Desinformation. Fachzeitschrift für Unternehmenssicherheit. Titelthema: Michael Hartmann, SAP. SECURITY insight vergibt Stipendium.

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1 77500 ISSN Einzelverkaufspreis: 12,- November/Dezember 6/2012 Fachzeitschrift für Unternehmenssicherheit 8 Im Spitzengespräch: Michael Hartmann, SAP 16 Aktion: SECURITY insight vergibt Stipendium 18 Schwerpunkt: Personenschutz 30 Security -Rundgang jenseits des Mainstreams 50 Im Fokus: Logistik/Verkehr 64 Organisation: Notfallpläne für Krisenregionen Titelthema: Desinformation

2 A Daimler Brand Editorial Smart und kommunikativ Ihr Höchst-Schutzengel. Man braucht sie hoffentlich nie. Aber wenn, dann können Schutzengel überlebenswichtig sein. Einen Schutzengel, der Höchstschutz bietet, können Sie sogar vorsorglich bestellen. Er heißt Mercedes-Benz S-Guard und wacht über Sie, wann und wo immer Sie mit ihm unterwegs sind. Denn sein hochfestes splittergeschütztes Spezialglas, seine präzise überlappenden Spezialstahl- platten und viele weitere Maßnahmen wurden bereits ab Werk integriert, nicht nachträglich eingebaut. Mit verstärktem Fahrwerk, extra starken Sicherheitsbremsen und dem integralen Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz. Und weil Schönheit im Auge des Betrachters liegt, können Sie Ihren formschönen Schutzengel in einer von vielen attraktiven Farben bestellen. Welcher Engel bietet das sonst? Die Deutschen, so sagt man, verlassen sich sehr auf die staatliche Fürsorge. Bevor sie eigeninitiativ tätig werden, fordern sie zunächst Leistungen von den öffentlichen Institutionen ein. Beim Thema Sicherheit trifft diese Einschätzung jedenfalls zu. Als zuständig gilt die Polizei, Punkt. So wenig Alarmanlagen in privaten Haushalten wie bei uns gibt 6/2012 es in keinem Nachbarland. Und auch bei den Unternehmen, vor allem im Mittelstand, gibt es nach wie vor großen Investitionsbedarf. Was freilich kaum ein Mittelständler wahrnimmt. Dem Thema Unternehmenssicherheit fehlt es hier zu Lande schlichtweg an Wahrnehmung, gutem Image und Akzeptanz. In den Konzernen ist das anders, doch sie machen nur einen kleinen Teil der deutschen Wirtschaft aus. Manager im Mittelstand, wiewohl inzwischen global unterwegs, haben das Thema kaum auf der Agenda. Schon gewusst: Expatriates im Irak leben gefährlich. Und: Die ausländische Konkurrenz späht Kunden-, Angebots- und Forschungsdaten aus, die inländische auch. Ausschlaggebend dafür, Ziel solcher Attacken zu werden, ist nicht die Größe des Unternehmens, sondern seine Innovationskraft. Doch wen kümmert s? Wir haben dieses Problem in unserer Zeitschrift immer wieder aufgegriffen. Warum jetzt erneut? Nun, es gab nie einen besseren Zeitpunkt, den politischen und gesellschaftlichen Willensbildungsprozess in Sachen Unternehmenssicherheit nachhaltig zu beeinflussen. Der derzeitige Umbruch in der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) könnte wenn er denn gelingt positiv auf die (Zusammen-)Arbeit der Landesverbände wirken und so der Unternehmenssicherheit (und damit dem Berufsfeld Sicherheits-Management) eine starke Lobby verschaffen. Auch das deutsche Chapter des amerikanischen Verbands ASIS stellt sich neu auf und wird hoffentlich noch schlagkräftiger. Und die wie Pilze aus dem Boden schießenden Studiengänge mit Fokus Unternehmenssicherheit als Multiplikatoren tragen das Ihre zur Wahrnehmung der Thematik bei. SECURITY insight unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, ein Stipendium für den Sicherheits-Masterstudiengang an der DUW Berlin zu stiften (siehe Seiten 16/17). Denn eines ist klar: Fachliche Kompetenz ist unabdingbar. An der hat es bislang zwar nicht gemangelt. Aber um der Unternehmenssicherheit eine starke Lobby zu verschaffen, bedarf es zweier weiterer Eigenschaften, die auch für die Außenwirkung bestimmt sein sollten: Smartness und Kommunikationsfähigkeit. Einzelne Sicherheits- Verantwortliche verstehen sich darauf bestens, doch gewiss nicht die Mehrheit. Deshalb muss dies Teil der akademischen Qualifizierung sein. Es geht um die Stärkung eines Berufsstands, der einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die wirtschaftliche Kraft der deutschen Wirtschaft aufrechtzuerhalten und auszubauen. Ilse Klaus Objektleitung 3 Sichern den Zutritt und schützen die Gesundheit: SALTO Türbeschläge mit antimikrobieller BioCote Ausrüstung Die BioCote Silber-Ionen-Technologie gibt den damit beschichteten SALTO Türbeschlägen dauerhaft einen antimikrobiellen Schutz und verhindert das Wachstum von Bakterien nahezu 100%ig. Die hauchdünne Silber- Ionen-Beschichtung hat keinen Einfluss auf die Ästhetik der Türbeschläge und erfordert weder eine spezielle Reinigung noch sonstige Nachbehandlung. Insbesondere geeignet für Einrichtungen im Gesundheitswesen, Kliniken, Krankenhäuser, Seniorenheime, Laboratorien, Universitäten, Nahrungsmittelbetriebe und Freizeitstätten. SALTO SYSTEMS GmbH Deutschland Tel , Fax -19

3 Qualifizierte Sicherheit Qualitätssicherung spielt, wie in vielen anderen Unternehmen, bei Securitas eine große Rolle. Gemeinsam mit dem BDSW wollen wir die Qualität in der gesamten Sicherheitsbranche heben und sichern. So haben wir uns mit dafür eingesetzt, dass es seit 2002 eine Sachkundeprüfung für Tätigkeiten im öffentlichen Raum gibt, zwei Ausbildungsberufe in der Sicherheitsbranche eingeführt wurden, Bachelor- und Masterstudiengänge in Fachhochschulen angeboten werden, und, besonders wichtig, seit 2011 stufenweise der Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen eingeführt wurde. Nachhaltige Qualität Zertifizierung im Sicherheitsgewerbe Nachhaltigkeit bedeutet für uns ökonomische und soziale Verantwortung, Kundenorientierung und ganzheitliche Zukunftsorientierung. Dies setzten wir um, indem wir unseren Kunden eine verantwortungsvolle, ganzheitliche und langfristige Sicherheitsberatung anbieten. Wir sind überzeugt vom Einsatz innovativer Technik, die maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Kunden gewählt wird. Am wichtigsten für Securitas ist allerdings der Mensch. Ein fairer und verantwortlicher Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist für uns selbstverständlich. Und mit Hilfe des Mindestlohnes wollen wir den Beschäftigen im Sicherheitsgewerbe die Chance einer fairen Bezahlung bieten. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Sicherheitsunternehmen auf dem deutschen Markt stark angestiegen. Für Kunden bedeutet der wachsende Wettbewerb eine größere Auswahl an individuellen Lösungen. Allerdings wird es schwieriger, einen qualitativen guten Sicherheitsanbieter zu erkennen. Aus diesem Grunde unterstützen wir aktiv den BDSW und die Innenministerkonferenz, um eine geeignete Zertifizierung für das Sicherheitsgewerbe zu entwickeln. Diese Zertifizierung wird Kunden helfen, den Sicherheitsdienstleister zu finden, auf den sie sich 100%-ig verlassen können. Bestandteile der Zertifizierung müssen eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung sowie qualifizierte und geprüfte Führungs- und Einsatzkräfte sein. Securitas weltweite Kompetenz in Sicherheit. Aus einem breiten Spektrum spezialisierter Sicherheitsdienstleistungen, technologischer Komponenten sowie Beratung und Ermittlung entwickeln wir Angebote, die auf jeweilige Kundenbedürfnisse maßgeschneidert sind und effektive Sicherheitslösungen ergeben. Überall vom Einzelunternehmen bis zum komplexen Konzern, machen unsere Beschäftigten weltweit den Unterschied. securitas.de

4 inhalt inhalt Inhalt Zum Titel Wenn wir tatsächlich im Informationszeitalter leben, dann ist Desinformation ganz sicher eine der größten Bedrohungsformen, auch für Unternehmen. Foto: Robert Lehmann - Fotolia.com Spitzengespräch Veranstaltungen Interview Aus der Praxis 8 Michael Hartmann, SAP: Möglichst nah an den Geschäftsprozessen Titelthema 29 VPSitex-Expertenrunde: Menschenleer und voller Leben 30 Security -Nachlese: Pfiffigkeit ohne Konzernbudget 35 ZAB-Konferenz zur Sicherheitsforschung: Auf akademischem Weg zur praktischen Sicherheit 48 Mike Jürgens, Prosegur: Wir profitieren vom internationalen Know-how-Transfer Im Fokus: Logistik/Verkehr 60 Sicherheitsschleuse: Staatsgäste ohne Protokoll 62 Perimeterschutz: Werkhof wehrt Diebe ab Informationssicherheit 10 Desinformation: Die reale Gefahr der virtuellen Fiktion Aktion 16 Stipendium: Qualifizierung für ein attraktives Berufsfeld Schwerpunkt: Personenschutz 18 H. Jørstad, TenCate: Wir sind in Deutschland etabliert 20 Sonderschutz-Fahrzeug: Nicht auffallen 22 Nachrüstung: Gepanzert und mit Schiebedach 25 Relativistische Raumvorstellung: Bis hier hin und doch weiter 27 Entwaffnung: Entziehe dem Gegner die Rolle des Akteurs Pressemeldung Einzelhandel 37 EuroCIS : Einzelhandel im Visier der OK 38 Videoüberwachung: Dezentral im schlanken Netzwerk Verbände 40 Studie: Der Sicherheitsverband als lebensfähiges System 42 Interview Michael Sorge: Ich bin verhalten optimistisch Hintergrund 44 Polizeiliche Kriminalstatistik: Wie aus Zahlen Investitionen werden heitel.com xtralis.de 50 Private Sicherheitskräfte auf Seeschiffen: Nur die zweitbeste Lösung? 52 Sicherheits-Dienstleister an Häfen: Umfänglich ausgebildet und qualifiziert 54 Videoüberwachung: Ein einziges System statt viele einzelne Kameras 55 Managementsystem: Für Straße und Schiene 56 Sprechstellen: Auch mit Handicap sicher unterwegs 58 Störungsmanagement: Ein System wacht über s ganze Land 59 Passagierkontrolle: Schleuse optimiert Einreiseprozesse 63 Rogges Rat zu Penetrationtests Organisation 64 Notfallpläne für Krisenregionen: Heute schon den Geländewagen vollgetankt? SECURITY insight 66 Vorschau und Impressum Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Mobotix AG, Winnweiler, bei. Sichern Sie die Werte Ihres Unternehmens! Schlüssel Funkgeräte Handys Fahrzeuge + Führerscheinkontrolle Laptops Dokumente Stapler Warenlager Werkzeuge etc. traka.de KeyCab DEU ad.indd 2 17/12/10 11:52:09 Security insight 6/2012 7

5 Spitzengespräch Spitzengespräch Möglichst nah an den Geschäftsprozessen Michael Hartmann über praktiziertes Krisenmanagement sowie die Vorteile der dezentralen Sicherheitsorganisation und der kreativen Geister Michael Hartmann (38) leitet die Abteilung Global GRC Security der SAP AG in Walldorf. SECURITY insight: Herr Hartmann, dass Sicherheits-Verantwortliche in Unternehmen das Business verstehen müssen, ist weitgehend Konsens. Sie selbst haben Informatik studiert, waren anschließend bei einem Anbieter von IT-Sicherheitslösungen tätig und sind jetzt mit nur 38 Jahren Sicherheitschef von SAP. Werten Sie die fachliche Nähe zum Kerngeschäft als grundlegend für diese Position? Michael Hartmann: Es ist sicherlich hilfreich, wenn man als Leiter der Corporate Security eines der großen Software- Unternehmen der Welt einen IT-Hintergrund hat. Das macht es leichter, die Bedürfnisse des Unternehmens zu verstehen. Auch die Prozesse erschließen sich schneller. Und nicht zuletzt ist man viel näher an der Belegschaft. Man kann die Mitarbeiter zweifellos nicht in eine Schublade stecken. Aber es herrscht doch tendenziell ein bestimmter Menschentyp vor. Die fachliche Nähe ist also hilfreich. Dennoch halte ich sie nicht für zwingend notwendig. Der Sicherheitschef muss sowohl Know-how im Business als auch in der Sicherheit mitbringen. Was von beiden den Schwerpunkt bildet, ist zunächst nicht ausschlaggebend. Vor welchen Sicherheits-Herausforderungen steht SAP? Wir unterscheiden uns da kaum von anderen Konzernen. Reisesicherheit spielt angesichts unserer Internationalität eine große Rolle, außerdem Wirtschaftsspionage, Sabotage, Krisenmanagement und Business Continuity sowie all die anderen klassischen Delikte wobei Komponenten der Wirtschaftskriminalität in der Regel in die Zuständigkeit der Compliance-Abteilung fallen. Daneben dürfte kaum überraschen, dass die IT-Sicherheit eine exponierte Rolle spielt, sowohl was die Aufrechterhaltung der IT-Infrastruktur als auch den absoluten Schutz unserer Daten und die unserer Kunden anbelangt. Unsere Vermögensgegenstände sind bekanntermaßen vornehmlich immaterieller Art. Darauf muss sich auch unsere Sicherheitsarbeit einstellen. Wie gehen Sie Reisesicherheit an? Zwar ist SAP über den gesamten Globus hinweg engagiert, aber zum Glück sind wir nicht in allen Hot Spots vertreten. Deshalb bindet derzeit Libyen auch nicht unsere Ressourcen. Ansonsten aber sind wir sicherlich nicht anders aufgestellt als andere Konzerne. Wir sensibilisieren unsere ins Ausland reisenden Mitarbeiter für potenzielle Gefahren, klären sie über angemessenes Verhalten und mögliche Sicherheitsmaßnahmen im Ernstfall auf und unterhalten eine Hotline, die rund um die Uhr zur Verfügung steht. Gehe ich recht in der Annahme, dass in jüngster Zeit Fukushima eine der großen Herausforderungen für das Krisenmanagement war? Das ist richtig. Hier haben alle unsere operativen Einheiten erfolgreich Hand in Hand gearbeitet. Die Herausforderung war insbesondere, unsere Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig den Support für die Kunden aufrechtzuerhalten. Denn das ist das Spezifische an unserem Geschäft: Würden wir ausfallen, hätte das gravierende Auswirkungen nicht nur auf die Geschäftsprozesse einzelner Kunden, sondern sogar auf einen Teil der Wirtschaft. IT ist heute nun mal die Grundlage für sämtliche Aktivitäten der Wirtschaft. Umgekehrt hat das Spezifische unseres Geschäfts das Krisenmanagement erleichtert: Wir haben unseren Mitarbeitern in der Region Tokio angeboten, vorübergehend in den Süden Japans umzuziehen. Viele haben das Angebot angenommen und von dort ihren Job von Hotelzimmern aus erledigt. Alle Kunden konnten trotz der Ausnahmesituation optimal unterstützt werden. Einen Internetzugang vorausgesetzt, lassen sich viele IT-Aufgaben eben überall verrichten. Warum ist die Sicherheitsorganisation von SAP dezentral aufgestellt? Wir sind der Auffassung, dass Sicherheits-Verantwortliche möglichst nah an die Geschäftsprozesse angebunden sein sollten. Die zentrale Corporate Security gehört bei uns zum Bereich Governance, Risk & Compliance (GRC) und ist hier in Walldorf angesiedelt, wo die Policies und Standards festgelegt werden; auch obliegt uns die Verantwortung für die Awareness. Die operative Arbeit wird freilich risikobasiert und bestmöglich an die Geschäftsprozesse angepasst vor Ort und in den jeweiligen Ländern geleistet. Auch dafür gibt es spezialisierte Einheiten, etwa IT-Sicherheit, Facility Management oder Personenschutz. Teilen Sie die Ansicht, dass Cyber Security kein neues Einsatzfeld ist, sondern Computer und Netzwerke nur moderne Hilfsmittel für altbekannte Delikte sind? Das ist ganz sicher so. Deshalb kann sich der Sicherheits-Verantwortliche nicht ausschließlich auf die IT konzentrieren, um ein entsprechendes Sicherheitskonzept aufzustellen. Im Grundsatz geht es auch hier um die drei Elemente, die die Schutzmaßnahmen für jede beliebige Bedrohungsform adressieren müssen: Menschen, Prozesse, Technologien. Es ist zu definieren, was die Kronjuwelen sind, also die zu schützenden Werte. Welche sind materiell, etwa Server im Rechenzentrum, welche immateriell, etwa Kundendaten? Dann sind die Prozesse zu beleuchten, zu verstehen und organisatorisch abzusichern. Und zu all dem gehört natürlich die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Sie sprechen das Thema Awareness nun schon zum zweiten Mal an. Darauf legen Sie wohl großen Wert? Wir haben ein umfangreiches Awareness-Programm aufgelegt. Drei Elemente stehen dabei im Mittelpunkt: Security Communication, Security Trainings und der Manager mit Vorbildfunktion. Die Führungskräfte werden also aktiv einbezogen. Sicherheit nicht nur IT-Sicherheit wird immer wieder kommuniziert. Außerdem gibt es Pflichttrainings für Mitarbeiter und zusätzliche für Führungskräfte. Die Trainings sind im Übrigen auf den Employee Life Cycle abgestimmt, orientieren sich also inhaltlich an dem, was der Mitarbeiter zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa beim Start im Unternehmen, beim Wechsel in eine neue Rolle usw. benötigt. Hier kommt uns jener für unser Geschäft spezifische Mitarbeitertypus zu Gute, von dem ich zu Anfang sprach: Etwa 80 Prozent unserer Mitarbeiter haben einen akademischen Hintergrund, der Anteil an kreativen Geistern ist hoch, der Wille zur Innovation besonders ausgeprägt. In diesem Umfeld muss man Maßnahmen zwar ausführlicher begründen; wenn aber erst einmal die Akzeptanz da ist, ist auch das persönliche Engagement größer. Wir haben es schon oft erlebt, dass sich Mitarbeiter aktiv an der Verbesserung der Sicherheit beteiligen, indem sie beispielsweise konkrete Vorschläge machen. Die Fragen stellte Marcus Heide. Zugegeben alles kann er auch nicht, aber in der Zutrittsorganisation ist er brillant. NEU bluesmart Clever. Komfortabel. Flexibel. Die elektronische Zutrittsorganisation. + Schlüsselbetätigtes System + Virtuelle Netzwerk-Technologie + Intellignete Befehlsverbreitung + Rückprotokollierung von Zylinderdaten an die Zentrale + Online-Komfort zum Offline- Preis 8 Security insight 6/

6 Titelthema: Desinformation Titelthema: Desinformation Die reale Gefahr der virtuellen Fiktion Desinformation: Die gezielte Verbreitung falscher Tatsachen zu Unternehmen und Einzelpersonen war nie so einfach und schnell zu bewerkstelligen wie heute Von Bernd Oliver Bühler und Wolfgang Reineke Foto: Kirill Kedrinski - Fotolia.com vor dem Zweiten Weltkrieg große Erfolge. Nach 1945 wurde der Kalte Krieg eine Spielwiese der Geheimdienste in Sachen Vertuschen, Vortäuschen, Vernebeln und Verwackeln. Mit dem Internet wurden die Methoden der Gegner ad hoc austauschbar. Das Umfeld der Unternehmen hat sich durch diese Kommunikationswege verändert. Sie sind mit ihren Entscheidungen nun auch einer breiteren Interessengemeinschaft rechenschaftspflichtig: dem Staat, Verbraucherschutz-Organisationen, Gewerkschaften, Nichtregierungs- und anderen internationalen Organisationen. Eine wirksame Desinformationsstrategie strebt die totale Beeinflussung der Empfänger an, indem sie wichtige Themen in einer Schwarz-Weiß-Denke mit geringem Nachrichtenwert, wenigen Fakten, vielen Behauptungen und Fiktionen als emotionalem Gaumenkitzel für die Zielgruppen der Öffentlichkeit isoliert. Die operativen und taktischen Absichten und Vorgehensweisen sind vielfältig: Verdächtigung und Gerüchtekonstruktion Fiktionen statt Fakten Erzeugung von simplen Realitäten durch Schlagworte und Begriffswirrwar Täuschung durch Schönfärberei Verharmlosung akuter Gefahren Verschweigen von Bedrohungsrisiken Erzeugung einer selektiven Wahrnehmung Abbau faktenorientierter Gesprächsfähigkeit der Öffentlichkeiten durch Emotionalisierung Zeitdruck und Störungen gegen Nachdenken über mögliche Folgen Schaffung von Einfluss auf Gruppenmeinungen Einlassen von Aktivitäten gegen erfundene und tatsächliche Schwachpunkte Erzeugung persönlicher und örtlicher Nähe zum Empfänger der negativen Botschaften Wiederholen, wiederholen, wiederholen! Nicht immer zählt, was richtig oder falsch ist, sondern was die Öffentlichkeit für richtig oder für falsch hält. Diese leidvolle Erfahrung musste beispielsweise der Ölkonzern Shell Mitte der 1990er Jahre machen: In der Brent-Spar-Affaire blieb letztlich nichts vom Vorwurf, das Unternehmen habe die Öffentlichkeit mit falschen Zahlen getäuscht. Trotzdem behielt Greenpeace so lange die Meinungsführerschaft, bis die Organisation (endlich) eingestehen musste, mit überzogenen, wenn nicht sogar (absichtlich?) falschem Zahlenmaterial gearbeitet zu haben. Die Kampagne ist 17 Jahre her und wurde per Fernsehen, Radio und Zeitungen ausgetragen. Im Zeitalter des Internets und Social Media ist die Gefahr für Unternehmen und Einzelpersonen viel größer, denn die gezielte Verbreitung falscher oder irreführender Informationen bedarf kaum eines Aufwands und lässt sich praktisch in Sekunden bewerkstelligen. Noch nie zuvor war es möglich, quasi in Echtzeit mit der gesamten vernetzten Welt zu kommunizieren. Das Internet bietet alles und übernimmt alles. Damit lässt sich durch Eigeninitiative der User (zum Beispiel durch das Surf-Verhalten) oder gegen ihren Willen (Pop-Up, Spam usw.) die gesamte Welt mit Information und Desinformation zu jedem Thema versorgen. Die Grenzen sind fließend: Gleichgültig, ob real oder virtuell in beiden Welten kann man ohne große Schwierigkeit die Reputation, die Gesundheit, ja sogar das Leben eines Menschen zerstören und die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens behindern oder gar seine Existenz bedrohen, und das mit wenigen Hilfsmitteln und Ressourcen. Wenn der Sturm im Wasserglas erst einmal begonnen hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er die virtuelle Realität verlässt und die Aufmerksamkeit der traditionellen Medien auf sich zieht. Blick in die Geschichte In der Geschichte der Desinformation sind die ganzheitlichen Strategien und Taktiken untrennbar mit den Namen Sun Tzu, Machiavelli und Lenin verbunden. Die operative totalitäre Umsetzung in der Neuzeit wurden zum Beispiel nach ersten Ansätzen während des Ersten Weltkriegs in der gelungenen Verteufelung der Deutschen durch die späteren Sieger von Versailles erfolgreich vollzogen, innenpolitisch durch die Erfindung der Dolchstoßlegende in der Weimarer Republik. Josef Göbbels (NSDAP) und Willi Münzenberg (KPD) überführten die Parole Propaganda als Waffe in eine sehr erfolgreiche ganzheitliche große Strategie der Massenbeeinflussung. Beide handelten operativ nach der Devise Erobert den Film! Bild und Film waren, gekoppelt mit dem Radio und dem geschriebenen Wort, bis ins letzte Dorf hinein wirksam in der geistigen und emotionalen Beeinflussung der Massen. Die totalitäre Durchschlagskraft der damals modernsten Instrumente zeitigte schon Logistiksicherheit Erstklassige Qualität statt erstbester Lösung. Jetzt vcard scannen! Gehen Ihre Waren auf die Straße, beginnt unser Schutz. Wir beraten Sie, erstellen mit Ihnen die Sicherheitsprogramme und führen die Qualitätssicherungsaudits durch. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter oder stellen Ihnen unser Fachpersonal. Vom Verpacken bis zum Schließen der Luke am Flugzeug übernehmen wir an allen Stationen der Logistikkette Verantwortung. 10 Security insight 6/

7 Titelthema: Desinformation IHR KARRIERESPRUNG IN SACHEN SICHERHEIT Intelligence-orientiertes Sicherheits-Management Die neuen alten Angriffsformen verlangen nach unkonventionellen Methoden der Verteidigung. Der erste Schritt ist, sich des fundamentalen Unterschieds zwischen Realität und Wahrnehmung bewusst zu werden: In der Realität ist zum Beispiel im Bewusstsein der Öffentlichkeiten ein Großkonzern der Goliath, eine Gegenorganisation wie Greenpeace ist der David. Somit ist es also geboten, Angriffe zu antizipieren, zu neutralisieren und zu analysieren. Dies kann nur im Rahmen des intelligence-orientierten (Sicherheits-)Managements und des kontinuierlichen Internet-Monitorings erfolgen. Krisen, ob selbst verschuldet, initiiert oder durch Dritte angeheizt, setzen Reputation und Wahrnehmung des Betroffenen aufs Spiel. Fakten als Realitäten sind wichtig. Sie bilden die Basis für die positive Wahrnehmung. Noch wichtiger ist aber die Wahrnehmung selbst. Krisen können durch Dritte initiiert werden! Denn eine absolute Interessengleichheit auch zwischen Marktpartnern existiert nicht mehr. Spannungsfelder wie das der Politik kommen hinzu und beeinflussen die internationale Wirtschaftslage. Informationen werden auch in Zukunft die wichtigste strategische Waffe bleiben. Auch die Kommunikation ist zielgerichtet und absichtsorientiert, ein Machtund Interessensinstrument. Konflikte in Unternehmen und Politik sowie zwischen beiden, vor allem mit zahlreichen Öffentlichkeiten und Gegenöffentlichkeiten, gehören zum Alltag. Jede Krise ist anders. Jeder Störfall, jede publizistische Krise und vor allem jede krisenhafte Situation 12 SI-Autor Bernd Oliver Bühler (Foto) ist Geschäftsführender Gesellschafter der JANUS Consulting GmbH (www.janusconsulting.de). Wolfgang Reineke ist Unternehmensberater für Strategie und Kommunikation (www.reinekeheidelberg.de). Manches Menschen Geist bleibt ewig selbst in Zeiten des Internets. Dazu gehört fraglos Niccolo Macchiavelli. im Unternehmen, rund um ein Produkt oder eine Dienstleistung ist anders. Nicht zu vergessen die zahlreichen kulturellen Unterschiede. Coca-Cola sieht sich auf den muslimischen Märkten seit Jahren mit dem Gerücht konfrontiert, dass seine berühmte Brause Bestandteile von Schweinefleisch enthalte. Gleichzeitig gedeihen lokale Produzenten wie Mecca-Cola bestens. Nicht zuletzt auf Grund ihres Namens, der sich natürlich bewusst an Mekka, der heiligsten Stätte des Islams, anlehnt, konnte sich Mecca-Cola erfolgreich in großen Teilen der arabischen Welt etablieren. Mancher fragt sich, ob Mecca-Cola hinter diesen Angriffen steckt. Selbstverständlich gilt auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung. Schadet Mecca-Cola die Existenz dieser Kampagne? Sicherlich nicht. Foto: bodot - Fotolia.com Die Gerüchteküche Viele Informationsattacken beginnen mit einem Gerücht oder Verdacht, die sich zu Klatsch oder Schlimmerem entwickeln können. Das Gerücht sieht alles, hört alles, kolportiert mit bedeutungsvoller, oft intellektueller Maske, wirbelt Nebel und Staub auf. Es transportiert in den seltensten Fällen positive Botschaften. Die wenigsten Gerüchte entstehen zufällig. Am Anfang der Krisenbewältigung muss deswegen immer die klassische Frage stehen: Cui bono? Wem nützt es? Negative Gerüchte beschäftigen sich mit der gezielten Suche nach Schwächen einer Person oder Organisation und versuchen, deren Glaubwürdigkeit oder Reputation zu untergraben. Manche Karriere wurde durch falsche Gerüchte abrupt beendet, manche Vertrauensbeziehung untergraben, mancher Sieg auf dem Schlachtfeld der Medien verhindert, manches Vermögen an der Börse verloren. Gerüchte schränken den analytischen Blick ein, verschlingen Zeit und Aufmerksamkeit. Für das Krisenmanagement sind sie eine besondere Herausforderung. Manche Gerüchte entwickeln sich zu Epidemien, die sich, einmal ausgebrochen, kaum kontrollieren und nur sehr schwer stoppen lassen. Wer Medienplätze ungenutzt lässt oder Informationslücken offenbart, bietet anderen stets die Gelegenheit, diese mit Gerüchten auszufüllen. Auch ein Zuviel an Informationen, insbesondere unpräzisen Informationen, gibt der Gerüchteküche Nahrung. Gerüchte können spontan entstehen, wenn mehrere (un-)günstige Umstände zusammenkommen, und sich rasend schnell verbreiten, wenn das Umfeld dazu geeignet ist. Gerüchte können auch das Resultat einer beabsichtigten Aktion sein. Es gehört zum festen Arsenal der psychologischen Kriegsführung, Gerüchte zu schaffen, zu verstärken oder abzuwehren. Zielsetzung ist es, feindliche Aktivitäten zu behindern, Allianzen zu sprengen, die Moral des Gegners zu untergraben und die eigene Moral zu stärken. Security insight SECURITY insight stiftet ein Stipendium für den Masterstudiengang»Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (M.A.)«im Wert von Euro an der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) in Berlin. Per Fernstudium einer Kombination aus Selbststudium sowie Online- und Präsenzeinheiten erweitern Sie in dem 24-monatigen Masterstudiengang berufsbegleitend Ihre Fähigkeiten und schaffen die besten Voraussetzungen für einen Karrieresprung in der Sicherheitsbranche. Studienbeginn ist das 4. Quartal Zielgruppe (angehende) Führungskräfte, die sich mit dem Thema Sicherheit in Wirtschaft oder Behörden befassen Das ist einzureichen Lebenslauf sowie Motivationsschreiben (inkl. Begründung, warum Sie den Studienplatz bekommen sollten) So läuft die Vergabe des Stipendiums Es entscheidet ein Fachausschuss, dem DUW-Präsidentin Prof. Ada Pellert, Prof. Rolf Stober (wissenschaftlicher Gesamtleiter des Studiengangs), Lili Chai Hammler (Studiengangsleiterin) sowie die Redaktion von SECURITY insight angehören. Mehr Infos unter: Bewerbung bis zum 15. April 2013 bei der DUW, Katharinenstraße 17-18, Berlin

8 14 Titelthema: Desinformation Gedruckte Gerüchte sind nachhaltig, gepostete Gerüchte sind freilich schneller beim Empfänger. Neben Gerüchten, die auf falschen Informationen basieren, sind solche oft gefährlicher und schwieriger zu bekämpfen, die auf wahren Informationen fußen. Gerüchte können auch nur das berühmte Körnchen Wahrheit beinhalten, das gepaart mit einer abwegigen Interpretation oder überschäumender Fantasie jedermann verblüfft, beeindruckt, beeinflusst und zu neuen Entscheidungen verführen kann. Somit ist bei Gerüchten neben der Glaubwürdigkeit der Wahrheitsgehalt zwar ein weiteres, aber keineswegs entscheidendes Kriterium. Letztlich entscheidet, was Menschen glauben respektive glauben wollen. Wird eine Nachricht oft genug wiederholt, sind Wahrheit und Lüge irgendwann nicht mehr trennbar. Feststeht: Jedes Gerücht, das bereits Anhänger gefunden hat, wird weitere finden. Und: Es ist ein zu großes Risiko, nicht gegen Gerüchte vorzugehen, die als gefährlich einzustufen sind. Das Dementi Der Journalist Robert Lemke definierte das Dementi lakonisch als Bestätigung einer Nachricht, die bisher ein Gerücht war. Das Dementi ist bei einer Krise immer noch eine der ersten, aber auch kurzsichtigsten Gegenmaßnahmen. Es erreicht immer nur einen Teil der Empfänger des Gerüchts, von denen wiederum nur ein Bruchteil dem Dementi Glauben schenkt. Dementis basieren auf Fakten Reale Übergriffe aus dem virtuellen Raum März 2004: Die Website epay.tv protestiert gegen angeblich miese Arbeitsbedingungen bei ebay Deutschland. Das sich gegen ebay richtende Medienecho ist gewaltig. Kurz danach stellt sich heraus, dass hinter dem vorgeblichen Protest frustrierter ebay-mitarbeiter die connexx.av, ein Ableger der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi steckt mit dem Ziel: Gründung einer offiziellen Vertretung bei ebay. April 2004: Ein Spaßvogel sichert sich die Domain com und installiert dort eine quasi identische Kopie der Website des Nachrichtendienstes CNN. Auf dieser Website war dann zu lesen war, dass US-Präsident George Bush wegen Kriegsverbrechen festgenommen worden sei. August 2004: Eine gefälschte Website taucht im Internet auf, die vorgibt, dass sich NPD-Mitglieder bei Globalisierungsgegnern von Attac engagierten, denn Globalisierungskritik sei ja vor allem nationalistisch. Beide Parteien zeigten sich wenig begeistert. November 2007: Ein 13-jähriges Mädchen, das über beide Ohren in eine Internet-Bekanntschaft verliebt war, erhängt sich, als dieser virtuelle Freund anfing, sie zu verschmähen. Er war in Wahrheit eine sie, nämlich eine ehemalige Freundin, die sich rächen wollte. Foto: Marco Fotolia.com August 2008: Massenschlägerei in Saerbeck im Internet streiten sich zwei 13 und 14 Jahre alte Mädchen und beschließen dann, den Streit handfest auszutragen. Weitere Jugendliche aus der Region kommen dazu. Viele Chatroom-Besucher sind live dabei und verfolgen den Streit am Rechner. Nachdem sich aus über 40 Jugendlichen zwei streitende Gruppen bilden, greift die Polizei ein, um Ordnung zu schaffen. Oktober 2012: Eine 15-jährige kanadische Schülerin begeht nach jahrelangem Cyber-Mobbying Selbstmord. Titelthema und sprechen Logik und Ratio an, die allerdings gegenüber der emotionalen Kraft des Gerüchts machtlos sind. Neben der Tatsache, dass das Dementi für viele die Bestätigung eines Gerüchts ist und somit den Wahrhaftigkeitseffekt verstärkt, hat es die schlechte Angewohnheit, an Menschen weitergetragen zu werden, die erst durch den Akt des Dementierens davon erfahren. Somit lässt sich mit einer reinen Dementi-Strategie weder der Kommunikationsangriff stoppen noch die gegnerische Partei, sofern sie existiert, von weiteren Attacken abhalten. Gerüchte sprechen erfolgreich die Gefühlswelt der Zielperson und ihr Unterbewusstsein an. Ihr Bildungsgrad ist somit nicht entscheidend, sondern die Akzeptanz durch das Unterbewusstsein. Die Möglichkeiten des Justizwesens sind also bei einer Gerüchtekampagne begrenzt, oft sogar unmöglich allein schon dadurch, dass es in manchen Ländern ein Justizwesen, das diesen Namen verdient, gar nicht gibt. Das Gerücht ist unangreifbar, selten schriftlich und schlecht zu beweisen. Erst recht gibt es keinen Anspruch auf Gegendarstellung, denn wir haben es nicht mit einem identifizierbaren Medium, etwa einem Nachrichtenmagazin, zu tun, sondern mit der Masse der Gesellschaft. Zudem basieren Gerüchte selten auf Fakten und ihrer gelungenen Interpretation, sondern auf Vermutungen und Verschwörungstheorien, die so abwegig sind, dass sie gar nicht rational wiederlegt werden können. Fazit Nicht das Internet selbst ist schlecht, sondern die, die es missbrauchen. Aber: Der Einfluss des Internets auf die Realität ist schon jetzt zu groß, um dies einfach ignorieren zu können. Es gibt auch keinen logischen Grund, warum der virtuelle Raum weniger rechtssicher bleiben sollte. Deswegen bedarf es einer gemeinsamen Vorgehensweise zwischen (Sicherheits-)Verbänden, Wirtschaft und Politik, um aus dem Internet einen möglichst rechtssicheren, sauberen Raum zu machen. Security insight 6/ PantherMedia / Oleg Saenko, Mariya Herasymenko Auf diese ewige Frage haben wir eine klare Antwort: Zuerst die EuroCIS, dann der Erfolg. Erfolg in Sachen Retail Technology entsteht nicht von allein, sondern jedes Jahr von Neuem: auf der EuroCIS. Auch 2013 präsentiert sie alle aktuellen IT-Trends und -Themen im internationalen Handel: von Waren sicherung über POS- bis Check-out-Technologien, von Zahlungssystemen über Multi-Channel-Lösungen bis E-Commerce. Wieder einmal stehen alle Zeichen auf Erfolg bei Europas führender Fachmesse für Retail Technology. Ideeller Träger: EuroCIS The Leading Trade Fair for Retail Technology F e b Düsseldorf, Messe Düsseldorf GmbH Postfach Düsseldorf Germany Tel. +49(0)2 11/ Fax +49(0)2 11/ Germany w w w. e u r o c i s. c o m

9 Aktion Qualifizierung für ein attraktives Berufsfeld SECURITY insight vergibt Stipendium für Sicherheits-Masterstudiengang an der DUW Berlin / Ein Gespräch mit Studiengangleiterin Lili Hammler Sicherheit als Berufsfeld gewinnt an Attraktivität. Niemals zuvor gab es in Deutschland so viele Studiengänge und Fortbildungsmöglichkeiten wie heute. Ohne eine anerkannte Qualifikation jenseits der Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft, der Sicherheitsfachkraft nach 34a GewO und der Sachkundeprüfung ist an eine echte Karriere allerdings nicht zu denken. Zudem bedarf es ernsthafter Qualitätsbestrebungen und Qualifizierungsmaßnahmen, um die Anerkennung der Unternehmenssicherheit als maßgeblichen Faktor der Unternehmensorganisation voranzutreiben. Daher vergibt SECURITY insight ein Stipendium für den Masterstudiengang Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit im Wert von Euro an der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). SECURITY insight: Frau Hammler, an wen richtet sich der Masterstudiengang? Lili Hammler: An (angehende) Führungskräfte der Sicherheitsbranche, also jeden, der eine Führungsposition in der Branche anstrebt oder seine Kenntnisse auf diesem Gebiet ausbauen möchte. Das können sowohl Beschäftigte in Behörden, in der Konzernsicherheit oder von Sicherheits-Dienstleistern sein als auch Professionals, die in die Branche wechseln möchten. Den Adressatenkreis haben wir bewusst so groß gewählt, weil wir Sicherheit als Querschnittsthema verstehen. Erfolgreiches Sicherheits-Management kann nur dem gelingen, der ein breites Fachwissen hat. Unser Angebot ist daher transdisziplinär ausgerichtet. Die Studierenden befassen sich mit den Regelungen des Sicherheits-Managements ebenso wie mit betriebswirtschaftlichen, mathematischen, technischen, sozialwissenschaftlichen und psychologischen Inhalten. Welche Anforderungen sollten potenzielle Stipendiaten erfüllen? Sie müssen unsere Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, also mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nach einem abgeschlossenen Studium gesammelt oder eine Ausbildung absolviert haben und langjährige Berufserfahrung mit Führungsverantwortung vorweisen. Darüber hinaus sollten sie zumindest Englisch- Schulkenntnisse besitzen. Sie lassen also auch Bewerber ohne ersten Hochschulabschluss zu? Lili Hammler und Marcus Heide vereinbaren auf der vergangenen Security die Vergabe eines Stipendiums für den Masterstudiengang Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit. Fachzeitschrift für Unternehmenssicherheit Das ist richtig. Wir befinden uns in der glücklichen Lage, dass das Berliner Hochschulgesetz im letzten Jahr entsprechend geändert wurde. Damit ziehen wir mit anderen europäischen Ländern endlich gleich. Es gibt allerdings ein gesondertes Zulassungsverfahren, in dem Anwärter auf ein wissenschaftliches Studium vorbereitet werden. Gerade für die Sicherheitsbranche ist das sehr wichtig. Denn man kann ja nicht einerseits die mangelnde Qualifizierung kritisieren, andererseits aber keine Qualifizierung zulassen. Insofern freuen wir uns, dass auch SECURITY insight die Weiterbildung in der Branche durch das Stipendium unterstützt. Wie sieht das Studium an der DUW konkret aus? Deshalb stiften wir ein Stipendium Da wir uns an berufstätige Erwachsene richten, gestalten wir das Studium so flexibel wie möglich. Zur Wissensvermittlung setzen wir Studienhefte ein, die überall und jederzeit gelesen werden können. Zur Unterstützung des Lernprozesses erhalten die Studierenden Zusammenfassungen, Beispiele, Übungen mit Lösungen und Aufgaben, die man zur Überprüfung einsenden kann. Man muss also keine Lehrbücher kaufen, sondern erhält die Informationen speziell für die Anforderungen berufstätiger Studierender aufbereitet. Darüber hinaus treffen sich die Studierenden phasenweise mit den Lehrenden auf unserem Online-Campus, um aktuelle Fragen zu diskutieren oder Fallstudien zu bearbeiten. Für die Aufgaben wird den Studierenden ein Zeitfenster vorgegeben, in dessen Rahmen sie sich die Bearbeitung flexibel einteilen können. Nur für die Kompetenzen, die nicht anders vermittelbar sind, bieten wir Präsenzseminare an. Hier geht es um das möglichst realitätsnahe Erleben praxisrelevanter Situationen, etwa in Planund Rollenspielen. Die Teilnehmenden leiten beispielsweise die Evakuierung von Expatriates an, nehmen an Pressekonferenzen teil oder schlichten in Mobbingfällen. Wie unterscheidet sich der DUW-Studiengang von anderen Angeboten? Sicherheit ohne Kompromisse Mehr als 170 Jahre Erfahrung in Sicherheitstechnik, Zutrittskontrolle und mit Projekten jeder Größe. Dem Thema Sicherheit fehlt es in Deutschland an öffentlicher Wahrnehmung als Leistungsträger, gutem Image und Akzeptanz. Mit dem Begriff Unternehmenssicherheit kann kaum einer etwas anfangen vor allem weil das Thema lange übertrieben geheim behandelt wurde und in vielen Unternehmen noch wird. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass Sicherheit als Teil der Unternehmensorganisation nicht minder bedeutsam ist als Buchhaltung oder Personalabteilung und entsprechende Aufmerksamkeit verdient. Und auch den privaten Sicherheits-Dienstleistern ist es bis heute nicht gelungen, als Leistungsträger ernstgenommen zu werden. In beiden Fällen sind Qualität und Qualifizierung wichtige Voraussetzungen zur Stärkung der eigenen Position. Das geht heute nur im Zusammenspiel von Akademisierung und Praxiserfahrung. Mit der Auslobung eines Stipendiums will unser Verlag dafür ein Zeichen setzen. Ilse Klaus/Marcus Heide, Verleger SECURITY insight Erstens legen wir viel Wert auf den Praxisbezug. Die Studierenden werden dazu angeleitet, das Erlernte immer wieder mit ihren beruflichen Erfahrungen oder praxisrelevanten Beispielen zu verknüpfen und sich untereinander sowie mit anderen Fachleuten auseinanderzusetzen. Der Mehrwert für die Berufspraxis zeigt sich dadurch bereits zu Beginn des Studiums. Zweitens sind wir sehr flexibel: Wenn unsere Studierenden einen Termin nicht wahrnehmen können, können sie ihn alle drei Monate nachholen. Drittens sind wir deutschlandweit die einzige staatlich anerkannte Universität mit Aktion Bewerbung für das Stipendium bis zum 15. April 2013 bei der DUW, Katharinenstraße Berlin einem eigenen Forschungsinstitut, die einen Studiengang mit ganzheitlichem Ansatz in dieser Branche anbietet. Wie schätzen Sie den Marktwert der Absolventen ein? Wer ein berufsbegleitendes Studium absolviert, zeigt, dass er ehrgeizig und flexibel ist Eigenschaften, die jeder Arbeitgeber schätzt. Da wir namhafte Lehrende und Mitglieder im Beirat haben und das FORSI (Forschungsinstitut für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit) die Inhalte des Studiengangs maßgeblich mitbestimmt hat, ist das Studium sehr praxisnah auf die Bedürfnisse von Sicherheitsmanagern abgestimmt. Potenzielle Arbeitgeber reagieren dementsprechend positiv auf unsere Absolventen. Auch das Engagement des Verlags von SECURITY insight als Fachzeitschrift für Unternehmenssicherheit für diesen Studiengang deutet ja auf seinen Marktwert hin. 16 Security insight 6/

10 Schwerpunkt: Personenschutz Schwerpunkt: Personenschutz Wir sind in Deutschland etabliert Henrik Jørstad, TenCate-Vertriebsleiter für ballistische Komponenten für Sonderschutz-Fahrzeuge, über den Weg zum Erfolg und die Perspektiven Plötzlich war er da. Wann immer es um sondergeschützte Fahrzeuge ging ob für Personenschutz oder Geld- und Werttransport, stellte sich Henrik Jørstad freundlich vor und überreichte seine Visitenkarte. Der Däne sprach hervorragend Deutsch, und er zeigte höchste Präsenz. Obendrein waren die ballistischen Lösungen, die er vorstellte, fast zu gut, um wahr zu sein. Das ist inzwischen über sechs Jahre her. Heute ist Jørstad fester Bestandteil der deutschen Sonderschutz-Community. Nachrüster wie Hersteller gepanzerter Fahrzeugen greifen immer öfter auf die ballistischen Lösungen von TenCate Advanced Armour zurück. Marcus Heide sprach mit ihm über den Weg zum Erfolg und die Perspektiven. SECURITY insight: Herr Jørstad, der Kreis derer, die sich mit Sonderschutz befassen, ist fast so undurchlässig wie die ballistischen Materialien. Es war sicherlich nicht ganz leicht, hier Fuß zu fassen? Henrik Jørstad: Da haben Sie recht, aber das ist es eigentlich nie, wenn man als Neuer einen Markt betritt. Was zählt, ist letztlich immer der Erfolg. Und den haben wir. Worin liegt der bei den Sonderschutz- Lösungen von TenCate begründet? Know-how, Flexibilität, Innovationskraft das sind zunächst einmal die üblichen Marketingschlagworte, aber wir können sie mit Inhalt füllen. Unsere so genannte Komplettpanzerung beispielsweise ist in dieser Form einzigartig. Sie ersetzt die gepanzerte Struktur eines Sonderschutzfahrzeugs beispielsweise Standardtür zuzüglich nachgerüsteter Panzerung durch eine leichte All-in-one-Verbundlösung. Das heißt: Die Tür ist zugleich die Panzerung! Das vermindert das Gewicht drastisch, denn die Standardstruktur wird nicht verstärkt, sondern komplett ersetzt. Durch die Entwicklung einer ganzen Lösungsfamilie von Strukturpanzerungen können gepanzerte Teile wie Türen, Motorhauben, Heckklappen und Kotflügel in einem Stück ersetzt werden, SI-Interviewpartner Henrik Jørstad das den höchsten Schutz einer Panzerung bietet, aber im Vergleich zu einem Stahlbauteil viel weniger wiegt. Worin besteht der Unterschied zu anderen Panzerungen am Markt? In erster Linie in der Verbindung von einer optimierten Struktur- mit einer optimierten ballistischer Lösung. Andere Ansätze zeigen Verbundlaminierungen mit einem relativ geringen Harzanteil (verglichen mit reinem Strukturverbund), was zu schwächeren ballistischen Eigenschaften wie Struktureigenschaften führt. Unsere größte Herausforderung bei der Entwicklung bestand darin, zu gewährleisten, dass die Eigenschaften der Struktur nicht negativ auf die ballistische Leistung wirken. So können etwa bestimmte Strukturen unter einem ballistischen Aufschlag schrapnellartige Splitter freisetzen. Zudem musste das Ballistikpaket effizient in die Struktur eingebaut werden. Dem begegneten wir mit einer Kombination aus theoretischer Analyse, indem wir beispielsweise verschiedene Strukturkonfigurationen gegeneinander abwogen, Ballistikerfahrung aus der Verwendung von Verbundstoffstrukturen in 2D-Konfigurationen, Ballistiktests und Ingenieurleistung. Das bedeutet sicherlich einen hohen Aufwand und eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden? Das ist richtig. Wir stehen im engen Kontakt mit den einzelnen Nachrüstern und Herstellern und entwickeln die ballistischen Lösungen zusammen mit ihnen ständig weiter. Das bedeutet nicht nur einen hohen Aufwand an Material, sondern auch an Manpower. So erstellen wir beispielsweise immer wieder Probesätze aus Testmaterialen und bauen sie in die Fahrzeuge ein. So können die Monteure die einzelnen Komponenten begutachten und selbst ausprobieren, damit später mit den echten Komponenten nichts mehr schiefgehen kann. Das hat mit Standardproduktion nichts mehr zu tun? Das haben Sie klar erkannt. Jedes einzelne Teil wird individuell ausgeschnitten und dann wie bei einem Puzzle wieder individuell mit den Fahrzeugkomponenten verbunden. Und das alles unter Einhaltung der besonders strengen deutschen Normen für ballistische Materialien? Ja, die sind wirklich überaus streng. Ich glaube, wir dürfen stolz darauf sein, dass wir sowohl die Prüfrichtlinien der VPAM (Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen) als auch der APR (Allgemeine Prüfgrundlagen für ballistische Material-, Konstruktionsund Produktprüfungen) erfüllen. Wäre das nicht der Fall, hätten wir die Nachrüster kaum überzeugen können und die Originalhersteller schon gar nicht. Seit eineinhalb Jahren gehören wir zu den Lieferanten eines großen deutschen Automobilherstellers. Mit anderen sind wir in viel versprechenden Gesprächen. Wir können zu Recht sagen: Wir sind etabliert in Deutschland! Am Ende zahlt es sich aus, wenn man Geduld und Durchhaltevermögen hat. Die Qualitätskontrolle von Schutzkits wird mit Präzisionsmessvorrichtungen am Werk in Vissenbjerg vorgenommen. Abschließende Kontrolle in Go/No Go -Lehren vor dem Versand Das ist richtig, genüg aber nicht. Man muss schon überdurchschnittliche Leistungen abliefern, gerade bei der Fertigung von Produkten, von denen Menschleben abhängen können. Natürlich haben wir vor sechs Jahren damit angefangen, die Nachrüster und Automobilhersteller zu besuchen und haben viele Gespräche geführt, um Vertrauen aufzubauen. Noch bevor man den ersten Auftrag bekommt, ist es schon ein Erfolgserlebnis, überhaupt in die Produktion eingeladen zu werden. Aber erst wenn man innovative Lösungen für Probleme bietet, die zum Teil schon Jahre bestehen, wird man zum Ansprechpartner auf Augenhöhe. 18 Security insight 6/

11 Schwerpunkt: Personenschutz Schwerpunkt: Personenschutz Nicht auffallen Wer sich für den Audi A8 L Security entscheidet, setzt auf hohe Sicherheit, ohne damit zu kokettieren Es ist nicht einfach, sich mit Personenschützern über ihre Schutzpersonen zu unterhalten. Denn ihre Loyalität ist in der Regel groß, ihr Verantwortungsbewusstsein ebenso. Wenn man dann doch das eine oder andere über die Schutzperson erfährt, sind es meistens Eigenschaften, die kaum überraschen. Zum Beispiel dass Schutzpersonen auch nur Menschen sind mit allen Stärken und Schwächen und Eigenheiten. Dass dazu oft Dominanz und Selbstsicherheit gehören, verwundert ebenso wenig wie die Tatsache, dass nicht alle, aber manche von ihnen mitunter etwas schwierig im Umgang sind. Manchmal genügt freilich auch der Blick auf das Sonderschutzfahrzeug, um etwas über den Menschen zu erfahren. stand eine Tradition, die sich bis heute fortsetzt und die genau 60 Jahre später zu höchsten Ehren kam: Mit dem 1998 zum Bundeskanzler gewählten Gerhard Schröder entschied sich der erste deutsche Regierungschef für einen Audi als Dienstfahrzeug. Bis in die späten 1990er Jahre hat Audi seine sondergeschützten Fahrzeuge gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickelt und produziert, blickt Fischbeck zurück. Seit 1999 bieten wir die Limousinen mit integrierter Sicherheit ab Werk an. Während der Grundaufbau zu Beginn noch in der Serienfertigung entsteht, gehen die Sonderschutzmodelle schon recht bald in die Sonderfertigung. Auch der seit September 2011 verfügbare A8 L Security wird in einem eigenen, streng abgeschirmten Manufakturwerk gefertigt. Nur so können alle Komponenten und Fertigungsschritte präzise aufeinander abgestimmt werden für die umfassende Sicherheit in einem Guss, so Fischbeck. Umweltbewusstseins ebenfalls ein gutes Argument. Doch die Details können Interessierte auch anderweitig nachlesen. Dafür gibt es umfangreiche Verkaufsliteratur, die beim Durchblättern schon deshalb so viel Spaß macht, weil es einfach ein gutes Gefühl ist, nach dem täglichen Blättern am Bildschirm und auf ipads und Smartphones ein Print-Produkt in den Händen zu halten, das mit seinen Fotografien, dem professionellen Layout und der hochwertigen Verarbeitung deutlich macht, dass etwas materiell Greifbares nach wie vor seinen Reiz haben kann. Um nichts anderes geht es schließlich bei einer sondergeschützten Limousine sie fährt robust durchs reale Leben, muss im Ernstfall vor realen Gefahren schützen und realen, nämlich physisch spürbaren Komfort bieten. Und auch der Service lässt sich natürlich nicht mit einer und per Fernwartung abhaken. Die anspruchsvollen Schutzpersonen erwarten persönliche Hilfestellung rund um die Uhr an der Stelle, an der sie sich gerade befinden. Das ist auch Maike Fischbeck viei wichtiger als die reinen Leistungsdaten. In über 40 Ländern in ganz Europa, Asien, Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Südamerika sind sondergeschützte Fahrzeuge von Audi unterwegs. Deshalb haben wir dafür ein breites Netz von Händler- und Servicestützpunkten aufgebaut, erklärt der Vertriebs- und Marketingspezialist. Der erste Kundenkontakt und die Beratung werden weltweit mit spezialisierten Importeuren und Händlern organisiert, die Audi-Sonderschutzspezialisten sind stets involviert. Dabei geht es dann auch darum, ob der Kunde spezielle Wünsche hinsichtlich Individualisierung und Sondereinbauten hat. Was Sicherheits- Verantwortliche und Fahrer interessiert Bis zu diesem Zeitpunkt befasst sich die Schutzperson in der Regel noch selbst mit den Details. Dass später im Alltag alles reibungslos abläuft, setzt sie voraus weshalb das Thema Servicekonzept dann eher für die Verantwortlichen der Konzernsicherheit oder der Personenschutzabteilung ganz oben auf der Liste steht. Bei Audi gehören dazu die üblichen Serviceleistungen, aber auch sonderschutzspezifische Inspektionen und Wartungen sowie eine Rufbereitschaft rund um die Uhr. Fischbeck: Sollte es in ganz seltenen Fällen zu technischen Problemen kommen, stehen weitere Techniker auf Abruf bereit, die umgehend vom Stammwerk zu einem der Servicestützpunkte oder direkt zum Kunden anreisen, sodass das Fahrzeug so schnell wie möglich wieder eingesetzt werden kann. Und eine dritte Gruppe ist mit dem Fahrzeug befasst die Fahrer natürlich. Eine gute Nachricht für sie ist, dass sich der A8 L Security auf Grund des eigens entwickelten und auf das Mehrgewicht abgestimmten Fahrwerks fast wie ein Serienfahrzeug bewegen lässt. Gleichzeitig kann es bei einem Angriff überlebenswichtig sein, dass jede Bewegung sitzt und der Fahrer das Fahrzeug hundertprozentig beherrscht und souverän handhabt. Das lässt sich natürlich üben beispielsweise in speziell abgestimmten Fahrtrainings in Zusammenarbeit mit der Audi driving experience, die beim Erwerb eines A8 L Security für zwei Fahrer inklusive sind. Das ist übrigens auch so eine Erfahrung, die man macht, wenn man sich mit Personenschützern unterhält: Statt über ihre Schutzpersonen sprechen sie oft über die Sonderschutzlimousinen, in denen sie die Vorstände, Unternehmer, Politiker und hohe Beamte begleiten. Der Name Audi fällt dabei recht oft HD Natürlich sagt jeder Fahrzeugtyp etwas über seinen Besitzer aus, nicht nur bei den gepanzerten Limousinen. Die vier Ringe auf dem Kühlergrill etwa zeigt jeder Audi-Fahrer gerne. Doch wer sich für den sondergeschützten Audi A8 L Security mit VR7-Zertifizierung des Gesamtfahrzeugs nach BRV 2009 entschieden hat, dessen Motiv ist nicht nur eine Vorliebe für die Marke, sondern auch, dass er nicht mit dem Sonderschutz kokettieren möchte. Dem Fahrzeug sieht man nämlich die Panzerung nicht an, so Maike Fischbeck, die in Ingolstadt mit ihren Mitarbeitern für das Marketing und den Vertrieb verantwortlich ist. Das ist natürlicher Schutz durch Nicht-Auffallen. In einem Guss Das war nicht immer so. Das erste Sonderschutzfahrzeug mit den vier Ringen war ein Horch aus dem Jahre 1928 und der war optisch durchaus als solches zu erkennen. Aus dieser Premiere ent- Maximale Beschleunigung trotz Panzerung Nun könnte man natürlich ausführlich die Eigenschaften aufzählen, etwa dass der A8 L Security nicht nur das längste Fahrzeug seiner Klasse ist, sondern auch das leichteste und das einzige mit Allradantrieb ( quattro ) für maximale Beschleunigung trotz Panzerung auch bei schlechten Straßen- oder Witterungsverhältnissen. Auch bei der Zuladung ist es bislang unschlagbar. Der geringste Verbrauch und CO 2 -Ausstoß durch ein seit kurzem eingebautes zweites, verbrauchsreduzierendes Aggregat ist in Zeiten hoher Energiepreise und des wachsenden schwarz, schnell und sicher FAHRSICHERHEITSTRAINING PERSONENSCHUTZAUSBILDUNG SCHIESSAUSBILDUNG PERSONENSCHUTZ Landmann Training GmbH Gunterstraße Bonn Telefon Telefax Security insight 6/

12 Schwerpunkt: Personenschutz Schwerpunkt: Personenschutz Gepanzert und mit Schiebedach Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Fred Stoof über den diffizilen Entstehungsprozess von Sonderschutzfahrzeugen Von Peter Niggl Besonders gesicherte Automobile gibt es nicht von der Stange jede Elle ein Unikat, zugeschnitten auf den kommenden Benutzer, der dem Fahrzeug sein Leben anvertraut. Bei jedem Auftrag heißt es deshalb, die Wünsche des Kunden, die Einsatzbedingungen des Fahrzeugs und letztlich die technische Umsetzbarkeit unter einen Hut zu bringen. Mancher kommt mit konkreten Vorgaben und will diese einfach umgesetzt sehen, sagt Fred Stoof. In seinen Werkhallen in Borkheide vor den Toren Berlins nehmen gepanzerte Fahrzeuge für unterschiedlichste Verwendungszwecke Gestalt an. Doch bis die erste Stahlplatte verschweißt, die erste beschusssichere Scheibe in ein Sonderschutzfahrzeug eingebaut sind, ist jede Menge Vorarbeit zu leisten. Die Firma Stoof liefert sondergeschützte Fahrzeuge in die ganze Welt. Es kommt nicht selten vor, dass ein Kunde sein Augenmerk mehr darauf richtet, über welchen Komfort und Innenausstattung das Fahrzeug am Ende verfügt, als der Frage, wie es um Sicherheit und Fahreigenschaften bestellt sein wird, erzählt der Geschäftsführer der Stoof International Holding GmbH. Den Spannungsbogen zwischen Wunsch und Wirklichkeit verdeutlicht er an einem Beispiel: Manchmal ist es notwendig, den Kunden 22 davon zu überzeugen, dass für seine Ansprüche und die mögliche Gefährdung ein Geländewagen zweckmäßiger ist als eine repräsentative Limousine. In manchen Ländern, so weiß er aus Erfahrung, sind beispielsweise die Bordsteinkanten so hoch, dass bei Gefahr eine Limousine sehr viel schneller an ihre Grenzen stößt, da sie einen geringeren Spielraum für Ausweichmanöver hat als ein für unwegsames Gelände ausgelegtes Fahrzeug. Natürlich, so schränkt Stoof ein, erübrigen sich solche Überlegungen bei Kunden, bei denen die gepanzerte Limousine in erster Linie repräsentativen Zwecken dienen soll. Wer sich für einen Geländewagen entscheidet, kann bereits nach rund sechs Wochen mit der Lieferung rechnen, bei einer Limousine sind schon drei bis vier Monate einzukalkulieren. Mit dem Hubschrauber nach Borkheide Alles hängt naturgemäß auch von den Absprachen mit dem Kunden ab. Der spricht im Übrigen gewöhnlich nicht selbst vor, sondern seine Vertreter oder Berater führen die Verhandlungen durchaus Menschen mit Einfluss und Eigenheiten. Ein Einkäufer aus einem Land, dessen Staatskasse reichlich mit Petrodollars gefüllt ist, wollte sich beispielsweise die 60 Kilometer Fahrt vom Berliner Flughafen Tegel nach Borkheide nicht mit dem Auto antun. Stoof musste einen Hubschrauber chartern. Über nicht alle Wünsche solch wählerischer Kunden ist er glücklich. So kam es vor, dass Staatskarossen gewünscht wurden, die über höchste Panzerung verfügen sollten, aber auch über ein Schiebedach beispielsweise damit der Staatsgast die staatlichen Zeremonien stehend abnehmen kann. Am Ende wurde auch dieser Wunsch erfüllt der Kunde hat das letzte Wort. Die Stirn runzelt Stoof auch, als das Gespräch auf NGOs die Nichtregierungsorganisationen kommt, die oft in Krisengebieten unter schwierigen Bedingungen Hilfsprogramme zu verwirklichen haben. In deren Beschaffungsabteilungen, die auch für den Einkauf gepanzerter Fahrzeuge zuständig sind, sitzen nach seiner Erfahrung oft Leute, die sich allzu häufig ausschließlich am Preis orientieren. Dadurch kämen Nachrüster zum Zuge, deren Schutzfahrzeuge die Bezeichnung nicht verdienten. Welche Zertifizierung darf s denn sein? Stoof plaudert aus dem Nähkästchen, wenn er auf die Ausschreibungen großer internationaler Organisationen verweist, in denen eine Zertifizierung verlangt wird aber welche das sein soll, bleibe offen. Er nennt ein Beispiel aus einem östlichen Nachbarland, in dem sich ein Fahrzeugbauer kurzerhand selbst zertifiziert. Um eine Zertifizierung vom Beschussamt zu advanced armour erhalten, würde manch anderer Anbieter eine Limousine mit so viel Material füllen, dass es am Ende sechs Tonnen wiegt. Wenn das Fahrzeug dann beim Kunden ankommt, bringt es nur noch 3,8 Tonnen auf die Waage. Da stellt sich natürlich die Frage, an welcher Stelle bei der Sicherheit wieder abgespeckt wurde?, gibt Stoof zu bedenken. Nach seiner Ansicht sei die Einrichtung einer international agierenden Kontrollbehörde längst überfällig, die die Kompetenz erhält, überall die Einhaltung vorgegebener Maßstäbe zu überprüfen. Zum substanziellen Kundengespräch gehöre es selbstredend, so Stoof, sich über Person, Organisation und Einsatzgebiet, für die das Sicherheitsfahrzeug bestimmt ist, schon vorher genau zu informieren. Das sei schon allein deshalb unabdingbar, weil verschiedene Ausfuhr- und Embargobestimmungen zu berücksichtigen seien. Über mehrere Kontinente Inzwischen fahren die in Borkheide ausgerüstete Fahrzeuge auf mehreren Kontinenten. Über eine Auftragsflaute kann Stoof auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht klagen. Und manchmal muss es sehr schnell gehen, dass die Sonderschutzfahrzeuge an ihren Bestimmungsort kommen. Nach einer vertraglichen Vereinbarung mit der Europäischen Union muss das Unternehmen ständig 30 gepanzerte Fahrzeug bereit halten, die kurzfristig abgerufen werden können. Was das in der Praxis heißen kann, schildert Stoof in einem Beispiel aus jüngster Zeit: Im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht mussten 25 gepanzerte Geländewagen im Auftrag der EU nach Damaskus TenCate Liba is the preferred solution for protection against armour piercing ammunition and the system outperforms traditional tile ceramic solutions in cost-efficiency, durability and multi-hit protection, exceeding the requirements of VPAM and STANAG Traditional tile ceramics Tencate advanced armour danmark a/s Damsbovej 10 Tel DK-5492 Vissenbjerg Fax Security insight 6/

13 Schwerpunkt: Personenschutz Schwerpunkt: Personenschutz Fred Stoof: Das letzte Wort hat der Kunde. Klassischer Wertschutz- und zertifizierter Waffenschrank in einem geliefert werden. Die Wagen waren von Brüssel der UNO zur Verfügung gestellt worden und mussten innerhalb weniger Tage in der syrischen Hauptstadt eintreffen. Als Stoof am späten Abend der Anruf erreichte, mit dem Schutzfahrzeuge geordert wurden, schien eine solche logistische Herausforderung kaum zu bewältigen. Tatsächlich aber gelang es dem Unternehmer seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfend, den Auftrag innerhalb von 100 Stunden über die Bühne zu bringen. Dazu gehörte das Einholen der Genehmigungen aus dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, der Vertrag mit der Charterfluggesellschaft und die Organisation des Transports der Fahrzeuge zum Leipziger Flughafen. Nur drei Tage nach der Order mussten die rund 130 Tonnen fahrbahre Hochsicherheit zum Verladen in drei Transportflugzeugen bereitstehen. Ankunft in Damaskus war am Folgetag um Uhr. Eine logistische Meisterleistung, mit dem das mittelständische Unternehmen zweifelsfrei seinen Ruf als verlässlicher Partner unterstrichen hat. Bewaffneten Personenschützern ist 36 WaffG bestens bekannt. Er bestimmt, dass Waffenbesitzer nachweisen müssen, dass sie ihre Waffen und Munition sicher aufbewahren. Die Waffenbehörde ist befugt, dies zu kontrollieren, ohne dass begründete Zweifel an der sicheren Aufbewahrung bestehen. Ist unklar, ob ein Behältnis den waffenrechtlichen Vorschriften entspricht, wird die Polizei zur Prüfung hinzugezogen. Professionelle Waffenbesitzer nutzen daher in der Regel einen hochwertigen Waffenschrank. Seit diesem Jahr bietet der indische Markenhersteller Godrej auch in Europa zwei Modelle mit besonderem Zusatznutzen an: Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen vom vollwertigen Waffenschrank in einen normalen Wertschutzschrank verwandeln und umgekehrt. Geeignet sind die beiden Modelle auf Basis der Serie Defender Pro für Kurz- und Langwaffen bei vollständiger Erfüllung aller relevanten europäischen Prüfnormen, Sicherheitsstufen und Feuerschutzvorschriften. Von außen ein elegantes Design in RAL 7024 (Anthrazit) mit einer edlen Frontplatte aus gebürstetem Metall, von innen wahre Vielseitigkeitswunder: Die Defender-Pro-Waffenschränke bestechen durch hochwertige Verarbeitung bei maximaler Flexibilität. Ob Wertschutz- oder Waffenschrank ist nur eine Frage von wenigen Minuten Umbau. Das exklusiv von Godrej entwickelte, herausnehmbare Ablagesystem ist der Garant für diese Variabilität. Bei leerem, verschließbarem Innentresor fassen sie bis zu sieben Langwaffen. Werden beispielsweise nur vier Langwaffen gebraucht, kann der freie Platz dank flexibler Ablagelösungen für andere Dinge genutzt werden. Zudem bietet Godrej ein spezielles Ablagesystem zur Anbringung an der Innentür. Hier lassen sich dann mehrere Kurzwaffen, Munition, Zielfernrohre, Ferngläser und andere Utensilien fachgerecht unterbringen. Beide Schränke Innenmaße: x 510 x 330 Millimeter (Höhe x Breite x Tiefe) besitzen Rundum-Verriegelungen (je fünf vertikal, je eine oben und eine unten mit jeweils 2,2 Zentimeter Durchmesser) und einen Verankerungspunkt im Boden. Sie sind von der European Security Systems Association (ESSA) nach ECB.S und von der VdS Schadenverhütung getestet und besitzen für 60 Minuten Feuerschutz nach NT Fire P durch SP Schweden. Das Modell M 059 ist in Sicherheitsstufe 0, das Modell M 159 in Sicherheitsstufe 1 (EN ) eingestuft. Kennzeichnend für das hohe technische Niveau ist die Verwendung einer Notverriegelung mit Glasplatten beim M 159. Beim Einbruchversuch durch Aufbohren verriegelt die dabei zerstörte Glasplatte die Tür unwiderruflich. Bis hier hin und doch weiter Das Modell der Relativistischen Raumvorstellung erleichtert das Verständnis vom Machtund (eingebildeten) Kompetenzbereich der Schutzperson im Verhältnis zum Personenschützer Von Stefan Bisanz Im November 2010 wird in London der britische Autosport-Funktionär Bernie Ecclestone mit seiner Frau auf dem Weg vom Auto zum Hauseingang überfallen. Die Täter entreißen ihnen Schmuck für mehrere Tausend Euro, Ecclestone selbst wird erheblich verletzt. Auf Personenschutz will er künftig dennoch verzichten. Seine Begründung: Ich habe ein bisschen Geld, aber ich fühle mich nicht als Zielscheibe. Der eigentliche Grund: Er will die eigene Handlungsautonomie nicht an Personenschützer übergeben. Er will selbst bestimmen. Und dieser Antrieb ist stärker als die eigene Sicherheit. Wer kontrolliert wen? Jeder Mensch, auch und gerade Schutzpersonen, verfügen über eine Persönlichkeitssphäre, zu der auch ein Macht- und Kompetenzbereich gehört. Darin nimmt jeder für sich ob berechtigt oder nicht in Anspruch, ganz besondere Kompetenzen oder Macht zu besitzen, beispielsweise mit Blick auf die Erziehung der Kinder, Finanzen, Beruf, Hobbys aber eben auch Sicherheit. Der Personenschützer verfügt über eine objektive berufliche Sicherheitskompetenz, sie ist vertraglich vereinbart. Daraus ergibt sich eine besonders sensible Schnittmenge. Sie bedeutet, dass der Personenschützer bei seiner täglichen Arbeit mit seiner Kompetenz in die Persönlichkeitssphäre der Schutzperson eindringen muss. Er überschreitet also die Sphärengrenze. Und das bedeutet, dass die Schutzperson die Handlungsautonomie für ihren Bereich Sicherheit abgibt und dass der Personenschützer die Kontrolle über die Situation stellvertretend für die Schutzperson übernimmt, kurz: Der Personenschützer kontrolliert die Schutzperson. Ein schwerer Konflikt, denn bekanntlich empfinden Schutzpersonen kaum etwas als unangenehmer, als dass jemand für sie die Kontrolle übernimmt. Das sind sie aus keinem anderen ihrer Lebensbereiche gewohnt. Und daher sanktionieren sie diese Grenzüberschreitung, oftmals über Dritte was zu weiteren Konflikten führen kann. Professionalisierungspotenzial Ein Weg, um diesen Konflikten zu begegnen, bevor sie entstehen, ist das Modell der Relativistischen Raumvorstellung, das ich zusammen mit Dr. Katja Lehwalder vom Fachbereich Dienstleistungen des Instituts für Grundlagen der Gesellschaftswissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität entwickelt habe. Insbesondere geht es dabei um das Professionalisierungspotenzial des Personenschutzes. Eine spannende soziologische Herausforderung. Dazu gehört die Definition dreier wichtiger Begriffe. Relativismus bedeutet: 24 Security insight 6/

14 Schwerpunkt: Personenschutz Schwerpunkt: Personenschutz Jeder Mensch, auch und gerade Schutzpersonen, verfügen über eine Persönlichkeitssphäre, zu der auch ein Macht- und Kompetenzbereich gehört. Entziehe dem Gegner Wahrheit ist relativ. Relativisten vertreten die Auffassung, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt. Raumvorstellung bezeichnet die Fähigkeit, etwa aus unterschiedlichen Perspektiven zu identifizieren. Diese drei Begriffe geben den Schutzpersonen den größtmöglichen Rahmen der Interpretation, Auslegung und eigenen Wahrheitsfindung. Wir müssen nicht unbedingt in die weite Welt blicken, um ein Beispiel für die Relativistische Raumvorstellung zu finden. Ein Jahr nach dem Amoklauf an einer Schule in Winnenden warb im Mai 2010 die Stuttgarter Landesregierung dafür, illegale Waffen abzugeben. Bei der Präsentation der Initiative fragte ein Journalist Innenminister Reinhold Gall nach seiner Einstellung zu Waffen, worauf dieser zum Entsetzen aller Anwesenden ins Schwärmen geriet. Er selbst weigere sich strikt, seine Waffen abzugeben, schließlich müsse er sich zur Wehr setzen können, wenn jemand mit dem Messer auf mich losgeht. Dass das Personenschützer übernehmen könnten, SI-Autor Stefan Bisanz war seit 1979 bei unterschiedlichen bundesbehördlichen Sicherheitsorganisationen in leitender Funktion für den Personenschutz und die Ermittlung von Sicherheitslagen tätig. Später war er Sicherheitsreferent bei Kreditinstituten im In- und Ausland sowie Niederlassungsleiter und Koordinator im Personenschutz bei namhaften Sicherheitsunternehmen. Heute ist er Geschäftsführer von Consulting Plus (www.consulting-plus.de) sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Personenschutz. Foto: fotokalle - Fotolia.com lehnt Gall seit Jahren ab. Wie wenig die taugen, habe schließlich 2007 die Attacke einer Studentin gezeigt: Wenn man dem Günther Oettinger eine Torte auf die Brust werfen kann, dann weiß ich eigentlich schon alles. Und die Personenschützer machen erstaunte Gesichter. Offen bleibt die Frage, ob Gall mit seiner Neun-Milimeter-Pistole oder seinem Smith-&-Wesson-Revolver, Kaliber 22, auf die Tortenwerferin gezielt hätte. Vom Krümmen des Fingers einmal ganz abgesehen. Das Beispiel zeigt den (eingebildeten) Kompetenzbereich nur allzu deutlich auf: Der Minister will die Kontrolle über die Situation nicht abgeben. Drei Zielgruppen Was hilft uns nun aber die Erkenntnis zum Modell der Relativistischen Raumvorstellung im Zusammenhang mit dem Personenschutz? Es gibt drei Zielgruppen, die daraus Handlungsmöglichkeiten für sich ableiten können. Die Schutzpersonen Es ist nicht förderlich, wenn wir mit unserer Schutzperson ausschließlich über unsere guten Schießergebnisse sprechen oder über abstrakte Gefährdungen. Schutzpersonen sind auch daran interessiert, Hintergrundwissen zum Personenschutz zu erlangen. Ich habe gelernt, dass Schutzpersonen mit Themen, von denen sie Kenntnis haben, bewusster umgehen. Das bedeutet, dass sie bei der nächsten Sanktionierung einer Grenzüberschreitung zumindest wissen: Okay, jetzt befinde ich mich in der Situation Relativistische Raumvorstellung, und ich mache das gerade, weil Die Personenschutz-Verantwortlichen Personenschutz-Verantwortlichen könne mit Kenntnis des Modells die Ursachen für Konflikte oder Beschwerden der Schutzperson über das Verhalten der Personenschützer leichter erkennen. Hat der Personenschützer einen Fehler begangen oder hat er nur seinen vertraglichen Auftrag erledigt? Hat der Personenschützer für seinen Auftrag eine Grenze überschritten und resultiert daraus die jetzige Sanktion? Die Personenschützer Auch für den Personenschützer selbst ist es eine andere Ausgangslage, wenn er erkennt: Okay, da bin ich jetzt nicht persönlich gemeint. Ich habe meinen Auftrag durchgeführt mit dieser Konsequenz. Aber im Prinzip habe ich mich richtig verhalten. Es handelte sich um eine notwendige Grenzüberschreitung, und jetzt ereilt mich das Sanktionsverhalten meiner Schutzperson. Natürlich darf das Modell nicht als Freibrief für jegliches Fehlverhalten der Personenschützer herhalten. Die Kenntnis von der Relativistischen Raumvorstellung erklärt das Verhalten der Schutzperson in der einen oder anderen Situation und erleichtert möglicherweise den Umgang mit ihr. die Rolle des Akteurs Zur erfolgreichen Entwaffnung von Angreifern mit Kurzwaffen Von Daniel Schrader Je gefährlicher die Situation, desto unwahrscheinlicher ihr Eintritt. Dies gehört zur Grunderkenntnis aller Sicherheitskräfte, vor allem der Personenschützer. Dass es beispielsweise zu einem Schusswaffen-Attentat auf eine Schutzperson kommt, ist unwahrscheinlicher als faule Eier werfende Demonstranten. Und die wiederum kommen in der Praxis seltener vor als Beschimpfungen auf einer Hauptversammlung. Was die Ausbildung und die Arbeitspraxis von Personenschützern so schwierig macht, ist, dass sie sich dennoch auf diese Situationen vorbereiten und grundsätzlich auch damit rechnen müssen. So ist es auch mit Angreifern mit Kurzwaffen wahrscheinlich wird die Schutzperson niemals mit ihnen konfrontiert. Dennoch muss der Personenschützer die Entwaffnung solcher Gewalttäter aus dem Effeff beherrschen und entsprechend trainiert werden. Die erfolgreiche Entwaffnung von Angreifern mit Kurzwaffen fußt auf vielen Parametern. Außerdem können die Dynamik der Situation, die Rahmenbedingen und die persönliche Motivation letztlich nicht nachgespielt werden. Worin besteht dann über- Intelligente Waffenverwahrung Mit der Fachanlage weapon bietet KEMAS eine spezielle Lösung zur sicheren und rundum intelligent überwachten Verwahrung von Lang- und Kurzwaffen, Handmunition und Zubehör. Der innovative Systemansatz von KEMAS basiert darauf, die zu verwahrenden Objekte zu vereinzeln und über maschinenlesbare Merkmale wie z. B. RFID-Identifikation bei der Hinterlegung im Depot, während der gesamten Dauer der Verwahrung bis zur Entnahme eindeutig intelligent zu erkennen, Intelligente Depot- und Managementsysteme haupt der Sinn eines solchen Trainings? Zum einen: Wenn es eine Chance gibt, den Angreifer zu entwaffnen und sei sie auch noch so gering, dann muss sie genutzt werden. Zum anderen: Es ist zu verhindern, dass der Angreifer weitere Schüsse zu protokollieren und zu sichern. Da eine Waffe einer Person und somit einem Fach zugeordnet werden kann, sind Verantwortlichkeiten im Ernstfall klar zuordenbar. Die KEMAS-Lösung kann in alle führenden Management-Systeme integriert werden. Vorteile: protokollierter Zugriff klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten sichere Ablage und Verwahrung von Waffen 24/7 Verfügbarkeit abgeben kann, denn die Schutzperson, der der Angriff gegolten hat, oder die weiteren Sicherheitskräfte, die vielleicht ins Schussfeld geraten sind, könnten ja überlebt haben. Andere Gründe für das Trainieren von Entwaffnung gibt es nicht! Um die (geringe) Chance überhaupt nutzen zu können, muss der Personenschützer mental und physisch auf den Eintritt dieser Gefahr eingestellt sein. Nur dann ist es möglich, antrainierte Handlungsmuster im Ernstfall abzurufen. Weitere Faktoren sind die eigene mentale Verfassung allgemein und in der konkreten Situation sowie die Motivation zur Handlung selbst. Und natürlich spielen die äußeren Umstände eine Rolle: Ist man der einzige Personenschützer? Befindet man sich in Security insight 6/

15 Schwerpunkt: Personenschutz Veranstaltungen SI-Autor Daniel Schrader (r.) beim Entwaffungstraining einem geschlossenen Raum? Befinden sich andere in unmittelbarer Umgebung? Die Auseinandersetzung mit einer solchen Situation heißt, dass man vorbereitet ist und sich somit insgesamt kompetenter verhalten kann, als wenn man sich gedanklich eben nicht damit befasst hat. Es erhöht die Chance auf Erfolg. Vorbereitet sein Vorbereitet ist man, wenn man sich bewusst gemacht hat, dass die Waffe auf verschiedene Distanzen mit schnellen Richtungswechseln erhebliche Verletzung anrichten kann und dass es zur Abwehr einer Arbeitsdistanz bedarf, die die Armlänge des Verteidigers als Maß hat. Die Entwaffnungsmaßnahmen müssen gegen die kurze Bewegung des Abkrümmens des Schussfingers arbeiten, was aus sich selbst heraus ein zeitliches Problem bedeutet. Vorbereitet ist man, wenn man sich mit der möglichen Situation auseinandergesetzt hat, indem man ihre Gefährlichkeit erkennt sowie sie im Geiste (und später im Training) durchspielt. Außerdem muss man sich mit der eigenen Angst und den begleitenden Stresssymptomen auseinandersetzen. Und man muss Bescheid wissen über deeskalierendes Verhalten und es verinnerlichen. Zudem muss die Einstellung stimmen: grundsätzlich lebensbejahend und zu gegebenem Anlass kämpferisch. Falsch wäre beispielsweise die Einstellung: Ich kann ja sowieso nichts ausrichten. Ein so vorausschauender Abwehrgriff ist nur möglich, wenn man sich auf die Situation mental vorbereitet hat. Überspitzt formuliert, ist das ressourcenarmer Optimismus. Die richtige Einstellung könnte sein: In jeder Situation gibt es Handlungsmöglichkeiten. Hier gehen wir von einem überlebensgetriebenen Optimismus aus. Vorbereitet sein kann helfen, die Nerven nicht zu verlieren, nicht unkontrolliert zu handeln und keine Opferrolle einzunehmen und eben auch kein konfliktförderndes Verhalten an den Tag zu legen. Es hilft, Angst als negatives Gefühl zu erkennen, das ungewollte körperliche Reaktionen nach sich zieht und den Überlebenswillen in Passivität verwandelt. Problemorientiertes Verhalten ist dann nicht mehr möglich. Die Übernahme der Führung der Situation kann so nicht gelingen. Führung bedarf der Kontrolle des eigenen Denkens, klare Lageerfassung, Entschlussfassung und Umsetzung. Und das alles in Bruchteilen von Sekunden. Nicht zu vergessen, dass Angriffssituationen sehr dynamisch sind, was die ständige Neubewertung des Geschehens nötig macht. Natürlich wissen wir, dass viele dieser Prozesse unbewusst ablaufen. Das Training ist somit auch die Programmierung des Unterbewusstseins. Aktion statt Reaktion Ausgehend davon, dass der Mensch mindestens 100 Millisekunden braucht, um eine Abwehrreaktion zu zeigen, ist die Umkehr der Situation beziehungsweise die Nutzung des Überraschungsvorteils folgerichtig, um dem Angreifer einen Nachteil zu bringen. Unter Ausnutzung von Ablenkung und vagotonem Schock beginnt die Aktion, die den Angreifer überraschend, schnell und mit aller Aggressivität trifft. Jetzt ist der Angreifer gezwungen zu reagieren. Durch Ablenkung, Überraschung und Schnelligkeit sollen möglichst noch mehr als 100 Millisekunden herausgeholt werden. Die Reaktion beim Angreifer ist mit einer kurzen Bewegung des Abzugsfingers sofort umgesetzt, währenddessen der Verteidiger für seine Aktionen mehr Zeit zur Neutralisierung der Situation braucht, als das Abkrümmen des Abzugsfingers dauert. Fazit: Der Täter muss durch Überraschung und Schnelligkeit unter Ausnutzung von Ablenkung in die reagierende Rolle gezwungen werden. Grundsätze der Entwaffnung Die hier nicht vollständig aufgezählten Grundsätze sollen einfach zu merkende Kriterien darstellen, die für einen Handlungserfolg zwingend sind: Entwaffnung nur in Nahdistanz möglich, also: Möglichkeiten der Distanzverkürzung nutzen Ablenkung des Angreifers nutzen (unter Umständen Ablenkung schaffen) Im richtigen Moment überraschend, schnell und aggressiv handeln Schussrichtung der Waffe einkalkulieren und kontrollieren Situation kontrollieren (also Waffe und/oder Gegner) Nie aufgeben! Verwendete Literatur Dr. Füllgrabe: Psychologie der Eigensicherung, Stuttgart 2011 Keith R. Kernspecht: Vom Zweikampf, 1994 Christian Braun: Selbstverteidigung, Aachen 2008 SI-Autor Daniel Schrader ist seit sechs Jahren Ausbilder an der Sicherheitsakademie Berlin, unter anderem für waffenlose Selbstverteidigung. Dort hat neben den klassischen Themen solcher Ausbildungen die Selbstverteidigung in Verbindung mit Szenario-Training einen hohen Stellenwert. Menschenleer und voller Leben Berliner Expertenrunde beleuchtet Sicherheitsanforderungen von Schulen und leerstehenden Immobilien Schulen und leerstehende Immobilien sind völlig gegensätzliche Objekte. Voll sprühenden Lebens die einen (zumindest jenseits der Ferien), nahezu ausgestorben die anderen. Die vielleicht einzige Gemeinsamkeit ist, dass es in beiderlei Objekten spezifische Sicherheitsprobleme geben kann, für die ebenso spezifische Maßnahmen präventiv getroffen werden müssen. Bei Schulen ist in den vergangenen Jahren Amok- und Gewaltprävention in den Fokus gerückt, das Leerstands-Management muss gegen Vandalismus und unbefugte Besucher wirken. Für beide Felder der Gebäudesicherheit hatte jüngst die VPSitex Deutschland GmbH in Zusammenarbeit mit der britischen Wirtschaftsförderungseinrichtung UK Trade & Invest zu zwei Expertenrunden in die britische Botschaft in Berlin eingeladen. Das Unternehmen mit Muttergesellschaft in Großbritannien ist Spezialist für technische Sicherungskonzepte und -lösungen rund um die Immobilie und mit über 30 Jahren Erfahrung ein kompetenter Partner für alle erforderlichen Maßnahmen im Gebäudemanagement und den damit verbundenen technischen Sicherheitssystemen. So unterschiedlich die Objekte, so unterschiedlich auch die Teilnehmer der beiden Expertenrunden, die in Carsten Baeck von der Deutschen Risikoberatung einen kompetenten Moderator gefunden hatten. Gekommen waren am Vormittag gut 30 Vertreter öffentlicher und privater Schulen sowie kommunaler Schulträger aus der Region Berlin-Brandenburg. Diskussionsteilnehmer Danny Freymark, CDU-Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, erklärte: Die Sicherheit in Schulen ist ein Querschnittsthema, bei denen alle Ressourcen der Politik, Wirtschaft, Polizei sowie der Nutzer und Kostenträger gebündelt werden müssen, um ein in sich stimmiges Sicherheitskonzept zu erstellen. Es gehe darum, die Schule als angstfreien Raum zu erhalten, betonte auch Bodo Pfalzgraf von der deutschen Polizeigewerkschaft. VPSitex-Vertreter Lars Petermann ergänzte: Für Maßnahmen der technischen Amokprävention an Schulen müssen genau so viel Mittel und Aufmerksamkeit bereitgestellt werden wie für Maßnahmen des Brandschutzes. Immerhin sind die Todesopfer und Auswirkungen bei Amokläufen beträchtlicher als bei Brandschäden. Die Expertenrunde am Nachmittag rückte den Schutz vor Vandalismus, Einbruch, Diebstahl bei leerstehenden Immobilien und Baustellen in den Fokus. Vor allem eine Erkenntnis zeigt, warum das Thema Eigentümern, Betreuern und Verwaltern von Liegenschaften auf den Nägeln brennt: Nichtstun führt häufig zu immensen Folgeschäden. Wegen des Kostendrucks und steigender Kriminalität sahen die Experten in Berlin die Notwendigkeit, Lösungen in Kombination aus Mensch und Technik zu schaffen. Zahlreiche Interessierte hatten den Weg in die britische Botschaft nach Berlin gefunden. Zwei Vorrichtungen spielen dabei eine wichtige Rolle: VPSitex bietet spezielle und robuste Stahlelementen für Türen und Tore an, die verhindern, dass Unbefugte die leerstehenden Gebäude überhaupt betreten können. Zum anderen gibt es eine autarke Alarmanlage, die keine Strom- und Telekommunikationsleitungen benötigt und deren Batterien jahrelang halten. Im Ernstfall kann eine automatische Sprachansage Eindringlinge abschrecken. Insbesondere ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Polizei und zuverlässigen privaten Sicherheitsdiensten notwendig, um optimale Sicherheit zu gewährleisten, so Pfalzgraf. In Deutschland arbeitet das Unternehmen dabei unter anderem mit dem Sicherheits-Dienstleister Securitas zusammen. Mögen also Schulen und leer stehende Immobilien ein Gegensatz sein VPSitex kennt sich offensichtlich mit jeder Eigenart von Gebäuden aus. HD 28 Security insight 6/

16 Veranstaltungen Pfiffigkeit ohne Konzernbudget Nichts wirklich Neues auf der Security 2012? Von wegen! Wolfgang Bayers Messerundgang jenseits des Mainstreams Keine Revolutionen, sondern Verbesserungen im Detail wie in den Jahren zuvor waren auch bei der zurückliegenden Ausgabe der Weltleitmesse Security in Essen viele Trends und Entwicklungen vorhersehbar. Die erwartete fortschreitende Systemintegration auf benutzerfreundlicheren Bedienoberflächen war allerorten ebenso zu beobachten wie die Leistungssteigerung vieler Systeme in immer schneller aufeinanderfolgenden Entwicklungszyklen. Doch auch abseits des Mainstreams ließen sich interessante Entdeckungen machen, wie unser Autor auf seinem Messerundgang feststellte. Es war viel los auf der Security Gerade die kleineren Aussteller haben wieder einmal gezeigt, dass es nicht immer der finanziellen und personellen Ressourcen eines Konzerns bedarf, um pfiffige Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die einen überraschenden Neuansatz zur Problemlösung darstellen. Oft kommen diese Neuerungen völlig unspektakulär daher und laufen Gefahr, zwischen den großen Showbühnen und Multimedia-Darstellungen übersehen zu werden. Gerade auch die Bewerbungen um den zum dritten Mal verliehenen Security Innovation Award haben gezeigt, dass Kundennähe, Praxisorientierung, Fantasie und Kreativität Produkte hervorbringen, die in der Lage sind, die Probleme des Alltags ein Stück weit zu lösen und den Anwendern in den betrieblichen und öffentlichen Sicherheitsorganisationen das Leben spürbar zu erleichtern. Schließtechnik Ein Beispiel dafür ist die selbstsichernde Stulpschraube der Invictus AG. Viele Sicherheits-Verantwortliche und Facility Manager kämpfen bekanntlich mit dem Problem des Wildwuchses in ihren Schließanlagen, denn jeder, der über Foto: Rainer Schimm/Messe Essen GmbH einen passenden Schlüssel und einen handelsüblichen Schraubendreher verfügt, kann Schließzylinder ein- und ausbauen. Die Folge ist oft ein komplettes Durcheinander im Schließsystem und eine sehr aufwändige Schließanlagen-Revision, bei der alle Zylinder ausgebaut und anhand der Seriennummer identifiziert werden müssen. Besagte Stulpschraube kann nur mit Spezialwerkzeug gelöst werden und bietet darüber hinaus auf Grund der Selbstsicherung den Vorteil, dass sie sich nicht von selbst losrütteln kann. Die kostengünstige Lösung eines alten und weit verbreiteten Problems, die mit einem Sonderpreis bedacht wurde. Eines anderen Problems der Schließtechnik hat sich die Lock Your World GmbH angekommen. Elektronikzylinder hatten bisher den Nachteil, dass regelmäßig die Batterien zu wechseln waren, je nach der Häufigkeit der Schließvorgänge sogar schon nach einem Jahr. Bei größeren Schließanlagen ein ärgerlicher Kostenfaktor und enormer Zeitaufwand. Beim System pylocx kommt die Energie vom Transponder und wird beim Kontakt mit dem Schließzylinder übertragen. Der Transponder selbst wird wie ein Mobiltelefon über ein USB-Anschlusskabel einfach geladen und bietet darüber hinaus einen entscheidenden Sicherheitsvorteil: Er ist mit einer PIN-Code-Tastatur ausgestattet und ermöglicht Zutritt nur in Verbindung mit der PIN. Ein verloren gegangener Transponder ist daher kein Sicherheitsrisiko mehr. Das System ist nicht nur in Türschließungen einsetzbar, sondern auch zum Schließen von Schlüsseltresoren, in Möbelschlössern und vielen weiteren Anwendungen. Genügend Argumente zur Verleihung des Innovation Awards. Videoüberwachung Bei der Videotechnik waren in diesem Jahr keine revolutionären Neuerungen zu erwarten. Wer den Markt in den beiden letzten Jahren verfolgt hat, weiß, dass es zwar enorme Leistungssteigerungen und Verbesserungen bei Komponenten und Systemen gegeben hat. Von einer echten Innovation jedoch keine Spur. Überrascht hat daher die Syperion GmbH & Co. KG. Das wirklich Neue ihres Systems Fovea ist der rotierenden Spiegel, auf den eine fest eingebaute Kamera blickt, sowie ein neues vektorbasiertes Auswerteverfahren. Damit ist die gleichzeitige Bewegungsdetektion im 360-Grad-Winkel auch auf große Entfernungen möglich mit erstaunlich geringer Fehlalarmrate und hoher Erkennungssicherheit. Ein besonderer Vorteil: Alle Kamerasysteme sind einsetzbar, auch Wärmebildkameras. Derzeit laufen viel versprechende Feldversuche bei der Überwachung großer Geländeabschnitte und zur automatischen Waldbranddetektion. Veranstaltungen Das Neue des Systems Fovea von Syperion ist der rotierenden Spiegel, auf den eine fest eingebaute Kamera blickt, sowie ein neues vektorbasiertes Auswerteverfahren. Unser Autor Wolfgang Bayer ist geschäftsführender Gesellschafter der Bayer Security Consulting & Services GmbH (www.b-s-c-s.de) und Mitglied der Jury des Security Innovation Awards. Brandschutz In Sachen Brandschutz sind zwei Trends deutlich zu erkennen: die Nutzung von Wassernebel als Löschmittel (vor zwei Jahren noch ein Novum) und die Absenkung des Sauerstoffgehalts in IT-Bereichen. Besonders interessant ein System der Telesto Deutschland GmbH, die seit Februar ein Wassernebelsystem für handelsübliche Handfeuerlöscher anbietet. Den Security Innovation Award auf diesem Gebiet erhielt jedoch ein System, das auf Grund seines enormen Risikosenkungspotenzials und der einfachen Handhabung wohl bald vielerorts Einzug halten dürfte. Es ist die Antwort auf uralte Probleme im Zusammenhang mit Handfeuerlöschern, die in großen Gebäuden oft genug verschwinden, sodass im Ernstfall niemand so recht weiß, wo sich der nächste Feuerlöscher befindet. Die eps Vertriebs GmbH bietet nun ein Überwachungs- und Alarmierungssystem für Handfeuerlöscher mit Entnahmedetektion, Wartungsanzeige sowie optischer und akustischer Signalisierung des Feuerlöscher-Standorts. Optional kann das System auch an Sicherheits-Management-Systeme angebunden werden, sodass die Feuerlöscher auch mit Hilfe einer grafischen Oberfläche überwacht werden können. Großveranstaltungen Üblicherweise spiegeln neue Produkte auf der Security auch aktuell drängen- Feuerschutz und Sicherheitstechnik GmbH Gaslöschanlagen NOVEC1230 ARGONITE FM200 CO2 Sprinkler-, Sprühwasser- Wassernebellöschanlagen/ Feinsprühsysteme Brandmeldeanlagen mit Vernetzung über IP EDV Infrastruktur HT Protect Feuerschutz und Sicherheitstechnik GmbH Telefon: Telefax: Security insight 6/

17 Veranstaltungen Veranstaltungen Design und Funktion neu definiert: OBID myaxxess Die neue Terminal-Generation für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung. Unscheinbar, aber effektiv gegen Durcheinander im Schließsystem: die selbstsichernde Stulpschraube von Invictus. Kaba Gallenschütz hat mit Ortheus detect ein Detektionssystem zur Erkennung selbst winziger Mengen verbotener Substanzen mit Hilfe der Ionen- Moblitäts-Spektrometer-Analyse in eine Personenschleuse eingebaut. Beim System pylocx von Lock Your World kommt die Energie vom Transponder und wird beim Kontakt mit dem Schließzylinder übertragen. Die eps Vertriebs GmbH zeigte ein Überwachungs- und Alarmierungssystem für Handfeuerlöscher mit Entnahmedetektion. Weitere Informationen: Informieren Sie sich über die Lösungskombinationen unserer aktuellen Hard- und Software. Komplettlösungen für Workforce Management und Security Solutions Consulting, Software, Hardware, Service de Probleme wider. Dieses Jahr boten viele Anbieter Neues gegen Gefahren bei Großveranstaltungen und großen Menschenansammlungen. Ein interessanter Lösungsansatz kommt vom Forschungsunternehmen AIT aus Österreich, das ein Crowd-Control-System vorgestellt hat, mit dessen Hilfe sich Personenströme mit Detektoren automatisch erfassen und kritische Personenkonzentrationen prognostizieren lassen, deren Verlauf sich in einzelnen Bereichen obendrein vorbe- Deutsche Sicherheitsindustrie diskutierte Marktchancen in China Mit dem wachsenden Wohlstand steigt das Sicherheitsbedürfnis in China sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch der privaten Haushalte. Sicherheitstechnik und -Know-how made in Germany ist dabei besonders gefragt. Nicht umsonst hatte die Messe Essen während der vergangenen Security zusammen mit dem German Technologies Center (GTC) Branchenvertreter dazu eingeladen, die Marktchancen für die deutsche Sicherheitsindustrie in China zu diskutieren. Der chinesische Markt ist groß, doch auch die Herausforderungen für deutsche Mittelständler sind jedoch enorm ob kulturell, organisatorisch oder sprachlich. So kann bereits die Suche eines verlässlichen, vertrauenswürdigen und leistungsfähigen Vertriebspartners oder Lieferanten in China zu erheblichen Missverständnissen und Enttäuschungen führen. Das unterstrichen GTC-Präsident Prof. Ulf Stremmel (auf dem Foto 2. v. r.) und der stellvertretende Leiter Konzernsicherheit der Daimler AG, Michael Volle (l.), in ihren Keynotes über Erfahrungen beim Markteintritt in China. Die chinesische Unternehmerin Dongfu Kahrs (3. v. l.) wies darauf hin, dass Kenntnisse der politischen Strukturen und der hierarchisch kompliziert angelegten Entscheidungsebenen Grundvoraussetzung für die Vorbereitung des Markteintritts sind. Ein stark ausgeprägter Personenfokus mache es notwendig, viel Zeit in die Beziehungsarbeit mit Vertriebspartnern und Lieferanten zu investieren, um eine Vertrauensbasis aufzubauen. Um all diese Schwierigkeiten möglichst schnell abzubauen, ist das Shanghai Technology Exchange Centers (SITEC) im Auftrag der chinesischen Zentralregierung angehalten, jegliche Prozesse der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zielorientiert zu unterstützen und die Ansiedlungspolitik zu vereinfachen und zu normieren, versicherte Direktor Ruhe Yu (3. v. r.). rechnen lässt. Durch Anbindung von Steuerungssystemen (etwa Abschrankungen, Signale, Tore) lassen sich die Personenströme auf Grundlage der Messungen und Berechnungen automatisch steuern und kanalisieren. Das System wurde in Österreich in Pilotprojekten, darunter auch im ÖPNV, erfolgreich eingesetzt. Ein anderes Produkt stellte in diesem Zusammenhang Hella Industries vor: ein in Zugangsbereichen schnell installiertes Personenzählgerät, das in der Lage ist, Kooperationspartner in Deutschland ist GTC, das deutsche Unternehmen beim Markteintritt in China unterstützt. Es arbeitet an der Entwicklung standardisierter Verfahren der Markterschließung, begleitet koordinierend den internationalen Technologietransfer und das Marketing und bietet umfangreiche Trainings und Seminare für breite Themenkreise unterschiedlichster Branchen an. Das Interesse an der Veranstaltung hat gezeigt, dass sich auch die deutsche Sicherheitsindustrie dem Reich der Mitte öffnet. OBID myaxxess flatone Contactless Payment Reader Flächenbündiger Einbau eines RFID-Lesers in Automaten aus Metall. Unmöglich? Auf jeden Fall möglich! t EMV Level 1 Zertifizierung t Nahezu flächenbündiger Einbau in Automaten aus Metall t Contactless epayment mit Kredit- und Debitkarten t Für den Einbau in Verkaufsund Ticketautomaten, Kiosksysteme und Ladestationen OBID RFID by FEIG ELECTRONIC FEIG ELECTRONIC GmbH Lange Straße 4 D Weilburg Phone: Fax: Security insight 6/

18 Veranstaltungen Veranstaltungen auf einer Zugangsbreite von bis zu vier Metern ein- und ausgehende Personen zu zählen und gleichzeitig die Anwesenden zu bilanzieren. Nach Herstellerangaben erreicht das System eine Zählgenauigkeit von über 98 Prozent, was auf jeden Fall der Sicherheit im Sinne der Versammlungsstättenverordnung genügt. Die Investitionskosten dürften sich nach wenigen Einsätzen amortisieren, wenn man die Kosten der herkömmlichen Personenzählung mit Personal und Handzählern dagegenrechnet. Eine andere Herausforderung ist die Alarmierung oder Warnung einer großen Menschenmenge bei akuter Gefahr. Insbesondere des Amokalarms haben sich wie schon vor zwei Jahren einige Unternehmen angenommen. Die Telefonbau Arthur Schwabe GmbH & Co. KG bietet mit dem ARUTEL -Portal ein Amok-Alarmierungssystem für Schulen und ähnliche Objekte mit der Möglichkeit, unterschiedliche Alarmierungsund Empfängersysteme zu verwenden. Gleichzeitig können mit dem System 800 Teilnehmer verständigt werden. Detektion Ebenfalls ein aktuelles Thema ist die Detektion von Sprengstoff, Drogen und anderen kritischen Substanzen. Viele suchen hier nach Lösungen jenseits des Spürhunds und der traditionellen Röntgentechnik. Zwei Anbieter haben interessante Ansätze gefunden. Kaba Gallenschütz hat mit Ortheus detect ein Detektionssystem zur Erkennung selbst winziger Mengen verbotener Substanzen mit Hilfe der Ionen-Moblitäts-Spektrometer-Analyse in eine Personenschleuse eingebaut. Es bleibt zu hoffen, dass diese viel versprechende Innovation ein wichtiger Schritt hin zu einer menschenwürdigen Sicherheitskontrolle auf Flughäfen oder in sonstigen Sicherheitsbereichen ist und auch dazu dienen kann, die personalaufwändigen Röntgenkontrollen zu ersetzen. Eine andere Methode, die innovativ zur Aufspürung von Sprengstoff und Drogen eingesetzt wird, ist die Terahertz-Spektrometer-Analyse ( Messung des spektroskopischen Fingerabdrucks einer Substanz). Die Hübner GmbH hat auf Grundlage dieses Messverfahrens ein System entwickelt, das die definierten Substanzen in Briefen aufspüren und selbstständig melden kann. Es stimmt also ganz und gar nicht, dass auf der Security keine Innovationen zu finden waren. Ihnen fehlt nur oft die Unterstützung professioneller Marktschreier. Auf akademischem Weg zur praktischen Sicherheit Eine Konferenz der ZukunftsAgentur Brandenburg informierte über die glänzenden Perspektiven der Sicherheitsforschung Ob Sicherung Kritischer Infrastrukturen, Lebensmittelversorgung im Krisenfall oder Eindämmung von Ressourcendiebstahl die Sicherheits-Herausforderungen sind ebenso vielfältig wie die Anforderungen an die technischen und organisatorischen Maßnahmen. Um dem zielgerichtet begegnen zu können, ist Sicherheitsforschung unabdingbar. Das Thema stand im Mittelpunkt der Nationalen Querschnittsthemen- und Handlungsfeldkonferenz zur Sicherheitsforschung durch private Sicherheitsbedarfsträger, die die ZukunfsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg (MWE) Ende Oktober im Zentrum für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz in Wildau veranstaltete. In keiner deutschen Region gibt es so viele Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten, die sich mit dem Thema Sicherheit beschäftigen, wie in der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg. Deshalb liege es nahe, dass gerade die ZAB mit ihrer Transferstelle Sicherheitswirtschaft eine solche Konferenz veranstalte, so Projektmanager Alexander Krause: Wir wollen Wege finden, wie wir unsere Sicherheitsprobleme in den Griff bekommen. Tatsächlich gebe es keine Lösungen out of the shelf, sondern für jedes Sicherheitsproblem müssten beispielsweise durch Forschung individuelle Konzepte gefunden werden. Ein Beispiel: Die Deutsche Bahn hat 2011 in über Fällen von Kupferund Stahldiebstahl rund 15 Millionen Euro aufwenden müssen, um Schäden zu beheben. Dagegen eingesetzt wird inzwischen unter anderem künstliche DNA, von der Philipp Cachée von der ATG Sitec GmbH berichtete. Die Einsatzfelder dafür wachsen, aber auch die Anforderungen. Hier stehen einem Unternehmen wie unserem allerdings nicht genügend finanzielle Ressourcen zur Ausweitung oder Weiterentwicklung zur Verfügung. Hier kann geförderte Sicherheitsforschung Abhilfe schaffen. Das Engagement Brandenburgs und Österreichs Das Land Brandenburg ist auf diesem Gebiet über die ZAB höchst aktiv. Die Alexander Krause Dr. Jens Unruh Philipp Cachée Innovationsstrategie, die man sich zum Teil mit Berlin teilt, fußt auf neun Handlungsfeldern und Leitbranchen, so genannten Clustern. Diese haben laut Clustermanager Jürgen Vogler eine herausragende Bedeutung für Brandenburgs Wirtschaft und finden zudem Beachtung auf nationaler wie internationaler Ebene: Die Cluster schaffen innerhalb der unterschiedlichsten Aktivitäten für die Akteure in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft eine Plattform, um sich enger miteinander zu vernetzen. Dr. Jens Unruh, ZAB-Teamleiter Innovation, gab eine Übersicht über die konkreten Fördermöglichkeiten Brandenburgs, die sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen richten, beispielsweise in Form von Innovationsgutscheinen sowie der Förderung von Innovationsassistenten und anderer Forschungsund Entwicklungstätigkeiten. Insgesamt erstreckt sich das Fördervolumen auf Ministerialrat Dr. Gernot Grimm Jürgen Vogler 34 Security insight 6/

19 Veranstaltungen Einzelhandel gut 25 Millionen Euro pro Jahr. Es gib also gute Chancen für gute Projekte, so Unruh. Auch Österreich gehört zu den Ländern, die ein eigenes Förderprogramm zur Sicherheitsforschung aufgelegt haben. Laut Keynote-Speaker Ministerialrat Dr. Gernot Grimm, Leiter Stabsstelle für Technologietransfer und Sicherheitsforschung im österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, habe sich die Entscheidung als nachhaltig für die Akzeptanz des Programms namens KIRAS herausgestellt, sämtliche Stakeholder von Anfang einzubinden. In den 17 seit 2006 abgehaltenen Ausschreibungen wurden 369 Projekte eingereicht, von denen rund ein Drittel abgelehnt wurde. Die Gesamtkosten der Projekte habe rund 65 Millionen Euro betragen, wobei das Fördervolumen rund 45 Millionen Euro betragen habe. Das Wirtschaftsvolumen sei mit 90 Millionen Euro doppelt so groß. Es seien über Arbeitsplätze geschaffen worden. Forschung und Praxis Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Darstellung von Beispielen aus der Forschungspraxis dazu, welche Forschungsaktivitäten, zum Teil in Prof. Sachar Paulus Marcus Heide Prof. Dr.-Ing. Frank Gillert Dr. Uwe Weigmann Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie, und Innovationspotenziale in Sachen Sicherheit es in Brandenburg bereits gibt. Dazu sprachen Prof. Sachar Paulus von der Fachhochschule Brandenburg und Prof. Dr.-Ing. Frank Gillert von der Fachhochschule Wildau. Der Frage, wie sich Sicherheit auf Basis quantitativer Daten messen lässt, geht derzeit das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) nach, das zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit WISIND einen Sicherheitsindikator für Deutschland entwickelt. Dieser soll laut Dr. Chase Gummer einen Beitrag dazu leisten, Stärken und Schwächen des nationalen Sicherheitssystems zu identifizieren und damit Informationen zur Entscheidungsfindung bieten. Alle Forschung nutzt freilich wenig, wenn sich daraus nicht eine Praxisrelevanz ableiten ließe beispielsweise für Flughäfen. Darauf wies besonders SECURITYinsight-Chefredakteur Marcus Heide hin: Es ist beschämend, dass im Jahre 11 nach dem 11. September die Abläufe der Personenkontrollen noch immer so erniedrigend sind. Dr. Uwe Weigmann von der Technologie Stiftung Berlin betonte, dass die Notwendigkeit zur Dr. Chase Gummer Heike Rau technologischen Innovation und damit Forschung auf diesem Gebiet darin bestehe, die Prozesse zu optimieren, um einerseits den Komfort für die Passagiere zu erhöhen und andererseits die Kosten für die Betreiber zu senken. Als Beispiel nannte er einen Vorfall am Münchener Flughafen, bei dem 2010 ein Passagier nicht auffindbar war, an dessen Laptop zuvor vermeintlich Sprengstoffspuren registriert worden waren der Flughafen wurde vier Stunden gesperrt. Hier könne ein Forschungsprojekt wie APFel (Analyse von Personenbewegungen an Flughäfen mittels zeitlich rückwärts- und vorwärts gerichteter Videodatenströme) Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob man in den Bildern der Videoüberwachung eine von einer Leitstelle identifizierte Person wiederfinden kann. Die Videoanalyse gibt Aufschluss darüber, welchen Weg eine zuvor markierte Person zurückgelegt hat und wohin sie möglicherweise gehen wird. Daraus lassen sich Maßnahmen zum präventiven Eingreifen ableiten. Ein anderes Praxisfeld für die Sicherheitsforschung ist der öffentliche Personennahverkehr, wo das Sicherheitsempfinden von Fahrgästen eine große Rolle spielt. Im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhabens SuSiteam wurde deshalb in unterschiedlichen Testfeldern (Land, Stadt, Metropole) das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste und die Wirkung unterschiedlicher Sicherheitsmaßnahmen detailliert untersucht, wie Heike Rau vom Verkehrsverbund Berlin- Brandenburg darlegte. Wichtig ist nicht, was wir tun, so Raus Fazit, sondern was davon die Fahrgäste wahrnehmen. Einig ist man sich bei der Einschätzung, dass Sicherheitsforschung eine wachsende Bedeutung einnehmen wird, wie auch die zahlreichen Forschungsprogramme auf nationaler und internationaler Ebene zeigen. Brandenburg ist damit auf der Höhe der Zeit. HD Einzelhandel im Visier der OK Die EuroCIS 2013 präsentiert modernste Präventions- und Sicherungslösungen zur Bekämpfung des Warenschwunds Bei geringer Marge schmerzt der Verlust von Material und Waren umso mehr. Das könnte das Motto des Einzelhandels sein, wenn es um das Thema Warenschwund geht. Um den einzudämmen, trifft sich die Branche bekanntlich seit vielen Jahren in Düsseldorf auf der EuroCIS, die im kommenden Jahr vom 19. bis 21 Februar stattfindet. Zunehmend problematisch wird für Handelsbetriebe die Organisierte Kriminalität: Bandendiebstahl und Diebstahl auf Bestellung, ausgeführt von professionell agierenden Tätergruppen. In Europa klagen inzwischen rund 42 Prozent der Händler über die signifikante Zunahme von Raubzügen organisierter Banden. Aber natürlich greifen auch die Kunden weiterhin zu, ohne zu bezahlen. Und Angestellte klauen ebenfalls kräftig. Betrügerisch agierende Mitarbeiter werden weltweit für einen Warenschwund in Höhe von knapp 42 Milliarden US-Dollar verantwortlich gemacht. Der verbleibende Rest an Verlusten ist auf betriebsinterne Fehler bei den Händlern selbst, außerdem auf Diebstahl und organisatorische Unzulänglichkeiten bei Lieferanten und Logistikdienstleistern zurückzuführen. Mit einem durchschnittlichen Schwund von 1,87 Prozent nehmen Bekleidungsartikel und Mode-Accessoires den Spitzenplatz unter den Branchen ein. Es folgen Kosmetika, Parfums sowie Gesundheitsund Schönheitsprodukte (1,79 Prozent). Auf Platz 3 stehen Autozubehör und Heimwerkerartikel (1,77). Angesichts dieser Zahlen erhöhen die Unternehmen ihre Investitionsetats für Schutzmaßnahmen, so die Messe Düsseldorf in einer Pressemeldung zur EuroCIS. Weil der Handel zunehmend in Sicherheit und Diebstahlprävention investiert, werden die entsprechenden Lösungsangebote auf der Messe natürlich wieder auf großes Interesse stoßen. Die europaweite Nummer eins als Fachmesse für IT im Handel stellt die neuesten Entwicklungen in der Sicherheitstechnik vor von mechanischer und elektronischer Artikelsicherung (EAS) über Zutrittskontrolle und Videoüberwachung bis hin zu automatisierten Bargeld-Handling-Systemen. Im Fokus insbesondere größerer Handelsunternehmen stehen dabei ganzheitliche Lösungen. Integrierte Logistik-, Warenwirtschafts- und Sicherheitssysteme entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewinnen merklich an Bedeutung, erklärt Frank Horst, Leiter des Forschungsbereichs Sicherheit im EHI Retail Institute. Jedes Unternehmen setzt dabei seine eigenen präventiven Schwerpunkte. Nach Erkenntnissen des Kölner Instituts allerdings spielt die Videotechnik für die Händler eine immer wichtigere Rolle. Inzwischen 86 Prozent der vom EHI befragten Handelsunternehmen in Deutschland (vorwiegend filialisierte Lebensmittelhändler, Drogeriemärkte, Baumärkte, Warenhäuser und Möbelhäuser) setzen auf die offene Kameraüberwachung ihrer Verkaufs- und Lagerflächen. Dabei profitieren sie vom rasanten technischen Fortschritt der letzten Jahre. So wird auf der EuroCIS 2013 die neueste Generation von IP-Anlagen zu begutachten sein. Gespannt sein dürfen die Fachbesucher auch darauf sein, was sie zum Thema Bargeld-Handling erwartet. Das Risko, Opfer von Raub oder Unterschlagung zu werden ist hoch. Viele Händler wollen daher die Bargeldprozesse automatisieren. Auf der Messe werden entsprechende Systeme präsentiert. Einen Schwerpunkt in Sachen Sicherheit bilden naturgemäß die Lösungen zur direkten Sicherung der Ware von EAS über spezielle Boxen, verschlossene Vitrinen bis hin zu Ketten-, Kabel- und Leinensicherungen. Solche Maßnahmen werden nicht sortimentsübergreifend, sondern zumeist punktuell eingesetzt. Inzwischen sind die EAS-Systeme technisch sehr ausgereift und in der Praxis sehr zuverlässig. Die Erkennungsraten der Antennensysteme steigen, außerdem werden die Etiketten kleiner. 36 Security insight 6/

20 Einzelhandel Einzelhandel Dezentral im schlanken Netzwerk Bildqualität auf Megapixel-Niveau und niedrige Datenlast geht das? Das Beispiel des Buxtehuder Kaufhauses Stackmann Die Aufklärungsquote beim Ladendiebstahl ist mit 92,9 Prozent sehr hoch. Ein Grund dafür ist sicherlich die Ausstattung vieler Einzelhandelsgeschäfte mit modernen Videoüberwachungssystemen. Doch um einen Langfinger eindeutig identifizieren zu können, bedarf es hoher Bildqualität im Megapixelbereich, damit die Bilder nicht verschwommen oder verpixelt dargestellt werden. Das Traditions-Kaufhaus Stackmann in Buxtehude setzt auf eine Videoüberwachungslösung von Mobotix. Die Crux dabei: Solche hochaufgelösten Bilder produzieren in der Regel enorm hohe Bildraten, die vorhandene Netzwerke überlasten würden. Generell ist die Annahme verbreitet, dass die Grundlage für die Installation eines hochauflösenden Videoüberwachungssystems immer ein hoch performantes und großzügig ausgelegtes Netzwerk mit hohen Bandbreiten ist. Denn die Daten der Videokameras werden zur Verarbeitung und Aufzeichnung auf einen zentralen PC geschickt und dort per Video-Management-Software weiterverarbeitet. Scheiden damit hochauflösende Videosysteme für etliche Unternehmen aus, deren Netzwerk zu geringe Ressourcen bereitstellt und bei denen Budgets für die Modernisierung nicht bereit stehen? Nein, denn neben klassischen zentralen Anlagen, die wegen der großen Anzahl an benötigten PCs für hochauflösende Systeme weniger geeignet und unrentabel sind, bietet ein dezentrales Konzept einen Ausweg aus dem Dilemma. Hohe Bildqualität trotz kleinen Netzwerks Gerade bei Unternehmen mit schmalbandigen Netzwerken eignen sich die Kameras von Mobotix auf Grund ihres so genannten dezentralen Konzepts optimal für den Einsatz. Hier ist in jede Kamera ein Hochleistungsrechner und bei Bedarf ein digitaler Langzeit-Flashspeicher (MicroSD-Karte) zur mehrtägigen Aufzeichnung integriert. Der PC beziehungsweise der Videoleitstand dient nur noch zum reinen Anschauen, nicht aber zum Auswerten und Aufzeichnen. Dies verhindert eine überfrachtete, teure Video- Management-Software, da die wesentlichen und rechenintensiven Funktionen bereits in den Kameras enthalten sind. Effiziente Video-Codecs, Bewegungsdetektion und Datenspeicherung von bis zu 64 Gigabyte direkt in der Kamera garantieren die prinzipiell geringste Netzwerklast. Mit diesem Konzept lassen sich also auch hochauflösende Sicherheitssysteme ohne große Netzwerk-Modernisierung realisieren. Dezentrales Konzept im Kaufhaus Stackmann Wettbewerbsfähigkeit im Einzelhandel setzt eine strenge Kostenkontrolle auf allen Ebenen voraus. Einer der größten Kostenfaktoren ist dabei der Ladendiebstahl. Im Traditions-Kaufhaus Stackmann in Buxtehude schrecken hochauflösende Mobotix- Kameras Ladendiebe ab oder überführen sie dank detaillierter Videobilder. Die Kameras wurden in das ohnehin vorhandene IP- Datennetzwerk integriert, als Videoserver werden Standard-PCs verwendet. Das intelligente Videosystem, das dabei zum Einsatz kommt, besteht aus 63 Kameras und liefert hochaufgelöste Bildqualität kombiniert mit minimierter Datenlast durch umfassende Möglichkeiten der Datenverarbeitung, Ereignisdetektion in der Kamera und Kompression der Datenstreams. Dies ermöglicht die gezielte Täternachverfolgung, die mit einer analogen Lösung kaum umsetzbar wäre: Ohne die Möglichkeit einer elektronisch unterstützten Analyse ist die Flut an Videomaterial, die in Einzelhandelsgeschäften täglich entsteht, nur schwer effektiv zu organisieren. Selbst wenn ein Dieb nicht in flagranti ertappt wird, kann er mit einer zeitlichen Verzögerung über die Auswertung des aufgezeichneten Videomaterials erkannt werden. So wurden bereits zahlreiche Diebe nachträglich von Polizeibeamten identifiziert und dingfest gemacht undenkbar bei schlecht aufgelösten Videoaufnahmen. In der analogen Technik besitzt ein Livebild nicht mehr als 0,4 Megapixel und ein aufgezeichnetes Bild in der Regel 0,1 Megapixel (CIF). Eine Mobotix-Kamera mit 3,1 Megapixel zeichnet dagegen rund 30 Mal mehr Details auf. Megapixel-Sensor und kamerainterne Bildaufbereitung erzeugen scharfe und gerichtsverwertbare Bilder in höherer Auflösung als HDTV. EDV-Leiter Harald Uhlendorf freut sich über das hochauflösenden Videosystem. Half-Dome-Deckenkameras D12 im Einsatz Von der Videolösung profitiert auch die Nachbarschaft des Geschäftes. Das nahe gelegene Intersport-Kaufhaus konnte per Glasfaserkabel mit minimalem Kostenaufwand an den zentralen Überwachungsserver angebunden werden. Vorteile auf einen Blick Die Mobotix-Videolösungen benötigen deutlich weniger Kameras wegen der besseren Detailgenauigkeit weitwinkliger Bilder durch die Megapixel-Technologie, aber auch weniger Aufzeichnungsgeräte, da im dezentralen System zehnmal mehr Kameras als üblich auf einem PC/ Server simultan als hochauflösendes HDTV-Video mit Ton gespeichert werden können. Ebenso wird weniger Netzwerk-Bandbreite benötigt, weil die Daten bereits in der Kamera selbst verarbeitet werden und so die hochauflösenden Bilder nicht andauernd zur Auswertung transportiert werden müssen. Die kamerainterne Datenspeicherung überbrückt auch längerfristigen Netzwerkausfall oder Bandbreiten-Schwankungen. Mobotix-Kameras besitzen weder Objektiv- noch Bewegungsmotoren. Ohne bewegliche Teile sind sie deshalb so robust, dass sich die Wartung auf ein Minimum reduziert. Der einzigartige Temperaturbereich von minus 30 Grad bis plus 60 Grad wird ohne Heizung und ohne Lüfter bei nur 3 bis 4 Watt erreicht. Da zur Aufzeichnung keine PC-Festplatte nötig ist, gibt es im gesamten Videosystem keine Verschleißteile. Software- und Lizenzkosten entfallen, denn die Software wird immer mit der Kamera ausgeliefert und das bei unbeschränkter Kamera- und Nutzeranzahl. Auch die Integration von zusätzlichen Kameras kann ohne großen Aufwand umgesetzt werden. 38 Security insight 6/

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