Handout Risikoprüfung

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1 Handout Risikoprüfung Stand Juni 2013 Für Vertriebspartner zum internen Gebrauch nicht zur Weiterleitung an Dritte Seite 1/42

2 Vorwort Unser Ziel ist ein bestmöglicher Service für unsere Kunden. Für Sie haben wir daher eine Broschüre mit wichtigen Informationen zum Thema Antrags- und Risikoprüfung zusammengestellt. Sie finden hier Wissenswertes rund um das Thema Antragsaufnahme, zu den Untersuchungsgrenzen (medizinisch), zur Angemessenheitsprüfung sowie Beispiele für die Anwendung von Ausschlussklauseln und zum Umgang mit besonderen Risiken, um Ihnen einen Einblick in unsere Annahmepolitik zu ermöglichen. Wir werden dieses Dokument bei Bedarf ergänzen und regelmäßig aktualisieren. Über die wichtigsten Änderungen informiert Sie die Übersicht auf der nächsten Seite. Ihr Risikoprüfungs-Team Seite 2/42

3 Übersicht der Änderungen zur Vorversion Stand 09/2012 Kapitel 1: Aufgrund der Einführung der Unisex-Tarife haben wir unsere Erläuterungen zur Prämienberechnung in Kapitel 1.2 angepasst. Kapitel 2: Die verbesserten Annahmerichtlinien für Studenten finden Sie im Kapitel 2.2. Kapitel 4: Die finanziellen Angemessenheitsrichtlinien wurden grundlegend überarbeitet. Die Angemessenheitsprüfung orientiert sich künftig am Schichtenmodell mit differenzierten Angemessenheitsrichtlinien für Schicht 1 ( Basisversorgung Rürup ), Schicht 2 ( betriebliche Altersversorgung) und Schicht 3 ( ungefördertes Privatgeschäft). Kapitel 5: Künftig ist eine Dynamik auch für höhere Renten möglich. Näheres finden Sie in Kapitel 5.1. Seite 3/42

4 Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Hinweise zur Antragsaufnahme Voraussetzungen für die Annahmeprüfung Mögliche Annahmeentscheidungen Berufliche Angaben Angaben zum Beruf Annahmerichtlinien für Auszubildende, Studenten und Schüler auf einen Blick Risikogruppen Untersuchungsgrenzen Untersuchungsgrenzen für alle Produkte Angemessenheitsprüfung Angemessenheit für BU-Absicherungen Anrechnung der BU/EU-Vorversicherungen Berufsstarter/Existenzgründer Allgemeine Hinweise und konkrete Summengrenzen Dynamikrecht Nachversicherungsgarantie Wechsel der Risikogruppe Überprüfung einer Erschwerung während der Vertragslaufzeit Fragebögen Medizinische Fragebögen Weitere Fragebögen Sportrisiken Grundsätzliche Erläuterungen Auslandsaufenthalte Inlandsrisiken Hinweis und Informationssystem (HIS) Blankoanträge Anwendungsbeispiele für Klauseln und Zuschläge Besondere Risiken Risikovoranfragen Schlussbemerkungen Anhang Legende zu verwendeten Abkürzungen Verfügbare Fragebögen Angaben zu den Gesundheitsverhältnissen Berufliche Angaben Angaben zum Beruf Konkrete Summengrenzen Detaillierung Sportrisiken...38 BU-Versicherung Lebensversicherung Formular Risikovoranfrage...41 Seite 4/42

5 1. Allgemeine Hinweise zur Antragsaufnahme 1.1 Voraussetzungen für die Annahmeprüfung Ein sorgfältig ausgefüllter Antrag ist die Grundlage der Annahmeprüfung. Für eine schnelle und sichere Annahmeentscheidung ist daher wichtig, dass alle Fragen wahrheitsgemäß, ausführlich und vollständig durch den Kunden beantwortet werden. 1 Es besteht bereits im Antragsstadium die Möglichkeit anhand spezieller Fragebögen detaillierte Angaben zu einzelnen Fragekomplexen einzuholen. In Kapitel 6 dieser Broschüre erhalten Sie genauere Informationen zum Umfang und zur Anwendung unserer Fragebögen. 1.2 Mögliche Annahmeentscheidungen Wir möchten Ihnen einen qualitativ hochwertigen, schnellen und transparenten Service bieten. Dies geschieht einerseits durch ständige Qualifizierung unseres Risikoprüfungsteams - andererseits haben wir den Wunsch, Sie im täglichen Verkauf und Gespräch mit unseren Kunden bestmöglich zu unterstützen. Nachfolgend nennen wir Ihnen unsere gängigen Entscheidungsausprägungen: Normalannahme Ausschlussklausel (z. B. Erkrankung bzw. betroffener Körperbereich) Beitragszuschlag zwischen 25 % und max. 150 % Bitte beachten Sie: Grundsätzlich sind BU-Prämien auf Basis der Wahrscheinlichkeit berechnet, dass die versicherte Person berufsunfähig wird (sogenannte Invalidisierungswahrscheinlichkeit). Diese Grundprämie ist vor allem abhängig vom Alter bei Antragstellung. Dem Einfluss des Berufs auf die Invalidisierungswahrscheinlichkeit wird im Rahmen der Risikogruppendifferenzierung Rechnung getragen (ein Beispiel im Hinblick auf die Unfallgefährdung: eine Bürotätigkeit ist deutlich weniger unfallträchtig als eine Tätigkeit in einem Bauberuf). Allgemeine Hinweise zu den Risikogruppen finden Sie unter dem Punkt Benötigen Sie mehr Platz im Antrag als vorgegeben, können weitere Angaben auf einem zusätzlich unterschriebenen Beiblatt gemacht werden. Seite 5/42

6 Ausgehend von der altersspezifischen Grundprämie wird weniger risikoreichen Berufen ein abgestufter Prämiennachlass (Risikogruppenfaktor) gewährt; die risikoreicheren Berufsgruppen zahlen demgegenüber eine höhere Prämie. Ist nun beispielsweise aufgrund einer Vorerkrankung des Kunden ein Erschwerungszuschlag erforderlich, wird zur Berechnung die Grundprämie vor Berücksichtigung der Risikogruppenfaktoren herangezogen. Für unser Angebot bedeutet dies, dass sich ein zu erhebender Beitragszuschlag in Höhe von zum Beispiel 50% je nach Risikogruppe unterschiedlich darstellt: In den Risikogruppen A1 bis B wirkt er sich stärker aus als ein Zuschlag in den Risikogruppen C1 bis D. Kombination von Ausschlussklausel und Beitragszuschlag Endalterbegrenzung Reduktion der Rentenhöhe bzw. Versicherungsleistung Wir werden - soweit aus risikoprüferischen Gesichtspunkten möglich - Alternativangebote übermitteln (Beispiel: im Einzelfall kann eine allergische Erkrankung mit Ausschlussklausel oder Erschwerungszuschlag versichert werden). Falls der beantragte Versicherungsschutz nicht angeboten werden kann, erhalten Sie eine Mitteilung über eine Ablehnung, sofern das Risiko nicht gezeichnet werden kann bzw. eine Zurückstellung (z. B. wegen aktueller Behandlungen) - wir teilen hierbei mit, wann und ggf. mit welchen Unterlagen eine Neuprüfung sinnvoll ist. Sofern wir keine normale Annahme anbieten können, erhalten Sie zukünftig eine schriftliche Erläuterung unserer Entscheidung. Seite 6/42

7 2. Berufliche Angaben 2.1 Angaben zum Beruf Für den Antragsteller ist die individuelle Bewertung seiner beruflichen Gegebenheiten von großer Bedeutung. Bitte achten Sie daher auf vollständige und korrekte Angaben zur beruflichen Tätigkeit und den ergänzenden Angaben. Zur Ermittlung einer sachgerechten Risikogruppe werden folgende Einstufungskriterien, neben der konkreten Berufsbezeichnung, abgefragt: Personalverantwortung (diese gilt für Vollzeitkräfte. Hierunter fallen neben den direkt unterstellten Personen auch diejenigen der darunterliegenden Hierachieebenen. Die Mitarbeiterkapazität von Teilzeitkräften wird entsprechend addiert und kaufmännisch gerundet. Beispiel: zwei Halbtagskräfte entsprechen einer Vollzeitkraft). Anteil der Bürotätigkeit an einem festen Arbeitsplatz (dies sind sitzende Tätigkeiten im Büro, die weder körperliche Arbeiten enthalten noch einem ständigen Wechsel des Einsatzortes unterliegen) Anteil der körperlichen Tätigkeit (hierzu zählen alle Tätigkeiten, die mit einer Kraftanstrengung verbunden sind) Wichtig: Die Summe der prozentualen Anteile von Bürotätigkeit bzw. körperlicher Tätigkeit muss nicht in jedem Fall 100 % ergeben! Seite 7/42

8 Weitere Ausfüllhinweise: Bitte geben Sie bei Selbstständigen und Freiberuflern immer an, wann die Selbstständigkeit aufgenommen wurde. Bitte geben Sie bei Auszubildenden und Studenten im Feld Beruf immer das angestrebte Berufs- bzw. Ausbildungsziel an und kreuzen Sie dann bei den Angaben zur beruflichen Tätigkeit an, ob es sich um einen Auszubildenden bzw. Studenten handelt. Beispiel 1: Der Auszubildende zum Mechatroniker gibt bei Beruf Mechatroniker an und macht das entsprechende Kreuzchen bei Auszubildender. Beispiel 2: Der Jurastudent gibt als Beruf Rechtsanwalt an und kreuzt entweder Student oder Student im letzten Viertel des Studiums an. 2.2 Annahmerichtlinien für Auszubildende, Studenten und Schüler auf einen Blick (allgemeine Hinweise zu den Berufsgruppen finden Sie im Folgenden unter Punkt 2.3) Auszubildende: Auszubildende: BU-Absicherung bis maximal ,- p. a.; Risikogruppe entsprechend Ausbildungsberuf (angestrebtes Berufsziel) (die Versicherungssumme bezieht sich auf die max. mögliche Summe inkl. anderweitiger privater Absicherungen) Studenten: BU-Absicherung grundsätzlich bis maximal ,- p.a., außer für den Zielberuf gilt eine niedrigere maximale BU- Rente (siehe unter Besonderheiten ). Die Einstufung erfolgt für Master-/Bachelor-Studiengänge anhand der Fachrichtung. Studenten:* ohne Einkommensangaben, Studiengänge zu Zielberufen der Risikogruppe A1 oder A Risikogruppe A Die Versicherungssumme bezieht sich auf die max. mögliche Summe inkl. anderweitiger privater Absicherungen. Studenten im letzten Viertel des Studiums/ Medizinstudent nach Physikum: ohne Einkommensangaben, Studiengänge zu Zielberufen der Risikogruppe A1 Risikogruppe A1 Die Versicherungssumme bezieht sich auf die max. mögliche Summe inkl. anderweitiger privater Absicherungen. Seite 8/42

9 *Nachtrag für diese Studenten, die sich noch nicht im letzten Viertel des Studiums befinden: Hier erhalten Studenten die Zusage (über eine Besondere Vereinbarung), nach Beendigung ihres Studiums und bei Aufnahme der beruflichen Tätigkeit des Zielberufes ohne neue Gesundheitsprüfung in die ggf. für diesen Beruf geltende bessere Risikogruppe wechseln zu können. Bachelor-Studiengänge: Hier können Studenten ebenfalls bereits nach 75 % des Bachelor-Studiums in die Risikogruppe A1 eingestuft werden. Besonderheiten bei folgenden Studiengängen: Sport/ Sportwissenschaft: keine BU-Absicherung möglich Musik: Risikogruppe D, max ,- p. a. Endalter 63 Kunst: Risikogruppe D, max ,- p. a., Endalter 60 Student auf Lehramt (auch im letzten Viertel): Risikogruppe in Abhängigkeit vom konkreten Zielberuf; max ,- p. a. Hinweise zu dualer Ausbildung (Ausbildung und paralleles Studium): Bei gleichzeitiger Ausbildung und Studium kann die jeweils bessere Eingruppierung zu Grunde gelegt werden. Im Antrag sollte zusätzlich ein Hinweis auf das parallele Studium/die duale Ausbildung unter "Bes. Vereinbarungen" erfolgen. Schüler: Schüler: Schüler können nicht gegen BU versichert werden. Seite 9/42

10 2.3 Risikogruppen Die Einteilung erfolgt entsprechend dem Beruf, der Berufsstellung und der beruflichen Tätigkeiten (körperliche Tätigkeit, Bürotätigkeit und Personalverantwortung) in sieben unterschiedliche Risikogruppen (A1, A, B1, B, C1, C oder D). Beispiele für die jeweiligen Risikogruppen A1 Akademiker in Ausübung ihrer akademischen Tätigkeit, z.b. Ärzte mit max. 1/3 operativen Tätigkeiten, Ingenieure mit mindestens 75% Bürotätigkeit, Steuerberater A Ärzte mit mehr als 1/3 operativen Tätigkeiten, Tierärzte, EDV-Berufe mit mindestens 75% Bürotätigkeit, Bankkaufleute und Industriekaufleute mit mindestens 75% Bürotätigkeit, Bauingenieure mit mindestens 75% Bürotätigkeit B1 Rechtsanwaltsfachangestellte, Maschinenbautechniker, Handelskaufleute B Handwerker mit überwiegend aufsichtsführender Tätigkeit, Mechanikermeister, Elektrotechnikmeister C1 Mechaniker und Verkaufsberufe C Personen mit überwiegend handwerklichen, manuellen und leichten körperlichen Tätigkeiten ohne besondere Unfallgefährdung, Berufe im Sozial-/Pflege-Bereich D Personen mit schweren körperlichen Tätigkeiten bzw. hohen Unfallgefahren Nicht gegen Berufsunfähigkeit versicherbar sind hingegen folgende Berufe: Artisten, Berufssportler Sportlehrer/Sportwissenschaftler (ausgenommen: Sportlehrer an Schulen, sofern ein weiteres Fach unterrichtet wird) Soldaten 2 /Grenzschützer, Polizei der Länder, Bundespolizei Feuerwehrleute (ausgenommen: Brandschutzfachkräfte) Vollstreckungs-/Vollzugsbeamte (ausgenommen: Gerichtsvollzieher) Wach-/Sicherheitspersonal (ausgenommen: Werkschutzfachkräfte) Wachhelfer/Aufsichtspersonal 2 Näheres siehe Anhang Seite 10/42

11 3. Untersuchungsgrenzen 3.1 Untersuchungsgrenzen für alle Produkte BU LV Witwer-/Witwenrenten Keine Untersuchung bis ,- p. a.* bis ,- bis ,- p. a. Stufe I > ,- p. a.* > ,- > ,- p. a. Stufe I.I > ,- Stufe II > ,- p. a. > ,- > ,- p. a. * Bei Abschluss der erhöhten Anfangsdynamik (20%) ist bereits bei beantragten BU- Renten > p.a. eine ärztliche Untersuchung gemäß Stufe I erforderlich. Bitte geben Sie nicht mehr als den benötigten Untersuchungsumfang in Auftrag! (Beispiel: Ein 40-jähriger Kunde beantragt eine BU-Rente von p. a.; der Untersuchungsumfang besteht aus ärztlichem Zeugnis plus HIV-Test.) Umfang des benötigten ärztlichen Zeugnisses: Stufe I: Vordruck ärztliches Zeugnis + HIV-Test Stufe I.I: Cotinin-Test bei "Nichtrauchertarif" (Risiko-LV) Stufe II: Vordruck ärztliches Zeugnis + HIV-Test und zusätzlich Ruhe- und Belastungs-EKG (Ergometrie) mit Überlassung der Original- Stromkurven Cholesterinuntersuchung inkl. HDL/LDL Gamma-GT Harnsäurebestimmung vollständiges Blutbild Nüchternblutzucker Triglyceride Kreatinin SGPT und SGOT Bestimmung der Blutsenkung (BSG) Wir weisen darauf hin, dass bei sehr hohen Versicherungssummen im Einzelfall weitere Untersuchungen erforderlich sein können. Seite 11/42

12 Zur Vermeidung unnötiger Untersuchungskosten geben wir alle Untersuchungsaufträge nur in schriftlicher Form ab. Die erforderlichen Zusatzuntersuchungen müssen detailliert angegeben sein. Für die Risikoentscheidung ist es sehr wichtig, dass im Antrag bzw. in der unverbindlichen Anfrage für einen Vertragsvorschlag der vorgesehene Untersucher benannt ist. Wir akzeptieren ein ärztliches Zeugnis sowie Laborwerte, welche nicht älter als 6 Monate sind. Für den HIV-Test gilt ebenfalls: nicht älter als 6 Monate. WICHTIGE HINWEISE: Auch unterhalb der Untersuchungsgrenzen ist die Einholung eines Arztberichts zur differenzierten Risikoabwägung häufig sinnvoll. Die Berichtsanforderung erfolgt durch den Risikoprüfer mit paralleler Information des Kunden und des Vertriebspartners. Ab Beitrittsalter 60 Jahre und einer Todesfallsumme über ist stets mit der Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung zu rechnen. Im Einzelfall empfiehlt sich eine Abstimmung mit der Risikoprüfung. Bei den Untersuchungsgrenzen werden immer mitberücksichtigt: Vorverträge der letzten 5 Jahre bei HDI Leben Leistungen aus Optionen (gilt für Bestandsverträge) Überschussverwendungsart Bonus Hinweis: Die Nachversicherungsgarantien werden für die Untersuchungsgrenzen NICHT berücksichtigt. Seite 12/42

13 4. Angemessenheitsprüfung 4.1 Angemessenheit für BU-Absicherungen Die Versorgung für den Fall der Berufsunfähigkeit sollte immer in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen stehen. Ob eine private Absicherung angemessen und adäquat ist, hängt u. a. grundsätzlich von folgenden Faktoren ab: Tätigkeit (Arbeitnehmer, Selbstständiger, Beamter, Hausfrau/-mann etc.) Bruttoeinkommen (Definition siehe nächste Seite) Höhe der insgesamt beantragten Berufsunfähigkeitsleistung (inkl. Bonus) bestehende Vorsorgemaßnahme (z. B. private/betriebliche Altersversorgung, Versorgungswerke) Weitere Einkünfte, z. B. aus Vermietung/Verpachtung, Kapitalvermögen: Da diese auch bei Berufsunfähigkeit zur Verfügung stehen, kann hieraus kein Bedarf hergeleitet werden. Die bisherige Angemessenheitsregelung (max. 60% des Brutto-Arbeitseinkommens) haben wir zugunsten einer differenzierten Betrachtung im Hinblick auf die unterschiedlichen steuerlichen Förderungsmöglichkeiten abgewandelt. Ab sofort gehen wir nach folgendem Schema vor: Jahresbrutto-EK private Versorgung betriebliche Altersversorgung Basisversorgung (3. Schicht) (2. Schicht) (1. Schicht) Hinweis: für die Berechnung der Anrechnungsfaktoren wurde die private Versorgung als 100%-Basis festgelegt. In der Basisversorgung ist somit die 1,25-fache Rente versicherbar, in der bav die 1,5-fache Rente. Seite 13/42

14 Es ergeben sich dadurch folgende Angemessenheitsgrenzen: Private Vorsorge Basisvers. bav Brutto-EK HDI (alt) HDI (neu) HDI (neu) HDI (neu) ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 60,00% 75,00% 90,00% ,00% 56,25% 70,31% 84,38% ,00% 51,00% 63,75% 76,50% ,33% 44,00% 55,00% 66,00% ,00% 40,50% 50,63% 60,75% In unserer Angebotssoftware sind die neuen Grenzen im Tool BU-Beratung hinterlegt. Hier kann die angemessene BU-Rente bestimmt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Anrechnung von Vorversicherungen je nach Schicht ist die Angabe der Förderschicht der Vorversicherung zukünftig unerlässlich. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der Antragsaufnahme: Abschließend folgender Hinweis: Wir sind grundsätzlich bereit, eine BU-Absicherung von ,- p. a. (inkl. Bonus) als Grundabsicherung zu akzeptieren, sofern neben der Sozialversicherung keine weiteren Anwartschaften oder Vorversicherungen bestehen. Bitte beachten Sie, dass es durchaus Fälle geben kann, bei denen geringere Renten angezeigt sind, wenn sich dies aus der Berufsbenennung ergibt und keine Einkommensangaben vorliegen (z. B. für Entsorgungsarbeiter max ,- BU-Rente p. a.). Seite 14/42

15 Summengrenzen zur Anforderung finanzieller Unterlagen (bei Absicherung bei HDI): Bis ,- BU-Rente p. a. Einkommensangaben im Antrag ausreichend Über ,- BU-Rente p. a. Über ,- BU-Rente p. a. Zusätzlich Anforderung des finanziellen Fragebogens ( Angaben zum Versicherungsbedarf gegen Berufsunfähigkeit ) Zusätzlich Anforderung von individuellen Nachweisen zur Objektivierung, wie z. B. - Einkommenssteuerbescheide der letzten 3 Jahre - Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers - Sonstige Einkommensnachweise - Detaillierte Darstellung des Einkommens durch den Steuerberater - Kopie der Pensionszusage bei Rückdeckungsversicherungen - Finanzierungsnachweise (Achtung: Nur Zinsbelastung kann für die Laufzeit des Darlehens gegen BU abgesichert werden) Als Bruttoeinkommen gelten bei: Angestellten: Regelmäßige Einkünfte aus Arbeitstätigkeit; Tantiemen oder Sonderzahlungen werden nicht berücksichtigt (Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sind nicht als Sonderzahlungen zu betrachten und können daher berücksichtigt werden) Selbstständigen/Freiberuflern: Der Gewinn aus Gewerbebetrieb bzw. Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit jeweils nach Abzug aller Betriebsausgaben 4.2 Anrechnung der BU/EU-Vorversicherungen Deckungsart der Vorversicherung Anrechnung auf Gesamtversorgung BU/EU Zu 100 % Beitragsbefreiung Beitragsbefreiung bei erhöhter Anfangsdynamik (20%) Versorgungswerke der Kammerberufe (Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte) Nicht angerechnet werden: < ,- BU-Jahresrente vernachlässigen > ,- BU-Jahresrente anrechnen zu 100 % < ,- BU-Jahresrente vernachlässigen > ,- BU-Jahresrente anrechnen zu 100 % < ,- Gesamt-BU-Jahresrente vernachlässigen > ,- Gesamt-BU-Jahresrente anrechnen zu 50 % Gesetzliche Ansprüche aus der Deutschen Rentenversicherung Bund Unfallversicherung mit EU-Leistung Private Unfallversicherung Pflegeversicherung Krankengeld Krankenhaustagegeld Seite 15/42

16 4.3 Berufsstarter/Existenzgründer Definition: Alle Personen, die innerhalb der letzten 24 Monate eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen haben, sich an einer bestehenden Gemeinschaft beteiligt haben, eine bestehende Einheit übernommen haben. Die nachstehenden Auflistungen haben beispielhaften Charakter und in jedem Fall sollten vor der Existenzgründung bei der Prüfung stets die Branche, die Vorkenntnisse des Antragsstellers und die Unternehmenszahlen sowie das Einkommen in Betracht gezogen werden. Berufsgruppe BU-Gesamtleistung im Jahr in Nachweise Handwerker Neugründung eines Betriebes < Einstieg als Partner in einen < oder abhängig von Unternehmenszahlen bestehenden Betrieb Übernahme eines bestehenden oder abhängig von Betriebes Unternehmenszahlen Ärzte Neugründung einer Praxis < Einstieg als Partner in eine bestehende Praxis Übernahme einer bestehenden Praxis < oder abhängig von den Unternehmenszahlen der Praxis in den letzten drei Jahren Apotheker, Rechtsanwälte, Steuerberater, Unternehmensberater Computerspezialisten Neugründung einer Kanzlei/Firma < Einstieg als Partner in eine bestehende Kanzlei/Firma ternehmenszahlen der Kanzlei oder < oder abhängig von den Un- Übernahme einer bestehenden Firma in den letzten drei Jahren Kanzlei/Firma - Finanzieller Fragebogen - Einkommensnachweise aus vorheriger Tätigkeit - Falls vorhanden, Jahresabschlüsse aus den letzten drei Jahren der zu übernehmenden Firma Franchiseunternehmer (z. B. Fastfood-Ketten, Tiefkühlkost-Ketten) Pflegeberufe (außer Ärzte) Sonstige < oder abhängig von Unternehmenszahlen < oder abhängig von Unternehmenszahlen individuelle Prüfung Seite 16/42

17 5. Allgemeine Hinweise und konkrete Summengrenzen 5.1 Dynamikrecht Ab sofort können auch BU-Renten von pro Jahr und mehr mit Dynamik gerechnet, beantragt und abgeschlossen werden. Ausgenommen bleiben Verträge mit erhöhter Anfangsdynamik (P20 %). Hier ist bei einer BU-Rente über keine Dynamik mehr möglich. Bei Antragstellung gibt es für den Einschluss von Dynamik unter Berücksichtigung der Angemessenheitsgrenzen keine Höhenbegrenzung. Bei Vertragsschluss wird auf Basis des Einkommens, der Vorversicherungen, der versicherten Rente und der vereinbarten Dynamik ein Überprüfungszeitpunkt ermittelt und systemseitig hinterlegt. Zum Überprüfungszeitpunkt erhält der Kunde ein Anschreiben mit der Bitte um Mitteilung des aktuellen Einkommens. Ist die Angemessenheit der dann erreichten BU-Rente aufgrund eines zu geringen Einkommens nicht mehr gegeben, wird die Dynamik gestoppt. Rückwirkende Rentenkürzungen erfolgen nicht (nähere Erläuterungen können den Besonderen Bedingungen für die planmäßige Erhöhung der Prämie und Leistungen ohne Gesundheitsprüfung entnommen werden). Bei BU-Renten von mehr als pro Jahr ist eine Direktionsanfrage erforderlich, sofern die Dynamik eingeschlossen werden soll. 5.2 Nachversicherungsgarantie Die wichtigsten Punkte in der Übersicht: Die Nachversicherungsgarantien ohne erneute Gesundheitsprüfung sind obligatorisch ohne Mehrprämie eingeschlossen In der freien Phase gilt: ohne konkreten Anlass kann innerhalb der ersten 5 Jahre ab Versicherungsbeginn bis max. Alter 37 die zu Vertragsbeginn versicherte BU-Rente um 100 % erhöht werden. Gebundene Phase: bei Vorliegen eines bestimmten Ereignisses (bsp. Heirat oder eingetragene Lebenspartnerschaft, Geburt oder Adoption eines Kindes, Abschluss eines Studiums oder einer Berufsausbildung, erstmalige Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit etc.) gilt innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt des Ereignisses: Bis zum Alter von 45 Jahren ist pro Ereignis erneut die Erhöhung um max. 100 % der zu Vertragsbeginn versicherten BU-Rente möglich. Seite 17/42

18 Die maximale Jahresrente darf dabei inklusive aller Erhöhungen und bereits bestehender Verträge bei HDI ,- p. a. nicht übersteigen. Die Nachversicherungsgarantie ist nur enthalten bei - Verträgen mit erfolgter Gesundheitsprüfung - versicherter Berufsunfähigkeitsrente Bei einem Umtausch (z. B. EGO Young) bleibt die Nachversicherungsgarantie erhalten (freie Phase beginnt allerdings nicht neu). Bei Ausschlussklauseln ist die Nachversicherungsgarantie ebenfalls weiterhin enthalten, bei einem Risikozuschlag von mehr als 50 % entfällt diese jedoch. Bei Ausübung der Nachversicherungsgarantie erfolgt eine finanzielle Angemessenheitsprüfung. 5.3 Wechsel der Risikogruppe Grundsätzlich wird eine Risikogruppe für die BU-Versicherung einmalig bei Antragstellung festgelegt und verändert sich danach nicht mehr. Nach den Bedingungen ist die versicherte Person immer im zuletzt konkret ausgeübten Beruf versichert; ein Berufswechsel ist nicht anzeigepflichtig, da die gesamte Vertragskalkulation bei Antragstellung erfolgt und der dort ausgeübte Beruf ausschlaggebend ist. 5.4 Überprüfung einer Erschwerung während der Vertragslaufzeit Eine Annahme zu erschwerten Bedingungen wird grundsätzlich bei Vertragsschluss festgelegt und verändert sich danach nicht mehr. Daher ist grundsätzlich keine Möglichkeit vorgesehen, eine Überprüfung während der Vertragslaufzeit vorzunehmen. Ob und unter welchen Umständen eine Überprüfung der Erschwerung möglich ist, teilen wir bei Erstellen des Angebots mit. Beispiel: Ein Kunde mit einem Armbruch, dessen Behandlung noch nicht abgeschlossen ist, erhält zunächst ein Angebot mit entsprechender Ausschlussklausel und den Angaben dazu, wann und unter Vorlage welcher Unterlagen/Befunde eine Überprüfung möglich ist. Seite 18/42

19 6. Fragebögen 6.1 Medizinische Fragebögen Ergänzend zu den Angaben in der Gesundheitserklärung besteht für eine Vielzahl von Erkrankungen die Möglichkeit durch die Beantwortung zusätzlicher Fragebögen zur raschen Klärung evtl. Risiken beizutragen. Zusammen mit dem Antrag eingereicht ermöglichen bzw. beschleunigen solche zusätzlichen Angaben die Annahmeprüfung. Gerade bei unspezifischen Krankheitsangaben, wie z. B. Rückenschmerzen ist für eine individuelle Einschätzung ein ergänzender Fragebogen unerlässlich. Nicht immer kann bei einem vorliegenden Fragebogen auf einen ärztlichen Bericht verzichtet werden. Oftmals sind zur abschließenden Beurteilung noch ergänzende Befunde erforderlich. Liegen dem Kunden bereits weiterführende Unterlagen, wie z. B. Facharztberichte, Krankenhausentlassungsberichte, Laborbefunde oder Ergebnisse von Untersuchungen nach Tumor-/Gewebeentfernungen vor, können diese schon mit dem Fragebogen/Antrag eingereicht werden. Dies kann im Einzelfall einen zusätzlichen ärztlichen Bericht ersparen. 6.2 Weitere Fragebögen Zu folgenden Themenbereichen finden Sie weitere Fragebögen (mit jeweiligen Beispielen): Sport: Automobilsport Berg-, Klettersport Privat-, Sportflug Drachen-, Gleitschirmflug Tauchsport Kampfsport Beruf: Beruf allgemein Bundeswehr Künstler Musiker Sonstige Fragebögen: BU-Zusatzfragebogen (Angemessenheitsprüfung) Finanzielle Risikoprüfung allgemein Finanzielle Risikoprüfung Keyman Auslandsaufenthalt Im Anhang unter 16.2 finden Sie eine Liste sämtlicher verfügbarer Fragebögen! Seite 19/42

20 7. Sportrisiken 7.1 Grundsätzliche Erläuterungen Die folgenden Annahmerichtlinien gelten nur für reinen Freizeit-/Breitensport. Den Übersichtstabellen im Anhang können Sie die jeweilige Annahmeentscheidung für die Bereiche BU und LV entnehmen. Zur Einschätzung der kursiv geschriebenen Sportrisiken ist auf jeden Fall der entsprechende Fragebogen beizufügen. Die Fragebögen entnehmen Sie bitte der Vertriebsplattform MAKLERnet/easynet. Risiken aus Sportaktivitäten können in der Regel mitversichert werden entweder zu normalen Bedingungen oder gegen Beitragszuschlag. Bei speziellen Risiken (z. B. Automobilsport) ist u. a. auf Grund der hohen Wahrscheinlichkeit von Spätfolgen eine Übernahme des Versicherungsschutzes oftmals nicht möglich. Detaillierte Angaben zu Sportrisiken entnehmen Sie bitte dem Anhang Seite 20/42

21 8. Auslandsaufenthalte Grundsätzliche Hinweise: - Ausländische Versicherungsnehmer mit Wohnsitz im Ausland können nicht versichert werden. - Grenzgänger (ausländischer Versicherungsnehmer mit Arbeitsplatz in Deutschland oder Österreich): Gemäß den Hinweisen unter Punkt 9 besteht Versicherbarkeit Sonderfall: Schweiz Auf Grund der dortigen Gesetzgebung können sowohl Schweizer Bürger mit Wohnsitz in der Schweiz als auch deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in der Schweiz nicht versichert werden, auch wenn der Wohnsitz nur vorübergehend dort genommen wird. Schweizer mit Wohnsitz in Deutschland können versichert werden. Deutsche und österreichische Antragsteller mit Aufenthalten im Ausland: Die Einschätzung basiert auf der Betrachtung der Kombination von Berufs- und Aufenthaltsrisiko. Liegen Informationen über einen Auslandsaufenthalt vor (Definition gem. Antrag: in den nächsten 12 Monaten länger als 6 Monate außerhalb Europas) erfolgt eine individuelle Bewertung. Beispiel: Ein Bankangestellter, der in einer Filiale einer deutschen Bank in einer großen Stadt in den USA tätig ist, wird zu normalen Bedingungen versichert; ein Missionar in Papua-Neuguinea ist demgegenüber i. d. R. nicht versicherbar. Wir empfehlen, grundsätzlich den Fragebogen Auslandsaufenthalt beizufügen. Folgende Risikofaktoren können bei Auslandsaufenthalten gegeben sein: Aufenthaltsland (politische Situation und Sicherheitslage) Klimaverhältnisse/Klima- und Umweltkatastrophen Medizinische Versorgung im Ausland Besondere Infektionsgefahren Lebensbedingungen/Art der Unterbringung Tätigkeit/Arbeitsbedingungen Reisen im Aufenthaltsland Dauer des Auslandsaufenthaltes Grund des Auslandsaufenthaltes Seite 21/42

22 Kritische Risiken sind in diesem Zusammenhang insbesondere: Reporter, Kriegsberichterstatter, Mitarbeiter von Umweltorganisationen, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Reiseleiter, Soldaten, Missionare, Off-Shore-Arbeiter und besondere Aktivitäten (z. B. gefährliche Sportarten, Expeditionen, "Weltenbummler", Einhandsegler, fliegerische Aktivitäten). Diese sind im Zusammenhang mit Auslandsaufenthalten immer individuell auf die spezielle Risikosituation hin abzuklären. Sie erhalten nun einen Überblick über die Länder außerhalb Europas, in denen der Versicherungsschutz bei unkritischer Berufstätigkeit und einer BU-Absicherung bis ,- p. a. grundsätzlich zu normalen Bedingungen angeboten werden kann: USA, Kanada Australien, Neuseeland Brunei Dubai Hongkong, Singapur Seite 22/42

23 9. Inlandsrisiken Im Unterschied zu Auslandsaufenthalten finden Sie unter Inlandsrisiken Hinweise zur Versicherbarkeit von nicht-deutschen Kunden, die ihren Beruf in Deutschland bzw. Österreich ausüben. Hinweis Annahme Staatsangehörigkeit alle Staatsangehörigkeiten der EU Gilt auch für Versicherte aus - Norwegen - Island - Schweiz - USA - Kanada - Australien - Neuseeland, wenn Bezug zu Deutschland besteht - Festes Arbeitsverhältnis in Deutschland/ Österreich - Wohnsitz in Deutschland/Österreich und/oder - angestellt bei deutscher/österreichischer Firma und - Beitragszahlung über eigenes deutsches/ österreichisches Konto Normalannahme Staatsangehörigkeit alle Staatsangehörigkeiten, außer: - EU- Mitgliedstaaten - Norwegen - Island - Schweiz - USA - Kanada - Australien - Neuseeland - Wohnsitz in Deutschland/Österreich - - Festes Arbeitsverhältnis in Deutschland/ Österreich - Beitragszahlung über eigenes deutsches/ österreichisches Konto Angebot mit Inlandsklausel Grenzgänger - Wohnsitz im Ausland - Vers.Summe: < ,- BU-Rente: < ,- p. a. (Bei beantragten Versicherungsleistungen oberhalb der genannten Grenzen erfolgt eine individuelle Prüfung anhand des Inlandsfragebogens!) - Arbeitsverhältnis mit einer deutschen bzw. österreichischen Firma - eigene deutsche/ österreichische Bankverbindung Normalannahme Seite 23/42

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