(Goldmarie erschrickt und weint, läuft zur Stiefmutter und erzählt das Ungemach, Stiefmutter barsch Aufforderung Spule zu holen)

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1 Regieanweisungen -Lied von Frau Holle spielen (CD) -Erzähler tritt ein und begrüßt die Kinder und beginnt zu erzählen (die Schauspieler sind entweder oben im Haus oder im Käferzimmer, Tür bleibt auf... Frau Holle Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine fleißig und die andere faul. (Auftritt Witwe, Goldmarie und Pechmarie, Witwe umarmt Pechmarie, Goldmarie kehrt) Sie hatte aber die Faule, weil sie ihre richtige Tochter war, viel lieber und die andere musste alle Arbeit tun und das Aschenputtel im Hause sein. (Abtritt Witwe und Pechmarie - Goldmarie geht zum Brunnen, spinnt) Das fleißige Mädchen musste sich täglich auf die große Straße an einen Brunnen setzen und musste so viel spinnen, das ihm das Blut aus den Fingern sprang. Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war,..da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen. Die Spule sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab. Das Mädchen weinte und lief zur Stiefmutter. (Goldmarie erschrickt und weint, läuft zur Stiefmutter und erzählt das Ungemach, Stiefmutter barsch Aufforderung Spule zu holen) G.: Ach Stiefmütterchen! Mir ist die Spule in den Brunnen gefallen! S.: Hast Du die Spule in den Brunnen fallen lassen, so hol sie auch wieder hinauf Da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wusste nicht, was es anfangen sollte. Und in seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. (Goldmarie verschwindet im Brunnen, - Goldmarie kommt wieder aus dem Brunnen heraus und spaziert auf die ) Als das Mädchen aus dem Brunnen wieder heraus kletterte, erblickte es eine schönen, auf der die 1

2 Sonne schien und viele tausend Blumen blühten. (Goldmarie pflückt Äpfel und legt sie in den Korb) (Goldmarie spaziert umher und geht zum Ofen) Auf der ging es weiter und kam zu einem Backofen, der war voller Brot. Das Brot aber rief: Da schüttelt es den Baum, dass die Äpfel fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis keiner mehr oben war. Und als es alle in einem Korb zusammengelegt hatte, ging es wieder weiter. (Brot ruft ). Ach zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenne ich: ich bin schon längst fertig gebacken! (Goldmarie holt Brot aus dem Ofen) Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus. (Goldmarie spaziert auf der, nimmt Blume in die Hand und riecht daran und geht weiter zum Apfelbaum) Erzähler macht Pause, damit Goldmarie umher spazieren kann. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel und rief zu ihm: (Apfelbaum ruft) Ach schüttle mich, schüttle mich, meine Äpfel sind alle miteinander reif! Knarrgeräusc he? Schüttelgerä usche/rasch eln/äpfel runterfallen Endlich kam es zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau. Weil sie aber eine so große Brille hatte, ward ihm Angst und es wollte fortlaufen: (Frau Holle verwickelt Goldmarie in Gespräch) keine Angst Dienst gut belohnen. Bett gut aufschütteln in der Welt schneit FH: "Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir, wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, so soll es dir gut gehen. Du mußt nur Acht geben, daß du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, daß die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle." - Gemeinsames Bett aufschütteln. Schnee fliegen (Julia: dein Frau- 2

3 lassen Holle-Lied) über davon bedeckt war Nun war es eine Zeit lang bei der Frau Holle, da ward es traurig und wusste anfangs selbst nicht, was ihm fehlte: (Goldmarie spricht mit Frau Holle über Heimweh) G: "Ich habe so ein Heimweh! Und wenn es mir auch noch so gut hier bei dir, so möchte ich doch gern zurück nach Hause." (Frau Holle will Goldmarie auf Erde entlassen und für den Dienst entlohnen. führt Goldmarie zur Himmelstreppe) FH: "Es gefällt mir, daß du wieder nach Hause möchtest, und weil du mir so fleißig geholfen hast, so begleite ich dich noch ein Stück." Sie nahm es bei der Hand und führte sie zur großen Himmelstreppe. Pause (Zeit zum Schminken) Und wie das Mädchen gerade unten angekommen war, fiel ein gewaltiger Goldregen und alles Gold blieb an ihm hängen, so dass es über und Geräusch Goldregen 3 - Frau Holle: das sollst Du haben, weil du so fleißig gewesen bist. Spule zurück Das Mädchen befand sich wieder auf der Erde, nicht weit von seiner Mutter Haus. (Hahn stolziert im Hof) Und als es in den Hof kam, stolzierte der Hahn herum und rief: Hahn ruft: "Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie." Da ging es hinein zu seiner Stiefmutter. (Auftritt Stiefmutter und Pechmarie Bewunderung) Und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es von ihr und von der Schwester gut aufgenommen. Das Mädchen erzählte alles, was ihm begegnet war, und als die Mutter hörte, wie es zu dem großen Reichtum gekommen war, wollte sie der anderen, faulen Tochter gerne dasselbe Glück verschaffen.

4 (Stiefmutter zeigt Pechmarie wo der Brunnen steht) Pechmarie spricht: Da könnte ich mir ja die Finger verbrennen Sie musste sich an den Brunnen setzen und spinnen (Abtritt Goldmarie und Stiefmutter, - Pechmarie spinnt nachlässig) (Pechmarie läuft lustlos umher und Pechmarie geht weiter zu Apfelbaum) Erzähler macht Pause, damit Pechmarie lustlos umherlaufen kann. Und damit ihre Spule blutig ward, stach sie sich in den Finger. Danach ging es weiter und kam zu dem Apfelbaum, der hing voll Äpfel und rief zu ihm: Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. (Pechmarie taucht ab, Pechmarie kommt wieder aus dem Brunnen heraus und geht auf die ) Als sie aus dem Brunnen wieder herauskletterte, kam sie, wie die andere auf die schöne und ging auf demselben Pfade weiter. Als sie zu dem Backofen gelangte, rief das Brot wieder: Brot ruft."ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich, ich bin schon längst ausgebacken. " - Apfelbaum ruft: "Ach, schüttle mich, schüttle mich, meine Äpfel sind alle miteinander reif. " - Pechmarie: Da könnte mir ja einer auf den Kopf fallen Das Mädchen ging weiter und kam zu dem Haus, in dem die Frau Holle wohnte und aus dem Fenster schaute. Es fürchtete sich nicht, weil es von ihrer großen Brille schon gehört hatte. Pechmarie spricht Frau Holle an: Du musst die Frau Holle sein, ich will für dich arbeiten und reich belohnt werden. Frau Holle: So wollen wir es mit dir versuchen Gemeinsames Bett aufschütteln. Schnee fliegen lassen, Julias 4

5 Pause Am ersten Tag war sie fleißig und folgte der Frau Holle. Am zweiten Tag aber fing sie schon an zu faulenzen, am dritten noch mehr, da wollte sie morgens gar nicht aufstehen. Sie machte auch der Frau Holle das Bett nicht, wie sich`s gehörte. Und es schneite gar nicht mehr im Land. - Pechmarie spricht zu Frau Holle: Habe Heimweh möchte nach Hause und meinen Lohn - Frau Holle will Pechmarie auf Erde entlassen und für den Dienst entlohnen. führt Pechmarie zur Treppe Sie nahm es bei der Hand und führte es zur großen Himmelstreppe. Die Faule war wohl zufrieden und meinte, nun würde der Goldregen kommen. - Erzähler an Kinder: Na was meint ihr bekommt das Mädchen für einen Lohn? Lied bis die Pechmarie faul wird. Pechregen Treppe wartete, ward statt des Goldes ein großer Kessel voll Pech ausgeschüttet. - Frau Holle: Das sollst Du haben, weil du so faul gewesen bist. Da kam die Faule heim, aber sie war ganz mit Pech bedeckt und der Hahn auf dem Hof rief: - Hahn ruft: "Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie." - Auftritt Stiefmutter Empörung Das Pech blieb aber fest an ihr hängen und wollte, solange sie lebte, nicht abgehen. - alle Darsteller und Mitwirkenden auf die Bühne und mitsingen - Goldmarie verteilt Goldtaler Julia spielt dazu. Und als sie aber unten an der 5

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