Die aktuelle Situation im europäischen Bahnverkehr aus Schweizer Sicht

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1 Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Verkehr BAV Die aktuelle Situation im europäischen Bahnverkehr aus Schweizer Sicht Toni Eder, Bundesamt für Verkehr (Bern) 13. September 2011, Bonn

2 Land der Bahnfahrer 2

3 Schweiz Dänemark Frankreich Schweizer fahren öfter Österreich Belgien Bahn als Deutschland Niederlande Europäer G'britannien 897 Italien 735 Finnland 733 Schweden Luxemburg Tschechien Norwegen Bahn-Kilometer je Einwohner und Jahr (Quelle: UIC/Litra) Ungarn 540 3

4 Alpeninitiative LSVA; Bahn 2000 Weissbuch Verkehr Weissbuch Verkehr Weissbuch Verkehr Unterschiedliche Entwicklung EU: Freier Personen- und Warenverkehr B a h n p a k e t e V e r l a g e r u n g s- u n d A u s b a u p o l i t i k Schweiz: Förderung der Bahn B a h n r e f o r m s c h r i t t e 4

5 Aktuelle Situation aus Schweizer Sicht Debatte in Europa stark auf Liberalisierung und Trennung Infrastruktur/Betrieb fokussiert Auch Schweiz will Effizienz, diese ist aber nur Mittel zum Zweck Für die Schweiz stehen Förderung und Finanzierung des öffentlichen Verkehrs sowie Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene im Vordergrund 5

6 SE GB DE DK NL AT BE CH CZ SK PT PL IT EE NO RO BG FI SI HU FR LT GR Liberalisierungsindex

7 Verlagerungspolitik Schweiz Österreich Schiene Strasse Frankreich % 20% 40% 60% 80% 100% Modal Split im alpenquerenden Güterverkehr

8 Schweiz setzt auf LkW-Maut EU: Eurovignette ab 12 t auf Europäischen Schnellstrassen externe Kosten ohne Stau-, Klimaund Unfallkosten Schweiz: LSVA ab 3,5 t auf ganzem CH Strassennetz externe Kosten werden vollumfänglich abgedeckt /km zwischen und CHF pro Tonnenkilometer (ca. 1 CHF/km bei 40t x CHF) Fokus: Anreize für Reduktion von Verkehr in Stosszeiten Fokus: Kostendeckung als zentrales Instrument der Verlagerungspolitik 8

9 Gespräche mit Alpenländern 9

10 Sorgen wegen Zulaufstrecken zur Alpentransversale (NEAT) Durchstich am Gotthard Proteste im Rheintal 10

11 Güterverkehrskorridor 1 11

12 Fazit: Den Hebel an der richtigen Stelle ansetzen Der Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse ist wichtiger als der Wettbewerb der Bahnen unter sich Eine europäische LkW-Maut (oder eine Alpentransitbörse) ist wirkungsvoller als die Trennung von Infrastruktur und Betrieb Das schweizerische Verkehrsmodell wird nur dann zum Erfolg, wenn es von Europa unterstützt wird 12

13 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! 13

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