Allgemeinbildung. Konsum Kultur Gesundheit Sicherheit. Band 2. aktualisierte Lösungen zur 2. Auflage 2009

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1 Erwin Hilpert Christoph Hugentobler Raimund Hungerbühler Willi Spring Allgemeinbildung Konsum Kultur Gesundheit Sicherheit Band 2 aktualisierte Lösungen zur 2. Auflage 2009

2 Konsum Kaufverträge Der Verkäufer kann in Lieferverzug geraten. Im Mahngeschäft (dies sind die meisten Kaufgeschäfte) muss der Käufer den Lieferanten mahnen und eine neue Frist setzen. Liefert dieser weiterhin nicht, kommt er in Verzug. Der Käufer kann nochmals mahnen und dann einseitig vom Vertrag zurücktreten. Im Fixgeschäft werden zwischen den Parteien Liefertermine vereinbart. Verpasst der Verkäufer diesen Termin, kommt er in Verzug. Der Käufer kann vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz verlangen. Wer eine Ware kauft, muss diese innert nützlicher Frist prüfen (OR 201). Stellt er Mängel fest, muss er diese sofort dem Verkäufer melden. Kleine Schäden können repariert werden, oder die Ware wird umgetauscht. Bei grösseren Schäden oder wenn die Ware auch nach einer Reparatur nicht in Ordnung ist, sollte der Käufer den Verkäufer mit einem eingeschriebenen Brief auf den Mangel aufmerksam machen. Diesen Brief nennt man Mängelrüge (Mangel = Fehler, Schaden; Rüge = Reklamation). Der Käufer kann in der Mängelrüge (OR 205/206) entweder vom Vertrag zurücktreten (Wandelung), eine Preisermässigung (Minderung) oder den Ersatz der Ware verlangen (Ersatzleistung). Übersicht über die Kaufverträge 3. Füllen Sie dieses Schema mithilfe des Leittextes korrekt aus. Immobilienkauf Fahrniskauf Kauf auf Abzahlung Vorauszahlungskauf Barkauf Einfacher Kreditkauf Konsum-Leasing 18

3 Konsum Kaufverträge Rechnung und Quittung 7. Suchen Sie im OR die folgenden Begriffe. Ordnen Sie die entsprechenden OR-Artikel den Elementen des Kaufvertrages zu. Offerte/Antrag (Fristen) Bestellung/Annahme Lieferung (Fristen) Bezahlung (Fristen) Quittung Auswahl an OR-Artikeln: OR 88 / OR 102 / OR 190 / OR 5 / OR 6 und 7 OR Art. OR Art. OR Art. OR Art. OR Art. 5 6 und Stellen Sie aufgrund dieser Aufgaben die folgende Quittung (s. nächste Seite) korrekt aus. Am 9. Februar 20.. kauft Frau Hanni Brehm aus Zürich Ihnen den alten Computer ab. Angaben zum Lieferumfang: Computer ACER Combi-Gold, Tastatur, USB-Maus, Flachbildschirm ACER 17 Zoll, Original Betriebssystem mit Windows XP Home Edition (inkl. CD). Frau Brehm hat den Computer bei Ihnen ausprobiert und kauft ihn wie gesehen, ohne Garantie. Preis netto für alles: CHF

4 Konsumkreditverträge Konsum c) Um welchen Vertragstyp handelt es sich? Fällt nicht unter KKG, weil höchstens 4 Monatsraten. d) Welches sind die allgemeinen Bedingungen dieser Vertragsform? Jahreszins darf nicht über 15 % sein (bei fallender Schuld nach Annuität umgerechnet). 49

5 Konsum Konsumkreditverträge 30. Wenden Sie Ihre Erkenntnisse an. Vertragstyp: Kauf auf Kredit in Raten (nicht nach KKG) Vertragsbedingungen gemäss Gesetz: Kreditsumme höher als CHF 500. (hier nicht erfüllt) Vertragstyp: Vertrag zur Finanzierung von Waren und Dienstleistungen (gemäss KKG) Vertragsbedingungen gemäss Gesetz: Kreditsumme höher als CHF 500. bei Tragbarkeit/Monate berechnet Laufzeit von 36 Monaten Mehr als 4 Raten innert 12 Monaten 50

6 Konsum Überlassung zum Gebrauch Fall C: Familie Krauer hat das Gasthaus zum Kreuz gepachtet. Das Dach ist schadhaft, sodass bei starkem Regen Wasser durch die Zwischenböden läuft. Auch die Fenster sind alt und undicht. Die Heizkosten sind unverhältnismässig hoch. Herr Krauer verlangt daher vom Verpächter, dass dieser auf eigene Kosten das Dach und die Fenster repariere. Er weigert sich zuerst, wäre aber einverstanden, wenn die Familie Krauer für die in den oberen Stockwerken gelegenen Zimmer separat einen Betrag bezahlen würde. Jetzt weigert sich Herr Krauer. Er besteht auf einer raschen Reparatur. Überlassungsart: Lösung des Falls: Pachtvertrag Der Verpächter muss die Sache (Gasthaus) in einem zur vorgesehenen Benutzung tauglichen Zustand übergeben. Artikel OR oder KKG: OR Art. 278 / Kreuzen Sie an. Verwenden Sie die Unterlagen nicht. Überlassung einer Sache zum Gebrauch zur Nutzung Ja Entgelt Nein Gebrauchsleihe X X Miete X X Pacht X X Leasing X X 37. Fügen Sie die Begriffe in die Felder der folgenden Grafik ein. Sie können auch mit Nummern arbeiten. (1) Gebrauch, (2) Barkauf, (3) Leasing, (4) Eigentum/Besitz, (5) Barkredit, (6) Pachtvertrag, (7) Mietvertrag, (8) Überziehungskredit, (9) Liquidität, (10) Kreditkauf, (11) Gebrauchsleihe, (12) Nutzung, (13) Vertrag zur Finanzierung des Erwerbs von Gütern und Dienstleistungen 58

7 Konsum Familienbudget b) Musterbudget Paar, kinderlos CHF /Mt. % der Gesamtausgaben Einzelperson CHF /Mt. Feste Verpflichtungen Miete/Nebenkosten (*) % % Elektrisch/Gas % 1.70 % 70. Telefon/Radio % 2.90 % 120. Alle Steuern % % 680. Krankenkasse % 5.20 % 220. Versicherungen % 0.70 % 30. Beiträge/Zeitungen/Abos % 1.20 % 50. Haushaltgeld Nahrung % % 490. Nebenkosten (**) % 2.60 % 110. Taschengeld % 2.30 % 100. Rauchen/Coiffeur/Freizeit % 3.10 % 130. Rückstellungen Bekleidung % 2.40 % 100. Gemeinsame Vergnügungen % 2.40 % 100. Geschenke/Spenden % 1.20 % 50. Zahnarzt/Arzt Selbstbehalt % 1.00 % 40. Reserve/Unvorhergesehenes % 2.90 % 120. Sparen/Ferien/Auto % % 640. Total (*) Annahme einer Neubauwohnung (**) Nebenkosten: Waschmittel, Drogerie, Körperpflege, Kleider-/Schuhpflege Musterbudget, zusammengestellt von einer Budgetberatungsstelle 64

8 Familienbudget Konsum Zu den meisten Ausgaben geben Quittungen, Rechnungen, Verträge, Policen usw. Auskunft. Auf den nächsten Seiten finden Sie eine Auswahl dieser Unterlagen des Ehepaars Rohner. 43. a) Berechnen Sie von jeder Ausgabe die Monatskosten. b) Tragen Sie diese in die Tabelle Monatliche Ausgaben, aufgeteilt nach Posten ein. Zusammenstellung der Selbstbehalte Lohnabrechnung für den Monat Juni Peter Rohner, Monteur 1 ambulante Arztkosten/Medikamente Bruttolohn Juni AHV ( 4.20 % ) IV ( 0.70 % ) EO ( 0.15 % ) 7.30 ALV ( 1.00 % ) BVG ( 7.20 % ) NBU ( % ) Total Abzüge Nettolohn Juni Peter Rohner Sonja Rohner Zahnarztrechnungen: Peter Rohner Sonja Rohner SULZER NACHRICHTEN Erscheint täglich Einzelpreis CHF 1.50 Jahresabo CHF CHF 54. /Jahr CHF 72. /Jahr 39. CHF 210.-/Jahr CHF 130.-/Jahr LOHNAUSWEIS für die Steuererklärung Sonja Rohner, Heimweg 5, 3900 Sulzigen Beschäftigungs Abteilung/Arbeit Arbeitsort vom... Verkauf/Teilzeit Winterhalden, COOP Jahr Bruttolohn AHV/IV Bes.Vors. Nettolohn I NBU Nettolohn II FixNet 4 Inlandverbindungen (MwSt. 7.6 %) bis Verbindung nach dem In-/Ausland CHF Abonnemente (MwSt. 7.6 %) bis FixNet-Anschluss CHF Bewilligungen BILAG (MwSt. 2.4 %) bis Radio-/Fernsehempfangsgebühren CHF Total Rechnung CHF

9 Konsum Familienbudget Schweizerische General-Versicherung - Hauptagentur Winterthur Prämienrechnung Motorfahrzeugversicherung Peter Rohner Police Nr / Kontrollschild BE Versicherungsart Grundprämie % Betrag Haftpflicht CHF Teilkasko CHF Eidg. Stempelabgabe 5 % CHF Unfallverhütungsbeitrag / Art. 76 SVG CHF Auto-Jahresaus Letztes Jahr Kleiner Service Winterpneus Vignette Busse Parkgebühren Autowäsche/-pflege Dieses Jahr Grosser Service Reparatur Vignette Parkgebühren Autowäsche/-pflege Verkehrssteuer/Jahr HausHerd AG Liegenschaftsverwaltung 8001 Zürich S.Rohner Heimweg 5 Garage 3900 Sulzigen 120. Steuer Miete Mietzins/Monat CHF Nebenkosten à conto CHF 140. Tiefgarage CHF 120. Total Einzahlungen CHF Stromrechnung 20.. EW Sulzigen Stand alt Stand neu Verbrauch Preis Betrag Hochtarif Niedertarif Grundpreis Strom und Zähler Zwischentotal ohne MwSt MwSt. 7.6 % Rechnungstotal ½ Jahr Sonja und Peter haben pro Monat je CHF 120. Taschengeld. Das muss reichen für den Coiffeur und Vereinsbeiträge

10 Konsum Familienbudget d) Monatliche Ausgaben, aufgeteilt nach Posten 13 Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Wohnen/Miete Wohnnebenkosten Strom/Telefon/TV Mobilar-/Haftpflichtversicherung CHF CHF CHF Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Krankenkasse CHF Selbstbehalt Arzt/Zahnarzt CHF Essen/Haushalt CHF Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Kleider/Schuhe CHF Steuern (1.5 Monatslöhne brutto) CHF Geschenke/Zeitungen CHF Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Garagenmiete Verkehrssteuern Autoversicherung CHF CHF CHF Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Autobetriebskosten/ Autoreparaturkosten CHF Benzin CHF Bahn/Bus/Velo CHF Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Monatliche Ausgaben für... Taschengeld Luxus/Vergnügen CHF CHF Schraffieren Sie alle fixen Ausgaben rot und alle variablen Ausgaben blau. 70

11 Familienbudget Konsum e) Das Monatsbudget von S. und P. Rohner 44. Erstellen Sie nun das Monatsbudget. Einnahmen Ausgaben kurzfristige Sparmöglichkeiten pro Monat Nettolohn Peter Nettolohn Sonja Miete Nebenkosten Strom, Heizung, weniger telefonieren (Handy) 80. Steuern Mobilar/Haftpflicht Krankenkasse Essen/Haushalt billiger einkaufen, weniger Fleisch 100. Kleider/Schuhe billiger einkaufen 100. Geschenke/Zeitungen Arzt/Zahnarzt Taschengeld Taschengeld kürzen 80. Verkehr/Abos Auto inkl. Garage sparsamer fahren, weniger fahren 100. Luxus/Vergnügen verzichten 80. Sparen/Ferien etc monatliches Defizit Total Total Einsparungen 540. Sonja und Peter können sich eigentlich kein Auto leisten! 71

12 Der Fall F Konsum c) Finanzielle Möglichkeiten von Vreni F. (*) Diese Zahlen auf ganze Franken runden. Belastung bei einer Laufzeit von 36 Monaten Erspartes für Bezahlung/Kaution etc.: Barzahlung Barkredit Abzahlung Abzahlung Leasing (*) Soviel hat Vreni für Raten übrig (Betriebskosten abziehen): Einmalige Belastungen (*) ( ) (*) (*) 434. Monatliche Belastungen Anzahlung/Kaution etc.: möglich unmöglich möglich unmöglich möglich unmöglich möglich unmöglich X X X X Monatliche Raten (36 x): möglich unmöglich möglich unmöglich möglich unmöglich möglich unmöglich X X X Gesamthaft müsste bezahlt werden: (*) (*) (*) (*) Das bleibt übrig nach dem Verkauf des Autos nach 3 Jahren: (*) (*) (*) (*) Gesamtkosten in den 3 Jahren: (*) (*) (*) (*) 75

13 Unfall und Krankheit Gesundheit Entschädigungen in der Unfallversicherung (Zusammenfassung) Krankenpflege Die berufliche Unfallversicherung übernimmt bei einem Unfall sämtliche Arzt- und Arzneikosten sowie die Kosten für Spital- und andere Heilungskosten. Eingeschlossen sind Transportkosten sowie die Kosten für Prothesen und ähnliche Hilfsmittel. Krankentaggeld Darunter versteht man die Entschädigung für Lohnausfall. Die Leistung beginnt erst nach drei Tagen (Karenzfrist). Der Unfalltag und die zwei darauf folgenden Tage müssen vom Arbeitgeber übernommen werden. Der Anspruch ist 80 % des versicherten Lohnes, maximal aber 80 % von CHF Invalidenrente Invaliditätsgrad: Anteil: max. Lohn: Rente: 80 % von Maximum CHF /Jahr CHF % von Maximum CHF /Mt. CHF ½ von 80 % CHF CHF ¼ von 80 % CHF CHF Beispiel Ein Automechaniker verdient vor dem Unfall CHF /Mt. Er wird durch den Unfall 40 % invalid. Was kann er von der BUV erwarten? Vollrente = 80 % = CHF % = CHF Integritätsentschädigung Wer durch einen Unfall eine bleibende Schädigung an Körper oder Geist erleidet, hat Anspruch auf eine einmalige Abfindung von maximal einem Jahresgehalt. Hinterlassenen-Rente Hat der Unfall den Tod des Versicherten zur Folge, erhalten: Witwe: 40 % Kinder: Halbwaisen je 15 %, Vollwaisen je 25 %, maximal jedoch 70 % 187

14 Gesundheit Unfall und Krankheit 33. Angaben zu meiner eigenen Krankenkasse Name: individuell Prämie pro Monat: Leistungen: Entwicklung der Krankenkassenprämien 34. Beispiel einer Familie mit zwei Kindern Jahr Prämie Anstieg in % Landesindex Nominallohnindex (pro Jahr) der Konsumentenpreise Basis Mai 1993 = 100 Basis 1993 = % % % % % % % % % % % % %

15 Sicherheit Soziale Sicherheit Textverständnis: Soziale Sicherheit Armut 14. Beantworten Sie die folgenden Fragen mit Hilfe der vorhergehenden Texte. A Unter welchem monatlichen Einkommenslimit gilt man als arm? (2 Definitionen) SKOS: CHF pro Monat für einen Einpersonenhaushalt AHV-Ergänzungsleistungen (EL): CHF für Einpersonenhaushalt B C Wer hat Anspruch auf Ergänzungsleistungen? AHV- und IV-Rentner mit weniger als CHF pro Monat Welche Aussagen können Sie über die Einkommensverteilung in der Schweiz machen? In den letzten Jahren Rückgang für die 40 % Einkommensschwächsten. 10 % der Bevölkerung bekommt 25 % des Einkommens. D Welche Faktoren im täglichen Leben haben ihre Ursache in der Armut? - überbelegte, feuchte Wohnungen - schlechte Gesundheit - psychosoziale Probleme (Ängste, Sorgen) E Der Text enthält eine Redewendung: Wie lautet sie, und was bedeutet sie? der Gürtel eng geschnallt werden muss auf vieles verzichten, sich einschränken F Welche Massnahmen möchten die einzelnen Parteien ergreifen? - SP: Mutterschaftsversicherung für alle, noch höhere Kinderzulagen, weniger Krankenkassen-Prämien - CVP: bessere Unterstützung für Familien, bessere Information der Armen - FDP: Entlastung der Jungen, weniger Sozialabgaben - SVP: kein Ausbau des Sozialstaates - SD: neues Ausländergesetz mit Haftung des Arbeitgebers 218

16 Soziale Sicherheit Sicherheit 15. Wie verteilt sich das Vermögen der Schweizer? Ergänzen Sie dazu die Grafik mit den Angaben aus dem Text. Bevölkerung 100 % 2 % 100 % 3 % 5 % Vermögen 37 % 50 % 70 % 50 % 13 % 17 % 20 % 33 % 0 % 0 % 16. Ergänzen Sie die Tabelle Anzahl Einwohner in der Schweiz Armut in der Schweiz Personen, die unter der Armutsgrenze leben in % Anzahl betroffene Personen absolut % % % % % % % Quelle: Statistisches Jahrbuch der Schweiz 219

17 Versicherungen Sicherheit F Welche Rententypen/Leistungen zahlt die AHV aus? Rente/Leistung: Beschreibung: Einfache Altersrente für allein stehende Rentenbezüger über 64/65 Ehepaar-Altersrente für Ehepaare, die gemeinsam die Rente beziehen (64/65) Witwenrente bei Tod des Ehepartners vorgängig der Altersrente Waisenrente Hilflosenentschädigung für Kinder bei Tod von Vater und Mutter zusätzliche Leistungen in schweren Fällen Versicherungsausweis der AHV/IV Wer Beiträge bezahlt oder wer Leistungen bezieht, ohne Beiträge zahlen zu müssen (meist IV), erhält einen Versicherungsausweis: eine graue Karte, auf der die Versichertennummer eingetragen ist. Der Ausweis bestätigt, dass der Inhaber oder die Inhaberin in das Versichertenregister aufgenommen wurde. Auf dem Ausweis können Versicherte auch ersehen, welche Ausgleichskassen ihr individuelles Konto führen. Sie sind mit ihrer Kassennummer aufgeführt. 25. Lösen Sie folgende Aufgaben anhand des abgebildeten AHV-Ausweises. A Wo finden Sie die Ausgleichskassen und deren Nummern? auf den letzten Seiten des offiziellen Telefonbuches B Die Ausgabestelle des abgebildeten AHV-Ausweises ist die Ausgleichskasse des Kantons BS. 235

18 Sicherheit Versicherungen Schlüsselzahl des Heimatstaats Nummer der Ausgleichskasse, die den Ausweis ausgestellt hat Schlüsselzahl als Grundangabe für die Erstellung des Ausweises Versicherungsausweis AHV-IV Certificat d assurance AVS-AI Certificato di assicurazione AVS-AI Versichertenummer Numéro d assuré Numéro d assicurato Huber, Paul Kontoführende Ausgleichskasseen Caisse de compensation tenant un compte Cassa di compensaziore che tengono un conto Nummern der Ausgleichskassen, die ein individuelles Konto führen Versichertennummer 485 = Alphabetgruppe für den Namen 64 = die letzten zwei Ziffern des Geburtsjahres 326 = das Geburtsdatum und das Geschlecht aufgrund eines besonderen Schlüssels 13 = Ordnungsnummer 5 = technische Prüfziffer Kontoführende Ausgleichskassen: 12 = Ausgleichskasse des Kantons Basel-Stadt 106 = Ausgleichskasse FRSP 46 = Ausgleichskasse Gastrosuisse 236

19 Versicherungen Sicherheit Die Erwerbsersatzordnung (EO) Die Erwerbsersatzordnung kompensiert den Verdienstausfall für die Zeit, die im Militär- oder im Zivildienst sowie im Dienst des Zivilschutzes verbracht wird. Seit dem 1. Juli 2005 deckt die EO ebenfalls den Lohnausfall bei Mutterschaft (Mutterschaftsentschädigung). Entschädigungsberechtigte Wer Dienst in der Schweizer Armee (militärischer Frauendienst, Rotkreuzdienst und Hilfsdienste eingeschlossen), im Zivildienst oder im Zivilschutz leistet, an Leiterkursen für Jugend und Sport oder an Jungschützenleiterkursen teilnimmt, hat Anspruch auf eine Entschädigung. Leistungen der EO Für Erwerbstätige beträgt die Grundentschädigung seit dem 1. Juli 2005 des durchschnittlichen vordienstlichen Einkommens. 80 % Nichterwerbstätige erhalten einen festen Ansatz. Studierende gelten in der Regel als Nichterwerbstätige. Dieser Absatz gilt während der Rekrutenschule. Der Ansatz beträgt momentan: CHF 62. pro Tag Mutterschaftsentschädigung: Während 14 Wochen erhalten erwerbstätige Mütter sowohl Angestellte wie Selbstständigerwerbende 80 % des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt, und zwar maximal 172 Franken pro Tag. Quelle: AHV-Renten im Verhältnis zum Jahreseinkommen (Skala 44) 27. Zeichnen Sie die Grafik auf der nächsten Seite gemäss der Tabelle. Formulieren Sie dazu zwei Merksätze. Merksätze zur Darstellung: - Für kleinste Einkommen deckt die AHV-Rente den Bedarf in hohem Masse ab. - Schon ab einem kleinen Einkommen fällt der Deckungsgrad der AHV-Rente unter 50 % des vorherigen Lohnes. 239

20 Sicherheit Versicherungen Die Zahlen für Massgebendes ø Jahreseinkommen Alters- und Invalidenrente Massgebendes ø Jahreseinkommen Alters- und Invalidenrente Massgebendes ø Jahreseinkommen Alters- und Invalidenrente % % % % % % % % % % % und mehr % 100 % 80 % 60 % 50 % 40 % 20 % 0 % Jahreseinkommen in CHF 240

21 Versicherungen Sicherheit 2. Säule Berufliche Vorsorge Das BVG (Berufliches Vorsorge-Gesetz) die Ausgangsbasis für alle 28. Wer ist dem BVG unterstellt? Alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmer mit einem Jahreslohn von mehr als CHF Es ist aber nur ein Teil des Lohnes zu versichern, nämlich derjenige zwischen CHF und CHF Dieser Lohnanteil wird koordinierter oder anrechenbarer Lohn genannt. Der Betrag von CHF , welcher nicht versichert wird, heisst Koordinationsabzug. Wie lange dauert die Versicherungspflicht? Für die Todesfall- und Invaliditätsleistungen beginnt die Versicherungspflicht am 1. Januar nach dem 17. Geburtstag, für die Altersleistungen am 1. Januar nach dem 24. Geburtstag. Die Versicherungspflicht endet, wenn der Anspruch auf eine Altersleistung entsteht, das Arbeitsverhältnis aufgelöst oder der Mindestlohn unterschritten wird. Welche Leistungen sieht das BVG vor? Altersrente: Die Höhe der Altersrente (ab Alter 64 bei Frauen, 65 bei Männern) ergibt sich aus den während der Erwerbstätigkeit angesammelten und verzinsten Altersgutschriften. Invalidenrente: Die Höhe der Invalidenrente ergibt sich aus dem bei Beginn der Invalidität vorhandenen Altersguthaben, zuzüglich der künftigen Altersgutschriften ohne Zins. Witwenrente: 60 % der Invaliden- bzw. der Altersrente Waisen- und Kinderrente: 20 % der Invaliden- bzw. der Altersrente. Unter gewissen Voraussetzungen kann anstelle der Rente eine Kapitalabfindung gewählt werden. Welche Kosten entstehen? a) für den Sparteil: Alter Männer Alter Frauen Jährlicher Beitragssatz in % des koordinierten Lohnes

22 Versicherungen Sicherheit BVG Bundesgesetz mit Minimalvorschriften 29. Ergänzen Sie den untenstehenden Text. Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge trat 1985 in Kraft. Es ist ein Rahmengesetz, welches Minimalvorschriften für die Vorsorgeeinrichtung enthält. Die berufliche Vorsorge erbringt Leistungen im Alter, bei Invalidität und im Todesfall. Obligatorische berufliche Vorsorge Gemäss Artikel 113 der Bundesverfassung hat die berufliche Vorsorge (...Säule) 2 den Auftrag, den Pensionierten, Hinterlassenen und Invaliden zusammen mit den Leistungen der staatlichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (AHV/IV... 1 Säule) die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise zu ermöglichen. Als ungeschriebener Grundsatz gilt, dass dieses Ziel erreicht ist, wenn die Leistungen aus der 1. und 2. Säule zusammen mindestens 60 % des letzten Brutto-Erwerbseinkommens einer Person ausmachen. In der 2. Säule sind Arbeitnehmer obligatorisch versichert, welche einen AHV-pflichtigen Jahreslohn von mehr als CHF erzielen. Versichert ist grundsätzlich derjenige Teil des AHV-pflichtigen Lohnes, der zwischen CHF und CHF liegt. Selbstständigerwerbende haben das Recht, sich. einer Pensionskasse anzuschliessen Pensionskassen In der Schweiz führen ca Pensionskassen die gesetzliche berufliche Vorsorge für über 3.03 Millionen Versicherte durch. Finanzierungsverfahren Die Finanzierung der 2. Säule erfolgt nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Das Kapital wird durch folgende Leistungen angespart: die eigenen Beiträge des Arbeitnehmers; die Beiträge seines Arbeitgebers; die Vermögenserträge 243

23 Sicherheit Staatliche Sicherheit Die Mitwirkung der Schweizer an der staatlichen Sicherheit Alter 18 Orientierungstag Alter ca. 19 Aushebung/Rekrutierung diensttauglich nicht diensttauglich schutzdiensttauglich Armee 262 Diensttage als Soldat vom 20. bis 34. Lebensjahr eingeteilt Durchdiener: 300 Tage als Soldat Zivildienst Auf Gesuch hin seit keine Gewissensprüfung mehr Zivilschutz Grundschulung 5-10 Tage pro Jahr à 2-3 Tage vom 20. bis 40. Lebensjahr eingeteilt pro Tag 4 % Reduktion WPE Ersatz für aus psychologischen Gründen verweigerten Militärdienst Wehrpflichtersatzabgabe WPE 3 % des steuerpflichtigen Einkommens Pflichtig vom 20. bis 30. Altersjahr 1.5-mal so lange wie verweigerten Militärdienst 268

24 Sicherheit Staatliche Sicherheit Die Entwicklung der Verteidigungsausgaben der Schweiz 58. Suchen Sie im statistischen Jahrbuch oder im Internet nach Zahlen und Grafiken, mit denen Sie den Verlauf der Bundesausgaben und der Ausgaben für militärische Sicherheit seit 1960 absolut und in % vergleichen können. Stellen Sie die Entwicklung grafisch dar. Welche Hauptaussagen können Sie machen? Jahr Bundesausgaben gesamt in Mia. CHF Verteidigungsausgaben in Mia. CHF Verteidigungsausgaben in % der Gesamtausgaben % % % % % % % % 30 % 20 % 10 % 0 %

25 Staatliche Sicherheit Sicherheit 59. Hauptaussagen zur Entwicklung der Verteidigungsausgaben der Schweiz: 1960 lagen die Verteidigungsausgaben bei 37 Prozent, 1980 bei 20 und 2000 noch bei 11 Prozent. In den letzten Jahren hat das relative Gewicht der Verteidigungsausgaben nicht nur wegen des Anstiegs der übrigen Ausgaben abgenommen, sondern auch aufgrund der Sparanstrengungen der Armee. Die Politik kürzte die Militärausgaben mit der Begründung, die Bedrohungslage habe sich stark verändert. Ein konventioneller Krieg sei auf weite Sicht in Mitteleuropa nicht möglich. Besonders seit 1990 sind die Verteidigungsausgaben aufgrund der veränderten Bedrohungslage und der entsprechenden Anpassung des sicherheitspolitischen Instrumentariums von 19.1 % (6.1 Mia. CHF) auf 9.0 % (4.6 Mia. CHF) gesunken. Daraus lässt sich auch schliessen, dass die anderen Ausgabeposten des Bundes von 1990 bis 2004 sehr stark gewachsen sind. In der gleichen Zeitspanne verringert sich der Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandprodukt von 1.8 % auf 1.1 %. Zukünftige Entwicklung: Gemäss aktueller Finanzplanung dürfte der Anteil der Landesverteidigung an den Gesamtausgaben des Bundes bis 2010 auf 8 % sinken, während der Anteil am BIP bei 1.1 % verbleibt. 275

26 Staatliche Sicherheit Sicherheit 61. Die Entschädigung der EO für den Lohnausfall beträgt in der Rekrutenschule: (Stand ) als Rekrut (ledig, ohne Kinder): 62. CHF/Tag während Gradänderungsdienst: 111. CHF/Tag als Armeeangehöriger im WK (ledig, ohne Kinder): 62. CHF/Tag bis 196. CHF/Tag Die Dienstgrade in der Schweizer Armee Die Angehörigen der Armee sind entsprechend ihrer militärischen Ausbildung und ihrer Aufgabe in eine Rangordnung mit verschiedenen Dienstgraden eingeteilt. 62. Versuchen Sie, (s. nächste Seite) die Dienstgrade den untenstehenden Abzeichen zuzuordnen

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