Liebe and Trauma. Wie beides Menschen miteinander verbindet und wie es sie voneinander trennt. Groesbeek 11. Juni 2010

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1 Liebe and Trauma Wie beides Menschen miteinander verbindet und wie es sie voneinander trennt Groesbeek 11. Juni 2010

2 Aufstellung der Frau (Anfang) Mann Aufgestelltes Anliegen der Frau: Warum habe ich das Gefühl einer Glaswand zwischen mir und ihm? Frau

3 Aufstellung der Frau (Ende) Mann: hat damit Eigentlich nichts zu tun. Zentrales Gefühl des Anliegens: Angst von hinten geschlagen zu werden Frau: wendet sich ihrem traumatiserten und symbiotisch verstrickten Anteil zu

4 Aufstellung des Mannes (Anfgang) Frau Mann Aufgestelltes Anliegen des Mannes: Was ist mein eigener Anteil, der die Partnerschaft mit meiner Frau so schwierig macht?

5 Aufstellung des Mannes (Ende) Frau: hat damit eigentlich nichts zu tun Mann Zentrale Aussage des Anliegens: Wie kann ich unabhängiger werden von äußeren Einflüssen und mehr Zugang zum anderen Anteil von mir bekommen?

6 Aufstellung des Sohnes (10 Jahre) (Anfang) Vater Sohn Aufgestelltes Anliegen: Was ist die Ursache meines Rheumas? Mutter

7 Aufstellung des Sohnes (Ende) Vater Sohn Mutter Zentrales Gefühl des Anliegens: Ich bin ein verzweifelter und todtrauriger Anteil der Mutter.

8 Liebe ist ein warmes Körpergefühl ein freudiges Gefühl ein Verlangen nach einer anderen Person eine persönliche Fähigkeit eine Vorstellung eine Haltung

9 Verschiedene Formen der Liebe (nach Erich Fromm ) Liebe zu anderen Mutterliebe Liebe zwischen einem Paar Selbstliebe Gottesliebe Haben wollen Sein

10 Weitere Formen der Liebe Mutter-Kind Vater-Kind Kind-Mutter Kind-Vater Geschwisterliebe Liebe zur eigenen Familie Liebe zum Clan oder Fußballverein Vaterlandsliebe Tierliebe Menschenliebe...

11 Liebe kann Grenzen überschreiten.

12 Die erste Liebeserfahrung eines jeden Menschen ist symbiotisch.

13 Symbiotische Urbedürfnisse genährt werden gewärmt werden Körperkontakt Augenkontakt verstanden werden unterstützt werden dazu-/zusammengehören

14 Jedes Kind ist mit seiner Mutter zweifach symbiotisch verwoben: passiv: die seelischen Qualitäten der Mutter prägen die seelische Grundstruktur des Kindes aktiv: das Kind hält sich an der Mutter fest und versucht der Mutter Halt zu geben. Die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter ist eine der stärksten seelischen Kräfte.

15 Liebe zwischen einem Kind und seiner Mutter gibt es immer. zwischen einer Mutter und einem zwischen einer Mutter und einem Kind nur dann, wenn die Mutter nicht traumatisiert ist.

16 Hauptursache für eine fehlende Liebe bei den Eltern sind deren Traumaerlebnisse.

17 Ein Trauma ist eine Situation, die beinhalten kann: große physikalische Kräfte, Gewalt, Tod, fehlenden zwischenmenschlicher Kontakt... Ohnmachts- und Hilflosigkeitsreaktionen eines Individuums oder einer Gruppe auf diese Situation die Vielfalt der kurz-, mittel- und langfristigen Folgen beim Versuch, eine traumatische Erfahrung zu überleben

18 Der Traumanotfallmechanismus besteht aus Erstarren, Einfrieren, Dissoziieren und Aufspalten der Persönlichkeit. Er sichert das Überleben.

19 Allgemeine Folgen eines Traumas Übererregung und Überwachheit Aufdrängen von Erinnerungen Angst und Panik Unterwürfigkeit Wut und Aggression Traurigkeit Gefühle der Verzweiflung

20 Weitere allgemeine Folgen eines Trauma Hoffnungslosigkeit, Depression Gefühllosigkeit Verlust der Bezugs zur Realität und zur eigenen Person Körperliche Erkrankungen

21 Seelische Spaltung nach einer traumatischen Erfahrung Traumatisierter Anteil Überlebensanteil Gesunder Anteil

22 Trauma und Elternliebe Traumatische Erfahrungen beschädigen die Fähigkeit von Eltern, ihre Kinder zu lieben, weil ihre Überlebensmechanismen einen tieferen emotionalen Kontakt nicht mehr zulassen.

23 Symbiosetrauma Ein Kind ist hilflos und ohnmächtig, einen stabilen, sicheren, Halt gebenden emotionalen Kontakt zu seiner Mutter und/oder zu seinem Vater aufzubauen.

24 Gesunde seelische Anteile bei einem Kind Eigene Lebenskraft Eigener Lebenswille Gesunde Urbedürfnisse Freude an der Bewegung Freude am Spielen Freude am Lernen

25 Merkmale von traumatisierten Anteilen bei einem Symbiosetrauma abgrundtiefes Verlassenheitsgefühl Angst zu sterben Angestauter Ärger und große Wut Unterdrückte Traurigkeit große Sehnsucht nach Liebe

26 Merkmale von Überlebensanteilen bei einem Symbiosetrauma Leugnung und Unterdrückung der eigenen Traumagefühle ( Mir geht es eigentlich gut. ) Idealisierung der Eltern (die liebe Mutter, der gute Vater, Ich bin schuld, die Eltern können nichts dafür. ) Identifikation mit den Überlebensstrategien der Eltern ( Ich bin der Sonnenschein meiner Mutter/das Lieblingskind meines Vaters! ) Verschmelzung mit den Traumagefühlen der Eltern

27 Folgen eines Symbiosetrauma Schwierigkeiten, zwischen eigenen und fremden Gefühlen zu unterscheiden Permanente Orientierung auf andere Menschen Symbiotische Verstrickungen mit anderen Vielfältige Formen körperlichen und seelischen Leidens

28 Merkmale symbiotischer Verstrickungen fehlendes Selbstwertgefühl Sich an andere Menschen klammern Grenzen anderer nicht achten Ärger, Hass und Aggressionen in Beziehungen permanente Sorge um andere und Versuche, sie zu retten Blindheit für die Bedürfnisse anderer Illusionäre Liebesvorstellungen Liebeswahn

29 Existenz- und Verlusttraumata führen zu Symbiosetraumata und diese möglicherweise zu Bindungssystemtraumata, d.h. das gesamte Bindungssystem wird geprägt durch Gewalt, Missbrauch, Mord, Inzest, Lüge, Vertuschung, d.h. den verzweifelten Kampf um das eigene Überleben.

30 Merkmale von gesunden Persönlichkeitanteilen mit Bezug auf das Thema Liebe Liebe in sich selbst spüren und weiterentwickeln Sich selbst lieben Zu Beziehungen klar Ja oder Nein sagen Grenzen anderer respektieren Angemessene Übernahme oder Abgabe von Verantwortung Unterstützung der Autonomie der geliebten Person Wille, realistisch zu bleiben Entschlossenheit, sich aus symbiotischen Verstrickungen zu lösen Stimmige Verbindung zwischen Sexualität und Liebe herstellen Keine Sexualität mit Kindern Keine Lügen

31 Wesentliches Anliegen für eine Traumaaufstellung Klient Anliegen: Ich möchte mich selbst lieben.

32

33 Literatur Erich Fromm (1956). Die Kunst des Liebens. München: Heyne Verlag. Franz Ruppert (2007). Seelische Spaltung und innere Heilung. Stuttgart: Klett-Cotta Verlag. Franz Ruppert (2008). Trauma, Bonding & Family Constellations. Understanding and Healing Injuries of the Soul. Frome/UK: Green Balloon Publishing. Franz Ruppert (2010). Symbiose und Autonomie. Symbiosetrauma und Liebe jenseits von Verstrickungen. Stuttgart: Klett-Cotta Verlag.

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