PHILIPPUSKIRCHE GEMEINDEBRIEF DER EVANGELISCH-LUTHERISCHEN KIRCHENGEMEINDE WESTHEIM, STEPPACH, HAINHOFEN, SCHLIPSHEIM, OTTMARSHAUSEN

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1 PHILIPPUSKIRCHE GEMEINDEBRIEF DER EVANGELISCH-LUTHERISCHEN KIRCHENGEMEINDE WESTHEIM, STEPPACH, HAINHOFEN, SCHLIPSHEIM, OTTMARSHAUSEN naheliegend AUSGABE DEZEMBER 2013 MÄRZ 2014

2 EDITORIAL INHALT Lieber Leser, liebe Leserin, IMPRESSUM Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Westheim-Philippuskirche, herausgegeben im Auftrag des Kirchenvorstands Verantwortliche i.s.d.p.: Die Artikel geben die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder. Redaktionsteam: Angelika Bauer, Bettina Böhmer-Lamey, Franziska Deiß, Albrecht Lamey, Sibylle Horsinka Fotos und Grafiken: Hans Bruijnen, Sigrid Christl, GEP, Albrecht Lamey, Carlotta Lamey Titelseite: _original_R_K_by_Bertel_pixelio.de Layout: Sigrid Christl, Neusäß Druck: Senser-Druck GmbH, Augsburg, Auflage: 1200 Redaktionsschluss für die Ausgabe ab April 2014: 31. Januar 2014 ein neues Kirchenjahr rückt näher und damit auch eine neue Ausgabe unseres Gemeindebriefes, den unser Redaktionsteam naheliegend getauft hat. Wir haben uns dabei von der bevorstehenden neuen Jahreslosung Gott nahe zu sein, ist mein Glück (Psalm 73,28) weitschweifend inspirieren lassen und haben dem Thema Nähe bzw. Nächste nachgespürt. Lassen Sie sich also einladen, unbekannte Näch - ste und das manchmal ganz Naheliegende neu zu entdecken. Lassen Sie sich einladen von noch naheliegend gewesenen Ereignissen in unserer Kirchengemeinde zu lesen und nahe anstehende in den Blick zu bekommen. Im Namen unseres Kirchenvorstands und unseres Redaktionsteams wünsche ich Ihnen im bevorstehenden Advent Momente des Glücks und nachhaltige Begegnungen beim Lebendigen Adventskalender, im und im Gemeindeleben in unserer Kirchengemeinde. Ich wünsche Ihnen ein frohmachendes Christfest, das uns mit den nahen und den fernen Nächsten verbunden hält, und natürlich ein glückliches, sich Gott nahefühlend neues Jahr 2014! Herzlich, Ihre P.S.: Aus internen organisationstechnischen Gründen umfasst diese Ausgabe des Gemeindebriefes ausnahmsweise auch den Kalendermonat März mit. Fotos aus dem Gemeindeleben 2 Lebendiger Adventskalender 4 ANgeDACHT 5 Von der Gemeindeleitung 6 Mit Philippus unterwegs: Fotos Festwoche 7 Thema: Ambivalenz der Nähe 8 9 Rituale: Die Krippe Im Gespräch 12 Weihnachtsspende 13 GOTTESDIENSTPLAN Kirche für Kinder 16 Ökumene 17 Thema: Alt-Katholiken Konfis Jugend Aus den Nachbargemeinden 24 Blick voraus: Lektoren / Philippustöne 25 Treffpunkte 26 Freud und Leid

3 MIT PHILIPPUS UNTERWEGS LEBENDIGER ADVENTSKALENDER Naheliegende Botschaft In der diesjährigen Adventszeit wird sich in unserer Philippuskirchengemeinde in den Ortsteilen Westheim und Steppach vom 1. bis zum 23. Dezember jeden Abend um 18 Uhr erneut eine Haustüre oder ein Fenster öffnen, die wie bei einem Adventskalender mit dem Datum des Tages, mit großen roten Ziffern, gekennzeichnet sind: Immer vor dieser Türe wollen wir unter freiem Himmel mit Adventsliedern und einer adventlichen Geschichte besinnlich zusammen sein, innehalten und uns auf Weihnachten vorbereiten. So, 1. Dezember (1. Advent): Alte Reichsstr. 14a (S) Mo, 2. Dezember: Kobelstr. 11 (W) Di, 3. Dezember: Dr.-Rost-Str. 4 (W) Mi, 4. Dezember: V.-Rehlingen-Str. 42 (W) Do, 5. Dezember: Jochstr. 43 (S) Fr, 6. Dezember: Kobelstr. 11 (W) So, 8. Dezember (2. Advent): Kobelstr. 5 (W) Mo, 9. Dezember: Uhlandstr. 3a (W) Di, 10. Dezember: Kobelstr. 11 (W) Mi, 11. Dezember: Wahlfeldstr. 4 (S) Do, 12. Dezember: Kobelstr. 13 (W) Fr, 13. Dezember: Kobelstr. 54 (S) Sie alle sind recht herzlich eingeladen, ob jung oder älter, ob Sie gelegentlich oder täglich kommen möchten, als Familie, mit Großeltern oder alleine. Bringen Sie gerne auch Freunde, Nachbarn und (Martins-)Laternen/Windlichter mit. Und erzählen Sie weiter von unserem besonderen Adventskalender, damit es auch ein lebendiger Adventskalender in Westheim (W) und Steppach (S) werden kann! Auf Ihr und Euer zahlreiches Kommen freuen sich alle Adventstüröffnenden: So, 15. Dezember (3. Advent): Kreppenstr. 2e (S) Mo, 16. Dezember: Flurstr. 7 (S) Di, 17. Dezember: Flurstr. 15 (S) Mi, 18. Dezember: Peter-Dörfler-Str. 1c (W) Do, 19. Dezember: Alte Reichsstr. 54 (S) Fr, 20. Dezember: Kobelstr. 16a (W) So, 22. Dezember (4. Advent): Waldweihnacht um 17 h im Kobelwald gegenüber Höhenstraße (S) Mo, 23. Dezember: Peter-Dörfler-Str. 1e (W) Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey, Tel.: Draußen schneit es leicht und meine Gedanken schweifen weit weg. Draußen regnet es und meine Stimmung wird lebensferner. Draußen scheint die Sonne und ich kann mich auf das Naheliegende einlassen. In den vor uns liegenden Adventswochen fühlen sich so viele Menschen innerlich eng, auch bedrängt, aufgrund der Länge der To-do-Liste. An den bevorstehenden vier Adventssonntagen werden viele von uns noch geschäftiger als sonst, weil es noch so viel zu erledigen gilt. Und dann ist es egal ob es regnet oder schneit oder die Sonne scheint. Heute ist draußen Schneeregen und meine Gedanken pendeln sich auf das herannahende Fest der Freude ein. Und ich höre den Engel die frohe Botschaft sagen: Siehe, ich verkündige euch große Freude. Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr! Und ich verspüre Freude, ganz bald zunächst die erwartungsfrohen Adventslieder und dann die kraftvollen Weihnachtslieder singen zu können. Dankbar und staunend dürfen wir alle uns wieder der Gegenwart Gottes versichern. Mit hüpfendem Herzen sollen wir uns das Naheliegendste wieder klar machen, was so oft so fernliegend zu sein scheint: Gottes Sehnsucht nach uns war vor unserer da, und es zieht ihn zu uns als Kind in die Krippe. Gott ist uns nah! Zumeist wohl näher als ich es so oft merke oder spüre. Und das habt zum Zeichen ach ja! Ich glaube, Herr, du hast von den Leuten genug, die ständig davon reden, dir zu dienen mit der Miene von Feldwebeln, dich zu kennen mit dem Gehabe von Professoren, zu dir zu gelangen nach den Regeln des Sports, und dich zu lieben, wie man sich nach langen Ehejahren liebt Eines Tages, als du ein wenig Lust auf etwas anderes hattest, hast du den heiligen Franz erfunden und aus ihm einen Gaukler gemacht. An uns ist es, uns von dir erfinden zu lassen, um fröhliche Leute zu sein, die ihr Leben mit dir tanzen Wir vergessen so oft die Musik deines Geistes. Wir haben aus unserem Leben eine Turnübung gemacht. Wir vergessen, dass es in deinen Armen getanzt sein will Gib, dass wir unser Dasein leben. Nicht wie ein Schachspiel, bei dem alles berechnet ist, nicht wie einen Wettkampf, bei dem alles schwierig ist, nicht wie einen Lehrsatz, bei dem wir uns den Kopf zerbrechen, sondern wie ein Fest ohne Ende, bei dem man dir immer wieder begegnet, wie ein Ball, wie ein Tanz, in den Armen deiner Gnade Herr, komm und lade uns ein. Sa, 7. Dezember: Alte Reichsstr. 50b (S) Sa, 14. Dezember: Lessingstr. 20b (W) Sa, 21. Dezember: V.-Rehlingen-Str. 16 a (W) Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey Die Mystikerin der Straße die französische Sozialarbeiterin Madeleine Delbrél ( ) hat dies nahbar und nachvollziehbar auszudrücken gewusst: Die Nähe Gottes ist mit der Geburt Jesu Christi in unserer Welt. Ich will sie wieder an mich heranlassen und versuchen, sie anderen nahe zu bringen. Egal ob es regnet oder stürmt oder die Sonne zu sehen ist. Das ist naheliegend. 4 5

4 VON DER GEMEINDELEITUNG MIT PHILIPPUS UNTERWEGS AUS DEM KIRCHENVORSTAND Mitglieder des Kirchenvorstands haben unsere Gemeinde bei den Verabschiedungen von Pfarrers ehepaar Bohe in Diedorf und Pfarrer Rothmund in Neusäß vertreten, Grußworte gesprochen und Geschenke überreicht. Die erste Sitzung nach der Sommerpause war geprägt von verschiedenen Berichten aus dem Gemeindeleben in den einzelnen Gruppen. Die Öffnung unserer Kirche auch am Werktag wird angenommen. Es gibt positive Reaktionen. Immer wieder muss die Jugendgruppe KonfiTüre einen Wechsel in der Leitung verkraften. Doch dank der guten Vorbereitung durch Jugendwerk und der Mitarbeiterschulung beim KonfiCamp sind immer wieder andere bereit, Verantwortung zu übernehmen. Folgende Beschlüsse mussten gefasst werden: Als Geschenk zum 85. Geburtstag sollte unsere Kirche eine neue Fahne an gut sichtbarer Stelle erhalten. Dazu sollte ein Teil des Reinerlöses beim Gemeindefest verwendet werden. Der andere Teil kommt dem Waisenhaus in Kalali/ Tansania für die Anschaffung eines Transportfahrzeuges zu. Jedes Jahr hat der Kirchenvorstand über die Verwendung der Kollekten Beschlüsse zu fassen: Es gibt von der Landeskirche vorgeschriebene Pflichtkollekten, Wahlpflichtkollekten, die aus einem Vorschlag auszuwählen sind, und Wahlkollekten, die eigenständig bestimmt werden dürfen. Für Bauvorhaben wie die anstehende Sanierung unseres Kirchturms müssen rechtzeitig Zuschüsse beantragt werden. Als Voraussetzung dafür musste der Beschluss gefasst werden, die Turmfassade zu renovieren und das Kirchturmdach zu erneuern. Zur ersten Klausur hat sich der Kirchenvorstand am zweiten Oktoberwochenende, nach knapp einem Jahr im Amt, in der Evang. Bildungsstätte auf dem Hesselberg getroffen. Wir beschäftigten uns aus unterschiedlichen Perspektiven mit unserm. Ein erster Schritt war es, sich bewusst zu machen, welche unterschiedlichen e wir anbieten und feiern, wer alles beteiligt ist und was wir im tun. Wir haben uns auch gefragt, was für uns unverzichtbar zum gehört. Über einen biblischen Grundtext (Kol 3,12 17) haben wir uns ausgetauscht und nach Konsequenzen für unsere praxis gesucht. In Gruppen haben wir über Predigtformen, über unsere Liturgie und über die Raumgestaltung nachgedacht. Die noch ungelöste Paramentik für unsere Kirche war Inhalt einer Wünsche-Sammlung. Der Samstagnachmittag war einem Ausflug ins mittelalterliche Dinkelsbühl vorbehalten. In geselliger Runde ließen wir jeweils den Tag ausklingen. Ein in Gruppen vorbereiteter Abendmahlsgottesdienst hat uns im gemeinsamen Feiern verbunden. Werner Renner, Vertrauensmann Fotoeindrücke von der kleinen Festwoche anlässlich des 85. Geburtstags unserer Philippus kirche mit dem philippustöne-konzert Geburtstagsständchen für die alte Dame, dem Filmabend Vaya con Dios, dem Geburtstagsball und dem Gemeindefest am Erntedanktag In dieser Festwoche hatten wir nicht nur viel Spaß und schöne Begegnungen, wir konnten uns beim Konzert über 568 für die Refinanzierung der Kircheninnen sanierung und beim Gemeindefest über den Reinerlös von 648 für die Beschaffung eines PKWs in Kalali/Tansania sowie von 400 für das Geburtstagsgeschenk, unsere neue Kirchen fahne mit Mast freuen. Die nächsten öffentlichen Kirchenvorstandsitzungen finden am , 22.1., und jeweils mittwochs um Uhr im Gemeindesaal statt. Interessierte Gemeindemitglieder sind jederzeit als Gäste willkommen! Außerdem nahm das Erntelädchen 658 für die anstehende Turmsanierung ein. Herzlichsten Dank! 6 7

5 THEMA Ambivalenz der Nähe Zusammenhalten. Zusammenstehen. Partnerschaftlich. Füreinander. In schwierigen Situationen da sein. Oder sich im Alltag aushelfen. Toll! Wer so was kann und so was hat, der kann sich glücklich schätzen. Kann schwierige Zeiten überbrücken. Und hat immer einen Notnagel, an dem er sich festhalten kann, wenn das eigene komplizierte Alltagssystem zusammenzubrechen droht. Und dafür braucht es ja, je nach beteiligter Personenzahl und Konstitution, nur sehr wenig: Mama liegt mit Grippe im Bett welche Wohltat sind da Großeltern, die außer der Reihe die Kinder übernehmen und damit Kindern und Eltern dringend benötigte Stunden der Unterhaltung für die einen und Ruhe für die anderen verschaffen. Gleichzeitig hat man damit Personen in seinem Dunstkreis, die auch als emotionale Notnagel zur Verfügung stehen; denen man sich anvertrauen kann mit seinen Sorgen auch wenn die manchmal banal und nichtig erscheinen. Und man kann gemeinsam Pläne machen, fürs nächste Wochenende, für den nächsten Sommer oder auch für die vielen anstehenden Termine am Jahresende. Und das macht Spaß: Einen Nikolaus für eine Kinderschar zu bestellen, die ihren Namen verdient, bringt nicht nur einen schicken runden und wohlgefüllten Sack. Sondern auch gemeinsame Erinnerungen, die verbinden. Kinder. Eltern. Familien und Freunde. Soweit die Theorie. Und oft auch die Praxis. Wir allen lieben Nähe, lieben vertraute Menschen um uns herum und freuen uns darauf, wenn es draußen wieder ungemütlich wird, besonders viel Zeit für gemeinsame Unternehmungen und Treffen einzuplanen. Alles wird besonders, gemütlich, Weihnachten wirft seine Schatten voraus. Und es strengt ungeheuer an. Alle seufzen erleichtert auf, wenn die Feiertage vorbei sind, der Ausnahmezustand endlich ein Ende hat. Die Lieben endlich wieder weg und dieses Aufeinanderhocken vorbei. Was uns vorher so erstrebenswert schien das nahe, enge, vertraute Beisammensein jetzt sind wir froh, wieder unsere Ruhe zu haben. Und verstehen uns selbst nicht, warum sich dasselbe Muster alle Jahre wiederholt: Der Wunsch nach Nähe erweist sich als dünnes Eis, das den Belastungen, die menschliche Beziehungen mit sich bringen, kaum standhalten kann; die Nähe selbst wird zur Belastung. Denn Nähe bedeutet nicht nur, sich positiv gestimmt auf den Anderen einzulassen. Es bedeutet auch sich selbst zurückzunehmen. Wenn da einer ist, der einen Platz in meiner Nähe braucht oder möchte, dann heißt das auch, dass ich mich nicht selbst ungehindert austoben kann und nur meinen eigenen Ideen folgen. Stattdessen muss ich Platz machen und beiseite treten für die, denen ich nahe sein will. Und Nähe offenbart auch Schwächen. Manchmal harmlose, nette. Kleine Ticks, die auffallen, aber kaum weiter stören. Aber auch solche, die mir selbst eigentlich ein bisschen peinlich sind und die ich vor meiner Umwelt normalerweise zu verbergen versuche. Wie sehr ich schlecht gelaunt bin, wenn morgens etwas Unvorhergesehenes passiert. Wie nervös ich werde, wenn ich merke, wir kommen schon wieder zu spät. Wie wenig gelassen ich reagiere, wenn meine Kinder nicht zu Abend essen wollen. So vieles, was mein Selbstbild als fröhliche Mutter mit niedlicher Kinderschar aufs Empfindlichste trifft und anknackst. Dieser Schwächen bin ich mir zwar bewusst, aber ich möchte sie nicht kommentiert wissen. Auch nicht durch eine hochgezogene Augenbraue oder einen viel später angebrachten gut gemeinten Kommentar oder Ratschlag. Nicht in bester Absicht, weder hier noch woanders. Und wenn sich jemand nicht daran hält, reagiere ich bissig, stachelig und abweisend. Ich gehe einen Schritt zurück und die Nähe, die vorher so positiv schien, wird ersetzt durch Distanz und durch Grenzen, die schnell wie Schützengräben gezogen werden. Mir ist klar das ist nicht immer der richtige Weg. Sich den Einflüssen anderer Menschen zu verschließen, heißt auch, in der eigenen Suppe zu köcheln. Das bringt zwar vorübergehend einen Moment der Unanfechtbarkeit, doch auf Dauer ist es nicht der Weg, den ich mir für mein Leben und für das Zusammenleben mit meinen Mitmenschen, mehr noch, meinen Freunden und Verwandten, vorstelle. Nie mehr was sagen? Nie mehr jemanden aufmerksam machen? Nie mehr sich öffnen gegenüber Denkanstößen von außen? Gerade den Menschen gegenüber, die doch intuitiv wissen, was mir wichtig ist? Gut ist es, wenn jeder sich bewusst macht: Nähe muss nicht immer Kuscheligkeit bedeuten. Nähe kann auch heißen, sich an den Dornen des Anderen zu stechen. Nicht jeder ist immer nett, immer gut gelaunt und auch nicht immer kontaktfreudig. Und so kann Nähe auch bedeuten, zu verstehen, wann es angebracht ist, einen Schritt zurück zu treten. Innerlich und äußerlich. Abzuwägen, wann größere Nähe hilft und wann sie belastet. Nicht jeder Kontakt ist bis auf ein Maximum intensivierbar. Nicht jedes Thema kann diskutiert werden, ohne möglicherweise herbe Wunden zu schlagen. Und vielleicht ist das ja ebenfalls eine Facette der Nähe eine herausfordernde und sperrige: Den Sinn dafür bewahren zu können, dass Beziehungen eine fortwährende Balance zwischen Nähe und Distanz sind. Dass eine Annäherung nicht für immer und allezeit gilt. Und dass ebenso ein Nein nicht automatisch eine Zurückweisung auf Dauer ist. Ohne dass derjenige, der seine Grenzen gerade eng um sich steckt, Angst haben muss vor den Folgen der Zurückweisung. Ohne die Sorge, ein eigentlich gutes und nahes Verhältnis zu verletzen oder gar grundsätzlich zu gefährden. Vielleicht beweist dann das Akzeptieren eines solchen Neins und damit der Distanznahme größere Nähe als ein Beieinandersein im unpassenden Moment. Eine Akzeptanz ohne Folgen, ohne Konsequenzen und ohne heimliches Aufrechnen auf einer Freundschafts- oder Familienbilanz. Die Gewissheit, dass wir beieinander Kredit haben. Nicht in unbegrenztem Rahmen, aber in erheblicher Höhe. Und dass wir ruhig mal unser Konto überziehen dürfen, denn die grundsätzliche Bonität ist gesichert: Wir sind bereit, den Anderen zu erkennen, anzuerkennen und ihm seine Eigenheiten zuzugestehen. Seine Schrullen und Schwächen genauso wie seine Stärken. Und dabei hilft auch das Eingeständnis, dass wir alle bisweilen hin- und herschwanken auf dem schmalen Grat zwischen Nähe und Distanz. Es macht uns einander vertrauter, menschlicher, bringt uns näher im Zweifelsfall für das nächste Mal. Franziska Deiß 8 9

6 RITUALE und in einer Krippe liegen Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. So steht es im 2. Kapitel des Lukas-Evangeliums. Im 2. und 3. Jahrhundert konnte wohl jeder in Bethlehem die Höhle zeigen, in der die Krippe Jesu einst stand. Und es war die Kaiserin Helena, die im Jahr 335 über dieser Höhle eine Kirche bauen ließ. Wenig später schloss sich Papst Liberius in Rom der Krippenverehrung an: Er ließ eine Krippenkapelle errichten. Im Jahr 432 wurde in deren Nähe die Kirche Santa Maria Maggiore erbaut. Dort werden Holzstücke aufbewahrt, die angeblich von der Krippe Jesu stammen sollen. Vermutlich stand die erste dreidimensionale Krippendarstellung dann auch in dieser Kirche in Rom. Richtig populär gemacht hat aber erst Franz von Assisi die öffentliche Darstellung der Krippe. Der Gründer des Franziskanerordens hat 1223 in Greccio das Weihnachtsevangelium in Form einer lebenden Krippe nachstellen lassen, um den Menschen buchstäblich vor Augen zu führen, was damals in Bethlehem passiert ist. Diese Idee von der Weihnachtsdarstellung verbreitete sich, und vor allem in Kirchen standen Krippen. Oft werden sie in der Weihnachtszeit mehrfach umgebaut, um den weiteren Verlauf der Geschichte Jesu zu zeigen. Mit der Zeit entwickelten sich ganz unterschiedliche Krippentraditionen: Figuren aus Wachs, Holz oder Ton, Krippenställe aus Torf und Baumrinden, Dächer aus getrockneten Meeresalgen Schafe in allen Schattierungen, liebliche Engelsgesichtchen, markante Hirtenköpfe jeder Faltenwurf herausgearbeitet, lebensechte Gesichtszüge der Hauptdarsteller im milden Schein versteckter Lichtquellen. Manche Krippen sind nahezu überladen detailreich, andere sind schlicht und deuten nur an, was doch jeder auf den ersten Blick erkennt: einen Vater, eine Mutter, ein neugeborenes Kind, einen Stall unter einem Stern. Liturgisch haben die Krippen keine Bedeutung. Aber sie gehören seit Jahrhunderten zum Brauchtum und sind Ausdruck der Volksfrömmigkeit, Schmuck für die Advents- und Weihnachtszeit auch in vielen Häusern und beim Wort genommene, biblische Geschichte. Oder sind sie doch mehr? Mit der Geburtsnacht Christi stellen sie eine menschliche Ur-Erfahrung nach, die weltweit geteilt wird: Weihnachtskrippen erzählen die Geschichte der Geburt eines Kindes, stellvertretend für alle Kinder dieser Erde. Sie erzählen vom Zauber des Lebensbeginns, vom Glück und der Freude über ein neugeborenes Kind, vom immer wiederkehrenden Anfang. Aber auch von Mütterlichkeit und Fürsorge, von Männlichkeit und göttlichem Segen. Es sind Geschichten von zeitloser Wahrheit, durch die jeder Mensch mit den großen Erfahrungen der Menschheit verbunden ist und so von ihnen getragen wird. Die Herbergssuche, der Stall, der Stern, das Kind in der Krippe, flankiert von Ochs und Esel, bestaunt von Hirten, besungen von Engeln und beschenkt von Weisen alles, was die Weihnachtskrippen zeigen, sind keine historischen Fakten und dennoch Geschichte, die zu Herzen geht: Da sind die Windeln und das Stroh als Symbole der Armut, da ist der Stall als Zeichen der Heimatlosigkeit. Doch unter seinem Dach entsteht eine Szene der Geborgenheit, nach der sich wohl jeder Mensch sehnt: ein Kind, erwartet und behütet von zwei Erwachsenen, einem starken, mutigen Mann und einer liebenden, fürsorglichen Frau. Zugleich ein Kind unter dem Schutz einer höheren Macht, unter dem reichen Segen Gottes. Sicherer, geborgener könnte es kaum sein. Wenn wir in diesen Tagen die Weihnachtskrippe hervorholen und frisch einrichten, dann wohl unweigerlich mit der biblischen Geschichte im Hinterkopf. Spannend könnte aber auch sein, Figur für Figur zu überlegen, welche Rolle sie im zu Ende gehenden Jahr in meinem Leben gespielt haben könnte: Josef ist für die Umwelt der Vater des Kindes. Er tut, was ein Mann tun muss, ist diszipliniert, vernünftig und tatkräftig, er schützt Frau und Kind, obwohl er sich schon die Schwangerschaft nicht erklären konnte. Wann habe ich mir Handlungsfähigkeit bewahren können, selbst gegen innere oder äußere Widerstände? Maria verkörpert die Mütterlichkeit. Sie bringt das Kind zur Welt, wärmt es, bewahrt es, nimmt es an, so wie es ist. War ich fürsorglich, wie nehme ich die Menschen an, mit denen ich lebe und arbeite? Das Kind in der Krippe, arm und hilflos einerseits, reich beschenkt und gesegnet andererseits. Habe ich registriert, wie oft ich im vergangenen Jahr behütet, bewahrt, geborgen und getragen war? Dann habe ich das Kind gefunden. Angelika Bauer Peruanische Krippenfiguren Foto: _original_R_B_by_Dieter Schütz_pixelio 10 11

7 IM GESPRÄCH BROT FÜR DIE WELT WACHS- UND BRIEFMARKENSPENDEN FÜR HERZOGSÄGMÜHLE Normalerweise schmeißt der Bundesbürger eine abgebrannte Kerze weg und Briefe, die gelesen sind, in das Altpapier. Viele aber tun das gottlob nicht. Sie bringen die Wachsstummel in die Wachssammelstellen und die Briefmarken in die Briefmarkenschachtel. In unserer Philippuskirche sammeln wir mit! In Herzogsägmühle haben benachteiligte Menschen dadurch Arbeit und wir schützen zudem die Umwelt. WALDWEIHNACHT 2013 Am 4. Adventssonntag, dem 22. Dezember 2013, treffen sich zum die Evang. Kirchengemeinden Diedorf, Neusäß und Westheim um 17 Uhr im Kobelwald (Eingang gegenüber der Höhenstraße beim Wasserturm in Steppach), um miteinander Waldweihnacht zu feiern. Musikalisch gestaltet vom Posaunenchor und unter freiem Himmel lassen Sie sich einladen, gemeinsam oder alleine, als Große und als Kleine, mit Ihren Kindern und Kindeskindern sich auf den Weg zu machen. Parkplätze gibt es am Vereinsheim der Spielvereinigung Westheim und am Kobel, die Wegstrecke beträgt ca. 500 m. Bitte bringen Sie unbedingt Laternen oder kleine Taschenlampen mit. PARKPLÄTZE RUND UM DIE KIRCHE Vor unserer Kirche sind zwei Parkplätze für Menschen eingerichtet worden, die einen Behindertenausweis besitzen. Bitte achten Sie darauf, dass diese auch wirklich dort parken können! Alle anderen bitten wir bei en und Veranstaltungen (sofern noch Platz vorhanden) auf unserem kirchen eigenen Parkplatz zu parken und nicht entlang der Kobelstraße, die in erster Linie den Anwohnern zur Verfügung stehen sollte. Danke für Ihr Verständnis! SENIORENTREFF Der Seniorentreff lädt wie immer alle ab 65 Jahre einmal im Monat mittwochs von 15 bis 17 Uhr herzlich in den Gemeindesaal unserer Philippuskirche ein. Die nächsten Themen und Termine: 18. Dezember: Josef, lieber Josef mein Adventliche Gedanken zum anderen Vater Jesu mit 15. Januar: Träume am Meer Der Maler Emil Nolde mit Werner oder Ingrid Grünert 19. Februar: Sketch, Spiel und Spaß mit Christine Renner und Heidi Lindner 19. März: Ein Jahrhundert wird erlebt mit Jutta Langer DAS SPIEL ZUM SONNTAG Mittlerweile ist es schon eine kleine Tradition geworden, und es gibt einen harten Kern regelmäßiger Spieler. Alle, die es noch werden wollen, rufen wir weiterhin einmal im Monat an einem Sonntagnachmittag dazu auf, sich mit uns von 15 bis 18 Uhr im Gemeindesaal zu treffen und einfach nur Spiele zu spielen. Spiele können gerne mitgebracht werden, und es wird eine große Auswahl von Brett- und Kartenspielen angeboten. Herzliche Einladung zu Das Spiel zum Sonntag am 19. Januar, 16. Februar und 23. März! Waltraud Ederhof, Margitta und Thomas Nagel WEIHNACHTSSPENDE 2013 Unsere Kirchengemeinde verfügt über einen ausgeglichenen und gesunden finanziellen Haushalt, auch dank eines verlässlichen und erfreulichen Spendenaufkommens seitens ihrer Gemeindemitglieder. Dazu zählt insbesondere das Kirchgeld, die Spendenbereitschaft am Sonntag sowie die Beteiligung bei der sog. Weihnachtsspende. Um diese möchte ich Sie rund um den Jahreswechsel erneut bitten. Nach wie vor erbitten wir Ihre Spende zuerst für Brot für die Welt und hoffen, dass der hier zu lesende Spendenaufruf Ihr Herz und Ihren Geldbeutel erreicht. Unser zweites Anliegen betrifft unsere religionspädagogische Arbeit mit Kindern in unserer Kirchengemeinde. Materialien für Kindergottesdienste, die immer wieder erfreulicherweise gut besucht sind, oder den Kinderbibeltag, sowie Fortbildungen hierfür kosten Geld. Die wunderbare ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirche für Kinder wäre gar nicht mit Geld zu bezahlen. 55. AKTION BROT FÜR DIE WELT Am ersten Adventswochenende beginnt die 55. Hilfsaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland Brot für die Welt, die in diesem Jahr in Bremen eröffnet wird. Das Motto lautet Land zum Leben Grund zur Hoffnung. Die Organisation leistet mit ihren Partnern in fast Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa Hilfe zur Selbsthilfe. Brot für die Welt engagiert sich verstärkt für Kleinbauern und Landlose. Viele Familien im Süden ernähren Der dritte Verwendungszweck der Weihnachtsgabe ist uns durch das Alter unserer Philippuskirche zugewachsen: Wir müssen dringend die Außenfassade und das Dach des Kirchturms reparieren, damit es nicht eine noch teurere Sanierung wird. Denn es gibt Risse und Algenbefall und 85 Jahre alte Abnutzungserscheinungen bei unserem Kirchturm! Wofür Ihre Weihnachtsgabe sein soll, können Sie mit einem Kennbuchstaben selbst bestimmen, unter Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger, der diesem Gemeindebrief beiliegt: B = Brot für die Welt K = Kirche für Kinder T = Turmsanierung Bis zu 100 dient der Überweisungsträger als Spendennachweis für das Pfarramt. Darüber hinaus stellt unser Pfarramt gerne eine Zuwendungsbestätigung aus. Herzlichen Dank für Ihre Weihnachtsspende 2013 sagt Ihnen im Namen des Kirchenvorstandes Ihre sich von dem, was auf ihrem Grund und Boden wächst. Genug fruchtbares Land zu besitzen, sei Grund zur Hoffnung, so die Hilfsorganisation. Wer dies habe, brauche keine Hilfe von anderen. Bauernfamilien in den Entwicklungsländern benötigten Land zum Leben. Land müsse den Familien sicher sein und zu allererst die satt machen, die darauf leben und arbeiten. Machen Sie mit bei der 55. Aktion von Brot für die Welt. Unterstützen Sie die Arbeit von Brot für die Welt mit Ihrer Spende und sorgsamen Konsum. Spendenkonto , BLZ (Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel) 12 13

8 Abendmahl Kindergottesdienst Philippus hoch drei Philippuscollegium Posaunenchor Philippuschor Februar 2014 Dezember 2013 So., 2. Februar 4. So. n. Epiphanias Diakon Gerd Herberg Lektorin Dorothea Bluhm und 19:00 Uhr Nach(t)klang & Team So., 16. Februar Septuagesimae So., 23. Februar Sexagesimae Dekan i.r. Horst Blasius So., 2. März Estomihi Prädikantin Christine Renner So., 9. März Invokavit Pfarrer i.r. Richard Waldmann So., 16. März Reminiszere So., 23. März Okuli Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden 2014 & Konfi-Team So., 30. März Lätare Dekan i.r. Horst Blasius So., 1. Dezember 1. Advent Dekan Stefan Blumtritt So., 8. Dezember 2. Advent So., 15. Dezember 3. Advent Pfarrer Jürgen Floß So., 9. Februar letzter So. n. Epiphanias So., 22. Dezember 4. Advent 17:00 Uhr Waldweihnacht (s. Artikel auf Seite 12) & Phlippus-hoch-drei-Team Di., 24. Dezember Hl. Abend 15:30 Uhr Familienchristvesper Prädikantin Christine Renner und Di., 24. Dezember Hl. Abend 17:30 Uhr Christvesper Mi., 25. Dezember 1. Weihnachtstag Festgottesdienst Do., 26. Dezember 2. Weihnachtstag So., 29. Dezember 1. So. n. Christfest Di., 31. Dezember Altjahresabend 17:00 Uhr 17:00 Uhr Ökumenischer Neujahrsgottesdienst in St. Stephan, Hainhofen Pfarrer Georg Egger, Pfarrer Karl Freihalter, So., 5. Januar 2. So. n. Christfest Pfarrer Jürgen Floß Mo., 6. Januar Epiphanias in der Evang. Kirche Zusmars hausen, Pfarrerin Silvia Strauch So., 12. Januar 1. So. n. Epiphanias März 2014 in der Evang. Emmauskirche Neusäß, Prädikant Werner Grünert in der Evang. Immanuelkirche Diedorf, Prädikantin Rita Goebel Januar Philhouserock GOTTESDIENSTE IN DER PHILIPPUSKIRCHE WESTHEIM GOTTESDIENSTE IN DER PHILIPPUSKIRCHE WESTHEIM GOTTESDIENSTE IM NOTBURGAHEIM Fr., 6. Dezember 15:30 Uhr Di., 24. Dezember Hl. Abend 14:30 Uhr Prädikant Ernst Rauh Fr., 10. Januar 15:30 Uhr Mi., 1. Januar Neujahr Nach(t)klang GOTTESDIENSTE So., 19. Januar 2. So. n. Epiphanias, Lektor Michael Elsner und Fr., 7. Februar 15:30 Uhr So., 26. Januar 3. So. n. Epiphanias Fr., 14. März 15:30 Uhr 15

9 KIRCHE FÜR KINDER ÖKUMENE Fotos (von links): Petra Heilig, Christel Selbach, Gudrun Strobel, Claudia Mende WASSERSTRÖME IN DER WÜSTE WELTGEBETSTAG AM 7. MÄRZ 2014 LITURGIE AUS ÄGYPTEN Ägypten beim Gedanken an dieses nordafrikanische Land kommen vielen Menschen Pyramiden, Hieroglyphen und Tauchreviere am Roten Meer in den Sinn. Seit rund drei Jahren steht Ägypten auch für politische Umbrüche und gewaltsame Unruhen. Das größte arabische Land symbolisiert aber genauso die Hoffnung der Menschen auf Brot, Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit. Als die Frauen des ägyptischen Weltgebetstags-Komitees mit dem Schreiben ihres es begannen, ereignete sich die Revolution Ihre Bitten und Visionen sind jedoch bis heute aktuell: Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste! (Jesaja 41,18ff.). Lisa Schürmann Herzliche Einladung am 7. März 2014 zum Ökumenischen Weltgebetstag um Uhr in St. Raphael/Steppach! Schönheit und Vitalität Ägyptens will das Titel bild der jungen ägyptischen Künstlerin Souad Abdelrasoul zum Thema Wasserströme in der Wüste illustrieren. Unter dem Motto Mit Gott auf großer Tour kamen am schulfreien Buß- und Bettag viele Kinder zum schon traditionellen Kinderbibeltag, um mit Jona in die wunderschöne Stadt Ninive zu reisen, in der es viel zu sehen und zu erleben gab. ÖKUMENISCHER NEUJAHRSGOTTESDIENST WAS HABEN DIE KATHOLIKEN VON MARTIN LUTHER GELERNT? Einer lebendigen Tradition treu laden wir herzlich ein, das neue Jahr 2014 ökumenisch verbunden Unter dieser interessanten Fragestellung laden WUNDERSTERN und gemeinsam mit einem Ökumeni- schen zu begrüßen: Am Dienstag, in ökumenischer Verbundenheit die KAB (Katholische Arbeiterbewegung) und Pfarrer Karl Verblüffe Deine Freunde! Knicke sechs Streichhölzer in der Mitte (nicht brechen!) Lege sie auf einem Teller zu einem Stern zusammen. Tröpfle etwas Wasser auf die Hölzchen und stülpe eine Tasse darüber. Wenn du nach zehn Sekunden die Tasse aufhebst, hat sich der Stern geöffnet. den 1. Januar 2014 um 17 Uhr in der kath. Pfarrkirche St. Stephan in Hainhofen. Im Anschluss gibt es ein Prosit Neujahr im Gemeindesaal. Auf diesen gemeinsamen geistlichen Jahresstart mit hoffentlich zahlreichen Westheimern, Steppachern und Hainhofern freuen sich Pfarrer Egger, Pfarrer Freihalter und Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey. Freihalter am Montag, den 17. Februar 2014 um Uhr in den Gemeindesaal unserer Philippuskirche ein. Nach einem Impulsreferat schließt sich ein hoffentlich reger Gedankenaustausch an. Herzliche Einladung zu dieser besonderen Veranstaltung in der Lutherdekade

10 THEMA ÖKUMENE Unbekannte Nächste DIE ALT-KATHOLISCHE GEMEINDE IM SHERIDAN PARK UND IHRE NEUE KIRCHE ÖKUMENISCHER MONTAGSGOTTESDIENST 5 VOR 7 Die Augsburger Alt-Katholiken Pfarrerin Alex andra Caspari und 271 Gemeindemitglieder haben seit 2012 ihre erste eigene Heimat: Der schlichte quaderförmige Holzbau im Sheridan-Areal umfasst ein Gemeindezentrum, drei Wohneinheiten und die Apostelin-Junia-Kirche. Der neun Meter hohe Raum konzentriert sich auf die Mitte. Er öffnet sich ausschließlich nach oben, zum Himmel, kein Fenster lenkt den Blick nach außen ab. Vier Rundbögen spenden reichlich sanftes Licht. Junia als Namenspatronin der alt-katholischen Kirche in Augsburg steht für das, was auch das alt in ihrem Namen sagen möchte: Die Verbundenheit mit den Wurzeln der Urkirche, indem sie aus den Quellen ihres Glaubens schöpfen. Dass sie aber eine Frau, noch dazu eine mit dem Titel Apostelin, gewählt haben, weist auf das alt-katholische Anliegen hin, den Katholizismus mit seinen Traditionen in die moderne Welt hinein zu tragen. Im Römerbrief (Röm 16,7) erwähnt Paulus das Paar Junia und Andronikos, die angesehene Apostel sind. Junia wird allerdings seit dem Mittelalter als Männername interpretiert, da eine Frau als Apostel nicht mehr vorstellbar war. Aber was ist eigentlich alt-katholisch? Diese Frage wird oft gestellt. Bei katholisch denken die meisten gleich an Rom, Papst, Vatikan, eben an römisch-katholisch. Alt-katholisch klingt da in manchen Ohren eher nach konservativ oder veraltet. Alt-katholische Ansichten sind aber alles andere als das. Das Leitmotiv der Alt-Katholischen Kirche ist heute wie damals das Festhalten am Glauben und an den Ordnungen der alten und einen Kirche, deren Mitte und Haupt Jesus Christus ist. Noch im ersten Jahrtausend der Kirchengeschichte waren in der einen Kirche die einzelnen Landeskirchen und ihre Bischöfe selbständig. Leider flammte der Streit um den kirchlichen Führungsanspruch in Recht und Glauben immer wieder auf die Trennung der orthodoxen Ostkirchen (1054) und die Entstehung der protestantischen Kirchen (1517) sind dafür nur zwei große Beispiele neben vielen anderen, auch innerkatholischen Auseinandersetzungen wurde in Rom beim Ersten Vatikanischen Konzil zum Glaubenssatz (Dogma) erhoben, dass der Papst die oberste rechtliche Gewalt in der Kirche habe (Universaljurisdiktion) und in Fragen des Glaubens und der Sitte unfehlbare Entscheidungen treffen könne (Unfehlbarkeit). Viele Katholiken lehnten diese Lehren als weder durch die Bibel noch durch die katholische Tradition begründbare Neuerungen ab. Sie hielten daher am alten katholischen und apostolischen Glauben fest. Diese Katholiken Laien wie Priester wurden vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen (exkommuniziert) und mussten sich als eigenständige katholische Kirche unter der Leitung ihres ersten Bischofs Reinkens organisieren. Die alt-katholische Tradition hat sich weiter entwickelt. Nicht nur der Bischof wird wie früher von den Gemeindevertretern gewählt, sondern Gemeinde und Bistum sind heute insgesamt synodal strukturiert. Frauen können das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Kirchliche Leitungsaufgaben werden auch von Laien ausgeübt. Biblische Aussagen und dynamisches kirchliches Leben verbinden sich. So ist z. B. für die Priester seit 1878 die vorgeschriebene Ehelosigkeit (Zölibat) als ein biblisch nicht begründbares Kirchengesetz abgeschafft worden, denn die ehelose Lebensform ist keine Bedingung für die Übernahme kirchlicher Ämter und Aufgaben. Vielmehr bleibt sie als eine mögliche Form des christlichen Lebens und Teil der persönlichen Berufungsgeschichte in die Entscheidung des einzelnen Menschen gestellt. Geschiedene und Wiederverheiratete wurden und werden nicht vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen. Wurde eine Ehe staatlich geschieden gibt es u. U. die Möglichkeit einer nochmaligen kirchlichen Eheschließung. Mit der Evangelischen Kirche in Deutschland hat die alt-katholische Kirche 1985 eine Vereinbarung zur gegenseitigen Einladung zum Abendmahl getroffen. Alle Getauften, die an einer alt-katholischen Eucharistiefeier teilnehmen und glauben, dass in den Gaben von Brot und Wein Jesus Christus leibhaft gegenwärtig ist, sind zur Kommunion (die unter beiderlei Gestalten stattfindet) herzlich willkommen, Christus selbst ist der Gastgeber. Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland ist eine selbstständige und staatskirchenrechtlich anerkannte katholische Kirche und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Zwischen den Alt-Katholiken und der anglikanischen Gemeinschaft, der Evangelischen Kirche in Deutschland und anderen romfreien Kirchen gibt es heute verbindliche ökumenische Beziehungen. Sibylle Horsinka (Quelle: Wir fühlen uns durch den Zuspruch, den die bisherigen ökumenischen Montagsgottesdienste erfahren, ermutigt und machen weiter. Herzliche Einladung, Ökumene vor Ort zu leben an jedem dritten Montag im Monat um Uhr: am 16. Dezember in St. Stephan, Hainhofen am 20. Januar in Nikolaus von Flüe, Westheim am 17. Februar in der Philippuskirche, Westheim am 17. März in St. Raphael, Steppach Im Namen des ökumenischen Arbeitskreises freut sich auf Ihr Kommen Angelika Bauer 18 19

11 KONFIS Zehn unvergessliche Tage Am 15. August, morgens um 5 Uhr, starteten wir ins diesjährige KonfiCamp. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht was uns erwartet: Wir batikten unsere wunderschöne Taufstola, gestalteten ein Mosaikkreuz, erlebten bewegende e, führten Traditionen fort wie z. B. Fahnen der anderen Gemeinden klauen und Rückeroberung mittels Erfüllung witziger Aufgaben. Neben Göggingen, Königsbrunn, Bobingen und Schwabmünchen waren wir die kleinste Gemeinde, aber dennoch selten zu überhören, ganz gemäß unserem Schlachtruf: 1, 2, 3, 4, Westheimer das sind wir, 5, 6, 7, 8, wir sind so laut, dass es kracht. Die meiste Zeit war das Wetter schön, jedoch stürmte es zweimal in der Nacht und es machte uns Mühe unsere Zelte so aufzuräumen, dass es egal wäre wenn es hereinregnen würde. Um halb acht wurden wir meistens mit schönem Gesang geweckt. Der Weg zum Waschhaus nahm schon Zeit in Anspruch: Während die Leiter mit ihrem Fahrrad dorthin fuhren, liefen wir so 3 4 Minuten. Im Zeltdorf gab es außer den acht weißen Zelten, in denen wir schliefen auch noch große Zelte in denen wir uns aufhielten, wenn es regnete. Es gab auch ein sehr großes Zelt für das Abendprogramm sowie Zelte für die Sanitäter, für das Material, für die Küche und das Konfi-Café, in dem man Slush und Popcorn kaufen konnte. Der Unterricht lief meistens in einer ruhigen Atmosphäre ab, und fast alle teilten auch sinnvolle Beiträge mit uns. Oft schlüpften die Mitarbeiter in andere Rollen, die uns biblische Geschichten bzw. christliche Themen näher brachten. Wir spielten, bastelten oder machten uns einfach nur Gedanken über einige Themen: Taufe, Jesus, Gott, Gemeinschaft und Abendmahl. An einem Tag fuhren wir nach Grado, ans Meer. Hier gab es viele wunderschöne Muscheln, einige habe ich mitgenommen. An diesem Abend konnten wir die Andacht in einer wirklich alten Basilika feiern, in der auch schon die ersten Christen gefeiert haben. Die Andacht war wirklich schön, auch sehr emotional, und manche weinten sogar. Ebenfalls sehr bewegend und für die meisten von uns auch der Höhepunkt war der Abendmahlsgottesdienst am Vorabend unserer Abreise, als es schon dunkel war. Wir gingen zum Strand, der schön mit Kerzen geschmückt war, die zusammen eine Blume bildeten. Jede Gemeinde stellte sich um ein Blütenblatt herum, und in der Mitte stand der Altar und das Kreuz, welches für den ebenso schönen Taufgottesdienst gestaltet worden war, in dem auch zwei Konfirmanden unserer Gruppe getauft wurden. Wir wurden in diesem gesalbt, und es wurden Brot und Wein zu Ehren Gottes ausgeteilt. Anschließend musste fast jeder weinen, und man merkte wie einem die Gruppe ans Herz gewachsen war. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter, Trainees und Pfarrerin Böhmer-Lamey für ihr Engagement. Diese zehn schönen Tage werden unvergessen bleiben! Marilena Kunz EINLADUNG ZUM KONFIKURS 2014 Alle Jugendlichen, die bis August 2014 ihren 13. Geburtstag feiern werden, lade ich herzlich ein, am nächsten Konfikurs teilzunehmen, der im Juli 2014 beginnt und das Fest der Konfirmation im Mai 2015 im Blick hat. Auch dieser Konfikurs fährt im August 2014 wieder ins KonfiCamp nach Grado an der Adria in Italien, in Zusammenarbeit mit dem Evang. Jugendwerk und anderen Kirchengemeinden aus dem Dekanat. Der genaue Termin ist vom bis 3.9. bitte schon mal vormerken! Alle künftigen Konfirmandinnen und Konfirmanden haben schon eine persönliche Einladung bekommen. Falls dies bei jemand nicht der Fall sein sollte, meldet Euch bitte im Pfarramt

12 JUGEND Johanna Herberg, Annalena Nagel, Jonas Bubmann und Susanne Brückner! Beim Gemeindefest haben uns vielleicht einige als schreiende Tatutzita -Spieler gesehen oder sich selbst an eine gemeinsame Reise nach Jerusalem gewagt. Spiel und Spaß an diesem Nachmittag mit Jung und Alt sind uns in lebendiger Erinnerung. Zum Start ins neue Schuljahr, mit Urlaubserlebnissen oder KonfiCamp-Erinnerungen gefüttert und auch hungrig nach einem Wiedersehen mit allen KonfiTürlern, fand am 20. September ein erstes Treffen nach der Sommerpause statt. Zwischen den zwei Wahlsonntagen konnten wir unseren Hunger nach Austausch und Lasagne bei jenem Treffen unter dem Motto Hier hast du die Wahl komm zum ersten Abendmahl! stillen. Ein bunter und gemütlicher Abend fand mit dem Verzehr unserer zuvor gemeinsam selbstgebackenen, superbombastischleckeren Lasagne einen krönenden Abschluss! - Gleichzeitig war dieses Treffen der Startschuss für eine neue Ära der KonfiTüre Jugendgrup pe. Camillo genießt jetzt den Sommer in Neu- 22 seeland, Jonas steuert aufs Abitur zu und Susanne steht nun im Arbeitsleben. Zeit und Platz für die Nächsten, haben wir uns gedacht und zusammen mit unserer tatkräftige Unterstützung dazugeholt. Deshalb liegt seit September die Verantwortung für ein Treffen nicht nur bei Camillo, Jonas oder Susanne, sondern bei einem kleinen Team, das von Treffen zu Treffen anders zusammengestellt ist, aber sich als großes Team vor rausschauend Gedanken über mögliche Themen oder Mottos macht. Unsere Gemeinde verfügt über viele Jugendliche, die sich gerne engagiert mit neuen Aufgaben in unser Gemeindeleben einbringen wollen wir nehmen dies dankbar an! Ein neues, großes wie geniales Team also mit Alina Maisch, Sophia Kutter, Simon Bubmann, Carlotta Lamey, Steff Alischer, Schon etwas länger her ist der Abschied von Sophie Heisler im Juli Mittlerweile ist sie wohlbehalten von ihrem Kolumbienaufent halt zurückgekehrt und hat uns und einigen interessierten älteren Gemeindegliedern am 15. November von ihrer Arbeit mit Mädchen aus schwierigen Lebenssituationen, ihren Begegnungen mit wunderbaren Menschen und ihren Erlebnissen und Reisen in diesem vielseitigen, sanften aber auch gefährlichen Land berichtet. Ein spannender Abend mit unserer Tante aus Kolumbien und ein großer Dank, dass sie ihre Erlebnisse mit uns geteilt hat. Es tut sich was in den Jugendr äu men u n serer Philippuskirche in Westheim. Daher die Einladung zu unseren nächsten Treffen a m 6. Dezember 2013 unter anderem zum Lebendi gen Adventskalen der auf dem Vorplatz der Jugendräume, wie auch zu den Treffen im neuen Jahr am 17. Ja nuar, am 7. Februar und am 28. Februar! Lasagne und Tatutzita Am 25. Oktober war es dann so weit und wir ließen unser e n E i s m a n n Luigi, Kickerprofi, DJ u nd Mot i v at ion s künstler mit einem Goodbye Ca m i l lo nach Neuseela nd z ie he n. Die be s te n Wü n sc he für sein Abenteuer und ein letztes Hoch-leben-Lassen vor der Abreise, gemütlich bei Lagerfeuer und Stockbrot, wie auch ein Kickerturnier mit dem Siegerpaar bestehend aus Linus und Felix haben Camillo einen ehrwürdigen Abschied beschert. Euer KonfiTüre-Team! PS.: Der Winter steht bereits direkt vor der Tür, aber keine Angst vor Unterkühlungen in unseren Jugendräumen! Wir sind mittlerweile bestens ausgestattet mit Fleecedecken, um dem vorzubeugen Susanne Brückner 23

13 AUS DEN NACHBARGEMEINDEN BLICK VORAUS Immanuelkirche Diedorf EXERZITIEN IM ALLTAG Spüren Sie eine Sehnsucht nach mehr Tiefe in Ihrem Leben? Suchen Sie Orientierung für sich in einem Alltag mit seinen vielen Terminen, Sorgen und schnellen Ablenkungen, die nicht von außen vorgegeben wird? Nehmen Sie sich Zeit für sich und gehen Sie auf Entdeckungsreise zu ihrem inneren Grund. Das möchten wir mit einem Kurs anbieten, wobei Exerzitien Übungen bedeuten. Solche Übungen sind Schweigen, achtsames Dasein mit allen Sinnen, Kontemplation und Gespräch. Die Elemente des Kurses sind eine Viertelstunde Schweigezeit am Morgen, Impulsen und Übungen für jeden Tag, 10 Minuten Zeit für einen Tagesrückblick am Abend und ein wöchentliches Gruppentreffen mit einem Erfahrungsaustausch, Übungen und einer Einführung in die kommende Woche. Der Kurs selbst besteht aus sechs Abenden, die am Mittwoch, den 12. März beginnen und am 16. April enden, jeweils um Uhr in der Immanuelkirche Diedorf. Ein Informationsabend findet am Mittwoch, den 12. Februar 2014 um Uhr in der Immanuelkirche Diedorf statt. KONZERTE IM ADVENT Emmauskirche Neusäß Traditionell lädt die Emmausgemeinde wieder ein zum Alpenländischen Singen und Musizieren im Advent, ausnahmsweise am 3. Adventssonntag, dem 15. Dezember 2013 um 18 Uhr. Mitwirkende sind die Schmuttertaler Sänger, das Bläserensemble Dinkelscherben, das Duo Lambertz/Sift und die Augsburger Hackbrettmusik; Sprecher: Klaus Reichherzer. FESTGOTTESDIENST ZUR EINFÜHRUNG UNSERES NEUEN PFARRERS Pfarrer Alan Büching, bisher in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Königsbrunn tätig, wird zum 1. Februar 2014 die vakante erste Pfarrstelle unserer Gemeinde Diedorf-Fischach übernehmen. Herzliche Einladung zum Festgottesdienst am 26. Januar 2014 um Uhr in der Immanuelkirche Diedorf. Nach dem ist die Gemeinde zu einem Empfang im Gemeindesaal eingeladen. An diesem Tag finden keine weiteren e in der Gemeinde Diedorf- Fischach statt! Bernd Fetthauer Und das Ensemble Unicorde wird am 6. Dezember um Uhr das Streichquintett in C- Dur von Franz Schubert zur Aufführung bringen. Herzliche Einladung zu beiden Konzerten! Werner Grünert LEKTORENAUSBILDUNG VON DOROTHEA BLUHM UND MICHAEL ELSNER Prädikanten sind nicht zu verwechseln mit Praktikanten und es gibt noch andere Lektoren, als die, die Buchmanuskripte Korrektur lesen. Lektoren und Prädikanten sind Menschen, die nach durchlaufener spezieller Ausbildung in ihrer Gemeinde e halten. Sie unterscheiden sich voneinander vor allem darin, dass Prädikant(inn)en ihre Predigten selbst schreiben und Lektor(inn)en von anderen Theolog(inn)en vorgefertigte Lesepredigten halten und die Feier des es selbstverantwortlich gestalten. Zu einer solchen Ausbildung zum Lektor haben sich Dorothea Bluhm und Michael Elsner aus unserer Kirchengemeinde seit März 2013 aufgemacht. In vier 4-tägigen Ausbildungsblöcken auf dem Schwanberg und umfassender Eigenarbeit erarbeiten sie sich ein Curriculum, das einen biblisch-theologischen Grundkurs (Geschichte und Entstehung des Alten und des Neuen Testaments, Fragen zu Bekenntnis/Kirchenjahr/ Amt) und einen Grundkurs mit Fragen zu Liturgie und Predigt umfasst. Für diese Ausbildung ist Pfarrerin Ursula Schamberger am institut in Nürnberg zuständig, für die Begleitung in der Praxis vor Ort die Gemeindepfarrerin. Der erlernte Dienst ist ein reines Ehrenamt, die Ausbildung wurde vom Kirchenvorstand beschlossen, von der Kirchengemeinde finanziert und über den Dekan beim Amt für Gemeindedienst beantragt. Jetzt steht im Dezember die mündliche Prüfung für die beiden Lektoren z. A. (zur Ausbildung) an, und dann heißt es Praxis gewinnen. Wir freuen uns sehr über das beherzte und lernfreudige Engagement dieser beiden Gemeindemitglieder und werden sie voraussichtlich bis Anfang April 2014 als Lektoren zum Dienst beauftragten. Dann werden Dorothea Bluhm und Michael Elsner von Dekan Blumtritt in ihr Lektorenamt eingeführt. COLLEGIUM VOCALE FRIEDBERG Samstag, 7. Dezember 2013, 19 Uhr Unter dem Titel Jubilate Deo singt das Collegium Vocale Friedberg unter der bewährten Leitung von Bernd-Georg Mettke europäische Chormusik zum Advent vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, u. a. mit Werken von Tomás de Victoria, Max Reger, Francis Poulenc und Zdenek Lukáš. Herzliche Einladung an alle Freunde erlesener A-Cappella-Chormusik! BASTIAN WALCHER QUARTETT Sonntag, 19. Januar 2014, 19 Uhr Ungewöhnliche und doch vertraute Philippus- Töne erwarten uns: Der Pianist Bastian Walcher wird mit seinem Quartett (Jörg Hartl, Trompete/Flügelhorn, Joachim Holzhauser, Schlagzeug und Andreas Bauer, Bass) mit traditionellen Weihnachtsliedern in ungewohnten Arrangements die Weihnachtszeit ausklingen lassen. Bastian Walcher hat sich weit über Augsburg hinaus in der Jazz-Szene einen Namen gemacht und ist spätestens seit seinem Auftritt beim letzten Neusässer Stadtfest im Sommer 2013 und als Initiator und Leiter der Big New Town Band, der Big-Band der Musikschule Neusäß, auch in seiner Wahlheimat Neusäß vielen Musikfreunden ein Begriff. Auf der kürzlich veröffentlichten CD des Quartetts, Daddy, what is god s last name? beweist das Quartett seine Verbundenheit mit kirchlichem Liedgut vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Freuen Sie sich auf einen inspirierenden und beschwingten Abend! Und bringen Sie Ihr Weihnachtslieder-Buch mit! Albrecht Lamey / Günther Bauer VORSCHAU 18. Mai 2014, Uhr Chor Con spiritu aus Augsburg-Göggingen unter der Leitung von Barbara Emslander-Gayler 5. Juli 2014, Uhr Alegrías Guitar Trio mit Dimitri Lavrentiev, Takeo Sato und Klaus Wladar 24 25

14 TREFFPUNKTE FREUD UND LEID BEERDIGUNG TÖNE POSAUNENCHOR Dienstag 18:30 Uhr Werner Renner (08 21) PHILIPPUSCHOR Dienstag 20:00 Uhr Werner Renner (08 21) PHILIPPUSTÖNE Günter Bauer (08 21) PHILHOUSEROCK Jonas Bubmann (08 21) SENIORENTREFF Jeden 3. Mittwoch im Monat 15:00 17:00 Uhr Heidi Lindner (08 21) TEAMS BESUCHSDIENST Barbara Ansons (08 21) PHILIPPUS HOCH DREI Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey (08 21) NACH(T)KLANG Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey (08 21) KINDERGOTTESDIENST Monika Hammer (08 21) EINE-WELT-SCHRANK Gerda Florian ( ) SPIEL ZUM SONNTAG Familie Nagel (08 21) KINDER UND JUGEND PHILIPPUSZWERGE (ELTERN-KINDERGRUPPE) Dienstag 9:30 11:30 Uhr Familie Werner (08 21) KONFITREFF 1 bis 2 mal im Monat Pfarrerin Bettina Böhmer-Lamey (08 21) KonfiTÜRE Jugendliche ab 14 Jahren 2 mal im Monat, Freitag ab 19:00 Uhr Susanne Brückner (08 21) TAUFE Und Gott spricht: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen. 1. Mose 26,24b Ole Pöhling Steppach Lorenz Viktor Balthasar Biberger Steppach Antonia Marie Rothwinkler Steppach TRAUUNG All eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1. Kor. 16,14 Claudia (geb. Laub) und Daniel Kathan Steppach Meine Zeit steht in Deinen Händen. Psalm 31,16a Christa Baustetter 75 Jahre, Steppach Sebastian Veith 32 Jahre, Hainhofen Franz-Josef Schwaag 73 Jahre, Westheim Czeslav Nikolajcyk 88 Jahre, Steppach Gerda Köneke 88 Jahre, Westheim Dr. Frank-Gottfried Fechner 78 Jahre, Ottmarshausen 26 27

15 EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHENGEMEINDE WESTHEIM HILFREICHE ADRESSEN PFARRAMT Kobelstraße 13, Neusäß-Westheim Telefon (08 21) Fax (08 21) Pfarrbüro: Martina Heuberger Montag 9:00 bis 11:30 Uhr Donnerstag 9:00 bis 11:30 Uhr 1. Pfarrstelle: Sprechstunden nach Vereinbarung Dienstag freier Tag 2. Pfarrstelle: Pfarrer Jürgen Floß, Klinikum Augsburg Telefon (08 21) Vertrauensmann: Werner Renner Telefon (08 21) Mesnerin: Martina Glaß Telefon Bankverbindung: Evang. Luth. Kirchengemeinde Westheim Kreissparkasse Augsburg Konto-Nr , BLZ EVANGELISCHER DIAKONIEVEREIN NEUSÄSS-WESTHEIM-DIEDORF Geschäftsführerin Ingrid Grünert Telefon (08 21) Bankverbindung: Kreissparkasse Augsburg Konto-Nr BLZ ÖKUMENISCHE SOZIALSTATION NEUSÄSS-WESTHEIM-DIEDORF Bürgermeister-Kaifer-Str Neusäß Telefon (08 21) ÖKUMENISCHE TELEFONSEELSORGE Telefon (kostenfrei) (kostenfrei) EVANGELISCHE BERATUNGSSTELLE für Eltern, Jugend, Ehe- und Lebensfragen Diakonisches Werk Augsburg Oberbürgermeister-Dreifuß-Str. 1 Telefon (08 21) ARBEITSLOSEN-ZENTRUM Telefon (08 21)

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