Wirkung und Mehrwert von Notebooks im Unterricht

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1 Wirkung und Mehrwert von Notebooks im Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zur Information, Kommunikation und Unterhaltung stehen sie uns in Schule, Beruf oder Freizeit auf vielfältige Weise zur Verfügung. In fast allen Haushalten (98 %), in denen 12- bis 19-Jährige heute aufwachsen, ist ein Computer oder Notebook vorhanden. Mehr als zwei Drittel der Befragten (67 %) verfügen inzwischen über einen eigenen Computer und knapp die Hälfte (45 %) kann vom eigenen Zimmer aus online gehen. Der Computer gewinnt damit als Lernwerkzeug zunehmend an Bedeutung. So wird die spielorientierte Offline-Computernutzung der Heranwachsenden mittlerweile durch eine eher lernzentrierte Zuwendung abgelöst: Als die drei häufigsten Tätigkeiten am Computer geben die Befragten das Arbeiten für die Schule (53 %), Computerspiele (34 %) und das Schreiben von Texten (32 %) an. Das Internet wird von Jugendlichen vor allem als Kommunikationsmedium verwendet, allen voran der Instant Messanger (72 %). Aber auch das Schicken und Empfangen von s erfreut sich großer Beliebtheit (60 %). 36 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nutzen das Internet als Informations- und Recherchemedium für schulische und berufliche Belange. Von den befragten Online-Nutzern trägt bislang ein Viertel regelmäßig in Form von eigenen Inhalten, wie z. B. dem Einstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder dem Verfassen von Beiträgen in Blogs und Newsgroups, aktiv zum Web 2.0 bei (vgl. JIM-Studie 2007). Medien nehmen im Alltag von Heranwachsenden also einen hohen Stellenwert ein. Hier eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, Schülerinteressen und außerschulische Nutzungs- und Erfahrungsformen in den Schulalltag zu integrieren. Bildungsauftrag Medienbildung Medienerziehung und informationstechnische Bildung in der Schule Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sowie die Förderung der Medienkompetenz gehören heute ganz selbstverständlich zum bayerischen Bildungsauftrag und zur Weiterentwicklung von Schulen. Arbeitskreis Lehren und Lernen in Notebook-Klassen Seite 1

2 Angesichts ihrer Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen und ihrer zentralen Stellung im privaten und beruflichen Umfeld kommt den Medien auch im eine zunehmende Bedeutung zu. [ ] Überlegter Medieneinsatz leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsverbesserung des s. Die Befassung und der Umgang gerade mit neuen Medien sind zentrale Aspekte in der Weiterentwicklung von Schule. [ ] In den Lehrplänen sind die Medien in allen Schularten und für alle Jahrgangsstufen verbindlich berücksichtigt. Die Beschäftigung mit ihnen ist eine übergreifende, integrative Bildungs- und Erziehungsaufgabe. Alle Fächer haben einen Beitrag zu leisten. [ ] (Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministerium für und Kultus, 2003 : 1 ff.). Potenziale digitaler Medien am Beispiel des Notebooks Für Schüler 1 wird es in der Informations- und Wissensgesellschaft immer wichtiger, über Computerfertigkeiten und geeignete Lernstrategien zu verfügen, wie z. B. das selbstständige Aneignen von Wissen sowie das Arbeiten im Team. Digitale Medien bieten sich im Besonderen an, um eine neue Lern- und skultur in Schulen zu etablieren (vgl. auch Bickler, 2008; Vallendor, 2003): - Neue Medien sind wie geschaffen, um offene und handlungsorientierte Lernprozesse zu fördern. Sie können einerseits das selbstgesteuerte, entdeckende und eigenverantwortliche Lernen und andererseits das soziale Lernen unterstützen. - Als Wissens- und Arbeitswerkzeuge übernehmen digitale Medien vor allem beim themen- und projektorientierten sowie bei Werkstatt-Arbeiten und beim Einsatz kooperativer Lernformen eine wichtige Rolle. Sie dienen der Information, Kommunikation und Interaktion auch über die einzelne Schule hinaus. - Eine differenzierte und individuelle Förderung von besonders begabten Schülern wie auch von Heranwachsenden mit Lernschwächen kann durch neue Medien und entsprechende Lernsoftware gezielt unterstützt werden und Rückmeldungen an Lehrende und Lernende erleichtern. Je selbstverständlicher der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien ist, desto eher eignen sich Schüler Schlüsselkompetenzen an, die ihnen neue, zukunftsweisende Berufschancen ermöglichen. Der verstärkte Einsatz digitaler Medien in der Schule ist also zugleich eine Investition in die Zukunft jedes einzelnen Schülers. Schülereigene Notebooks eröffnen ein systematisches und kontinuierliches Arbeiten und Lernen mit digitalen Medien. Als multifunktionaler, komplexer Werkzeugkasten dient das Notebook als Recherche-, Verarbeitungs-, Medien- und Produktionsmaschine, als Gestaltungs- und Lernwerkzeug, als individuelles Arbeitsgerät wie auch als Kooperations- und 1 Der Kürze halber ist im Text von Schülern und Lehrern die Rede, gelegentlich auch im Singular. Die weibliche Form ist natürlich überall mit bedacht. Seite 2

3 Kommunikationsunterstützung der Lerngruppe (vgl. Vallendor, 2003). Im Unterschied zum Arbeiten und Lernen mit stationären Rechnern ermöglicht der Einsatz von persönlichen Notebooks einen permanenten, flexiblen und damit zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf den Computer, das Netzwerk und dessen Dienste. Das Notebook, als mobiler Computer, steht sowohl für den als auch für die häusliche Arbeit zur freien und eigenverantwortlichen Verfügung und wird somit zu einem selbstverständlichen Lern- und Arbeitsmedium (vgl. auch Schaumburg u. a., 2007). Notebooks können eine Veränderung des Lern- und Arbeitsverhaltens von Schülern bewirken und sie können wenn man die Potenziale der digitalen Medien wirklich nutzt den verändern (vgl. Häuptle/Reinmann, 2006). Der effektive Einsatz von Notebooks erfordert jedoch nicht nur eine Veränderung der Organisation von und außerunterrichtlichem Lernen, sondern gleichzeitig auch die Bereitschaft eines Rollenwechsels auf Seiten der Lehrer und Schüler. Während die Aufgaben der Lehrkraft nun verstärkt in der Begleitung und Organisation von Lernprozessen und in der Beratung und Förderung von Lernkompetenz liegen, sind die Schüler aufgefordert, zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu tragen. Zugleich haben sie die Möglichkeit, Mitschüler und Lehrer durch ihre Erfahrungen und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien im gezielt zu unterstützen. Der Einsatz digitaler Medien und insbesondere von Notebooks bietet das Potenzial zur Initiierung und Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen und zur innovativen Gestaltung der institutionellen und personalen Rahmenbedingungen in der Schule (vgl. auch Bickler, 2008). Erkenntnisse zum Einsatz und Nutzen digitaler Medien im In einer bayerischen Studie zum Einsatz von digitalen Medien im Fachunterricht geben 21 % von rund 5000 befragten Lehrkräften an, digitale Medien in ihrem Fachunterricht oft oder sogar sehr oft und regelmäßig einzusetzen. Was sind die zentralen Gründe für den Einsatz bzw. Verzicht von neuen Medien im? Als wichtigste Ursache für einen (weitgehenden) Medienverzicht nennen die Lehrkräfte den allgemein zu hohen Zeitdruck, dem sie sich ausgesetzt fühlen (27 %). An zweiter Stelle rangiert der wenig erkennbare Mehrwert durch den Einsatz digitaler Medien im (26 %) und auf Platz drei wird die Verwendung anderer geeigneterer Methoden genannt (25 %). Die Nennung von Ausstattungsdefiziten (Geräte und Räume) landet mit 23 Prozent auf Platz vier. Deutlich wird, dass die Debatte über die Zeit- und Arbeitsbelastung der Lehrkräfte im Zentrum der Diskussion steht. Fragen der Schul- und sentwicklung rücken in den Vordergrund. Dennoch ist weiterhin klare Überzeugungsarbeit zum Mehrwert des Einsatzes digitaler Medien im zu leisten (vgl. Bofinger, 2007). Seite 3

4 Die Etablierung von digitalen Medien und insbesondere Notebooks in der Schule bedeutet eine Investion, sie ist mit Kosten, Mühen und hohen Erwartungen verbunden. Erfolgreicher Notebook-Einsatz erfordert eine systematische Herausforderung (vgl. Häuptle/Reinmann, 2006). Von daher scheint die Frage nach der Wirkung des Einsatzes von mobilen Computern auf das Lernen, den und die Schule, kurz die Frage nach dem Mehrwert, gerechtfertigt. Inwieweit die wissenschaftlichen Evaluationen nun die Erwartungen, die an den Mehrwert des Einsatzes von digitalen Medien im und von Notebooks im Besonderen gekoppelt sind, bestätigen, macht der folgende Überblick deutlich. Für die Reform von Schule und haben die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien laut Schaumburg u. a. (2007) eine Schlüsselfunktion. So besitzen Multimedialität, Interaktivität und neue netzgestützte Kommunikations- und Kooperationsformen das Potenzial, das Lernen grundlegend zu verändern und zu verbessern. Diese Annahmen stützen sich auf Erfahrungen aus vielen Pilotprojekten und auf Untersuchungen, besonders aus den USA. Im deutschsprachigen Raum wurden beispielsweise im Rahmen des Projekts 1000mal1000: Notebooks im Schulranzen der niedersächsischen Initiative n-21 die Erfolgsbedingungen der Integration mobiler Computer in der Schule auf einer breiteren Datenbasis in einem Längsschnittdesign erhoben. Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden die Auswirkungen der Notebook-Nutzung auf die Lernkultur, auf den Erwerb von Computerkompetenz und Schlüsselqualifikationen wie kooperativem Arbeitsverhalten und lernstrategischem Wissen, sowie auf Fachleistungen in Mathematik und Deutsch untersucht (vgl. ebd.). Danach konnte in vielen Bereichen der Lehr- und Lernqualität eine Verbesserung der Notebook-Klassen gegenüber den Nicht-Notebook-Klassen festgestellt werden. Besonders auffällig war die wachsende Kompetenz im Umgang mit Computern vor allem Mädchen konnten verstärkt an die Nutzung von Internet und Multimedia herangeführt werden (vgl. ebd.). Internationale Studien bestätigen zudem, dass die Einführung von Notebooks in der Regel zu einer wesentlich erhöhten Nutzungshäufigkeit von Computern in der Schule und zuhause führen. Sie können somit als Vehikel für die Integration neuer Informationstechnologien in den und das häusliche Lernen dienen (Schaumburg, 2007 : 9). Dies trifft vor allem auf solche Fächer zu, in denen das Notebook verstärkt als Schreib- und Recherchewerkzeug eingesetzt wird, wie z. B. im muttersprachlicher oder den sozialkundlichen Fächern (vgl. ebd.). In der Studie 1000mal1000: Notebooks im Schulranzen konnte weiterhin nachgewiesen werden, dass Notebooks zu einem eher schülerzentrierten führen. Seite 4

5 Neben einer Individualisierung des s wurde auch die Eigentätigkeit der Schüler stärker angeregt. Dass das Lernen mit dem eigenen Notebook interessanter und anschaulicher geworden ist, wurde von Schülern und Lehrern übereinstimmend berichtet. Positiv auf die Zusammenarbeit haben sich Kommunikationsmöglichkeiten im Netz ausgewirkt (vgl. Schaumburg u. a., 2007). Weitere Evaluationen belegen laut Schaumburg (2007) ebenfalls Veränderungen des s hin zu mehr Schülerbeteiligung und Zusammenarbeit wie auch zu größerer Schüleraktivität, Motivation und Arbeit an komplexen Projektaufgaben. Einige Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass die Vermittlung fachlicher Inhalte oftmals nur unzureichend mit der Nutzung des Computers verknüpft ist und eine Veränderung des s durch die Lehrkraft nicht eintritt. Das Potenzial von Notebooks für die Vermittlung fachlicher Inhalte wird demnach häufig nicht ausgeschöpft (vgl. auch Schaumburg, 2003). Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Notebook-Projekten ist daher die Unterstützung und Fortbildung der Lehrkräfte vor allem auf didaktischem Gebiet. Auch Bofinger (2007) stellt in seiner Untersuchung zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht fest, dass Notebook-Klassen dem Ideal einer kontinuierlichen Mediennutzung, dem Einsatz neuer Lern- und sformen, eines hohen Anteils selbstständiger Schülerarbeit und eines besonderen Mehrwerts digitaler Medien für die Schüler am nächsten kommt. Selbstständigkeit auf Seiten der Schüler ist jedoch mit der Bereitstellung geeigneter Medienumgebungen und der Vermittlung entsprechender Methodenkomptenzen verbunden. Auffallend bei Notebook-Lehrkräften ist die enge Verbindung zwischen der Nutzung digitaler Medien und einer neuen, schülerorientierten Lern- und skultur. Genrell verweisen Lehrkräfte umso öfter auf den Mehrwert, je häufiger sie digitale Medien im Fachunterricht einsetzen. Die Komplexität unterschiedlicher Einsatzformen und Nutzungshäufigkeiten von Notebooks im spiegeln laut Schaumburg (2007) die teilweise widersprüchlichen Ergebnisse 2 in Bezug auf die fachlichen Leistungen wider. Fazit ist, dass Fachleistungen von Schülern nicht per se durch den Einsatz von Notebooks gesteigert werden können. Ausschlaggebend sind, wie oft und wozu die Geräte eingesetzt werden, in welchem Lernarrangement sie eingesetzt werden, welches Leistungsnivau die Schüler haben etc. Auch wenn diese Zusammenhänge in den vorliegenden Studien nicht systematisch untersucht wurden, kann dennoch daraus geschlossen werden, dass der Einsatz von Notebooks im zumindest nicht leistungsmindernd ist. Die Evaluationsergebnisse der Studie 1000mal1000: Notebooks im Schulranzen zeigen, dass die anfänglichen Bedenken mancher Lehrkräfte, fachliche Inhalte müssten gegenüber der Vermittlung von Computerkompetenz zurückstehen, unberechtigt waren. Von den Lehr- 2 Manche Widersprüchlichkeiten in den Ergebnissen der Studien sind zudem in der methodischen Herangehensweise begründet. Seite 5

6 kräften wird vor allem der intensivere Umgang ihrer Schüler mit Texten und Informationen hervorgehoben. Signifikant bessere Ergebnisse wurden von den Schülern der Notebook-Klassen im Vergleich zu denen der Nicht-Notebook-Klassen bei Tests in Deutsch und Mathematik erzielt. Dass in den Notebook-Klassen häufiger mit authentischen und komplexeren Aufgabenstellungen gelernt werden konnte als im traditionellen, könnte eine Erklärung für dieses Ergebnis sein (vgl. Schaumburg u. a., 2007). Auch Vallendor (2003) bestätigt, dass persönliche Notebooks ihre Möglichkeiten vor allem in Verbindung mit problemorientierten sprojekten entfalten. In Evaluationen wird laut Schaumburg (2007) häufig dokumentiert, dass die Schüler neben den fachlichen Inhalten deutliche Fortschritte bei fachübergreifenden Kompetenzen (z. B. im Bereich der technischen Handhabung von Computer und Software) erwarben. Insgesamt wird jedoch deutlich, dass das Potenzial von Notebooks mehr im Bereich der Schlüsselqualifikationen, wie z. B. Teamfähigkeit, selbstständiges Lernen und Problemlösen zu liegen scheint jedenfalls dann, wenn mobile Computer verstärkt für entsprechende Aktivitäten im eingesetzt werden (vgl. auch Schaumburg u. a., 2007; Vallendor, 2003). Fazit Digitale Medien, wie z. B. Notebooks alleine machen also noch keinen qualitativ besseren und neuen. Die Rahmenbedingungen, unter denen mit Notebooks erfolgreich gearbeitet und gelernt werden kann, sind ausschlaggebend. Voraussetzungen wie eine Schulleitung, ein Kollegium sowie Eltern und Schüler, die hinter dem Notebook-Projekt stehen; ein technisches Wartungs- und Supportkonzept; eingeplante Ressourcen für die Fortbildung der Lehrkräfte; ein längerfristiges und tragfähiges Finanzierungskonzept; die gemeinsame Erarbeitung von Curricula für den Einsatz von Medien und die Verfügbarkeit geeigneter smaterialien tragen entscheidend zum Mehrwert von Notebook- Projekten bei (vgl. auch Frank/Heinen, 2007; Schaumburg, 2007; Schaumburg/Issing, 2002). Kritiker oder Skeptiker von Medienprojekten dieser Art mögen laut Häuptle & Reinmann (2006) aus machen Erkenntnissen eher Hindernisse und überzogene oder gar unrealistische Anforderungen an die Schulbeteiligten ablesen. Diese Barrieren mögen deshalb stören, da herkömmliche svorbereitung und -planung, Arbeitsroutinen und eingespielte Rollen neu justiert werden müssen. Eingebunden in eine pädagogisch-didaktische Debatte die sowohl auf Ebene der Einzelschule, als auch auf der des Schulsystems geführt wird können solche Hürden jedoch eine Reflexion des bisherigen s oder Arbeitsalltags auslösen und das Potenzial zur Weiterentwicklung der Schule bergen. Seite 6

7 Orientierungs- und Umsetzungshilfen für das Lehren und Lernen in Notebook-Klassen Dieser Forschungsüberblick macht deutlich, wo das Potenzial von Notebooks und wo (damit verbunden) die Stolpersteine liegen. Diesbezüglich vorhandene Erkenntnisse und Praxiserfahrungen wurden nun gemeinsam von erfahrenen Notebook-Klassen-Lehrkräften unter der Leitung des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Form von Orientierungs- und Umsetzungshilfen gebündelt und Schulen im Portal medieninfo bayern sowie auf einer Moodle-Lernplattform zur Verfügung gestellt. Die praxiserprobten Orientierungs- und Umsetzungshilfen zum Lehren und Lernen in Notebook- Klassen umfassen den effektiven Auf- und Ausbau von Notebook-Klassen unter Berücksichtigung zentraler organisatorischer, finanzieller, technischer und methodisch-didaktischer Aspekte. Neben Erkenntissen zum Potenzial des Notebook-s und grundlegenden Hilfestellungen zur Einrichtung von Notebook-Klassen werden aus verschiedenen Schularten Beispiele zur Förderung von Medien- und Methodenkompetenz sowie zur Bewertung von Schülerleistungen in Notebook-Klassen bereitgestellt. sbeispiele und Materialien runden die Umsetzungsempfehlungen ab. Die Erfahrungsberichte und Beispiele sollen Schulen Mut machen, sich mit den Chancen von Notebooks im auseinander zu setzen und einen Anreiz zur Umsetzung solcher Projekte bieten. Seite 7

8 Literatur Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für und Kultus zur Medienbildung Medienerziehung und informationstechnische Bildung in der Schule vom (Nr. III.6 5 S ). Daniela Bickler Schulen ans Netz e. V. (2008): Freie Lernorte Raum für mehr. Ergebnisund Erfahrungsbericht der medienpädagogischen Begleitung. Bonn. Bofinger, J. (2007): Digitale Medien im Fachunterricht. Schulische Medienarbeit auf dem Prüfstand. München. Frank, D. / Heinen, R. Schulen ans Netz e. V. (2007): Kritik an Computern in der Schule zu undifferenziert? Bonn. Häuptle, E. & Reinmann, G. (2006): Notebooks in der Hauptschule. Eine Einzelfallstudie zur Wirkung des Notebook-Einsatzes auf, Lernen und Schule (Abschlussbericht). Augsburg 2006: Universität Augsburg. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2007): JIM-Studie 2007: Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Stuttgart. Schaumburg, H. (2007): Notebooks in der Schule. Ergebnisse internationaler Studien. Berlin. Schaumburg H., Issing, L. J. (2002): Besser Lernen durch Laptops? Ergebnisse eines Modellversuchs zur Nutzung mobiler Computer in der Schule. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung. Schaumburg, H., Prasse, D., Tschackert, K. & Blömeke, S. (2007): Lernen in Notebook- Klassen. Endbericht zur Evaluation des Projekts 1000mal1000: Notebooks im Schulranzen. Schulen ans Netz e. V. Bonn. Vallendor, M. (2003): Lernen mit persönlichen Notebooks. Erfahrungen und Empfehlungen aus dem SEMIK-Modellversuch. In: Computer und, Nr. 50. Seite 8

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