SommerZeit Region M/S Ein Geschenk des Erzbistums Köln Aufbrüche

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1 2015 Region M/S SommerZeit Ein Geschenk des Erzbistums Köln Aufbrüche

2 Liebe Leserinnen und Leser! Gerade von Zuhause ausgezogen. Die erste Studentenbude wartet. Für den 20-jährigen jungen Mann auf dem Titel ist es ein Aufbruch in eine unbekannte Ganz bewusst haben sich die Ordensfrauen und -männer in die Wüste der Großstadt aufgemacht, um als Christen in der Gesellschaft da zu sein. Schließlich stellen wir Ihnen mit Rupert Neudeck Welt, in einen neuen Lebensabschnitt. Aber auch einen Aufbrecher vor, der durch sein selbstloses für seine Eltern bedeutet dieser Schritt des letzten und wagemutiges Handeln die Welt ein wenig zum Kindes ebenfalls einen Aufbruch in eine verän- Besseren verändert hat. Aufgebrochen allerdings derte Zukunft. Jahrelang bestimmte die Sorge um nicht aus freien Stücken und in eine ungewisse die Kinder auch ihren Alltag. Jetzt wird es ruhig im Zukunft sind auch die Frauen und Männer, die als Haus. Damit umzugehen, sich als Paar anders Flüchtlinge ihre Heimat verlassen haben und in wahrzunehmen, das eigene Leben neu zu organi- unserem Land inzwischen angekommen sind. Auf sieren, das sind Herausforderungen, wenn das Seite 40 erzählen sie von ihrem Schicksal. Nest leer wird. In dieser Ausgabe der SommerZeit ist viel von Aufbrüchen die Rede. Das Erzbistum Köln Auch in diesem Sommer bieten wir wieder eine Rad- macht sich mit seinem neuen Erzbischof Kardinal wanderung an. Sie führt in zwei Tagen auf den Spu- Rainer Maria Woelki auf den Weg in eine neue Ära. ren Adolph Kolpings von Neuss nach Kerpen. Manches wird sich in den nächsten Jahren ändern. Ich lade Sie herzlich ein, sich mit den vielfältigen Aufbrüchen auseinanderzusetzen, inspirieren und Ungewöhnliche Wege ist das Erzbistum auch mit sei- vielleicht auch unterhalten zu lassen. Viel Freude nem Kunstmuseum Kolumba gegangen. Als Muse- mit der SommerZeit und schon jetzt eine gute nden, nzenverstäreschulte der um der Nachdenklichkeit ist das vom Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfene Haus inzwischen ein international renommiertes Objekt geworden. Lesen Sie, was Prominenten zu Kolumba einfällt und vor allem: kommen Sie selbst! Alle Leserinnen und Leser der SommerZeit haben am Sonntag, 21. Juni, freien Eintritt ins Museum. Auf der Seite 23 fin- Sommerzeit wünscht Ihnen Ihr den Sie den Coupon, der als Eintrittskarte für zwei Radfahren Bring s! f it spontan umweltbewusst hlen wir n Hörgen in der inzelnen ie Ausbewusst + Pro Fahrt 30 Min. gratis für VRS-AboKunden terrichten. + Mehr als 900 Leihräder in + Einfach anmelden per Web, App, Rad, Station oder Telefon. Köln #KVBrad R M/S Titelfoto: Robert Boecker Besuchen Sie uns auch auf Facebook! facebook.com/adventundsommer Personen gilt. Schön, wenn Sie dabei sogar andere Leserinnen und Leser kennen lernen! Aufbrechen wollen auch die jungen Menschen, die sich für eine kirchliche Heirat entschieden haben. Ihnen ist stellvertretend die Geschichte von Eva und Jens auf Seite 8 gewidmet. Seit einigen Jahren ist in der Kölner Altstadtkirche Groß St. Martin die junge Gemeinschaft von Jerusalem beheimatet. Robert Boecker Chefredakteur 3

3 Hotline zur SommerZeit Haben Sie Anregungen und Wünsche? Dann rufen Sie an: (Hotline) vom 19. bis zum 29. Mai montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr Besuchen Sie uns auch im Internet! facebook.com/adventundsommer Layar App Immer dann, wenn Sie das Layar Logo sehen, können Sie die Seite mit Ihrem Smartphone scannen und mehr Informationen erhalten. Und so geht es: 1. Laden Sie im App Store oder bei Google Play die kostenlose Layar App auf Ihr Mobilgerät. 2. Diejenigen Seiten, die mit dem Icon gekennzeichnet sind, können Sie mit der App scannen. Wichtig ist, dass Sie die gesamte Heftseite erfassen. 3. Sobald die App die Seite erkannt hat, öffnen sich die Inhalte automatisch. SommerZeit Ein Geschenk des Erzbistums Köln 8 Wo du hingehst, da will ich auch hingehen Wenn zwei Menschen vor den Traualtar treten 10 Wie eine Kirsche auf der Torte Junge Ordensfrauen und -männer in der Wüste der Großstadt 14 Das Nest ist leer was nun? Wenn Kinder flügge werden und die elterliche Wohnung verlassen 16 Reiche Kirche Gott sei Dank! Kölner Südstadtgemeinde ermöglicht bezahlbaren Wohnraum für jeden 20 Es ist eine Freude Kolumba ein Museum des Aufbruchs 10 QR-Code einscannen und kostenlose Layar App herunterladen. 24 Frischluft für die Beziehung Ein Wochenende für Paare im kirchlichen Tagungshotel 26 Was würden wir heute Christus zeigen? Ein Tag mit dem Kölner Erzbischof Ruhe, die duftet Ferien in Gemeinschaft von Mensch, Natur und Generationen 32 Der Aufbrecher Rupert Neudeck Flüchtlinge sind unsere neuen Nachbarn Internet-Portal, das schnelle Hilfe ermöglicht 38 Gott und Allah fordern Liebe und Verstand Diskussion zwischen einer Muslima und einem Christen 40 Wir haben euch viel mitgebracht Flüchtlinge. Angekommen in unserer Gesellschaft Engagiert, aktiv, stark! Anderen helfen, denen es nicht so gut geht? Etwas gegen Ungerechtigkeiten unternehmen? Die youngcaritas unterstützt alle, die die Welt ein kleines bisschen besser machen möchten. Auf wird Helfen leicht gemacht. 44 Sommerzeit = Lesezeit Prominente stellen ihre Lieblingsbücher vor 46 Es macht mich traurig und wütend Der Kinofilm: Sexueller Missbrauch in der Kirche 48 Mit der SommerZeit Aufbruch wörtlich nehmen Fahrrad-Wallfahrt von Neuss nach Kerpen 50 Impressum 30

4 Demütig Banken haben ja derzeit keinen guten Ruf Das hat viele Gründe Bänke hingegen erfreuen sich aus gutem Grund regen Zuspruchs Demütig lassen sie mich rasten bis mich die Sehnsucht aufbrechen lässt Es könnte andere Orte geben mit roten Bänken etwa oder mit gelben im Kiefernwald oder vor tiefblauer See Man darf doch träumen schließlich ist Sommer Bernhard Riedl Sommerimpulse Bestellen Sie einen täglichen Mail-Impuls zum Start in den (Urlaubs-) Tag, um die Augen zu öffnen für Himmel und Menschen. Das kostenlose Angebot existiert vom 29. Juni bis zum 14. September. Sie erhalten jeweils ein prägnantes Foto mit kurzem Text zum Innehalten und einen dazu passenden Bibelvers. Anmeldung unter facebook.com/sommerimpulse

5 Info Pax-Bank seit 1917 Bank für Kirche und Caritas. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen Wenn zwei Menschen vor den Traualtar treten Klettern in Eifelfelsen oder im Hochseilgarten sind nur zwei der ungewöhnlichen Angebote, die das Erzbistum Köln für junge Paare zur Vorbereitung auf die Ehe anbiet. Mehr Infos auf was das hochzeitswillige Paar so wissen muss: Der Ablauf des Traugottesdienstes, Trausprüche, Gebete sowie das Angebot von Ehekursen. Das ist wirklich sehr praktisch. Denn geheiratet wird ja im besten Fall nur einmal im Leben klar, dass man sich da nicht so gut auskennt. WIR SIND IHRE BANK. So individuell wie Sie! Sie suchen eine Bank, die sich zu einer an ethischen Grundsätzen ausgerichteten Beratung verpflichtet hat? Als Bank für Kirche und Caritas leben wir den Anspruch, finanzielle Entscheidungen mit christlichen Werten zu vereinen und eine Balance zwischen Rendite und Gemeinwohl zu finden und es rechnet sich. Wenn auch Sie Kunde einer besonderen Bank werden möchten, nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Pax-Bank Köln Christophstraße Köln Tel.: 02 21/ Wunderbar es zu erleben Wenn nicht nur die Sommersonne einen verwöhnt! Von Anna Woznicki E in weißes Kleid, Blumenmädchen, Orgelmusik und der Weg durch den langen Gang in der Mitte eines opulent geschmückten Kirchenschiffs. Vorbei an Freunden und Familie, die den Auftritt der Braut kaum noch erwarten können. Romantische Musik, ein gegenseitiges Ich werde dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens, gefolgt von einem klaren und deutlichen Ja, ich will vor Gott und vor allen Anwesenden. Ein paar Tränchen der Rührung, ein Strahlen und das ist er. Der Tag, von dem so viele träumen. Der Tag der kirchlichen Hochzeit. Ja, davon träumt man von Kind an, gesteht Eva Birkenholz (25), die gemeinsam mit ihrem Verlobten Jens Motzko (35) im Juli vor den Traualtar treten möchte. Sonntägliche Kirchgänger sind sie beide nicht. Aber ich wurde in der Kirche, in der wir heiraten werden, getauft und bin dort zur Kommunion gegangen. Jetzt komme ich an den Punkt in meinem Leben, in dem mir diese Kirche wieder wichtig wird. Ich möchte dort Gottes Segen für meine Ehe bekommen. Eine standesamtliche Hochzeit reicht mir da nicht, sagt die 25-Jährige. Für ihren Verlobten ist die Sache klar: Ich mache mit! Auch, wenn er bisher mit Kirche wenig am Hut hatte, wie er einräumt. Für seine zukünftige Frau soll es die Hochzeit werden, die sie sich vorgestellt hat. Hochzeitsmessen und Ehekurse Gemeinsam sind sie auf Hochzeitsmessen gegangen, haben sich dort für eine Torte entschieden, Inspiration für Blumengestecke bekommen, Designs für Einladungskarten verglichen und haben am Stand der katholischen Kirche Halt gemacht. Hier gab es dann im Flyer handlich alles, Würdiger Rahmen in der Kirche Konkreter wird es beim Traugespräch mit dem Pfarrer ihrer Gemeinde, eine ganz neue Erfahrung für beide. Ich bin gespannt, was da auf mich zukommen wird, sagt Jens Motzko. Das große Tamtam, das die katholische Kirche macht, wie er es bezeichnet, gefällt ihm trotz aller noch vorhandenen Skepsis. Die katholische Kirche gibt einer Hochzeit den würdigen Rahmen, den sie verdient. Seine Verlobte ergänzt: Es passiert ja alles vor Gottes Angesicht. Das ist schön zu wissen. Der zukünftige Bräutigam weiß schon jetzt, auf was er sich am meisten freut: Wenn ich endlich meine Braut küssen darf, sagt er lachend. Wie wohl der Trauspruch des Paares lautet? Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott, zitiert Eva Birkenholz aus dem ersten Kapitel des Buches Rut im Alten Testament. Ich finde, es passt zu uns, sagt sie lächelnd. 8

6 Inmitten des Trubels der Kölner Altstadt ist die Kirche Groß St. Martin ein Ort, um zur Ruhe zu kommen. Wie eine Kirsche auf der Torte In Köln leben Schwestern und Brüder in einem Kloster mitten in der Wüste der Großstadt sie halten Gott einen Platz frei. Von Johannes Becher D ie Gemeinschaften von Jerusalem waren das Ende. Als nix anderes mehr übrig blieb. Rebekka Laqua hatte den ganzen klösterlichen Supermarkt abgegrast. Sie war und ist noch fasziniert von der Einfachheit, der Natürlichkeit und vor allem der Freude der Ordensleute, die ihr begegnen. Sie spürt eine Sehnsucht, so wie die werden zu wollen. Erfüllt von etwas, das die Welt nicht geben kann. Ins Kloster also. Wohin soll sie sich wenden? Etwas Richtiges sucht sie. Und doch spürt sie, dass die klassischen Orden nicht zu ihr passen. Als auf ihrer Suche keine Gemeinschaft mehr übrig bleibt, gibt ihr eine Freundin die Kassette mit einer Aufnahme der Liturgie der Gemeinschaften von Jerusalem. Was sie hört, packt sie ganz: Von einem solchen Gottesdienst, der offen ist, hat sie geträumt. Sie fährt nach Paris zum Kloster der Gemeinschaften. Und ich bin nicht mehr weg- Downloaden Sie die kostenlose Layar App Scannen Sie diese Seite Scannen Sie diese Seite mit der Layar App und tauchen Sie ein in die besondere Atmosphäre. Entdecken Sie weitere Inhalte gegangen. Sie hat sie gefunden wie die Franzosen sagen die Kirsche auf der Torte kommt sie mit den Gründungssiedlern der Gemeinschaften des Kölner Klosters nach Deutschland. Und sie brin- 11

7 Gebetszeiten dienstags bis samstags Mittagsgebet: Uhr, Vesper: 18 Uhr Frauen und Männer leben in einem Haus in getrennten Wohnungen. Alltag und Höhepunkte: Einkleidung einer jungen Frau (oben rechts) und Bruder Christians (unten links) Verpflichtung, für drei Jahre der Gemeinschaft beizutreten. gen ihr Lebensbuch mit, den geistlichen Leitfaden, den ihnen ihr Gründer, Bruder Pierre-Marie Delfieux, hinterlassen hat. Es sind fünf Grundzüge der Berufung, die für die Schwestern und Brüder wesentlich sind. Sie sollen Städter sein, Lohnempfänger sein, zur Miete wohnen, die Stadt als Kloster sehen, Teil der Kirche am Ort werden. Sind Sie 'ne Nonne? Wenn sie auf den Straßen der Stadt unterwegs sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad tragen sie ihren Habit die Schwestern in jeansfarbenem Hellblau, die Brüder im dunklen Blau. Erkennbar anders. Ein Zeichen spricht nur dann, sagt der Prior der Brüder, Jean-Tristan de la Portellière, wenn es unterscheidend bleibt. Sie machen sich nicht gemein mit der Stadt. Und wohnen doch in ihr. Zuweilen wird ihr Habit zum Schutzmantel. Grenzt sie ab gegen die laute Welt. Eine tragbare Klausur. In der Welt und doch nicht ihre Welt. Fremdeln daheim. Weil doch da immer die Verheißung des himmlischen Zuhause ist. Jerusalem. Und doch teilen sie sich selbst der Stadt und ihren Menschen mit. Und sie teilen ihren Glauben. Teilen letztlich Gott. Täglich. Alltäglich. Zuweilen werden sie zu wandelnden Fragezeichen. Wenn da in der Fußgängerzone das junge Mädchen mit dem Piercing auf Schwester Rebekka zustürmt und laut fragt: Ey, sind Sie ne Nonne? Montag ist Wüstentag Von ihrer Hände Arbeit sollen sie leben. Kopfarbeit ist auch erlaubt. Den Lebensunterhalt verdienen die Gemeinschaften selbst. Schwestern und Brüder suchen sich Arbeit. Einige Brüder haben Jobs in einem kirchlichen Krankenhaus. Eine Schwester ist Lehrerin. Zeitweise haben sie als Floristin, in einer Bank oder im Büro gearbeitet. Die meisten in 450-Euro-Jobs. Denn es ist gar nicht so einfach für einen Arbeitgeber, sich auf die äußeren Rahmenbedingungen der Ordensleute einzulassen: Sie können nur halbtags arbeiten, nicht vor acht und nicht nach zwölf, damit sie rechtzeitig beim Beten sind; montags nie da ist Wüstentag der Gemeinschaft. Schwestern und Brüder haben getrennte Kassen. Und ganz ohne Spenden geht es dann doch nicht. Beten und Lachen Nichts besitzen. Leben, wie die meisten in der Stadt leben: zur Miete. Sie zahlen fürs Wohnen. In Köln sind es zwei Wohnungen, Sichtbeton und Glas, direkt angebaut an ihre romanische Kirche Groß St. Martin. Frauenund Männergemeinschaft getrennt. Jeder und jede hat ihre Zelle, es gibt ein Gemeinschaftszimmer, einen Speiseraum. Fassaden zur Stadt. Partymeile. Hellhörig. Vor allem, wenn abends die Komplet auf dem Flur oder in der kleinen Hauskapelle gebetet wird. Wenn dann schunkelnde Sangesfreunde ganzjährig in den Gassen Karnevalslieder anstimmen, dann müssen auch die Schwestern lachen. Offene Türen Sie predigen nicht mit Worten auf der Straße. Sie sind sichtbar anders. Unterwegs. Sie lassen die Türen ihrer Kirche offen. Liturgie ist kostenlos, sagt der Prior der Brüder, Jean-Tristan. Und: Jede Liturgie ist missionarisch. Es gibt längst einen Freundeskreis. Menschen, die regelmäßig zu den Gebetszeiten kommen. Andere verirren sich in die Kirche mittags oder zur Vesper. Und immer können Menschen von der Straße ihre verborgene Sehnsucht nach Gott finden. Wie jener Mann, ein Kerl wie ein Baum, der mitten am Tag in die Kirche kommt. Ein Pater sitzt am Info-Tisch. Der Besucher, mit Tätowierungen und einem Hemd mit Totenkopf-Motiv, eilt auf ihn zu. Beklemmung. Muss er Angst haben? Kann ich hier mal eine Kerze anzünden? Überraschende Begegnungen. Warum in Köln? Weil der Kölner Erzbischof, damals Kardinal Joachim Meisner, sie gerufen hat Die Gemeinschaften lassen sich nur dort nieder, wo sie gewollt sind. Gebraucht werden? In jedem Fall herbeigerufen. Um Gott einen Ort in der Stadtwüste warmzuhalten. Zu den Kölner Gemeinschaften gehören zurzeit sieben Schwestern und fünf Brüder. Deutsche und Franzosen. Doch die Klostersprache ist Deutsch. Heimisch werden dort, wohin man gerufen ist. Und immer im Herzen der Städte. In der modernen Wüste. Wie schreibt der Gründer Pierre- Marie Delfieux: Arbeite in der Stadt, bete in der Stadt. Arbeite und bete für die Stadt. Weine und singe mit der Stadt. Jetzt hat erstmals ein deutscher Mönch in der Kölner Gemeinschaft der Brüder von Jerusalem seine zeitliche Profess abgelegt: sein Versprechen, in den nächsten drei Jahren zur Gemeinschaft gehören zu wollen. Er heißt Bruder Christian Weyer und stammt aus dem Westerwald. Er spürte eine Sehnsucht nach Gott, nach Jesus Christus. Danach, sich ihm zu schenken, danach, in einer Gemeinschaft für Christus da zu sein. Über seinen ersten Besuch im Kölner Kloster sagt er heute: Es war Liebe auf den ersten Blick. Drei Monate später ist er wiedergekommen. Und geblieben. Heute sagt er: Es war, als würde Gott mir sagen: Christian, hier bist du zu Hause. 13

8 Für Kinder ist es ein Aufbruch in eine neue Zeit, in eine neue Freiheit. Für Eltern ist der Auszug des flügge gewordenen Nachwuchses ebenfalls ein Aufbruch: Zu lernen, nicht mehr für alles verantwortlich zu sein, den Kindern zuzutrauen, das eigene Leben in den Griff zu bekommen. Für viele Eltern ist das eine Herausforderung. Ein Sohn und eine Mutter schildern ihre Gefühle und ein Familienberater versucht, Antworten zu geben. Ein Sohn (20) Als ich im Jahr 2013 mein Abitur machte, dachte ich noch nicht ernsthaft an einen Auszug. Ich fühlte mich immer wohl zu Hause. Ich begann also mein Studium und hatte die Möglichkeit, zwischen Heimatort und Universität mit dem Zug zu pendeln. Unpünktliche, überfüllte Züge und der Stress, diese erreichen zu müssen, machten mich zunehmend verrückt. Nach den Vorlesungen hatte ich kaum Zeit, mit Kommilitonen zu sprechen, geschweige denn abends mal mit ihnen einen trinken zu gehen. Außerdem war die freie Zeit zwischen Veranstaltungen, die teilweise bis zu sechs Stunden betrug, immer gefühlt verlorene Zeit. So kam der Tag, an dem ich entschied, mich nach einer Wohnung umzusehen. Nach kurzer Suche fand ich eine in Universitäts- und Stadtnähe. Schon die erste Fahrt zu Ikea und das anschließende Zusammenbauen des Tisches, des Schrankes und des Bettes zeigte mir, dass das alleine leben auch mit Arbeit und Stress verbunden ist. Trotz intensiver Anstrengungen gelang es mir neben Praktikum und Klausuren nicht, die Wohnung fertigzustellen. Es fehlen Lampen, die Küche ist nicht vollständig und, und, und. Ich plane, über die Woche in der Wohnung zu leben und am Wochenende nach Hause zu kommen, um meine Das Nest ist leer was nun? Die Beratungsstellen der Caritas für Eltern, Kinder und Jugendliche unterstützen und helfen bei allen Fragen des Zusammenlebens in der Familie und der Erziehung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Caritas berät Familien bei: der Entwicklung des Kindes Erziehungsfragen Problemen in Kindergarten und Schule Eltern, meine Freundin und meine Schulfreunde zu sehen. Natürlich ist der Auszug auch mit einigen Sorgen verbunden. Werde ich das Zuhause vermissen? Werde ich den Spagat des Zeitverbringens mit Eltern, Freundin, Schulfreunden, Kommilitonen und nicht zuletzt dem Lernen Veränderungen von Jugendlichen Gewaltfreien Konfliktlösungen Familienkrisen Kinderschutzfragen schaffen? Auch wenn ich auf diese Fragen noch keine Antworten habe, Mediennutzung blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gespannt in Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Zukunft. und allen Themen rund um das Familienleben Eine Mutter (54) Vor drei Tagen hattest du Geburtstag. Mein jüngstes Kind ist zwanzig Jahre alt. Und übermorgen geht es ab in die eigene Wohnung, nicht Das Angebot der 20 Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche im Erzbistum Köln ist vertraulich, persönlich und kostenfrei. Alle Beratungsangebote vim Erzbistum sowie die Online-Beratung weit weg, aber dennoch weg. Du gehst schon lange viele deiner Wege finden Sie unter In guten allein und wirst Händen es schaffen, dich selbst zu versorgen. Da bin ich mir Caritas sicher. Ich weiß von deinem älteren Bruder, dass die Beziehung erwachsener Kinder zentren zu ihren Eltern plus nicht schlechter werden muss, manchmal Caritas Service Center Caritas auch sogar Betreuungskreise wieder intensiver wird, wenn und man Cafés sich nicht für mehr täglich demenziell sieht. Du bist aber erkrankte das letzte Kind, Menschen das unser Haus verlässt. Wenn ich am Nachmittag nach Hause komme, wird es still sein. Ich muss nicht Caritas Häusliche Pflege Telefon: AZ-Sommerzeit_Caritas1-2q.indd 1 mehr warten, dass du hungrig von der Uni nach Hause kommst, kurz Caritas von deinem Betreutes Tag erzählst und Wohnen vielleicht noch eine Runde mit mir und Telefax: Hausgemeinschaften dem Hund übers Feld gehst. Wie für wird es demenzkranke sein, länger allein zu Hause zu Menschen sein, bis dann dein Vater von der Arbeit kommt? Ich werde daran arbeiten müssen, die neuen Zeitfenster und Freiheiten, die sich auftun, Stationäre Pflegeeinrichtungen sinnvoll auszufüllen und für mich zu nutzen. Aber ich werde es schaffen, neue Hospiz Wege zu gehen. Was ich aber hoffe, ist, dass wir beide uns Montag bis Donnerstag 8:00 18:00 Uhr Caritas Freitag 8:00 14:00 Uhr immer wieder auf diesen neuen Wegen treffen, uns viel zu erzählen viele Eltern bewusst oder unbewusst Probleme, ihre Kinder loszulassen, ihnen Unabhängigkeit zuzugestehen. Wird dies nicht zugelassen, haben und uns nie auseinanderleben werden. Caritasverband Düsseldorf e.v. entwickeln sich womöglich gegenseitige Abhängigkeiten, die eine gute Hubertusstr. Ein Familienberater 5 Telefon: 0211 (55) / und gesunde Ablösung verhindern, und sich eventuell in dem sogenannten Empty-Nest-Syndrom mit Niedergeschlagenheit und Gefühlen von Düsseldorf Kinder zu bekommen Telefax: und sie 0211 groß werden / zu - lassen, ist mit das Schönste, aber auch Anstrengendste, das man sich vorstellen kann. Manchmal Leere bemerkbar machen. Die Kinder haben dann umgekehrt das Gefühl, sehnt man sich vielleicht nach der Zeit zurück, als man dieser Herausforderung sie dürften sich nicht ablösen, weil sie vielleicht spüren, dass die Eltern in noch nicht ausgesetzt war. Wenn es dann aber einmal so weit ist, eine Krise geraten könnten, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen. Oft dass die Kinder ausziehen, selbstständig werden und das Nest verlassen, entwickeln sie sich dadurch zu Nesthockern mit entsprechenden Ver- werden wir wehmütig, traurig und vielleicht auch ein bisschen stolz. selbstständigungsproblemen und mangelnden Fähigkeiten, Eigenverant- Jedenfalls ist dieser Prozess von vielen manchmal auch widersprüchlichen wortung für ihr Leben zu übernehmen. Der Prozess der Trauer nach dem Gefühlen geprägt. Wir denken daran, wie unser nun doch Auszug der Kinder ist sicher in gewissem Umfang normal und auch wichwortung erwachsenes Kind noch klein, hilflos und auf uns angewiesen war und tig. Zur Krise kann es dann kommen, wenn Eltern über Jahre die Fürsorge fragen uns, wo die Jahre geblieben sind. Das Leben eigenverantwortlich für ihre Kinder als wichtigsten Lebensinhalt gesehen haben und dabei gestalten zu können, ist ein vorrangiges Erziehungsziel. Dennoch haben ihre Bedürfnisse und auch die des Partners vernachlässigt haben. Anz Pfleg Begleitung 01.indd Info

9 Julia Nowack (Mitte) kümmert sich um die Jugendarbeit. Bezahlt wird sie aus den Erlösen der Stiftung. Reiche Kirche Gott sei Dank! Kölner Südstadtgemeinde ermöglicht bezahlbaren Wohnraum für jeden Von Robert Boecker R eiche Kirche: Kölner Gemeinde besitzt Dutzende Wohnungen in erstklassiger Lage. So könnte eine Schlagzeile in den Kölner Zeitungen lauten. Und sie wäre noch nicht einmal falsch. In der Tat gehören rund 90 Wohneinheiten zum Vermögen der Pfarrei St. Severin. Es sind nicht irgendwelche Wohnungen; sie liegen alle in der Kölner Südstadt. Das bedeutet: gesucht, begehrt und vor allem teuer. Die Wohnungen in einem der angesagtesten Viertel der Millionenmetropole sind kaum zu bezahlen. Und hier mischt ausgerechnet die Kirche auf dem Wohnungsmarkt mit? Das ist korrekt, sagt Johannes Quirl, Pfarrer an St. Severin. Ein schlechtes Gewissen haben Quirl und die Frauen und Männer, die sich im Kirchenvorstand unter anderem um die Verwaltung des Kirchenvermögens kümmern, deswegen aber nicht. Im Gegenteil. Wir sind froh, im Besitz vieler Wohnungen zu sein. Warum? Weil wir auf diese Weise älteren Menschen oder jungen Familien mit mehreren Kindern Wohnraum anbieten können, dessen Miete am unteren Ende des Mietspiegels liegt, erklärt Dr. Joachim Oepen, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Die Gemeinde sieht es als ihre Verantwortung an, im Rahmen ihrer Möglichkeiten günstigen Wohnraum im Viertel vorzuhalten, um auch Menschen mit einem normalen Einkommen das Leben in diesem Stadtteil zu ermöglichen, macht Oepen deutlich. Was wir tun, ist das Gegenteil von Gewinnmaximierung, betont Oepen. Inzwischen hat die Gemeinde auch Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Geldsegen in Millionenhöhe Dass große soziale Engagement der Gemeinde konnte dank eines glücklichen Umstandes in den vergangenen fünf Jahren noch einmal erheblich ausgeweitet werden. Zu verdanken ist dies dem 1838 verstorbenen Priester Karl Burst, der von 1777 bis 1802 an St. Severin tätig war. Wenige Jahre vor seinem Tod errichtete Burst aus seinem Vermögen eine Stiftung mit dem Ziel, die Verehrung des heiligen Severin auch für künftige Zeiten materiell abzusichern. Konkret übertrug er der Kirchengemeinde Ackerland, das damals vor den Toren der Stadtmauer lag. Die Erinnerung an die Stiftung wurde durch mündliche Überlieferung im Kirchenvorstand lebendig gehalten. Vielleicht hing dies auch damit zusammen, dass der Kirchenvorstand häufig Probleme mit dem Land hatte. Nachdem nämlich Ende des 19. Jahrhunderts die Kölner Stadtmauern abgerissen wurden und die Stadt sich ausdehnte, wurde aus dem Burst schen Ackerland ein Gelände, auf dem Schuppen standen und später ein Schrottplatz. Die Mieterträge waren niedriger als die Kosten, die für die Beseitigung der Kontaminierung des Bodens aufgebracht werden mussten, erinnert sich Oepen. Fruchtfolge: vom Acker- zum Bauland Doch 2011 wurde alles anders: Plötzlich war das Land Gold wert. Für ein Großprojekt wurde auch das Kirchenland benötigt. Sechs Millionen Euro brachte der Verkauf des Grundstücks. Für Quirl und die ehrenamtlichen Mitglieder im Kirchenvorstand war klar: Das Geld muss so angelegt werden, dass aus den Erträgen das Stiftungsvermögen selber darf nicht angegriffen werden dem Stifterwillen Genüge getan und die Gemeinde Nutzen ziehen kann. Am ehesten können diese Ziele erfüllt werden, wenn das Geld in Immobilien im Gebiet der Gemeinde angelegt wird. Mit Zustimmung des Erzbischofs legte der Kirchenvorstand eine Neuordnung der Verwendung der Erlöse aus der Karl-Burst-Stiftung fest. Demnach werden 60 Prozent der Erlöse für den Bau und die Ausstattung der Kirche St. Severin verwandt. 37 Prozent kommen pastoralen Aufgaben in der Pfarrei zugute und 3 Prozent werden für die Gestaltung des alljährlichen Severinusfestes am 23. Oktober aufgewendet. Geld ermöglicht Aufbrüche Mit den Mieteinnahmen, Geld, das die Gemeinde sonst nicht zur Verfügung hätte, konnten wir verschiedene Aufbrüche wagen. Abgesehen davon, dass wir Immobilien mit 40 Wohneinheiten erworben haben, hat der Pfarrgemeinderat entschieden, in die Jugendarbeit und in die Sozialberatung zu investieren, sagt Oepen. Seit einigen Wochen engagiert sich eine junge Pädagogin mit einer halben Stelle in der Jugendarbeit. Die Pfarrei hat mit dem Familienzentrum eine Sozialarbeiterin eingestellt, die Caritasberatung leistet für die vielen Hilfe suchenden Menschen, die sich an die Gemeinde wenden. Des Weiteren unterstützt die Gemeinde aus den Stiftungserträgen die Kinder- und Jugendarbeit Info Informationen zu Stiftungen: Stiftungszentrum Erzbistum Köln, Elke Böhme-Barz, Telefon: (0221) , einer Musikschule in freier Trägerschaft, indem sie Familien den Kauf von Instrumenten für deren Kinder finanziert. Investition in die Basilika In den nächsten fünf Jahren werden die 60 Prozent des Stiftungserlöses, die der Kirche zugute kommen sollen, in die Kirchenrenovierung investiert. Was wir hier in St. Severin tun, verstehen wir auch als Dienst an der Gesellschaft. Wir setzen mehr als sechs Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln, Stiftungserträgen und sonstigen kirchlichen Finanzquellen ein, um eine der bedeutendsten romanischen Kirchen der Stadt zu erhalten, betont Quirl, der zugleich darauf verweist, dass der Denkmalschutz sich nicht mit einem einzigen Cent an der Sicherung dieses wichtigen Kulturgutes beteiligt. Im Sinne des Stifters Wenn am 23. Oktober das Fest des heiligen Bischofs Severin, über dessen Grab sich die Basilika erhebt, feierlich begangen wird, werden die Musiker, die den Gottesdienst gestalten, aus den Erlösen der Stiftung bezahlt. Gleichzeitig gedenkt die Gemeinde des Verstorbenen Karl Burst. Seine vor 170 Jahren getroffene Entscheidung trägt im 21. Jahrhundert dazu bei, dass in der Kölner Südstadt nicht nur Wohlhabende Anzeige Erste Hilfe Express_Layout :58 Seite 1 das besondere Flair dieses Viertels genießen können. ERSTE HILFE EXPRESS SCHNELLER. GRÜNDLICH. AUSGEBILDET. Buchen Sie Ihren Kurs unter: oder Telefon: Mehr Praxis, weniger Theorie, kürzere Dauer 16 In dieser Straße in der Südstadt besitzt die Pfarrgemeinde Wohnräume.

10 Immer wieder Nie hätte er seine Angst überwunden nie hätte er Anlauf genommen nie wäre er gesprungen nie hätte er diese Freiheit gespürt nie wäre er dem Falken begegnet Auge in Auge nie wäre er Teil des Himmels geworden Nie Wäre da nicht diese grenzenlose Sehnsucht Ikarus' die ihm Mut macht aufzubrechen zum Horizont den Boden unter den Füßen zu verlieren um die Freiheit zu gewinnen Immer wieder Bernhard Riedl Gewinnspiel Gewinnen mit unseren Sommer-Impulsen Ein Wochenende für zwei Personen im Katholisch Sozialen Institut (KSI) in Bad Honnef wartet auf den Gewinner unseres Sommer- Impulse-Gewinnspiels. Scannen Sie jeden Mittwoch und Sonntag mit der Layar App diese Seite. Sie erhalten dann einen Impuls für den Tag, in dem ein Buchstabe versteckt ist. Alle Buchstaben ergeben das Lösungswort. Start ist am 24. Mai. Der letzte Impuls erscheint am 17. Juni. Das Lösungswort schicken Sie mit dem Kennwort Sommer-Impulse und Ihren vollständigen Kontaktdaten per an oder per Post an Medienzentrale des Erzbistums Köln, Marzellenstraße 32, Köln. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

11 Die Gegenüberstellung von alter und moderner Kunst ist das Besondere an Kolumba. Es ist eine Freude Kolumba ein Museum des Aufbruchs Die Intendantin der Kölner Oper Dr. Birgit Meyer besucht Kolumba regelmäßig. Ihr Lieblingsobjekt ist das romanische Elfenbeinkruzifix. Von Birgitt Schippers S pontan hat sich die Film- und Fernsehschauspielerin Annette Frier nach einem Pressetermin entschlossen, sich ihren lang gehegten Wunsch zu erfüllen ein Besuch im erzbischöflichen Museum Kolumba in Köln. Für sie war es eine Freude, durch die vielen schönen Räume zu gehen, aber auch innezuhalten. Kolumba sei ein Ort, um gut nachzudenken, sagt sie. Seit der Eröffnung des Museums 2007 auf den Ruinen der alten Kirche St. Kolumba ist der Name bereits zur Marke geworden. Doch der Weg dahin war steinig. Innovatives Konzept Zumthor, das hat Nerven gekostet, viele Nerven, rief Kardinal Joachim Meisner am Tag des Richtfests (1. Oktober 2003) dem Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor zu. Denn es wurde um jeden Stein, jedes Fenster und jedes Detail der Innenausstattung gerungen. Heute ist allen klar: Das Wagnis der Kirche, einen kostbaren, aber auch kostspieligen Museumsraum zu schaffen, hat sich bewährt. Denn in den klaren Räumen mit den langen Treppen und durch die großen Lichtfluchten mit natürlichem Tageslicht werden Besucher von einem innovativen Museumskonzept überrascht. Schon beim Betreten des Gebäudes erleben die Downloaden Sie Scannen Sie Sie diese Seite Entdecken Sie die kostenlose diese mit der Layar Seite App und gehen Sie weitere mit Inhalte uns durch die aktuelle Ausstellung. 20 Layar App 21

12 Madonna mit Kind vor zeitgenössischer Kunst. Schauspielerin Annette Frier kommt im Sommer wieder. Foto: KNA-Bild Neuankömmlinge etwas Ungewöhnliches ihnen wird persönlich die große, schwere Glastür geöffnet. In welchem großen Museum dieser Welt hat man so etwas schon erlebt? Auch der mit Hölzern ausgelegte Garderobenraum mit Schließfächern ist alles andere als gewöhnlich und lädt ein, ohne Taschen und Mäntel den Alltag hinter sich zu lassen. Ebenfalls besonders: Kolumba ist ein Museum auf Augenhöhe, das ohne Schilder an den Kunstwerken auskommt. Jedem Besucher wird zugetraut, allein durch genaues Hinschauen, durch den stummen Dialog mit den Kunstwerken im Raum, etwas Großes zu erleben, ins Nachdenken zu kommen und etwas Wichtiges zu verstehen. Dafür braucht es kein kunsthistorisches Wissen, so die Überzeugung der Museumsmacher. Mit großer Sorgfalt wählt das Ausstellungsteam von Kolumba jedes Jahr Kunstwerke aus seinem Bestand zu einem bestimmten Thema aus und setzt religiöse Werke wie Altarbilder oder Madonnen den Objekten moderner Kunst gegenüber. So erleben zurzeit die Besucher in der Jahresausstellung Playing by heart eine riesige Klanginstallation aus PVC- Schläuchen ( Serpentinata von Bernhard Leitner), und dahinter hängt auf einer großformatigen Wandfläche ein kleines romanisches Elfenbeinkruzifix. Das kann und soll verstörend wirken, denn nur so kommen Fragen auf, die die Besucher aus ihrem Konsumalltag herausheben. Verblüffende Verbindungen Es wird etwas zugeflüstert, sagt Annette Frier. Für die Kölner Opernintendantin Dr. Birgit Meyer ist es verblüffend, wie es den Ausstellungsmachern gelingt, unsichtbare Linien zwischen den alten und neuen Kunstwerken zu schaffen: Das schafft ein Eintauchen in eine andere Welt, ein meditatives Erlebnis, das einen ganz plötzlich überfällt. Längst hat Kolumba überregionale Bedeutung bis nach Bestsellerautor Frank Schätzing war noch nicht in Kolumba. Für Kabarettist Konrad Beikircher ist Kolumba einer der wichtigsten Orte Kölns. Foto: KNA-Bild Foto: dpa/picture-alliance 22 Berlin gewonnen. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Professorin Monika Grütters: Das Museum ist ein Leuchtturm kirchlicher Kulturarbeit, das beeindruckend erfahrbar macht, dass Kunst immer auch eine metaphysische Dimension hat. So sieht es auch der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters: Das Museum ist eine Perle im Kranz der Museen Kölns, durch die die Kunststadt Köln profitiert. Vielen geht es vielleicht wie dem Bestsellerautor Frank Schätzing, der sagte: Ich wollte schon immer unbedingt rein, aber ich habe es noch nicht geschafft. Für den Kabarettisten Konrad Beikircher ist Kolumba der Beweis dafür, dass man auch in einer so seichten Zeit wie heute nicht pessimistisch zu sein braucht: Menschen wollen vielleicht mehr denn je nachdenken, in die Tiefe gehen, sich anregen und trösten lassen. So gesehen ist Kolumba vielleicht einer der wichtigsten Orte in Köln. Annette Frier will auf jeden Fall in diesem Sommer noch einmal in das Museum zurückkehren. Sommerzeit_Eintrittskarte.qxd_Layout :04 Seite 1 KOLUMBA Gutschein Dieser Gutschein berechtigt am Sonntag, 21. Juni 2015, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr zum freien Eintritt für zwei Personen im Kunstmuseum des Erzbistums Köln, Kolumbastraße 4, Köln 23

13 Ein irritierendes Geschenk, anfängliche Vorbehalte und überraschend wohltuende Erfahrungen. Ein Wochenende für Paare in einem kirchlichen Tagungshotel. Von Anna Papathanasiou Z ugegeben, am Anfang war ich skeptisch. Wozu sollte ein Paarwochenende gut sein, wenn unsere Beziehung doch erfüllt und harmonisch ist? Ich hatte wenig Bedürfnis nach Gruppentherapiesitzungen und tränenreichen Geständnissen fremder Menschen. Aber das Wochenende war ein Geschenk meiner Eltern, sie würden die Kinder hüten. Also gut, dachte ich. Immerhin würde es Vollverpflegung geben, ein bisschen Wellness, ein bisschen Reden Ich meldete meinen Mann und mich an. 24 Frischluft für die Beziehung Die Anderen sind wie wir Ein Stuhlkreis. Fünf Paare, die einander nie zuvor gesehen haben. Die jüngsten sind 27, der älteste 56 Jahre alt. Was sie verbindet, ist das Ziel für dieses Wochenende: Sie wollen mit ihrem Partner exklusiv Zeit verbringen, sich miteinander sehr bewusst befassen, ihre Paarbeziehung beleben, neu entdecken und vielleicht sogar Konflikten auf den Grund gehen, die sie voneinander entfernen. Mittendrin sitzen wir, mein Mann Nicolaus und ich. Ich muss erkennen: Die Anderen sind wie wir, wenn auch die Herausforderungen ihres Alltags andere sind. Erinnerungen erwärmen Zwei erfahrene Berater, eine Frau und ein Mann, begleiten uns an diesem Wochenende. Sie geben uns Impulse, moderieren Gespräche der Paare und in der Gruppe. Übungen, die Kopf, Herz und Hand anregen, runden das Seminar ab. Am Anfang lenken wir unseren Blick auf die Vergangenheit. Die Paare erzählen davon, wie sie sich kennengelernt haben, geraten ins Schwärmen und stecken die anderen an mit ihrer lebendigen Erinnerung an diese Zeit der glühenden Verliebtheit. Auch ich versinke so tief in diese zauberhafte, aufregende Zeit, dass mir warm wird. Es tut gut, meinen Mann selig lächelnd von der gleichen Zeit erzählen zu hören. Der nächste Schritt ist die Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Wo stehen wir jetzt? Was lähmt uns? Wo stoßen wir immer wieder an unsere Grenzen? Wir erzählen uns gegenseitig von unseren Beziehungsgärten, die wir vorher gemalt haben. Manche Gärten sind licht und bunt, in anderen droht ein großer Misthaufen die sprießenden Blumen zu verdrängen. In einem Garten hüpfen Kinder zwischen Bäumen, in einem anderen hat sich das Paar beinahe aufgelöst. Dieser Tag ist intensiv. Manch einer erzählt später vor dem Forum, was er seinem Partner schon lange nicht mehr gesagt hat vielleicht sich selber nicht einmal eingestanden hat. Die Atmosphäre ist geprägt von Offenheit und einem großen Maß an Vertrauen. In der Gruppe entsteht eine Dynamik, die, von den Beratern sanft gelenkt, alle überrascht und mit Dankbarkeit erfüllt. Verliebte Blicke Nach einem vorzüglichen Abendessen auf der abendsonnigen Terrasse mit Blick auf die dichten Wälder des Bergischen Landes finden sich alle noch einmal zusammen. Bei einer Übung kommen sich die Paare sehr nahe. Meinem Mann eng gegenübersitzend darf ich in seine Betrachtung versinken, angeleitet von den Worten der Berater. Wir haben Zeit für uns, viel mehr, als das im üblichen Alltagstrubel möglich ist. Für viele ist das ein besonders berührendes Erlebnis. Der letzte Tag steht im Zeichen der Zukunft. Die Frauen und Männer formulieren, was sie sich vorgenommen haben. Voller Herzlichkeit geben die Zuhörer ihnen anschließend ihre Wünsche mit auf den Weg. Als das Wochenende zu Ende geht, herrscht Einigkeit: Diese Tage haben gutgetan. Manchen steht vielleicht noch ein Weg zu einer Paarberatung oder einem Kommunikationstraining bevor. Andere sind erfüllt von dem Gefühl, die Quellen ihrer Paarbeziehung wieder zum Sprudeln gebracht zu haben. Sie schauen ihren Partner jetzt wieder öfter verliebt an, sind aufmerksamer geworden und dankbarer. Ich auch. Info Dieses Paarwochenende war ein Angebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) in Wuppertal und ist regelmäßiger Bestandteil des Programms. Auch andere Beratungsstellen im Erzbistum haben Angebote für Paare. Maria in der Aue ist ein Tagungshotel des Erzbistums. Umgeben von idyllischer Landschaft bietet es seinen Gästen schöne gemütliche Zimmer, eine vorzügliche Verpflegung, eine sonnige Terrasse, eine Abendschenke, Sauna und Schwimmbad. Zum 1. August 2016 sucht das Erzbischöfliche Generalvikariat Köln für seine Hauptverwaltung sowie für verschiedene Rendanturen des Erzbistums mehrere katholische AUSZUBILDENDE für den Ausbildungsberuf KAUFFRAU/KAUFMANN FÜR BÜROMANAGEMENT Wir bieten Ihnen die Wahlqualifikationen: Assistenz und Sekretariat kaufmännische Steuerung und Kontrolle Personalwirtschaft Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement Sie haben den Abschluss der Fachoberschulreife, der Höheren Handelsschule oder das Abitur. Sie identifizieren sich mit den Werten und Zielen der katholischen Kirche. Sie sind ein Verwaltungstyp. Dann kommen Sie zu uns. Wir bieten Ihnen optimale Bedingungen für die Ausbildung und interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Infos direkt bei Frau Melanie Sieben (0221) oder im Internet unter Ihre Bewerbung u.a. mit Kopien der beiden letzten Schulzeugnisse und einem pfarramtlichen Zeugnis schicken Sie unter Angabe der Kennziffer EBK-KfB-16 an: Erzbistum Köln Generalvikariat HA Verwaltung Stabsstelle Personalentwicklung Marzellenstr Köln Das Erzbischöfliche Generalvikariat Köln ist zertifiziert als familienbewusste Institution nach dem audit berufundfamilie

14 Seit einem guten halben Jahr ist Rainer Maria Woelki Erzbischof von Köln. Nach einer Zeit des Kennenlernens und Beobachtens hat Kardinal Woelki angefangen, die Weichen für die Zukunft des Erzbistums zu stellen. Zahlreiche wichtige Personalentscheidungen hat er getroffen. Für Aufsehen hat sein Entschluss gesorgt, einen der einflussreichsten Posten in der Erzbischöflichen Behörde mit einer Frau zu besetzen. Einen Tag lang begleitete die SommerZeit den Erzbischof. Was würden wir heute Christus zeigen? Ein Tag mit dem Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki Von Robert Boecker S ie gehen besser auf die andere Seite. Dann zeige ich auf einen Monitor und Sie haben ein schöneres Motiv, auf dem alles Wesentliche zu sehen ist. Rainer Maria Woelki ist medienerfahren genug, um zu wissen, wie er sich zu positionieren hat, damit die Fotografen ein gutes Foto schießen können. Er muss sich nicht bitten lassen, er denkt mit, hat Ideen und erleichtert so den Journalisten ihre Arbeit. An diesem späten Vormittag besucht der Erzbischof von Köln ein katholisches Krankenhaus im Kölner Stadtteil Nippes. Die Klinik hat ein neues Herzkatheterzentrum eingerichtet, das der Erzbischof segnen soll. Nach einem kurzen Gottesdienst und der feierlichen Segnung der neuen medizinischen High-Tech-Einrichtung lässt sich der Kardinal von der Klinikleitung die ultramodernen Geräte erklären. Für die zahlreich anwesenden Journalisten eine gute Gelegenheit, den Erzbischof live zu erleben, ihm Fragen zu stellen und gute Fotos zu schießen. tum Köln. Wir müssen neue Wege gehen, um als Kirche Antworten auf die Herausforderungen zu finden, die eine fortschreitende Säkularisierung unserer Gesellschaft und die demografische Entwicklung mit sich bringen, sagt Woelki. Zwischen Brevier und Brötchen holen Begonnen hat der Arbeitstag des Erzbischofs wie jeden Morgen um 5.30 Uhr mit dem Klingeln des Weckers. Um 6 Uhr feiert Woelki in der Kapelle des Bischofshauses die Messe. Daran schließt sich die Vertiefung ins Gebetbuch an. Das Frühstück beginnt normalerweise gegen 7.30 Uhr. Ist der Brotkorb der erzbischöflichen Küche aber leer, schwingt sich der Erzbischof vor dem Frühstück aufs Fahrrad, um in einer nicht weit entfernten Bäckerei Brötchen einzukaufen. Woelki versorgt sich selbst. Er kauft ein und kocht in der Regel auch selber. Erlaubt es sein voller Terminkalender nicht, mittags am Herd zu stehen, nutzt er gerne die vielfältigen Neue Wege gehen Die ersten Monate seiner Amtszeit haben die Medien sehr wohlwollend begleitet. Es vergeht keine Woche, ohne dass in den Zeitungen über Woelki berichtet, sein Handeln kommentiert wird. Die Tendenz der Artikel ist fast ausschließlich positiv. Immer wieder verbinden die Journalisten seinen Namen mit Begriffen wie Aufbruch, Hoffnung oder neuem Geist. Der Kardinal weiß aber auch, wie schnell sich der mediale Wind drehen kann. Eine umstrittene Entscheidung von mir und ich bekomme öffentlich Prügel, sagt er und grinst dabei ein wenig schelmisch. Aufbruch ist für den 58-jährigen Bischof ein wichtiger Begriff im Zusammenhang mit der Zukunft der Kirche im Erzbis- 27

15 gastronomischen Angebote des nahen Eigelsteinviertels, um sich für die weiteren Tagesaufgaben zu stärken. Woelki ist ein Mann aus dem Leben. Die Fragen nach den Kosten von einem Liter Milch, einem halben Pfund Butter oder 2,5 Kilogramm Kartoffeln beantwortet er mit Gegenfragen: Angst vor verlorener Generation Die Beantwortung dieser relativ einfachen Fragen könne neue pastorale Horizonte eröffnen und mit dazu beitragen, dass die Kirche in der Fläche erhalten bleibe. Die Kirche werde sich in den nächsten Jahren solche Klasse im ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk einzurichten. Zugleich nimmt er die Erzbischöflichen Schulen und alle in der Jugendarbeit Tätigen in die Pflicht. Alle müssten sich diesen Herausforderungen stellen, um das Entstehen von Parallelgesellschaften zu verhindern. Wie würden wir Christus begrüßen? Was würden wir ihm zeigen? Was würden wir ihm nicht zeigen? Wofür würden wir uns schämen? Welche Milch? Welche Butter? Welche Sorte von Kartoffeln? verändern, davon ist Woelki überzeugt. Das Diakonische, das dienende Moment werde zum Schwerpunkt kirchlicher Arbeit werden müssen. Bischof ohne Patentrezepte s von unterwegs Wir müssen ernst nehmen, dass Christus sich mit jedem von uns identi- Eine weitere große Aufgabe sieht der Erzbischof in der Neuevangeli- Keine zweite Erde Nach dem Termin im Krankenhaus wartet Woelkis Fahrer Johannes fiziert. Wenn wir das tun, erwachsen für jeden Christen neue Anforderun- sierung der jungen Generation. Wenn wir wollen, dass es im Jahr Auch in Lindlar erwarten viele Medienvertreter den Erzbischof. Nach der Brück mit dem blauen Ford Mondeo auf den Erzbischof. Woelki nutzt gen und Herausforderungen. Auch die Laien sind gefragt, lässt der 2030 oder 2040 engagierte Katholiken in unserem Land gibt, müssen herzlichen Begrüßung geht Woelki ans Mikrofon. Er freue sich, dass das die Autofahrt, um zu telefonieren, Korrespondenz zu diktieren oder Erzbischof keinen Zweifel aufkommen. Konkret müsse die Kirche schauen, wir uns jetzt Gedanken um die jungen Menschen machen. Dazu LVR-LandesMuseum und das Erzbistum gemeinsam die Ausstellung s zu schreiben. Die Verwendung von Smartphone und Tablet- wo die Not am größten ist und niemand anderes präsent sei. Dort müs- gehöre es auch, ein neues Verständnis für Ehe und Familie zu entwi- Erlebnis Schöpfung realisiert hätten. Dass nicht nur Kinder hier Computer sind für den Bischof selbstverständlich. Knapp zwei Stunden sen wir gegenwärtig sein. Schon jetzt geschehe in den Gemeinden sehr ckeln. Wie kommen wir mit jungen Familien in Kontakt und wie vermit- anschaulich die Entstehung der Schöpfung und, damit verbunden, die bleiben dem Erzbischof bis zum nächsten Termin. Der wird ihn nach viel, für das er sehr dankbar sei. Ausdrücklich erwähnt er in diesem teln wir ihnen, was eine christliche Familie so lebenswert macht? Lindlar führen. Dort soll er an diesem Nachmittag im Freilichtmuseum Zusammenhang die Fürsorge um die vielen Flüchtlinge, die aus Not in Patentrezepte mit Erfolgsgarantie kann der Erzbischof auch nicht prä- eine gemeinsame Ausstellung des LVR-Museums und des Erzbistums unser Land geflohen seien. Ihn treibe die Sorge um, dass die Kinder der sentieren. Was er aber tut, ist die Beschreibung eines möglichen Weges: zur Entstehung der Welt eröffnen. Bis zur Abfahrt nimmt er sich in sei- Flüchtlinge in unserem Schulsystem untergehen könnten, weil sie die Unser Ziel muss es sein, überall kleine Gemeinschaften aufzubauen, nem Arbeitszimmer Zeit, Fragen zur Zukunft des Erzbistums zu beant- Sprache nicht beherrschten. Ich habe große Angst vor einer neuen ver- in denen das Evangelium konkret erfahrbar wird. Gemeinschaften, die worten. Woelkis Büro ist hell und freundlich eingerichtet. Sein lorenen Generation von jungen Menschen. Was jetzt erforderlich sei, sich durch die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, dem Schreibtisch ist funktional, aus hellem Holz. Gegenüber stehen zwei seien Willkommensklassen, in denen diese jungen Menschen für die Teil- sogenannten Bibelteilen, mit dem Wort Gottes vertraut machen. Ich nahme am Schulsystem fit gemacht würden. Er könne sich vorstellen, eine glaube, es ist wichtig, kleine Mannschaften aufzubauen und diese Welche Milch? Welche Butter? Welche Sorte von Kartoffeln? geistlich auszubilden, um auch in Zukunft an den verschiedenen Orten, wo es Kirchen gibt, geistliches Leben aufrecht zu erhalten. Vorstellbar ist beispielsweise, dass diese Gemeinschaften an den Werktagen die Gottesdienste gestalten. Die gemeinsame sonntägliche Eucharistiefeier dient dann auch dazu, diese Gemeinschaften miteinander zu verbin- Ledersessel und ein zweisitziges Ledersofa. Rechts neben der Eingangs- den. Woelki begründet diesen Ansatz einer neuen Pastoral mit dem tür hängt ein monochromes großformatiges gelbes Gemälde von II. Vatikanischen Konzil. Das ganze Volk Gottes hat an der Sendung Joseph Maroni an der Wand. Das Kunstwerk stammt aus den Bestän- Anteil, heiße es dort sinngemäß. Mit seinem Ansatz sieht sich Woelki Bedeutung des Umweltschutzes entdecken könnten, sei sehr zu begrü- den des Erzbischöflichen Kunstmuseums Kolumba und schmückt das in völliger Übereinstimmung mit Papst Franziskus. ßen, sagt Woelki. Wir haben keine zweite Erde, die wir aus der Tasche Büro des Erzbischofs als Leihgabe. ziehen könnten. Besonders schmerzhaft bekommen das schon heute die Mehr Verantwortung für Laien Menschen zu spüren, die aufgrund des Klimawandels ihre Lebensgrund- Die Heilige Schrift hilft Es klopft an der Tür. Gerlinde Schlüter, Woelkis Büroleiterin, die er aus lage verlieren. In Zukunft seien Konflikte um Wasser und Nahrung, die Woelki nimmt auf dem Sessel Platz, der ihm den Blick in den blühenden Berlin mit nach Köln gebracht hat, steckt freundlich lächelnd den Kopf in einigen Regionen wegen der Erderwärmung noch knapper werden, zu Garten ermöglicht. Auf die Frage nach seinem Programm, seinen Vorstel- herein. Herr Kardinal, es wird Zeit, erinnert sie ihn an die bevorste- befürchten. Die Folge des Klimawandels werden Verteilungskonflikte lungen für eine zukünftige Gestaltung des Erzbistums angesichts der hende Abfahrt nach Lindlar. Woelki bedankt sich. Aber dann fährt er und Wanderungsbewegungen sein. Es werden künftig nicht nur diejeni- bereits genannten Herausforderungen, denkt der Kardinal lange nach, fort: Wir stehen vor großen Veränderungen im Blick auf die Rolle gen an die Tür der Festung Europa zu klopfen versuchen, die vor Waffen- sehr lange. Als er antwortet, skizziert er eher ein Pastoralkonzept. In unserer hauptberuflichen Kräfte in der Seelsorge. In Zukunft wird deren gewalt fliehen, sondern ebenso diejenigen, deren Lebensgrundlagen meinem ersten Fastenhirtenbrief als Erzbischof von Köln habe ich mich Hauptaufgabe darin bestehen, andere Menschen dazu zu befähigen, klimatisch bedroht sind. Auch sie wollen gut leben und zuallererst über- bemüht, auf diese Fragen ansatzweise Antworten zu formulieren. Ich bin wieder andere Menschen zu befähigen, das Wort Gottes weiterzuge- leben, lautete Woelkis Botschaft. So habe die liebevoll gestaltete Aus- davon überzeugt, dass wir aus dem gemeinsamen Studium der Heiligen ben. Die Kirche wird die Laien in eine viel stärkere Verantwortung ein- stellung mit Fragen zu tun, die die Welt bewegen. Schrift und der Meditation über die dort geschriebenen Worte Hand- binden, als dies bisher der Fall ist. Woelki weiß, dass dies nicht ohne lungsoptionen für unser Tun ableiten können. Eigentlich ist die Frage, auf Widerstände durchzuführen und umzusetzen ist. Diese müssen wir Unter den Gästen, die mit dem Erzbischof die Ausstellung besichtigen, die wir eine Antwort finden müssen, ganz einfach: Wir müssen uns nur aushalten. Christsein zu leben, ist heute anders als vor 20 Jahren. befinden sich viele Seelsorger aus der Region. Mit ihnen trifft sich der vorstellen, wir säßen zusammen und plötzlich öffnet sich die Tür des Nochmal: Wenn wir dem Evangelium auch 2030 in unserem Bistum ein Erzbischof im Anschluss an den Termin im Museum noch zu einem Mei- Pfarrsaals oder des Sitzungszimmers und Christus träte in unsere Mitte. lebendiges Gesicht geben wollen, müssen wir heute, im Jahr 2015, nungsaustausch. Wann er am Abend wieder im Erzbischöflichen Haus Wie würden wir ihn begrüßen? Was würden wir ihm zeigen? Was würden aktiv werden, die Botschaft Christi so in die Gesellschaft zu tragen, dass sein wird, kann Woelki nicht abschätzen. Ich hoffe, so zeitig, dass ich wir ihm nicht zeigen? Wofür würden wir uns schämen? sie gelebt und erfahren werden kann. noch die zweite Halbzeit des Championsleague-Spiels anschauen kann

16 Hans-Georg Rieth vor der Blockhütte, die mitten im Wald eine rustikale Unterkunft bietet. Ruhe, die duftet In wunderschöner Natur liegt das Familienferienhaus Arche Noah Marienberge im Westerwald. Esel, Hühner, Katzen und viele andere Tiere sowie Wiesen, Teiche und ein Bach laden dazu ein, den Alltag zu vergessen. Von Robert Boecker K ein LKW donnert über den Asphalt. Keine Straßenbahn 60 Jahre alten Einrichtung, ist mehr als nur ein schöner Ort in unberührter Natur. Arche Noah ist auch als Symbol für die Gemeinschaft von bimmelt. Keine Autobahn lärmt. Stattdessen: Ruhe inmitten von Wäldern, Weiden und Wiesen mit Obstbäumen. Mensch und Natur und die Gemeinschaft von Generationen unter Reizüberflutung wird hier, im südöstlichen Teil des einem Dach zu verstehen. Und Rieth lebt dieses Prinzip des Miteinanders von Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft Erzbistums Köln, in Elkhausen im Kreis Altenkirchen, anders definiert. Hier setzt die Natur die Reize für Auge, Ohr und Nase. und unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten. Hier kann sich jeder wohlfühlen, behauptet Rieth mit dem gesunden Selbstbewusstsein, Luft für Städter das sich aus jahrzehntelanger Erfahrung als Leiter dieser von einem Schon beim Aussteigen aus dem Auto beginnt die Erholung mit dem Verein getragenen privaten Einrichtung speist. ersten tiefen Atemzug: Die Luft ist anders als in der Stadt. Es duftet nach Natur. Vögel zwitschern in den Apfel- und Kirschbäumen. Von der Abenteuer für Kinder anderen Seite des Hügels rast eine Herde junger Ziegen heran. Die Tiere Das Haus eignet sich nicht nur für Familien. Auch Kommunionkindergruppen, Chöre, Seniorenclubs oder Tagungsgäste können in der verharren am Zaun und beobachten neugierig den Neuankömmling. Nur kurz hebt mitten auf der Weide der Esel den Kopf. Dann wendet er Arche Noah in den Genuss eines Rund-um-Services kommen. Wir sich wieder dem saftigen Gras zu und frisst in Seelenruhe weiter. Jetzt leben hier nicht am Arsch der Welt, sondern am Busen der Natur, haben auch die Hühner und der prächtige Hahn bemerkt, dass sich sagt Rieth und lacht dabei herzlich. Bevor der 47-jährige gelernte irgendetwas ereignet hat. Sofort kommen auch sie herangestürmt. Na Groß- und Einzelhandelskaufmann weiter über seine Heimat schwärmen kann, flitzen laut rufend vier Kinder heran. Hans-Georg, wo bist klar, dass ihr wissen wollt, was sich tut. Ihr neugieriges Federvieh, sagt ein Mann mit Dreitagebart und einem sympathischen Lachen. du? Du wolltest uns doch zeigen, wie man ein Lagerfeuer ohne Feuer machen kann. Stimmt, sagt Rieth und schlägt sich mit theatralischer Geste mit der Hand an die Stirn. Fast hätte ich euch Knirpse Arche für Gemeinschaft Willkommen in der Arche Noah, ruft Hans-Georg Rieth schon aus vergessen. Ok, lasst uns gehen, sagt er und nimmt die Kinder an die einigen Metern Entfernung. Seine Augen strahlen. Das naturnahe Familienferienhaus Arche Noah Marienberge, so der Name der mehr als er ohne Feuer Hand, um ihnen auf dem Spielplatz zu zeigen, wie man ein Lagerfeu- macht. Entspannung für Eltern Der Spielplatz gehört ebenso zum Quadratmeter großen Areal wie der Streichelzoo, der Waldspielplatz, der gepflegte Park oder der Naturlehrpfad mit Bach und kleinem Teich. Rieth leitet die Arche Noah nicht nur und sorgt als Animateur für die Unterhaltung der Kinder, er ist auch noch Landwirt und, wenn erforderlich, als Schreiner, Klempner und Elektriker unterwegs. Jetzt betätigt er sich eben als Feuerstättenbauer. Während er zusammen mit den vier Kindern mit Steinen die Feuerstelle absichert und den Grundschülern zeigt, wie man die gesammelten Holzstöckchen richtig für ein Lagerfeuer aufschichtet, entspannen sich die Eltern der Kinder auf der Sonnenwiese in Liegestühlen. Schreck für Jonas Plötzlich durchbricht gellendes Geschrei vom Waldrand die idyllische Stille. Selbst Timo, der Esel, und Kartoffelpüh, eine Hirschkuh aus der Damwildherde, unterbrechen das Fressen und blicken interessiert zum Waldrand. Abwechselnd schluchzend und schreiend kommt ein etwa zehnjähriger Junge auf das Haus zugelaufen. Der Junge ist klatschnass. Im Abstand von vielleicht 100 Metern folgt ihm sein zwei Jahre älterer Bruder. In der Hand hält er zwei selbstgemachte Holzschwerter. Rieth lässt sich den Ablauf der Ereignisse schildern. Wir haben Ritter gespielt und unten am Bach einen Zweikampf gehabt. Und plötzlich ist der Jonas ins Wasser gefallen. Ich kann wirklich nichts dafür, versucht der Ältere zu versichern. Wenn s weiter nichts war, sagt Rieth und geht zu einer Gruppe behinderter Jugendlicher, die mit ihren Betreuern unter den Bäumen Ball spielen. Platz für jeden Das Schöne an der Arche Noah ist, dass hier Platz für alle Menschen ist. Dank unseres Fördervereins können wir Familien, die Info Eine Woche kostenlos in der Arche Noah Zu einer Woche kostenloser Ferien lädt die Arche Noah eine Familie in den kommenden Sommerferien ein. Wenn Sie eine Familie kennen, von der Sie glauben, dass es ihr gut tun würde, einmal in Urlaub zu fahren, schreiben Sie an die Arche Noah. Begründen Sie, warum gerade Ihr Vorschlag den Zuschlag bekommen sollte. Alle Einsendungen werden vertraulich behandelt. Schreiben Sie an: Arche Noah Marienberge Stichwort SommerZeit, Hans-Georg Rieth, Albert-Schmidt-Weg 1, Katzwinkel, nicht so finanzkräftig sind, unter die Arme greifen und ihnen einen Aufenthalt in unserem Haus ermöglichen. Für den gläubigen Katholiken Rieth, der in seiner kargen Freizeit noch in den Gottesdiensten am Ort die Orgel spielt und einen Jugendchor, einen Kirchenchor und diverse Projektchöre leitet, ist ein solches Handeln selbstverständlich und gelebtes Christentum. Nichts für TV-Fans Entstanden ist die Arche Noah vor mehr als 60 Jahren. Damals hatte Pfarrer Albert Schmidt die Idee, Kindern aus seiner kriegszerstörten Gemeinde in Essen unbeschwerte Ferien in der Natur zu ermöglichen. Seine Wahl fiel auf seine Heimat Elkhausen. Aus sehr bescheidenen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Zeit das heutige Haus Marienberge, das von Rieth, einem Großneffen des Gründers, geleitet wird. Neben Einzel- und Doppelzimmern stehen für Familien gemütliche Familienzimmer bereit. Jugendgruppen können in einer separaten Jugendetage in Zwei- oder Vierbettzimmern übernachten und etwas lauter sein, ohne dass andere Gäste dadurch gestört werden. Aber alle Zimmer sind ohne Fernseher. Niemand soll die Chance bekommen, sich vor der Glotze zu verstecken, sagt Rieth und grinst dabei

17 Foto: dpa/picture-alliance Der Aufbrecher Von Martin Mölder I ch hatte das Glück, in einer Familie aufzuwachsen, in der das Evangelium ganz viel bedeutet hat, und das hat mich bis heute nicht losgelassen. Vor allem das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, der als einziger demjenigen hilft, der auf dem Weg nach Jericho unter die Räuber gefallen ist, hat mich sehr geprägt. Rupert Neudeck sagt das im Gespräch mit der SommerZeit aus tiefster Überzeugung. Da spricht ein mutiger Mann, ein Kämpfer für die Gerechtigkeit und für die gute Sache, ein Anwalt der Armen und vor allem der Flüchtlinge. Als der damals 40-jährige Rupert Neudeck im Februar 1979 mit seiner Cap Anamur beginnt, Flüchtlinge aus dem südchinesischen Meer zu fischen und Report Baden-Baden darüber berichtet, werden er und seine Frau fast über Nacht bundesweit bekannt. Wir, Christel und ich, sagt er später, haben uns damals ganz im Sinne des Evangeliums gefragt: Wer ist denn der Nächste, der da auf dem Meer mit seinem Boot treibt, von Haifischen und Piraten bedroht und von den Wellen, die diese kleine Nussschale zum Kentern bringen? Ihre Antwort: Wir. Wir und hoffentlich noch viele andere. Rupert Neudeck ist Journalist, Theologe und gläubiger Katholik. Wie vielen tausend Flüchtlingen er das Leben gerettet hat, kann niemand genau sagen. Er auch nicht. Seine Motivation und Kraft zieht Rupert Neudeck bis heute maßgeblich aus der Bibel. Flüchtlingskind Wie wurde Rupert Neudeck zu einem der mutigsten Männer dieser Republik und zum bekanntesten Flüchtlingshelfer der 1970er- und 1980er-Jahre? Einige Gründe dafür liegen genau 70 Jahre zurück. Rupert Neudeck muss 1945 mit seiner Familie seine Geburtsstadt Danzig verlassen und flieht in den Westen. Damals hatte ich geglaubt, erinnert er sich heute, dass so eine Massenvertreibung wie im Zweiten Weltkrieg und danach zum letzten Mal stattfindet, aber leider habe ich mich darin geirrt. Seine Kindheit verbringt Rupert Neudeck in Hagen. Nach seinem Abitur am dortigen Fichte-Gymnasium beginnt er zunächst ein Jura- und Theologiestudium in Bonn, das er aber nach einem Semester bereits schmeißt. Er hält sich zu der Zeit sowieso lieber in der Katholischen Studentengemeinde auf. Hier beginnt auch Neudecks Umsetzung der für ihn bis heute so wichtigen gelebten Nächstenliebe. Mit mehreren anderen Studenten geht er regelmäßig in die Slums im Nordosten der damaligen Bundeshauptstadt, nach Dransdorf, und besucht dort Obdachlose in ihren Quartieren. Sie spielen mit Kindern armer Familien Fußball oder unternehmen Ausflüge einfach so, ehrenamtlich. Suchender Rupert Neudeck spürt damals eine gewisse Leere in sich und stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens.1961 glaubt er diesen in der Gesellschaft Jesu gefunden zu haben. Zwei Jahre verbringt er in dem streng geführten Jesuitenorden, beginnt ein Noviziat und nimmt die Gebote der Askese und Buße allzu wörtlich. Er nimmt nach und nach Pfund für Pfund ab, sodass er zum Schluss nur noch 45 Kilo auf die Waage bringt. Nach zwei Jahren merkt er, dass das nicht sein Weg ist, tritt aus dem Jesuitenorden wieder aus und setzt sein unterbrochenes Studium fort. Jetzt stehen Seminare in Germanistik, Theologie, Philosophie, Romanistik, Polnisch und Kirchengeschichte auf dem Stundenplan und langsam, ganz langsam findet der Student Rupert Neudeck wieder zurück zu alter Stärke und zu altem Kampfgeist, etwas gegen die Ungerechtigkeit in der Welt zu tun. Er gründet mit einigen Kommilitonen eine amnesty international-gruppe und lernt dort die Liebe seines Lebens kennen: Christel Schänzer, eine junge, hübsche Sozialpädagogin aus Dinslaken. Mit ihr gemeinsam schippert Rupert Neudeck nicht nur in den Hafen der Ehe, sondern später auch noch in viele andere Häfen der Welt. Davon wissen beide Anfang der 1970er-Jahre allerdings noch nichts. Neugieriger Nach Abschluss seines Studiums beginnt Neudecks Karriere als Journalist. Erst bei der katholischen Funk-Korrespondenz in Köln, später dann, 1977, wird er Redakteur beim Deutschlandfunk. Damals hat er keine Ahnung, dass das für 27 Jahre seine berufliche Heimat werden wird, eine Heimat, die ihm viele Freiheiten lassen soll. Nur deshalb kann Neudeck nebenbei eine der auch heute noch bekanntesten Hilfsorganisationen für Flüchtlinge aufbauen: den Verein Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte, der am Anfang noch Ein Schiff für Vietnam heißt. Immer mit dabei Frau Christel und nach und nach auch die insgesamt drei Kinder. Ihr Haus in Troisdorf wird mehr und mehr zum Hauptquartier ihrer Organisation. Und Neudeck versteht es, die Mächtigen von seiner Mission zu überzeugen. Quälgeist 1981 bittet er den damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden um die Kleinigkeit von zwei Millionen D-Mark und um eine Aufnahme von mehr Flüchtlingen in Deutschland, bevor wir die Menschen im Golf von Thailand ersaufen lassen. Genauso engagiert geht er 2003 sein neues Projekt, das Internationale Friedenskorps Grünhelme, an, in dem Muslime und Christen gemeinsam arbeiten. Wir wissen, dass es die drei großen abrahamitischen Religionen gibt, die alle an den einen Gott glauben. Und dann ist es egal, ob ich an Gott, Jahwe oder Allah glaube, sagt heute ein 76-jähriger Mann, der nie feige sein wollte. Das hat er geschafft, gegen viele Widerstände. CCS Werbeagentur Dortmund Schloss Paffendorf Burggasse Bergheim :00-13:00 WOODHOUSE 15:00-17:00 Oldie-Boys :00-13:00 Blue Groove Band 15:00-17:00 MGV Quartettverein Königshoven e.v. 11:00-13:00 HPT-Jazzverein 15:00-17:00 Mr. Tottler :00-13:00 Redhouse Jazzband 15:00-17:00 Trust Rock & Blues :00-13:00 Schautermann Tillies Jazzband 15:00-17:00 Rosita Die Kölsche Nachtigall :00-13:00 Jazzprix Quartett 15:00-17:00 Dieter Kirchenbauer Soloprogramm 11:00-13:00 JazzKonfekt 15:00-17:00 Alpcologne Kinderkonzert :00-13:00 JAZZ oder NIE 15:00-17:00 Akustik Live Stefan Thielen 32 Kurzfristige Programmänderungen 33 vorbehalten! Foto: KNA-Bild 40 Jahre her und aktueller denn je. Flüchtlinge nach der Rettung aus Seenot durch Rupert Neudecks Cap Anamur.

18 sind. Deshalb hat Kardinal Rainer Maria Woelki die Aktion neue Nachbarn ins Leben gerufen. informiert über Fluchtgründe sowie über rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland, Besuchen Sie uns auch auf Facebook! facebook.com/groups/neuenachbarnnetzwerk Mit Informationen, finanzieller Hilfe und durch stellt Beispiele gelungener Flüchtlingshilfe vor Vernetzung soll so eine schnelle Hilfe für Flücht- und hilft Männern und Frauen, die sich in der linge in der Nachbarschaft möglich werden. Flüchtlingshilfe engagieren möchten. Auf Face- Foto: Siegbert Klein Das Internetportal fasst alle Hilfsangebote zusammen, book besteht das Neue-Nachbarn-Netzwerk, das ergänzend zum Informationsaustausch und schneller Hilfe einlädt. Flüchtlinge sind unsere neuen Nachbarn Internet-Portal, das schnelle Hilfe ermöglicht Altjuwelen, Gold und Silberwaren An- und Verkauf seit 37 Jahren Beratung und Bewertung Von Melanie Wielens Die Internetseite bietet vielfältige Informationen und Hilfsangebote. Und auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. 34 Videos stellen Flüchtlingsarbeit in Gemeinden und Schicksale der Betroffenen vor. Eigene Projekte können für diese Plattform vorgeschlagen werden. K rieg, Katastrophen, Verfolgung und bittere Armut zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Schreckliche Erlebnisse und Schicksale belasten viele dieser Menschen, die auf ihrer Flucht erleben mussten, wie andere Menschen, gute Freunde oder Familienmitglieder getötet wurden oder zu Tode kamen. Diesen Menschen möchte das Erzbistum Köln helfen. Aber auch jenen in den Pfarreien, die sich um diese Menschen kümmern und dazu beitragen, dass Flüchtlinge in den Pfarrgemeinden willkommen Traub & Sohn Breite Straße Köln Telefon: 0221/ Traub & Sohn Spenden erhalten den Kölner Dom. Helfen Sie mit s-points, das Bonusprogramm der Kreissparkasse Köln, macht s möglich. Einfach Gutes tun: Weitere Informationen finden Sie unter im Internet.

19 Wir Im Mittelkreis alle Sinne konzentrieren stehen wie eine Eins Arm in Arm Hand in Hand beide Beine auf der Erde Lässig Stärke zeigen in der Ruhe vor dem Sturm Dann aufbrechen jeder auf seine Position und Mannschaft leben Bernhard Riedl

20 Fremdenfeindliche Kundgebungen und islamistische Terrorakte belasten die Beziehungen vor allem zwischen Muslimen und Christen. Aber es gibt auch diejenigen, die sich jeden Tag für Toleranz und ein friedliches Miteinander der Religionen einsetzen. So wie Hanim Ezder vom Kölner Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen und Professor Josef Freise von der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Gott und Allah fordern Liebe und Verstand Wie erklären Sie denn Christen, dass sich eine Verbrecherbande (Zitat Rupert Neudeck) Islamischer Staat nennt und auf den Islam beruft? EZDER: Ich kann das gar nicht erklären. Auch für mich sind das Verbrecherbanden. Der IS hat ein Verständnis von unserer Religion und was diese will und soll, das sich mit meinem in keinster Weise deckt. Das Problem ist, dass diese radikale Sicht des Islamischen Staats attraktiv ist für junge Leute, die in der Regel Außenseiter sind, keine Perspektive sehen und hoffen, durch ihre Radikalisierung einmal etwas wirklich Großes zu schaffen. FREISE: Es gibt nicht nur in Syrien, im Irak, sondern auch in anderen Ländern der Erde eine vermehrte Politisierung der Religion, die ich schlimm und sehr gefährlich finde. Und was natürlich eine große Herausforderung für euch Muslime und für uns alle ist, dass es auch hier in Deutschland bei jungen Leuten diese Gefahr der Radikalisierung gibt. EZDER: Und deshalb arbeiten wir besonders mit Jugendlichen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei versuchen wir herauszufinden, was sind das für junge Leute, sind sie gefährdet, was ist ihre Motivation? Und wir versuchen als Familienbildungswerk hier bereits früh ein Klima zu schaffen, in dem Angst und Hass keinen Platz haben. Ich versuche den Jugendlichen klarzumachen: Mensch, du hast doch ein Gehirn. Im Koran heißt es, ich habe Dir einen Verstand gegeben. Benutze ihn auch. Höre also dem Imam genau zu, aber auch einem anderen, dann vergleiche, reflektiere und bilde dir deine eigene Meinung. FREISE: Das finde ich schön, dass Du Dich auch auf die Vernunft beziehst, die im Koran ja auch eine Wegweisung ist. Den eigenen Verstand einzusetzen und das Gewissen zu befragen, was erwartet Gott von dir, das ist der richtige Weg im Islam und auch im Christentum. Man darf Gott nicht missbrauchen als Verbotsinstanz, sozusagen als zweiten Erzieher, der einen stärkt, weil man selber zu schwach ist. Wie stark belasten Sie, Frau Ezder, die Kundgebungen der Pegida-Bewegung? EZDER: Zuerst macht mich das unheimlich traurig, das betrifft mich, das verletzt mich schon sehr. Da kommen Gefühle auf und Fragen, womit habe ich das verdient? Ich versuche hier meinen Beitrag zu leisten für Verständigung und Dialog und spüre durch diese Leute, die da mitgehen, trotzdem bist du nicht gut genug und nicht willkommen. Und das ist schon ziemlich frustrierend. Aber ich rufe dann christliche Freunde an und lasse da meinen Frust raus, sag ihnen aber auch, gut, dass es dich gibt und dass nicht alle so sind, wie die Pegida-Demonstranten. FREISE: Ich kann das gut nachvollziehen, dass das für euch bedrückend ist, und das zeigt auch, wie wichtig Freundschaften sind und dass man sich als Freunde aufeinander verlassen kann. Und deshalb finde ich es so schön, wie wir das hingekriegt haben, auch mit unseren Reisen. Es sollte einfach selbstverständlich werden, dass man sich besucht, dass interreligiöse Freundschaften entstehen und dass christliche und muslimische Gemeinden sich öfter konkret begegnen. Von Martin Mölder Wo steht der Interreligiöse Dialog? FREISE: Theologisch ist schon eine Menge passiert. Auf Gemeindeebene wünsche ich mir noch viel mehr Begegnungen, Besuche. Hanim Ezder und ich sind mit der Christlich-Islamischen Gesellschaft beispielsweise gemeinsam gereist und gepilgert. Das gegenseitige Kennenlernen und gemeinsame Tun würde ich mir noch viel mehr im Alltag der Kirchengemeinden und Moscheen wünschen. EZDER: Diesen Wunsch habe ich auch. Ich sehe auf der christlichen Seite bei den Frauen, dass sich viel mehr Seniorinnen für den christlichislamischen Dialog interessieren, auf der muslimischen Seite sind die jüngeren Frauen die aktiveren, was gemeinsame Gespräche oder Unternehmungen betrifft. Der christlich-muslimische Dialog ist also gleichzeitig auch ein Generationen-Dialog in unserem Haus. Und auch da haben wir in den vergangenen Jahren viel geschafft. Bei welchen Themen knirscht es aber nach wie vor zwischen Christen und Muslimen? FREISE: Oft sind es Themen, die von außen, von den Medien kommen, die wir nicht mehr hören können wie die Kopftuchdebatte zum Beispiel. Oder auch Scharia, Zwangsheirat diese Themen stehen in unserem Dialog nicht mehr im Mittelpunkt. Nicht, weil wir sie nicht wichtig finden oder ausblenden, sondern weil wir das Gefühl haben, dass sie alles andere überlagern, ja erdrücken. EZDER: Ich fühle mich als Muslimin bei diesen Themen sehr oft in der Defensive und wir müssen uns immer wieder erklären, immer auf etwas reagieren. Dadurch kommen wir manchmal nicht dazu, Fragen zu besprechen, die sich um das unterschiedliche Verständnis von Gott drehen oder um andere Themen unserer Religion. Stattdessen ist zur Zeit der IS das prägende Thema. Hanim Ezder ist Mitglied in der Christlich-Islamischen Gesellschaft und leitet seit 2004 das Muslimische Familienbildungswerk Köln. Seit 2007 ist sie stellvertretende Leiterin des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen in Köln. Hanim Ezder war im Vorstand des Koordinierungsrats der Christlich-Islamischen Gesellschaften in Deutschland und ist seit drei Jahren im Beirat Islamischer Religionsunterricht NRW. Professor Dr. Josef Freise ist Erziehungswissenschaftler und katholischer Theologe und lehrt an der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Dort ist er unter anderem in der Studiengangsleitung des Weiterbildungsmasters Interreligiöse Dialogkompetenz aktiv, der demnächst startet und vom Erzbistum Köln und der Katholischen Hochschule NRW gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband Köln und der Philosophisch- Theologischen Hochschule Sankt Augustin verantwortet wird. Fotos: Siegbert Klein 38

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