Peter HAUSER' UDK: :368 Eingereicht: Angenommen: Wissenschaftliche Kontroverse. Abstrakt

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Peter HAUSER' UDK: 334.72:368 Eingereicht: 31. 1. 2012 Angenommen: 1. 2. 2012 Wissenschaftliche Kontroverse. Abstrakt"

Transkript

1 Peter HAUSER' CORPORATE GOVERNANCE, COMPLIANCE, RISK MANAGEMENT UND INTERNE REVISION IN VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN. ÜBEREINSTIMMUNG MIT EUROPÄISCHEN AUFSICHTSANFORDERUNGEN UND ALS REAKTION AUF DIE DERZEITIGE KRISE UDK: :368 Eingereicht: Angenommen: Wissenschaftliche Kontroverse Abstrakt Versicherungsunternehmen stellen im Regelfall solange kein systemisches Risiko dar, als sie sich ausschließlich im klassischen Geschäftsfeld bewegen. Die gerade noch von der US Regierung verhinderte Pleite von AIG (American International Group) beweist, dass eine Ausweitung des Geschäftes aus dem klassischen Rahmen heraus systemische Risiken kreieren können. Die unsichere Zukunft der Finanzmärkte gefährdet die Vermögenswerte der Versicherungsunternehmen und die zukünftige Geschäftsentwicklung. Eine effiziente Regulierung und Überwachung von Versicherungsunternehmen, die sich nach internationalen Standards richtet und die eine Gesamtbetrachtung der Versicherungsgruppen erlaubt, ist eine Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Versicherungswirtschaft. Für Versicherungsunternehmen außerhalb des gemeinsamen europäischen Marktes wird es von eminenter Bedeutung, dass die nationale Regulierung und Überwachung der Versicherungsmärkte und Unternehmen den internationalen, besonders den europäischen Standards entsprechen und als gleichwertig anerkannt werden. Sowohl die von der IAIS herausgegebenen Insurance Core Principles als auch die Rahmenrichtlinie für die Europäische Versicherungswirtschaft - Solvency II, stellen neben die Notwendigkeit der Risiko orientierten Eigenkapitalausstattung ein effektives Corporate Governance Rahmenwerk, innerhalb dessen die Schlüsselfunktionen Risikomanagement, Compliance, Aktuariat (versicherungsmathematische Funktion) und Interne Revision unabdingbar sind. Nicht nur die Mitglieder des obersten Managements und der obersten Unternehmensüberwachung müssen fachlich qualifiziert ( fit) und persönlich integer (proper) sein, sondern auch die Verantwortlichen für die Schlüsselfunktionen im Unternehmen. *Prof. Mag. Dr. Peter Hauser ist Mitglied der Vorstände der Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit (einem Kernaktionär der UNIQA Gruppe) und der Collegialität Privatstiftung in Wien. Er ist Lehrbeauftragter an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Johannes Kepleruniversität Linz und Gutachter an der Donauuniversität Krems und habilitierter Gastprofessor an der Westungarischen Universität in Sopron,

2 PETER HAUSER Der serbische Gesetzgeber, die Serbische Versicherungsaufsicht und die serbische Versicherungswirtschaft sind, unabhängig vom politischen Aspekt und dem damit verbundenen Zeitplan der Annäherung an die Europäische Gemeinschaft, gut beraten sich intensiv mit den internationalen Standards der IAIS und den Rahmenbedingungen von Solvency II zu beschäftigen und diese so rasch und so genau wie möglich in nationales Recht umzusetzen, wobei die internationalen Standards bis zu Vorliegen der Level 2 und Level 3 Bestimmungen der Europäischen Union wegweisend sein können. Schlagworte: AIG, Aktuar, CEIOPS, Corporate Governance, Compliance, EIOPA, ESFS, fit and proper, IAIS, Insurance Core Principles, Interne Revision, Level 2 Verordnungen, Level 3 Standards, Risk Management, Omnibus II Richtlinie, Schlüsselfunktionen, Solvency II, Solvenzkapital, Systemische Finanzrisiken, Unternehmensüberwachung, Versicherungsaufsicht 1. EINLEITUNG Im Jahr 2010 habe ich mich in einem Beitrag für die Revija za pravo osiguranje 1 mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Internen Revision in europäischen Versicherungsunternehmen auseinandergesetzt, wobei auch die Umstände und Auswirkungen der Lehman Pleite beleuchtet und Unterschiede zwischen österreichischen und serbischen rechtlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt wurden. Seither wurde die Krise nach dem Zusammenbruch von Lehman und dem Platzen der Hypothekenblase durch eine Krise des Euroraumes abgelöst, mit der denkmöglichen Zahlungsunfähigkeit europäischer Staaten. Das Ausmaß dieser Krise war zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Beitrages nicht abzusehen und wird es auch noch lange Zeit nicht sein. Die International Association of Insurance Supervisors - IAIS" 2 hat im November 2011 einen Überblick über die globale Versicherungswirtschaft und deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität aus der Sicht der Beaufsichtigenden herausgegeben. 3 Anlässlich der Präsentation dieser Studie hat der Vorsitzende des IAIS Financial Stability Committees, der Österreicher Peter Braumüller 4, zusammenfassend festgestellt, dass Versicherungsunternehmen, soweit sie im traditionellen Versicherungsgeschäft tätig sind, kaum signifikante systemische Risiken innerhalb des Finanzsystems bilden. Alle von diesem traditionellen Geschäftsmodell abweichenden Aktivitäten, 1 Hauser, Peter. (2010) "Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Interne Revision in europäischen Versicherungsunternehmen im Schatten von Lehman", Revija za pravo osiguranja, Belgrad, Godina IX, No. 4, Die IAIS ist eine weltweite Körperschaft die Standards für eine effektive und weltweit konsistente Regulierung und Überwachung der Versicherungswirtschaft vorgibt um faire, sichere und stabile Versicherungsmärkte zu entwickeln und erhalten, zum Nutzen und dem Schutz der Versicherungsnehmer und als Beitrag zur globalen Finanzstabilität. - IAIS releases paper on Insurance and Financial Stability, IAIS: Press release, 15 November IAIS: Insurance and Financial Stability, International Association of Insurance Supervisors, November Dr. Peter Braumüller, Leiter des Bereiches Versicherungs- und Pensionskassenaufsicht in der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde, Mitglied des Verwaltungsrates der EIOPA, bis 2011 Vorsitzender des Exekutivkomitees und derzeit Vorsitzender des Finanzstabilitätskomitees der IAIS.

3 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... wie dies auch bei AIG der Fall war, sind allerdings von den Aufsichtsbehörden genauestens zu überwachen. 5 Die Europäische Rahmenrichtlinie 2009/138 (Solvency II) 6 wird zweifelfrei eine Neuordnung der Europäischen Versicherungswirtschaft bringen. Neben der risikobasierten Ermittlung des Solvenzkapitals als Anreiz zur richtigen Messung und Handhabung von Risiken zum Schutz der Versicherungsnehmer 7, ist ein wirksames Governance System für ein angemessenes Management unerlässlich, da die quantitativen Solvabilitätsanforderungen nicht alle Risiken ausreichend abbilden könnten. 8 Hatte man ursprünglich vom als Datum der vollständigen Umsetzung in nationales Recht der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auszugehen, ist derzeit eher den 1. Jänner 2014 anzupeilen. Erst nach endgültiger Verabschiedung der so genannten Omnibus 2 Richtlinie" 9, die neben Anpassungen im Zeitplan zur vollständigen Implementierung von Solvency II auch der formalen Umsetzung des Verfahrens der Regelsetzung nach dem Vertrag von Lissabon dient 10, wird der Zeitplan endgültig vorliegen. Ebenso werden erst dann die offiziellen Entwürfe zu den Level 2" Verordnungen der Europäischen Kommission und die Level 3" Leitlinien der Europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) veröffentlicht. 11 EIOPA hat im Rahmen des Europäischen Systems der Finanzaufsicht (European System of Financial Supervision - ESFS), 12 die bisherige Vereinigung der Europäischen Versicherungs- und Pensionskassen Aufsichtsbehörden (Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors - CEIOPS) ersetzt. Das Hauptziel des ESFS besteht darin, die angemessene Anwendung der für den Finanzsektor geltenden Vorschriften zu gewährleisten, um die Finanzstabilität zu erhalten und für Vertrauen in das Finanzsystems insgesamt und für einen ausreichenden Schutz der Kunden, die Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen, zu sorgen." 13 Das ESFS besteht neben EIOPA aus dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board - ESRB), der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority - EBA), der Europäischen Wertpapier und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority - ESMA), dem gemeinsamen Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden (Joint Committee of the European Supervisory 5 IAIS Press release 15 November Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 25. November 2009 betreffend die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und der Rückversicherungstätigkeit (Solvabilität II), Amtsblatt der Europäischen Union L 335/1 vom RL 2009/138, Erwägungen RL 2009/138, Erwägung Europäische Kommission: Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Änderung der Richtlinien 2003/71/EG und 2009/138/EG in Hinblick auf die Befugnisse der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung und der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde, K0M/2011/008 - COD 2011/ Art. 290 Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) Amtsblatt der Europäischen Union C 115 /47 vom Zur Zeit liegen nur inoffizielle Entwürfe vor. 12 Verordnung (EU) Nr. 1094/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung), zur Änderung des Beschlusses Nr. 716/2009/ EG und zur Aufhebung des Beschlusses 22009/79/EG der Kommission, Amtsblatt der Europäischen Union L 331/48 vom EU Verordnung 1094 / 2010 Art. 2/1.

4 PETER HAUSER Authorities) und aus den nationalen Aufsichtsbehörden der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. 14 Da bisher die endgültigen Formulierungen der Durchführungsbestimmungen zu Solvency II zum Zeitpunkt des Redaktionsschluss für diesen Beitrag noch nicht vorgelegen sind, kommt den IAIAS Insurance Core Principles" vom 1.Oktober , die jene aus dem Jahr 2003 wesentlich ausgeweitet und ergänzt haben, große Bedeutung zu. Sie wenden sich nicht direkt an die Versicherungsunternehmen sondern an die nationalen Diese Insurance Core Principles Gesetz- und Verordnungsgeber sowie die nationalen Versicherungsaufsichtsbehörden, die ihrerseits die Umsetzung von den Versicherungsunternehmen verlangen sollen. Die Insurance Core Principles - ICPs" stellen einen weltweit akzeptierten Rahmen für die Überwachung der Versicherungswirtschaft dar. 16 Ein vernünftiges und starkes Regulierungs- und Überwachungssystem der Versicherungswirtschaft ist, nach Meinung der IAIS, zur Aufrechterhaltung einer gerechten, sicheren und stabilen Versicherungssystems notwendig. Dieses dient dem Vorteil und Schutz der Versicherungsnehmer, der Begünstigten aus den Versicherungsverträgen und der Anspruchsberechtigten aus den Verträgen ebenso wie es zur Stabilität des Finanzsystems beiträgt. 17 Als Folge der im europäischen Binnenmarkt herrschenden Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit, wird Versicherungsunternehmen aus Drittländern der Marktzugang zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) 18 erschwert. Die Aufsichtsbehörden von Drittländern können bei der Europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA eine Verbesserung des Marktzuganges der Versicherungsunternehmen ihres Landes dadurch erreichen, als ihr nationales Aufsichtssystem als äquivalent zu den Europäischen Bestimmungen und Standards anerkannt wird. Diese Anerkennung kann im Rahmen der Rückversicherungsaufsicht 19 bedeuten, dass der Rückversicherungsschutz aus dem Drittland für ein Versicherungsunternehmen im EWR anerkannt wird, dass bei der Berechnung der Gruppensolvabilität 20 der im EWR beheimateten Versicherungsgruppe die Eigenmittelberechnung und Eigenmittelausstattung des zur Gruppe gehörenden Versicherungsunternehmens im Drittland anerkannt wird und dass sich die Aufsichtsbehörden bei der Beaufsichtigung von Versicherungsgruppen 21 deren Hauptsitz im EWR ist, auf die Erkenntnisse der 14 EU Verordnung 1094 / 2010 Art. 2/2. 15 International Association of Insurance Supervisors: Insurance Core Principles, Standards, Guidance and Assessment Methodology, 1 October 2011, 16 ICP Introduction ICP Introduction EWR - Europäischer Wirtschaftsraum : Er besteht aus den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union zuzüglich Island, Liechtenstein und Norwegen. 19 RL 2009/138 Art RL 2009 / 138 Art RL 2009 / 138 Art 260.

5 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... Aufsichtsbehörden des Drittlandes bezüglich der Aufsicht über das dort befindliche Versicherungsunternehmen verlassen können VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT ALS SYSTEMISCHES RISIKO AIG (American International Group, Inc.) ist wohl ein herausragendes Beispiel dafür, dass auch ein Versicherungsunternehmen globalen Ausmaßes in existentielle Schwierigkeiten kommen kann. Im September 2008 wurde AIG knapp vor dem Konkurs vom Federal Reserve System aus Mitteln der US Regierung in Höhe von 182,3 Milliarden US $ gerettet und war damit einer der größten Nutznießer des "Emergency Economic Stability Acts 2008." 23 Die Schwierigkeiten von AIG lagen im Wertpapierleihgeschäft dessen Bardeckung in verbriefte Wohnbaukredite (Residential Mortgage Backed Securities "investiert wurden, mit dem Ziel den Gewinn zu maximieren. Bei dieser Konstruktion handelte es sich um einen eklatanten Risikomanagement Fehler." 24 Die noch größeren Probleme lagen in der versicherungsähnlichen Abdeckung (CDS - Credit Default Swaps) von forderungsbesicherten Schuldverschreibungen (CDO - Collateralized Dept Obligations). 25 Grob gesagt wurde hier etwas versichert das nicht versicherbar war. 26 Nach dem Scheitern privater Rettungsaktionen war die öffentliche Hand gezwungen einzugreifen um eine Wiederholung des Konkurses von Lehman Brothers zu vermeiden. 27 Das Scheitern vom AIG war auch ein Scheitern der staatlichen Aufsichtsbehörden, auf nationaler Ebene das Office of the Thrift Supervision OTS)" 28 und bezüglich der Lebensversicherung die Aufsichtsbehörden der einzelnen Bundesstaaten. Der "Dodd - Frank Wallstreet Reform an Cosumer Protection Act 2010" 29 löst, als Folge seines Versagens, das OTS auf und schafft eine eigene bundesweite Versicherungsaufsichtsbehörde, das "Federal Insurance Office (FIO)." 30 Auch die Rolle der Ratingagenturen war kein Ruhmesblatt für sie, haben sie mit Hinweis auf die "Versicherung" bei AIG später geplatzten Wertpapieren ein AAA Rating verpasst Ehrlich Kathleen: Erkennt Solvency II Aufsichtssysteme aus Drittstaaten als gleichwertig an? Was bedeutet Gleichwertigkeit für die Versicherer? Munich RE Solvency Consulting Knowledge Series, September 2011, download_www.munichre.com, GAO , s IAIS Insurance and Financial Stability 2011, Appendix IAIS Insurance and Financial Stability 2011, Appendix Kotlikoff Laurence J. (2010) Jimmy Steward is dead. Ending the world's ongoing financial plague with limited purpose banking, John Wiley & Sons, Hoboken New Jersey, s GAO , s. 7, s. 11f. 28 Das OTS war eigentlich die Aufsichtsbehörde für Bauparkassen und durch eine abenteuerliche Konstruktion zum Aufseher über AIG geworden. - Hauser Peter (2010) "Lehren aus US amerikanischen Unternehmenspleiten zwischen Enron und Lehman für die interne Unternehmensüberwachung der Österreichischen Versicherungswirtschaft", in: Rohrbach Wolfgang (Hrsg.): Versicherungsgeschichte Österreichs, Band X, Wien, ss , th Congress of the United States of America, Session : A bill to promote the fiancial stability by improving accountability and transparency in the financial system, to end "protect the big to fail", to protect the American tax payers by ending bailouts, to protect consumers from abusive financial services, and other purposes, H.R. 4173, Public Law (Dodd - Frank Wallstreet Reform and Consumer Protection Act 2011, Sec Hauser, Peter. (2011) "Lehren aus US Pleiten zwischen Enron und Lehman für die Interne Revision in Österreich, in: Institut für Interne Revision - IIA Austria: Von der Arge bis zum heutigem Institut für Interne Revision", Festschrift aus Anlass des 50 - jährigen Bestehens, Wien, S 58-79, 68 ff. 31 Kotlikoff, s. 3f.

6 PETER HAUSER Derzeit ist AIG weiterhin eine internationale Versicherungsgruppe die Kunden in mehr als 130 Ländern hat. Im Juni 2011 wies die Gruppe ein Vermögen von 616,8 Milliarden US $ und Einkünfte von 34,1 Milliarden US $ im Halbjahr aus. 32 Anfang November 2011 kündigte die Gesellschaft an, einen weiteren Betrag von US $ 972 Millionen an staatlicher Hilfe an die US Regierung zurückzuzahlen und zeigte sich zuversichtlich die Restrukturierungsziele zu erreichen. 33 Unmittelbar nach dieser Information ging die Nachricht um die Welt, dass AIG im dritten Quartal 2011 einen Verlust von US $ 4,1 Milliarden zu verzeichnen hat und dafür die gesunkenen Aktienkurse seiner Asientochter, die Abwertung von Flugzeugen der Leasingtochter und gestiegene Katastrophenschäden verantwortlich gemacht. 34 In diesem Zusammenhang ist eine Meldung vom Oktober 2011 bemerkenswert, wonach 65 Spitzenvertreter von AIG mit 9 AIG Managern in ein Ultra Luxus Hotel eingeladen wurde, da solche Treffen in der Dienstleistungsbranche "für die Geschäftsentwicklung und die Menschenführung" "übliche Praxis" seien. 35 Millionenschwere Boni wurden AIG Managern, trotz Missmanagement und daraus resultierender staatlicher Hilfe ausbezahlt, worüber in der Öffentlichkeit Empörung herrschte. 36 Die umfassende, weltweite Studie der IAIS zur Finanzstabilität hält fest, dass AIG durch ihre Kreditausfallversicherungen, ihre Wertpapierleihen und andere Finanztransaktionen derartig mit großen Geschäftsbanken, Investmentbanken und anderen Finanzinstitutionen verbunden war, dass ein Zusammenbruch von AIG ein systemisches Risiko geschaffen hätte. 37 Die IAIS betont, dass Versicherungsunternehmen in ihrem ureigenen Geschäftsmodell Risiken unterliegen, welche nicht typischer Weise in Banken zu finden sind, wie Sterblichkeit, Krankheit, Haftpflicht und Eigentum sind. Versicherungen unterliegen zusätzlich Risiken, die auch in anderen Finanzbereichen zu finden sind, wie Kreditrisiken und Prozess- und Marktrisiken im Zusammenhang mit Veranlagungen. 38 Die Finanzkrise 2008/2009 hat gezeigt, dass die Mehrheit der Versicherungsunternehmen ihr besser widerstanden haben, als andere Finanzinstitutionen. Dies wird daraus erklärt, dass die klassischen Versicherungsrisiken nicht mit dem ökonomischen Geschäftskreislauf Hand in Hand gehen müssen und daher nicht von finanziellen Marktverlusten abhängig sind, wobei ausdrücklich Kreditversicherungen, Finanzgarantieversicherungen, Direk torenhaftpflichtversicherungen und Hypothekarausfallversicherungen ausgenommen sind. 39 Daraus wird geschlossen, 32 GAO - US Government Accountability Office: Financial Crisis - Review of Federal Reserve System Financial Assistance to American International Group, Inc. GOA , Oct 31, 2011, s Schaefer, Steve (2011) "AIG Makes Billion - Dollar Payment To Uncle Sam", Forbes, November 2, 2011, at: accessed on "US Versicherer AIG schrieb im dritten Quartal Milliardenverlust", APA (Austria Presse Agentur), APAA 0321 Fr, 4 Nov Bloomberg in: cash: AIG: Luxus Hotel für die besten Mitarbeiter, , at: accessed on Sorkin, Andrew Ross. (2010) "Die Unfehlbaren. Wie Banker und Politiker nach der Lehman-Pleite darum kmpften, das Finanzsystem zu retten - und sich selbst", aus dem Englischen von Ursel Schäfer, Enrico Heinemann und Helmut Dierlamm, 4. Auflage, Deutsche Verlagsanstalt, München, s IAIS Insurance and Financial Stability 2011, s IAIS Insurance and Financial Stability Summary 2, s IAIS Insurance and Financial Stability Summary 3, s. 3.

7 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... dass Versicherungsgruppen und Finanzkonglomerate, die sich außerhalb der traditionellen Versicherungsgeschäfte oder überhaupt außerhalb des Versicherungsgeschäftes entscheidend engagieren, von der Entwicklung der Finanzmärkte abhängig werden und bei entsprechender Größe zum systemischen Risiko werden können. Die staatliche Hilfsaktion für drei Versicherungsunternehmen in den Niederlanden bezog sich auf solche, die ebenfalls sehr stark in Bankaktivitäten eingebunden waren. 40 Grundsätzlich herrscht in den Versicherungsmärkten eine gesunde Konkurrenzsituation, insbesondere in den klassischen Versicherungsparten. Der Ausfall eines Versicherers ist somit leichter zu verkraften. Ausnahmen können entstehen, wenn es in bestimmten Marktnischen und oder lokalen Marktsegmenten eine monopolistische oder oligopolistische Anbietersituation gibt 41 Der Versicherungssektor ist mit den Finanzmärkten durch seine Investitionen und durch die Kapitalaufbringung verbunden. Wegen des unterschiedlichen Geschäftsmodells von Versicherungen und Banken sind die Auswirkungen von Versicherungszusammenbrüchen auf die Realwirtschaft und auf andere Finanzinstitutionen unterschiedlich, als die von Banken. Die Geschichte zeigt, dass Zusammenbrüche von klassischen Versicherungsunternehmen nicht wirklich systemische Risiken dargestellt hatten, sofern sie sich nicht, wie AIG, weit von diesem klassischen Geschäftsmodell entfernt haben. 42 IAIS verlangt zusammenfassend, dass die Unterschiede zwischen Banken und Versicherungen auch zu unterschiedlichen Anforderungen für den Verlustausgleich und die Überwachung führen müssen. Eine weltweite umfassende Überwachung von international tätigen Versicherungsgruppen wird von IAIS forciert und die Insurance Core Principles stellen eine Grundlage für diese globale Betrachtungsweise dar. 43 Die Europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA sieht deutliche Gefahren für die Versicherungswirtschaft durch die Finanzkrise, wobei sie nicht nur den Wertverfall der Finanzanlagen sondern auch sinkende Umsätze wegen schlechter Wachstumsaussichten prognostiziert. Ein eigener Stresstest unter 82 Europäischen Versicherungsunternehmen der das Szenario einer länger dauernden Niedrigzinsphase simulierte, ergab, dass 8 nicht genante Versicherungsunternehmen, also 10% der Teilnehmer nicht überleben würden. Auch Versicherungsunternehmen könnten in Liquiditätsprobleme kommen und es besteht eine Ansteckungsgefahr" gegenüber Banken und umgekehrt INSURANCE CORE PRINCIPLES Eine umfassende Auseinandersetzung mit den sehr umfangreich gewordenen Insurance Core Principles würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Es werden 40 IAIS Insurance and Financial Stability Summary 4, s. 3f, Appendix 2, s IAIS Insurance and Financial Stability Summary 5, 6, s IAIS Insurance and Financial Stability Summary 7-9, s. 4f. 43 IAIS Insurance and Financial Stability Summary 10-11, s Fromme Herbert (2011) "Aufsicht sieht dunkle Wolken über Versicherungsbranche. EU - Behörde warnt vor Pleite infolge der Niedrigzinsen", Financial Times Deutschland vom

8 PETER HAUSER daher nur Auszüge aus zwei dieser Core Principles herausgegriffen. ICP 7 (Insurance Core Principle 7) beschäftigt sich mit "Corporate Governance" und ICP 8 mit "Risk - Management and Internal Controls" Wie sich in der Folge zeigt, ist der Begriff "Internal Control" keineswegs mit "Interner Kontrolle" zu übersetzen, sondern kann als "Prozesse zur hinreichenden Absicherung der Erreichung der Unternehmensziele" definiert werden Corporate Governance Gemäß ICP 7 haben die Gesetzgeber und die Aufsichtsbehörden von den Versicherungsunternehmen zu verlangen ein Corporate Governance Rahmenwerk einzuführen, das eine gut fundierte und umsichtiges Leitung und Überwachung des Versicherungsgeschäftes ermöglicht und die Interessen der Versicherungsnehmer angemessen berücksichtigt und schützt. Dieses Corporate Governance Rahmenwerk fördert die Entwicklung, Einführung und effektive Überwachung von Prozessen, die die Ziele des Unternehmens klar definieren und unterstützen, definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten der Personen die das Unternehmen leiten und überwachen, legt fest wer welche rechtliche Verantwortlichkeiten und Befugnisse unter welchen Umständen hat, definiert die Prozesse zur Entscheidungsfindung und Maßnahmensetzung einschließlich derer Dokumentation, fördert die angemessene Kommunikation zwischen Management, Überwachung und den Stakeholdern und bestimmt Reaktionsmechanismen fest für die Nichtübereinstimmung mit gesetzlichen Rahmenbedingungen (non compliance) oder das Versagen von Unternehmensleitung, Kontrolle oder Überwachung. (ICP 7.01) Das oberste Organ des Unternehmens, in den ICP als "Board" 46 bezeichnet, stellt seine eigenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die des Senior Managements und die der Inhaber von Schlüsselfunktionen fest, stellt eine angemessene Trennung von Überwachungsfunktionen und Managementfunktionen sicher und sorgt für eine adäquate Überwachung des Senior Managements. (ICP 7.2.) Die Aufsichtsbehörden haben sicher zu stellen, dass der Board aus ausreichend qualifizierten Mitgliedern besteht, und dass seine Arbeit durch angemessene Governance Praktiken und Ressourcen unterstützt wird. (ICP 7.3) E ist auch sicher zu stellen, dass die Mitglieder im guten Glauben, ehrlich und vernünftig, sorgfältig und gewissenhaft handeln, dass sie die Interessen des Unternehmens und der Versicherungsnehmer vor die eigenen Interessen stellen, unabhängig und objektiv im Interesse des Versicherungsunternehmens und der versicherten Personen entscheiden, dass sie jeden Schaden für das Unternehmen vermeiden und aus der Position keine unangemessenen persönlichen Vorteile ziehen. (ICP 7.4). Vom B oard 45 Amling Thomas / Bantleon Ulrich (2007) Handbuch der Internen Revision. Grundlagen, Standards, Berufsstand, Erich Schmidt Verlag Berlin, s Im monistischen (one tier) System besteht der Verwaltungsrat aus geschäftsführenden und externen Mitgliedern. Im dualen System bestehen ein Vorstand und ein Aufsichtsrat, wobei die IAIS im dualen System die Aufgaben des "Board" dem Aufsichtsrat zuordnet, dem Vorstand die des "Senior Managements" - ICP 7.05 und 7.06.

9 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... ist die Einrichtung und Überwachung eines Remunerationssystems zu verlangen das unangemessene Risikoübernahmen nicht unterstützt und im Einklang mit den langfristigen Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder steht. Diese Einschränkungen im Remunerationssystem sollen besonders für Boardmitglieder selbst, das Senior Management und die Verantwortlichen in Schlüsselfunktionen der Kontrolle gelten. (ICP 7.8). E ist fürein verlässliches Berichtswesen mit klaren Verantwortlichkeiten des Board, des Senior Management und der Schlüsselfunktionen sowohl für die Öffentlichkeit als auch für Überwachungszwecke zu sorgen. (ICP 7.7.). Vom Board wird verlangt, ein System einzurichten und zu überwachen zur effektiven, zeitnahen und angemessenen Kommunikation zwischen dem Unternehmen und der Aufsichtsbehörde sowie den relevanten Stakeholdern. (ICP 7.8). Der Board hat angemessene Grundsätze und Prozesse festzulegen, die sicherstellen, dass das Senior Management im Tagesgeschäft effektiv und in Übereinstimmung mit den Unternehmensstrategien, Grundsätzen und Prozessen handelt, eine Kultur von gesundem Risikomanagement, Compliance und fairen Umgang mit den Kunden implementiert, dem Board zeitnahe und angemessene Informationen zukommen lässt und eine zeitnahe und angemessene Information der Aufsichtsbehörde und der relevanten Stakeholder durchführt.(icp 7.9) 3.2. Risikomanagement und Interne Überwachung (Internal Controls) Gemäß ICP 8 wird von den Versicherungsunternehmen als Teil ihres gesamten Corporate Governance Rahmenwerkes ein effektives Risikomanagementsystem und ein Internes Kontrollsystem, welches die Funktionen Risikomanagement, Compliance, Aktuariat und Interne Revision umfasst, verlangt. Diese internen Kontrollfunktionen sind mit der nötigen Autorität, Unabhängigkeit und den entsprechenden Ressourcen auszustatten. (ICP 8.2.) Die Risikomanagement Funktion muss fähig sein, das Unternehmen bei der Identifizierung, Bemessung, Beobachtung und Bewältigung der Schlüsselrisiken und der diesbezüglichen Berichterstattung zeitnahe zu unterstützen. (ICP 8.3.) Die Compliance Funktion muss fähig sein das Unternehmen bei der Einhaltung der rechtlichen und aufsichtsbehördlichen Verpflichtungen und bei der Einrichtung einer Unternehmenskultur von Compliance und Integrität zu unterstützen. (ICP 8.4). Die versicherungsmathematische Funktion (Aktuariat) muss fähig sein die Schadenreserven, Prämienberechnungen und die Übereinstimmung mit den bilanziellen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften zu evaluieren und das Unternehmen zu beraten. (ICP 8.5.) Die Interne Revisionsfunktion muss den Board mit unabhängiger Gewissheit bezüglich der Wirkungsweise der Governance des Unternehmens einschließlich des Risk Managements und der Internen Kontrollen zu versorgen. (ICP 8.6) Ausgelagerte Funktionen müssen der selben Überwachung und Rechtschaffenheit unterworfen werden, wie nicht ausgelagerte

10 PETER HAUSER Funktionen, und somit der Überwachung durch Risikomanagement, Aktuariat, Compliance und Interner Revision unterliegen. (ICP 8.7). 4. SOLVENCY II Die Europäische Rahmenrichtlinie für das Versicherungswesen (Solvency II) geht davon aus, dass nicht alle Risiken des Versicherungsunternehmens durch die quantitativen Forderungen an das Risikokapital alleine ausreichend abgedeckt sind und verlangt daher ein wirksames Governance System 47 welches die Risikomanagementfunktion, die die Compliance Funktion, die versicherungsmathematische Funktion (Aktuariat) und die Interne Revisionsfunktion umfasst 48 Die Interne Revisionsfunktion darf als einzige auch in kleineren Unternehmen nicht mit anderen Funktionen gemeinsam ausgeführt werden. 49 CEIOPS hat in seinem Rat an die Europäische Kommission ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Lehren aus der Finanzkrise zu beachten sind, die zwar in erster Linie fundamentales Governance - Versagen im Bankensektor und nicht im Versicherungssektor aufgezeigt hat. Es ist aber trotzdem notwendig, aus diesen Fehlern zu lernen und die künftigen Regeln zur Governance sollen diesen Entwicklungen in normalen" Zeiten aber auch in Stresssituationen Rechnung tragen Allgemeine Governance Anforderungen Alle Versicherungsunternehmen haben über ein wirksames Governance System zu verfügen, das ein solides und vorsichtiges Management gewährleistet. Das System hat eine angemessene und transparente Organisationsstruktur zu enthalten, klare Zuordnung und Abgrenzungen von Zuständigkeiten sowie über ein wirksames Informationssystem. Es hat einer regelmäßigen internen Überprüfung zu unterliegen. 51 Das System ist der Wesensart, dem Umfang und der Komplexität der Tätigkeit des Unternehmens anzupassen. 52 Die Unternehmen verfügen über vom obersten Organ 53 schriftlich festgelegte Leitlinien zumindest für Risikomanagement, interne Kontrolle, Interne Revision und Outsourcing, die zumindest ein Mal pro Jahr überprüft und angepasst werden. Die Unternehmen verfügen über Notfallpläne Fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit Die Unternehmen haben sicher zu stellen, dass alle Personen, die sie tatsächlich leiten, also das Topmanagement und alle Inhaber von Schlüsselfunktionen inne 47 RL 2009/138, Erwägung RL 2009/138, Erwägung RL 2009/138, Erwägung CEIOPS - Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors: CEIOPS' Advice for Level 2 Implementing Measures on Solvency II: System of Governance, CEIOPS - DOC_29/09, October RL 2009/138, Art. 41 /1. 52 RL 2009/138, Art. 41 /2. 53 Oberstes Organ ist im monistischen System der Verwaltungsrat, im dualen System kann es Vorstand und / oder Aufsichtsrat sein. 54 RL 2009 /138, Art. 41 /3 und 4.

11 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... haben, wie Risikomanagement, Aktuariat, Compliance und Interne Revision über ausreichende fachliche Qualifikation und ausreichende persönliche Zuverlässigkeit verfügen. Diese Personen sind den Aufsichtsbehörden samt den Nachweisen über die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit zu melden, ebenso wie Änderungen in Leitungsfunktionen Risikomanagement Die Unternehmen haben über ein wirksames Risikomanagement zu verfügen. Dieses umfasst Strategien, Prozesse und Meldeverfahren um eingegangene und potentielle Risiken kontinuierlich, einzeln und aggregiert zu erkennen, messen, überwachen managen und darüber zu berichten. Es muss in die Organisationsund Entscheidungsprozesse integriert sein. 56 Das Risikomanagement deckt die Risikoübernahme und Rückstellungsbildung, das Aktiv - und Passivmanagement, die Anlagen insbesondere die Derivate, das Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko, das Risikomanagement der operationellen Risiken und die Risiken der Rückversicherung ab. 57 Haben sich Versicherungsunternehmen für ein internes Modell zur Ermittlung des Solvenzkapitals entschieden, obliegt dem Risikomanagement auch die Konzeption und Umsetzung dieses Modells, die Testung und Validierung, die Dokumentation, die Analyse der Leistungen und die Berichterstattung. 58 Davon abgesehen hat jedes Unternehmen als Teil des Risikomanagements eine eigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durchführen Interne Kontrolle Die Versicherungsunternehmen haben über ein wirksames internes Kontrollsystem zu verfügen. Dieses umfasst Verwaltungs- und Rechnungslegungsverfahren, einen internen Kontrollrahmen, angemessene Meldeverfahren und eine Compliance Funktion zu Überwachung der Einhaltung der rechtlichen Anforderungen im weiteren Sinn. Sie berät die obersten Organe des Unternehmens auch über die Einhaltung der Bestimmungen in Umsetzung der Rahmenrichtlinie sowie über Auswirkungen von Änderungen des rechtlichen Umfeldes Interne Revision Die Versicherungsunternehmen haben über eine wirksame Interne Revision zu verfügen, der unter anderem die Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems und der anderen Bestandteile des Governance Systems 55 RL 2009/138, Art RL 2009/138, Art 44/1. 57 RL 2009/138, Art 44/2. 58 RL 2009 /138, Art 44/5. 59 RL 2009 /138, Art RL 2009/138, Art. 46.

12 PETER HAUSER obliegt. Die Interne Revision muss objektiv und von operativen Tätigkeiten unabhängig sein. Sie teilt ihre Erkenntnisse und Empfehlungen einem obersten Organ (Verwaltungsrat oder Vorstand und / oder Aufsichtsrat) mit, das über die Maßnahmen zur Umsetzung entscheidet und die Durchführung der Maßnahmen sicherstellt Versicherungsmathematische Funktion (Aktuariat) Die Versicherungsunternehmen haben über eine wirksame versicherungsmathematische Funktion zur Koordinierung der Berechnung und Gewährleistung der Angemessenheit der Berechnungsmodelle der versicherungstechnischen Rückstellungen und der dafür verwendeten Daten. Sie nimmt zur Zeichnungspolitik und zur Angemessenheit von Rückversicherungsvereinbarungen Stellung und leistet einen Beitrag zu einem angemessenen Risikomanagement und zu den Modellen zur Berechnung des Solvenzkapitals KONKLUSIO Die Sicherheit der Versicherungsunternehmen ist um so größer, je mehr sie sich in ihren Aktivitäten auf das klassische Versicherungsgeschäft beschränken und die Ausflüge in versicherungsfremde Bankgeschäfte vermeiden. Die derzeitige Finanzkrise führt allerdings zum Wertverfall der Finanzanlagen der Unternehmen und kann gemeinsam mit den zurückgehenden Geschäftsvolumen in einer allgemeinen Wirtschaftskrise durchaus auch klassische Versicherer gefährden, wenn bei der Veranlagung Ertragmaximierung exzessiv vor Sicherheitsbedenken gestellt werden, wie dies bei überproportionaler Kauf von Wertpapieren gefährdeter Länder war. Sowohl die Internationale Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden als auch das neue Europäische Regelwerk für Versicherungsunternehmen - Solvency II sehen neben einer effizienten externen Unternehmensüberwachung durch Aufsichtsbehörden einen effizienten Corporate Governance Rahmen als wichtiges Sicherheitsnetz für die Unternehmen an, weil die Sicherheit der Ansprüche der Versicherungsnehmer nicht nur durch die quantitativen Solvenzkapitalvorschriften abzudecken ist. Verantwortlich für ein Corporate Governance Rahmenwerk ist sowohl bei IAIS als auch in Solvency II das oberste Organ, im monistischen Modell der gemeinsame Verwaltungsrat für Geschäftsführung und Überwachung, im dualen Modell der geschäftsführende Vorstand und der kontrollierende Aufsichtsrat wobei derzeit die Unternehmensüberwachung im engeren Sinn auch dem Vorstand obliegt, der seinerseits vom Aufsichtsrat überwacht wird. IAIS verlangt auch im dualen System 61 RL 2009/138, Art RL 2009/138, Art. 48.

13 Corporate governance, compliance, risk management und interne revision... Corporate Governance und Interne Unternehmensüberwachung unter die Verantwortung des Aufsichtsrates, Solvency II lässt im Richtlinientext die Frage offen. Sowohl IAIS als auch Solvency II kennen neben der Unternehmensleitung vier Schlüsselfunktionen des Governance Systems, nämlich Risikomanagement, Compliance, Aktuariat und Interne Revision, wobei beide die Interne Revision herausheben, indem sie die anderen Teile zu evaluieren hat. Die Unabhängigkeit dieser Schlüsselfunktionen von der operativen Geschäftsleitung ist bei IAIS deutlich ausgeprägt, in Solvency II zumindest bezüglich der Internen Revision ausgedrückt. In Zukunft wird diesen Schlüsselfunktionen eine wesentlich höhere Bedeutung zukommen als in der Vergangenheit. Die Anforderungen an ihre Inhaber bezüglich persönlicher Qualifikation und Integrität (fit and proper) wird entsprechend steigen. Peter HAUSER, PhD Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit and Collegialität Privatstiftung, Wien Professor at the Faculty of Economy, Wien and Johannes Kepleruniversität, Linz CORPORATE GOVERNANCE, COMPLIANCE, RISK MANAGMENT AND INTERNAL AUDIT AT INSURANCE COMPANIES - HOW TO COMPLY WITH EUROPEAN REGULATORY REQUIREMENTS AND IN REFLECTION OF THE RECENT CRISIS? SUMMARY Scientific debate Corporate Governance, Compliance, Risk Management and Internal Audit at Insurance Companies - how to comply with the European regulatory requirements reflection of the recent crisis. The International Association of Insurance Supervisors - IAIS, analysed in a recent study the insurance industry as potential systemic risks. IAIS found out that insurance companies do not create systemic risks as long as their activities are focused on classic insurance business. Leaving the classic insurance business, as AIG did with credit default swaps and securities lending, may create systemic risks and may lead to bankruptcy. The crisis of the finance markets reduce the insurance companies' financial assets value dramatically. Following a recent study of the European Insurance Supervisory Authority - EIOPA, 10% of the examined companies were in danger. In addition to the quantitative solvency capital requirements, IAIS as well as the new legal framework for the European Insurance Industry - Solvency II, demand an appropriate corporate governance framework for sound and prudent management

14 PETER HAUSER and oversight of the insurer's business to adequately recognise and protect the interests of policyholders. Responsible for the implementation and supervision of this framework is the Board. In the monistic governance system used in USA, UK and also in Switzerland it is the Board of Directors or Administration Board. In the dual system used in Germany and Austria the Board is divided in the Management Board and the Supervisory Board. IAIS prefers the Supervisory Board to be responsible, Solvency has not made a decision yet. The Industry has to wait until the Level 2 guidelines are released by the European Commission and the Level 3 standards by EIOPA. IAIS demands from the Board to implement objectives and strategies, appropriate allocation of oversight and management responsibilities, structure and governance of the Board. The duties of individual Board members require them to act in good faith, honestly and reasonably in the best interests of the insurer and the policyholders and to put their interests ahead of the own interests. Further requirements set by the IAIS are risk management and internal control systems and functions, remuneration policy and practices, reliable and transparent financial reporting and last but not least transparency and communication. IAIS as well Solvency II specify four key functions within the corporate governance frame work: Risk management function, actuarial function, compliance function and internal audit function in addition to the senior management. For the heads of these functions, Solvency II requires them to be fit and proper. In other words, they have to be qualified and of integrity as it is required for senior management and the members of the Board, Management Board as well as Supervisory Board. The control functions, risk management, compliance, actuary and internal audit have to be empowered with the necessary authority, independence and resources. However, even if the best control functions exist, the Board or Senior Management is not exempt from their respective governance and related responsibilities. The importance and accountability of the control functions will increase in the future as well as the challenges in specialized knowledge and personal skills.

Leitlinien. zur. Beschwerdebearbeitung durch. Versicherungsunternehmen

Leitlinien. zur. Beschwerdebearbeitung durch. Versicherungsunternehmen EIOPA-BoS-12/069 DE Leitlinien zur Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsunternehmen 1/8 1. Leitlinien Einleitung 1. Gemäß Artikel 16 der EIOPA-Verordnung 1 sowie unter Berücksichtigung von Erwägung

Mehr

Leitlinien zu den Methoden für die Bestimmung von Marktanteilen für die Berichterstattung

Leitlinien zu den Methoden für die Bestimmung von Marktanteilen für die Berichterstattung EIOPA-BoS-15/106 DE Leitlinien zu den Methoden für die Bestimmung von Marktanteilen für die Berichterstattung EIOPA Westhafen Tower, Westhafenplatz 1-60327 Frankfurt Germany - Tel. + 49 69-951119-20; Fax.

Mehr

EUROPÄISCHE UNION DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT

EUROPÄISCHE UNION DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT 006621/EU XXV. GP Eingelangt am 12/12/13 EUROPÄISCHE UNION DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT R RAT Straßburg, den 11. Dezember 2013 (OR. en) 2013/0327 (COD) LEX 1410 PE-CONS 98/1/13 REV 1 EF 190 ECOFIN 871 SURE

Mehr

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU)

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU) 16.12.2014 L 359/155 DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS R KOMMISSION vom 12. Dezember 2014 über die Gleichwertigkeit der aufsichtlichen und rechtlichen Anforderungen bestimmter Drittländer und Gebiete für die Zwecke

Mehr

Solvency II im Überblick

Solvency II im Überblick Solvency II im Überblick Kernpunkte und Herausforderungen für die deutsche Versicherungswirtschaft Dr. Thomas Schubert 13. Versicherungswissenschaftliche Fachgespräch am 10. September 2009 in Berlin Solvency

Mehr

Quantitatives Risikomanagement

Quantitatives Risikomanagement FaRis Forschungsstelle aktuarielles Risikomanagement Herzlich Willkommen zum 9. FaRis & DAV-Symposium Quantitatives Risikomanagement Köln, 4. Dezember 2015 Eröffnungsvortrag TH Köln, Institut für Versicherungswesen

Mehr

Legal Risk als Folge fehlender Compliance

Legal Risk als Folge fehlender Compliance Legal Risk als Folge fehlender Compliance Konzernrechtstag Luther, Düsseldorf, 29.04.2015 Ludger Hanenberg BaFin, Bonn. Gliederung 1. Hintergründe 2. Compliance-Funktion als Risikomangement- Instrument

Mehr

www.pwc.com FATCA implementieren in der Schweiz vom Projekt bis zum operativen Prozess SVV Präsentation 4. April 2013

www.pwc.com FATCA implementieren in der Schweiz vom Projekt bis zum operativen Prozess SVV Präsentation 4. April 2013 www.pwc.com FATCA implementieren in der Schweiz vom Projekt bis zum operativen Prozess Präsentation 4. Agenda 1. Einführung 2. FATCA-Hauptaufgaben 3. Versicherer in der Schweiz und FATCA 4. Implementierungsaspekte

Mehr

BESCHLUSS DES GEMEINSAMEN EWR-AUSSCHUSSES Nr. 128/2014 vom 27. Juni 2014 zur Änderung von Anhang IX (Finanzdienstleistungen) des EWR-Abkommens

BESCHLUSS DES GEMEINSAMEN EWR-AUSSCHUSSES Nr. 128/2014 vom 27. Juni 2014 zur Änderung von Anhang IX (Finanzdienstleistungen) des EWR-Abkommens 27.11.2014 L 342/27 BESCHLUSS S GEMEINSAMEN EWR-AUSSCHUSSES Nr. 128/2014 vom 27. Juni 2014 zur Änderung von Anhang IX (Finanzdienstleistungen) des EWR-Abkommens R GEMEINSAME EWR-AUSSCHUSS gestützt auf

Mehr

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Univ.-Prof. Dr. Ewald Aschauer ewald.aschauer@jku.at Die Rolle von Banken im Wirtschaftsleben Zentrale Rolle in

Mehr

Governance, Risk & Compliance für den Mittelstand

Governance, Risk & Compliance für den Mittelstand Governance, Risk & Compliance für den Mittelstand Die Bedeutung von Steuerungs- und Kontrollsystemen nimmt auch für Unternehmen aus dem Mittelstand ständig zu. Der Aufwand für eine effiziente und effektive

Mehr

Vom Prüfer zum Risikomanager: Interne Revision als Teil des Risikomanagements

Vom Prüfer zum Risikomanager: Interne Revision als Teil des Risikomanagements Vom Prüfer zum Risikomanager: Interne Revision als Teil des Risikomanagements Inhalt 1: Revision als Manager von Risiken geht das? 2 : Was macht die Revision zu einem Risikomanager im Unternehmen 3 : Herausforderungen

Mehr

Die neue ISO 9001:2015 Neue Struktur

Die neue ISO 9001:2015 Neue Struktur Integrierte Managementsysteme Die neue ISO 9001:2015 Neue Struktur Inhalt Neue Struktur... 1 Die neue ISO 9001:2015... 1 Aktuelle Status der ISO 9001... 3 Änderungen zu erwarten... 3 Ziele der neuen ISO

Mehr

Solvency II Konsequenzen für die Kapitalanlage der Versicherungen. Dr. Stefan Arneth, CFA Köln, 12. Mai 2009

Solvency II Konsequenzen für die Kapitalanlage der Versicherungen. Dr. Stefan Arneth, CFA Köln, 12. Mai 2009 Solvency II Konsequenzen für die Kapitalanlage der Versicherungen Dr. Stefan Arneth, CFA Köln, 12. Mai 2009 Agenda 1. MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH 2. Solvency II Ziele und aktueller Status 3.

Mehr

Fit & Proper für Banken und Wertpapierfirmen

Fit & Proper für Banken und Wertpapierfirmen Fit & Proper für Banken und Wertpapierfirmen Aktuelles zu Organisationspflichten, Eignung und Geldwäscherei für Berater und Geschäftsleiter! Institutional Advisors Congress Herbst 2015 10. September 2015

Mehr

Compliance, Risikomanagement & Interne Kontrollsysteme in der Praxis. Prof. Alexander Redlein, Dr. Barbara Redlein

Compliance, Risikomanagement & Interne Kontrollsysteme in der Praxis. Prof. Alexander Redlein, Dr. Barbara Redlein Compliance, Risikomanagement & Interne Kontrollsysteme in der Praxis Prof. Alexander Redlein, Dr. Barbara Redlein Begriffe: Compliance und Risikomanagement Compliance = Einhaltung aller externen und internen

Mehr

GIPS Tag 2014. Optional: Auswirkungen von Gesetzgebung und Aufsicht auf die Fondsbranche in Deutschland

GIPS Tag 2014. Optional: Auswirkungen von Gesetzgebung und Aufsicht auf die Fondsbranche in Deutschland Optional: Feld für Logo des Kunden (Stand = optisch ausgeglichen) oder für geeignetes Bildmotiv (Höhe = 6,49 cm, Breite nach links variabel, maximal 11,05 cm) GIPS Tag 2014 Auswirkungen von Gesetzgebung

Mehr

Erfahrung aus SOA (SOX) Projekten. CISA 16. Februar 2005 Anuschka Küng, Partnerin Acons AG

Erfahrung aus SOA (SOX) Projekten. CISA 16. Februar 2005 Anuschka Küng, Partnerin Acons AG Erfahrung aus SOA (SOX) Projekten CISA 16. Februar 2005 Anuschka Küng, Partnerin Acons AG Inhaltsverzeichnis Schwachstellen des IKS in der finanziellen Berichterstattung Der Sarbanes Oxley Act (SOA) Die

Mehr

Franke & Bornberg award AachenMünchener private annuity insurance schemes top grades

Franke & Bornberg award AachenMünchener private annuity insurance schemes top grades Franke & Bornberg award private annuity insurance schemes top grades Press Release, December 22, 2009 WUNSCHPOLICE STRATEGIE No. 1 gets best possible grade FFF ( Excellent ) WUNSCHPOLICE conventional annuity

Mehr

Erschwerte Bedingungen für Outsourcing durch Captives

Erschwerte Bedingungen für Outsourcing durch Captives Dr. Friedrich Isenbart Versicherungspraxis, Dezember 2015 Solvency II Erschwerte Bedingungen für Outsourcing durch Captives 1. EINLEITUNG Am 1. Januar 2016 treten nach langer Vorbereitungsphase die Neuregelungen

Mehr

Whitepaper. Der OTC-Derivatemarkt im Wandel. Regulatorische Einflüsse durch EMIR (European Market Infrastructure Regulation) und Dodd-Frank Act

Whitepaper. Der OTC-Derivatemarkt im Wandel. Regulatorische Einflüsse durch EMIR (European Market Infrastructure Regulation) und Dodd-Frank Act Whitepaper Der OTC-Derivatemarkt im Wandel Regulatorische Einflüsse durch EMIR (European Market Infrastructure Regulation) und Dodd-Frank Act Severn Consultancy GmbH, Hansa Haus, Berner Str. 74, 60437

Mehr

Vortragende. Ministerialrat Dr. Peter Braumüller. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr. Rainer Eichwede. Dipl.-Bw. Dirk Fassott

Vortragende. Ministerialrat Dr. Peter Braumüller. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr. Rainer Eichwede. Dipl.-Bw. Dirk Fassott Ministerialrat Dr. Peter Braumüller Vortragende Leiter des Bereichs Versicherungs- und Pensionskassenaufsicht der Österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), Wien Mitglied des Management Boards

Mehr

Leitlinien zum Umgang mit Markt- und Gegenparteirisikopositionen in der Standardformel

Leitlinien zum Umgang mit Markt- und Gegenparteirisikopositionen in der Standardformel EIOPA-BoS-14/174 DE Leitlinien zum Umgang mit Markt- und Gegenparteirisikopositionen in der Standardformel EIOPA Westhafen Tower, Westhafenplatz 1-60327 Frankfurt Germany - Tel. + 49 69-951119-20; Fax.

Mehr

ORSA. Mag. Sibylle Scaria Grazer Wechselseitige Versicherung AG

ORSA. Mag. Sibylle Scaria Grazer Wechselseitige Versicherung AG ORSA Mag. Sibylle Scaria Grazer Wechselseitige Versicherung AG ORSA The heart of Solvency II (EIOPA) xxx Folie 2 ORSA rechtliche Anforderungen Teil des System of Governance Geregelt in Artikel 45 der Rahmenrichtlinie

Mehr

Zusammenfassung des Berichts der Arbeitsgruppe Lebensversicherung. September 2002

Zusammenfassung des Berichts der Arbeitsgruppe Lebensversicherung. September 2002 Zusammenfassung des Berichts der Arbeitsgruppe Lebensversicherung September 2002 1. ZUSAMMENFASSUNG 1.1. Hintergrund 1. Im Rahmen des Projekts Solvabilität II ist 2001 eine Arbeitsgruppe zur Untersuchung

Mehr

Forum Finanz Auswirkungen des VAGneu auf die Aufsichtspraxis

Forum Finanz Auswirkungen des VAGneu auf die Aufsichtspraxis Forum Finanz Auswirkungen des VAGneu auf die Aufsichtspraxis AL Dr. Korinek und AL JUDr. Saria, PhD, FMA Wien, 3. September 2014 Agenda 1. Ziel unverändert Rahmenbedingungen neu 1. Solvency 2 2. Auswirkungen

Mehr

INTERNE KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEME AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN AN GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSGREMIUM

INTERNE KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEME AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN AN GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSGREMIUM INTERNE KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEME AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN AN GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSGREMIUM AGENDA Vorbemerkungen A. Grundlagen I. Was ist ein Risikomanagementsystem (RMS)? II. Was

Mehr

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) Ein neuer Akteur auf den Kapitalmärkten Europas. von Dr. Fabian Walla, LL.B.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) Ein neuer Akteur auf den Kapitalmärkten Europas. von Dr. Fabian Walla, LL.B. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) Ein neuer Akteur auf den Kapitalmärkten Europas von Dr. Fabian Walla, LL.B. I. Einleitung Nach langen Debatten über die Frage, ob die Schaffung

Mehr

Reaktion der EU auf die Finanzkrise: Abschlussprüfer im Visier?

Reaktion der EU auf die Finanzkrise: Abschlussprüfer im Visier? Reaktion der EU auf die Finanzkrise: Abschlussprüfer im Visier? WP StB Prof. Dr. Winfried Melcher Partner, Berlin Assistant Manager, Stuttgart 1 Übersicht Einleitung Rolle des Abschlussprüfers Governance

Mehr

Inhalt. Vorwort von Gerhard Stahl 11. Vorwort von Bernhard Schareck 15. Prolog 17

Inhalt. Vorwort von Gerhard Stahl 11. Vorwort von Bernhard Schareck 15. Prolog 17 Vorwort von Gerhard Stahl 11 Vorwort von Bernhard Schareck 15 Prolog 17 Teil I Grundlagen des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen 23 Zur Historie des Versicherungsgedankens und des Risikobegriffs

Mehr

Master-Seminar (M.Sc.) Governance Risk Compliance

Master-Seminar (M.Sc.) Governance Risk Compliance Bergische Universität Wuppertal Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Schumpeter School of Business and Economics Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung Prof. Dr. Stefan Thiele Master-Seminar

Mehr

Das Interne Kontrollsystem 11.11.2011 Anuschka Küng

Das Interne Kontrollsystem 11.11.2011 Anuschka Küng Das Interne Kontrollsystem 11.11.2011 Anuschka Küng Acons Governance & Audit AG Herostrasse 9 8047 Zürich Tel: +41 (0) 44 224 30 00 Tel: +41 (0) 79 352 75 31 1 Zur Person Anuschka A. Küng Betriebsökonomin

Mehr

Aufsichtsrechtliche Anforderungen an Schlüsselfunktionsträger in Versicherungsunternehmen

Aufsichtsrechtliche Anforderungen an Schlüsselfunktionsträger in Versicherungsunternehmen Aufsichtsrechtliche Anforderungen an Schlüsselfunktionsträger in Versicherungsunternehmen Prof. Dr. Petra Pohlmann Westfälische Wilhelms-Universität Münster Agenda Personenaufsicht in der EU im Umbruch:

Mehr

COMPLIANCE MANAGEMENT SYSTEME (CMS) ISO 19600 P.JONAS@AUSTRIAN-STANDARDS.AT. www.austrian-standards.at

COMPLIANCE MANAGEMENT SYSTEME (CMS) ISO 19600 P.JONAS@AUSTRIAN-STANDARDS.AT. www.austrian-standards.at COMPLIANCE MANAGEMENT SYSTEME (CMS) ISO 19600 P.JONAS@AUSTRIAN-STANDARDS.AT COMPLIANCE STANDARD: WOZU? Leitfaden/Richtlinie beim Aufbau eines Compliance Management Systems Schaffung eines State-of-the-Art

Mehr

Veröffentlichungen. - Neue MaRisk stärken Compliance und Risikomanagement, Gastkommentar in RisikoManager 02/2013, S. 2.

Veröffentlichungen. - Neue MaRisk stärken Compliance und Risikomanagement, Gastkommentar in RisikoManager 02/2013, S. 2. Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller Veröffentlichungen - Länderrisiken unter Basel III Finanzkrise ohne Konsequenzen?, erscheint demnächst in Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (zusammen mit Thomas Ramke).

Mehr

Solvency II Auswirkungen auf Outsourcing Verträge von Versicherungsunternehmen in der EU

Solvency II Auswirkungen auf Outsourcing Verträge von Versicherungsunternehmen in der EU Solvency II Auswirkungen auf Outsourcing Verträge von Versicherungsunternehmen in der EU Christof Höfner Legal Operations Team Bird & Bird ITLawCamp 2016, Frankfurt/M. INTERNAL Zurich Insurance USE ONLY

Mehr

15. ISACA TrendTalk. Sourcing Governance Audit. C. Koza, 19. November 2014, Audit IT, Erste Group Bank AG

15. ISACA TrendTalk. Sourcing Governance Audit. C. Koza, 19. November 2014, Audit IT, Erste Group Bank AG 15. ISACA TrendTalk Sourcing Governance Audit C. Koza, 19. November 2014, Audit IT, Erste Group Bank AG Page 1 Agenda IT-Compliance Anforderung für Sourcing Tradeoff between economic benefit and data security

Mehr

TOP 17: 1. Lesung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG 2013)

TOP 17: 1. Lesung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG 2013) Rede zu Protokoll Donnerstag, 26. April 2012 TOP 17: 1. Lesung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG 2013) Redner:

Mehr

Die definitive Ausgestaltung der Solvency II Lösung

Die definitive Ausgestaltung der Solvency II Lösung Die definitive Ausgestaltung der Solvency II Lösung Schweizerischer Versicherungsverband Zürich, den 1. Dezember 2011 Prof. Karel Van Hulle Referat Versicherung und Renten DG Binnenmarkt und Dienstleistungen

Mehr

ÜBERSICHT ÜBER DIE MELDEFORMULARE DER SÄULE III. Innovate. Solve. Succeed.

ÜBERSICHT ÜBER DIE MELDEFORMULARE DER SÄULE III. Innovate. Solve. Succeed. ÜBERSICHT ÜBER DIE MELDEFORMULARE DER SÄULE III Innovate. Solve. Succeed. AGENDA Solvency II QRT/Rahmen und Meldung Meldeformulare XBRL Rechtlicher Rahmen BaFin Themenblöcke Legal Entity Identifier Meldeprozess

Mehr

LE 11: Der Internationale Währungsfond IWF (www.iwf.org)

LE 11: Der Internationale Währungsfond IWF (www.iwf.org) LE 11: Der Internationale Währungsfond IWF (www.iwf.org) 1 11.1 Einführung: Internationale Finanzarchitektur 11.2 Der internationale Währungsfonds IWF 11.1 Internationale Finanzarchitektur (1 von 5) 2

Mehr

Interimsmanagement Auswertung der Befragungsergebnisse

Interimsmanagement Auswertung der Befragungsergebnisse Interimsmanagement Auswertung der Befragungsergebnisse Wien, April 2014 Status quo in Österreich Ca. 1/3 der befragten österreichischen Unternehmen haben bereits Interimsmanager beauftragt. Jene Unternehmen,

Mehr

Pensionskasse des Bundes Caisse fédérale de pensions Holzikofenweg 36 Cassa pensioni della Confederazione

Pensionskasse des Bundes Caisse fédérale de pensions Holzikofenweg 36 Cassa pensioni della Confederazione Compliance-Reglement 1. Grundsätze und Ziele Compliance ist die Summe aller Strukturen und Prozesse, die sicherstellen, dass und ihre Vertreter/Vertreterinnen alle relevanten Gesetze, Vorschriften, Codes

Mehr

ISACA/SVIR Konferenz. Gesteigerte Qualität der Internen Revision durch gezielte Fitnesstests. Zürich, 19. November 2013

ISACA/SVIR Konferenz. Gesteigerte Qualität der Internen Revision durch gezielte Fitnesstests. Zürich, 19. November 2013 ISACA/SVIR Konferenz Gesteigerte Qualität der Internen Revision durch gezielte Fitnesstests Zürich, 19. November 2013 Seite 2 Vorstellung Agenda Rahmenbedingungen & Einflussfaktoren Fitnesstests Übersicht,

Mehr

1. Grundlagen. IIA Position Paper The Role of Internal Audit in Enterprise-Wide Risk Management, 2009, S. 2. 2

1. Grundlagen. IIA Position Paper The Role of Internal Audit in Enterprise-Wide Risk Management, 2009, S. 2. 2 1.1. Definitionen 1. Grundlagen Risiko: Risiko bezeichnet die Möglichkeit eines Schadens oder Verlustes als Konsequenz eines bestimmten Verhaltens oder Geschehens. Risiken sind Bestandteil jeder unternehmerischen

Mehr

Inkrafttreten der teilrevidierten Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen

Inkrafttreten der teilrevidierten Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen Inkrafttreten der teilrevidierten Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen Am 25. März 2015 hat der Bundesrat beschlossen, die teilrevidierte Aufsichtsverordnung (AVO)

Mehr

Safety Management Systeme in der Luftfahrt. Joel Hencks. AeroEx 2012 1 12/09/2012

Safety Management Systeme in der Luftfahrt. Joel Hencks. AeroEx 2012 1 12/09/2012 Safety Management Systeme in der Luftfahrt Joel Hencks AeroEx 2012 1 Agenda Warum SMS? Definitionen Management System laut EASA SMS vs. CM SMS vs. Flugsicherheitsprogramme Schlüsselprozesse des SMS SMS

Mehr

Auswirkungen der Finanzkrise auf D&O für Financial Institutions

Auswirkungen der Finanzkrise auf D&O für Financial Institutions Auswirkungen der Finanzkrise auf D&O für Financial Institutions Bijan Daftari Agenda - Entwicklung bei Banken & Trends bei anderen FI s - Schadentrends & Szenarien - Marktverhärtung, Capacity & Pricing

Mehr

IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit

IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit ISACA After Hours Seminar Nicola Varuolo, Internal Audit AXA AXA Gruppe 52 Millionen Kunden weltweit 79 Milliarden Euro Geschäftsvolumen 150 000 Mitarbeitende

Mehr

Zukunft der Versicherungsaufsicht

Zukunft der Versicherungsaufsicht Zukunft der Versicherungsaufsicht Referat von Dr. Herbert Lüthy, Direktor BPV 11. Juni 2003 Generalversammlung SVV in Winterthur 1 Gliederung des Vortrages Versicherungswirtschaft in der Schweiz Versicherungsaufsicht

Mehr

Urs Fischer, dipl. WP, CRISC, CISA, CIA Fischer IT GRC Beratung & Schulung

Urs Fischer, dipl. WP, CRISC, CISA, CIA Fischer IT GRC Beratung & Schulung Urs Fischer, dipl. WP, CRISC, CISA, CIA Fischer IT GRC Beratung & Schulung 5. November 2012 2012 ISACA & fischer IT GRC Beratung & Schulung. All rights reserved 2 Agenda Einführung Konzepte und Prinzipien

Mehr

Solvency II. Willkommen bei der Skandia! Ausgewählte Aspekte aus der Praxis

Solvency II. Willkommen bei der Skandia! Ausgewählte Aspekte aus der Praxis Solvency II Willkommen bei der Skandia! Ausgewählte Aspekte aus der Praxis 13. Versicherungswissenschaftliches Fachgespräch Berlin, 10. September 2009 Agenda Risikoorganisation Globales Prozessmodell Risikoberichterstattung

Mehr

Analyse der Geschäftsmodelle

Analyse der Geschäftsmodelle Analyse der Geschäftsmodelle Konferenz: Neues SREP Konzept der Aufsicht Dr. Stefan Blochwitz, Leiter der Abteilung Bankgeschäftliche Prüfungen und Umsetzung internationaler Standards, Deutsche Bundesbank

Mehr

Risikomanagement - agieren statt reagieren. Risk Management Center, St. Gallen

Risikomanagement - agieren statt reagieren. Risk Management Center, St. Gallen Risikomanagement - agieren statt reagieren Risk Management Center, St. Gallen Risikomanagement und das Ausland Sarbanes-Oxley Act of 2002 Enterprise Risk Management - Integrated Framework issued in 2004

Mehr

Prüfung nach IDW PS 980 Monika Wodarz, PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH Compliance Circle München, 13. September 2012

Prüfung nach IDW PS 980 Monika Wodarz, PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH Compliance Circle München, 13. September 2012 Prüfung nach IDW PS 980 Monika Wodarz, PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH Compliance Circle München, 13. September 2012 PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München

Mehr

Auswirkungen von Solvency II auf die Versicherungspraxis

Auswirkungen von Solvency II auf die Versicherungspraxis Auswirkungen von Solvency II auf die Versicherungspraxis Dr. Armin Zitzmann Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe Forum V Versicherungsmathematisches Kolloquium 11.02.2014 Dr. Armin

Mehr

Strenge Regeln, mehr Qualität

Strenge Regeln, mehr Qualität Dr. Friedrich Isenbart Versicherungswirtschaft 09/2015 Outsourcing unter Solvency II Strenge Regeln, mehr Qualität Solvency II verschärft aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen für das Outsourcing Die Ausgliederung

Mehr

Leitlinien bezüglich des Look-Through- Ansatzes

Leitlinien bezüglich des Look-Through- Ansatzes EIOPA-BoS-14/171 DE Leitlinien bezüglich des Look-Through- Ansatzes EIOPA Westhafen Tower, Westhafenplatz 1-60327 Frankfurt Germany - Tel. + 49 69-951119-20; Fax. + 49 69-951119-19; email: info@eiopa.europa.eu

Mehr

PricewaterhouseCoopers Management operationeller Risiken in der Versicherungsindustrie Trends und zukünftige Anforderungen 17.

PricewaterhouseCoopers Management operationeller Risiken in der Versicherungsindustrie Trends und zukünftige Anforderungen 17. Management operationeller Risiken in der Versicherungsindustrie Trends und zukünftige Anforderungen 17. Juni 2004 Inhalt Was sind operationelle Risiken? Stand und Entwicklung des ORM Integration von ORM

Mehr

Univ.-Prof. Dr. Christoph Brömmelmeyer Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Univ.-Prof. Dr. Christoph Brömmelmeyer Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Schriftliche Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen (BT-Drucks. 18/2956 v. 22.10.2014) Öffentliche Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen

Mehr

Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2014

Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2014 Portigon AG Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2014 Veröffentlichung auf Basis der freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung der Portigon AG unter Bezugnahme auf die Instituts-Vergütungsverordnung

Mehr

INTERNE KONTROLLE IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG

INTERNE KONTROLLE IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG INTERNE KONTROLLE IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG Konzept Vorgehen - Betrieb PIRMIN MARBACHER 7. März 2013 REFERENT Pirmin Marbacher dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom FH Prüfer und Berater von öffentlichen

Mehr

Rollen im Participant Portal

Rollen im Participant Portal Rollen im Participant Portal Stand Februar 2011 Inhaltsverzeichnis 1 Welche Aufteilung existiert grundsätzlich im PP?...3 1.1 Organisation Roles:...3 1.2 Project Roles:...4 1.2.1 1st level: Coordinator

Mehr

Vergütungsbericht der Bank of America N.A., Frankfurt Branch Geschäftsjahr 2014

Vergütungsbericht der Bank of America N.A., Frankfurt Branch Geschäftsjahr 2014 Vergütungsbericht der Bank of America N.A., Frankfurt Branch Geschäftsjahr 2014 Veröffentlichung gemäß 16 Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) 1 Bank of America N.A. Frankfurt Branch, Vergütungsbericht

Mehr

EIOPA(BoS(13/164 DE. Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler

EIOPA(BoS(13/164 DE. Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler EIOPA(BoS(13/164 DE Leitlinien für die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsvermittler EIOPA WesthafenTower Westhafenplatz 1 60327 Frankfurt Germany Phone: +49 69 951119(20 Fax: +49 69 951119(19 info@eiopa.europa.eu

Mehr

BaFin Vorbereitung auf Solvency II: Interne Kontrollen, Compliance und Interne Revision

BaFin Vorbereitung auf Solvency II: Interne Kontrollen, Compliance und Interne Revision 22. Juli 2014 Compliance Alert BaFin Vorbereitung auf Solvency II: Interne Kontrollen, Compliance und Interne Revision Die BaFin konsultiert mit ihrer Veröffentlichung vom 9. Juli 2014 im Rahmen der Vorbereitung

Mehr

Risikomanagement Vorgaben durch internationale und europäische Normen

Risikomanagement Vorgaben durch internationale und europäische Normen Risikomanagement Vorgaben durch internationale und europäische Normen FH-Prof. Martin Langer, FH Campus Wien Wien, 30. November 2010 Fragestellungen ISO 31000 Was ist Risiko? Beispiele aus der Praxis Hintergründe

Mehr

Rechtliche Aspekte der (revisions-) sicheren Administration von IT-Systemen Secure Linux Administration Conference, 07.

Rechtliche Aspekte der (revisions-) sicheren Administration von IT-Systemen Secure Linux Administration Conference, 07. NetworkedAssets GmbH Rechtliche Aspekte der (revisions-) sicheren Administration von IT-Systemen Secure Linux Administration Conference, 07. Dezember 2006 Rechtliche Aspekte Administration Gliederung Praktische

Mehr

Niedrigzinsen: was wir von Japan lernen können (oder sollten)

Niedrigzinsen: was wir von Japan lernen können (oder sollten) Niedrigzinsen: was wir von Japan lernen können (oder sollten) Annette Knußmann Towers Watson 8. IVS-Forum Köln, 10. Oktober 2013 Schlagzeilen 2 Langjährige Niedrigzinsphase in Japan Aufwertung des Yen

Mehr

Labour law and Consumer protection principles usage in non-state pension system

Labour law and Consumer protection principles usage in non-state pension system Labour law and Consumer protection principles usage in non-state pension system by Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer General Remarks In private non state pensions systems usually three actors Employer

Mehr

Bundesrat Drucksache 437/15 (Beschluss) Stellungnahme des Bundesrates

Bundesrat Drucksache 437/15 (Beschluss) Stellungnahme des Bundesrates Bundesrat Drucksache 437/15 (Beschluss) 06.11.15 Stellungnahme des Bundesrates Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/91/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014

Mehr

A risk governance approach to managing antitrust risks in the banking industry

A risk governance approach to managing antitrust risks in the banking industry A risk governance approach to managing antitrust risks in the banking industry Denise Scheld (Justus-Liebig-Universität Gießen) Dr. Johannes Paha (Justus-Liebig-Universität Gießen) Nicolas Fandrey (Protiviti

Mehr

Transparente Geschäftsberichterstattung Pflicht oder Kür?

Transparente Geschäftsberichterstattung Pflicht oder Kür? Geschäftsberichte Symposium 2014 Transparente Geschäftsberichterstattung Pflicht oder Kür? Sandra Schreiner Head Group External Reporting 12. Juni 2014 Transparente Geschäftsberichterstattung Grundsatz

Mehr

Asset Management. Rundschreiben 5/2010 (WA) vom 30.6.2010 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften InvMaRisk

Asset Management. Rundschreiben 5/2010 (WA) vom 30.6.2010 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften InvMaRisk Asset Management Rundschreiben 5/2010 (WA) vom 30.6.2010 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften InvMaRisk Die neuen Vorschriften im Überblick Die neuen Vorschriften

Mehr

Audi Investor and Analyst Day 2011 Axel Strotbek

Audi Investor and Analyst Day 2011 Axel Strotbek Audi Investor and Analyst Day 2011 Axel Strotbek Member of the Board of Management, Finance and Organization Economic development of key sales regions 2007 to [GDP in % compared with previous year] USA

Mehr

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) Nr.../.. DER KOMMISSION. vom 19.9.2014

DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) Nr.../.. DER KOMMISSION. vom 19.9.2014 EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 19.9.2014 C(2014) 6515 final DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) Nr..../.. DER KOMMISSION vom 19.9.2014 zur Ergänzung der Richtlinie 2014/17/EU des Europäischen Parlaments und

Mehr

Die Top 10, die jeder Fondsmanager über Solvency II wissen sollte

Die Top 10, die jeder Fondsmanager über Solvency II wissen sollte Die Top 10, die jeder Fondsmanager über Solvency II wissen sollte Ilka Breuer Pascal di Prima Frankfurt am Main, 13. Februar 2015 Übersicht (1) Solvency II Umdenken für Fondsmanager Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen

Mehr

Herausforderung Datenschutz in einem global agierenden Unternehmen

Herausforderung Datenschutz in einem global agierenden Unternehmen Herausforderung Datenschutz in einem global agierenden Unternehmen Fabrizio Lelli Data Protection Officer / lic. iur. Datenschutz-Forum Schweiz, Basel, 7. November 2006 Die nachfolgende Präsentation stellt

Mehr

Risikogrundsätze Version 2, Stand 10/2011

Risikogrundsätze Version 2, Stand 10/2011 Version 2, Stand 10/2011 1. RISIKOGRUNDSÄTZE 1.1 Verantwortung des Vorstandes Der Vorstand der Schoellerbank Invest AG ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich.

Mehr

Dun & Bradstreet Compact Report

Dun & Bradstreet Compact Report Dun & Bradstreet Compact Report Identification & Summary (C) 20XX D&B COPYRIGHT 20XX DUN & BRADSTREET INC. - PROVIDED UNDER CONTRACT FOR THE EXCLUSIVE USE OF SUBSCRIBER 86XXXXXX1. ATTN: Example LTD Identification

Mehr

Security of Internet Payments

Security of Internet Payments Die Recommendations for the Security of Internet Payments Informationsveranstaltung: IT-Aufsicht bei Banken 29. Oktober 2013 Dr. Markus Held, BA 58 Überblick Einleitung - Worum geht es? European Forum

Mehr

Veröffentlichung betreffend Corporate Governance und Vergütung

Veröffentlichung betreffend Corporate Governance und Vergütung Veröffentlichung betreffend Corporate Governance und Vergütung ERKLÄRUNG gemäß 65a BWG i.v.m. 5 Abs. 1 Z 6 bis 9a, 28a Abs. 5 Z 1 bis 5, 29, 39b, 39c, 64 Abs. 1 Z 18 u. 19 BWG und der Anlage zu 39b BWG

Mehr

Accounting course program for master students. Institute of Accounting and Auditing http://www.wiwi.hu-berlin.de/rewe

Accounting course program for master students. Institute of Accounting and Auditing http://www.wiwi.hu-berlin.de/rewe Accounting course program for master students Institute of Accounting and Auditing http://www.wiwi.hu-berlin.de/rewe 2 Accounting requires institutional knowledge... 3...but it pays: Lehman Bros. Inc.,

Mehr

Zurich teilt die erfolgreiche Placierung von Capital Notes über USD 500 Millionen mit

Zurich teilt die erfolgreiche Placierung von Capital Notes über USD 500 Millionen mit Mitteilung Zurich teilt die erfolgreiche Placierung von Capital Notes über USD 500 Millionen mit Zürich, 11. Januar 2012 Zurich Financial Services Group (Zurich) hat heute die erfolgreiche Placierung von

Mehr

ERKLÄRUNG ZUM KLIMAWANDEL IIGCC

ERKLÄRUNG ZUM KLIMAWANDEL IIGCC ERKLÄRUNG ZUM KLIMAWANDEL IIGCC Institutional Investors Group on Climate Change Einleitung Als institutionelle Investoren, welche sich ihrer Aufgaben als wesentliche Aktionäre und Wertpapierbesitzer vieler

Mehr

Wer? Wie? Was? Reporting-Trends in Österreich

Wer? Wie? Was? Reporting-Trends in Österreich Wer? Wie? Was? Reporting-Trends in Österreich C.I.R.A. Jahreskonferenz 2015 Mag. Brigitte Frey 14. Oktober 2015 Agenda Entwicklung der Finanzberichterstattung Status und Herausforderungen in der Berichterstattung

Mehr

Die Rolle des QM-Systems - Forderung und Praxis

Die Rolle des QM-Systems - Forderung und Praxis Die Rolle des QM-Systems - Forderung und Praxis Inhalt Warum ist ein QM-System für Hersteller von Medizinprodukten so wichtig? Was kann die Basis eines solchen Systems sein? Zusammenfassung FAQs Inhalt

Mehr

Anforderungen, KEFs und Nutzen der Software- Prozessverbesserung

Anforderungen, KEFs und Nutzen der Software- Prozessverbesserung Process flow Remarks Role Documents, data, tool input, output Important: Involve as many PZU as possible PZO Start Use appropriate templates for the process documentation Define purpose and scope Define

Mehr

Die Revision der gemeinsamen Sicherheitsmethoden für die Evaluierung und Bewertung von Risiken 4. Symposium der VPI Hamburg, 14.01.

Die Revision der gemeinsamen Sicherheitsmethoden für die Evaluierung und Bewertung von Risiken 4. Symposium der VPI Hamburg, 14.01. Die Revision der gemeinsamen Sicherheitsmethoden für die Evaluierung und Bewertung von Risiken 4. Symposium der VPI Hamburg, 14.01.2014 1 Themen 1. Einführung 2. Revision der CSM Risikobewertung (EU VO

Mehr

Die richtigen Dinge tun

Die richtigen Dinge tun Die richtigen Dinge tun Einführung von Projekt Portfolio Management im DLR Rüdiger Süß, DLR Frankfurt, 2015 Sep. 25 Agenda DLR Theorie & Standards Definition Standards Praxis im DLR Umsetzung Erfahrungen

Mehr

Geschäftsmodelle im Asset Management Was sind die Erfolgsfaktoren?

Geschäftsmodelle im Asset Management Was sind die Erfolgsfaktoren? Geschäftsmodelle im Asset Management Was sind die Erfolgsfaktoren?. November 0 Interne und externe Vier Schlüsseltrends beeinflussen die Wahl des Geschäftsmodells. Der zunehmende Fokus auf das Preis-/Leistungsverhältnis

Mehr

Informations- / IT-Sicherheit Standards

Informations- / IT-Sicherheit Standards Ziele Informations- / IT-Sicherheit Standards Überblick über Ziele, Anforderungen, Nutzen Ingrid Dubois Grundlage zuverlässiger Geschäftsprozesse Informationssicherheit Motivation Angemessenen Schutz für

Mehr

Audits und Assessments als Mittel zur Risk Mitigation in der Aviatik. Helmut Gottschalk. AeroEx 2012 1

Audits und Assessments als Mittel zur Risk Mitigation in der Aviatik. Helmut Gottschalk. AeroEx 2012 1 1 Audits und Assessments als Mittel zur Risk Mitigation in der Aviatik Helmut Gottschalk AeroEx 2012 1 Agenda Definitionen Assessments in der Aviatik Audits in der Aviatik Interne Audits im Risk Management

Mehr

Grenzenlose Sicherheit. Absicherung gegen politische Risiken

Grenzenlose Sicherheit. Absicherung gegen politische Risiken Grenzenlose Sicherheit Absicherung gegen politische Risiken Ihr zuverlässiger Partner weltweit Schützen Sie Investitionen und Beteiligungen im Ausland Politische Entwicklungen lassen sich nur schwer vorhersagen.

Mehr

IT-Governance. Standards und ihr optimaler Einsatz bei der. Implementierung von IT-Governance

IT-Governance. Standards und ihr optimaler Einsatz bei der. Implementierung von IT-Governance IT-Governance Standards und ihr optimaler Einsatz bei der Implementierung von IT-Governance Stand Mai 2009 Disclaimer Die Inhalte der folgenden Seiten wurden von Severn mit größter Sorgfalt angefertigt.

Mehr

Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht

Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht Die weltweite Finanzkrise aus mikroökonomischer Sicht Stefan Simon Hanns-Seidel-Stifung Inhalt Finanzkrisen Freier Markt und Markt- bzw. Staatsversagen Fehlentwicklungen bei der aktuellen Krise Diskussion

Mehr

SCHWERPUNKTFRAGEN 2013 Antworten der Mayr-Melnhof Karton AG

SCHWERPUNKTFRAGEN 2013 Antworten der Mayr-Melnhof Karton AG SCHWERPUNKTFRAGEN 2013 Antworten der Mayr-Melnhof Karton AG 1. Wie viele Mitarbeiter (ohne Vorstand) hatten 2012 einen Jahresgesamtbezug von mehr als 200.000 Euro und wie viele davon einen Jahresgesamtbezug

Mehr

Stellungnahme des BMF zu dem Dokument der EU-Kommission MARKT/2539/03 vom 19. September 2003

Stellungnahme des BMF zu dem Dokument der EU-Kommission MARKT/2539/03 vom 19. September 2003 Stellungnahme des BMF zu dem Dokument der EU-Kommission MARKT/2539/03 vom 19. September 2003 1. Anmerkungen zu der generellen Struktur der Solvency II Rahmenrichtlinie (Kapitel 2) Aus deutscher Sicht werden

Mehr

Qualität und Führung 18. Juni 2008. Integration IKS ins bestehende Management System

Qualität und Führung 18. Juni 2008. Integration IKS ins bestehende Management System Qualität und Führung 18. Juni 2008 Integration IKS ins bestehende Management System 0 Anuschka Küng Betriebsökonomin FH Zertifizierungen Six Sigma Zertifizierung Risiko Manager CISA, CIA (i.a.) CV Geschäftsführerin

Mehr

Fachtagung Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven Braucht der österreichische Berufsstand der

Fachtagung Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven Braucht der österreichische Berufsstand der Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven Braucht der österreichische Berufsstand der Wirtschaftsprüfer neue Regelungen zu Unabhängigkeit und Haftung?

Mehr