«Das Dirndl ist ausgeliehen. Aber ich will mir bald ein eigenes kaufen.»

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1 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 14 «Das Dirndl ist ausgeliehen. Aber ich will mir bald ein eigenes kaufen.» Tina Wiederkehr (im Bild vorne) Ein Star zum Anfassen: Kathrin Döring (mit Hut) und Manuela Baumann staunen nicht schlecht, als sich Moderator Andy Borg (links) plötzlich zu ihnen an den Tisch setzt.

2 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN Ein Gaudi für alle: Beim «Musikantenstadl» feiern Trachtenvereine und Studentengruppen einträchtig zusammen. Yo, man it s Stadlzeit! Sie hören Hip-Hop oder House, lassen sich aber auch von Schunkelmusik und Schuhplattlermitreissen: Die junge Generation entdeckt die Schlagerszene neu.ein Augenschein beim TV-Klassiker «Musikantenstadl», der in Fribourg gastierte. Punkt Uhr erdröhnt die Eurovisionsfanfare, ein Mann mit Föhnfrisur erscheint strahlend auf der Bühne. Es ist Andy Borg (53), Moderator des «Musikantenstadls». Beschwingt springt er die Treppe hinunter und singt: «Oh, jetzt ist Stadlzeit, wir sind bereit, für eine wunderschöööne Zeit.» Die Halle tobt Zuschauer freuen sich im Forum Fribourg auf zwei Stunden Heimatliebe und Herzschmerz. Der «Musikantenstadl» ist der Dinosaurier unter den Samstagabendkisten: Seit 33 Jahren wird die Volksmusiksendung nun schon ausgestrahlt. Das Format erreicht im Schnitt vier Millionen Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Zukunft könnten es sogar noch mehr sein: Gemäss dem deutschen Bundesverband Musikindustrie interessieren sich auch die Jungen wieder vermehrt für Schunkelmusik: Von zwei auf fünf Prozent ist der Anteil der unter 19 Jährigen in der Fangemeinde gestiegen innerhalb eines einzigen Jahres. Auch an jenem Freitagabend in Fribourg sitzen längst nicht nur Senioren im Publikum. Da ist zum Beispiel Tania Heldner (20), die mit ihrem Vater aus Basel angereist ist: «Ich finde die Stimmung super.» Die Volksmusik wirke irgendwie verbindend und mache einfach gute Laune. Die Gymnasiastin hat mit ihren Kollegen auch schon die Basler Wiesn (Oktoberfest in Basel) besucht, findet den Volksmusikevent aber um einiges besser: «Da gibts nicht nur Bier, sondern eben auch ganz viel Unterhaltung.» Der «Stadl», den sie vor einem halben Jahr zum ersten Mal in Basel miterlebt hat, sei ein optisches und akustisches Spektakel. Die Jurassier lassen es zum Geburtstag krachen Eben hat Moderator Borg Ex Miss Schweiz Linda Fäh (26), «dieses bezaubernde Wesen», angekündigt. Die ehemalige Bankangestellte schwebt im feuerroten Kleid, hinten lang und vorne kurz, auf die Bühne und haucht: «Ich will dich, ich brauch dich, so seeeehr.» Kylian Sylvestre (20) und seine Kollegen johlen und schwenken die Humpen in der einen und die mitgebrachten Fähnchen in der anderen Hand. Die Andenken mit Jö-Effekt: Die Besucher können an einem Gewinnspiel teilnehmen, ein Kuscheltier ist jedem sicher.

3 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 16 «Sich korrekt und konform zu verhalten, ist wichtiger geworden» Der Soziologe Ernest Albert sieht Zusammenhänge zwischen dem neu erwachten Interesse am volkstümlichen Schlager und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in der Schweiz. Ernest Albert,der«Musikantenstadl» ist seit 1981 auf Sendung, scheint unverwüstlich und zieht auch Jüngere an. Wie kommts? Viele Junge in der Schweiz wachsen in periurbanen Räumen auf, also in der äusseren Agglomeration, einer zersiedelten Zwischenwelt zwischen Stadtrand und richtigem Land. Oft interpretieren sie das leicht trotzig als ländlich und interessieren sich auch für die Kulturangebote, die damit assoziiert werden. Die Sendung scheint im Vergleichzu früher poppiger und moderner geworden zu sein. Ist das eine Konzession an die Jüngeren? Auf jeden Fall. Es gibt heute zum Beispiel ganz selbstverständlich Synthesizerklänge zu hören und sogar ultratiefe Bässe, wie man sie vom Techno kennt. Zum Teil sind es schlicht Popsongs. Aber es ist wichtig, dass wir den dominierenden Schlagerstil in solchen Sendungen unterscheiden von den traditionelleren Stilen wie dem Ländler oder der Chormusik. Was auch kaum vorkommt sind Liedermacher, also Folkmusik, bei der auch kritische Töne erlaubt sind. Der volkstümliche Schlager neigt nicht gerade zu Gesellschaftskritik. Wie wichtig ist es, dass deutsch gesungen wird? Wichtig. Dadurch gibt es keinerlei Sprachbarrieren, unabhängig vom Bildungsstand. Ebenfalls wichtig: Wer sich den «Musikantenstadl» ansieht, weiss, was ihn erwartet: Er muss nichts befürchten, das zu schräg ist oder irritieren könnte. Für die Zuschauer im Saal kommt das Gemeinschaftserlebnis hinzu. Da kann jeder mitschunkeln und sich zugehörig fühlen. Mit Dagobert, Beatrice Egli oder Helene Fischer gibt es ein paar echte neue Schlagerstars, und die CD Verkäufe brechen in fast allen Sparten ein, nur beim Schlager nicht. Das liegt aber auch daran, dass dieses Publikum eine weniger hohe Affinität zu elektronischen Medien hat und deshalb eher noch CDs kauft als itunes-files runterlädt. Wer hört gern Schlager? Viele ältere Semester haben ihn schon immer gemocht, einige Jüngere sind im Elternhaus damit aufgewachsen und entdecken ihn nun wieder neu. Viele Junge aus der äusseren Agglomeration müssen es erst einmal bewältigen, dass ihre Eltern dorthin gezogen sind, vermissen dort Wurzeln und sind auf der Suche nach einer Identität. Die probieren verschiedene Stilrichtungen aus, gehen mal an eine Tranceparty und mal in Lederhosen zum Schlagerkonzert. Es gibt auch ironische Zugänge: Man schaut mit Freunden den «Musikantenstadl», um sich darüber lustig zu machen. Steckt dahinter auch eine Art Sehnsucht nach einer heilen Welt, wie sie in den Texten oft zelebriert wird? Oder gar eine politische Ideologie? Viele Anhänger dieser Musik würden sich wohl eher dem rechtskonservativen oder patriotischen Lager zuordnen. Der Schlager ist musikalisch und textlich aber auch extrem anspruchslos und kann so die anspruchsvollen Herausforderungen im Berufs- und Privatleben ausgleichen. Er bietet Entlastung und Erholung. In den letzten Jahrzehnten wurde ständig gefordert, man solle sich selbst verwirklichen, kreativ und innovativ sein das musste irgendwann zu einer Gegenreaktion führen. Es kann nicht jeder ein innovativer Star sein. Der volkstümliche Schlager verspricht zudem eine Rückzugsmöglichkeit ins vermeintlich Lokale, als Reaktion auf die starke Internationalisierung und Globalisierung der letzten Zeit. Ernest Albert In anderen Bereichen gibtes ähnliche Entwicklungen: Magazine über Landliebe verkaufen sich besser als andere. Es gibt immer mehr Hobbygärtner. Das Schwingfest erfreut sich grosser Beliebtheit. Die Jugend wünscht sich nichts so sehr wie Familie und Häuschen. Das hängt doch alles zusammen, oder? Das denke ich auch. Und es hat gesellschaftliche Folgen: Die Landliebe verstanden als Sehnsucht nach dem Häuschen führt ja gerade dazu, dass das Land zersiedelt wird. Die Masseneinwanderungs-Initiative war darin erfolgreich, etwas Ähnliches zum Problem zu erklären, nämlich den zuwanderungsbedingten sogenannten Dichtestress. Am Oktoberfest, das mittlerweile überall kopiert wird, lassen sich Gemeinschaft und Geselligkeit auf engem Raum offenbar geniessen. Vielleicht sollte man sich daran erinnern, was diese Kultur der Bierseligkeit in den 20er-Jahren mitzuverantworten hatte: Sie war damals in München ein fruchtbarer Boden für die Nazibewegung.Etwas vergleichbar Aggressives lässt sich heute allerdings nicht feststellen, und so muss es auch bleiben. Aus all diesen Dingen könnte man schliessen, dass die Gesellschaft wieder traditioneller, heimatverbundener, weniger weltoffen wird. Oder kurz: bünzliger. Diese These ist in der Tendenz wohl richtig und lässt sich sogar statistisch stützen.das internationale Forschungsprogramm European Social Survey führt alle zwei Jahre eine Wertebefragung in den europäischen Ländern durch auch in der Schweiz. Dabei hat sich gezeigt, dass sich zwischen 2002 und 2010 einige Werte klar verändert haben: Sich korrekt und konform zu verhalten und dafür belohnt zu werden, ist wichtiger geworden. Das Gleiche gilt für Traditionen und Bräuche sowie den Wunsch, in einer sicheren Umgebung zu leben. Weniger wichtig geworden sind Kreativität, neue Ideen sowie das Verständnis für verschiedene Menschen.In anderen Ländern Westeuropas fallen eher Trends hin zum Postmaterialismus und Altruismus auf. Sollte uns diese gegenläufige Entwicklung in der Schweiz Sorgen machen? Man kann Gesellschaften als sich selbst regelnde Systeme auffassen. Wenn der Trend lange genug in eine Richtung gegangen ist,entwickelt sich fast automatisch ein Gegentrend. Wir sollten aber immer wachsam bleiben und beobachten, wie stark so ein Trend wird und wie lange er andauert. Es ist ein Unterschied, ob ein Trend die Demokratie gefährdet oder Bürger gegen eine bestimmte Gruppe aggressiv macht, oder ob man einfach feststellen muss: Aha, die finden dasselbe toll, was schon mein Grossvater gemocht hat. Ich sehe den aktuellen Trend als eine gewisse Korrektur vorheriger gesellschaftlicher Tendenzen, die, wenn sie zu weit gehen sollte, ihrerseits korrigiert werden dürfte. Allerdings funktionieren solche Regelprozesse nur, wenn sich manche von uns in der Tat Sorgen machen. Interview: Ralf Kaminski Ernest Albert (46) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am soziologischen Institut der Universität Zürich.

4 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 17 «Die Stimmung ist super. Volksmusik macht einfach gute Laune.» Tania Heldner Noch schnell ein Selfie: Tania Heldner aus Basel schnappt sich Ex-Miss-Schweiz Linda Fäh, die jetzt Schlager singt. französischsprachigen Jurassier haben nicht gewusst, dass die Ex-Miss auch singt, und sie haben auch nicht alles verstanden, was auf der Bühne gesprochen und gesungen wird. Aber egal: Heute lassen sie es krachen. Sie haben die Tickets bereits vor sechs Monaten gekauft, als Geburtstagsgeschenk für Kylian, der irgendwann beiläufig erwähnt hatte, dass der «Stadl» doch mal einen Ausflug wert wäre: «Wie es in der Disco läuft, wissen wir ja bereits. Das hier ist mal was anderes.» Als nächster Gast tritt der deutsche Sänger und Trompeter Stefan Mross (38) auf die Bühne.Er gibt in engen Jeans und einem schnittigen Jackett ein Solo zum Besten, die Backen gebläht, obwohl bekanntlich alles Playback ist. Alsbald greift der Star zum Mikrofon,stürzt sich von der Bühne ins Publikum, springt auf die Tische und heizt die Stimmung mit einem Medley seiner bekanntesten Songs an. Anschliessend unterhalten sich Borg und Mross über das «Maibaum-Kraxeln», einen bayrischen Brauch, bei dem junge Burschen ihre körperliche Tüchtigkeit beweisen, indem sie auf einen geschmückten Baum klettern. Diese Tradition soll ein Hit sein. Um dies zu verdeutlichen, greifen die beiden Schlagersänger im Duett auf Freddie Mercury zurück. Aus «We Will Rock You» wird «Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht und sich alles um die Madeln dreht, wenn sie ihre feschen Dirndl zeign und mir Burschen uns die Augen reibn». Im Dirndl unterwegs ist an diesem Abend auch Carmela Wiederkehr (31) aus Otelfingen ZH: «Ich trage das Kleid heute zum ersten Mal. Nach dem letzten Oktoberfest fand ich, ein Dirndl muss frau einfach haben.» Mit dem «Stadl» habe sich endlich eine Gelegenheit ergeben, das Kleid auszuführen. Ihre Schwägerin Tina Wiederkehr (33) aus Waltenschwil AG trägt ebenfalls einen Rock mit Schürze. Sie hat das Kleid ausgeliehen, will sich demnächst aber auch Anzeige zoo}-zoo} Von wegen alle Japaner sind klein. Überwinde Konventionen: Mit dem Mazda5 «Voilà ma Suisse Edition+» Der geräumige Mazda5 mit Schiebetüren bietet Platz für die ganzefamilie undmit seinerstarken Leistungfühltersichin derganzenschweiz zuhause.entdeckeden flexiblenmini-van mit seiner attraktiven Sonderausstattung auf einer Streetview-Fahrt und zeige der Welt deine Schweiz. Jetzt teilnehmenunter MAZDA. LEIDENSCHAFTLICH ANDERS. SONDERAUSSTATTUNG Motoren: 2.0/150 PS,2.0 AT /144 PS Neue Farben:Deep Crystal Blue und Titanium Flash 17 -Leichtmetallfelgen in Bright Silver AussenspiegelinSilber in Navigationssystem mit 6.1 -Touchscreen Rückfahrkamera und Einparkhilfemit Parksensoren hinten Scheibenwischer mit Regensensor, u. v. m. ab CHF Oder ab CHF ab CHF 269. /Mt. Mazda5 «VMS Edition+»: Nettopreis CHF29380.,1.grosse Leasingrate26,15% vom Fahrzeugpreis,Laufzeit36Mt.,Laufleistung km/jahr,effektiverjahreszins 2,9%, CHF 269. /Mt.Leasing-Angebotgültigfür Verkaufsverträge bis EinAngebotvon ALPHERAFinancialServices,BMW Finanzdienstleistungen(Schweiz) AG.AllePreise inkl.8%mwst. Zusätzliche Vollkaskoversicherung obligatorisch.einekreditvergabe istverboten,falls siezur Überschuldungführt. Energieeffizienz-Kategorie E G,Verbrauchgemischt6,9 8,3 l/100km, CO 2 -Emissionen g/km.durchschnittaller in derschweiz verkauftenneuwagen148 gco 2 /km.abgebildetes Modell (inkl. zusätzlicherausstattungen):mazda5 «VMS Edition+» 2.0DISI(150PS) CHF

5 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 18 IN ZAHLEN 500 Millionen Euro soll die Schunkelmusik im deutschsprachigen Raum gemäss Schätzungen einbringen. 33 Jahre ist der «Musikantenstadl» bereits im Programm. Das Format erreicht im Schnitt 4 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 15 Prozent. 160 Mitarbeiter sorgen vor und hinter der Kulisse für einen reibungslosen Ablauf. 12 Kameras sind mindestens im Einsatz, darunter zwei Funkkameras und eine Krankamera, die über die Zuschauerreihen rast. 5 Ausgaben des Klassikers werden jährlich aus verschiedenen Städten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ausgestrahlt. Schlager verbindet: Kathrin Döring und Manuela Baumann aus Olten haben viel Spass mit ihren neuen jurassischen Freunden Guillaume Cuenin,Léandre Chèvre,Dylan Choulat (stehend,von links) und Quentin Vallat.

6 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 19 «Michelle ist super. Nur Helene Fischer wäre noch besser.» Stephan Waeber Mitsingen, mitschunkeln, mitfeiern: Stephan Waeber (links) und Thomas Wicky aus Fribourg hören normalerweise Hip-Hop, können sich aber auch für Schlager begeistern vor allem wenn ervon hübschen Blondinen gesungen wird. eine bayrische Tracht kaufen. Ihrem Zivilstand entsprechend hat sie ihre Bauchschleife rechts gebunden. Für Insider ein Zeichen, dass sie vergeben ist. In einer anderen Ecke der Halle bandelt Andy Borg derweil mit dem Publikum an und setzt sich an den Tisch von Kathrin Döring (27) und Manuela Baumann (27) aus Olten SO. Die beiden Angestellten einer Schönheitsklinik haben ihren Chef, einen bekennenden Schlagerfan, zum «Stadl» eingeladen und sind erst mal baff, dass sich der Moderator plötzlich zu ihnen setzt. Eine bunte Welt mit Sexbomben, Stofftieren und Selfies Auf der Bühne geht die Show derweil mit der deutschen Sängerin Tanja Hewer alias Michelle (42) weiter, die im knappen Glitzerkleid ihre zahlreichen Tattoos zeigt. Stephan Waeber (27) und seine Kollegen stehen auf der Festbank, heben die Hände und schaukeln im Rhythmus des Lieds. «Michelle ist super. Nur Helene wäre noch besser.» Der Fribouger meint damit Helene Fischer, die Sexbombe unter den Schlagerköniginnen und derzeit der absolute Superstar der Szene. Das Motiv des Abends: Schlagerstars fürs Familienalbum oder für Facebook. Davon ist Linda Fäh noch weit entfernt. Sie nimmt die Chance für einen weiteren Auftritt wahr und hat sich von der Regie für den Maibaum-Kraxel-Wettbewerb einspannen lassen.stefan Mross klettert mit Hilfe von vorgefertigten Sprossen auf den Baum, Andy Borg lässt sich mit dem Seil hochziehen,und Linda Fäh schlägt die Glocke im Baumwipfel mit einem langen Stock. Hossa! Noch ein paar Mal pflügen sich Andy Borg und andere Stars durchs Publikum. Zuschauer winken mit Stofftieren in die Kamera. Und dann ist die Show auch schon vorbei. Die Baslerin Tania Heldner steht für ein Selfie mit Linda Fäh an. Kathrin Döring und Manuela Baumann wollen ein Autogramm von Andy Borg, der aber bereits verschwunden ist. Die beiden jungen Frauen trösten sich mit den Jurassiern,die immer noch in bester Partylaune sind. Die Praxisassistentinnen aus Olten und die Studenten aus Pruntrut sprechen zwar nicht die gleiche Sprache. Aber egal: Schlager verbindet. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Mischa Imbach SEHEN SIE ONLINE «Ich war dabei!» Besucher des «Musikantenstadls» sagen im Video, warum sie die Kultsendung besuchen.

7 MENSCHEN PORTRÄT NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN Für einen seiner historischen Romane quetschte sich Claude Cueni in eine römische Rüstung und lief durch den Wald, um zu sehen, wie sich das anfühlt.

8 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN PORTRÄT 21 Bis zur letzten Zeile Was tun, wenn man nicht mehr lange zu leben hat? Für den Basler Drehbuchautor und Schriftsteller Claude Cueni keine Frage: weiter schreiben. Soeben ist sein neuer Roman «Script Avenue» erschienen, basierend auf seiner eigenen,wilden Lebensgeschichte. Seit 2010 hat Claude Cueni über Pillen geschluckt. Derzeit sind es täglich 14. «Morgens um fünf die erste, abends um acht die letzte.» Schlafen kann der 58-Jährige nie länger als vier Stunden, dann reissen ihn Nervenschmerzen oder Krämpfe aus dem Schlaf. «Ich stehe auf, gehe in der Wohnung auf und ab, setze mich an meinen Computer und schreibe. Bis der Krampf in den Fingern beginnt und ich aufhören muss.» Cueni war 53, als sein Arzt 2009 eine akute Leukämie diagnostizierte er musste umgehend für sechs Monate in eine Isolationsstation. Die einzige Chance zu überleben, war eine Knochenmarktransplantation. Nun ist die Leukämie nicht mehr nachweisbar, dafür hat er chronische GvHR (Graft-versus-Host-Reaktion),eine immunologische Krankheit, bei der die transplantierten neuen Zellen den Organismus des Empfängers angreifen. Nur wenige GvHR-Patienten entwickeln diese chronische Variante, Cueni ist einer von ihnen. Daher die Schmerzen und die Pillen, die unter anderem seine Immunabwehr unterdrücken, was ihn extrem anfällig für Viren, Bakterien und Keime macht: Wer ihn zu Hause besucht,wird gebeten, seine Hände zu desinfizieren. Und Cuenis Lungenkapazität ist nur noch bei 40 Prozent.«Wenn sie dann bei 10 Prozent ist, ist es vorbei», sagt er, klingt dabei aber weder resigniert noch sonderlich besorgt. Im Gegenteil. «Ich führe ein glückliches Leben.» Der Autor geniesst das, was er immer noch kann: essen, trinken, das Leben mit seiner zweiten Frau, die enge Beziehung zu seinem Sohn, lesen, Filme schauen auf seinem gewaltigen Flachbildfernseher im Wohnzimmer und schreiben. Er ist sehr gespannt auf die Reaktionen zu seinem neuen Buch «Script Avenue». «Es ist mein wichtigstes und bestes Werk», sagt der Autor zahlreicher historischer Romane und Krimiserien-Episoden, darunter der Bestseller «Das Grosse Spiel» und mehrere Folgen von «Peter Strohm» und «Eurocops». Der neue Roman ist durchaus auch historisch, aber Cueni blickt dabei nicht ganz so weit zurück wie üblich, sondern erzählt seine eigene Lebensgeschichte. Mit viel Sinn für Selbstironie und Skurrilitäten berichtet Cueni von seiner Jugend bei zutiefst religiösen Eltern in «Ich führe ein glückliches Leben.» einem kleinen jurassischen Dorf. Dort kommt es schon mal vor, dass die Mutter ihn und andere mit Weihwasser bespritzt, in der Hoffnung, so das Böse austreiben zu können. Als Rettung erscheint zuerst die Rückkehr des patenten und grosszügigen Onkels Arthur, der in der weitverzweigten Sippe als schwarzes Schaf gilt. Später stellt sich heraus, wieso: Der so cool erscheinende Onkel hat nicht nur in der französischen Fremdenlegion gekämpft und während des Algerienkriegs an Gräueln teilgenommen, sondern vergewaltigt auch systematisch zwei männliche Jugendliche der Familie. Einer von ihnen nimmt sich später das Leben. War das wirklich alles so? «Mein Sohn ist Jurist und hat mich belehrt, dass ich bei dieser Frage vorsichtig sein muss sonst könnte ich Ärger bekommen.» Er bestätigt jedoch, dass seine Mutter extrem religiös war, und die Geschichte von Onkel Arthur auf Tatsachen beruht. Letzterer lebe seines Wissens auch immer noch, allerdings habe er seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr. Weitere Details zu seiner Jugend kommentiert er nicht. Der Rest des Romans entspricht jedoch ziemlich seinem eigenen Leben: seine grosse Liebe, die er heiratet, der Sohn, der als Spastiker geboren wird und spezielles Training braucht, um im Leben Fuss zu fassen, die beruflichen Erfolge mit Romanen, Drehbüchern und einer Game-Software-Firma,das lange, schreckliche Sterben seiner geliebten Frau an Darmkrebs (2008), der Aufenthalt in Hongkong mit seinem Sohn, bei dem er seinen Verlust verarbeitet, neuen Lebensmut fasst und seine künftige Frau kennenlernt und schliesslich 2009 die eigene Krebsdiagnose, die alles verändert und aus einem erfolgreichen Autor einen Todgeweihten macht. Einige Passagen wollte Cuenis Agent streichen Die Lektüre ist eine emotionale Achterbahnfahrt, als Leser schwankt man ständig zwischen Amüsement, Unglaube, Betroffenheit und wird dabei begleitet von einem augenzwinkernden Autor, der immer mal einfliessen lässt, dass sein Agent ihm empfohlen habe, diese Passage ganz zu streichen, oder sein Sohn finde, er solle jetzt endlich zur Sache kommen. Zu den bewegendsten Stellen im Buch gehört die Beschreibung, wie Cueni dafür kämpft, seinem Sohn Clovis (im Buch Tim) ein «normales» Leben zu

9 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN PORTRÄT 23 Illustre Tafelrunde: Für seine historischen Romane liess Cueni diverse Kostüme anfertigen. ermöglichen. Er gilt wegen seiner Zerebralparese beim Rektor der Primarschule als nicht schulfähig, was Cueni aber nicht akzeptiert. Während täglich fünf Stunden üben er und seine Frau mit ihrem Sohn das Programm eines amerikanischen Neurologen jahrelang. Plötzlich fängt Clovis an, sich für Geschichte und die historischen Bücher seines Vaters zu interessieren, was die beiden eng zusammenschweisst. Heute ist Clovis (32) Jurist und erster Lektor seines Vaters. «Wir telefonieren mehrmals täglich.» Für Cueni ist er eine ebenso grosse Stütze wie seine philippinische Frau Dina (34), die nun seit vier Jahren in der Schweiz ist, schnell Deutsch gelernt hat und in einer Werbeagentur arbeitet. «Wie alle Filipinos lebt sie sehr stark im Hier und Jetzt.Sie sorgt sich nicht um die Zukunft und hängt nicht der Vergangenheit nach. In meiner aktuellen Situation hilft das sehr.» Cueni lebt bereits viel länger, als die Ärzte erwartet haben Auch Claude Cueni bemüht sich, auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. «Niemand wagt, eine Prognose abzugeben, wie viel Zeit mir noch bleibt», erklärt der Autor, der bereits viel länger lebt, als die Ärzte nach der Krebsdiagnose 2009 erwartet haben. Sicherheitshalber ist er Mitglied bei einer Sterbehilfeorganisa tion eines Tages wird er deren Hilfe in Anspruch nehmen. Vorerst jedoch schreibt er unverdrossen weiter. Zwei historische Romane sind so gut wie fertig,einer wird voraussichtlich im Frühling 2015 erscheinen, beim anderen ist er noch am letzten Schliff. Drehbücher schreibt er seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr. «Damals «Ich würde gern im Oktober noch an die Frankfurter Buchmesse.» ist bei den Fernsehsendern der Jugendkult ausgebrochen. Und ich will mir nicht von einem 25 jährigen Dramaturgen ohne Lebenserfahrung reinreden lassen,wie jemand zum Beispiel auf eine Krebserkrankung reagiert.» Bei seinen Romanen ist ihm wichtig, dass sie realitätsgetreu sind. In seiner Wohnung stehen deshalb mehrere Schaufensterpuppen in historischen Kostümen, die Cueni hat schneidern und anfertigen lassen, darunter eine prächtige Rüstung aus der römischen Kaiserzeit.«Die sind alle für mich massgefertigt. Mit der Römerrüstung bin ich im Sommer 1989 bei Regen durch den Wald gelaufen,um zu sehen,wie sich das anfühlt und wie das Material reagiert. Damit ich es im Roman Cäsars Druide realistisch beschreiben konnte.» Heute passt er nicht mehr in die Rüstung rein, weil sein Körper durch die Medikamente aufgedunsen ist und durch den Wald rennen kann er schon gar nicht mehr. Zwar bewegt er sich noch gut durch seine Wohnung in Allschwil BL, ermüdet aber schnell und hat alle paar Stunden wieder Spasmen und Nervenschmerzen. Trotz all dem hat Cueni noch einiges vor. «Ich freue mich auf die Fussball WM. Und wenn es geht, würde ich gern im Oktober mit meinem Buch an die Frankfurter Buchmesse.» Ausserdem wünscht er sich, irgendwann noch die Heimat seiner Frau zu besuchen und ihr ein paar Städte mehr in Europa zu zeigen. «Allerdings sind das keine Pläne, das sind Träume», sagt er und lächelt. Text: Ralf Kaminski Bilder: Basile Bornand Claude Cueni: «Script Avenue», Wörterseh Verlag 2014; erhältlich bei Ex Libris für Fr

10 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN AUF EIN WORT 25 FRAU DER WOCHE Die Frau dahinter Cannes macht sich für das Filmfestival bereit. Bilder: AFP, Keystone (2), EQ Images STARKE SCHWEIZER PRÄSENZ AM FILMFESTIVAL IN CANNES «Die Nomination ist eine riesige Auszeichnung» Erstmals seit elf Jahren ist die Schweiz wieder im internationalen Wettbewerb am Filmfestival von Cannes vertreten. Swiss Films Direktorin Catherine Ann Berger schwärmt. Catherine Ann Berger, am 14. Mai startet Cannes mit zwei Koproduktionen mit Schweizer Beteiligung im internationalen Wettbewerb. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? CAB Productions und Amka Films, die an den Koproduktionen beteiligt sind, arbeiten schon lange auf hohem Niveau. Ihre Professionalität, Glaubwürdigkeit und Kontinuität machen die beiden Schweizer Firmen für internationale Produzenten interessant. Die Nomination ist eine riesige Auszeichnung, schaut sich doch die Kommission im Vorfeld über 2000 Filme an. Was bedeutet die starke Präsenz mit insgesamt fünf Filmen mit Schweizer Bezug für die hiesige Filmbranche? Sie zeigt, dass wir eine ambitionierte und innovative Generation von Filmemachern haben, von denen in den nächsten Jahren noch viel zu erwarten ist. Ich denke an Ursula Meier, Jean Stéphane Bron von «L Expérience Blocher», Lionel Baier und Frédéric Mermoud. Dazu kommen junge Filmschaffende wie Jenna Hasse, die Doppelstaatsbürger sind und in der Schweiz Film studieren. Eine Bereicherung für die hiesige Filmbranche! Catherine Ann Berger (49) ist seit 2013 Direktorin von Swiss Films. Was bringt eine Nomination einem einzelnen Film? Ein Logo eines renommierten Festivals auf einem Filmplakat ist eine Qualitätsprämie. Das kulturinteressierte Publikum wird neugierig und sagt sich: Diesen Film muss ich mir ansehen. Cannes ist ein Magnet fürs Publikum und die Filmbranche. Wobei die Zahl der Kinogänger 2013 abgenommen hat. Immer mehr Konsumenten sehen sich Filme auch zu Hause an.das ist für die Kinos hart, aber eine Realität. Filme werden vermehrt über itunes oder Youtube angeschaut. Wenn nun Freunde gemeinsam via Beamer einen Film anschauen, darf man das nicht verteufeln. In einem Kinosaal taucht man allerdings ganz anders in einem Film ab. Und der Anteil an Schweizer Kinofilmen hat übrigens zugenommen. Vom Ja zur Masseneinwanderungs Initiative ist das Abkommen Media betroffen, das die Teilnahme der Schweiz am Filmförderungsprogramm dereu regelt. Droht der Schweizer Film in derversenkung zu verschwinden? Nein. Aber wir müssen uns anstrengen. Es gibt eine Rechtsunsicherheit. Wir haben wichtige Beziehungen aufgebaut. Es wäre schade, diese zu verlieren. Wie gross ist diese Gefahr? Ein Beispiel: Europäische Filmfestivals, die von Förderungen aus Europa profitieren, verpflichten sich, mindestens 70 Prozent europäische Filme zu zeigen. Schweizer Filme gelten jetzt nicht mehr als europäische Filme. Bei der Auswahl müssen sie sich nun gegen Produktionen aus den USA und Asien durchsetzen. Die Konkurrenz ist somit härter geworden. Wie soll es nun weitergehen? Die Sektion Film des Bundesamts für Kultur und der Bundesrat arbeiten hart an Lösungen. Eine erste Hürde ist sicher der Parlamentsentscheid Mitte Juni 2014 über die künftige Beziehung zwischen der Schweiz und der EU. Oder die Branche kooperiert mit aussereuropäischen Ländern? Das wäre theoretisch möglich. Bei Koproduktionen wird aber das Geld dort ausgegeben, wo es gesprochen wurde. In einem schweizerischkoreanischen Film müsste also vermutlich koreanisch geredet werden. Da ist uns Europa räumlich und kulturell doch sehr viel näher. Interview: Reto E.Wild Die ganze Welt spricht und twittert darüber, dass der Schweizer Tennisstar Roger Federer (32) erneut Vater geworden ist. Nur: Die grosse Arbeit leistet Miroslava «Mirka» Federer-Vavrinec (36). Seit Jahren begleitet die frühere Tennisspielerin ihren Mann an die Turniere, fiebert mit. Künftig wird sie wohl mit mehr als einer Nanny an die Spiele reisen müssen: Die Zwillingstöchter Myla und Charlene (5) und die Zwillingssöhne Leo und Lenny werden die Eltern auf Trab halten. MANN DER WOCHE Der Mann dahinter Endlich zeigt sich die Schweizer Diplomatie wieder mal von ihrer aktiven Seite: Aussenminister Didier Burkhalter (54) setzte sich als OSZE-Vorsitzender zu einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen, worauf dieser inaussicht stellte, seine Truppen an der ukrainischen Grenze abzuziehen und das Referendum über eine Abspaltung der Ostukraine zu verschieben. Focus Online titelte: «Das ist der Mann, der Putin zähmte.»

11 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 26 Ihr Haus ist eine einzige grosse Lernwerkstatt: Doris und Bruno Gantenbein mit ihren Kindern Sara, Olivia und Nalin (von links).

12 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 27 Für das Leben lernen statt für die Schule Die drei Kinder von Bruno und Doris Gantenbein aus Herisau gehen nicht zur Schule. Und doch lernen Sara, Olivia und Nalin alles, was es braucht freiwillig und wann immer sie Lust dazu haben. Das Konzept heisst Unschooling. Olivia (10) übt Reggae am Elektropiano, Sara (13) schreibt einen englischen Brief an eine Freundin in Australien, und Nalin (8) gerade noch vertieft in seinen Malblock am Schreibtisch stürmt plötzlich in den Wintergarten,um via Hängematte einen hohen Schrank zu erklettern. «Nalin, das ist jetzt aber ein bisschen gefährlich», mahnt Bruno Gantenbein (54) seinen Sohn. Der jedoch lässt sich nicht beirren, sitzt wenig später auf dem Schrank und schaut grinsend hinunter. Das Haus der Familie Gantenbein in Herisau AR ist ein einziger grosser pädagogischer Abenteuerspielplatz. Mitten im Wohnzimmer wuchert eine aus Holz gebastelte Burganlage in den Raum. Im Wintergarten ist ein grosser Bauernhof aufgebaut, wo Pferde und Kühe schön aufgeräumt in ihren Koppeln stehen. In der grossen offenen Küche hat es drei kleine Schreibtische. Kletterseile verbinden Räume mit Galerien im oberen Stock, an den Wänden hängen Landkarten und Buchstabengrafiken. Und überall entdeckt man Selbstgebasteltes, Gemaltes und Bücher, Bücher, Bücher. Mal nutzen die Kinder die Angebote, mal nicht «Wichtig ist es, den Kindern eine inspirierende Umgebung zur Verfügung zu stellen», erklärt Bruno Gantenbein. «Ob sie diese dann nutzen oder nicht, bleibt ihnen überlassen.» Seine Frau Doris (41) fügt an: «Und man muss es aushalten können, wenn es manchmal etwas dauert. Sara zum Beispiel hat sich schon sehr früh für die einzelnen Buchstaben interessiert, aber kein bisschen für Wörter oder Bücher. Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis sie sich an Wörter machte, und noch mal eins, bis sie ein Buch in die Hand nahm. Kurz darauf verschlang sie dafür bereits mehrere Bücher pro Woche.» Kinder ziehe es zu bestimmten Tätigkeiten hin, wenn sie innerlich dazu bereit seien, und nicht, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht hätten, erklärt sie. Die Gantenbeins haben Vertrauen in ihre Kinder, dass das Interesse dann schon kommt und bis jetzt wurden sie nicht enttäuscht. Keines der drei Kinder hat je einen Tag in einer regulären Schule verbracht. Und doch können sie nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sie beherrschen auch mehrere Fremdsprachen deutlich besser als gleichaltrige Schulkinder. Sie können backen, klettern, reiten, tanzen und eiskunstlaufen. Und sie wissen dank einem Hof in der Nachbarschaft, wie ein Bauernbetrieb funktioniert. Das alles haben sie gelernt, weil es sie ehrlich interessiert, aus eigener Neu und Wissbegierde. Die Gantenbeins nennen ihr Modell Unschooling und erklären es auf ihrer Website so: «Es ist ein vom Kind geleitetes Lernen im normalen Wohn und Lebensumfeld der Kinder, zusammen mit ihren Eltern oder nächsten Bezugspersonen und ohne jeglichen Versuch, die traditionelle Schule und ihre Lehrpläne nachzuahmen. Es gibt daher weder einen geplanten Unterricht noch bestimmte Zeiten am Tag, für die schulähnliche Aktivitäten vorgeschrieben sind. Themen werden behandelt, wenn das Interesse des Kindes es verlangt. Die Eltern sind weniger Lehrer als vielmehr Unterstützer und Begleiter der Lebensund Lernprozesse.» In der Schweiz waren sie ihres Wissens die Ersten, die mit Unschooling begonnen haben. Zuerst galt es, bei den Bildungsbehörden des Kantons Appenzell Ausserrhoden einige Überzeugungsarbeit zu leisten. «Sie waren aber von Anfang an sehr offen und fanden unser Homeschooling in der Schweiz ohne Lehrerpatent erlaubt nur mit Lehrerpatent erlaubt nur mit Patent für entsprechende Schulstufe erlaubt nur in Einzelfällen erlaubt nicht erlaubt unbekannt Konzept interessant», sagt Doris Gantenbein. Die Familie erhielt eine Bewilligung, zuerst für ein Jahr, später für zwei Jahre. Sie muss jährlich einen Rechenschaftsbericht ablegen und bekommt ein Mal pro Jahr Besuch von einer Vertreterin des Bildungsdepartements. Drei Mal jährlich treten die Kinder zu einer Prüfung an, bei der getestet wird, ob sie das ihrem Alter entsprechende Schulniveau erfüllen (siehe Interview Seite 30). Die kleinen Gantenbeins bestehen die Prüfungen jeweils mit Bestnoten. «Am Anfang fand ich diese Tests schon sehr mühsam», sagt Sara, «aber inzwischen sehe ich sie als interessante Herausforderung.Ich lerne dabei ja auch was.» Die Eltern stellten staunend fest, dass die sehr verschulten Prüfungen für ihre Kinder kein grosses Problem waren. «Klar, sie müssen sich vorbereiten, aber inzwischen tun sie das von sich aus», erklärt Bruno Gantenbein. Nur Nalin, der Achtjährige, findet die Tests «blöd». Die Westschweiz ist offener für alternative Schulformen Nicht überall ist man so liberal. Im benachbarten Kanton St. Gallen fänden die Behörden immer einen Grund, warum sie den Unterricht zu Hause nicht erlauben, sagen die Gantenbeins. Generell ist man im westlichen Teil der Schweiz offener für alternative Schulformen als im östlichen (siehe Karte oben). In Deutschland ist häuslicher Unterricht sogar ganz verboten. Wobei die meisten Eltern kein Unschooling, sondern Homeschooling betreiben. Dabei lernen die Kinder mehr oderweniger den regulären Schulstoff, einfach bei den Eltern statt in der Schule. Entwickelt hat sich das Homeschooling in den USA und ist dort besonders bei evangelikalen

13 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 28 Olivia übt am Elektropiano im Wohnzimmer. Doris Gantenbein begleitet und unterstützt ihre Kinder beim Lernen. Die ganze Familie am Mittagstisch. Die Gantenbeins essen daheim ausschliesslich vegan.

14 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 29 Die Hängematte ist bei allen drei Kindern gleichermassen beliebt. Nalin nutzt sie als Kletterhilfe. Schreiben in der Fremdsprache: Sara pflegt Brieffreundschaften. Christen recht verbreitet. Sie wollen vermeiden, dass ihre Kinder weltlichen Einflüssen ausgesetzt sind. Auch die Schweizer Homeschoolingszene sei religiös dominiert, sagt Bruno Gantenbein. «Wir haben zwar gute Kontakte zu diesen Organisationen, Unschooling unterscheidet sich in der Philosophie jedoch grundlegend. Und in den letzten Jahren haben mehr und mehr Familien mit Unschooling angefangen.» Er schätzt die Zahl heute auf etwa 50. International seien es natürlich viel mehr. «Aber global gesehen, gibt es deutlich mehr Homeschooling als Unschooling.» Die Gantenbeins haben keine religiösen Motive. Als sie sich 1999 kennenlernten, war sie Primarlehrerin,er Organisationsberater im IT Bereich was er auch heute noch ist. Beide vertreten einen sehrfreiheitlichenundganzheitlichen Ansatz des Lebens. «In unseren Gesellschaften wird viel zu viel von «Ein Unschooler hört auf seine inneren Impulse.» Bruno Gantenbein Schlagfertig: Drummer Nalin traktiert Plastikeimer. Im Malatelier im Keller können sich die Kinder kreativ austoben. aussen bestimmt», sagt Bruno Gantenbein. Er selbst sei mit etwa 20 Jahren zum Unschooler geworden zu jemandem, «der sich selbst gestaltet, der auf seine inneren Impulse hört und ihnen nachgeht». Genau das fördern sie nun bei ihren Kindern. «Wir machen nicht Unschooling, wir sind Unschooling. Und das schliesst weit mehr ein, als nur die Kinder nicht zur Schule zu schicken. Es ist eine Lebenshaltung», sagt Doris Gantenbein. Ihr Freiheitsbegriff schliesst auch ein, dass für ihr Wohlbefinden keine Tiere leiden sollen, weshalb sie sich zu Hause ausschliesslich vegan ernähren, auswärts zumindest vegetarisch. «Wir haben uns zu Beginn viele alternative Schulen angesehen, aber so richtig überzeugt hat uns keine», sagt Bruno Gantenbein. So entwickelten sie schliesslich ihr eigenes Konzept. Sie haben aber nicht grundsätzlich etwas gegen Schule oder Lehrer. «Für viele Kinder kann es ein Segen sein, wenn sie von zu Hause wegkommen», sagt Doris Gantenbein. «Unschooling ist für uns ein Weg, um die Einzigartigkeit und die Integrität des Kindes zu wahren. So werden sie zu selbstsicheren und lebendigen Menschen und können

15 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 30 «Die Kinder sind auf guten Wegen» Alexandra Schubert betreut im Bildungsdepartement des Kantons Appenzell Ausserrhoden derzeit 19 Familien, die ihre Kinder zu Hause unterrichten darunter auch die Unschooler-Familie Gantenbein aus Herisau. Alexandra Schubert,wie erleben Sie die Gantenbeins, wenn Sie sie besuchen? Am Anfang bin ich zwei Mal pro Jahr hingegangen. In letzter Zeit nur noch ein Mal, weil ich die Familie inzwischen kenne und weiss, dass der häusliche Unterricht unseren Qualitätsansprüchen entspricht. Bildung hat für die Eltern grosse Bedeutung, sie setzen sich sehr differenziert mit pädagogischen Fragen und Entwicklungspsychologie auseinander. Die Beziehung zu den Kindern ist geprägt von Achtsamkeit und Empathie, ohne dass sie überbehütet werden. Beurteilen Sie den Lernfortschritt und das Bildungsniveau derkinderauch so positiv? Ich darf diesbezüglich nicht über einzelne Familien sprechen. Grundsätzlich aber sind Kinder, die so gefördert werden, auf guten Wegen. Sie verfügen vielleicht nicht zum gleichen Zeitpunkt über das gleiche Wissen wie die anderen Kinder, die regulär die Volksschule besuchen.wenn man das jedoch über die Gesamtdauer der obligatorischen Schulzeit anschaut, dürfte ihr Bildungsniveau etwa vergleichbar sein. Entscheidend für den Erfolg der Schulung sind allerdings die Eltern, ihre Orientierung an Bildung sowie ihr Grad an Reflexion. Wenn also eins der Kinder an die Universität will, sollte es kein Problem sein, die Matura noch abzulegen? Davon gehe ich aus. Die grössere Herausforderung wäre wohl der Systemwechsel vom primär selbstbestimmten zum stark von aussen gesteuerten Lernen. Diesen Wechsel müsste man sorgsam und kreativ begleiten. Wie stehen die Gantenbeins imvergleichzu anderen Familien da, die im Kanton häuslichen Unterricht betreiben? Alle 19 Familien engagieren sich, um die Vorgaben und Standards für hohe Qualität zu erfüllen. Manche sind dabei effektiver und erfolgreicher, die Gantenbeins gehören dazu. Meine langjährigen Erfahrungen zeigen, dass es grosse Unterschiede in der Umsetzung des häuslichen Unterrichts gibt. Wir begleiten die Familien, um sicherzustellen, dass die Qualität des Unterrichts den Vorgaben entspricht. Einzelne müssen wir phasenweise intensiver unterstützen. Gibt es andere Familien mit einem vergleichbaren Konzept wie dem der Gantenbeins? Im Alltag machen es die Familien alle etwas anders. Auch die Motive unterscheiden sich: Ein paar wenige haben einen religiösen Hintergrund, andere einen reformpädagogischen. Es ist eine sehr heterogene Gruppe. Wie testen Sie die schulischen Fähigkeiten der Kinder? Wir bieten sie zwischen der zweiten und neunten Klasse drei Mal pro Jahr zu standardisierten Leistungstests auf den gleichen, die auch die Schulkinder machen. Auf der Primarstufe sind es Deutsch und Mathematik, später kommen drei weitere Fächer hinzu. Wir testen so nicht nur den Lernerfolg der Kinder, sondern auch die Qualität des häuslichen Unterrichts durch die Eltern. Gemeinsam mit anderen Komponenten ergibt dies ein Gesamtbild über die Entwicklung der Kinder und dient als Grundlage für unsere Gespräche mit den Eltern. Ausserrhoden ist verglichen mit anderen Kantonen relativliberal in Bildungsfragen. Gibt es dafür eine Erklärung? Das lässt sich historisch begründen. Appenzell Ausserrhoden hat schon immer versucht, nur das zu regulieren, was reguliert werden muss. Weil jedoch vermehrt Familien aus anderen Kantonen zugezogen sind, deren Gesetzgebung restriktiver ist, oder aus Deutschland, wo häuslicher Unterricht grundsätzlich untersagt ist,hat die Zahl der Lernenden im häuslichen Unterricht zugenommen, und das Bildungsdepartement musste die Auflagen strenger gestalten. Alexandra Schubert (43) sich den Herausforderungen, die das Leben bringt, auf kreative Weise stellen.» Der Alltag im Hause Gantenbein wird von ein paar wenigen Leitplanken gesteuert, der Rest ist sehr frei. Die Kinder stehen morgens zwischen 7 und 7.30 Uhr auf ohne Wecker. Die Mahlzeiten werden in der Regel gemeinsam eingenommen, das Frühstück oft kurz bevor der Vater zur Arbeit geht. Zwischen den Mahlzeiten gehen die Kinderihren individuellen Beschäftigungen nach. Das Erstaunliche dabei: Sie tun eigentlich immer etwas, das ihrer Bildung und Ausbildung dient. Rechnen gelernt haben sie mit Monopoly, Geografie mit anderen Spielen und Landkarten, auf denen sie eintragen,wo auf der Welt ihre Brieffreundinnen leben. Sprachen lernten sie von ihren Eltern und von ausländischen Strassenkindern, von denen Gantenbeins jeden Sommer eines für ein paar Wochen bei sich aufnehmen. «Sie produzieren und arbeiten ununterbrochen»,sagt Bruno Gantenbein, «weil es ihnen Spass macht. Entsprechend müde sind sie abends dann auch. Wir haben nie das Problem, dass sie nicht ins Bett wollen.» Eine Struktur in ihren Alltag bringen auch die Reit, Tanz und Eistanzlektionen, welche die Mädchen mehrmals pro Woche besuchen. Dadurch kommt auch ihr Sozialleben nicht zu kurz. Alle drei haben Freundinnen und Freunde, darunter auch solche, die regulär zur Schule gehen und sie je länger, je mehr darum beneiden, dass sie das nicht müssen. Nicht jede Familie eignet sich für Unschooling Aus Sicht der Gantenbeins gibt es allerdings ein paar Voraussetzungen, damit Unschooling funktioniert: Beide Elternteile müssen engagiert dahinterstehen, und je gebildeter und lebenserfahrener sie sind, desto besser. Die Eltern sollten möglichst viel Inspiration bieten, etwa durch die Gestaltung der Räume. Ausserdem brauchts eine entspannte Lernumgebung sowie eine unterstützende Begleitung. Und natürlich ist auch bei den Gantenbein Kindern nicht immer nur alles eitel Sonnenschein. Sara wurde auf dem Weg zum Bus von ein paar Jungs auch schon als «blöd» verspottet, weil sie ja nicht zur Schule geht. Auch Streit gibts zwischen den Geschwistern ab und zu. Die Eltern begleiten die Kinder bei solchen Konflikten und helfen, faire Lösungen zu finden. Sie setzen auch Grenzen: Die Kinder dürfen alles frei

16 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 31 tun, solange sie dabei niemand anderen eingrenzen oder stören. Und fragt man sie, ob sie auch mal was tun müssen, was ihnen keinen Spass macht,sagen sie unisono: «aufräumen!» Gantenbeins Kinder sollen studieren können falls sie das möchten Doris Gantenbein betont, dass es im Alltag immer wieder Situationen gibt, in denen die Kinder nicht einfach tun und machen können, was sie wollen. «Sie haben ja auch viel mit anderen Kindern zu tun,und da muss oft Rücksicht auf andere Bedürfnisse genommen werden.» Was beide Eltern hingegen schon beobachtet haben: Ihre Kinder haben fast kein Konkurrenzdenken.Aber auch das macht ihnen keine grossen Sorgen.«Wir legen hier eine derart gute Basis, dass sie mit allem fertigwerden, was kommt.» Sie zweifeln denn auch nicht daran, dass ihre Kinder dereinst die Matura schaffen und studieren könnten. «Aber diese Entscheidung überlassen wir ihnen»,sagt Bruno Gantenbein. «Wir haben keine bestimmen Erwartungen.» Noch haben die drei auch keine konkreten Zukunftspläne. Sara, die sprachlich äusserst talentiert ist, weiss noch gar nicht so recht, was sie will, Olivia möchte etwas mit Pferden machen, und Nalin liebt das Klettern und das Arbeiten auf dem Bauernhof. Die Eltern haben ihr eigenes Leben derweil sehr stark auf die Bedürfnisse ihrer Kinder ausgerichtet. Er würde eigentlich lieber selbständig sein, «aber das ist finanziell momentan zu unsicher mit einer fünfköpfigen Familie», sagt Gantenbein. Und sie hat ihren Beruf an den Nagel gehängt und ist ganz Mutter und Lernbegleiterin. «Für mich ist das Erfüllung pur, und ich lerne mindestens ebenso viel wie die Kinder.» Ist der Nachwuchs erst einmal aus dem Haus, wird sich also auch für die Eltern die Frage «Wie weiter?» stellen. Schon jetzt haben sie eine Website, auf der sie von ihren Erfahrungen berichten. Ein Buch über ihr Unschooling-Leben steht kurz vor der Veröffentlichung, zudem sind sie international vernetzt, organisieren Treffen und halten Vorträge.Beide können sich gut vorstellen, sich noch stärker gesellschaftspolitisch für das Unschooling zu engagieren.«wir sehen darin wirklich den nächsten Schritt, quasi die post-postmoderne Bildung», sagt Bruno Gantenbein. Und je mehr Kinder das Unschooling erfolgreich durchlaufen, desto stärker werde das Konzept für sich sprechen, davon sind Gantenbeins überzeugt. Ihre drei Kinder haben sich mittlerweile im Wohnzimmer versammelt, um ein bisschen Musik zu machen.diesmal sitzt Sara am Klavier, Olivia spielt Flöte, und Nalin trommelt auf umgedrehten Plastikeimern. Besonders harmonisch klingt das nicht, aber leidenschaftlich, kreativ und frei. Texte: Ralf Kaminski Bilder: Daniel Ammann LESEN SIE ONLINE Die Schule zu Hause Weit häufiger als Unschooling ist in der Schweiz Homeschooling: Privater Schulunterricht nach Programm. Bedingungen und Tipps im Überblick. Anzeige Die Schweizer Versandapotheke Schlanke Linie schlanke Preise. 35% sparen* nur statt 38.30* 30% sparen* Lipo-Kaptur Chitosan bindet Fette aus der Nahrung und bremst auf diese Weise deren Resorption im Darm. Kapseln Art.Nr Stk Art.Nr x60 Stk nur statt 33.70* Almased Vitalkost Zur Zubereitung von Mahlzeiten für eine gewichtskontrollierende Ernährung. Pulver Art.Nr g Art.Nr x500 g nur statt 97.85* 30% sparen* Carbosinol-Biomed Senkt die Kalorienaufnahme aus Kohlenhydraten. Tabletten Art.Nr Stk *Durchschnittlicher Marktpreis März 2014.Aktion gültig bis Online sparen unter: zurrose.ch

17 MENSCHEN PORTRÄT NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 32 Wie eine Schwingerkönigin wurde sie empfangen, als sie zu Hause in Aeschiried BE eintraf. «Das war wahnsinnig», sagt Renate Lengacher (44). Ihre Augen, ihr Mund ihr ganzes Gesicht lacht. Mit der Bronzemedaille war sie von der Häkel Weltmeisterschaft im deutschen Zirndorf zurückgekehrt. Sieben Minuten und fünf Sekunden: So viel Zeit hatte sie gebraucht, um fast der ganzen Konkurrenz davonzuhäkeln und die 55 Meter Garn in eine Mütze zu verwandeln. Sie war so schnell wie nie zuvor: «Die Wettkampfstimmung tut mir gut, wenn rund um mich was los ist,bin ich am schnellsten.» Das Dorf, eine verstreute Ansammlung von Bauernhäusern, Wohnhäusern und Chalets, die auf 1000 Meter Höhe über dem Südhang des Thunersees liegen, ist stolz auf die frischgebackene WM Dritte und feierte diese entsprechend. In der Chemihütte, der bekanntesten Beiz weitum, erwarteten sie Gemeinderäte und mehrere Vereinsdelegationen der Gegend. Es gab auch etwas zu trinken für die gut 50 Anwesenden. Mit Kuhglocken und eigenem Fanclub an den Häkel-Wettkampf Die Reise nach Deutschland war viel mehr als bloss ein Wettkampf. «Das war ein richtiges Abenteuer», sagt Renate Lengacher, «wir fuhren mit zwei Kleinbussen hin.» Wir das war eine Gruppe von 17 Personen: ihr Fanclub. Mit dabei waren Ehemann, ältester Sohn, Schwester, Bruder, Schwiegermutter, die beiden Schwägerinnen und Freunde aus dem Dorf. Allesamt trugen sie von Renate Lengacher gehäkelte Kappen, nahmen Kuhglocken mit und sorgten beim Einzug in die WM Halle und während des Wettkampfs so richtig für Stimmung. «Das war super», sagt sie. Die Schweizerin war schnell die bekannteste aller 96 WM Teilnehmerinnen. Das Transparent mit der Aufschrift «Herzliche Gratulation zur WM Bronze» hängt noch immer am Balkon.«Das haben meine Zwillinge gemacht», sagt die Oberländerin. Mittlerweile finden es auch die 16 jährigen Jungs cool, dass ihre Mutter häkelt. In der Stube steht ein hoher Korb voller bunten Garns, eine Häkelarbeit ist angefangen. Der Tisch und die Sofas füllen die Stube fast vollständig aus, an der Wand hängen Glocken, Familienfotos und Eishockeybilder, in den Fenstern gehäkelte Sterne. Ein Kranz der Handund Waldsägemeisterschaft liegt auf der Wohnwand. Seit 15 Jahren wohnt Renate Lengacher mit der Familie in diesem Häkeln wie das Bisiwetter Die BernerOberländerin Renate Lengacher häkelt ihrer Konkurrenz davon. Sie gewann an der WM in Deutschland die Bronzemedaille. Immer wenn es ihr hektischer Alltag zulässt, greift Renate Lengacher zur Häkelnadel. Hund Lesco leistet ihr dabei Gesellschaft. Chalet, das einst noch den Landwirtschaftsbetrieb ihrer Schwiegereltern beherbergt hatte. Im Westen streckt der Niesen seine Flanken tobleronemässig in die Höhe, im Südosten leuchten die Schneehänge der Schwalmere. Im Spätherbst des letzten Jahres hat sie im Wollladen in Spiez BE die Ausschreibung für die Ausscheidung für die Schweizer Meisterschaft gesehen. «Ich dachte warum nicht? Und begann zu üben.» Für die erste Mütze brauchte sie eine Stunde. Doch das Garn lief schneller und schneller durch ihre Finger. Bald brauchte sie nur noch einen Viertel der Zeit, das war aber immer noch zu langsam. Auf die Technik kommt es an, habe sie dann gemerkt. Sie stieg von der geläufigen Masche «Halbi Stäbli» zur Büschelmasche um; da verhäkelt man viel schneller viel mehr Garn.Die Berner Oberländerin ist talentiert: Ob an der Vorausscheidung und dann an der Schweizer Meisterschaft sie liess ihre ganze Konkurrenz hinter sich. Während die Buben trainierten, häkelte sie auf der Wartebank Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass sie überhaupt Zeit zum Handarbeiten fand und findet. Denn ihre Tage sind mehr als ausgefüllt. Täglich kocht sie für ihre vier Männer, den Ehemann und die drei Söhne, schmeisst den Haushalt, arbeitet 50 Prozent als Postzustellerin, präsidiert den Gemischten Chor Stimmix Aeschi, ist Platzanweiserin an den Thuner Seespielen, führt ein Bed and Breakfast und sorgt dafür, dass ihre drei Söhne pünktlich ins Hockeytraining und an die Spiele kommen.

18 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN PORTRÄT 33 Horror- und Rock-Häkeln «Myboshi» liegt voll imtrend, die Nachfrage nach ihren Mützen steigt jährlich. Auch in der Schweiz spürt man den Boom von Häkeln und Stricken die Wollbranche verzeichnet einen deutlichen Aufschwung. Neu sind auch Teenagerein gefragtes Häkel-Publikum. So gibt es Anleitungen wie das «Horror- Häkeln. Häkelanleitungen für gruseligschreckliche Figuren» oder «Häkeln rockt» geschrieben von einer 16-Jährigen. Häkel-WM in Zahlen 92 Frauen und 4 Männer nahmen teil Zehn Jahre lang hat sie die Buben bis zu viermal pro Woche zum Training der SC Bern-Junioren chauffiert. Heute spielen sie in der Nähe, beim HC Dragon Thun. Von Oktober bis März ist jedes Wochenende Match.«Wenigstens ihr Trainingszeug waschen sie selbst.» Das Hockeyspiel ihrer Jungs ist aber auch mitverantwortlich, dass Renate Lengacher so schnelle Finger hat. «Eishockeytrainings, das ist immer eine Warterei», sagt sie. So hat sie während Jahren immer eine Lismete mitgenommen, damit sie etwas zu tun hatte, wenn ihre drei Buben über das Eis flitzten. 13 Saisons lang hat sie ihre Finger trainiert und ist nun auch im Häkeln schnell «wie das Bisiwetter». Auch sonst lässt sie nichts anbrennen. Sie hat mittlerweile ihr eigenes Label gegründet, es heisst Renates Wolldorado. Via Homepage verkauft sie Mützen, Stirnbänder und bietet Häkelkurse an. Nun ist sie dran, ihr Angebot auszubauen und neue Bestellkarten auszuarbeiten: Jeder soll seine individuelle Mütze mit Lieblingsfarben und -muster zusammenstellen können. Mit Häkeln ist Renate Lengacher voll im Trend. Ob Mützen, Stirnbänder, Bordüren, Figuren oder Deko-Gegenstände gehäkelte Produkte haben seit ein paar Jahren ihr altbackenes Image verloren. Gehäkelte Mode ist chic, die japanischen Häkelfiguren Amigurumi sind in, Häkelmützen gehören auf den Kopf modebewusster Städter, und Handarbeiten ist das angesagte Hobby zur Entschleunigung vom stressigen Alltag. Dass sich die gehäkelten Mützen im deutschsprachigen Raum zu einem trendigen Accessoire gemausert haben, ist grösstenteils zwei deutschen Studenten zu verdanken. Vor fünf Jahren entdeckten sie während Skiferien in Japan das Häkeln und stellten ihre ersten eigenen Mützen her. Zurück in Deutschland, gründeten sie die Firma Myboshi und verkaufen heute rund handgefertigte Mützen pro Saison.«Boshi» heisst Mütze auf Japanisch. «My» steht dafür, dass jeder seine eigene Farbkombination bestellen kann organisierten sie zum ersten Mal eine Häkel-Weltmeisterschaft. Renate Lengacher will auch nächstes Jahr wieder dabei sein und die Konkurrenz auf die Plätze verweisen. Text: Claudia Langenegger Bilder: Michael Sieber SEHEN SIE ONLINE Die Häkelmeisterin inaktion Renate Lengacher gibt beim Häkeln Gas in rund sieben Minuten ist eine Mütze fertig. 82 Jahre war die älteste Teilnehmerin 10 Jahre war die jüngste Teilnehmerin 6 Minuten 40 Sekunden brauchte die Siegerin für eine Mütze

19 MENSCHEN REPORTAGE NR. 20, 12. MAI 2014 MIGROS-MAGAZIN 34 Alles andere als verstaubt 18 Millionen Interessierte locken Schweizer Museen jedes Jahr an. Am 18. Mai findet nun der Internationale Museumstag statt. Eine gute Gelegenheit, etwas Besonderes zu sehen: Treten Sie ein ins Henkermuseum, ins Schulmuseum oder in die Themenwelt des Gotthards! «ElektrischerStuhl fehlt noch» Gruselig: Modell einer Guillotine. Das Innenleben des kleinen, unscheinbaren Hauses bei der Diegterbach-Brücke in Sissach BL ist Guido Varesi (50) zu verdanken. Das einstige Brückenzollhaus und Gefängnis, das dem Sohn des letzten Dorfmetzgers gehört, ist heute ein Henkermuseum das erste und einzige der Schweiz. Es zeigt vom Keller bis zum Dachgeschoss über 400 Exponate wie Fesseln, Folterinstrumente und Hinrichtungsutensilien und erzählt Geschichten wie die einer Guillotinenklinge aus der Französischen Revolution. «Die Henkergeräte aus dem Mittelalter faszinierten mich schon als Kind. Ich hatte stets eine makabere Seite, wollte Totengräber werden und hatte damals Pouletknochen im Garten beigesetzt», erzählt Varesi. Als junger Mann sammelte er historische Handschellen, besuchte in England Kerker, war ein Fan der Horrorbücher des Rockmusikers Alice Cooper. «Doch ich habe ein sonniges Gemüt, bin kein Finsterer», sagt er. Ein Richtschwert lässt sein Herz gleich höher schlagen Für ihn gebe es im Leben drei Hauptthemen: Geburt, Liebe und Tod. Und genau damit befasst sich das Henkermuseum, das aus einem Hobby entstanden ist und mit dem Sammeln der Originale aus dem Mittelalter ganz schön ins Geld geht. «Eine gute Modelleisenbahn kostet auch ein paar tausend Franken», vergleicht er und zeigt auf ein Richtschwert. «Diese Gravur und diese Klinge sind so faszinierend, dass ich meinen Herzschlag bis zum Hals spüre.» Das Richtschwert hat er gemeinsam mit seinem jüngsten Sohn Floyd (26) gekauft. Das Museum ist zur Familienangelegenheit geworden. Seine Frau Jackie (49) bedient die Kasse und hat einen sechsten Sinn,wenn es darum geht,trouvaillen aufzuspüren. Bei Guido Varesi zu Hause sieht es ähnlich wie im Museum aus: Vor dem TV stehen zwei Kanonen, an der Wand hängen ein Morgenstern und Guillotinenmodelle. Gemeinsam mit seiner Frau, den Söhnen und den Schwiegertöchtern lebt Guido Varesi in einem Haus «in einer uralten Hütte im Nachbardorf Gelterkinden», wie er sagt. Mit den Söhnen und den Schwiegertöchtern spielt er zudem in einer Heavy-Metal-Band. Eine Spukgeschichte mit dem letzten Schweizer Scharfrichter Die Begeisterung des Baselbieters für sein Museum wirkt ansteckend. Und dann erzählt er eine Spukgeschichte, die sich vor vier Jahren zugetragen hat: In Schriften las Varesi, dass sich Theodor Mengis aus Rheinfelden AG, der letzte Berufsscharfrichter der Schweiz, beim Staat beschwerte, dass er immer weniger verdiene, weil die Zahl der Hinrichtungen Ende des 19.Jahrhunderts abgenommen hatten. Er könne sich nicht einmal mehr eine gute Zigarre leisten. Von diesem Mengis hängt im Museum ein Bild. Varesi hatte Bedauern mit dem Scharfrichter, kaufte ihm zu Ehren eine Zigarre in der Rheinfelder Fabrik Wuhrmann und legte sie auf den Bilderrahmen des Porträts. «Zwei Tage später erhielt ich aus Berlin Post von einem Unbekannten mit einem Bild, das Theodor Mengis zeigt, wie er dem Betrachter zuprostet.» Mengis ist 1918 gestorben. Kurator Varesi ist mit seinem Museum noch nicht ganz zufrieden. Er will es mit weiteren Originalen wie einem Rad zum Knochenbrechen und einem elektrischen Stuhl vervollständigen.«wenn ich etwas Interessantes sehe, kann ich nicht widerstehen.» Sein Beruf passt übrigens zum Museum, sagt er doch von sich, er sei ein «moderner Folterknecht». Wie seine Söhne und seine Schwiegertöchter ist er Tätowierer. Guido Varesi mit einem Richtschwert: «Ich bin ein moderner Folterknecht.»

20 MIGROS-MAGAZIN NR. 20, 12. MAI 2014 MENSCHEN REPORTAGE 35 Fakten Besonderheiten des Henkermuseums Sissach: Grösste Sammlung von Richtschwertern aus Europa mit 17 Originalen. Schandmaske aus Österreich aus dem 16. Jahrhundert (weltweit gibt es davon nur noch zwei Stück). Richtbeil von Franz Molhausen aus Halle (D), der damit den Leibarzt des dänischen Königs geköpft hat. Eintritt: 10 Franken pro Person, Kinder bis 16 Jahre 5 Franken, Führung 50 Franken und halber Eintrittspreis. Öffnungszeiten: An jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Besucher pro Jahr: 1700 Eröffnung: 1999 henkermuseum.ch YvonneJoos im Schulmuseum inmitten alterschulbänke. Im Hintergrund ein Abakus, mit dem die Schüler einst rechnen lernten. Old School im Schulhaus Eigentlich hätte das alte Schulhaus Mühlebach an der Weinfelderstrasse 127 ausserhalb des Ortskerns von Amriswil TG abgerissen werden sollen. Rund ein Dutzend Freiwillige setzte sich Ende der 90er-Jahre für die Rettung des seltenen Pisébaus (das Mauerwerk besteht aus Lehm,der in eine Schalung gefüllt und gestampft wurde) aus dem Jahr 1846 ein und wandelte es in das erste Schulmuseum um. Heute bezeichnet die zweifache Mutter Yvonne Joos (53) das «Mühlebach» als ihr «drittes Kind». Sie habe in den Wochen vor der Eröffnung im August 2002 gemeinsam mit einem Team von Freiwilligen fast Tag und Nacht für das Museum gearbeitet. Über das Wachstum ihres «dritten Kindes» zeigt sie sich sichtlich erfreut.«mit dem Schulmuseum zeigen wir auf, wie die Schule Teil der Gesellschaft wurde», sagt die Amriswilerin. Als studierte Pädagogin vermittle sie gerne Wissen,tausche sich mit Besuchern aus und schaffe Aha-Erlebnisse. Sie weiss, dass viele Menschen Berührungsängste mit Museen haben und wenn es um das Thema Schule geht sowieso. Das Museum achtet darauf, Akzente zu setzen mit spielerischen Elementen, Sonderausstellungen wie Märchen in der Schule oder «Ansichtssache das Bild in der Schule» und unterhaltsamen Führungen mit ehemaligen Lehrern. «Die Reformpädagogik hat Wert darauf gelegt, mit der Hand zu arbei-

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