klangart Informationszeitschrift des Konzertchors Pro Arte Bern Ausgabe 2/2012

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1 klangart Informationszeitschrift des Konzertchors Pro Arte Bern Ausgabe 2/2012

2 EDITORIAL Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Menschen. Yehudi Menuhin Liebe Sängerinnen, liebe Sänger, liebe Gönnerinnen und Gönner ich schreibe diesen Text ein paar Wochen nach der Hauptversammlung, trotzdem sind die Eindrücke noch ganz frisch. Und wenn Sie das lesen, wird es schon fast Herbst sein. Trotzdem möchte ich damit anfangen, denn ich finde es nennenswert, wenn eine Hauptversammlung so viele Gefühle weckt. Es gab bewegende Momente, zum Beispiel als Edi Hertig seinen Rücktritt vorlas. Es gab spannende Momente, als Christoph Cajöri einen Überblick über die nächsten zwei Jahre gab. Es gab augenzwinkernde Momente, als Hans Jost am Schluss seiner Ausführungen zum Budget meinte, wir hätten wohl keine Fragen, weil wir nichts verstanden hätten... In all diesen Momenten gab es aber vor allem ein Gefühl, nämlich das, dass der Aufbruch weitergeht und die Freude, das Engagement und der Stolz mit dabei sind. Die stehenden Applause (da gibt es gar keine Mehrzahl, aber es waren wirklich mehrere!) waren klare Zeichen. In dieser klangart werden Sie vergeblich nach einer Biografie von Giuseppe Verdi suchen. Da die klangart und das Programmheft gleichzeitig gedruckt werden, haben Edi und ich beschlossen, diese Doppelspurigkeit zu streichen. Herzlich Ihre Anne Coquoz NEU IM VORSTAND Gleich drei neue Vorstandsmitglieder stellen sich kurz vor. Es ist so wichtig, dass sich immer wieder Leute engagieren. Ohne sie wäre das Funktionieren des Chores unmöglich. Herzlichen Dank für die Mitarbeit und alles Gute! Verena Stalder Seit über 20 Jahren darf ich im Konzertchor Pro Arte mitsingen. Die Freude, unter kundiger Leitung unterschiedlichste musikalische Werke einzustudieren, ist ungebrochen, das Aufgehobensein in der Chorgemeinschaft etwas Wunderschönes, und das jeweilige Kribbeln im Bauch vor den Konzerten nicht wegzudenken. Ich freue mich sehr, mit der Übernahme des Ressorts Konzertorganisation zum Gelingen weiterer unvergesslicher Konzerte beitragen zu können.

3 Annemarie Friedli Gleich vorweg: ich habe dieses Amt nicht gesucht! Denn eigentlich möchte ich wie alle andern - nur singen... Bald realisiert man aber, dass bei 2 Konzerten jährlich im Hintergrund eine Riesenarbeit anfällt und der Vorstand dringend Entlastung braucht! Dank Edis Beharrlichkeit (oder Charme?) bin ich nun zum ersten Mal in meinem Leben in einem Vereinsvorstand. Ich werde also mit Freude am Karren ziehen helfen und versuchen, das Sponsoring zu koordinieren und möglichst effizient zu betreuen. Ich bitte alle Chormitglieder, mir allfällig vorhandene gute connections zu melden. Auch werde ich delegieren, was sich delegieren lässt. Ein Ziel ist sicher die Verjüngung von Chor und Vorstand. Dazu kann ich nun wirklich nicht beitragen - ich betrachte mich daher als Übergangslösung. Dorothea Joller Seit meiner Kindheit mag ich Zahlen und in meinem Werdegang begleiteten sie mich immer. Das war es auch, was Hans Jost letzten Sommer herausgefunden hatte Meine Sympathie zu den Zahlen, und dass ich schon früher gerne die Buchhaltung des elterlichen Betriebes machte, bewog mich, das Amt des Kassiers näher anzuschauen und mich einführen zu lassen. Ich bin dankbar, Hans weiterhin als Ansprechpartner im Rücken zu wissen und freue mich auf die neuen Aufgaben und eine gute Zusammenarbeit.

4 DIE SEITE DES DIRIGENTEN Jedem sein Maröttchen Allzu windschnittig ist auch nicht alles! Jedermann und jedefrau hat das Recht auf gewisse Eigenheiten, so ganz persönliche Duftnötchen. Hauptsache, sie sind einem selbst bewusst. Ich würde nie zu behaupten wagen, mir wären alle meine eigenen Marotten bewusst. Eine jedoch, die mich seit Jahrzehnten begleitet, möchte ich hier erwähnen, ihr sei hier die Ehre erwiesen: ich hasse Zugaben! Der Ursprung dieser Abneigung ist in meiner Biografie klar ortbar. Am Anfang meines Musikstudiums war ich während eines Monats in Salzburg und habe dort einen Sommer-Dirigierkurs besucht. Als Studenten genossen wir das Privileg, für 50 Schilling (das waren damals so etwa 7 Franken) in jedes Konzert und jede Opernaufführung der gleichzeitig stattfindenden Sommerfestspiele reinzukommen - ein Angebot, das der nach Kultur lechzende Bündner Student Zugabe Zugabe Zugabe Zugabe Zugabe Zugabe Zugabe Zugabe jenseits jeglicher Vernunft auskostete. In 29 Tagen habe ich 30 Aufführungen besucht (und etwa gleich viele Salzburger Nockerln verschlungen - aber das wäre wieder eine andere Geschichte): Zweimal den Jedermann mit Maximilian Schell und Senta Berger, Ariadne mit Böhm, Orchesterkonzerte mit Mehta und Barenboim... und eben auch fünf Liederabende. Und dabei kam es zu - meiner Meinung nach - einer äusserst bedenkenswerten Entwicklung, so einer Art "Geschwür am etablierten Konzertbetrieb". Hervorgegangen für einmal nicht aus den Launen eines dekadenten Konzertbetriebs oder eines Austern-Gänseleber-High-Society-Publikums, sondern - schlicht und einfach - aus der Eitelkeit der KünstlerInnen. Eigentlich ging es dabei kaum mehr um den Liederabend - viel wichtiger wurde, wer wieviele Zugaben zu geben hatte. Fischer-Dieskau brachte es nur gerade auf vier, Jessye Norman doch immerhin auf deren fünf... gewonnen hat Marilyn Horne mit sieben! Die Anzahl der Zugaben wurde zum Qualitätsmesser. Das Wichtigste dabei: nicht einfach "gut" zu sein, sondern eben mindestens um eine Zähleinheit besser als die Konkurrenz. Da habe ich den Entschluss gefasst, falls ich je in die Situation kommen würde, auch Zugaben geben zu sollen (oder glauben zu sollen...), würde ich mich nach Möglichkeit weigern. Oder mich stetig strebend bemühen, die Programme so zu gestalten, dass eine Zugabe störend und deplatziert wäre. Da wäre ich dann jeweils fein raus. Meistens gelingt es... Christoph Cajöri

5 DIE CASA VERDI Ein zum nächsten Konzert passender Erlebnisbericht Eigentlich heisst sie Casa di riposo per musicisti (erbaut ), steht an der Piazza Buonarroti in Mailand und ist ein von Giuseppe Verdi gestiftetes Altersheim für ca. 60 Musiker und Sänger. Die Casa steht immer noch in Betrieb, ist natürlich ein wenig in die Jahre gekommen und war 1984 Schauplatz des berührenden Dokumentarfilms il bacio di Tosca von Daniel Schmid. Das Grabmal von Verdi und seiner zweiten Frau Giuseppina Strepponi befindet sich im Hof der Casa Verdi. Eine betagte Freundin unserer Familie, Lilo, durch Heirat Italienerin geworden und nach dem frühen Tod ihres Ehemannes in Mantua als Klavierlehrerin und Lied-Begleiterin pianistisch tätig, hatte das Aufnahmeprozedere für die Casa geschafft, d.h. den schriftlichen Nachweis lückenloser künstlerischer Tätigkeit erbracht. Die Erleichterung von Lilo war gross, denn italienische Altersheime sind so schrecklich, und die privaten unerschwinglich, beklagte sie sich immer wieder. Im Herbst 1996 fand mein längst versprochener Besuch bei Lilo endlich statt: Als ich mich in der Mailänder U- Bahn durchfragte, war ich schon etwas erstaunt, dass offenbar niemand die Casa zu kennen schien. Schliesslich stand ich dann doch vor einer imposanten Fassade und einem eindrücklichen Eingang. Es folgten Pförtnerloge und viele lange Gänge (ein bisschen wie im Burgerspittel Bern), ein grosser, abgedunkelter Speisesaal, relativ kleine, bescheidene Zimmer für die Bewohner, Abstellräume für all die vielen hinterlassenen Klaviere und Flügel, diverse Uebungszimmer, ein toller Konzertsaal, sogar mit Orgel. Und überall an den Wänden, auf den Kissen und

6 Bettdecken blickte einen das ernste Gesicht Giuseppe Verdis an der Stifter war omnipräsent! Kurz nach mir traf eine japanische Reisegruppe ein, legte Rosen auf Verdis Grab und wünschte sich spontan ein kleines Konzert der Bewohner, die ja z.t. immer noch täglich üben. Rasch wurde ein Programm zusammengestellt, und durch Lilo bekam ich natürlich auch gleich den ganzen Klatsch und Tratsch mit ( wenn die E. spielt, dann trete ich nicht auf! ) ( dass sich die P. noch getraut aufzutreten, che vergogna! ) etc., sehr emotional, sehr italienisch, ein Haus voller Primadonnen! Das Konzert begann: ein früherer Startenor schmetterte, auf Stöcke gestützt, O sole mio, etwas forciert die Stimme, aber Japan war hingerissen! Eine Pianistin trug Chopin vor da sie nicht mehr viele Finger gebrauchen konnte, war das Resultat etwas seltsam. Ein ehem. Solocellist der Scala spielte perfekt eine Bach- Partita. Als zwei Bewohnerinnen hinten im Saal tuschelten, brach er genervt ab und war nur mit ganz viel Zureden zum Weiterspielen zu bewegen... Zuletzt schob ich Lilos Rollstuhl an den Flügel, und sie beendete dieses im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Konzert mit einer Beethoven-Sonate, auswendig gespielt. Ich war hingerissen, der Applaus riesig, wir alle etwas gerührt, es gab Blumen, und Japan wünschte ein Abschiedsfoto mit den Künstlern, wobei sich eine ehemalige Balleteuse in einen perfekten Spagat warf (sie verriet mir hinterher kokett ihr hohes Alter). Uebrigens: Nach seinem Lieblingswerk gefragt, soll Verdi, der Schöpfer so vieler unsterblicher Opern, spontan geantwortet haben: Die casa di riposo!. Recht hatte er! Annemarie Friedli

7 WIR DANKEN Liebe Eva, du bist zwar aus dem Vorstand ausgetreten, wirst aber weiter als Helferin mitarbeiten, du aktualisierst weiterhin die Mitgliederverzeichnisse, verschickst Rechnungen und Briefe wie vorher, nur nimmst du nicht mehr an den Vorstandssitzungen teil. Warum also jetzt diese Zeilen? Ganz einfach, weil wir herzlich danken wollen. Danken für das, was du für den Chor bisher geleistet hast. Du hast Mut bewiesen und dich auf ein Wagnis eingelassen: Ich erinnere mich mit leisem Schmunzeln an deine ersten Kämpfe mit den Tücken des Computers, an die Zeiten, wo wir zusammen deine Word- und Exel-Kenntnisse aufgemöbelt haben, auch daran, wie du deine ganze PC-Ausrüstung zurück ins Fachgeschäft gebracht hast, um sie auf den neuesten Stand zu bringen. Nie hast du losgelassen, nie hast du aufgegeben und ich konnte mich deiner Zuverlässigkeit und Genauigkeit und deiner Hilfe in administrativen Belangen erfreuen. Du hast mir viel abgenommen. Herzlichen Dank dafür und ich freue mich sehr darüber, dass wir weiter auf deine Unterstützung zählen können! Lieber Hans, ich werde mich immer an den Tag erinnern, wo unsere beiden Lebenswege im Vorstand aufeinander trafen. Hier auf kurzem Raum ist nicht zu schildern, wie wir zusammen an der Brücke für das Weiterbestehen des Chors gebaut haben. Aber eines ist klar: Ohne dich wäre das nie gelungen! Wir alle konnten auf deine Kenntnisse, auf deine Erfahrung und deinen Überblick aufbauen. Ich habe deine offene Art sehr geschätzt, mit der du Aufgaben und menschliche Probleme angegangen bist; auch wie du mit unterschiedlichen Meinungen und Haltungen umzugehen verstehst, und manches Mal habe ich mich auch über deine Entscheidungen sehr gefreut, weil ich mich mit deiner Art der Entscheidungsfindung sehr identifizieren konnte. Wir haben viel (nicht die Rechnungsführung!) zusammen besprochen und entwickelt. Vor allem aber habe ich dein Vertrauen und deine Menschlichkeit geschätzt. Ich danke dir und freue mich für dich, dass du dich jetzt auch entlasten kannst, nachdem du eine tolle junge Nachfolgerin für die Rechnungsführung gefunden hast und wünsche dir auch im Namen des Vorstandes alles Gute für die Zukunft! Edi Hertig

8 KURZPORTRÄTS Unsere Kurzporträts sollen es ermöglichen, einander besser kennenzulernen, vielleicht auch Leute mit ähnlichen Interessen zu finden und nicht zuletzt auch den Kreis jener zu vergrössern, die wir beim Namen nennen können. Schliesslich sind wir jetzt bald 100 Sängerinnen und Sänger! Weiss Marianne, Alt. Bei uns zu Hause spielten alle ein Instrument. Ich spiele noch heute täglich Klavier, interessiere mich für Musiktheorie, lese sehr viel, liebe die Literatur und die schönen Künste. Male für mich selber, aber auch mit den Grosskindern, welche meine grösste Lebensfreude darstellen. Bin überhaupt ein Familienmensch, liebe friedliche Atmosphäre und gehe auch sehr gerne singen, wobei mir dabei auch die Geselligkeit wichtig ist. Annemarie Friedli-Baumann, Alt. Nach Wirtschaftsmittelschule und diversen Jobs Lebensstelle in der Hausarztpraxis des Ehemannes. Parallel dazu Pflegeausbildung und viele Jahre Nachtwache. 2 Söhne, 3 Enkel und 6 Sprachen. Und grün bin ich auch noch. Und sonst? Kultur, Sport, z Bärg gah, Klavier, Naturgarten, Alpsommer und Sozialeinsätze halten mich auf Trab. Dank Chorprojekt 11 erstmals (!) im Leben gesungen und gleich im PAC hängengeblieben: Singen macht tatsächlich glücklich! René Ruch, Bass, 1935 in St. Imier geboren. Zweisprachig, Erstausbildung als Bauzeichner, später Lehrerausbildung in Porrentruy, ein Jahr Studium der Musikgeschichte an der Schola cantorum in Paris. Ich besuchte diverse Dirigentenkurse des Kant. Gesangsvereins und habe ab 1955 im Choeur de l`église française mit François Pantillon gesungen. Habe mehrere Chöre dirigiert. Tätig als Lehrer in Malleray- Bévilard im Jura und zuletzt in Münsingen. Roland Kuster, Bass, 1954 in Spiez geboren und aufgewachsen. Beruflich tätig als Qualitäts-Sachbearbeiter bei einer Berner Firma. Gehe gerne an Konzerte und ins Theater. Daneben wandere und reise ich gerne und verbringe viel Zeit im Garten am Neuenburgersee. Zum Singen bin ich 1984 eher durch Zufall gekommen, seither dem Pro Arte Chor aber treu geblieben. Neben klassischer Musik höre ich oft auch Popmusik und Chansons.

9 Ruth Mosimann, Sopran. Musik und Gesang haben mich schon als Kind fasziniert. Seitdem ich pensioniert bin, beginne ich den Tag gemütlich mit einer Tasse Kaffee. Wenn ich dann im Radio zufällig die Kaffee-Kantate von Johann Sebastian Bach höre, beflügelt mich das für den ganzen Tag! Ich Interessiere mich auch für fremde Länder, Rosenpflege und Kunst. Ich lese gerne, am liebsten Biographien. Ich liebe zu kochen, vor allem Indisch. Das gemeinsame Singen am Donnerstag ist ein wichtiger und freudiger Termin in meinem Kalender. Dorothea Joller, 1984, Alt. In der Schulzeit musste ich im Chor singen. Heute geniesse ich die Chorproben und freue mich über den Ausgleich zum Beruf. Ich bin im Entlebuch LU aufgewachsen, spiele gerne Klavier und Orgel und war nach dem Studium längere Zeit in Neuseeland. Als Agronomin bin ich auf einem Geflügelbetrieb mit Forschung tätig. Neben dem Singen fahre ich gerne Velo, wandere, lese oder bin mit Freunden zusammen. Erika Sarikurt, Alt. Ich arbeitete als Sekretärin in verschiedenen Branchen, zuletzt als Direktionsassistentin in der Bundesverwaltung. Musik war schon von klein auf wichtig für mich. Ich spielte ca. 15 Jahre Geige und war Konzertmeisterin in einem Laienorchester. Neben dem Gesang und der klassischen Musik finde ich auch Freude an Blues, Soul und Jazz. Daneben bereichern Konzerte, Theater und Kunst sowie Lesen und Reisen mein Leben. Annette Gasser-Dutoit, Sopran. Gymnasiallehrerin und Dozentin an der PH Bern. Meine Freizeit gehört in erster Linie meinem bald 8-jährigen Sohn, der sich allerdings für Wandern und Radfahren, meine liebsten Hobbys, (noch?) nicht recht begeistern kann. Musik war immer ein wichtiger Teil meines Lebens, sei es als Sängerin, Cellistin in diversen Orchestern oder einfach als Hörerin und Geniesserin klassischer Konzerte. Ruth Streckeisen Alt. Sozialpädagogin, Familienfrau, Mutter zweier Teenagertöchter. Am Bielersee aufgewachsen. Lebt mit ihrer Familie im Spiegel. Liebt das Leben, gute Gespräche, überraschende Begegnungen, Vollmondnächte, alte Rosen und Mohn, Schwimmen in der Aare, Kunstausstellungen, ein Wochenende im Kloster, Teetrinken in der Länggasse, Wandern im Hochmoor, Meditieren, und natürlich Singen und Musik, u.v.m.!

10 PRESSESTIMME Unter der Leitung des neuen Dirigenten Christoph Cajöri konzertierte der Konzertchor Pro Arte im Berner Münster. Und zeigte sich von seiner besten Seite. Zum Einstand des neuen Dirigenten Christoph Cajöri standen im September 2011 mit Schütz und Mendelssohn A-capella-Werke und mit Ariel Ramirez' «Misa Criolla» südamerikanische Klänge auf dem Programm. Dass nach der 40-jährigen François-Pantillon-Ära ein neuer Wind zu wehen beginnt, wurde dem Publikum schon damals bewusst. Am Sonntagabend setzte der Konzertchor Pro Arte noch einen drauf und zeigte nun, wie musikalisch agil er sich unter dem neuen Dirigenten bewegen kann. Chor meisterte die Hürden Auf dem Programm steht neben Georges Bizets «Te Deum» Charles Gounods Cäcilienmesse» - ein Meilenstein der Chormusik und nicht ganz ungefährlich; die harmonischen Überraschungsmomente sowie die Sprünge zwischen sakralen Passagen, ariosen Einschüben und demütigen «Agnus»-Bitten haben es in sich. Der Chor meisterte viele Hürden bemerkenswert leichtfüssig. Sehr beeindruckend erklangen vor allem die zart abgestimmten, leisen Tonläufe wie etwa im eingeschobenen «Ave verum». Und auch die Balance innerhalb der einzelnen Chorstimmen sowie in Tuttistellen mit Solisten und der Orchestergesellschaft Zürich. Und auch die dynamischen Feinheiten kamen wunderbar zum Vorschein. Christoph Cajöri gelang es, mit seinem gefühlvoll-innigen Dirigat alles ins Gleichgewicht zu bringen. Im pompösen Schluss wünschte man sich aber noch etwas mehr Drive. Aber da musste man sich keine Sorgen machen, denn der Chor war in besten Händen. Ungenau intoniert Die Orchestergesellschaft Zürich nahm sich dem beweglichen Chor grundsätzlich sicher und feinfühlig an. Einige Wermutstropfen gab es aber: die hohen, ungenau intonierten Töne der Geigen, die immer wieder dazwischen rutschten, oder der eine oder andere Kampf mit dem Solo. Mit den Vokalsolisten Andrea Suter, Sopran, Peter Bernhard, Tenor und Michael Kreis, Bass, ist dem Pro Arte-Chor ein Glücksgriff gelungen. Völlig frei von Allüren gaben sie sich in die «Cäcilienmesse», verschmolzen zu einem Ganzen und traten wieder hervor, um solistisch zu überzeugen - damit gelang es ihnen, eine unmittelbare Nähe zum Publikum zu schaffen. Georges Bizets unkonventionelle Vertonung des «Te Deum» brach mit Gounods «Cäcilienmesse». Das rhythmische Schmettern des Orchesters unter den lyrischen Passagen des Chores katapultierte die Hörenden in einen Kosmos zwischen Oper und Kirchenmusik. In diesem Genre fühlte sich der Konzertchor Pro Arte hörbar wohl. Mariel Kreis

11 CHOR AUF REISEN / PROBE IN ZÜRICH-AFFOLTERN Eindrücke von der Probe mit der Orchestergesellschaft Zürich UNSERE NÄCHSTEN KONZERTE Sonntag, 7. April 2013 Dezember 2013 Der Konzertchor Pro Arte erstmals im KKL! Opernchöre von Verdi, Puccini, Mascagni und Bizet (zusammen mit dem Orchestra Filharmonica Italiana). Weihnachtskonzert im Kulturcasino Bern. Leos Janacek: Otcenas (Vater unser) Camille Saint-Saëns: Oratoire de Noël.

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14 PROTOKOLL DER HAUPTVERSAMMLUNG 2012 Donnerstag, 26. April 2012, Uhr, im Restaurant Mappamondo, Bern Sitzungsleitung: Eduard Hertig Anwesend: 69 Chormitglieder, Chorleiter Entschuldigt: Beatrice Sprich, Madeleine Theiler, Cristina Terrier, Katharina Mühlemann, Ueli Mühlemann, Marianna Reber, Eva Müller, Annette Gasser- Dutoit, Rahel Arn Orgis, Lotte Klaiber. TRAKTANDEN: 1. Protokoll der Hauptversammlung vom 7. April Jahresbericht des Präsidenten 3. Bericht über die Reorganisation des Vorstandes 4. Antrag auf Änderung der Statuten 5. Information über das Zweijahresprogramm 6. Rechnung 2011 und Voranschlag Wahlen 8. Ehrungen 9. Verschiedenes Der Präsident drückt seine Freude über den zahlreichen Besuch aus und verspricht eine interessante Hauptversammlung. 1. PROTOKOLL DER HAUPTVERSAMMLUNG 2011 Das Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. April 2011 wird mit Dank an die Verfasserin Verena Stalder einstimmig genehmigt. 2. JAHRESBERICHT DES PRÄSIDENTEN Edi Hertig liest den Jahresbericht vor. Dieser wird einstimmig genehmigt. Er konstatiert, dass laut BUND ein neuer Wind weht im Pro Arte Chor. Er dankt Christoph Cajöri für sein grosses Engagement, das uns die erfolgreichen Aufführungen ermöglicht hat. Die Klangqualität ist deutlich gestiegen. Dazu sind 30 neue SängerInnen eingetreten, und es werden voraussichtlich 15 weitere dazustossen. Im Chor herrscht Aufbruchstimmung. Das alles verspricht eine hoffnungsvolle Zukunft.

15 3. BERICHT ÜBER DIE REORGANISATION DES VORSTANDES Der Vorstand hat im Hintergrund hart gearbeitet für das letzte, aber auch schon für das nächste Konzert. Der Präsident rühmt die wunderbar funktionierende Zusammenarbeit. Er freut sich, drei neue Frauen zur Mitarbeit gewonnen zu haben. Alle haben sich schon eingesetzt, ohne für ihr Amt gewählt zu sein. Da wir neu zweimal pro Jahr konzertieren, fällt die doppelte Arbeit an. Deshalb müssen wir die Aufgaben auf mehr Leute verteilen. Der Vorstand soll jedoch nicht aufgebläht werden. Bisher haben alle getan, was sie am besten konnten, unabhängig davon, ob sie Vorstandsmitglieder oder HelferInnen waren. An jeder Sitzung wurden die anstehenden und nicht klar zugeordneten Jobs verteilt. Was niemand tun wollte oder konnte, blieb am Präsidenten hängen. Der Vorstand organisiert sich laut Statuten selbst. So haben wir eine klare Struktur gesucht, die eine Hierarchie definiert und alle voraussehbar anstehenden Arbeiten den einzelnen Chargen zuordnet. Der Präsident verteilt das neue Organigramm und erläutert es. Am auffälligsten ist die Dreiteilung in Leitung, Vorstand und HelferInnen. Der Präsident vergleicht dies bildhaft mit einem Baum: Die HelferInnen sind die Wurzeln und geben dem Baum Kraft. Der Vorstand entspricht dem Stamm, er treibt den Saft in die Krone. Der Dirigent ist die Krone und ermöglicht erst die Musik mit dem krönenden Konzert. An den Vorstandssitzungen sind nur die Vorstandsmitglieder zur Teilnahme verpflichtet. Die HelferInnen werden je nach Notwendigkeit aufgeboten, arbeiten aber in ihrem Sachgebiet eng mit dem Vorstand zusammen. Die Rechnungsführung enthält die Konzert- und die Jahresrechnung mit der entsprechenden Budgetierung. Die Mitgliederbetreuung hat mehrere HelferInnen für die verschiedenen Aufgaben. Die Konzertorganisation kann Leute ad. hoc. anfordern. Der Öffentlichkeitsarbeit / Medien sind auch HelferInnen zugeordnet. Davon ist die Webadministration nur noch bis am 1. Aug chorextern besetzt. Das Ressort Sponsoring / Inserentensuche ist eng mit der Sparte Öffentlichkeitsarbeit / Medien verknüpft. Sponsoring ist besonders für das nächste grosse Programm von Bedeutung. Die Protokollführung enthält auch das Lektorat aller Druckerzeugnisse. Von den sechs Ressorts auf Vorstandsebene sind zwei, die Mitgliederbetreuung und die Protokollführung, bereits besetzt. Für drei weitere haben sich Leute zur Verfügung gestellt: Die Rechnungsführung übernimmt Dorothea Joller. Sie ist vom abtretenden

16 Kassier Hans Jost bereits bestens eingeführt worden. Das Ressort Konzertorganisation hat Verena Stalder inne. Sie hat schon das letzte Konzert organisiert, und die Vorbereitungen für das nächste laufen auf Hochtouren. Zur Übernahme der Sparte Sponsoring / Inserentensuche hat sich Annemarie Friedli bereit erklärt. Die Sparte Öffenlichkeitsarbeit / Medien ist noch vakant. Der Präsident zieht die Wahl der drei neuen Vorstandsmitglieder vor. Alle drei werden einstimmig gewählt. Auch das neue Organigramm wird ohne Gegenstimme genehmigt. 4. ANTRAG AUF ÄNDERUNG DER STATUTEN Artikel 11 der Statuten setzt den Vorstand auf 7 Mitglieder fest. Der Präsident beantragt, die Zahl auf 7 9 zu erweitern, damit wir flexibler werden. Die Statutenänderung wird einstimmig angenommen. 5. INFORMATION ÜBER DAS ZWEIJAHRESPROGRAMM Christoph Cajöri leitet mit einem kurzen Rückblick und einer Bestandesaufnahme ein: Vor einem Jahr stellten wir die Fragen: Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Dann bestritten wir unser erstes Konzert zusammen mit den DRS Singers. Nach unserem kürzlichen Auftritt im Fraumünster Zürich stellte ein Mitglied der Singers fest, da habe man einen ganz anderen Chor gehört. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es gibt viele kleine Dinge, die wir umsetzen müssen, z.b: festgefahrene Sitzordnungen wechseln, präzise Endungen singen; oder grössere Herausforderungen: auswendig singen, professionell auftreten. Es gibt noch manches zu verbessern: Zu viele SängerInnen zeigen ihre Freude am Musizieren nicht. Wohin wollen wir? Es gibt kein Ausruhen auf den Lorbeeren. Wir haben unser Zwischenziel erreicht. Bestes Beispiel ist der sehr schöne a cappella Vortrag des AVE VERUM von Camille Saint Saëns an unseren Passionskonzerten. Der Leitsatz soll sein: Fordern ohne zu überfordern. Die Auswahl der Literatur ist den Möglichkeiten des Chors angepasst. Christoph Cajöri schlägt das Programm für die nächsten 2 ½ Jahre vor: Projekt A (bereits beschlossen): Wir singen das Requiem von Giuseppe Verdi gemeinsam mit dem Männerchor Zürich unter dem Patronat der Oper Schenkenberg. Konzerttermine: Berner Münster, 10. Nov. 2012, Uhr, 11.Nov. 2012, Uhr. Tonhalle Zürich, 18. Nov. 2012, Uhr. Projekt B: Geplant waren eigentlich zwei Programme zur Auswahl, aber in-

17 zwischen ist eine Anfrage eingetroffen, die wir in Betracht ziehen sollten. Die Classic Events, der zweitgrösste Organisator von Anlässen im KKL, plant für den 7. April 2013, Uhr, ein Konzert mit Perlen aus Opernchören. Gewünscht ist ein Chor mit ca.150 SängerInnen. Für eine Realisierung dieses Projekts würden wir mit den DRS Singers zusammenspannen. Unter Voraussetzung der Zusage beider Chöre würde sich Christoph Cajöri mit dem Veranstalter auf das genaue Programm einigen. Christoph Cajöri weiss aus Erfahrung, dass die Organisation mit dem KKL vorzüglich funktioniert, wir hätten nichts damit zu tun, wir würden sogar eine Gage kriegen. Wir würden das Konzert mit Christoph Cajöri einstudieren, aber unter einem andern Dirigenten aufführen. Projekt C: Im Dezember 2013 ist ein Weihnachtskonzert im Kulturcasino Bern geplant. Der Pro Arte Chor tritt mit 5 Solisten, Streichern, Harfe und Orgel auf. Zur Aufführung gelangt das Vater unser (Otce nas) von Leos Janacek und das Weihnachtsoratorium (Oratoire de Noël) von Camille Saint Saëns. Projekt D: Geplant ist die konzertante Aufführung der "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni, wiederum in Zusammenarbeit mit der Oper Schenkenberg, im Juni Eine Aufführung wäre im Kulturcasino (organisiert durch uns), zwei bis drei im Raum Brugg (in der Verantwortung der Oper Schenkenberg) vorgesehen. Die Oper Schenkenberg ist eine Institution in Schinznach Dorf, die alle drei Jahre - unter grosser Beteiligung der im Dorf ansässigen Bevölkerung - in einer eigens aufgebauten Arena eine grosse Oper inszeniert (2010 Carmen, 2013 Trovatore). Die OS ist sehr daran interessiert, in den Zwischenjahren ebenfalls vor Publikum in Erscheinung zu treten - wie eben im Sommer 2014 mit der konzertanten Cavalleria. Sie würde sich selbstverständlich auch finanziell beteiligen: eine klare Win-win-Situation! Der Ausblick zeigt, dass wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Wir arbeiten an der Vorwärtsstrategie. Christoph Cajöri richtet seinen Dank an den Vorstand, der seine Arbeit mit Freude leistet. Er dankt auch dem Chor, vor allem, dass er bereit ist, nach seinem Tempo und seiner Art zu arbeiten, ohne Opposition und ständigem Zwang zur Rechtfertigung. 6. RECHNUNG 2011 UND VORANSCHLAG 2012 Hans Jost erläutert die Konzert-, Vereins- und Vermögensrechnung. Konzertrechnungen: Das Chorprojekt 11 war nicht als gewinnbringendes Konzert gedacht, das Defizit von Fr. 2' blieb im geplanten Rahmen. Das Konzert A Cappella plus hingegen brachte sogar einen Gewinn von Fr. 1' So verringerte sich das Defizit im Gesamtergebnis auf Fr. 1' Vereinsrechnung:

18 Sie zeigt den Abschied von den roten Zahlen, auch dank vieler Spenden. In der Gesamtrechnung bleibt uns ein Einnahmenüberschuss von Fr. 10' Schon das erste Jahr unter der neuen Leitung bringt ein positives Ergebnis. Vermögensbilanz: Unser Vereinsvermögen ist um den Betrag des Einnahmenüberschusses angewachsen, und zwar von Fr. 44' auf Fr. 55' Budget 2012: Gounod / Bizet: Die Abrechnung zum Passionskonzert 2012 ist noch nicht erstellt. Aber wahrscheinlich können wir mit einem Überschuss von ca. Fr. 1' anstelle des budgetierten Defizits von Fr. 2' rechnen. Verdi: Das Defizit von Fr. 22' wird je zur Hälfte auf beide Chöre aufgeteilt. Schon bekannte noch zu erwartende Spenden und besseres Abschneiden beim Konzert sind nicht berücksichtigt. Vereinsrechnung 2012: Der Kostenüberschuss wird voraussichtlich geringer ausfallen als budgetiert. Revisorenbericht: Der Revisor Ruedi Thalmann liest den von ihm und Roland Kuster verfassten Revisorenbericht vor. Dem Rechnungsführer Hans Jost wird eine sehr professionell und sorgfältig geführte Buchhaltung attestiert. Die Revisoren beantragen der Hauptversammlung, die Rechnung zu genehmigen und dem Kassier Decharge zu erteilen. Die Versammlung folgt diesem Antrag und genehmigt die Rechnung 2011 und den Voranschlag 2012 mit herzlichem Dank und grossem Applaus. 7. WAHLEN Edi Hertig liest sein Demissionsschreiben vor. Darin kündigt er seinen Rücktritt vom Präsidentenamt auf die Hauptversammlung 2013 an. Er betont, dass dies weder mit dem Chor noch mit den Konzerten zu tun hat. Er habe sich immer als Übergangspräsident verstanden und dies anlässlich seiner Wahl auch deutlich gemacht. Da er zugunsten des Amtes vieles zurückgesteckt habe, sei es an der Zeit, die Akzente wieder anders zu setzen. Auch gesundheitliche Gründe spielen beim Entscheid mit. Hans Jost dankt Edi für seinen unermüdlichen Einsatz. Er erinnert an die unschönen, turbulenten Zeiten im Chor und hebt Edis unschätzbare Dienste zur Rettung und zum erfolgreichen Weiterbestehen des Chors hervor. Alle Chormitglieder ehren den Präsidenten mit einer Standing Ovation. Chartotte Flückiger überreicht ihm Blumen und ein Geschenk.

19 8. EHRUNGEN Folgende langjährige Chormitglieder werden mit einer Urkunde und einer Rose für ihre Treue zum Pro Arte Chor geehrt: Christina Terrier 20 Jahre ( nicht anwesend, wird an nächster Probe geehrt ), Paul Engel 20 Jahre,Verena Kühni 30 Jahre, Ursula Boss 50 Jahre. Charlotte Flückiger widmet ihnen einen Sinnspruch, der Singen als die edelste Kunst rühmt, die ihre Jünger nie einsam werden lässt. Edi Hertig ehrt den abtretenden Rechnungsführer Hans Jost mit einem Geschenk und Blumen. Er nennt ihn einen Eckpfeiler, der dem Chor über Jahre unschätzbare Dienste geleistet hat, und der zusammen mit andern standhaft im Sturm gestanden ist, als es galt, den Chor vor dem Untergang zu bewahren. Er dankt ihm für seinen grossen, unermüdlichen Einsatz, seine stets verlässliche, wertvolle und angenehme Zusammenarbeit. Die voller Ergriffenheit dem abtretenden treuen Vorstandskollegen gewidmeten Worte werden spontan von allen Chormitgliedern mit einer Standing Ovation bekräftigt. Edi Hertig dankt Christoph Cajöri, der uns die Musik als etwas Lebendiges erschliesst. Alle Chormitglieder sind glücklich darüber und arbeiten gerne mit ihrem neuen Dirigenten zusammen. Mit einem grossen Applaus bekräftigen sie die Worte des Präsidenten. Das scheidende Vorstandsmitglied Eva Müller wird wegen Abwesenheit an der nächsten Probe geehrt. Sie wird als freie Mitarbeiterin weiterhin unsere Adresskartei führen. Charlotte Flückiger ehrt Vreni Schmid mit einem Blumenstrauss als langjährige stille Kraft im Hintergrund. Verena Stalder erhält für ihre Mitarbeit ebenfalls Blumen. Alle Vorstandsmitglieder und der Dirigent erhalten als Dank für ihre Arbeit ein kulinarisches Präsent. 9. VERSCHIEDENES Vreni Gugger ist nicht zufrieden mit der Wahl des Tenues für die Konzertauftritte. Ihrer Meinung nach gäben die verschiedenen bunten Schals ein unruhiges, nicht stimmiges Bild ab. Dadurch wirke unser Auftritt unprofessionell. Ein einheitliches Erscheinungsbild wäre besser. Aus der Mitte der Chormitglieder fallen Ausdrücke wie Papageienfarben, Landchor, Fastnachtsgesellschaft, Ostereier... Es gibt allerdings auch gegenteilige Echos. Christoph Cajöri schlägt vor, eine kleine Kommission zu bilden, die Vorschläge für einen möglichst allen Sängerinnen genehmen Auftritt ausarbeitet. Der Präsident nimmt diese Anregung entgegen. Mit dem Dank an alle Anwesenden schliesst der Präsident die Versammlung um Uhr. Der Protokollführer: Hans Stalder Der Präsident: Eduard Hertig /hs

20 INDIAN HOPE SCHWEIZ Bericht von Irene Rai über ihr Hilfswerk. Vor mehr als einem Jahr fragte mich Edi, ob ich unser Hilfswerk in der Klangart vorstellen möchte. Dieser Anfrage kam ich gerne entgegen. Unser Hilfswerk heisst INDIAN HOPE SCHWEIZ. Nachdem ich längere Zeit im Elternhaus meines Ehemanns in Nordindien gelebt hatte, entschloss ich mich, in der Schweiz Geld für eine Dorfschule zusammenzubringen. Dies tat ich, indem ich in Bern indische Handarbeiten an meinem Marktstand verkaufte und immer noch verkaufe. Mit dessen Erlös und vielen diversen Spenden von unseren Freunden, Bekannten und Unbekannten realisierte mein Mann mit der Hilfe vieler Taglöhner während den letzten 20 Jahren folgende Projekte: Eine Dorfschule, welche heute von über 700 Kindern besucht wird, den Ausbau einer Leprastation, eine Leprasiedlung in Südindien, zwei Heime - eines für ehemals zur Prostitution ausgesetzte Mädchen, das andere für behinderte Mädchen und Frauen, ein Hort, eine Armenschule für Kinder aus einem Slum, ein Schulhaus für die Weiterbildung junger Frauen, ein grosser Kindergarten, ein grosser Spielpark für arme Kinder und diverse öffentliche Toiletten. Im Weiteren unterstützen wir 38 Witfrauen mit Kindern und versorgen einige Strassenkinder mit Kleidern und Nahrungsmitteln. Diese Buben erhielten von uns neue Kleider und Nahrungsmittel. Einige Strassenkinder werden von Familien, welche am Strassenrand unter Plastikblachen leben ernährt oder konstruieren sich selbst eine Kochstelle. Durch unsere Hilfe können sich einige dieser Kinder während eines Monats ernähren. Die nächsten Spenden werden wir für die Miete eines Kinderhauses verwenden, in welchem Kinder ernährt und, wenn uns genügend Geld zur Verfügung steht, ärztlich betreut werden. Leider finde ich in ganz Nordindien keine Krankenkasse, welche bereit wäre, arme Menschen zu versichern. Nur Reiche haben Zugang zu solchen Institutionen. Wir helfen auch einzelnen verarmten Familien mit Starthilfen wie zum Beispiel der Finanzierung einer Ausbildung, dem Kauf einer Nähmaschine, eines Webrahmens, Saatguts, einem Wasserbüffel, einer Velorikscha. Ab und zu finanzieren wir für Operationen, Arztbesuche, Medikamente. Möchtet Ihr gerne mehr wissen über unser Hilfswerk, findet Ihr uns unter Über Google könnt Ihr einen ca. 30 Minuten dauernden Film über unsere vier ersten Grossprojekte sehen. Für jegliche Spenden sind wir sehr dankbar. Postkonto

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