Konnektivität Quellen: (1) 10

11 Stärken /Schwächen-Analyse Frankfurt Rhein Main Schwächen: Kein markantes Profil für den künftigen digitalen Markt in Europa Fehlende Breitbandversorgung (> 50 Mbps) in vielen Gewerbegebieten Mangel an redundanten Glasfaseranbindungen in der Fläche Keine Präsenz großer, internationaler Cloud-Computing-Konzerne Lange Genehmigungsprozesse für Unternehmensgründungen und Infrastrukturvorhaben Fehlende Anreizsysteme für den Ausbau digitaler Infrastrukturen Risiken: Verlust der Standortattraktivität im internationalen Wettbewerb Reduktion des Wirtschaftswachstumspotenzials Quellen: (1) 11

12 Kernforderungen im Frankfurter Manifest des Digital Hub FrankfurtRheinMain e.v. maximale Ausfallzeit für digitale Infrastrukturen von maximal 100 Sekunden im Jahr Verkürzung der Genehmigungsprozesse auf unter vier Wochen ab Antragsabgabe, sowohl für Unternehmensansiedlungen als auch für die Genehmigung von Infrastrukturvorhaben zügige Realisierung von 1 Gigabit-Anbindungen für Gewerbenutzer zügige Eliminierung aller unterversorgten Gebiete bis Dezember 2013 aktive Erschließung neuer Gewerbegebiete und -Immobilien mit Leerrohren und Glasfasern sowie die Öffnung der letzten Meile bei Trassen und Glasfasern konsequenter Breitbandausbau mit Vorleistungsprodukten, die künftig eine international wettbewerbsfähige Versorgung sicherstellen erhöhte Anstrengungen der Politik und der Wirtschaft, um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie Talente für die Metropolregion zu werben und zu binden Ausgestaltung finanzieller Anreizsysteme für Unternehmen, die digitale Infrastrukturen schaffen oder betreiben, z.b. steuerliche Entlastungen. Quellen: (1) 12

13 Beispiele zum digitalen Öko-System Frankfurt Rhein Main Thema Informationsmanagement & -audit Managed Cloud Anbieter Treiber Compliance, Schnittstelleninfrastruktur, Prozessinfrastruktur Transformation von Geschäftsmodellen in die Cloud Beispiele in FRM Research Fach- und Marktanalysen Internet-Knoten Content-Verteilung, Verkehrswachstum in der Cloud (Ingress, Egress) Infrastruktur-Überwachung Transparenzen schaffen Information Delivery Plattformen / Netzbetrieb Mobilfunk-Netz-Enwicklung Automatisierung der Administration von digitalen Infrastrukturnutzungen Netzkapazitäten, -Durchsatz Luftschnittstellen-Entwicklung 5G, Small Cells, Frequenz-Mngt. Prozessinfrastruktur Economy of scale des Infrastrukturbetriebs SaaS-Enablement Migration on Premises Anwendungen Skalierbare (hybride, mobile) Cloud-Infra.

14 Beispiele zum digitalen Öko-System Frankfurt Rhein Main Thema Mobile Infrastrukturnutzung Treiber Massive, mobile Internetnutzung Beispiele in FRM Trassen-, Glasfasernetze Sichere Infrastrukturversorgung als Betreiber kritischer Infrastrukturen Öffentliche Verwaltung Sichere IT-Service-Delivery als Betreiber kritischer Infrastrukturen Hessische Zentrale für Datenverarbeitung Ausbau der IT Infrastrukturen im Finanzsektor Awareness eigener Infrastrukturpotenziale Ausbau der IT-Infrastrukturen im Chemie- & Pharmasektor Forschung & Lehre Finanzplatz Frankfurt, hochverfügbare, kritische Infrastrukturen Positionierung Frankfurts als digitale Messehauptstadt Sichere IT-Service-Delivery als Betreiber kritischer Infrastrukturen FrankfurtRheinMain HDC-Cluster Infrastrukturoptimierung weltweit Cloud Data Centers Standardisierung der Cloud-Infrastruktur-Impl. Skalierung Lokale Positionierung der Cloud und notwendiger Cross Border Kap.

15 Profil Gerd Simon, Bad Homburg Independent Management Consulting Gerd J. Simon Unternehmensberater & Senior Analyst E: T: M: Senior Manager in Technologie-Unternehmen, Multi-Aufsichtsrat Aktive Referenzen Digital Hub FrankfurtRheinMain e.v., Broad Group, Crisp Research, HEG, DE-CIX, kubus IT, 3i Leistungsfokus Enterprise Value Impact Steigerung in der Digitalwirtschaft, Strategie- und Business- Management-Themen. Beispiele beruflicher Stationen DeTeSystem, Interxion, Steria, Ascom Branchen Hosting, RZ- und HighTech, Private Equity & VC, Automotive, HighTech, Gesundheit 15

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