Notizen. aus dem Paul Gerhardt Stift

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1 IN DIESER AUSGABE Wichtig sind gute Rahmenbedingungen für Familien! Sibylle Laurischk im Interview, S die fabel erfolgreich gestartet, S Bundestagsabgeordnete zu Besuch im Stift, S Eine Kita für das PGS Aktion Baustein beginnt, S. 23 N SEPTEMBER Notizen aus dem Paul Gerhardt Stift Die Familie Mittelpunkt der Gesellschaft? Familien werden traditionell als Keimzellen des Staates bezeichnet. Doch der Anteil der Familien an der Gesamtbevölkerung geht zurück. Die Zahl der Familien in Armut nimmt hingegen zu. Auch die Form der Familien ist im Wandel. In jedem Fall ist das Thema Familie ein gesellschaftspolitischer Dauerbrenner und auch für das Stift zunehmend wichtig, z.b. durch die Arbeit im Familienzentrum. Deshalb widmen wir diese Ausgabe dem Thema Familie. Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen, Ihr Redaktionsteam Foto: R. Kneschke pitopia.de Die Welt ändert sich die Familie auch! von Birgit Bertram Angesichts des massiven sozialen Wandels der letzten 50 Jahre mit der hohen Mobilität, sinkenden Kinderzahlen, gestiegenen Scheidungsraten und dem wachsenden Anteil von Alleinerziehenden und von Singles wird oft die Frage nach der Zuverlässigkeit des Systems Familie gestellt. In der Tat hat sich in der Gesellschaft der Stellenwert von Familie und von Kindern erheblich verändert 1 : Gab es vor 100 Jahren noch auf jeden Erwachsenen einen jungen Menschen unter 20 Jahren (1:1), hat sich das um die Jahrtausendwende im Bundesdurchschnitt auf 4:1 verringert und geht bis 2030 auf 7:1 zurück; in den meisten Großstädten ist diese Relation schon heute erreicht. Damit haben Kinder gesellschaftlich heute einen ähnlichen Status wie andere Minderheiten: Ihnen werden "kindgerechte Orte" zugewiesen, wo sie die übergroße Mehrheit der Erwachsenen möglichst wenig stören. Zugleich haben sich die Erwartungen an die jetzt heranwachsenden Kinder enorm erhöht: Sie alle sollen im Bildungssystem ihre Potenziale maximal ausschöpfen und später möglichst effizient in FORTSETZUNG AUF SEITE 3

2 editorial inhalt notizen SePtemBer 2013 SEITE 2 editorial inhalt titelthema Die Welt ändert sich die Familie auch! S. 1 Immer weniger Familien in Deutschland S. 5 Diakonie fordert gerechtere Familienpolitik S. 5 Familie und Nachbarschaft (FuN) S. 6 Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde des Paul gerhardt Stifts, das Thema Familie ist ein Dauerbrenner der politischen Diskussion und das Feld der Auseinandersetzungen nicht immer leicht zu durchschauen. Geht es den einen Akteuren um eine Abschaffung des Ehegattensplittings, fordern andere ein Betreuungsgeld, den Wegfall des Kindergeldes für Wohlhabende oder eine kostenfreie Familienkrankenversicherung. Für die Eltern selbst scheint nach einer forsa-umfrage eine gute Kinderbetreuung und Work-Life-Balance von zentraler Bedeutung zu sein. Und fast 90 % der Befragten finden, der Staat sollte benachteiligte Familien besser unterstützen. Diese Ausgabe der NOTIZEN ist dem Thema Familie gewidmet, wobei wir vorrangig die Möglichkeiten der Familienunterstützung im Rahmen unserer diakonischen Arbeit in den Blick nehmen. Der Leitartikel Die Welt ändert sich die Familie auch! von Birgit Bertram enthält eine soziologische Bestandsaufnahme sowie eine Einordnung der gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Vorsitzende des Familienausschusses im Deutschen Bundestag, Sibylle Laurischk, weist im Gespräch mit den NOTIZEN auf die Notwendigkeit besserer Kinderbetreuungsmöglichkeiten und einer familienfreundlichen Gleichstellungspolitik hin. Bernd Brixius und Birgit Piltman erläutern das Konzept Familie und Nachbarschaft. Judith Drews portraitiert eine Familie aus Syrien, die Zuflucht im Paul Gerhardt Stift gefunden hat. Irma Leisle und Çetin Şahin stellen die Arbeit des Familienzentrums und das EU-Projekt die fabel vor, das die Verbesserung der Bildungssituation im Stadtteil zum Ziel hat. In der Rubrik Notiz nehmen berichten wir über das 137. Jahresfest und die neue Diakonin Johanna-Maria Wiese stellt sich vor. Zudem blickt Marlis Seedorff auf eine Veranstaltung der Diakonia 2013 zurück. Darüber hinaus startet mit dieser Ausgabe die Spendenkampagne KITA Paul Gerhardt Stift mit der wir dafür werben möchten, den Umbau und den Unterhalt der neuen Kindertagesstätte zu unterstützen. Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine anregende Lektüre und einen goldenen Herbst. Ute Köpp-Wilhelmus Herausgeberin Stefan Kurzke-Maasmeier Redaktion refugium Zwischen Gestern und Morgen Eine Familie nach der Flucht S. 8 FamiLienZentrUm Aktuelles aus dem Familienzentrum S. 9 Gespenster auf dem Weg ein gruseliger Abend im Familienzentrum und in der Schillerbibliothek... S. 10 EU-Projekt die fabel erfolgreich gestartet S. 12 Terminvorschau bis Dezember S. 13 Buchvorstellung : Weddings Wilde Wunder S. 14 KULtUr Zusammen( )stricken und neu verwurzeln bosnische Flüchtlinge in Berlin S. 14 Eröffnung des Stadtteilzentrums am 30. November S. 14 Tagung Religion findet Stadt am 9. Dezember im Paul Gerhardt Stift S. 15 geistliches LeBen Ein Besuch in Herrnhut S. 15 Vorgestellt : Diakonin Johanna-Maria Wiese S Geburtstag von Sr. Siegrid Fellechner S. 17 Alles Familie? S. 18 Heilung und Segen für die Welt S. 19 JUng UnD alt titelthema Eine familienfreundliche Gleichstellungspolitik ist zwingend notwendig! s. 20 Die Bewohnervertretung im Diakonischen Pflegewohnheim Schillerpark S. 22 Neue Kindertagesstätte im Paul Gerhardt Stift ab S. 23 Ausgewählte Literatur zum Titelthema S. 24 notiz nehmen Das Jahresfest im Paul Gerhardt Stift 137 Jahre für Andere da S. 25 Anerkennung für Engagement des Stifts im Stadtteil S. 25 Informationen der Geschäftsführung S. 26 Terminvorschau S. 27 Kurz notiert S. 28 Geleitwort des Vorstands S. 28 Impressum S. 28

3 Titelthema notizen September 2013 Seite 3 FORTSETZUNG von SEITE 1 Die Welt ändert sich die Familie auch! den Wirtschaftsprozess einbringen, um die Bedarfe der vielen älteren und alten Menschen zu sichern. Dabei ist die Familie besser als ihr Ruf! Nach den jüngsten Daten der Amtlichen Statistik wachsen heute in Deutschland rund drei von vier Kindern gemeinsam mit beiden leiblichen Eltern auf (74%), etwa 13% bei Alleinerziehenden und 12% in Fortsetzungsfamilien; weniger als 1% wird außerfamiliär betreut. Dabei ist die Familie als ein auf Dauer angelegtes Mikrosystem zu sehen, in dem sich zwei gleichberechtigte Erwachsene zusammenschließen, um in Liebe und Verantwortung Fürsorge für schwächere Dritte zu leisten (Tocqueville) und dies in einem Kontext von hoher emotionaler Dichte, Stabilität und Verlässlichkeit. Nach allen Erkenntnissen der psychologischen Forschung zu einer gelingenden kindlichen Entwicklung ist hiermit die wichtigste Voraussetzung gegeben, damit Kinder Urvertrauen und damit Vertrauen in sich und die Welt generieren und eine stabile Basis für ihre eigene weitere Persönlichkeitsentwicklung haben. Und das wird nachweislich am besten in der Familie realisiert. Doch Kinder brauchen neben dem stabilen familiären System auch andere Kinder und andere Erwachsene, um die Regelzusammenhänge des primären Systems auch in anderen Kontexten generalisieren zu lernen. Daher muss die in der Familie erfahrene Verlässlichkeit auch auf die weiteren Umgebungen, wie Nachbarschaft und Verwandtschaft, Kiez, und andere Ort für Kinder (Kita, Schule, Vereine) übertragbar sein, damit die Kinder ein zuverlässiges Bezugssystem für ihre Entwicklung haben. Der soziale Wandel der letzten 50 Jahre von der Industriegesellschaft zur modernen Dienstleistungsgesellschaft hat auch zu einer Veränderung der ökonomischen Basis der Familie geführt. Reichte in der Mitte des letzten Jahrhunderts ein Einkommen für eine Familie aus, sind heute in der Regel zwei Einkommen notwendig, um die existenzielle Sicherheit zu gewährleisten. Das bedeutet zugleich, dass heute die Familien mit nur einem Einkommen überproportional von Armut betroffen sind, nämlich Alleinerziehende und Mehrkinderfamilien. Auch haben sich in den letzten 50 Jahren erhebliche Veränderungen bei den Familien vollzogen, die zusammen genommen als Pluralisierung von familiären Lebensformen zu verstehen sind. So haben sich vielfältige neue familiäre Lebensformen neben der Kernfamilie des Paares mit seinen Kindern entwickelt, nämlich Alleinerziehende, Fortsetzungs- oder Patchworkfamilien, auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern. Das Gemeinsame all dieser familiären Lebensformen ist es, dass hier Erwachsene verlässlich Fürsorge für schwächere Dritte erbringen, und dies unabhängig davon, wie die Partnerschaftsachse konkret organisiert ist. Auch erwachsene Kinder, die sich um ihre alt gewordenen Eltern kümmern, werden hier als Familie gewertet, da sie sich ebenfalls im Generationenbezug um schwächere Dritte kümmern. Zu den nachhaltigsten Merkmalen der modernen Familie gehört, dass als Folge der langen Lebenserwartung die Menschen im Familiensystem heute viel mehr gemeinsame Lebenszeit haben als alle Generationen zuvor, nämlich Frauen im Schnitt rund 60 Jahre und Männer rund 57 Jahre. Vor 100 Jahren hatte ein Familienvater mit seinem erstgeborenen Kind nur 17 gemeinsame Lebensjahre. Das hat enorme Auswirkungen auf die Gestaltung der innerfamiliären Beziehungen: Man 1 Die Ausführungen sind zusammen mit den Literaturreferenzen und für die zitierten empirischen Belege nachzulesen in: Hans und Birgit Bertram (2009), Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder, Opladen: Barbara Budrich; sowie in: Birgit Bertram (2012), Zukunft von Kindern und Eltern. In: Mutter + Vater = Eltern? Sozialer Wandel, Elternrollen und Soziale Arbeit, Hrsg.v. Karin Böllert und Corinna Peter, Wiesbaden: VS.

4 Titelthema notizen September 2013 Seite 4 richtet sich darauf ein, eine lange Zeit (gut) miteinander auszukommen, und Eltern reflektieren dies schon mit ihren Erziehungspraktiken und der Art, wie sie mit ihren Kindern im Prozess des Aufwachsens umgehen. Haben um 1950 etwa die Hälfte von befragten Jugendlichen das Verhältnis zu ihren Eltern als gut bis sehr gut bezeichnet (und die andere Hälfte als schlecht), schätzen heute mehr als 90 Prozent der befragten Jugendlichen das Verhältnis als gut bis sehr gut ein. Auch leben die heranwachsenden Kinder heute deutlich länger im elterlichen Haushalt als noch vor ein bis zwei Generationen. Überdies spielen die Großeltern heute eine nachhaltige Rolle im Leben ihrer Enkel. Denn das 20. Jahrhundert hat als eine Folge der langen Lebenserwartung die soziale Rolle der Großeltern erstmals flächendeckend für praktisch alle Kinder erfahrbar gemacht, und die Großeltern wie auch die Enkel schätzen diese Beziehungen sehr. Sodann hat sich die subjektive Bedeutung von Familie deutlich fokussiert: Auch wenn die Familienmitglieder an unterschiedlichen Orten leben, fühlen sie sich subjektiv recht eng verbunden, sind über die neuen Kommunikationsmedien relativ dicht in Kontakt und schätzen einander als soziale Partner ("multilokale Mehrgenerationenfamilie"). Gerade Kinder gewinnen im Lebensverlauf eine wachsende Bedeutung als wichtige Gesprächspartner für ihre älter werdenden Eltern. Dabei haben sich durch die erheblichen sozialen und ökonomischen Umbrüche der letzten Jahrzehnte die sozialen Rollen von Vätern und Müttern enorm verändert. Heute sind Mütter im Vergleich zu ihrer Großmuttergeneration erheblich besser qualifiziert; sie sind zu einem hohen Anteil beruflich engagiert, auch bei kleinen Kindern, und tragen zum Familieneinkommen bei. Gerade die Errungenschaften der modernen Medizin haben im selben Zeitraum die Planbarkeit von Familie hinsichtlich Größe und Zeitpunkt zu einem selbst verantworteten Element im Leben der Frauen gemacht. Dadurch sind die Familien kleiner geworden, und zugleich sind für die Frauen neue Optionen entstanden, da die Mutterrolle nur noch eine begrenzte Phase im Lebensverlauf darstellt: Mit Mitte 40 sind die Sozialisationsaufgaben weitgehend geleistet, die Kinder verselbständigen sich zunehmend, und die Frauen sind in diesem Alter hoch leistungsfähig und motiviert, sich auch für weitere Projekte zu engagieren. Mit diesen Optionen gehen die Frauen heute unterschiedlich um: Manche konzentrieren sich nach wie vor primär auf die familienbezogenen Aufgaben (rund ein Fünftel, diese haben am ehesten mehrere Kinder), andere sind primär auf berufliche Karriereperspektiven orientiert (auch etwa ein Fünftel, diese haben am ehesten höchstens ein Kind), die meisten (rund zwei Drittel) leben eine Kombination aus beiden Bereichen, sei es sequenziell, sei es parallel mit unterschiedlicher Dynamik von Teilzeit- und Vollzeitengagement. Die Kinder schätzen dieses berufliche Engagement ihrer Mütter durchaus: Sie sind stolz darauf, wie die Mütter den Spagat meistern und trotz alledem auch Zeit für ihre Kinder aufbringen. Hier zeigt sich ein deutlicher Kontrast zum Rollenwandel der Väter. Inzwischen hat es sich weitgehend durchgesetzt, dass die väterliche Rolle auch fürsorgliche Elemente enthält: Immer mehr Väter nehmen Elternzeit und engagieren sich an innerfamiliären Aufgaben, doch dominiert nach wie vor die eher klassische Rollenverteilung innerhalb der Familie: Die Väter verbringen viel mehr Zeit in der Familie, aber die Familienzeit der Mütter hat sich nicht im selben Maß reduziert. Doch scheinen sowohl die Mütter wie die Väter mit dieser Aufgabenverteilung insgesamt recht zufrieden zu sein. Die Kinder beklagen sich jedoch darüber, dass ihre Väter zu wenig Zeit für sie haben. Große Schwierigkeiten gibt es hingegen bei der Akzeptanz dieses geänderten Modells am Arbeitsplatz der Väter, sowohl bei den Kollegen wie auch in der Einschätzung der Vorgesetzten. Hier wird ein Dilemma deutlich, das in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte noch unzureichend thematisiert wird, nämlich die Geringschätzung von Fürsorgeleistungen oder Care gegenüber der Berufsarbeit. Damit

5 Titelthema notizen September 2013 Seite 5 einhergeht eine horizontale Ungerechtigkeit, dass die erbrachte Fürsorgeleistung etwa von teilzeittätigen Müttern in der Rentenversorgung unberücksichtigt bleibt: Die Mütter, die der Erziehung ihrer Kinder wegen nicht in Vollzeit tätig waren, bekommen entsprechend geringere Rentenanteile, während durchgängig vollzeiterwerbstätige Kinderlose im Alter von den Fürsorgeleistungen der Mütter profitieren, weil deren Kinder nun die wirtschaftlichen Güter produzieren, die die Alterssicherung gewährleisten. Hier ist ein Umdenken erforderlich: Kinder sind nicht als "privates Gut" ihrer Eltern anzusehen, sondern als gemeinsames Gut aller Gesellschaftsmitglieder, da sie zukünftig die ökonomische Basis für alle Älteren sichern und somit alle davon profitieren, ob sie nun selbst Kinder groß gezogen haben oder nicht. Daher müssen neue soziale und politische Lösungen gefunden werden, um Care mit anderen gesellschaftlichen Aufgaben, insbesondere auch der Berufsarbeit, gleich zu stellen. Professorin Dr. Birgit Bertram ist Hochschullehrerin für Soziologie und Sozialpsychologie (Mikrosoziologie) an Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Zum Thema Familie erschien von ihr und ihrem Mann, dem Soziologen Hans Bertram, zuletzt: Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder, Opladen u.a., Verlag Barbara Budrich Immer weniger Familien in Deutschland Nach Ergebnissen des Mikrozensus lebte 2012 in Deutschland weniger als die Hälfte der Bevölkerung noch als Familie zusammen (49 %). Im Jahr 1996 lag dieser Anteil mit 57 % noch deutlich höher. Im Vergleich der Bundesländer ergibt sich ein starkes Ost-West-Gefälle: In den östlichen Bundesländern leben nur noch 42 Prozent der Menschen in Familien, im Westen sind es 51 Prozent. Überall wurde ein Rückgang verzeichnet, am stärksten war er in Mecklenburg-Vorpommern mit 21 % im Vergleich zu In den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin ist der Anteil der Bevölkerung, der in Familien lebt, mit 40 bis 42 Prozent genauso niedrig. Am höchsten ist er in Baden- Württemberg und Bayern mit jeweils 53 Prozent. Quelle: Dieses Familienportrait entstand im Malkurs des Familienzentrums Diakonie fordert gerechtere Familienpolitik Familienförderung und Bildungspaket kommen bei benachteiligten Familien nicht an von Ute Burbach-Tasso Bei vielen Familien reicht das Geld hinten und vorne nicht, um ihre Kinder angemessen zu fördern. Spitzenverdiener dagegen profitieren stärker als Hartz-IV-Bezieher von den familienpolitischen Leistungen, kritisierte Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand der Diakonie Deutschland angesichts der parlamentarischen Debatten zum Bildungs- und Teilhabepaket und zum Armuts- und Reichtumsbericht bereits im April im Bundestag. Die zehn Euro für Sport- oder Kulturangebote aus dem Bildungs- und Teilhabepaket kann man eigentlich nur als symbolischen Betrag werten", betont Loheide. Bei Familien, die in Armut lebten, fehle es an allem. Sie brauchen eine entschlossene Politik, die Kinderarmut bekämpft, forderte Loheide. Nach Berechnungen der Diakonie müssen Eltern, deren Kinder in einem

6 Titelthema notizen März 2013 Seite 6 Sportverein sind oder Musikunterricht nehmen, durchschnittlich 92 Euro monatlich aufbringen. Der Hartz-IV-Satz deckt nicht einmal die Kosten für Ernährung hinreichend. Für Kleinkinder sind dafür gerade einmal 2,82 Euro täglich vorgesehen, für Sechsjährige vier Euro, kritisierte Loheide. Während das Geld in armen Familien kaum reicht, Kinder vernünftig zu ernähren, werden Spitzenverdiener netto pro Kind mit 277 Euro entlastet und bekommen so über 20 Euro mehr an familienpolitischen Leistungen. Das ist nicht hinnehmbar, betonte Loheide. Die Diakonie Deutschland fordert deshalb eine zielgenauere Ausrichtung der familienpolitischen Leistungen und eine soziale Sicherung von Kindern und Jugendlichen, die ihre Chancen eindeutig verbessern. Die vorhandenen monetären Instrumente reichen nach Analysen der Diakonie zur Bekämpfung von Kinderund Jugendarmut in Deutschland nicht aus. Wie die Förderung von Kindern und Jugendlichen aussehen sollte, beschreibt die Diakonie in dem Positionspapier Soziale Sicherung für Kinder und Jugendliche einfach, transparent und zielgenau ausgestalten. So schlägt die Diakonie eine einheitliche finanzielle Förderung vor statt aktuell einer Vielzahl unterschiedlichster Leistungen wie Kindergeld, Kinderfreibeträge, Kinderzuschlag, Kinder-Regelsätze und pauschalierte Förderung durch das Bildungs- und Teilhabepaket. Außerdem sollte es eine bedarfsabhängige Förderung bei Bedürftigkeit mit direkter Auszahlung an die Eltern geben, neben Wohngeld zum Beispiel für schulische Bedarfe, Fahrten, Lernförderung, Mittagessen, Gesundheit und größere Anschaffungen. Desweiteren sollte der Ausbau der Infrastruktur nach regionalen Bedarfen gefördert werden: Ganztagsbetreuung, Betreuung von Unterdreijährigen, sowie für Beratungs-, Hilfs- und Freizeitangebote. Das Positionspapier Soziale Sicherung für Kinder und Jugendliche einfach, transparent und zielgenau ausgestalten findet sich unter Texte-03_2013-Soziale-Sicherung.pdf Ute Burbach-Tasso ist Pressesprecherin von Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband; Kontakt: Familie und Nachbarschaft (FuN) ein präventives Familienprogramm mit Spaß! von Bernd Brixius und Birgit Piltman Das präventive Familienprogramm Familie und Nachbarschaft (FuN) zielt auf die Förderung von Elternkompetenz und die Stärkung der Familien in ihrem sozialen Umfeld. Es geht um präventive Bildungsarbeit mit Eltern und Kindern, in dem gemeinsame Lern- und Erfahrungsräume geschaffen und das gegenseitige Verständnis gefördert wird. Das Programm wurde kürzlich durch Frau Professorin Dr. Sigrid Tschöpe- Scheffler von der Fachhochschule Köln mit guten Ergebnissen evaluiert. Was passiert im FuN-Programm? Die Programmelemente und ihre Ziele durch das Erleben von Übungen und Spielen. Zu Beginn stehen ein Spiel oder ein Lied, danach gibt es eine Aufgabe für die ganze Familie am Familientisch. Alle machen mit, die Eltern führen Regie und beteiligen alle an der Aufgabenlösung. Das fördert die Teamfähigkeit der Familie und den Zusammenhalt. Beim nächsten Spiel lernen die Familien, miteinander zu reden. Sie erhalten einen Gesprächsimpuls mit dem Ziel, dass alle etwas von sich mitteilen und etwas von den anderen erfahren können. Wieder achten Etwa zehn Familien werden eingeladen, am FuN-Programm mit der ganzen Familie teilzunehmen. Im Zeitraum von zwei Monaten findet das Programm ein Mal wöchentlich in Einrichtungen im Sozialraum statt. Das Programm vermittelt Familienkompetenzen Begrüßungsrunde

7 Titelthema notizen März 2013 Seite 7 in der Einrichtung oder bei der Familie zuhause. FuN findet am späten Nachmittag statt, also zu einer Zeit, in der auch berufstätige Elternteile teilnehmen können. FuN setzt auf Lernen durch Erfahrung: die positiven Erlebnisse der FuN-Nachmittage können in das Alltagsleben der Familien direkt übertragen werden. Kooperation familienbezogener Dienste im Stadtteil FuN fördert den Zusammenhalt von Familien die Eltern darauf, dass alle drankommen und jeder ausreden darf. Dann wird gemeinsam gegessen: Jede Familie kocht einmal für alle anderen. Sie erhält dafür ein Budget für den Einkauf und die Unterstützung des Teams bei den Planungen und danach ganz viel Anerkennung. Die Familien erleben das gemeinsame Essen als Treffpunkt für die ganze Familie in angenehmer Atmosphäre. Es folgt die Elternzeit und parallel dazu die Kinderzeit: Die Kinder spielen mit pädagogischer Begleitung und die Eltern lernen sich in dieser Zeit kennen und tauschen sich aus. Das Motto lautet: Familien lernen von Familien! Das FuN-Team moderiert diese Elternrunde und achtet darauf, dass alle beteiligt sind. Ein zentrales Element von FuN ist das Spiel. Spiele fördern die kreativen Kompetenzen der Kinder und die Fähigkeiten der Eltern, sich auf diese Ideen einzulassen. Eltern und Kinder spielen mit Lust und Laune miteinander und lernen sich so besser kennen. Ein Abschlussritual spannt den Bogen zur nächsten Woche Mehr als nette Spielnachmittage Hinter der bunten und spielerischen Programmoberfläche versteckt sich mehr als es auf den ersten Blick scheint. Das FuN-Programm versteht sich als Lernprogramm für Familienkompetenzen. Die acht Elemente des FuN-Programms dienen der Stärkung der Elternkompetenzen und Elternverantwortung sowie der Entwicklung des Zusammenhalts und Strukturbildung in Familien. Zudem werden Kommunikation und Konfliktfähigkeit innerhalb der Familie gefördert sowie Kontakte, Selbsthilfe und Netzwerke aufgebaut. Ein weiteres Ziel ist es, die Integration und Mitwirkung von Familien in pädagogischen Einrichtungen zu unterstützen und die Kooperation und Vernetzung von familienorientierten Diensten auszubauen. Elternarbeit in pädagogischen Einrichtungen Das Programm FuN geht organisatorisch und konzeptionell andere Wege, um alle Eltern auch die mit anderen Bildungs- und Kulturgeschichten zu erreichen. Die Einladung zur Teilnahme am Programm richtet sich an die ganze Familie, also an Eltern, Kinder und alle Personen, die für die Erziehung der Kinder eine Rolle spielen. Die FuN-TeamerInnen überbringen die Einladung bei kurzen Vorgesprächen Das präventive Programm macht Spaß! FuN bindet die Arbeit verschiedener familienbezogener Dienste im Stadtteil zusammen. Neben der Einrichtung, in der die Kinder sind und über die die Eltern für das FuN-Programm angesprochen werden, sind noch ein bis zwei weitere Kooperationspartner dabei: die Familienbildungsstätte, die Erziehungsberatungsstelle oder ein anderer lokaler familienbezogener Dienst. Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, also dem ASD oder der Sozialpädagogischen Familienhilfe ist erwünscht. Die zwei zentralen Ziele dieser Kooperation sind, dass die Familien die Unterstützungsangebote verschiedener Einrichtungen kennenlernen und die Kolleginnen verschiedener Einrichtungen bessere Möglichkeiten zum Austausch haben. Bernd Brixius ist Diplompädagoge, Diplompsychologe, systemischer Familientherapeut und Supervisor. Birgit Piltman ist Diplom-Sozialarbeiterin, systemische Familientherapeutin und Mediatorin. Sie leiten gemeinsam das praepaed Institut für präventive Pädagogik in Münster und Detmold. Kontakt: und

8 Refugium notizen September 2013 Seite 8 REFUGIUM Zwischen Gestern und Morgen Eine Familie nach der Flucht in Deutschland von Judith Drews Gern sind sie gekommen, als ich sie um ein Interview gebeten habe. Sie freuen sich über das Interesse an ihrer Geschichte. Nun sitzen wir uns beim Kaffee in meinem Büro gegenüber, Herr K., seine Frau und ich, außerdem ein Dolmetscher, der unser Gespräch unterstützt. Der jüngste Sohn der Familie K., erst eineinhalb Jahre alt, spielt neben uns auf dem Boden mit Bausteinen. Mich interessiert, wie sie in ihrem Heimatland Syrien gelebt haben und was sie zur Flucht bewogen hat. Mit lebhafter Stimme beginnt Frau K. zu erzählen. Die Familie verließ Syrien schon 2009, lange vor dem aktuellen Bürgerkrieg. Bis dahin lebten sie im Dorf Toliko im syrischen Kurdengebiet als Landwirte. Die älteren Kinder besuchten die Schule. Doch das Leben war nicht ungetrübt. Die Familie gehört zur Minderheit der yezidischen Kurden und hat als solche in ihrem Heimatland Bedrohungen und Benachteiligungen erfahren. Frau K.s ansonsten fröhliche, dunkle Augen werden ernst, als sie sich erinnert: Nach Zusammenstößen zwischen Kurden und Arabern 2004 gab es in Syrien neue Gesetze, die das Leben der Kurden erschwerten. Wir durften z.b. in unserem Gebiet keine neuen Häuser mehr bauen. Wir lebten in einem Haus zusammen mit der Familie meines Mannes und den Großeltern. Es wurden viele Kinder geboren und es wurde zu eng für uns, aber wir hatten keine Möglichkeit, das Haus zu erweitern. Häufig kamen maskierte Männer und forderten Geld oder Vieh, wenn wir nicht bezahlten, drohten sie mit Gefängnis. Die Kinder besuchten die Schule in einem benachbarten Ort zusammen mit arabischen Kindern. Die kurdische Sprache wird dort nicht gelehrt. Auch Angekommen Familie K. in ihrer Wohnung im Refugium des Paul Gerhardt Stifts die Lehrer waren Araber. Die Kinder hatten dort häufig Konflikte mit arabischen Kindern und Lehrern, bei denen sie regelmäßig benachteiligt waren. Auch was die Berufswahl betrifft, haben die kurdischen Kinder und Jugendlichen weniger Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund entschloss sich die Familie 2009, die Heimat zu verlassen. Nach zwei Monaten Flucht erreichten sie Deutschland und wurden nach der Asylantragstellung nach Berlin verteilt. Hier setzte sich die Odyssee fort, zwei Wohnheime für Flüchtlinge hat die Familie bereits durchlaufen, bevor sie Ende 2011 ins Refugium einzog. Die Erstaufnahmeeinrichtung, in der alle neu nach Berlin einreisenden Flüchtlinge die ersten Monate verbringen müssen, haben sie als besonders belastend in Erinnerung. Hier waren Angehörige verschiedenster Nationalitäten auf kleinstem Raum gemeinsam untergebracht, Küche und Bäder mussten geteilt werden. Und heute? Die inzwischen siebenköpfige Familie wohnt in einer geräumigen Wohnung im Refugium im Paul Gerhardt Stift. Im Jahr 2012 wurde der jüngste Sohn in Berlin geboren. Es scheint etwas Ruhe eingekehrt zu sein bei Familie K. Der Aufenthalt in Deutschland ist mittlerweile gesichert. Die älteren Kinder besuchen Grund- und weiterführende Schulen im Kiez um die Müllerstraße und werden im Rahmen des Nachhilfeprojekts im Refugium regelmäßig ehrenamtlich von Studierenden betreut. Für den zweitjüngsten Sohn, inzwischen fünf Jahre alt, wurde zur Vorbereitung auf den Schulbesuch ein Kitaplatz organisiert. Alle Kinder haben schnell die deutsche Sprache gelernt. Inzwischen gibt es auch einen kurdischsprachigen Familienhelfer, der die Familie unterstützt. Sie scheinen angekommen zu sein und fühlen sich hier geborgen. Doch auch wenn sie in Deutschland allmählich Fuß fassen, sich mit Neugier und Optimismus im neuen Umfeld bewegen, spielt die Beschäftigung mit Syrien nach wie vor eine große Rolle in ihrem Alltag: Die älteren Kinder können sich noch erinnern und reden viel davon, wie schön es war, auf dem Dorf zu leben. Sie vermissen die Verwandten und Freunde, die sie zurücklassen mussten. Aber auch erlittenes Unrecht ist ihnen noch bewusst. Die kleineren Kinder haben das Leben in Syrien vergessen oder gar nicht bewusst erlebt. Ihnen erzählen die Eltern häufig Geschichten von den Großeltern, die dort noch leben. Wenn Herr K. von ihnen spricht, ist ihm die Sorge deutlich anzusehen. Sie verfolgen genau die politische Situation in Syrien. Der Bürgerkrieg hat in den letzten Monaten das ganze Land erfasst und spart die

9 Refugium Familienzentrum notizen September 2013 Seite 9 Kurdengebiete längst nicht mehr aus. Es sind viele noch nach ihnen geflüchtet, in die Türkei, nach Europa. Große Teile der Familie leben inzwischen in Deutschland und Österreich: In unserem Dorf lebten ursprünglich 70 Familien. Inzwischen sind es nur noch zehn. Nur die alten oder kranken Menschen bleiben dort. Wer weggehen kann, der geht. Sie geben die Hoffnung nicht auf, dass es ihnen gelingt, die Großeltern ebenfalls in Sicherheit zu bringen. Und welche Wünsche und Pläne haben sie für ihre Zukunft? Frau K. lächelt: Die Kinder sollen einen guten Schulabschluss machen, damit sie einen Beruf lernen können, der ihnen gefällt. Und wir Eltern müssen erst gut Deutsch lernen, dann wollen wir arbeiten. Ich möchte gerne eine Ausbildung machen. In Syrien habe ich immer davon geträumt, Friseuse zu sein. Vielleicht wird dieser Traum hier wahr? Spendenkonto KD Bank Konto BLZ Stichwort Refugium Paul Gerhardt Stift zu Berlin/Refugium Regine Vogl, Dipl.-Pädagogin / Sozpäd. Judith Drews, Dipl.-Pädagogin / Sozpäd. Müllerstraße 56-58, Berlin Tel.: , Fax.: Familienzentrum Aktuelles aus dem Familienzentrum von Irma Leisle Regelmäßigen Leserinnen und Lesern der Notizen ist bekannt, dass der Bereich Lesen und Leseförderung im Rahmen unserer Kinderbibliothek eine große Rolle spielt. Die Lange Nacht der Familie haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit der Schiller-Bibliothek und dem Deutschen Familienverband dazu gestaltet (siehe Artikel Gespenster auf dem Weg ). An der Woche der Sprache und des Lesens im Oktober werden wir uns mit einer Veranstaltung ebenso beteiligen wie an den Berliner Märchentagen im November (siehe unter Termine ). Doch auch das Thema Gesundheit für die ganze Familie nimmt im aktuellen Programm eine größere Rolle ein als bisher. In den Sommerferien gab es bereits das Angebot Sommerküche kinderleicht und bunt in dem Familien unter Anleitung ein komplettes, schmackhaftes und gesundes Menü herstellen konnten. Kurse zur Stressbewältigung, Ernährungskurse, Erste Hilfe bei Kleinkindern in Notfällen und auch autogenes Training für Kinder bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die gesundheitliche Verfassung der Familie positiv zu beeinflussen. Erfreulicherweise können wir im Herbst diesen Jahres mit finanzieller Unterstützung durch das Bezirksamt Mitte ein Projekt zum Thema Kinderrechte anbieten. Zwar ist die Situation vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen, insbesondere außereuropäischen Ländern nicht dramatisch schlecht, aber auch hier werden elementare Grundrechte von Kindern und Jugendlichen verletzt. Seit 1990 etwa ist hier die Kinderarmut stärker gestiegen Anzeige BKK Diakonie eine starke Gemeinschaft! Die etwas andere Krankenkasse, speziell für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Bereich, bietet: Individuelle Beratung statt Call-Center Kostenlosen Zahnersatz und Gesundheitswochen statt Einheitsbehandlung Ganzheitliches Denken und Naturheilkunde statt Massenmedizin Werden und werben Sie ein Mitglied. Es lohnt sich! Informationen unter oder telefonisch unter (6 ct/verbindung aus dem Festnetz und bis zu 42 ct/minute aus anderen Netzen). BKK Diakonie Von Mensch zu Mensch... Bei uns zahlen Sie keinen Zusatzbeitrag!

10 Familienzentrum notizen September 2013 Seite 10 Jahren unterschiedlicher Herkunft. Einige der Angebote sind jedoch auch an Kinder selbst adressiert und werden ergänzt durch gemeinsame Einheiten mit dem Ziel, in der gegenseitigen Wahrnehmung einen Perspektivenwechsel hinsichtlich des Verständnisses und der Umsetzung von Kinderrechten zu erreichen. Wir sind gerade in der Planung der konkreten Angebote zu diesem wichtigen Thema. Interessierte Familien können den aktuellen Stand im Familienzentrum unter /-117 nachfragen oder ab Mitte September auf unserer Homepage unter Aktuelles nachschauen. Gemeinsam schmeckt s besser junge Gäste im Familiencafé als in den meisten anderen Industrienationen. Es leben weiterhin über eine Millionen Kinder in relativer Armut, also in einer Situation der Unterversorgung mit materiellen wie immateriellen Ressourcen. Misshandlung und Vernachlässigung, beeinträchtigende Wohn-, Verkehrs- und Umweltbedingungen oder mangelnde Teilhabemöglichkeiten an politischen Entscheidungsprozessen stellen weitere kinderrechtsrelevante Mängel dar. Dass sich Kinder als Rechtssubjekte wahrnehmen können, die ein fundamentales Beteiligungsrecht bei allen sie betreffenden Entscheidungen haben, können sie auch und vor allem im familiären Erziehungskontext erfahren lernen. Hier wird die Grundlage dafür gelegt, dass die Kinderrechte von Kindern überhaupt als eigene Rechte verstanden und affektiv angeeignet werden können. Aus diesem Grund scheint es sinnvoll, das Thema Kinderrechte im Familienalltag in unser Angebot der Familienbildung mit aufzunehmen. Dabei stehen eine kultursensible Vermittlung von Wissen über die Rechte von Kindern bis hin zu Übungen und Trainings zur konkreten Umsetzung von Rechten im Erziehungs- und Bildungsprozess auf dem Programm. Das Projekt richtet sich an Eltern von Kindern zwischen drei und 12 Irma Leisle ist Leiterin des Familienzentrums im Paul Gerhardt Stift, Kontakt: Tel /131 Foto: pics.de Gespenster auf dem Weg ein gruseliger Abend im Familienzentrum und in der Schillerbibliothek von Irma Leisle Zahlreich waren sie, die Gespenster, die sich in der Langen Nacht der Familie am 4. Mai 2013 auf den Weg gemacht hatten. Zweiundzwanzig Gespenster im Alter von drei bis 12 Jahren wurden begleitet von ihren Gespenster-Müttern und -Vätern, auch Gespenster-Großmütter waren dabei. Mit erwartungsvollen Blicken kamen sie alle in der entsprechend dekorierten Kinderbibliothek des Familienzentrums im Paul Gerhardt Stift an. Manche waren bereits als Sie sind stolz auf ihre selbstgebastelten Gespenster

11 Familienzentrum notizen September 2013 Seite 11 Gespenster verkleidet. Was würde sie in den nächsten vier Stunden erwarten? Nach einer kurzen Begrüßung übernahm Martina Engel vom Deutschen Familienverband die Regie. Erst wurden sechs Rollen für die anschließende Lesung einer Gespenstergeschichte verteilt. Jedes Kind mit einer Rolle musste an ihrer Nicht bange machen lassen! Geister mögen keinen Krach! Stelle in der Geschichte bestimmte Geräusche oder Töne machen, zum Beispiel ein Quietschen beim Öffnen der Gespensterkiste oder ein Nießen, wenn ein Mädchen mit Schnupfen Erwähnung fand. Nach einem eher verhaltenen Beginn steigerte sich die Beteiligung der Zuhörer/-innen und schließlich machten alle begeistert mit. Danach wurde das Buch Gespenster haut ab von Catherine Leblanc gelesen. Nicht nur Leyla Burak vom Familienzentrum las, sondern ein Teil der Grundschulkinder und auch Eltern lasen, jeder eine Seite und so ging das Buch fast zwei Mal durch die Runde und alle waren über die Geheimrezepte der Gespenster bestens informiert. Nach so viel Zuhören war nun Aktion angesagt: Jedes Kind konnte sich eine gespenstische Handpuppe basteln. Mit großem Eifer machten sich die Kinder mit Hilfe der Erwachsenen ans Basteln und es entstanden tolle Gespenster. Bevor sich nun die Gespenster auf den Weg machten, übte Martina Engel noch das Lied vom Schlossgespenst ein. Singend, begleitet von den gebastelten Gespenstern, unterstützt mit Rasseln und einem Schild, das auf die Aktion hinwies, machte sich die ganze Gruppe auf den Weg. Es ging die belebte Müllerstraße entlang bis zur Schillerbibliothek. Viele erstaunte Blicke begleiteten den Gespensterzug und vom vielen Singen wurden die Kehlen ganz trocken. In der Schiller-Bibliothek angekommen, begrüßte die Leiterin Corinna Dernbach die Gespenster. Danach machten sich erst einmal alle über das tolle Gespensterbuffet her. Mit großer Liebe zum Detail hatte die Mitarbeiterin der Schiller-Bibliothek dort das Buffet mit weißen Mäusen, Fledermäusen, Marzipanfingern, Zum Abschluss: Leckeres aus der Hexenküche Muffins und allerlei weiteren gespenstischen Dingen dekoriert. Gut gestärkt ging es zum nächsten Programmpunkt. In einer schaurig-gruseligen Ecke der Bibliothek erwartete Angelika Niemitz vom Deutschen Familienverband die Kinder. Sie erzählte die Geschichte vom gestreiften Gespenst, das lernt, warum Singen und Angst haben nicht gleichzeitig geht. Musikalisch wurde sie von Helmut Engel-Musehold unterstützt, der seiner Bassquerflöte entsprechend schaurige Töne entlockte. Nach einem ersten Durchgang erhielten die Kinder und Erwachsenen ebenfalls Musikinstrumente und setzten diese dann beim Erzählen der Geschichte ein. Mit großem Spaß und viel Aufmerksamkeit waren alle dabei. Die Rollen wurden verteilt und, mal laut und mal leise wurde mit einer Triangel, Klanghölzern, Handtrommeln, einer Tamburine und weiteren Instrumenten die Geschichte begleitet. Als Abschluss versammelten sich die Kinder im Bilderbuchkino. Corinna Dernbach setzte in beeindruckender Weise die Geschichte Drei miese, fiese Kerle in Wort und Bild um. Bevor die inzwischen eher müde gewordenen kleinen und großen Gespenster sich auf den Nachhauseweg machten, wurde nochmal das Lied vom Schlossgespenst gesungen. Fröhlich und beschwingt, mit den gebastelten Gespenstern in der Hand, machten sich die großen und kleinen Gespenster auf den Weg nach Hause.

12 Familienzentrum notizen September 2013 Seite 12 EU-Projekt die fabel erfolgreich gestartet von ÇEtin Şahin Das Projekt die fabel ist eine Initiative des Familienzentrums im Paul Gerhardt Stift zu Berlin und kann durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) über einen Zeitraum von zwei Jahren (bis Ende 2014) realisiert werden. Das Ziel des Projekts ist es, außerschulische Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien in der Region Parkviertel zu schaffen. Es geht um die Förderung von Erziehungskompetenzen und die Stärkung von Selbsthilfepotenzialen in den Familien. Das Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche. Zum einen geht es um Bildungspatenschaften zwischen ehrenamtlichen Mentorinnen und Schülern. Zweites sollen Elternkompetenzen und die Stärkung von Familien im Stadtteil nach dem zertifizierten Präventionsprogramm FuN Familie und Nachbarschaft gefördert werden. Und schließlich setzt die fabel auf Fortbildung und Vernetzung von Fachkräften und Multiplikatoren. In den ersten Projektmonaten wurde insbesondere der Bereich Bildungspatenschaften aufgebaut, über das Teilprojekt FuN und die Vernetzungsangebote wird in einer der kommenden Ausgaben der NOTIZEN ausführlicher berichtet. Das Projekt ist im Januar 2013 mit mehreren ehrenamtlichen Paten und Ali (10 Jahre) mit seiner Patin Tuba Inan. Bildungsunterstützung im Projekt die fabel Ehrenamtliche sind willkommen Patenkindern gestartet. Die ehrenamtlichen Paten kommen aus verschiedenen Berliner Bezirken und sind auch in ihrer Altersstruktur sehr unterschiedlich. Die Motivation, der Gesellschaft etwas zurückzugeben ist die verbindende Triebkraft für alle ehrenamtlichen Paten in dem Projekt. Tuba Inan, 24 Jahre, studiert an der Alice-Salomon-Hochschule Soziale Arbeit und beschreibt ihr Engagement so: Da ich mich verantwortlich fühle, benachteiligten Menschen oder auch Menschen, die sich in einer Notsituation befinden zu helfen, setze ich mich mit Spaß und Freude ehrenamtlich für das Projekt die fabel ein, mit der Hoffnung, dass diese Menschen bessere Chancen im Leben haben werden. Außerdem sehe ich diese Tätigkeit als eine gute Chance, um Erfahrungen für meinen späteren Beruf zu sammeln. Tuba Inan und ihr Patenkind Ali haben sich im Familienzentrum kennen gelernt. Gemeinsam mit seinen Eltern wurden gemeinsame Ziele festgelegt und Unternehmungen geplant. Es ist wichtig, die Eltern des Patenkindes in alle Planungen eng einzubeziehen. Die Projektmitarbeiter bringen Patenkind und Pate zusammen und achten darauf, dass dieses Tandem auch gut zueinander passt. Mein Patenkind Ali ist ein sehr ruhiger, schüchterner neunjähriger Junge, deshalb fällt es ihm sehr schwer aus sich herauszugehen, so Tuba Inan weiter. Nach mehrmaligem Treffen ist es uns gelungen, eine gute Beziehung aufzubauen und wir kommen nun schneller ins Gespräch als zu Beginn. Imad (11 Jahre) und sein Pate Shlomo Weicker, der ab September ein Freiwilliges Soziales Jahr im Familienzentrum des Stifts leistet Ich unterstütze Ali in schulischen sowie in sozialen Angelegenheiten und konzentriere mich dabei auf seine Bedürfnisse und Wünsche. Mein Ziel ist es, seine Fähigkeiten zu entdecken und ein gutes Vorbild für mein Patenkind zu sein. Ich denke, alle Kinder und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien sollten von Bildungspatenschaften profitieren! Foto: Pitopia/ C. Langer-Püschel 2011

13 Familienzentrum notizen September 2013 Seite 13 Yasmina und Lina Mansour, 19-jährige Zwillingsschwestern, haben gerade ihr Abitur absolviert und möchten sich in ihrem Bezirk engagieren und für Kinder und Jugendliche da sein, die eine solche Patenschaft benötigen. Beide sind davon überzeugt, dass man der Gesellschaft auch etwas zurück geben sollte. Da sie selber so viel Glück in ihrem Leben hatten, möchten sie Kindern und Jugendlichen, die es schwerer im Leben haben, gern helfen. Die Paten treffen sich mit den Patenkindern einmal die Woche für zwei Stunden und unternehmen verschiedene kulturelle Aktivitäten, wie z.b. ein Zoobesuch, Kindertheater, Kino oder sie lesen gemeinsam. Das Patenschaftsprojekt ist keine Hausaufgabenhilfe. Natürlich unterstützen die Paten ihre Patenkinder auch in dieser Hinsicht, allerdings verstehen wir Bildung in einem umfassenderen Sinn. Bis jetzt sind zehn ehrenamtliche Paten im Projekt tätig. Wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen sich für das Projekt interessieren und freuen uns daher über weitere Paten, die sich hier engagieren möchten. Der zweite Projektbaustein FuN wird im Herbst anlaufen. FuN möchte Familien zusammenbringen und nachbarschaftliche Beziehungen im Stadtteil fördern. Das Programm basiert auf gemeinsamer Aktivität und Erfahrungslernen (siehe Seite 6). Das FuN-Programm ist ein weiterer Baustein zur Entwicklung des Paul Gerhardt Stifts als Zentrum für Kinder und Familien. Alle Familien mit Kindern im Alter von drei bis 12 Jahren im Parkviertel und darüber hinaus sind eingeladen, sich an FuN zu beteiligen. Mit dem Ziel, Elternarbeit und Kommunikation zwischen Eltern und Institutionen zu verbessern, wenden wir uns auch Kitas, Schulen und andere Einrichtungen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wollen Sie mit Ihrer Familie an einem FuN -Kurs im Familienzentrum teilnehmen? Kennen Sie Familien, die von FuN profitieren könnten? Dann melden Sie sich bei uns: paulgerhardtstift.de, Terminvorschau bis Dezember 2013 Dienstag, von 9 bis 15 Uhr Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall B. Rosenberg Kommunikationstraining für Erzieher/-innen Freitag, und Erste Hilfe bei Notfällen im Säuglings- und Kleinkindalter jeweils von 14 bis Uhr Samstag, ( ) Basteln macht Spaß und weckt die Fantasie von 14 bis 16 Uhr Montag, von bis 19 Uhr Verschieden beten gemeinsam hören Dienstag, von 9 bis 16 Uhr Wie spreche ich Familien auf den Verdacht einer Kindeswohlgefährdung an? Donnerst., von bis Uhr Medienkonsum Samstag, von 11 bis 14 Uhr Kleine Bilder mit Nadel und Faden Dienstag, von 9 bis 12 Uhr Ernährungskurs: Gesund und lecker für die ganze Familie Freitag, von 10 bis Uhr Kindliche Sprachentwicklung Montag, von 16 bis 19 Uhr Mit Kindern über Krankheit, Sterben und Tod sprechen Samstag, von 10 bis Uhr Gelingende Kommunikation in der Familie Samstag, von 14 bis Uhr Die Pubertät Zeit der Wandlung Donnerst., von bis Uhr Mutter-Vater-Kind-Kuren Donnerstag, von 9 bis 15 Uhr Mit Energie in den Job und in den Feierabend Freitag, von bis Uhr Französische und Afrikanische Märchen Montag, von bis Uhr Laternen basteln und St. Martins-Umzug auf dem Gelände des Paul Gerhardt Stifts Donnerst., von bis Uhr Kinderschlaf Samstag, ab 14 Uhr Eröffnung des Stadtteilzentrums Donnerstag, von 14 bis 17 Uhr Nikolausfeier für Familien Anmeldungen sowie Informationen zu den Angeboten und zum Familienzentrum unter , Sie können für die Arbeit des Familienzentrums spenden: KD-Bank, BLZ , Konto , Stichwort Familienzentrum. Vielen Dank!

14 FamiLienZentrUm KULtUr notizen SePtemBer 2013 SEITE 14 Buchvorstellung Weddings Wilde Wunder von huyen trang nguyen Das Leben mit Kind im lebendigen Wedding mit all seinen Sorgen und Unsicherheiten für die jungen Eltern ist nicht immer einfach. Fünf Paare erzählen aus ihrer Sicht wie sie den Alltag gemeinsam bewältigen und zugleich Zeit für- und miteinander finden. Aus einem Fragenkatalog sind persönliche und nachdenkliche Gespräche entstanden, die einen interessanten Einblick in das Innenleben junger Familien in Wedding geben. Weddings Wilde Wunder wird im Rahmen der Eröffnung des Stadtteilzentrums im Paul Gerhardt Stift zu Berlin am offiziell vorgestellt. H. T. Nguyen (Gestaltung)/ A. Liedtke (Fotos) 2013 KULtUr Zusammen( )stricken und neu verwurzeln bosnische Flüchtlinge in Berlin eine veranstaltung des Paul gerhardt Stifts und Südost europa Kultur e.v. im rahmen der interkulturellen Woche 2013 am ab 16 Uhr Durch den Krieg in Bosnien in den 90er Jahren entstand eine Zusammenarbeit zwischen dem Flüchtlingsheim des Paul Gerhardt Stifts und der Arbeit von Südost Europa Kultur e.v. Viel ist in den letzten 20 Jahren passiert. Menschen zogen weiter oder gingen zurück in die alte Heimat, andere blieben in Berlin und sind hier mittlerweile neu verwurzelt. Krieg und Vertreibung sind nicht vergessen und es gibt bis heute in beiden Einrichtungen gewachsene soziale Angebote für Flüchtlinge aus Bosnien, die sich treffen, austauschen und miteinander tätig sind. Eine strickende Frauengruppe aus dem Paul Gerhardt Stift und der aus einer Südost Europa Kultur-Therapiegruppe entstandene Interkulturelle Garten Rosenduft samt Imkerei stellen für einen Nachmittag ihre Aktivitäten vor. Wir erinnern an den Hintergrund dieser Projekte, schauen uns die gegenwärtigen Aktivitäten der Gruppen an, riechen, fühlen und schmecken, knüpfen Kontaktfäden und verstricken uns vielleicht dabei. Es gibt Hintergrundinformationen, ein Kennenlernen der Akteure, Köstliches aus dem Kräutergarten, die Möglichkeit Socken zu erwerben oder sich das Stricken zeigen zu lassen. Auch Kinder sind uns herzlich willkommen, es wird gebastelt! Kontakt: tel.: Fax.: Eröffnung des Stadtteilzentrums am 30. November 2013 Am Samstag, den 30. November 2013 eröffnet nach mehrmonatiger Bauzeit das neue Stadtteilzentrum im Paul Gerhardt Stift mit einem Festakt und einem Stadtteilfest. Der Umbau wurde möglich durch Mittel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Stiftung Deutsche Klassenlotterie. Um 14 Uhr wird im Beisein des Bezirksbürgermeisters Dr. Christian Hanke das rote Band" durchgeschnitten, am Nachmittag stellen Foto: Ralf Luderfinger sich die Arbeitsbereiche des Stifts sowie Kooperationspartner vor und am frühen Abend ab 17 Uhr laden wir zum Empfang mit Buffet und Tanz. Musikalisch gestaltet wird der Abend durch die renommierte Formation "Trio Scho". Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter oder

15 Kultur Geistliches Leben notizen September 2013 Seite 15 Tagung Religion findet Stadt am 9. Dezember im Paul Gerhardt Stift Moderne Stadtgesellschaften sind geprägt durch die Vielfalt verschiedener Religionen und Kulturen. Berlin zeichnet sich traditionell durch eine Vielzahl religiöser Gemeinschaften und Einrichtungen und ein tolerantes Miteinander aus. Auf vielen Ebenen ist der interreligiöse Dialog sichtbar: zwischen Gemeinden, in Arbeitskreisen und Projekten. Religionsgemeinschaften sind ebenso als Akteure in den Stadtteilen und Gemeinwesen aktiv: in Bildungsprojekten, Suppenküchen, Bürgerplattformen oder als Träger von Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten. Im Rahmen der Tagung Religion findet Stadt am Montag, den 9. Dezember 2013 sollen ausgesuchte Fragestellungen zur Rolle der Religionen und der religiösen Gemeinschaften in der Öffentlichkeit mit einem besonderen Blick auf Berlin beleuchtet werden. Es geht z.b. um das Selbstverständnis der Religionsgemeinschaften als Akteure in der politischen Öffentlichkeit und bei der Gestaltung von Gesellschaft, etwa im Rahmen der Stadtteilentwicklung. Dabei soll auch danach gefragt werden, welchen Mehrwert die Religionsgemeinschaften an sich oder der Dialog zwischen den Religionen für den säkularen Staat und seine Institutionen eigentlich mit sich bringen. Gefragt wird nach dem Anspruch, den öffentliche Institutionen an Religionen und ihre Gemeinschaften stellen. Welche stereotypen Vorstellungen beeinflussen das Bild der Religionen in der Stadtgesellschaft? Welche Bedeutung hat Religion in der Mitgestaltung des öffentlichen Lebens tatsächlich? Und schließlich: in welcher Weise können und sollen religiöse Gemeinschaften Verantwortung für gesellschaftspolitische Entwicklungen übernehmen? Die Tagung wird veranstaltet vom Paul Gerhardt Stift zu Berlin, dem Berliner Institut für christliche Ethik und Politik und der Die Wille ggmbh des Evangelischen Johannesstifts. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter von Kirchengemeinden, Religionsgemeinschaften und Verbänden aus Berlin und darüber hinaus; Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Politik und Verwaltung; Trägervertreter; Sozialprofessionelle sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Anmeldung per Mail ab jetzt möglich an: bis zum , Kosten 20 (10 ermäßigt), incl. Buffet. Ansprechpartnerin ist: Jacqueline Hennig, Tel Geistliches Leben Ein Besuch in Herrnhut Oberinnentagung in Niesky von Sr. Siegrid Fellechner Ein Ausflug während unserer Oberinnentagung in Niesky war die Herrnhuter Sternemanufaktur und die Brüdergemeine in Herrnhut (Brüdergemeine, Gemeines Volk = einfaches Volk). Dort entstehen die wunderschönen Herrnhuter Sterne und die Losungen. Viele kennen die Losungen und lesen sie täglich. Sie haben eine lange Tradition und eine besondere Geschichte. Auf seinem Gut in Berthelsdorf nahm der Graf Nikolaus Ludwig von Zinsendorf die Flüchtlinge aus Böhmen und Mähren auf und gründete dort die Brüdergemeine. Dadurch gab es manchen Streit. Der Graf von Zinsendorf rief zu einem Versöhnungsgottesdienst auf, bei dem auch das Abendmahl gefeiert wurde. Der größte Feind Zinsendorfs nahm Treffen der Oberinnen in Niesky

16 Geistliches Leben notizen September 2013 Seite 16 am Abendmahl teil und es gab eine echte Versöhnung. Graf von Zinsendorf, ein sehr gläubiger Mann, wollte verhindern, dass die Menschen nur über Menschen klatschen und reden. Da kam ihm die Idee, den Bewohnern seines Ortes täglich eine biblische Parole auszugeben, über die sie tagsüber diskutieren sollten. Dies geschah dann erstmals am 3.Mai Täglich zogen am Abend einige Gemeindeglieder durch den Ort, um die Parole für den nächsten Tag zu verteilen. Durch das Gespräch über das Bibelwort wurde der Glaube täglich neu erfahrbar. Im Jahr 1731 erschien das erste Losungsbuch mit einem Bibelwort und einem Liedvers. Seitdem erscheint das Losungsbuch ohne Unterbrechung bis heute. Jährlich wird die Losung aus 1824 Nummernkärtchen, die sich in einer silbernen Schale befinden, gezogen. Alle Verse sind aus dem Alten Testament. Die Verse der letzten zwei Jahre pausieren. Nach der Ziehung gehen die Verse zur Korrekturlesung und ein Pfarrer sucht die dazu passenden neutestamentlichen Verse und Liedverse oder Gebete aus. Abschließend werden sie noch einmal Korrektur gelesen und erscheinen heute in mehr als 50 Sprachen. Aufgrund des Arbeitsaufwandes werden die Losungen immer am 3. Mai für das übernächste Jahr gezogen. In der Sternemanufaktur konnten wir in einer Schauwerkstatt bei der Herstellung der Sterne zusehen. Der Herrnhuter Stern wurde von einem Mathematiklehrer entwickelt, der seinen Schülern Geometrie praktisch beibringen wollte. So fertigten die Schüler die Sterne zunächst für ihre Familien an. Bald stieg die Nachfrage. Heute werden jährlich etwa Sterne hergestellt. Tendenz weiterhin steigend. Vorgestellt Diakonin Johanna-Maria Wiese Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein (Matthäus 5,14). Dieser Vers begleitet mich als Diakonin. Es sind Worte die mir zu meiner Einsegnung zur Diakonin zugesprochen wurden sind. Mein Name ist Johanna-Maria Wiese. Ich bin seit Mai 2013 Seelsorgerin im Paul Gerhardt Stift zu Berlin. Das geistliche und kulturelle Leben im Paul Gerhardt Stift und einer Stadt wie Berlin mitgestalten zu dürfen, bedeutet mir sehr viel. Berlin ist meine Heimat. Meine ersten beruflichen Schritte begannen im Evangelischen Johannesstift, in dem ich 2007 die Ausbildung zur Diakonin begonnen habe. Von Spandau aus ging es dann weiter Richtung Zehlendorf. Hier habe ich an der Evangelischen Hochschule Berlin Sozialpädagogik/Soziale Arbeit studiert und mit dem Diplom 2011 abgeschlossen. Während meines Studiums und meiner Ausbildung zur Diakonin konnte ich bereits sehr viele Erfahrungen in den verschiedenen Berufsfeldern der Sozialen Arbeit sammeln, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, mit Kindern und Jugendlichen und in der Sterbebegleitung. Hier im Paul Gerhard Stift gestalte ich als Seelsorgerin Andachten und Gottesdienste, halte Bibelstunden und bin in die Organisation von Feierlichkeiten und Veranstaltungen eingebunden. Für mich bedeutet die Arbeit als Sozialpädagogin und Diakonin für Menschen da zu sein, sie in ihren verschiedensten Lebenssituationen zu begleiten und zu unterstützen, um mit ihnen gemeinsam nah bei Gott sein zu können. Im Paul Gerhardt Stift wurde ich sehr herzlich aufgenommen und durfte bereits sehr viele interessante Menschen kennenlernen, dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Nimm dir die Zeit zum Lachen, es ist die Musik der Seele, diesen irischen Segenswunsch möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, mit auf den Weg geben und ich würde mich sehr freuen, wenn auch wir uns bald einmal kennlernen, vielleicht in einem Gottesdienst oder auf einem Fest im Paul Gerhardt Stift. In jedem Fall gilt: Sie sind herzlich eingeladen! Ihre Diakonin Johanna-Maria Wiese Tel ; johanna-maria.

17 Geistliches Leben notizen September 2013 Seite Geburtstag von Sr. Siegrid Fellechner Glückwunsch aus dem Haus von Ute Köpp-Wilhelmus Am 11. August feierte das Paul Gerhardt Stift den 75. Geburtstag unserer Oberin Sr. Siegrid Fellechner. Bereits im Februar 2013 konnte sie ihr 50-jähriges Diakonissen-Jubiläum begehen. Geboren im Vorkriegsjahr 1938 in Berlin- Niederschöneweide hat Sr. Siegrid durch ihr jahrelanges Engagement in unterschiedlichen Funktionen das Profil des Paul Gerhardt Stifts mitgeprägt. Zu ihrem Geburtstag wünscht das ganze Haus Sr. Siegrid alles erdenklich Gute, Gesundheit und Gottes reichen Segen. 75 Jahre ein Grund zum danken! von Sr. Siegrid Fellechner An erster Stelle danke ich Gott, der mir das Leben schenkte und mich bis heute begleitete. Danke, für alles schöne Erleben in den vielen Jahren und für die Bewahrung in schweren Zeiten. Danke, dass mich der Weg ins Paul Gerhardt Stift führte, und ich hier Diakonisse werden durfte. Danke, dass wir in einer großen Schwesterngemeinschaft zusammen waren, gemeinsam Gottes Wort hörten, Feste feierten und für die Menschen da sein konnten, die uns brauchten. Dies tun wir heute ebenso; nun in der kleinen Gemeinschaft. Danke für die Begleitung während der jahrelangen beruflichen Tätigkeit im Krankenhaus, in den Gemeinden, im Kinder- und Aussiedlerheim, im Mutterhaus und für die gute Zusammenarbeit mit allen. Danke, für die Gemeinschaft mit den Gliedern des Paul Gerhardt Konvents und ihre Unterstützung besonders im geistlichen Zentrum, für die gute Zusammenarbeit im Schwesternund Brüderrat und im Kuratorium, und für das Zusammenleben mit dem Betreuten Wohnen. Danke für das Vertrauen, das mir von vielen Seiten bis heute entgegengebracht wird. Vieles steht zwischen den Zeilen: Freude, Leid, Not, Enttäuschungen und Veränderungen sind zu verkraften und zu verarbeiten. Danke für den Geburtstag mit dem Gottesdienst, der Musik und dem herzlichen Empfang. Ich danke allen, die diesen Tag mit viel Liebe vorbereitet und gestaltet haben. Danke, dass sich so viele Menschen aus dem Haus, der Familie und von Nah und Fern haben einladen lassen. Es war ein wirklich schöner Festtag. Für die vielen Segenswünsche von Verwandten, Freunden und aus den Mutterhäusern des Kaiserswerther Verbandes, persönlich und per Post, möchte ich danken. Sie geben mir neue Kraft und Mut in meinem Dienst am Nächsten. Für den Opferkerzenständer ist eine beträchtliche Summe zusammengekommen. Dafür danke ich besonders. Möge Gott weiterhin die Gemeinschaft und das Miteinander hier im Hause stärken, und das Paul Gerhardt Stift auch in Zukunft eine Oase für jedermann werden lassen, der hier einkehrt oder aber Hilfe und Beistand braucht. Dies kann und wird gelingen, wenn Gott, der Herr dieses Hauses ist und bleibt, denn wer auf Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut! Gott segne uns alle! Die Jubilarin Sr. Siegrid Fellechner, eingerahmt von ihrem Patenkind Deniz und Pfarrer von Essen Geburtstagsgedicht von Pfarrerin Irmela Orland Ein Haus, das sich Paul Gerhardt nennt, steht schon seit langer Zeit. Es steht im Wedding mittendrin, so hat es keiner weit, wenn er sich mal was Gutes tun und Gott begegnen will, lädt Sr. Siegrid an der Pforte ein und drinnen ist es still. Vergessen sind mal Lärm und Uhr, denn Gott hat immer Zeit. Der Garten schmückt das ganze Stift und macht die Herzen weit. Zur Andacht hinter buntem Glas weist Schwester Siegrid an wie man den Weg ganz ohne Müh alleine finden kann: Da gehen Sie die Treppe hoch, dann kommt der kleine Saal, gleich links da wartet eine Tür geöffnet allemal. Ja, in dem Haus Paul Gerhardt Stift muss eine Mannschaft sein, es gibt sie wirklich, sehen wir, ob groß oder klein. Ein jeder ist hier mal zu Haus, denn einer lädt sie ein: Ein Menschenfischer stillt den Sturm, vergisst nicht groß nicht klein. Wer abends dann das Stift verlässt, vergisst nicht diese Zahl: Die 56 mit dem Pfeil, die zeiget allemal: Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, legt hier zuweilen an, damit ein jeder, der es mag, es auch besteigen kann. Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit, die Pforte leistet Leuchtturmdienst denn Sr. Siegrid ist bereit dem Menschen, ob gesund ob krank, hier ist keiner verkehrt den Weg zu zeigen und zu hör n, was ihn grad jetzt beschwert. Und heute blickt sie selbst zurück auf 75 Jahr. Deswegen ist hier angerückt, die bunt gemischte Schar. Und will zusammen loben den, der alles weise führt, der uns jetzt sicher zugehört und weiter immerdar.

18 Geistliches Leben notizen September 2013 Seite 18 Alles Familie? Biblischer Impuls zu einem aktuellen Thema von Nancy Horn-Gittel Ben streitet sich manchmal mit seiner Schwester Lisa, Mia hat keine Geschwister, aber alles doppelt. Jakob hat einen Dreiviertelpapa, Diego, den er fruchtbar gern hat. Genau wie seinen Halbbruder Luano und seine Stiefschwester Naira. Carla und Moritz haben sogar zwei Mamas und zwei Papa. Jule ist traurig und will keine neue Mama haben. Paula feiert zweimal im Jahr: Geburtstag und Ankommtag. Moritz wird von seinem Papa Hase genannt. Leonie hat die gleiche Stimme wie Mama. Eines aber haben alle gemeinsam: jeder gehört zu einer Familie, und die gibt s nur ein Mal auf der Welt. So lautet der Klappentext aus dem Kinderbuch Alles Familie, das im Jahr 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Ein gelungenes Buch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die vielfältigen Formen von Familienleben in unserer heutigen Gesellschaft. Der kleinste, aber gleichsam der entscheidende gemeinsame Nenner: Die Menschen bilden eine Familie, die sich im Leben begleiten, die sich gern haben und lieben und die füreinander da sind. Das Buch erweitert den seit Jahrzehnten in unserer Gesellschaft verbreiteten Familienbegriff der Kernfamilie und führt uns die Realität vor Augen, in der Kinder und Erwachsene heute selbstverständlich leben. Wer gehört zur Familie? Diese Frage lesen wir auch in unserer Schrift. Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder und Schwestern? Und er streckte die Hand aus über seine Jüngerinnen und Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Schwestern und Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter (Mat.12,48-50). Diese Worte lesen sich für einige von uns radikal. Dort stehen seine leibliche Foto: dancwart, Some rights reserved, Quelle: Mutter und wahrscheinlich auch seine leiblichen Brüder vor der Tür und Jesus wirft ihnen diese Worte vor die Füße. Die Jüngerinnen und Jünger die mit ihm durch das Land ziehen, haben zum Teil ihre Familie verlassen um Jesus und seiner Botschaft nachzufolgen. Doch das ist nur die eine Seite der Geschichte, die für uns als Leserinnen und Leser zu erkennen ist und manch einem von uns brutal erscheinen mag. Die andere Seite ist die Neudefinition von Familie über die leibliche Verwandtschaft hinaus, die Jesus mit seinen Formulierungen vornimmt und lebt. Er verleugnet seine Herkunftsfamilie nicht, sondern er erweitert sie um die Menschen die ihn jetzt in seinem Auftrag begleiten, lieben und stützen und die er im Laufe seiner Reisen kennen und lieben gelernt hat. Dieser Auftrag heißt: das Wort Gottes in die Welt zu tragen. Das Wort Gottes, welches die Herzen der Menschen öffnen soll für den Nächsten, für das Du. In dem Nächsten die Schwester oder den Bruder zu erkennen und mit ihnen versöhnt zu leben, auch über die verwandtschaftliche, ethnische, sprachliche, kulturelle und religiöse Vertrautheit hinaus. Das ist die Botschaft, die Jesus uns mit auf unserem Weg gibt. Wer ist dein Bruder, wer ist deine Schwester, wem fühlst du dich verbunden? Mit wem gestaltest du dein Leben und deinen Alltag? Der Text aus dem Matthäusevangelium möchte dazu ermutigen, uns mit diesen Fragen zu beschäftigen. Jede und jeder von uns wird darauf eine eigene Antwort finden. Wenn es uns gelingt, unseren Blick zu weiten, jenseits bestehender Normen und tradierter Familienbegriffe zu denken und unsere Mitmenschen kennen zu lernen, dann werden wir unserem Nächsten immer wieder nahe kommen und ihm so einzigartig und vorurteilsfrei begegnen können, wie Jesus es vorgelebt hat Amen.

19 Geistliches Leben notizen September 2013 Seite 19 Heilung und Segen für die Welt DIAKONIA zu Gast im Paul Gerhardt Stift von Marlis Seedorff Unter dem Motto Heilung und Segen für die Welt fand vom 1. Juli bis zum 7. Juli 2013 die 21. DIAKONIA Weltversammlung in Berlin statt. Etwa 350 Vertreter/-innen diakonischer Gemeinschaften aus allen Teilen der Welt prägten in diesen sommerlichen Tagen den Campus des Evangelischen Johannesstifts, dem Veranstaltungsort des Treffens. Neben interessanten Vorträgen zum thematischen Schwerpunkt der Tagung machten das Feiern von Andachten und Gottesdiensten, Austausch und Begegnung in Kleingruppen und diverse Workshops die Weltkonferenz zu einem abwechslungsreichen Ereignis. Am 4. Juli waren die Teilnehmenden eingeladen, verschiedene diakonische Projekte und Einrichtungen in Berlin und Brandenburg kennen zu lernen. So machte sich auch eine Gruppe von 50 Schwestern und Brüdern mit einem Abstecher zum Charlottenburger Schlossgarten und vorbei am Westhafen Ankommen in der Kirche des Stifts ins Paul Gerhardt Stift in den Wedding auf. Nach einer Begrüßung und einer englisch-deutschen Andacht wurde über die Geschichte und Arbeit des Paul Gerhardt Stifts berichtet. In Kleingruppen nach dem Mittagessen stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzelne Arbeitsfelder, Projekte und das geistliche Leben vor. Ein reger Austausch, über alle Sprachbarrieren hinweg, fand statt. Bei einem zweistündigen Stadtteilrundgang durch den Wedding erfuhr die Gruppe etwas über die bewegte Geschichte dieses bunten Stadtteils und erhielt Einblicke in das Berliner Leben verschiedener Epochen, immer wieder auch bezogen auf die Fragestellungen sozialer Arbeit früher und heute. Fußmüde und voller Eindrücke erreichte die Gruppe gegen Uhr wieder das Evangelische Johannesstift. Herzlich gedankt sei den Mitarbeitenden des Paul Gerhardt Stifts für ihre Gastfreundschaft und die Zusammenstellung dieses interessanten Tagesprogramms. Mit einem Abendmahlsgottesdienst im Berliner Dom, an dem 500 Schwestern und Brüder teilnahmen, endete am Sonntag den 7. Juli 2013 die Weltversammlung. Lebendiger Austausch über Bildung und Armut u.a. mit Gästen aus Malawi, USA, Kanada, Indonesien und Schottland Weitere Informationen erhalten Sie unter Marlis Seedorff ist Diakonin und arbeitet in der Evangelischen Johannesstift Behindertenhilfe ggmbh. Kontakt:

20 Jung und Alt Titelthema notizen September 2013 Seite 20 Eine familienfreundliche Gleichstellungspolitik ist zwingend notwendig! Die Vorsitzende des Familienausschusses im Deutschen Bundestag, Sibylle Laurischk von der FDP, über die gesellschaftliche Bedeutung von Familien in Deutschland Notizen: Sehr geehrte Frau Laurischk, die Familienpolitik gehört zu jenen Politikfeldern, die abgesehen von der Zeit des Wahlkampfs in der öffentlichen Wahrnehmung häufig einen eher geringen Stellenwert zu haben scheinen. Warum ist das Thema Familie aus Ihrer Sicht trotzdem ein zentraler Baustein einer zukunftsorientierten Gesellschaftspolitik? Welche Schritte sind aus Ihrer Sicht notwendig, die Anliegen der Familien noch stärker in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen? Laurischk: Die Familie ist von existenzieller Bedeutung für unsere Gesellschaft und ist für jeden der erste soziale Ort. Sie ist als eine Institution zu betrachten, für deren Entwicklungen und Chancen eine öffentliche Verantwortung besteht. Ich vertrete eine liberale Familienpolitik, die offen für die Bedürfnisse und Wünsche von Bürgerinnen und Bürger ist und gleichzeitig den gesellschaftlichen Wandel berücksichtigt. Die wachsende Zahl von Familienmodellen erfordert unterschiedliche Lösungsansätze der Politik. Eine moderne Familienpolitik muss sich um die Entwicklung neuer Konzepte kümmern, die auch diesen neuen Realitäten gerecht werden. Trotz der gesellschaftlichen Veränderungen hat die Familie weiterhin einen hohen Stellenwert in Deutschland. Die Rahmenbedingungen sind sehr wichtig bei der Entscheidung junger Menschen, eine Familie zu gründen. Heutzutage verschwinden die alten traditionellen Familienmuster, wo die Mutter betreut und der Vater das Geld verdient. Immer mehr Frauen sind berufstätig und deswegen ist eine familienfreundliche Gleichstellungspolitik notwendig. Sie muss dafür sorgen, dass die Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglichst vielfältig sind, um den familiären Bedürfnissen zu entsprechen. Seit langem weisen u.a. die Familienverbände auf das Risiko von solchen Familien hin, die durch fehlende Erwerbsarbeit oder zu geringe Löhne sowie aufgrund mangelnder Betreuungsangeboteund weiterer belastender Faktoren über lange Phasen in materieller Unsicherheit und Abhängigkeit von Transferleistungen leben müssen. Dies trifft überdurchschnittlich Alleinerziehende und Familien mit Migrationsgeschichte und geringem Bildungsstatus. Das Paul Gerhardt Stift liegt in einem Viertel in Berlin, das eine Kinderarmutsquote von 59,2% aufweist und mit einer Quote von über 18 % bundesweit den Schuldenrekord bei Privathaushalten hält. Vor welchen Aufgaben steht der Bund bei der Bekämpfung von Armut in den Familien, was ist darüber hinaus in den Ländern und Kommunen zu tun? Kinderarmut und Armut in den Familien sind seit 2008 ein zentrales Thema in der politischen Debatte und ihre Bekämpfung wird in Deutschland, auf europäischer Ebene und international als ein wesentliches Ziel der Sozialpolitik artikuliert. Die soziale Situation der Familie und der Kinder in Deutschland hat sich in dieser schwarz-gelben Regierung deutlich verbessert. Die Ursachen der Armut in den Familien in Deutschland sind vielfältig. Entscheidend aber im Kampf gegen die Armut in den Familien ist der wirtschaftliche Erfolg der Eltern oder des Elternteils. Wenn die Eltern arbeitslos oder alleinerziehend sind, ist das Armutsrisiko für deren Kinder besonders groß. Alleinerziehende haben in der Regel rund die Hälfte weniger Einkommen zur Verfügung als ein vergleichbarer Paarhaushalt mit zwei Kindern. Zwei Drittel der nicht erwerbstätigen Alleinerziehenden würde gerne einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Arbeitszeitmodelle, die nur die Wahl zwischen einer Halbtags- und einer Ganztagsstelle lassen, werden aber häufig als unbefriedigend empfunden. Die staatlichen Rahmenbedingungen müssen die zunehmende Zahl alleinerziehender Eltern berücksichtigen. Arbeit muss sich lohnen auch für Alleinerziehende. Alleinerziehende Elternteile müssen in die Lage versetzt werden, neben ihrer Erziehungsverantwortung auch die Verantwortung für den eigenen Lebensunterhalt wahrzunehmen. Die Vereinbarkeit von Erziehungsaufgaben und Beruf muss selbstverständlich werden. Vorrangig sind bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten sicherzustellen, von der Kleinkindbetreuung (z.b. ein weiterer Ausbau der Kindertagespflege durch Tagesmütter) bis hin zur Option auf eine anspruchsvolle, dem Bildungsgedanken verpflichteten Ganztagesbetreuung in Schulen mit einer gesicherten Ferienbetreuung. Dabei ist auch die familienunterstützende Kreativität der Unternehmen gefragt. Diese können den Müttern zum Beispiel Prämien für den Wiedereinstieg zu zahlen, Telearbeit oder eine flexiblere Arbeitszeitmodelle anbieten. Die Länder und Kommunen müssen den alleinerziehenden Eltern auch Möglichkeiten zur Fortbildung öffnen. Ein wichtiges Thema der Familienpolitik ist die Verbesserung des Verhältnisses von Arbeits- und Familienzeit. Im Rahmen des Familiengipfels 2013 wurde das Engagement der Bundesregierung für eine familienfreundliche Arbeitswelt betont und Leitsätze für eine familienbewusste Arbeitszeitkultur formuliert. Gleichzeitig wird allenthalben eine Verdichtung der Arbeit und eine verstärkte Dominanz der Erwerbsarbeit über den privaten Lebensbereich beklagt. Sind die Erfordernisse der hochtechnisierten und komplexen Arbeitswelt mit dem Wunsch nach mehr Familienzeit überhaupt zu vereinbaren?

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