Anforderungen an die Palette in der Supply-Chain Heute und in der Zukunft

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1 Anforderungen an die Palette in der Supply-Chain Heute und in der Zukunft Saskia Treeck Bereichsleiterin Logistik Intersnack Knabbergebäck GmbH & Co. KG

2 Agenda Intersnack Bedeutung der Palette für die Konsumgüterbranche EPAL/UIC der Palettenstreit 2013 Standards Voraussetzung für Nachhaltigkeit Kennzeichnung der Palette heute und morgen Quelle: KS-Palettenservice/Austria 2 Intersnack Deutschland

3 3 Intersnack Deutschland

4 Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG 1968 Gründung von Pfeifer & Langen in Köln als Firma Chipsfrisch 1972 entstand Firmenname funny frisch zusammen mit Pfanni 1977 Zusammenschluss mit Chio zu Convent 1995 Zusammenschluss mit Wolf Bergstrasse zu Intersnack 2013: Snackpartners Mitarbeiter: rd Absatz: über Tonnen salziges Knabbergebäck, d.h. über 1,2 Mio. Paletten p.a. Marktposition: Marktführer und innovativer Wachstumsmotor sowohl im Marken- als auch im Private Label Segment sowie bedeutendster Hersteller von salzigen Snacks Marken Standorte: Hauptverwaltung in Köln; 5 Produktionswerke und 11 Logistikstandorte Produktsegmente: Kartoffelchips, Kartoffelsticks, Stapelchips, Extrusionsprodukte wie Flips, Tortillas, Pellets, gebackene Produkte wie Salzstangen oder Cracker 4 Intersnack Deutschland

5 Einige der bekanntesten Intersnack-Produkte 5 Intersnack Deutschland

6 6 Bedeutung der Palette für die Konsumgüterbranche

7 Allgemein Paletten sind der wichtigste Ladungsträger der Konsumgüterbranche Für eine störungsfreie Supply Chain werden von den Verwendern exakt festgelegte Paletten-Qualitäten benötigt In Deutschland wird weiterhin vorwiegend die weiße Holzpalette im Tauschpool eingesetzt Der Tauschprozess muss reibungslos funktionieren Mietpaletten unterschiedlicher Poolbetreiber sind auf dem Vormarsch Als Alternative zu Holz wird Kunststoff ernsthaft geprüft 7 Intersnack Deutschland

8 EPAL/UIC der Palettenstreit Intersnack Deutschland

9 Position der deutschen Wirtschaft zum Thema Holz- Palettenpool Auszug aus dem Positionspapier er GS1: Nachdem eine Aufsplittung des EUR-Palettenpools zum 1. August 2013 nicht mehr abzuwenden ist, haben sich unter dem Dach von GS1 Germany führende Wirtschaftsverbände sowie Unternehmen aus der Konsumgüterbranche aus den Sektoren Handel, Hersteller und Logistikdienstleister für eine Akzeptanz und den gleichwertigen Einsatz der Paletten aus den beiden Pools UIC und EPAL ausgesprochen. Die bei den unterzeichnenden Verbänden organisierten Unternehmen sichern demnach ihren Geschäftspartnern die gegenseitige Akzeptanz, als Ladungsträger gleicher Art, die uneingeschränkte Tauschfähigkeit der mit den Kennzeichnungen EUR im Oval und EPAL im Oval markierten Paletten zu. Das heißt, dass die Unternehmen sowohl die ab 1. August 2013 neu produzierten EPAL/EPAL- Paletten, neu produzierte UIC/EUR-Paletten sowie alle bis dato im Umlauf befindlichen EUR- Paletten unter der Voraussetzung einheitlicher und von unabhängigen Sachverständigen geprüfter Qualitätsstandards für Herstellung und Reparatur, losgelöst von der Kennzeichnung, tauschen werden. Die anzuwendenden Qualitätsstandards für die Herstellung und die Reparatur der Paletten müssen dabei hinsichtlich aller technischen Eigenschaften auch weiterhin dem bisher angewendeten UIC-Codex und entsprechen. Köln, den 30. Juli 2013 Unterschriften Verbände 9 Intersnack Deutschland

10 Standards Voraussetzung für Nachhaltigkeit 10 Intersnack Deutschland

11 Palettenzyklus Lieferant RHB Einsatz kritisch Palettenhandel /DL Transport Hersteller Einsatz zunehmend kritisch Outlet des Handels RL Handel Maschinen, Fördertechnik, Gabelstapler, Hochregalbediengeräte, Hubwagen: die Palette wird auf verschiedenste Art bewegt und dabei stark beansprucht Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Frost und Sonne beeinflussen die Qualität zusätzlich 11

12 Efficient Unit Load Standard für die Konsumgüterbranche Modularität Palettenladehöhen Höhen (in cm) CCG 1 CCG 2 Ladungshöhe Palettenhöhe Ladehöhe Quelle: GS1 Germany 12 Intersnack Deutschland

13 Efficient Unit Load Standard für die Konsumgüterbranche Palettenüberstände Gewicht incl. Ladung 0 mm Toleranz abfahrend Max. 5 mm Toleranz ankommend 1t 13 Intersnack Deutschland

14 Qualitätsnorm GS1 Klassifizierung der Paletten Teil 1 14 Intersnack Deutschland

15 Qualitätsnorm GS1 Klassifizierung der Paletten Teil 2 15 Intersnack Deutschland

16 Nachhaltigkeit und Standards Die EUL-Standards der Konsumgüterbrache haben die effiziente Supply Chain zum Ziel Effizienz im Sinne von Auslastung der Verkehrsträger in Fläche und Höhe Hohe Flächeneffizienz bei Lagerimmobilien durch die konsequente Ausrichtung auf das Modulmaß und die standardisierten Palettenladehöhen Abfallvermeidung durch konsequenten Einsatz von Mehrwegsystemen über Poolsysteme oder privatwirtschaftlich betriebene Mietsysteme Potential: Gewichtsreduzierung der Ladungsträger bei gleicher oder höherer Traglast Steigerung des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe 16 Intersnack Deutschland

17 Henkel und Chep Oliver Wittig, Leiter Logistik bei Henkel für Deutschland und die Schweiz, erläutert die Zusammenarbeit: Dank CHEP können wir eine bessere Lieferkette aufbauen. Dabei hilft uns das effektive Palettenmanagement und die Fähigkeit, Netzwerke zu optimieren und eine hohe Qualität der Asset-Produktivität zu liefern. Unsere enge strategische Geschäftsbeziehung mit CHEP hat sich über viele Jahre hinweg immer weiterentwickelt. Daher haben wir vor kurzem beschlossen, die restlichen weißen Tauschpaletten in unserer Produktionsstätte für Wasch- und Reinigungsmittel in Holthausen durch gepoolte CHEP Paletten zu ersetzen. Unsere gesamte Produktion wird jetzt auf CHEP palettiert. Dadurch erzielen wir ausgezeichnete Resultate bei den Kosteneinsparungen, als auch hinsichtlich der Nachhaltigkeitsvorteile. Fazit: Nachhaltigkeit hat in der Supply Chain der Konsumgüterbranche eine hohe Bedeutung 17 Intersnack Deutschland

18 Kennzeichnung der Palette heute und morgen 18 Intersnack Deutschland

19 Befragt man Unternehmen nach ihrem Faible für den Einsatz von RFID- Technik, so eröffnen sich zwei Welten: Während die einen nach wie vor auf den Barcode schwören, möchten andere keinesfalls auf die organisatorische Effizenz noch auf den wirtschaftlichen Nutzen verzichten, die ihnen der RFID-Einsatz erbringt. MM Logistik : Radiofrequenzidentifikation eine geteilte Welt 19 Intersnack Deutschland

20 EAN 128 Transportetikett 20 Quelle: GS1

21 Tracebility in der Supply Chain der Konsumgüterbranche S U P E R Traceability Daten Traceability Daten Traceability Daten Traceability Daten Traceability Daten 21

22 RFID eine Alternative zu Etiketten und Strichcodes? Was sie brauchen, um RFID einzusetzen? Ein RFID-System besteht aus drei Komponenten: Transponder, Schreib-/ Lesegerät und der Computeranwendung. Das Schreib-/Lesegerät sendet bzw. empfängt Informationen über eine Luftschnittstelle zum bzw. vom Transponder. Über eine weitere lokale Schnittstelle gelangen die Daten vom Lesegerät in die nachgeschaltete Computerapplikation, in der sie weiter verarbeitet werden. Die wichtigsten Vorteile Kein Sichtkontakt zwischen Datenträger und Lese-/ Schreibgerät erforderlich hohe Speicherkapazität des Datenträgers, schnelle und sichere Verarbeitung der Daten die Möglichkeit, mehrere Datenträger gleichzeitig zu erfassen bzw. zu beschreiben (Pulkerfassung). Durch den Einsatz von RFID-Technologie erhöht sich der Automatisierungsgrad eine deutliche Effizienzsteigerung ist möglich. Außerdem lassen sich zusätzliche Funktionalitäten ergänzen, wie beispielsweise Warensicherung oder die Integration von Sensoren zur Temperaturüberwachung. 22 Quelle: GS1 Intersnack Deutschland

23 Wer setzt RFID ein? Beispiel Rewe Group Die Rewe-Group, drittgrößter Einzelhandelskonzern Europas, hat den Einsatz von RFID-Technik auf mehr als 15 seiner Logistikzentren in Deutschland ausgedehnt. Pilotprojekt u.a. mit Gaffel auf der Ebene der Sekundärverpackung, d.h Bierkisten wurde getagt und verfolgt Fazit: Der Kasten hat nur 4 Umläufe im Jahr, obwohl die Durchlaufzeit vom Supermarkt bis um Verbraucher nur 23 Tage beträgt ECR Award Unternehmenskooperation Supply Side Mars, Rewe, Chep und Fraunhofer IML haben den ECR Award in der Kategorie Unternehmenskooperation Supply Side erhalten. Mit dem Projekt smarti (Smart Reusable Transport Items) haben sie eine Revolution entlang der Supply Chain angestoßen. Transportgüter suchen sich mit smarti selbst ihren Weg durch das gesamte logistische Netzwerk. Gleichzeitig wissen alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette immer, wo sich das Produkt zu welchem Zeitpunkt befindet. Das System, das auf GS1 Standards wie RFID und EPCIS basiert, ist unternehmens- und branchenübergreifend einsetzbar. Die Projektpartner gehen davon aus, dass der Rollout ihres vorbildlichen Konzepts die Bestellprozessfehler auf unter 0,5 Prozent reduziert und allein dem deutschen Handel ein Umsatzplus von 8 Milliarden Euro bescheren kann. Quelle: GS1 23 Intersnack Deutschland

24 Fazit RFID Insgesamt existieren in der Konsumgüterbranche überwiegend Pilotprojekte Forschungsergebnisse zeigen deutlich Einsatzmöglichkeiten und Potentiale Ein flächendeckender Umsetzungszeitpunkt ist noch nicht prognostizierbar. 24 Intersnack Deutschland

25 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 25 Intersnack Deutschland

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