Motto Dran glauben : Griechische Staatsanleihen

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1 vom 7. bis 30. April 2012 A p o l l o - T h e a t e r Foto: René drama-berlin.de Achenbach Konzentrierte 3 Wochen: Die 2. Biennale ist Apollo pur Alles, was das spezielle Profil des Siegener Theaters ausmacht, findet sich im Theaterfest wieder. Seite 8 Motto Dran glauben : Griechische Staatsanleihen Publikum und Jury bestimmen die Preisträger der Biennale. Zu gewinnen gibt es griechische Staatsanleihen. Seiten 2 und 3 Fünf Jahre Apollo: Ein Theatermodell feiert Geburtstag Mit einem Festakt für alle Förderkreismitglieder und einem Podiumsgespräch feiern wir am Fünf Jahre Apollo. Seite 19

2 2 auf ein wort i Die Jury 2. Siegener Biennale Dran glauben Kurator: Kurator des Biennale- Rahmenprogramms: Fundraising: Organisations- und Ausstattungsleitung: Technische Leitung: Theaterkasse im Eingangsbereich des Biennale-Zeltes vor dem Apollo-Theater Morleystraße 1 I Siegen Telefon: 0271/ I Fax: 0271/ Öffnungszeiten während der Biennale: Mo Fr: Uhr I Sa: Uhr An Sonn- und Feiertagen wird die Kasse 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Apollo-Newsletter Unser -Newsletter kann auf und an der Theaterkasse kostenlos abonniert werden. Facebook-Fanpage Impressum Magnus Reitschuster Prof. Dr. Ralf Schnell Walter Schwerdfeger Petra Georg-Achenbach Robert Schäfer Alle Biennale-Veranstaltungen sind bei Facebook zu finden unter: 2. Siegener Biennale wir freuen uns über Kommentare und Diskussionen. Herausgeber: Apollo-Theater Siegen I Morleystraße Siegen I Tel.: / Fax: / I Internet: Verantwortlich i.s.d.p.: Magnus Reitschuster Redaktion: Jan Vering, Miriam Petri Gestaltung: Lisa Bäcker; Benderwerbung, Siegen Druck: Vorländer GmbH & Co. KG, Siegen Kreis Siegen- Wittgenstein Stadt Siegen Verehrtes Publikum... Verdammt lang her, verdammt lang: Vor fünf Jahren eröffnete unser neues, mit Herzblut erkämpftes Theater. Die 2. Siegener Biennale ist also auch eine Geburtstags-Fete für dieses schöne, vielgeliebte und trotzige Kind namens Apollo. Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen / und jedermann erwartet sich ein Fest. So Goethe. Willkommen also zum ambitioniert Apollinischen, zum kulinarisch Dionysischen, zur k o n z e n t r i e r t e n Nachdenklichkeit auf der Bühne und zum weinseligen Versacken im Zelt. Die ganze Spannbreite des neuen T h e a te r m o d e l l s versammelt sich in diesen drei Wochen: das Beste der Theatermetropolen neben dem Jugend- Partizipationsprojekt des Apollo-Theaters und seinen Eigenpro- Magnus Reitschuster Intendant duktionen darunter die letzte der 34 Aufführungen von Ich habe einen Traum, die mit der Biennale 2009 begann und nun dran glauben muss. (Wird die schön traurig!) Unruhe ist erste Theaterpflicht, es will die Verhältnisse dadurch zum Tanzen bringen, dass es ihnen ihre eigene Melodie vorsingt, wie der berühmte deutsche Philosoph Marx es ausdrückte. Walter Schwerdfeger Vorstandsvorsitzender In den (berechtigten, aber nervenden) Singsang vom fehlenden Geld wollen wir hier nicht mit einstimmen. Im Gegenteil: Die Biennale ist den Menschen dieser Region so viel wert, dass sie zusätzlich aufgebracht haben, um dieses in 2011 ausgefallene Fest am Karsamstag 2012 wieder auferstehen zu lassen. Und zwar mit dem Doppelprojekt Draußen vor der Tür vom Thalia Theater Hamburg und der anschließenden Auferstehungssinfonie. Dass es die Biennale immer noch gibt, ist ein Wunder. Ein Wunder an Bürgersinn und nicht nachlassendem Engagement auch nach der Euphorie der Aufbruchsjahre. Wir wollen dieser Stadt und Region die Möglichkeit geben, über sich hinauszuwachsen. Und das mit Lust. Publikum + Jury bestimmen Preisträger 5 Theater-Enthusiasten Eine fünfköpfige Jury und das Publikum stimmen ab, wer den Biennale-Preis gewinnt. Das Publikum hat Wahlurnen für Sehr gut Okay War nix. Z ur Biennale-Jury gehört Tobias Schuster, Schauspieldramaturg am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Er ist in Siegen zur Schule gegangen und hat 2004 an der Siegener Inszenierung von Kleists Der zerbrochene Krug mitgewirkt. Prof. Dr. Ralf Schnell, früher Rektor der Siegener Universität, gehört ebenso zur Jury wie die Anglistik-Professorin Dr. Brigitte Pichon, die im Apollo-Programmbeirat mitwirkt. Sven Schuppener ist Chefredakteur der Schülerzeitschrift LAUTschrift und Mitglied des Schultheaters am Gymnasium Wilnsdorf. Simon Dworaczek, Schüler am Gymnasium Lennestadt, hat eine neue Theatergruppe aufgebaut und zwei eigene Inszenierungen realisiert. Im Apollo-Theater wirkte er in dieser Spielzeit als Regiehospitant bei Busch-Brüder oder Karajans Bräune mit. Das Apollo-Publikum stimmt nach jeder Vorstellung ab. Foto: René Achenbach

3 der kirschgarten I preisverleihung 3 Der Kirschgarten aus Köln mit der Schauspielerin des Jahres Spaß aus Verzweiflung Was für eine Art Stück ist Tschechows Kirschgarten eigentlich? Ein Familiendrama? Eine Groteske zwischen Adel und Bürgertum? Als tragische gesellschaftskritische Komödie hat der Autor selbst sein letztes Stück charakterisiert. U nd genau so hat Karin Henkel das 1904 Familie; sie alle laborieren Kinder und Angestellten der uraufgeführte Werk an der gleichen Krankheit: Es am Kölner Schauspielhaus fehlt an Vielem, auch an Liebe, inszeniert mit dem Erfolg, doch fatalistisch lässt man die dass ihre Fassung zum Berliner großen und kleinen Katastro- Theatertreffen eingeladen phen des Lebens geschehen. wurde. Die Kirschgartenmenschen Worum geht es? Eine Familie sind unruhig, unzufrieden, zerbröselt, die Schulden sie stolpern über ihre Wider- wachsen ins Unermessliche, sprüche. das Erbe ist bedroht. Jeder Tschechow stellt jede Position weiß es, aber gelähmt von infrage, das Neue wie das Gewohnte, wenig rosigen Zukunftsaussichten das Pragmatische wie werden die Hände in das Utopische hellsichtige den Schoß gelegt. Analyse und subversive Ironie Wir lernen kennen: Ljuba zugleich. Ranjewskaja und ihren Bruder Ein Stück über die Künste des Gajew, hoch Missverste- v e r s c h u l d e t e Besitzer eines alten Landguts mit legendärem Kirschgarten, die in Erinnerung der schönen, heilen Welt ihrer Kindheit alle Rettungschancen verpassen. Den jungen, erfolgreichen Geschäftsmann Lopachin, dessen Vorfahren noch als Knechte auf dem Hof geschuftet haben. Er schlägt vor, den Kirschgarten abzuholzen, Ferienhäuser zu bauen und zu vermieten: der Plan einer neuen Ökonomie. Die Gesellschaft tanzt in den Untergang hens, über Fatalismus, über bizarre Verrückungen von Wünschen und Ängsten in einer Welt, die fast so unübersichtlich und lähmend ist wie heute. Lina Beckmann, 2011 von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt, spielt im Kirschgarten die Rolle der Warja. Für diese intensive Interpretation (sowie für ihre Rolle in Karin Beiers Inszenierung Das Werk / Im Bus / Ein Sturz ) wurde die Künstlerin, die seit 2007 zum Ensemble vom Kölner Schauspielhaus gehört, auch mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet. Die Zeit charakterisiert ihre Kirschgarten -Rolle so: Die Adoptivtochter Warja, toll gespielt von der stimmge- waltigen Lina Beckmann, die versucht, den zerfallenden Selbstbetrüger-Laden zusammenzuhalten. Die 31-Jährige stammt aus Hagen und hatte ihre ersten Engagements an den Schauspielhäusern Bochum und Zürich, wo sie gleich in großen Rollen besetzt wurde. Di I I 20 Uhr Foto: Sebastian Hoppe Eine Gesellschaft wird gezeigt, die statt dem Bankrott ins Auge zu sehen, in den Untergang tanzt. Vergnügen aus Verzweiflung. FAZ Dran glauben das gilt auch für die Biennale-Preisverleihung Griechische Anleihen Direkt nach der Aufführung der Vontobel-Inszenierung von Schillers Jungfrau von Orleans trifft sich die Biennale-Jury ein letztes Mal. 30 Minuten später steht fest, welche Inszenierungen als Preisträger aus der 2. Siegener Biennale hervorgehen. E in Biennale-Preis wird auf Grund der Publikumsabstimmungen nach den Vorstellungen vergeben; den zweiten bestimmt die Fachjury. Zu gewinnen gibt es zwei Mal griechische Staatsanleihen im Wert von je Euro. Auch hier gilt das Motto: Dran glauben die siegreichen Ensembles können darauf hoffen, dass griechische Staatsanleihen im Wert wieder steigen und sie dann mehr als nur die Euro für ihre Theaterkasse verbuchen können. Übrigens: Bei der 1. Siegener Biennale gab es nach gleichem Muster Aktien der Hypo Real Estate Bank zu gewinnen und am Ende einen (kleinen) finanziellen Zusatzerlös für die Sieger. Außerdem wird es erstmals einen Ehrenpreis des Intendanten geben, der für besondere künstlerische Leistungen im Rahmen der Siegener Biennale verliehen wird. Die Preisverleihung findet am Samstag, 28. April, kurz nach Ende der Jungfrau von Orleans -Vorstellung statt, also etwa gegen Uhr.

4 4 draussen vor der tür I Biennale-zelt Wolfgang Borcherts Heimkehrerdrama radikal und großartig Draußen vor der Tür Betroffenheitskitsch, nie warst du ferner, schreibt die Süddeutsche Zeitung über diese Inszenierung des Hamburger Thalia- Theaters. Dass die Biennale damit eröffnet wird, ist programmatisch und zugleich der Auftakt für die Auferstehungssinfonie. Foto: Armin Smailovic Z um Draußen vor der Tür -Ensemble des Regisseurs Luc Perceval gehören, neben den Promis Felix Knopp, Barbara Nüsse und Peter Maertens, auch acht Akteure des Behinderten-Theaterprojekts Eisenhans. Dazu schreibt Die Welt: Was im täglichen Leben Behinderung bedeutet, verkehrt sich hier auf der Bühne in Überlegenheit. Denn natürlicher könnte kein Schauspieler ungelenk in Wehrmachtsuniform gläubig ins Verderben marschieren. (Übrigens: Luc Percevals Inszenierung von Tod eines Handlungsreisenden war einer der Aufreger bei der 1. Siegener Biennale.) Draußen vor der Tür spielt in der Nachkriegszeit in Hamburg. Beckmann kommt humpelnd und frierend aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien nach Hause zurück und trifft alles anders an, als er es verlassen hat. Er ist einer von denen, die nach Hause kommen und die dann doch n i c h t n a c h Emotional überwältigender Abend Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist. Und ihr Zuhause ist dann draußen vor der Tür. Wolfgang Borchert schrieb sein Heimkehrer-Stück als 26-Jähriger in nur acht Tagen. Dieses wichtigste deutsche Antikriegsdrama ist zunächst als Hörspiel erschienen.1947 ausgestrahlt, war Draußen vor der Tür ein so durchschlagender Erfolg, dass es der Nordwestdeutsche Rundfunk gleich vier Mal hintereinander sendete. Wenige Monate später, am 21. November 1947, wurde Draußen vor der Tür" am Hamburger Thalia- Theater herausgebracht. Borchert, der einen Tag vor der Uraufführung den Folgen seiner Kriegsverletzungen erlag, hat damit nicht nur sein eigenes Schicksal verarbeitet, sondern den Überlebenden den ganzen tragischen Wahnsinn des Krieges auf authentische Weise vor Augen geführt. Perceval hat Bocherts Drama des Kriegsheimkehrers Beckmann in einen emotional überwältigenden Abend verwandelt. Die Welt Sa I 7.4. I 19 Uhr Biennale-Zelt mit Bühne Geöffnet 2 Std. vor jeder Vorstellung Begegnungen & Chillen Eine besondere Spielstätte entsteht im Biennale-Zelt direkt vor dem Apollo-Theater mit Bühne und einer kompletten Lounge rund um den integrierten Scheinerplatz-Springbrunnen. Der ideale Ort zum Chillen, für leibliche Genüsse und gesellige Runden. H ier findet am Samstag, 7. April, ab 17 Uhr die Eröffnung der 2. Siegener Biennale statt. Theater-Macher, Vertreter der Bürgerschaft und Musiker werden das dreiwöchige Theaterfest starten. Mitwirken werden Apollo- Intendant Magnus Reitschuster, der Rapper B. E. der Micathlet alias Mohamed El Chartouni und Walter Schwerdfeger, der Vorsitzende des Apollo-Trägervereins. Die Zelt-Bühne wird während der Biennale vielfältig genutzt: zum Beispiel für Apollo begrüßt jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Oder für Konzerte unterschiedlichster Spiel- und Stilrichtungen zwischen Jazz und Rock, Swing und Rap. Auch Dichterlesungen und Theatergespräche können hier stattfinden. Übrigens: Bei Zelt-Konzerten wird erst eine halbe Stunde vorher geöffnet. Das Biennale-Zelt ist aber natürlich viel mehr als nur eine Bühne: Es bietet mit seinen Sitzgruppen und Tischen einen wunderschönen Rahmen für entspannte Begegnungen zwischen Schauspielern und Publikum vor und nach Vorstellungen. Bei der 1. Biennale gab es Diskussionsrunden mit Künstlern wie Thomas Thieme oder André Jung bis in die frühen Morgenstunden. Das Team des Apollo-Theaterrestaurants Bariton sorgt dabei für das Dionysische, sprich für Speis und Trank. Biennale-Eröffnung Sa I 7.4. I 17 Uhr Das Zelt wird in der Regel zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Foto: René Achenbach

5 Auferstehungssinfonie i mittwochsakademie 5 Mahlers gewaltiges Werk erklingt am 7. April in der Osternacht: Auferstehungssinfonie Eigentlich ist Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie so ziemlich das Großartigste, was man in einer Osternacht erleben kann! Warum ist sie trotzdem so selten zu hören? Weil das riesig besetzte Werk zwei Orchester braucht, einen mächtigen Chor, Solistinnen... A nlässlich der Eröffnung der 2. Siegener Biennale unter dem Thema Dran glauben soll diese Auferstehungssinfonie zu erleben sein. Und da das Apollo-Theater trotz seiner 14 Meter breiten und 15 Meter tiefen Bühne dafür zu klein ist, findet Mahlers großartiges Werk Out of Apollo statt nämlich ab 22 Uhr im Großen Saal der Siegerlandhalle. Ü b r i g e n s : Die Anfangszeiten der Biennale-Eröffnung (ab 17 Uhr im Biennale-Zelt) und der ersten Theatervorstellung ( Draußen vor der Tür, Thalia Theater Hamburg, Beginn: 19 Uhr) wurden extra so gelegt, dass Besucher alle drei Ereignisse mit entsprechender Pause dazwischen wahrnehmen können. Beteiligt an der Auferstehungssinfonie sind die Philharmonie Südwestfalen, die Bergischen Sinfoniker, die Kantorei Siegen und der Philharmonische Chor Siegen. Dirigieren wird Simon Gaudenz (siehe Foto); Solistinnen sind Anke Krabbe (Sopran) und Evelyn Krahe (Alt). Gaudenz gewann 2009 den Deutschen Dirigentenpreis, die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten in Europa. Der international gefragte Pultstar wird nicht nur von großen Gibt es ein Leben nach dem Tod? Orchestern aus ganz Europa verpflichtet, sondern arbeitet auch regelmäßig mit Solisten wie Gidon Kremer, Barbara Bonney, Martin Stadtfeld und ähnlichen künstlerischen Kalibern zusammen. Gustav Mahler schrieb seine rund 80 Minuten lange Auferstehungssinfonie" zwischen 1888 und 1895, in einer Zeit, die den Komponisten mit mehreren Todesfällen im engsten Familien- und Freundeskreis konfrontierte. Tief bewegende Jahre für Mahler, die ihn emotional extrem forderten. Der Komponist entwickelte für seine Sinfonie Nr. 2 c- Moll,Auferstehung für Soli, gemischten Chor und Orchester so der offizielle Titel ein komplettes erzählerisches Programm. Danach symbolisiert der erste Satz eine Beerdigung und stellt Fragen wie: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Der zweite Satz stellt eine Erinnerung an g l ü c k l i c h e Zeiten in dem L e b e n d e s Verstorbenen dar, während der dritte Satz das menschliche Leben als sinnlose Aktivität schildert. Im vierten Satz geht es um den Wunsch nach einem Abschied aus diesem Leben ohne Sinn. Der fünfte Satz aber enthält nach einer Rückkehr der Zweifel des dritten Satzes und der Fragen des ersten die leidenschaftliche Hoffnung auf eine ewige, transzendente Erneuerung: Auferstehung! Foto: Giorgio von Arb Ergänzt wird Mahlers Sinfonie-Kantate durch eine fünfminütige Einspielung von Luigi Nonos Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz ( Erinnere dich dessen, was dir in Auschwitz angetan wurde ). Durch diese Konfrontation soll das Biennale-Motto Dran glauben in seiner Doppelbedeutung ( Dran glauben müssen / An etwas glauben ) deutlich werden. Nono wollte musikalisch ausdrücken, was weder Foto: Sigrid Rossmann Bühne noch Wort darzustellen vermögen: die Millionen Toten in den Konzentrationslagern. Eine Erinnerung, denn so Nono: Erinnern bedeutet Zwei Chöre und auch, die Ereignisse einer zwei Orchester bestimmten Zeit in ihrer Aktualität wieder zu entdecken und dazu beizutragen, sie unwiederholbar zu machen, indem man ihre Ursachen aus der Welt schafft. (Siegerlandhalle) Sa I 7.4. I 22 Uhr Siegener Mittwochsakademie behandelt im Sommersemester Theater Es geht um die großen Biennale-Aufführungen: Mission und Ästhetik des Gegenwartstheaters Referent ist Dr. Knut Lohmann Im Sommersemester 2012 thematisiert die Siegener Mittwochsakademie das Biennale-Programm Titel der Vorlesungsreihe: Mission und Ästhetik des Gegenwartstheaters". Dozent ist Dr. Knut Lohmann. Start ist am Dienstag, 10. April, im Apollo, wo es ab 18 Uhr um die Biennale- Eröffnungsvorstellungen geht ( Draußen vor der Tür und G. Mahlers Auferstehungssinfonie ). Titel des Vortrags: Verzweiflung Mahnung Hoffnung. Ab dem 25. April geht es jeweils mittwochs im Medien- und Kulturhaus Lÿz weiter. Behandelt werden Die Gerechten" (Albert Camus), Nora oder Ein Puppenhaus" (Henrik Ibsen), Das letzte Band" (Samuel Beckett) und Monolog aus Winterreise" (Elfriede Jelinek), Die Jungfrau von Orleans" (F. Schiller) sowie Der Kirschgarten (Anton Tschechow). Der Titel der Reihe deutet an, dass sowohl den transportierten Inhalten als auch dem Kunstcharakter der Aufführungen kritische Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ergebnis soll wenn möglich eine Art Bestandsaufnahme des Gegenwartstheaters 2012 sein: was es will und was es kann. Dr. Lohmann wird sich bemühen, allen Teilnehmern auch denen, die eventuell eine Biennale-Aufführung nicht gesehen haben einen lebendigen Eindruck dieser Abende zu vermitteln. (Apollo-Theater) Di I I 18 Uhr

6 6 die gerechten i nipplejesus Junge Inszenierung vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg Camus Die Gerechten Gleich zu Beginn der ersten Biennale-Woche gibt es zwei Vorstellungen einer jungen Inszenierung, die von einem der berühmtesten und traditionsreichsten Theater stammt, dem Hamburger Schauspielhaus (von Gustaf Gründgens Bühne). E s geht um die Frage, ob man morden darf für eine bessere Welt. Albert Camus Die Gerechten ist eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Terrorismus, 1949 uraufgeführt und wie der Blick in die Tageszeitungen lehrt - brennend aktuell. Camus Stück basiert auf einer wahren Begebenheit: Im Jahre 1905 verübten Sozialrevolutionäre einen Anschlag auf einen russischen Großfürsten. Die Träumer des Absoluten, wie Hans Magnus Enzensberger jene Revolutionäre des zaristischen Russlands nannte, suchen nach einer menschlichen Gesellschaftsordnung. Sie planen ein Attentat auf den Großfürsten. Alle blicken auf den charismatischen Revolutionär Janek Kaljajew, der den Machthaber auf dem Weg vom Palast zum Theater in die Luft jagen soll. Doch in der Kutsche sitzen neben dem politisch Verhassten auch zwei Kinder, die Nichte und der Neffe des Fürsten. Ihre Anwesenheit lässt Janek zögern. Der erste Attentatsversuch misslingt, zwischen den Revolutionären entbrennt die Debatte darüber, wie weit der Einsatz von Gewalt im Kampf um Gerechtigkeit gehen kann. Darf oder muss man sich der Mittel des Gegners bedienen? Ab wann wird Recht zu Unrecht? Diese junge Inszenierung wird als Maßstäbe setzend gefeiert. Das berühmte Hamburger Schauspielhaus hat im Apollo schon mit Hamlet und Törless wichtige Impulse gesetzt. Unsere Welt zeigt uns heute ein widerliches Gesicht, gerade weil sie von Menschen gezimmert wird, die sich das Recht anmaßen, diese Grenzen zu überschreiten und insbesondere Mitmenschen zu töten, ohne selbst mit dem Leben zu bezahlen, sagte Albert Camus. So kommt es, dass die Gerechtigkeit heute überall auf der Welt den Mördern jeglicher Gerechtigkeit als Alibi dient. e Mo I 9.4. I 20 Uhr anschließend Premierenfeier für alle Di I I 20 Uhr anschließend ab Uhr Theatergespräch: Vom Glauben an die Revolution Foto: Oliver Fantitsch Kurzgeschichte von Nick Hornby bildet die Vorlage des Stücks: Im Museum NippleJesus Gute Kunst will gut bewacht sein vor allem, wenn sie so skandalträchtig ist wie die Arbeit NippleJesus. So heißt das Kunstwerk, das David, ein ehemaliger Rausschmeißer eines Clubs, neuerdings bewachen soll. E s ist mit Abstand betrachtet eine ganz normale Abbildung eines Kruzifixes. Erst aus der Nähe sieht man, dass es sich um eine Collage handelt, zusammengesetzt aus Brustwarzen, aus Pornoheften herausgeschnitten. Für David ein schmutziger Job. Nach einer Begegnung mit der Künstlerin aber verteidigt er ihr skandalöses Werk. David wird zu dessen Anwalt, sowohl gegen das Urteil seiner Frau wie auch gegen die Hetzkampagnen von Politik, Medien und religiösen Fundamentalisten. Er sieht seine Aufgabe darin, das Kunstwerk vor seinen Angreifern zu schützen und die Betrachter vor dem näheren Hinsehen zu bewahren. Was David nicht ahnt: Er selbst ist Teil eines Konzepts der Künstlerin, dem auch das Kunstwerk zum Opfer fallen wird... NippleJesus nach einer Kurzgeschichte von Nick Hornby ist ein Stück über Kunst und Kommunikation, über Auf- und Absicht, über das Verstehen von Kunst und den subjektiven Blick, den wir pflegen müssen. Mi I I 20 Uhr (Museum für Gegenwartskunst) anschließend Theatergespräch Infos siehe Kasten rechts Kunst und Blasphemie? Nach der NippleJesus - Vorstellung im Museum für Gegenwartskunst diskutieren Prof. Dr. Georg Plasger, der Ev. Theologie an der Siegener Universität lehrt, und der NippleJesus - Darsteller Hermann Book vom Hamburger Schauspielhaus über das Thema Kunst und Blasphemie. Die Gesprächsleitung bei diesem Theatergespräch, das ebenfalls im Museum stattfindet, hat Prof. Dr. Ralf Schnell. Foto: Oliver Fantitsch

7 apollo begrüsst i Mohamed & freunde 7 Eine Stunde vorher: Einführungen mit Ralf Schnell + Rapper B.E. Neues Apollo begrüßt Zwei Gesichter werden die Einführungen zu den Biennale-Vorstellungen wesentlich prägen: Ralf Schnell, bis 2009 Rektor der Siegener Universität, und Rapper Mohamed El Chartouni alias B.E. der Micathlet. Beginn: Immer eine Stunde vor der Vorstellung. D as vertraute Apollo begrüßt wird auf der Bühne des Biennale-Zelts stattfinden. Ralf Schnell führt in die meisten der Veranstaltungen ein außerdem wird B.E. jeweils die anstehende Theateraufführung in einer gerappten Kurzfassung vorstellen. Schnell ist Kurator des Biennale-Rahmenprogramms und wird auch als Referent oder als Moderator von Biennale- Diskussionen und Gesprächen nach Autorenlesungen während des Siegener Theaterfestes präsent sein. Mit dem Apollo ist der Literaturwissenschaftler von Anfang an eng verbunden; er hat in den letzten Jahren einige der aufund anregendsten Apollo- Theatergespräche moderiert. Das Publikum schätzt seinen elegant-sachlichen Stil, der von Fachkenntnis und Theaterleidenschaft gleichermaßen geprägt ist und ebenso Schnells Fähigkeit, eine Diskussion immer wieder in das Publikum hinein zu erweitern. Ralf Schnell hat Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie und Publizistik studiert. Er lehrte in Hannover und Tokio, war Gastprofessor in Ägypten und den Niederlanden, ehe er 1997 als Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an die Universität Siegen kam. Er ist Mitherausgeber der 27-bändigen Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls. Foto: René Achenbach Frohe Ostern mit B.E. Rap unplugged mit Live-Band Mohamed und Freunde Mohamed El Chartouni, der bekannteste Rapper der Region, den die HipHop-Szene unter seinem Künstlernamen B.E. der Micathlet kennt, wird am Sonntag, 8. April, ab Uhr ein Osterkonzert im Biennale-Zelt geben zusammen mit zehn Freunden. D as aufgesetzte im Anerkennungsjahr als Sozialarbeiter. bekannte Battle-DVD Feuer tour (2009, 2010) sowie auf die Böse-Bube-Image, mit dem andere Künstlerisch hat er sich breit über Deutschland". gerne ihre Rap-Karrieren aufgestellt, als Solist und B.E. ist ein geborener Enter- würzen, ist seine Sache nicht. mit seiner Gruppe Rapresidentz. tainer, der im Zusammen- Dieser Wortakrobat spielt lieber Gerade ist sein dritspiel mit seinen Brüdern Najib mit sämtlichen Klischees, tes, Album Zeitlos erschienen. ( Nef ) und Ibrahim ( Pipo ) bricht und veräppelt sie. Im Apollo wirkte er beim ein untrügliches Gespür Immer wieder greift B.E. Faust mit war er bei beweist für gesellschaftliche selbstironisch auf die eigene elf Aufführungen des Apollo- Schräglagen und aufgesetztes Biografie zurück und die ist Weihnachtskonzertes dabei, Pathos. Und der keine Angst spannend genug: Mitten im seit 2011 wirkt er im Martin- hat vor ganz persönlichen, Krieg in Beirut geboren, Flucht Luther-King-Konzert mit. oft berührenden Geschichten. der Familie, als er vier war; in 2004 begleitete er Sido, B.E. mit Freunden plus Band Siegen, wo er aufwuchs, waren Bushido und Fler auf ihrer (sie nennt sich Schlecht Vor- er und seine Angehörigen Aggro-Tour als Supportact. bereitet ) das kann ein Fest jahrelang von Abschiebung Seine Qualitäten brachten ihn werden. bedroht. Trotzdem schaffte in die Endrunde des Battle of der Flüchtlingsjunge Schule the Month (2005), ins Deutsch- So I 8.4. I Uhr und Studium; zurzeit steckt er landfinale der 1-on-1 Freestyle- Foto: René Achenbach Mit Künstlern ins Gespräch kommen Seit Apollo-Eröffnung gibt es nach besonderen Vorstellungen Theatergespräche natürlich auch bei der Biennale. Dabei kommt es oft zu einem sehr lebendigen Austausch nicht nur der Künstler untereinander, sondern auch zwischen Schauspielern und Publikum. Moderieren wird die Biennale-Theatergespräche Prof. Dr. Ralf Schnell.

8 8 apollo pur i Konzert der band franz biberkopf Gastspiele Sinfonie Kinder-/Jugendstücke Eigenproduktionen Biennale ist Apollo pur In der 2. Siegener Biennale findet sich alles, was das Profil des fünf Jahre alten Siegener Theaters ausmacht und zwar konzentriert. Die Biennale ist nicht nur ein herausgehobenes Theaterfest, sondern gleichzeitig Apollo pur. B eispiel Metropolentheater: Schon seit der ersten Spielzeit gehören Gastspiele der wichtigsten deutschsprachigen Bühnen mit Inszenierungen, über die landesweit gesprochen wird, zum Apollo-Spielplan (Deutsches Theater Berlin, Staatstheater Dresden, Deutsche Oper am Rhein, Maxim- Gorki-Theater Berlin, Deutsches Theater Göttingen, Mainzer Staatstheater,...). Prominente Schauspieler des Jahres wie Ulrich Matthes, Constanze Becker, Jens Harzer oder Corinna Harfouch spielen im Apollo, oder aktuell André Jung. Stücke, die beim Berliner Theatertreffen zu sehen sind, laufen auch in Siegen (z. B. Der Konzentriertes Profil des Theaters Kirschgarten und Nora oder Ein Puppenhaus ). Beispiel Kindertheater: Dass die Apollo-Kinderstücke zum Aufwendigsten gehören, was hier produziert wird, hat sich herumgesprochen der Besucherandrang belegt es: Fast ein Drittel der knapp Apollo- Besucher pro Spielzeit sind Kinder und Jugendliche. Darum gehört das Kinderstück Nur ein Tag zum Biennale-Programm, darum H 2 0 Dran glauben in Siegen mit Siegerländer Jugendlichen, darum herausfordernd junge Inszenierungen wie Die Gerechten oder Draußen vor der Tür. Beispiel Eigenproduktionen: Die aktuellen Stücke Busch- Brüder oder Karajans Bräune, Love Letters und das Martin- Luther-King-Konzert Ich habe einen Traum reihen sich ein in eine illustre Schar von Apollo-Produktionen ( Kassandra, Faust, Gut gegen Nordwind, Iphigenie, Der Kontrabass, Dido & Aeneas...). Die Beispiele lassen sich fortführen: Die weltberühmten King s Singers stehen für die seit fünf Jahren erfolgreiche Konzertreihe Apollo vokal. Die Philharmonie Südwestfalen, die das sinfonische Programm im Apollo-Theater bestreitet (nirgendwo spielt das heimische Landesorchester öfter), bietet mit Mahlers Auferstehungssinfonie in der Osternacht ein Klangerlebnis, wie es nur ganz selten zu hören ist einfach weil man so eine große Besetzung nur selten zusammenbekommt. H 2 0 Dran glauben in Siegen Foto: René Achenbach ist das klassische Beispiel einer Apollo-Kooperationsproduktion, in der heimische Akteure mit einem professionellen Berliner Regieteam zusammenarbeiten. Das Eigene und das Fremde treffen sich, wirken aufeinander ein, befruchten sich: Das gilt fürs Apollo-Theater generell wie für die Biennale. In diesem Sinne: Auf zu dem Feste, froh soll es werden (aus Mozarts Don Giovanni ). Band zwischen Straße und TV-Studio Die Biber live Franz Biberkopf ist eine siebenköpfige Rap- und Reggae-Band, ein Männerverein mit Gitarren, einem Cello, Keyboards, Percussion und Rap-Gesang. D ie Biber kultivieren eine Musik, in der verschiedene Stilrichtungen zusammenlaufen Fusion eben. Die Mischung ist so attraktiv geraten, dass Franz Biberkopf vor wenigen Monaten in die WDR-Kultursendung Bauerfeind eingeladen wurde und auch beim täglichen TV-Format daheim & unterwegs unter den besten Straßenmusikern des Landes nominiert wurde. Pup, Mauritz, Dominik, Matti, Kann Ueno und Jonas haben bereits zu Schulzeiten zusammen Musik gemacht. Um für Franz Biberkopf komplett zu sein, holten sie sich noch Carsten dazu. Zur Straßenmusik kam die Gruppe, als die Band-Mitglieder aus Spaß einmal draußen probten. Touren durch Belgien und Holland Sie wurden gehört und es gefiel. Seitdem sind sie regelmäßig als Straßenmusiker unterwegs und inzwischen schon gemeinsam durch Deutschland, Holland und Belgien getourt. Sie fahren meist mit zwei oder drei Autos los. Nachts zelten sie oder schlafen bei Bekannten. Der Bandname bezieht sich auf den Protagonisten in Döblins Roman Berlin Alexanderplatz. Christoph und Pup hatten das Buch im Deutsch- Leistungskurs gelesen der Name blieb bei ihnen hängen. Aus dem Schulalter sind sie allerdings mittlerweile raus. Alle studieren und leben in unterschiedlichen Städten. So I I Uhr Foto: Carsten Kohler

9 nora oder ein puppenhaus i poetry slam 9 Nora oder Ein Puppenhaus Preisgekrönte Hauptdarstellerin Ibsens Psycho-Thriller Zur Nachwuchsschauspielerin 2011 wurde sie gekürt, mit dem 17. Oberhausener Theaterpreis und dem Publikumspreis geehrt... Der Preisregen für Manja Kuhl hat viel mit ihrer Leistung als Titelheldin in Ibsens Nora zu tun. D iese Inszenierung ist dem Tode nah. Doch die vom Theater Oberhausen sorgte Puppenhaus von Nora und schlimmste Gefahr für das beim Berliner Theatertreffen Helmer droht von innen... für Aufsehen. Ibsens Nora Henrik Ibsens 1879 uraufgeführtes ist nach wie vor so meint Meisterwerk des Na- nicht nur die Hauptdarstellerin turalistischen Theaters ist ein ein Stück, über das sich erstaunlich aktuelles Plädoturalistischen zu diskutieren lohnt. yer für die Rechte der Frauen Es beginnt ganz idyllisch: In und ein ebenso raffiniert ihrem gemütlichen Heim freuen gestricktes Melodram wie ein sich der Banker Helmer, spannender Thriller. Regie in seine entzückende Frau Nora dieser mehrfach ausgezeichneten und ihre niedlichen Kinder auf Inszenierung führte der das Fest der Liebe. Er nennt Komödien- und Katastrophenspezialist sie zärtlich sein Eichhörnchen Herbert Fritsch, der und Singvögelchen, auch das Bühnenbild entwarf. sie schmückt den Baum. Aber Fritsch arbeitet als Schauspieler das Idyll bröckelt: Ein Erpresser (u. a. an Frank Castorfs taucht auf, ein Freund Berliner Volksbühne) und Fil- Foto: Thomas Aurin memacher ( hamlet_x, Elf Onkel ) wurde er mit dem Oberhausener Theaterpreis ausgezeichnet. Außerdem war er mehrfach nominiert als Bühnenbildner des Jahres. Mischung aus Horror, Hitchcock-Krimi und Melodram. Rheinische Post Herausragende Schauspielleistung. nachtkritik.de e Fr I I 20 Uhr anschließend Premierenfeier für alle Sa I I 19 Uhr Promis am Start: Klötgen & Koslovsky und Patrick Salmen Poetry Slam = Wortsport Theaterspiel hat meistens das Wort als Grundlage. Darum passt eine junge Kunstform wie der 28. Siegener Poetry Slam wunderbar ins Theaterfest. Zumal das Oberthema I'm a Believer dem Biennale-Motto Dran glauben verwandt ist. I ' m a Believer, der Neil-Diamond-Song, mit dem die Monkees 1966 einen Riesenhit landeten, ist die lockere Vorlage für diesen 28. Siegener Poetry Slam, dessen Feld prominent besetzt sein wird. Jeder kann mitmachen. Moderator ist Olaf neopan Schwanke, selbst ein exzellenter Wortartist. Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit, bei dem die Teilnehmer innerhalb eines Zeitlimits selbstverfasste Texte vortragen. Alles ist erlaubt, was Stimme und Körper hergeben: Prosa, rockende Lyrik, Rap, Freestyle oder abgedrehte Kurzgeschichten. Eine Jury bewertet Text und Performance; die Slammer mit der besten Punktwertung kommen ins Finale, wo das Publi- kum mittels Applausintensität den Gewinner kürt. Als Poesie im Wettkampfformat und Literatursport beschreibt Wehwalt Koslovsky (siehe Foto), einer der prominentesten Teilnehmer, diese seit rund 20 Jahren existierenden Sprach-Wettspiele. Seit 1997 hielt er über Lesungen, Poetry Slams und Performances in Europa, den USA und Japan ab. Er gewann über 200 Poetry Slams. Seit 2008 ist er mit Frank Klötgen auch in Siegen als Klötgen & Koslovsky unterwegs; 2009 gewannen die beiden den Poetry Slam von sueddeutsche.de. Klötgen ist im Gegensatz zum Nur-Literaten Koslovsky Musiker und Slammer zugleich, Sänger und Texter der Band Marilyn's Army wurde er von Die Zeit mit dem Pegasus-Preis ausgezeichnet. Der Sprach-, Gesangs- und Klangkünstler veranstaltet seit 2005 den Essener Grend Slam und schreibt seit 2007 auf tagesspiegel.de den Stadtkind-Blog. Ebenfalls zugesagt hat der Wuppertaler Patrick Salmen, Lyrik- und Prosaautor, Bühnenliterat und Kabarettist nahm er erstmals an den Poetry-Slam-Meisterschaften in Zürich teil wurde er NRW-Vizemeister und deutschsprachiger Meister im Poetry Slam veröffentlichte er sein erstes Buch Distanzen. Mi I I Uhr Foto:René Achenbach

10 10 achenbach buschhütten i Waldrichsiegen Achenbach Buschhütten GmbH: Theaterkarten für Firmenkinder Ich will mit ins Apollo Du, Frau Barten, nächstes Jahr komme ich wieder mit! Colin (5) ist völlig begeistert von seinem ersten Theaterbesuch. Und Donika staunt: Das ist ja alles echt gespielt und nicht teurer als Kino. Den Apollo-Tag hatten die Kinder gewonnen. E in gutes Dutzend Theaterkarten hatte es 2009 bei jener Nikolausfeier der Firma Achenbach Buschhütten zu gewinnen gegeben. Die Kinder hatten sich schick gemacht, waren vorher schön essen gegangen trat Herr von Kuckuck (Jan Becker) aus dem Lebkuchenmann bei der Firmen- Nikolausfeier auf und verteilte Lebkuchen, teils mit eingebackenen Apollo-Gutscheinen kam Pippi Langstrumpf (Isabella Leicht) zur vorweihnachtlichen Firmenfeier; sie verschenkte Goldmünzen aus ihrem Schatz, mit denen wiederum Apollo-Karten verlost wurden. Warum macht sich Dr. Gabriele Barten, Leiterin des Marketings bei der Achenbach Buschhütten GmbH und Ehefrau des Chefs dieses weltweit tätigen Maschinenbau-Unternehmens, für solche Theater- Kontakte stark? Kinder brauchen mehr denn je die Herausforderungen an eigenes Denken, Fühlen, Erleben und Handeln, sagt sie. Das Greifen, das allem Begreifen vorausgehen müsse, könne weder durch die Medien noch durch den Computer ersetzt werden. Theater dagegen initiiere in den Kindern diese wichtigen Lernprozesse, indem sie Bewegung, Sinneswahrnehmung und Erkenntnis effektiv verknüpfen. Bei Achenbach Buschhütten, wo viele Mitarbeiter in dritter oder vierter Generation arbeiten, sind solche Initiativen Teil der Unternehmenskultur. Übrigens: Bei Nur ein Tag (Artikel rechts) werden gut 20 Firmenkinder dabei sein. Natürlich auch Colin! Pippi Langstrumpf zu Besuch bei der Achenbach Buschhütten GmbH das alteingesessene Maschinenbau- Unternehmen pflegt innige Theater-Kontakte und unterstützt das Apollo. Foto: Achenbach-Buschhütten GmbH WaldrichSiegen verschenkt Tickets Theater-Azubis Lehrlinge im Theater? Für die Auszubildenden von WaldrichSiegen ist das nicht ungewöhnlich. Ihre Firma lädt sie ein und sie reagieren intensiv. Foto: Apollo Siegen Intendant Magnus Reitschuster (rechts Mitte) fühlte sich wohl unter den WaldrichSiegen-Azubis in der Werkshalle. I ch hatte geglaubt, man müsste da steif rumsitzen. Aber dann war es richtig interessant. So berichtete einer nach seinem ersten Apollo-Besuch. Ein Kollege, der die Premiere von H 2 0 miterlebt hat, schrieb: Ich fand die Effekte toll, zum Beispiel die Live-Übertragung des Wasserbeckens und die aktuelle Musik. Ich finde es toll, dass junge Leute animiert werden zu schauspielern. Er glaubt, dass die Akteure dadurch auch Chancen bekommen fürs spätere Berufsleben. Ob Frühlings Erwachen! oder SMS Liebe, Woyzeck oder Onkel Wanja die jungen WaldrichSiegen-Mitarbeiter haben schon spannende Apollo-Aufführungen miterlebt. Und nicht nur sie, auch Kunden von WaldrichSiegen kommen in den Genuss von Theaterkarten ein Firmenpräsent, das wohl nachhaltiger wirkt und intensivere Gesprächsmöglichkeiten birgt als jedes noch so edle Schreibgerät. Warum engagiert sich der weltweit agierende Hersteller von Großwerkzeugmaschinen derart für seine Auszubilden- den und für das Apollo-Theater? (WaldrichSiegen gehört zu den Kuratoren.) Dieses Engagement gehört bei uns zur Unternehmenskultur, weil die Beschäftigung mit Kunst klug machen kann, sagt Marita Thoma, Leiterin der Kommunikationsabteilung, Kunst schärft den Blick, schaut Dinge voraus. Wobei sie oft selbst mitgeht, aus eigenem Interesse und auch als Türöffnerin, denn: Manche unserer jungen Leute sind beim ersten Mal schon ziemlich aufgeregt. Da hilft es, wenn wir gemeinsam gehen.

11 nur ein tag i h 2 o dran glauben in siegen 11 Großes Theater für die Kleinen: Nur ein Tag Nur ein Tag, inszeniert am Hamburger Schauspielhaus, erzählt witzig und berührend von Vergänglichkeit und von der unbändigen Kraft des Lebens. H 2 0 Dran glauben in Siegen : Vom Scheitern und Hoffen Junge Biennale tanzt Kooperationsprojekte sind prägend im Apollo: Ob eine Oper wie Dido & Aeneas in Zusammenarbeit mit dem Siegener Uni-Fachbereich Musik oder das Tanz-Theaterstück SMS Liebe mit Siegerländer Hauptschulen die Ergebnisse sind oft erstaunlich. A ls Wildschwein und Fuchs einer kleinen Fliege beim Schlüpfen zuschauen, weiß Wildschwein sofort, dass es klug wäre, sich jetzt sofort aus dem Staub zu machen weil eine Eintagsfliege ja leider sehr bald stirbt. Also besser gar nicht erst anfreunden. Die Fliege aber plant munter für ein langes Leben: Beruf, Familie, Sprachen lernen! Sie bezaubert Fuchs und Wildschwein so sehr, dass diese es nicht übers Herz bringen, ihr die Wahrheit zu sagen. Darum erfinden sie eine absurde Geschichte über Eintagsfüchse. Als die Fliege das hört, wirft sie bestürzt all ihre Pläne über Bord und übernimmt die Aufgabe, den Fuchs glücklich zu machen. Unter ihrer Anleitung wird das Leben des ungleichen Trios zu einem ganz großen Spiel. Doch Fuchs und Wildschwein verstricken sich immer mehr in ihrer erfundenen Geschichte Mit dieser Produktion von einer der renommiertesten deutschsprachigen Bühnen setzt das Apollo ein Zeichen: Die Biennale ist für alle da D as gilt auch für H 2 0 Dran glauben in Siegen, eine Biennale-Auftragsproduktion. Dazu die Siegener Zeitung: Wer H 2 0 gesehen hat, darf glauben: an die Jugend und an die Kunst, die das meiste aus ihnen herausholen kann. Vorläufer waren die Projekte Kickstart und SMS Liebe. Auch im neuen Stück haben Jugendliche eigene Formen gefunden professionell unterstützt von einem Team unter Leitung der Berliner Choreografin Ulrike Flämig. In einer ersten Arbeitsphase befragten die jungen Akteure Passanten in der Stadt. Sie gingen in Altersheim und Kindergarten, suchten sich Gesprächspartner in Bankfiliale und Kirche, City-Galerie und Moschee. Gefragt wurde nach der kleinen und großen Hoffnung: Woran glauben Sie? Woran zweifeln Sie? Wieso machen Sie weiter? Und auch die zweite Bedeutung des Biennale-Mottos, das Dran-Glauben- Müssen, das Scheitern, das Untergehen wird in Bewegung, Bild, Text und Klang verwandelt. Vor dieser Vorstellung referiert Prof. Dr. Ulrike Buchmann über Partizipationsprojekte des Apollo-Theaters. Sie erzählen von Hoffnung, vom Scheitern und vom gemeinsamen Wiederaufrappeln ( ) donnernder Applaus und ein Meer von selbst aufgeblasenen Luftballons. Siegener Rundschau 19 Uhr: Prof. Dr. Ulrike Buchmann über Partizipationsprojekte wie H 2 O Do I I 20 Uhr anschließend H 2 O-Party für alle auch und gerade für die Kleinen, die Zuschauer der Zukunft und der Gegenwart. Denn immerhin bilden Kinder und Jugendliche in jeder Spielzeit fast ein Drittel des Apollo-Publikums. Mi I I 17 Uhr Nach der Aufführung laden wir zu einer Luftballon-Aktion ein. Thema der Botschaften, die in den Himmel fliegen sollen: Was würde ich mir als Eintagsfliege wünschen? Foto: Oliver Fantitsch Foto: René Achenbach

12 12 love letters i busch-brüder oder karajans bräune Ingrid Cannonier und André Jung als Melissa und Andrew Love Letters Ich will wiederkommen, schrieb André Jung bei der ersten Siegener Biennale an die Gästewand mit Ausrufezeichen! Inzwischen fühlt sich dieser große Künstler (zweimal Schauspieler des Jahres ) im Apollo schon fast zu Hause. Foto: Christine Olma / Christian Hartmann Z usammen mit Ingrid Cannonier spielt er Love Letters. Es geht um Melissa und Andrew, Freunde und Liebende seit frühester Jugend. Aber sie können nicht zusammenkommen und auch nicht voneinander lassen. Ergreifende Geschichte einer unerfüllten Liebe Sie sitzen getrennt voneinander auf der Bühne und lesen die Notizen, Briefe und Karten, die sie einander in über 50 Jahren geschrieben haben. Botschaften ihrer Hoffnungen und Vorhaben, Träume und Enttäuschungen, Siege und Niederlagen. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, intelligent, frech, zuweilen aber auch gedämpft, zweiflerisch und melancholisch. Zwei klasse Schauspieler in einem bewegenden Stück mehr Hör-Spiel als Schau- Spiel. Das fordert und fördert die eigene Fantasie schön ist es, sich auf diesen besonderen Text und seine Interpretation einzulassen. Siegener Zeitung Ein,gelesenes Theaterstück doch weit mehr als eine Lesung ( ) Distanz und Nähe. Das Publikum genoss die emotionalen und intellektuellen Spielereien. Siegener Rundschau So I I 19 Uhr Busch-Brüder oder Karajans Bräune spielt im Apollo 1947 Fremde und Heimat Das Apollo Durchs zerbombte Dach tropft es auf die Bretter, die die Welt bedeuten zumindest für den Männergesangverein Hauberg, der für einen Auftritt probt. Wenn bloß nicht das Konzert von diesem Adolf Busch eingeschoben worden wäre! U nd dann läuft das Gerücht herum, dass Karajan nach Siegen kommt, um in der Provinz zu dirigieren, da er wegen seiner Verflechtungen mit dem Nazi-Regime andernorts Auftrittsverbot hat. Die Busch- Brüder, das sind zwei gebürtige Siegener: Adolf ( ), als Geiger schon zu Lebzeiten legendär, sowie sein Bruder Fritz ( ), der als Dirigent weltweit zu den Größten gehörte. Magnus Reitschusters Stück über den aufrechten Gang beschäftigt Stück über den aufrechten Gang sich mit ihrer Haltung zu den Nazis, die ihnen grandiose Staatskarrieren angeboten hatten und mit der Haltung ihrer Landsleute zu ihnen, als Adolf für ein Siegener Konzert aus dem Exil zurückkehrte. Welten prallen da aufeinander: Die Welt der Hiergeb l i e b e n e n, die sich in der braunen Zeit dem Regime angepasst haben. Und die Welt dessen, der aus leidenschaftlicher Solidarität zu seinen jüdischen Kollegen die eigene Karriere, die Heimat, die Familie drangegeben hat. Die Chorleiterin zum Beispiel macht klar, was sie von Künstlern hält, die in der bösen Zeit nicht bei uns geblieben sind. Sie schwärmt für Karajan, sie sehnt sich nach ihm, träumt ihn herbei. Aber Adolf Busch, der im New Yorker Hotelzimmer sein Heimweh bekämpft hat, indem er das Wort Riewekooche aussprach, er trifft auch andere Menschen: Henner und Frieder zum Beispiel, einen Bergmann und einen Siegerländer Stahlwerker. Und plötzlich geht es um Bachs Musik. e Fr I I 20 Uhr Sa I I 19 Uhr Christa Weigand als Karajan-verehrende Chorleiterin. Foto: René Achenbach

13 ich habe einen traum i the king's Singers 13 Noch ein letztes Mal Zusatzvorstellung 30. April, 19 Uhr: Martin Luther Kings Traum Eigentlich sollte am 26. April Schluss sein. Aber weil die Biennale-Vorstellung der Apollo-Eigenproduktion Ich habe einen Traum komplett ausverkauft ist, gibt es eine 34. (die allerletzte) Zusatzvorstellung am Montag, 30. April, Beginn: 19 Uhr. U rsprünglich sollte diese Eigenproduktion nur zwei Mal gezeigt werden. Aber das Publikum entschied anders; inzwischen sind Besucher darunter viele junge von weither angereist, um diesen Martin-Luther-King-Abend, der seit drei Jahren auf dem Spielplan steht, mitzuerleben. Das hat ganz sicher damit zu tun, dass die zwölf Beteiligten kein bisschen müde sind im Gegenteil. Diese King-Erfahrung gehört zum Kostbarsten, was wir je erlebt haben, sagen Dorle und Wolfgang Leipold vom Vokalensemble TonArt. Das Programm packt uns selbst jedes Mal wieder neu. Jan Vering, Musikdramaturg im Apollo, hat als Sänger 1982 unter Mitwirkung von Coretta King, der Witwe Martin Luther Kings, die Platte Ich habe einen Traum veröffentlicht. Dieser Platte liegt ein Zyklus des Komponisten Siegfried Fietz und des Texters Christian A. Schwarz zugrunde, der auf Reden und Schriften des 1968 ermordeten Pfarrers basiert. Also Texte von King selbst, nicht Songs über ihn. Im Apollo-Theater entstand daraus eine Musik-Theater- Produktion, die nicht nur Standing Ovations hervorruft, sondern vor allem Nachdenklichkeit und tiefe Berührung. TonArt und vier weitere herausragende Musiker sowie der Rapper Mohamed El Chartuni begleiten Vering auf seinem Weg von heute in die We shall overcome -Zeit der 60er-Jahre. Mittels Bildcollagen, Spirituals, Soul- und Bluesstücken wird ein Blick zurück nach vorn geworfen. Ein Abend über Menschen, die dem Rassismus mit dem Einzigen entgegentreten, was sie im Überfluss haben: Glaube, Liebe und Hoffnung. Evangelium als politische Praxis, Bergpredigt als Black Power. Da einige Beteiligte inzwischen anderweitig sehr in Anspruch genommen sind, wird diese 34. Vorstellung am 30. April, 19 Uhr, die letzte Möglichkeit sein, Ich habe einen Traum live mitzuerleben. e Do I I 20 Uhr anschließend Theatergespräch: We shall overcome oder was? Mo I I 19 Uhr Survivor-Party im Foyer ab Uhr Die berühmten Briten bringen eigenes Biennale-Programm mit: King s Singers Comeback Als sich die King s Singers im Februar 2011 nach euphorisch erklatschten Zugaben - verabschiedeten, riefen sie den Zuhörern im ausverkauften Apollo zu: Auf ein baldiges Wiedersehen! Das war keine Phrase, die A-cappella-Könige waren echt begeistert. S owohl das südwestfälische Publikum, das menschlicher Existenz bis zur rituals und Beatles-Songs, Tod, von der Zerbrechlichkeit gefüllt mit Pop und Folk, Spi- in puncto Stimmen Transzendenz des Glaubens Jazz- und Barbershop-Titeln. außerordentlich kundig ist beschäftigen. ein Erbe der großen Chortraditon Dieses Ensemble geht immer Die höchste Form der Vokaltische, als auch die phantas- wieder neue künstlerische kunst. Siegener Rundschau Akustik im Siegener Wagnisse ein, etwa im Bereich Theater hatten es den weltberühmten zeitgenössischer Musik: So If the King s Singers can t Briten angetan. haben die King s Singers über put a smile on your face, Nun also kehren die King s zweihundert Werke in Auftrag you re a pretty hopeless Singers in den Klangraum gegeben, etwa bei Luciano grump. Apollo zurück. Body and Berio, Peter Maxwell Davies, Dallas Morning News Soul ist der Titel des Abends. György Ligeti, Krzysztof Die Grammy-Preisträger, die Penderecki und Toru Takemitsu. Außergewöhnliche Hörgenüsse seit 1968 rund 150 Platten Aber natürlich wird es im Konzert frenetisch gefeiert gemacht haben, bringen zur auch wieder jenen Mo- Siegener Zeitung Biennale Lieder aus fünf Jahrhunderten ment geben, wenn die sechs zu Gehör, die sich ihre Notenpulte zur Seite mit allen Aspekten des Lebens von der Geburt bis zum greifen. Und das ist stellen und frei ins Repertoire Mi I I 20 Uhr bestens Foto: Ben Wright

14 14 peter kurzeck i friedrich schorlemmer Der begnadete Erzähler liest aus seinem Roman Der Vorabend Peter Kurzeck Foto: Stroemfeld Verlag Der 1943 geborene Peter Kurzeck ist ein begnadeter Erzähler! Bei der Biennale liest er aus dem 2011 erschienenen Roman Der Vorabend. I n wiederholten Anläufen umspielt Der Vorabend Konstellationen des Erzähler-Ichs, immer wieder aufs Neue werden Wahrnehmungen anderer Figuren aufgenommen. Kurzeck bettet sie auf ebenso sensible wie ironische und heitere Weise in den Fluss einer erzählten Zeit, die es zu bewahren gilt, weil sie sonst verloren geht. So entsteht Heimatkunde im besten Sinn, deren offene Ästhetik sie vor jeder Tümelei bewahrt. Subtil ironisch verzweigt sie sich in den spannungsreichen Niederungen von Provinz, Alltag und Familie, ohne gesellschaftliche und historische Dimensionen aus dem Blick zu verlieren. Es gehört zum besonderen Reiz seiner Lesungen, dass er sich vom gedruckten Text immer wieder zu lösen versteht und es ist ein Vergnügen, dem frei fabulierenden Erzähler zu lauschen. Seit Ende der 90er Jahre treibt Kurzeck ein gewaltiges Prosa-Projekt voran, dessen programmatischer Rahmentitel Das alte Jahrhundert seinen Anspruch verrät: einen poetischen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Bundesrepublik zu liefern. Es ist ein auf insgesamt zwölf Bände angelegtes Vorhaben, dessen Erzählraum in der (hessischen) Provinz angesiedelt ist. Der Vorabend ist der fünfte Beitrag zu diesem Projekt. Do I I 19 Uhr Friedrich Schorlemmer über Lessing: Glaube, Vernunft, Toleranz Nach Wahrheit suchen Bevor Friedrich Schorlemmer mit seinem Vortrag über Lessings Nathan der Weise beginnt, liest der Schauspieler André Jung die berühmte Ringparabel aus dem Werk und zwar am Abgrund: auf dem Schnürboden des Apollo, 15 Meter über der Bühne. E in Teil des Publikums kann nach oben klettern, um André Jungs Rezitation vor Ort mitzuerleben für die anderen Zuschauer wird sie per Videokamera auf eine große Leinwand im Saal übertragen. Schorlemmers Vortrag, eine neue Deutung der Ringparabel, steht unter dem Titel Nach Wahrheit suchen Lessings Gedanken über Glaube, Vernunft und Toleranz. Der evangelische Theologe, 1944 geboren, zählte zu den prominenten Bürgerrechtlern in der DDR. Er wirkte als Studentenpfarrer in Merseburg. Ab 1978 lehrte er als Dozent am Evangelischen Predigerseminar und war Prediger an der Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg wurde er Studienleiter der Ev. André Jung liest Lessings Ringparabel Akademie Sachsen-Anhalt. Aufsehen erregte Schorlemmer mit seiner symbolischen Umschmiedung eines Schwertes zu einer Pflugschar auf dem Kirchentag 1983 in Wittenberg. Der Theologe gehörte zu den Rednern auf der legendären Großdemonstration am 4. November 1989 in Ost-Berlin und zu den Unterzeichnern des Aufrufs Für unser Land vom 26. November 1989 sowie kurzzeitig zu den Mitgliedern des Demokratischen Aufbruchs. Schorlemmer ist Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland sowie Beiratsmitglied der Vereinigung Gegen Vergessen Für Demokratie. Er gehört dem Netzwerk attac an war Schorlemmer Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne. Für sein Engagement ist er vielfach ausgezeichnet worden: unter anderem mit der Carlvon-Ossietzky-Medaille, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Texte und Reden aus der DDR, autobiographische Werke, Gespräche mit Zeitgenossen und zahlreiche theologische Schriften (zuletzt: Da wird auch dein Herz sein. Engagiertes Christsein 2011). Gearbeitet hat Schorlemmer auch über Schillers Die Jungfrau von Orleans, das Verhältnis von Politik, Poesie und Pöbel in Schillers Werk und nicht zuletzt über die Rolle der Literatur in der DDR. Mo I I 19 Uhr Foto: Joachim Liebe

15 navid kermani i hanns-josef ortheil 15 Roman Dein Name setzt Maßstäbe autobiographischen Erzählens Navid Kermani liest Furore gemacht hat der gebürtige Siegener (Jahrgang 1967) auf vielfältige Weise: als brillanter Intellektueller, als Mittler zwischen Kulturen und Religionen sowie als Autor eines einzigartigen Romans. Aus diesem liest Navid Kermani Titel: Dein Name. K ermanis Roman, ein in den Feuilletons aller großen Zeitungen hochgelobtes Prosawerk, setzt neue Maßstäbe des autobiographischen Erzählens, wie Die Zeit angemerkt hat. Es geht um die flirrende Vielfalt eines bedrohten Lebens, um Alltag in seinen unendlichen Facetten zwischen Banalität und Reichtum, um Kriege und Konflikte der Kulturen und Religionen, um den Reichtum der Poesie Friedrich Hölderlins und Jean Pauls, um das Heilige und die Sexualität, Krankheit, Mystik, Kunst... Über mehr als 1200 Seiten hinweg werden Phänomene und Topoi unserer Wirklichkeit beobachtet und aufgezeichnet, erzählt und reflektiert durch ein einziges, sprachmächtig wahrnehmendes Ich, das sich selbst so wenig schont wie seine Leser. Kermani wird im Rahmen der Biennale ausgewählte Passagen aus Dein Name lesen, darunter jene über Geburt und Tod, einen Text über seine Großeltern sowie über sein nicht immer einfaches Verhältnis zur Geburtsstadt Siegen. Der Autor wurde als viertes Kind iranischer Eltern geboren. Er studierte Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaften in Köln, Kairo und Bonn Promotion und Habilitation im Fach Orientalistik. Kermani arbeitete 2006 und 2007 als Regisseur und Kurator für außergewöhnliche Veranstaltungen am Schau- spielhaus Köln; zusammen mit Guy Helminger ist er seit sechs Jahren Gastgeber des Literarischen Salons im Kölner Stadtgarten. Er ist Mitglied der Hamburger Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Islamkonferenz sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Nach seiner Lesung ist der Autor zu einem Gespräch bereit nicht nur über den Islam betreffende Fragen. Navid Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er war Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin, hielt 2010 Poetikvorlesungen in Frankfurt, 2011 in Göttingen. Seit 2009 ist er zudem Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Für sein literarisches Werk ist er vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Hessischen Kulturpreis (2009), mit der Buber-Rosenzweig-Medaille (2011) und So I I 19 Uhr Foto: Lohmüller dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken (2011). Hanns-Josef Ortheil spürt der eigenen Geschichte nach: Erfindung des Lebens In Die Erfindung des Lebens spürt der Autor seiner eigenen Geschichte nach: Es geht um ein Kind, das erst mit sieben Jahren sprechen lernt. Musik und Dichtung helfen dem schweigenden Jungen, zu sich selbst zu finden. I m Jahr 2009 erschien als Stadtschreiber in Mainz, dieser Roman, aus dem war zwei Mal Stipendiat der Ortheil bei der Biennale Villa Massimo in Rom und lesen wird. Anschließend besteht wurde 2006 Honorarprofessor Gelegenheit zu einem der Universität Heidelberg. Gespräch mit dem Autor. Ortheil hat in Paderborn, Der 1951 in Köln geborene Bielefeld, Heidelberg, Zürich Schriftsteller ist einer der und Bamberg gelehrt. Er wurde vielseitigsten Autoren seiner mit zahlreichen Literatur- Generation. Er lebt in Wissen preisen ausgezeichnet, da- / Sieg und Stuttgart, lehrt runter dem Aspekte-Literaturpreisen als Professor für Kreatives preis, dem NRW-Förderpreis, Schreiben und Kulturjournalismus dem Stuttgarter und dem in Hildesheim und hat Brandenburgischen Litera- dort das Institut für Literarisches turpreis, dem Thomas-Mannraturwissenschaft Schreiben und Lite- Preis der Hansestadt Lübeck, gegründet. dem Georg-K.-Glaser-Preis Ortheil war Writer in residence des Landes Rheinland-Pfalz, an der Washington dem Nicolas-Born-Preis des University in St. Louis, lebte Landes Niedersachsen und Foto: Radio Bremen_Frank Pusch dem Elisabeth-Langgässer- Literaturpreis der Stadt Alzey. Sein umfangreiches literarisches Werk umfasst historisch orientierte Romane (Faustinas Küsse, 1998; Im Licht der Lagune, 1999; Die Nacht des Don Juan, 2000) sowie poetische Ortserkundungen und -beschreibungen (Venedig, 2004; ROM. Eine Ekstase, 2009). Sein Lebensthema Liebe steht im Mittelpunkt einer großen Trilogie (Die große Liebe, 2003; Das Verlangen nach Liebe, 2007; Liebesnähe, 2011). Mi I I 19 Uhr

16 16 titanic i abschlussdiskussion Biennale-Ende am 30. April, Uhr: Straßentheater-Spektakel Untergang der Titanic Mit dem Namen des gekenterten Luxusliners Titanic verbindet man die größte Verkehrskatastrophe des technischen Zeitalters. Genau 100 Jahre ist das her. Zum Biennale-Finale wird das Hochsee-Desaster auf dem Unteren Schlossplatz neu inszeniert. D er Untergang der MS Titanic schockte vor 100 Jahren die ganze Welt. In einer bitterkalten Nacht, am 14. April 1912, lief der Ozeandampfer auf einen Eisberg und versank mit Passagieren im Nordatlantik das größte technische Wunderwerk wurde zum Massengrab. Und das, obwohl mehr als zwei Stunden Zeit für die Evakuierung zur Verfügung gestanden hätten. Aber die inkompetente Schiffsführung versuchte die Havarie zu vertuschen, die Kommunikation war katastrophal, die Besatzung heillos überfordert, es gab zu wenig Rettungsboote die Parallelen zum aktuellen Unglück der Costa Concordia" sind beklemmend. Eines der weltweit renommiertesten Straßentheater- Ensembles, das THEATER TITANICK, gastiert anlässlich der Biennale mit dieser gut einstündigen Produktion auf dem Unteren Schlossplatz. Mit überwältigenden Feuerund Wassereffekten, grotesken Figuren und aufwendiger Bühnenkulisse wird die Titanic-Katastrophe von 20 internationalen Schauspielern und Foto: O Werner Artisten groß in Szene gesetzt. Glanz und Untergang des Luxusliners mit Bankett auf dem Oberdeck und Feuer im Maschinenraum. Mit hinkenden Märschen, betrunkenem Personal und vergnügungssüchtigen Passagieren. Eine Allegorie auf den Untergang, den die technisierte Welt sich einmal selbst bereiten könnte. Ein apokalyptisches Theater- Inferno getragen von exzentrischen Charakteren und eindringlicher Livemusik. Das Stück beginnt auf einer Schiffswerft: Eine Symphonie der Arbeitsgeräusche setzt ein, scheppernd und krachend. Befehle fliegen durch die Luft, Funken stieben, Monteure hasten. Mythos des 20. Jahrhunderts entsteht neu Schon wächst eine viele Meter hoher Schiffsbug aus dem Gewirr von Röhren und Schläuchen. Ein Schaufelrad als Motor, Hebekräne, die Kommandobrücke: In kürzester Zeit entsteht ein Ozeanriese. Der Mythos des 20. Jahrhunderts wird erschaffen, aus dem Nichts, aus dem Chaos, wie von Zauberhand. Es folgt die Schiffstaufe. Der lachende Eigner und seine aufgeblasene Reisebegleiterin beziehen Luxuskabinen. Dann der Stapellauf. Ein einbeiniger Maschinist wird auf eine Riesenwalze gestellt, er ist der Antrieb, der das Schiff humpelnd in Bewegung hält. Die Bordkapelle spielt eine schräge Abschiedsmelodie. Der Luxusliner legt ab und schon nach kurzer Zeit stößt er mit dem Eisberg zusammen. Niemand scheint es zu bemerken oder sich darum zu scheren: Ein riesiges Schwein wird zum Festschmaus serviert, Sektfontänen spritzen hoch in die Nacht, Musiker spielen an den Ladekränen hängend. Es herrscht ausgelassene Stimmung an Bord. Nur unten im Maschinenraum kämpft der Maschinist einsam wie Sisyphus gegen das Unheil, das schon nicht mehr aufzuhalten ist. Wunderbar inszeniertes mythisches Gesamtbild des Untergangs der verblendeten Technik-Gläubigkeit." Dresdner Neueste Nachrichten A theme of Biblical size (...) inspired German troubadours" Pittsburgh Post Gazette Großes Spektakel, das niemanden gleichgültig lässt." La Montagne (Unterer Schlossplatz Hutsammlung) Mo I I Uhr Podium mit Rüdiger Safranski, Hinderk Emrich & Klaus Vondung Vernunft und Glaube Eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Muss man (an etwas) glauben? moderiert von Prof. Dr. Ralf Schnell steht (fast) am Ende der Biennale, die das doppeldeutige Thema Dran glauben aus vielen Blickwinkeln beleuchtet. D ieser großen Frage stellt sich der Zweiter Teilnehmer auf und geisteswissenschaftlicher Gast, lehrte Germanistik und großen Monografien. Bereich neurobiologischer Klaus Vondung, der dritte Philosoph Rüdiger dem Podium ist Hinderk M. Grundlagenforschung, unter Neuere Literaturwissenschaft Safranski, der seit zehn Jahren Emrich. Er lehrte Psychiatrie anderem über Probleme der an der Universität Siegen. Zu im ZDF Das philosophische und Psychotherapie an der Schizophrenie und Synästhesie, seinen Arbeitsschwerpunkten Quartett mit moderiert. Bekannt Medizinischen Hochschule der Filmpsychologie und zählen das Verhältnis von Mys- wurde er durch seine Hannover. Emrich arbeitet im der filmischen Ästhetik. tik und Moderne, die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und das Problemfeld politischer Religionen. So I I 19 Uhr

17 andré jung-abend i ralf schnell-vortrag i Mario Mammone 17 Becketts Das letzte Band & Auszug aus Jelineks Winterreise André Jungs Monologe Eigens für die Siegener Biennale hat André Jung einen Solo-Abend mit zwei bedeutsamen Theater-Monologen konzipiert: Er gestaltet Samuel Becketts 1958 entstandenes Stück Das letzte Band und den Vater-Monolog aus Elfriede Jelineks Winterreise. D ass der Vater-Monolog herausgelöst aus der Winterreise -Inszenierung der Münchner Kammerspiele in Siegen gespielt werden darf, ist einerseits dem Entgegenkommen der bayrischen Kollegen zu verdanken. Vor allem aber der Freundschaft André Jungs mit der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Er rief sie an und erreichte die Freigabe des wichtigen Textes für das Siegener Theaterfest. In den Kritiken der Münchner Winterreise -Aufführungen wurde gerade dieser Theatermonolog sehr hervorgehoben. Ein großes Solo eines der größten Darsteller, die die deutschsprachige Theaterwelt derzeit zu bieten hat, meint der Kurier aus Wien zu dieser Darstellung, während die tz München befindet: Der unvergleichliche André Jung liefert die Verzweiflungsstudie eines sich selber Verlorengegangenen, die einen frösteln macht und das Publikum totenstill zuhören lässt. Nestroy-Preis für Beckett-Stück Samuel Beckett schrieb Das letzte Band 1958; er charakterisierte seine Figur so: Verdrießlicher alter Mann mit rasselnder, ruinierter Stimme und eigentümlichem Tonfall. Dieser Krapp ist irgendwie aus dem Leben gefallen und beschäftigt sich mit einem vor zehn Jahren selbst besprochenen Tonband. Gibt es noch ein neues Band? Oder war jenes das letzte Band? André Jung, 1953 geboren, spielt seit 2004 im Ensemble der Münchner Kammerspiele und 2002 wählte ihn Theater heute zum Schauspieler des Jahres erhielt er den Hamburger Schauspielpreis und 2009 den Wiener Nestroy-Theaterpreis für seine Verkörperung des Krapp in Becketts Das letzte Band. Di I I 20 Uhr anschließend Premierenfeier für alle Foto: Christian Hartmann Ralf Schnell: Nachkriegszukunft Borchert, Böll und die,stunde Null Nachkriegszukunft Borchert, Böll und die,stunde Null so betitelt Prof. Dr. Ralf Schnell seinen Biennale-Vortrag. Er knüpft damit an die Eröffnungsvorstellung der 2. Siegener Biennale an, Borcherts Draußen vor der Tür. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Antriebskräften, die eine ganze Generation junger Intellektueller und Schriftsteller befähigte, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus und inmitten von Trümmern, Hungersnot und sozialem Elend Perspektiven für eine andere Gegenwart zu entwickeln. Die Stunde Null 1945 gab es sie überhaupt? Welche Hoffnungen, welche Dimensionen des Glaubens standen bereit, um eine andere Zukunft zu entwerfen? Und wie viele Ideo- logien und Illusionen, Traumata und Schuldkomplexe, Irrtümer und Phrasen waren zu überwinden, um zu neuen Ausdrucksformen, zu einer neuen Sprache zu finden? Wolfgang Borchert, Heinrich Böll und andere haben Antworten vorgelegt, die Zeugnis von einer einzigartigen Krisenerfahrung geben Antworten, die im Spannungsfeld von Vernunft und Glaube, Ratio und Gefühl, Politik und Poesie stehen. Mo I I 19 Uhr Late Night Jazz Foundation mit George Tjong-Ayong (Saxophon) Mammone, Bussi & Co. Late Night Jazz Foundation nennt sich eine schöne kleine Konzertreihe, die inzwischen heimlich, still und leise Kultstatus entwickelt hat. Das entspannt-swingende Format passt natürlich perfekt ins Rahmenprogramm der Biennale. S eit acht Jahren gibt es die Late Night Jazz Foundation, die der Siegener Gitarrist Mario Mammone und der Schlagzeuger Marco Bussi initiiert haben. Diese feine Jazzreihe mit ihrer unangestrengten Atmosphäre setzt auf wechselnde Gastmusiker oft sehr hochkarätige. Am 12. April beispielsweise musizieren Mammone und Bussi ab Uhr im Biennale-Zelt gemeinsam mit dem Tenorsaxophonisten George Tjong-Ayong, bekannt durch viele CD-Veröffentlichungen, und dem Hammond-Organisten Ulrich van der Schoor. Die musikalische Reise geht in Richtung Blues und Souljazz der 60er Jahre. Gespielt wird nicht ein starres Programm; angesagt ist Improvisation auf hohem Niveau. Nach dem Prinzip, das Duke Ellington einmal so formuliert hat: Jazzmusiker können jede Menge Ideen aus dem Ärmel schütteln vorausgesetzt, sie haben vorher genug in diesen Ärmel hineingesteckt. Do I I Uhr

18 18 ermert & von eckardstein i die jungfrau von orleans Biennale im Kammerton: Judith Ermert & Severin von Eckardstein Mit Leidenschaft Die musikalische Liason zwischen Judith Ermert und Severin von Eckardstein begann 2010 im Siegener Theater, ihr erstes Mal fand vor großem Publikum statt. Klar, dass die beiden Solisten gerne für ein neuerliches Tête-à-tête ins Apollo zurückkehren. Ü ber die aus Siegen Kritiker bereits als neuen Horowitz bezeichnet. In Wahr- Die Cellistin vermochte mit stammende Cellistin Judith Ermert heit ist er noch viel besser als wunderschöner Tongebung zu begeistern ( ) der voll geöffnete Apollo-Flügel entwickel- schrieb die Süddeutsche Zeitung: Da ist man schon beim zige Severin von Eckardstein das: Er ist der erste und einte unter den Händen dieses ersten Ton gefesselt. Bravo. und das will eine Menge großartigen Künstlers starke Ermert spielt intensiv, verschmilzt regelrecht mit ihrem Zur Biennale haben die beiden heißen. Klänge, jederzeit höchst differenziert gestaltet ( ) die Instrument. Die international ein besonderes Programm Begegnung mit zwei starken gefragte Cellistin lehrt außerdem seit elf Jahren als Pro- glauben erarbeitet. Nicolas unter dem Thema Dran Persönlichkeiten, die in der Arbeit an anspruchsvollen fessorin am Royal Conservatory Gent in Belgien. et Mors" ( Leben und Tod ) Bacris Cello-Solo-Suite Vita Werken außergewöhnliche Gestaltungskraft bewiesen. Severin von Eckardstein, der wird zu erleben sein. Beet- Siegener Rundschau in Siegen zur Schule ging, hovens Variationen über ein konzertiert heute in den Thema aus Händels Oratorium Judas Maccabäus", größten Sälen von Tokyo und New York, Moskau und London, Amsterdam und Seoul. des Bach-Chorals Ach, was 18 Uhr Empfang des Förderkreises Zoltán Kodálys Bearbeitung Fr I I 20 Uhr Vor dem Konzert: Die Washington Post meint: ist doch unser Leben" und Uhr Podiumsgespräch Fünf Jahre Apollo Diesen Deutschen hat ein vieles mehr. Foto: René Achenbach Vontobels Inszenierung bringt Dran glauben auf den Punkt Jungfrau von Orleans Schillers Jungfrau von Orleans bringt das Biennale-Motto Dran glauben exakt auf den Punkt: Das Mädchen Johanna glaubt der himmlischen Stimme, erringt im Glauben gewaltige Siege und muss am Ende, als politisches Opfer, selbst dran glauben. E gal, ob Johanna eine Heilige oder eine Verrückte ist, sagt der Regisseur dieser Bochumer Inszenierung, Roger Vontobel, alle Männer, inklusive Schiller, haben diese Frau für ihre Zwecke benutzt. Der 35-jährige Schweizer, dessen preisgekrönte Dresdner Don Carlos -Inszenierung letzte Spielzeit drei Mal im Apollo zu erleben war, sieht Die Jungfrau von Orleans als benutzte Figur in einem zynischen Spiel der Machthaber. Das Mädchen, das die Stimme der Gottesmutter hört, wird von politischen Strategen instrumentalisiert, wo und wie es ihnen nützt: Erst als Kriegsheldin gefeiert, dann als Hexe verbrannt, schließ- lich als Heilige verehrt. Vontobel meint: Auch die Religion ist ein Machtapparat, der zum Teil gar nicht so anders als eine Popstar-Maschinerie funktioniert. Dass ausgerechnet die katholische Kirche diese Johanna von Orleans 1920 heiligsprach die 20-Jährige war knapp 500 Jahre zuvor verbrannt worden, gehört zu den bittersten Treppenwitzen der Weltgeschichte. Die Titelrolle spielt Lena Schwarz, die schon mit vielen der bedeutendsten Regisseuren gearbeitet hat (Herbert Achternbusch, Nuran David Calis, Dieter Dorn, Jürgen Gosch, Jan Bosse... ). Diese außergewöhnliche Schauspielerin wurde mit dem NRW- Förderpreis für junge KünstlerInnen ausgezeichnet. Das größere Anliegen: Mechanismen der Macht aufzuzeigen. Süddeutsche Zeitung Psycho- und Politthriller ( ) eine großartige, umjubelte Leistung aller Beteiligten. Westfälischer Anzeiger Sa I I 19 Uhr Foto: Arno Declair Schillers Johanna als spirituelle Extremistin ( ) Vontobel ist mittlerweile einer der begehrtesten Klassikerregisseure." Die Welt

19 Fünf jahre apollo i förderkreis 19 Festakt und Podiumsgespräch Fünf Jahre! Erst Empfang, dann Podiumsgespräch, dann Musik! Das ist das Programm, das die Förderkreis-Mitglieder am Freitag, 27. April, ab 18 Uhr erwartet. F ünf Jahre Apollo ein Theatermodell feiert Geburtstag, so lautet das Thema, über das Podiumsgäste wie Bürgermeister Steffen Mues, Walter Schwerdfeger, der Vorstandsvorsitzende des Apollo-Trägervereins und Intendant Magnus Reitschuster diskutieren werden. Wobei Reitschuster die Gesprächsrunde mit einem kurzen Impulsreferat startet. Besonders interessant ist ein auswärtiger Podiumsgast: Stadtrat Michael Townsend ist seit 2007 Bochumer Beigeordneter für Kultur, Bildung und Wissenschaft; zuvor war Engagement ist nötig er 17 Jahre lang Kulturreferent in Kreuztal. Er hat den Kampf um Apollo intensiv miterlebt; außerdem gehört das Bochumer Schauspielhaus zu seinem Geschäftsbereich, das mit dem Apollo-Theater eng zusammenarbeitet. Wichtige Bochumer Inszenierungen wie Woyzeck oder Die Ratten liefen in Siegen. Das Thema ist spannend, weil jetzt die Apollo-Zukunft erobert werden muss. e Fr I I 18 Uhr Empfang und Uhr Fünf Jahre Apollo Foto: Der Förderkreis ist das Rückgrat des Siegener Theaters Aufbruch für Apollo Was macht Apollo so besonders? Vieles aber vor allem die Tatsache, dass Apollo ganz und gar ein Bürgertheater ist: Von Bürgern in 50-jährigem Kampf erstritten, von Bürgern per Förderkreis getragen und mit einem Spielplan für alle Bürgerschichten. W obei das Wort Bürger im Apollo-Theater sehr umfassend zu verstehen ist: Es meint die Jüngsten, für die faszinierende Kindervorstellungen wie Pippi Langstrumpf, Kleine Hexe oder Räuber Hotzenplotz mit großem Aufwand produziert werden. Es meint auch die Hauptschüler, die in Eigenproduktionen wie,sms Liebe oder H 2 0 Dran glauben in Siegen nach monatelangen Proben ihr Leben professionell auf die Bühne bringen. Es meint Musikliebhaber, Philharmonie-Fans, A-capella-Connaisseure, Big-Band- Begeisterte, Kammermusik- Kenner... Vor allem aber meint es all die BürgerInnen, die das Theater lieben: Im Apollo laufen bedeutende Inszenierungen der großen Bühnen Deutschlands und genauso eine federleichte Komödie vom Kurfürstendamm. Oder Shakespeare im englischen Original. Oder Tanztheater von fernen Kontinenten. Oder spannende Eigenproduktionen... Ohne den mächtigen Schub des Apollo-Förderkreises mit seinen über Mitgliedern wäre das Apollo-Theater 2007 nicht eröffnet worden. Die Bürger haben im Jahr 2000 mit bewusstem Votum die Verantwortung für ihr Theater übernommen. Jetzt geht es um einen neuen Aufbruch, denn die künstlerischen Standards, die erreicht worden sind, und die enormen Besucherzahlen pro Spielzeit waren prognostiziert, tatsächlich sind es fast lassen sich nur halten, wenn viele mit anpacken. Walter Schwerdfeger, Vorstandsvorsitzender des Förderkreises und des Apollo- Trägervereins, der Motor der Bürgertheater-Bewegung, plant zusammen mit dem Vorsitzenden des neu formierten Kuratoriums, Prof. Dr. Peter Schuster, eine breit angelegte Kampagne zur Stärkung der Mitgliederbasis. Noch ein paar Fakten: 62 Euro beträgt der normale Förderkreis-Jahresbeitrag (31 Euro für Ermäßigungsberechtigte) und wer als Kurator mitwirken möchte, zahlt 615 Euro. Übrigens: Kurator können Privatpersonen werden, aber auch Institutionen, Firmen, Vereine & Co. Und was haben die Bürger von ihrem Engagement? Außer dem guten Bewusstsein, den Kurs des Apollo-Theaters überhaupt erst zu ermöglichen? Es gibt eine ganze Reihe von Vorteilen, etwa den zeit- Beitrittserklärung Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum Förderkreis Apollo-Theater Siegen e. V. als: Kurator zu einem Mindest-Jahresbeitrag von 615, reguläres Mitglied zu einem Mindest-Jahresbeitrag von 62, SchülerInnen / Studierende zu einem ermäßigten Jahresbeitrag von 31, (Ausweis ist beigefügt) Name, Vorname: Straße: PLZ/Ort: Tel. privat: Tel. geschäftlich: Fax: Den Mitgliedsbeitrag entrichte ich jährlich durch: Überweisung Lastschrifteinzug (Einzugsermächtigung siehe rechts) Hinweis: Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig. Ort / Datum Unterschrift lichen Vorgriff bei der Spielzeiteröffnung auf Karten für alle Veranstaltungen. Oder die Einladung zum Förderkreis- Empfang an Neujahr oder bei der Biennale. Unter ist ein eigener Punkt Förderkreis zu finden mit allen nötigen Details. Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige / n ich / wir Sie widerruflich, die von mir / uns an den Föderkreis Apollo- Theater Siegen e. V. zu entrichtenden Zahlungen bei Fälligkeit zu Lasten meines / unseres bezeichneten Bankkontos durch Lastschrift einzuziehen. Geldinstitut: Konto-Nr.: BLZ: Absender: Ort / Datum Unterschrift

20 20 Biennale-kalender i sommerfestival Samstag, 7.4.: Mittwoch, 18.4.: Eröffnung im Biennale-Zelt D Draußen vor der Tür (Thalia Theater Hamburg) S Apollo begrüßt (Siegerlandhalle) D Auferstehungssinfonie (Siegerlandhalle) S. 5 Sonntag, 8.4.: Ra Konzert Mohamed & Freunde Rap unplugged S. 7 Montag, 9.4.: Apollo begrüßt C Die Gerechten (Schauspielhaus Hamburg) S Premierenfeier für alle Dienstag, 10.4.: Mittwochsakademie S Apollo begrüßt C Die Gerechten (Schauspielhaus Hamburg) S Theatergespräch: Vom Glauben an die Revolution Mittwoch, 11.4.: Aa Nur ein Tag (Schauspielhaus Hamburg) S Apollo begrüßt (Museum für Gegenwartskunst) B NippleJesus (Schauspielhaus Hamburg) S. 6 (Museum für Gegenwartskunst) Theatergespräch: Kunst und Blasphemie (Museum für Gegenwartskunst) S. 6 Donnerstag, 12.4.: Ra Lesung Peter Kurzeck S. 14 Ra Konzert Late Night Jazz Foundation S. 17 Freitag, 13.4.: Apollo begrüßt C Nora oder Ein Puppenhaus (Theater Oberhausen) S Premierenfeier für alle Samstag, 14.4.: Apollo begrüßt C Nora oder Ein Puppenhaus (Theater Oberhausen) S. 9 Sonntag, 15.4.: Apollo begrüßt B Love Letters S.12 Montag, 16.4.: Ra Ringparabel aus Nathan der Weise Rezitation André Jung (Schnürboden Apollo-Theater) und S Friedrich Schorlemmer: Lessings Gedanken über Glaube, Vernunft und Toleranz S. 14 Dienstag, 17.4.: B Apollo begrüßt Das letzte Band / Monolog aus Winterreise (mit André Jung) S Premierenfeier für alle Ra Lesung Hanns-Josef Ortheil S. 15 Ra Siegener Poetry Slam I'm a Believer S. 9 Donnerstag, 19.4.: Apollo begrüßt mit Prof. Dr. Ulrike Buchmann A H 2 O Dran glauben in Siegen S H 2 O-Party für alle Freitag, 20.4.: Apollo begrüßt C Busch-Brüder oder Karajans Bräune S. 12 Samstag, 21.4.: Apollo begrüßt C Busch-Brüder oder Karajans Bräune S. 12 Sonntag, 22.4.: Ra Lesung Navid Kermani S. 15 Montag, 23.4.: Ra Ralf Schnell: Nachkriegszukunft Borchert, Böll und die Stunde Null S. 17 Dienstag, 24.4.: Apollo begrüßt D Der Kirschgarten (Schauspiel Köln) S. 3 Mittwoch, 25.4.: Apollo begrüßt E The King's Singers S. 13 Donnerstag, 26.4.: Apollo begrüßt B M. L. King-Konzert Ich habe einen Traum S Theatergespräch: We shall overcome oder was? Freitag, 27.4.: Biennale-Empfang des Förderkreises Fünf Jahre Apollo ein Theatermodell feiert Geburtstag (Podiumsgespräch) S. 19 B Konzert Judith Ermert und S. von Eckardstein S. 18 Samstag, 28.4.: Apollo begrüßt C Jungfrau von Orleans (Schauspielhaus Bochum) S Verleihung der Biennale-Preise Sonntag, 29.4.: Ra Podiumsdiskussion Muss man (an etwas) glauben? mit Rüdiger Safranski, Hinderk Emrich, Klaus Vondung S. 16 Ra Konzert der Band Franz Biberkopf S. 8 Montag, 30.4.: Apollo begrüßt B M. L. King-Konzert Ich habe einen Traum S Survivor-Party mit DJ Ulrich van der Schoor Titanic (Platz am Unteren Schloss) S. 16 Preiskategorien (Preise für Ermäßigungsberechtigte in Klammern) Ra = Rahmenprogramm: 5,50 A = 10, 50 (5,50) Aa = 11,50 (7,-) B = 21,- (15) 17,- (11,50) 11,50 (7,-) C = 30,- (23,-) 24,- (19,-) 17,- (10,-) D = 34,- (26,-) 29,- (21,-) 23,- (14,-) E = 43,- (35,-) 35,- (26,-) 29,- (21,-)... und nach der Biennale: Siegener Sommerfestival Bühnenprogramm ins Apollo verlegt Dreckiges Tanzen Manchmal muss man einfach dran glauben. Zum Beispiel daran, dass der Sommer in diesem Jahr bereits am 30. April beginnt. Und dass es bei der Programmplanung erneut gelingt, die e der Fußball-EM elegant zu umschiffen. G edacht ist es als thematisch zugespitzter Abschluss der 2. Siegener Biennale und zugleich als Pre-Opening für das diesjährige Sommerfestival: Das weltweit hochgelobte Straßentheater-Ensemble Titanick gastiert mit seiner gleichnamigen Produktion auf dem Unteren Schlossplatz (S. 16). Eigentlicher Startschuss fürs 24. Siegener Sommerfestival ist jedoch am 2. Juni die Neuauflage der Nacht der 1000 Lichter. Tausende zog es in den vergangenen Jahren auf den Schlossberg die diesjährige Lichternacht verspricht vor allem feurig zu werden. Dran glauben müssen in diesem Jahr leider diejenigen, die sich auf das beliebte Bühnenprogramm im Hof des Oberen Schlosses gefreut haben. Ende Februar kam die überraschende Nachricht, dass der Hof wegen dringender Bauarbeiten nicht als Spielort zur Verfügung steht. In Windeseile wurde umdisponiert: Verträge mussten storniert, viele e geändert werden der größte Teil des bereits geplanten Bühnenprogramms wurde kurzfristig in das Apollo-Theater verlegt. Die ersten Höhepunkte des diesjährigen Festivals stehen bereits fest: Für internationale Comedy-Stars wie Nickelodeon, Provokationsartist Leo Bassi sowie die unsterblichen Geschwister Pfister startet der Vorverkauf bereits im April ebenso für die A-cappella- Formation Maybebop. Karten gibt es auch schon für Provokationskünstler Leo Bassi und die ultraschräge Nonsense- Show Dreckiges Tanzen (Dirty Dancing) mit der Berliner Sängerin Annamateur und dem Duo Zärtlichkeiten mit Freunden.

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