Bericht über das Geschäftsjahr HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG

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1 Bericht über das Geschäftsjahr 2010 HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG

2 40. Geschäftsjahr Aufsichtsrat Dr. Wolfgang Weiler Wolfgang Flaßhoff Klaus-Jürgen Heitmann Dr. Hans Bücken Christian Kolhaupt Michael Rüger Sprecher des Vorstandes der HUK-COBURG, Coburg, Vorsitzender Mitglied des Vorstandes der HUK-COBURG, Coburg, stv. Vorsitzender Mitglied des Vorstandes der HUK-COBURG, Coburg Vorsitzender des Vorstandes der VPV Versicherungsgruppe, Stuttgart Sachbearbeiter, Sonnefeld, Arbeitnehmervertreter Sachbearbeiter, Küps, Arbeitnehmervertreter Beirat Karl-Friedrich Finke Oberstleutnant a. D., Dipl.-Ing., Hannover, Vorsitzender Angelika Pendzich-von Winter Ministerialrätin, Kleinmachnow, stv. Vorsitzende Claus G. Bartels Dipl.-Finanzwirt (FH), Maintal-Dörnigheim Kornelia Bur Direktorin beim Bundesrechnungshof, Erpel Dr. Anne Debus Oberregierungsrätin, Erfurt Heinz Dörper Städtischer Verwaltungsdirektor a. D., Düsseldorf Christiane Gieß Regierungsdirektorin, Oberhausen Gudrun Graser-Dellert Freigestellte Betriebsrätin, Coburg Dr. Bernd Halstenberg Geschäftsführer der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten, Berlin Herbert Hinrichs Betriebsratsvorsitzender der Außenstelle Freiburg, Gottenheim Dr. Stefan Jordan Kriminaloberrat, Wiesbaden Prof. Dr. Dr. Peter Herbert Kann Universitätsprofessor der Philipps-Universität Marburg, Marburg Detlef Köhler Leitender Ministerialrat, München Annemarie König Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Celle, Bröckel Rolf Männel Abteilungsleiter i. R., Bremerhaven Prof. Dr. Hans-Peter Mehring Professor im Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln, Düsseldorf Dr. Axel Mennicken Direktor beim Bundesrechnungshof a. D., Eppstein, bis Dr. Jörg Oltrogge Geschäftsführer Landesbetrieb Verkehr Hamburg, Hamburg Michael Pfadenhauer Freigestellter Betriebsrat, Coburg Hans W. Reich Chairman Citigroup PSG, Kronberg Max Schmidt Studiendirektor, Bruck Prof. Dr. Heinrich R. Schradin Professor im Institut für Versicherungswissenschaft an der Universität zu Köln, Köln Dr. Edmund Schwake Unternehmensberater, Weissach, ab Werner Strohmayr Vorstand i. R., Stadtbergen Gudrun Wegner Geschäftsführerin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, Neubrandenburg Klaus Wittmann Polizeihauptkommissar, Schernfeld Hartmut Leonhard Wolf Pfarrer i. R., München Prof. Dr. Volker Wolff Professor an der Universität Mainz, Frechen Vorstand Dr. Ulrich Eberhardt Hanspeter Schroeder (stv.) 98

3 HUK-COBRGechtsuzvringA Lagebericht HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Geschäftsjahr 2010 im Überblick Bei der HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung entwickelte sich in einem stagnierenden Marktumfeld das Neugeschäft weiterhin positiv, sodass ein weiteres Bestands- und Beitragswachstum auf nunmehr 178,9 Mio. zu verzeichnen war (Vorjahr: 175,4 Mio. ). Begünstigt wurde dies insbesondere durch das verbesserte Neugeschäft infolge attraktiver und innovativer Tarifangebote, die gleichzeitig zu einem Rückgang der Abgangsquote führten. Im Rahmen der Erwartungen blieb die Situation auf der Schadenseite, die sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte. Während die Schadenanzahl geringfügig über dem Vorjahresniveau lag, verringerten sich die durchschnittlichen Schadenaufwendungen etwas deutlicher, sodass die Schadenquote zurückging. Das versicherungstechnische Ergebnis der Gesellschaft fiel im Vergleich zum Vorjahr nochmals besser aus. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen lag über dem des Vorjahres. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 35,5 (Vorjahr: 22,9) Mio.. Insgesamt erzielte die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung ein zufriedenstellendes Ergebnis, das im Rahmen der Erwartungen lag. Geschäft und Rahmenbedingungen Umfang des Geschäftsbetriebes Die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung betreibt die Rechtsschutzversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Das Angebot umfasst die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung, Fahrer-Rechtsschutzversicherung, Privat- und Berufs-Rechtsschutzversicherung für Nichtselbstständige, Privat-Rechtsschutzversicherung für Selbstständige, Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutzversicherung für Nichtselbstständige, die Rechtsschutzversicherung für Eigentümer und Mieter von Wohnungen und Grundstücken sowie den Beratungsrechtsschutz. Rückversicherungsgeschäfte werden nicht betrieben. Die übergreifenden Unternehmensfunktionen innerhalb der gesamten HUK-COBURG Versicherungsgruppe werden in der Konzern- Obergesellschaft ausgeführt. Zugehörigkeit zu Verbänden Die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung gehört folgenden Verbänden an: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Marktsituation Die Prämieneinnahmen der deutschen Rechtsschutzversicherer stiegen im Jahr 2010 um 1,0 % auf 3,2 Mrd.. Die Situation auf der Schadenseite hat sich wieder entspannt. Der Schadenaufwand ging branchenweit um 2,0 % auf 2,4 Mrd. zurück. Bestandsentwicklung Der Vertragsbestand der HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung hat sich bei weiter steigendem Neugeschäft um 1,4 % auf 1,55 Mio. Verträge leicht erhöht (Vorjahr: 1,2 %). Damit wirkten sich die Produktverbesserungen der letzten Jahre weiter positiv aus. Zusätzlich kommt die schnelle und kompetente Unterstützung der Kunden im Konfliktfall z. B. durch die Vermittlung von Rechtsberatung den heutigen Marktanforderungen im Rechtsschutz-Service entgegen. Darüber hinaus wirken die Ende 2008 mit der Einführung eines Schadenfreiheitssystems hervorgerufenen positiven Impulse weiter. Beitragseinnahmen Die Beitragseinnahmen haben sich bei weiterhin stabilen Tarifbeiträgen mit 178,9 Mio. (Vorjahr: 175,4 Mio. ) erwartungsgemäß positiv entwickelt. Ertrags-, Finanzund Vermögenslage Aufwendungen für Versicherungsfälle Der Schadenverlauf hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Er war durch eine um 1,4 % gestiegene Schadenanzahl gekennzeichnet (Vorjahr: 2,1 %), sodass die Schadenhäufigkeit mit 134,3 geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (134,1 ) liegt. Der Schadendurchschnitt ging gegenüber dem Vorjahr um -2,6 % (Vorjahr: -9,2 %) zurück. Die Schadenquote für Geschäftsjahresschäden in Höhe von 86,5 % hat sich weiter vermindert (Vorjahr: 90,0 %). Die Zahlungen für Schäden des Geschäftsjahres und der Vorjahre beliefen sich einschließlich Schadenregulierungskosten auf 125,7 (Vorjahr: 124,7) Mio.. HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 99

4 In die Rückstellungen wurden für die am 31. Dezember 2010 noch nicht erledigten Schadenfälle des Geschäftsjahres und der Vorjahre einschließlich Schadenregulierungskosten 356,4 (Vorjahr: 347,3) Mio. eingestellt. Die Reservequote, bezogen auf die gebuchten Beiträge, stieg von 198,0 % im Vorjahr auf 199,2 %. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen liegen mit 24,8 (Vorjahr: 25,4) Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die Kostenquote, bezogen auf die verdienten Beiträge, ist mit 14,0 % (Vorjahr: 14,5 %) um 0,5 %-Punkte gesunken. Die kombinierte Schaden/Kostenquote betrug 90,1 % (Vorjahr: 93,6 %). Veränderung der Schwankungsrückstellung Die Schwankungsrückstellung erhöhte sich durch Zuführung von 2,3 (Vorjahr: 7,4)Mio. auf Grund des Schadenverlaufes auf 65,7 Mio. (Vorjahr: 63,4 Mio. ). Versicherungstechnisches Ergebnis Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich von 3,9 Mio. auf 15,4 Mio. erhöht. Ausschlaggebend sind die verbesserte Schadenentwicklung und eine geringere Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Ergebnis aus Kapitalanlagen Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betrugen 19,9 (Vorjahr: 19,3) Mio.. Zusätzlich sind Erträge aus Zuschreibungen in Höhe von 2,3 (Vorjahr: 3,6) Mio. und Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 0,3 (Vorjahr: 0,2) Mio. zu berücksichtigen. Es ergab sich ein Kapitalanlagenergebnis in Höhe von 20,7 (Vorjahr: 19,7) Mio.. Die Nettoverzinsung betrug 3,6 % (Vorjahr: 3,6 %), im Durchschnitt der letzten drei Jahre 3,3 %. Der Kapitalanlagebestand wuchs im Berichtsjahr auf 603,6 Mio.. Dies entspricht einer Steigerung um 7,4 % gegenüber dem Vorjahr. Schuldscheinforderungen und Darlehen waren mit 37,0 % der größte Anlageposten, gefolgt von Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren mit 22,4 % und Namensschuldverschreibungen, die 21,5 % der Anlagen ausmachten. Die Vermögensstruktur war unverändert gegenüber dem Vorjahr geprägt durch Kapitalanlagen, die im Wesentlichen durch Eigenkapital und versicherungstechnische Rückstellungen finanziert wurden. Der laufende Liquiditätsbedarf ist grundsätzlich aus dem Versicherungsgeschäft heraus gewährleistet und wird bei der Anlagenplanung berücksichtigt. Bilanzergebnis Mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von 15,4 Mio. und einem Kapitalanlageergebnis von 20,7 Mio. erreicht das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Jahr ,5 (Vorjahr: 22,9) Mio.. Das nach Steuern verbleibende Ergebnis in Höhe von 25,3 (Vorjahr: 14,7) Mio. wird auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die HUK-COBURG-Holding abgeführt. Das Eigenkapital beträgt deshalb unverändert 60,9 Mio.. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital bezogen auf die verdienten Beiträge) beträgt 34,4 % (Vorjahr: 34,8 %). Kapitalanlagen Bilanzwert 2010 Bilanzwert 2009 Veränderungen in Mio. in % in Mio. in % in Mio. in % Grundstücke 3,8 0,6 3,9 0,7 0,1 2,9 Anteile an verbundenen Unternehmen 11,5 1,9 11,0 2,0 + 0,5 + 4,3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11,0 1,8 11,0 2,0 Beteiligungen 2,9 0,5 2,6 0,5 + 0,3 + 9,1 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 135,3 22,4 134,7 23,9 + 0,6 + 0,4 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 75,8 12,6 34,9 6,2 + 40, ,4 Im Hypotheken- Geschäftsjahr und Grundschuldforderungen verminderten sich die Aufwendungen für Kapitalanlagen 2,7 Namensschuldverschreibungen auf insgesamt 1,8 (Vorjahr: 3,4) Mio. überwiegend aufgrund 129,5 0,4 21,5 3,1 135,0 0,5 24,0 0,4 5,5 11,3 4,1 Schuldscheinforderungen und Darlehen 223,1 37,0 226,0 40,2 2,9 1,3 geringerer Abschreibungen von 1,4 (Vorjahr: 3,1) Mio.. Einlagen bei Kreditinstituten 8,0 1,3 + 8, ,0 Gesamt 603,6 100,0 562,2 100,0 + 41,4 + 7,4 100

5 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter bei der HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung belief sich zum Jahresende auf 129 (Vorjahr: 133). Sie sind alle in der Hauptverwaltung der Unternehmensgruppe in Coburg tätig. Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement Durch das umfassende Risikofrüherkennungssystem der HUK- COBURG-Rechtsschutzversicherung sind alle Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, frühzeitig erkennbar. Innerhalb einer jährlichen Risikoinventur werden die für die Gesellschaft wesentlichen Risiken, die grundsätzlich in allen betrieblichen Bereichen, Funktionen und Prozessen auftreten können, identifiziert. Im Risikomanagement-Handbuch werden sie systematisiert und zusammengestellt. Risiken, die sich wesentlich auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, werden analysiert und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß einer möglichen Risikoauswirkung bewertet. Für die erkannten und analysierten Risikopositionen wird eine aktive Risikosteuerung durchgeführt. Den Rahmen für die Ergreifung notwendiger Risikosteuerungsaktivitäten bilden die vom Vorstand vorgegebenen Limitsysteme. Der Leiter der Abteilung Controlling ist organisatorisch in der Funktion des zentralen Risikomanagers verantwortlich für den Risikomanagement-Prozess und die Risikosteuerung. Zudem beurteilt und analysiert das mit Spezialisten der einzelnen Fachabteilungen besetzte Risiko-Komitee turnusgemäß die Risikolage der Gesellschaft. Die vom Risikomanager erstellten Risikoberichte informieren die Entscheidungsträger und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Risikobewertung und deren Veränderung sowie gegebenenfalls über neu entstandene bestandsgefährdende Risiken. Versicherungstechnische Risiken Das Prämien-/Schadenrisiko ist auf der versicherungstechnischen Seite als eines der wesentlichsten Risiken einzustufen. Die kalkulierten Tarife können sich als unauskömmlich herausstellen, sodass der Risikoausgleich im Kollektiv scheitert. Dies ist der Fall, wenn Entschädigungsleistungen höher sind, als ursprünglich zu erwarten war, oder Irrtümer bei der Schätzung der Schadenhäufigkeit oder -höhe auftreten, ohne dass eine rechtzeitige Anpassung der Beiträge und Versicherungsbedingungen möglich ist. Derartige Effekte können z. B. aus einer zufälligen Häufung von Schäden oder aus neuen rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Den in Abständen von 6 bis 10 Jahren durchgeführten Änderungen der Regelungen über die Vergütung von Rechtsanwälten und den daraus resultierenden Kostensteigerungen wird durch Beitragsanpassungen im Bestand sowie entsprechende Berücksichtigung bei der Kalkulation von Neutarifen begegnet. Eng mit dem Prämien-/Schadenrisiko verbunden ist das Reserverisiko. Die zurückgestellten Beträge für die noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle könnten nicht ausreichen, um den zukünftigen Schadenbedarf zu decken, so dass in den Folgejahren Abwicklungsverluste entstehen könnten. Diesen Risiken wird durch eine vorsichtige Tarifierung und angemessen gebildete Schadenrückstellungen begegnet. Zum Ausgleich von Schwankungen wird eine Schwankungsrückstellung gebildet. Zur Quantifizierung und Steuerung der versicherungstechnischen Einzelrisiken werden versicherungsmathematische Modelle und Verfahren angewandt. Mit dem Einsatz von aktuariellen Bewertungsverfahren durch fachkundige Mitarbeiter wird bei angemessenen Sicherheitsniveaus die Auskömmlichkeit der Prämien und Schadenrückstellungen sichergestellt. Unbedeutende Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Das Risiko aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler spielt auf Grund des Volumens möglicher Ausfälle nur eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig einem möglichen Risiko entgegengewirkt. Risiken aus Kapitalanlagen Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen das Marktrisiko, das Bonitätsrisiko und das Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko ist der potenzielle Verlust auf Grund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen der preisbeeinflussenden Parameter. Es umfasst Zinsänderungsrisiken, Preisrisiken aus Aktien und sonstigen Anteilen sowie Fremdwährungsrisiken. Das Bonitätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinns auf Grund des Ausfalls eines Schuldners. Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, den Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus Versicherungsverträgen nicht jederzeit nachkommen zu können. Zur Verminderung der Risiken aus Kapitalanlagen besteht eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften, an die sich die HUK-COBURG- Rechtsschutzversicherung strikt hält. Zur weiteren Verminderung des Anlagerisikos wurden außerdem umfangreiche innerbetriebliche Richtlinien geschaffen, an deren Einhaltung die Mitarbeiter gebunden HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 101

6 sind. Die Konzentration der Kapitalanlagen bei einzelnen Emittenten wird durch Auswertungen aufgeteilt nach der Instrumentart beobachtet. Der grundsätzlich mit höheren Risiken behaftete Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Papieren stellt für die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung keine besondere Risikoposition dar, weil Investitionen hauptsächlich im Bereich von Zins- Swaps bzw. einfach strukturierter Produkte getätigt wurden. Optionen und Futures auf Aktienbestände und Credit Default Swaps (CDS) in den Fonds wurden hauptsächlich zur Kurssicherung eingesetzt. Bei den Wertpapieren und Ausleihungen, die mit einer variablen Verzinsung ausgestattet sind, erfolgt überwiegend eine Absicherung durch Zins-Swaps. Aus den Sicherungsgeschäften selbst sind zum aktuellen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken zu erkennen. Fremdwährungsrisiken sind für die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung von untergeordneter Bedeutung. Marktrisiko Zur Steuerung der Marktrisiken dienen der HUK-COBURG- Rechtsschutzversicherung die intensive Marktbeobachtung, die Optimierung der Portfoliozusammensetzung und die Simulation der Entwicklung stiller Reserven und Lasten bzw. Abschreibungen. Die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung verfügt zum bei den Inhaberschuldverschreibungen auf Grund der Bewertung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip im Anlagevermögen über stille Lasten in Höhe von 3,2 Mio.. Da diese Papiere bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, ergeben sich hieraus keine gegenwärtigen Risiken. Auf Aktienbestände bestehen keine stillen Lasten. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 % würde zu einer Verminderung der Zeitwerte um 9,1 Mio. führen. Unter Berücksichtigung getätigter Absicherungen reduzieren sich die Auswirkungen des Kursrückgangs auf 8,8 Mio.. In der Aktienanlage führt aufgrund vorhandener stiller Reserven nur ein Teil der Verluste zu Abschreibungen. Bei den festverzinslichen Wertpapieren und Sonstigen Ausleihungen würde eine Verschiebung der Zinskurve um einen Prozentpunkt nach oben zu einer Verminderung des Zeitwerts um 21,0 Mio. führen. Der im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren deutlich höhere Anteil an Sonstigen Ausleihungen führt auf Grund der Bilanzierung dieser Posten zum Nennwert zu keinem bilanziellen Risiko. Die Werthaltigkeit der Immobilien wird regelmäßig überprüft. Marktrisiken werden im Rahmen der Wertermittlung entsprechend berücksichtigt. Bonitätsrisiko Die derzeitige Portfoliostruktur birgt im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere und Sonstigen Ausleihungen auf Grund des dominierenden Anteils von Emittenten guter und sehr guter Bonität keine erhöhte Risikoposition. Im Bereich der Unternehmens-Anleihen liegt der Schwerpunkt im Investment Grade Bereich. Die Bonitätseinstufung der Emittenten wird vom Risikomanagement laufend überwacht. Dazu werden für Unternehmens-Anleihen die Anteile pro Branche und Emittent begrenzt. Zudem werden im Zeitablauf eingetretene Ratingänderungen beobachtet und in die Steuerung der Anlagenstruktur einbezogen. Anteile der Ratingklassen in % AAA-A BBB-B CCC-C NR Festverzinsliche Wertpapiere 78,4 21,1 0,3 0,2 Sonstige Ausleihungen 93,2 6,7 0,0 0,1 Gesamt 88,7 11,1 0,1 0,1 Wie in der gesamten Versicherungsbranche üblich, weist auch die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung ein wesentliches Anlageexposure gegenüber deutschen Banken auf. Diese sind überwiegend einlagengesichert. Entwicklungen von Anlageschwerpunkten werden laufend überwacht. Insgesamt ist das Portfolio breit diversifiziert und fast ausschließlich im Investment Grade Bereich investiert. Zurzeit lässt sich für die HUK- COBURG-Rechtsschutzversicherung keine kritische Entwicklung erkennen. Wesentliche Risiken aus dem Anlageexposure in einzelnen Ländern sind derzeit nicht erkennbar. Zu Beginn des Jahres hatte vor allem Griechenland mit steigenden Risikoprämien zu kämpfen und musste in der Folge Finanzhilfen der EU-Länder sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union spannten daraufhin einen Rettungsschirm mit einem Volumen von 750 Milliarden auf, der von Irland im November in Anspruch genommen werden musste. Bei Portugal besteht derzeit die Unsicherheit, ob eine Inanspruchnahme erforderlich sein wird. Der Anteil der Staatsanleihen dieser Länder am Kapitalanlagebestand der HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung ist gering. Er beträgt 0,48 % für griechische Staatsanleihen, 0,49 % für irische Staatsanleihen und 1,01 % für portugiesische Staatsanleihen. Die Risikosituation bei weiteren EU-Ländern ist aus Sicht der Gesellschaft deutlich niedriger und im Umfang ebenfalls nicht von wesentlicher Bedeutung. Das Gesamtrisiko wird gleichwohl laufend überwacht. Auf im Umlaufvermögen geführte Anleihen von Griechenland entfielen Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio., stille Lasten liegen zum Bilanzstichtag deshalb nicht mehr vor. 102

7 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Liquiditätsrisiko Die Liquidität wird durch die Aufstellung von Finanzplänen gesteuert. Zur Feinsteuerung wird der kurzfristige Finanzplan eingesetzt, in dem täglich alle Zahlungseingänge und -ausgänge der kommenden zwei Monate erfasst werden. Zudem wird monatlich ein Finanzplan aktualisiert, der alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme der kommenden 12 Monate enthält. Durch den Planungszeitraum von 5 Jahren lassen sich darüber hinaus eventuelle Liquiditätslücken in der Zukunft erkennen. Die aufgestellten Finanzpläne zeigen eine ausreichende Liquiditätsversorgung. Weitere Systeme zur Risikominderung Mithilfe des seit mehreren Jahren eingesetzten Portfoliomanagementsystems werden externe und interne Limite systemtechnisch überwacht und Risikoanalysen sowie detaillierte Szenariorechnungen und Performanceanalysen durchgeführt. Das im Asset-Liability- Management eingesetzte Softwaretool ermöglicht die stochastische Modellierung der Aktiv- und Passivseite und Analysen der jeweiligen Interdependenzen. Operationale Risiken Operationale Risiken entstehen in betrieblichen Systemen oder Prozessen, insbesondere in Form von betrieblichen Risiken, die aus menschlichem oder technischem Versagen bzw. aus externen Einflussfaktoren resultieren, oder rechtlichen Risiken, die auf vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen basieren. Eine wesentliche Rolle spielt hinsichtlich der betrieblichen Risiken vor allem die technische Ausstattung und die Verfügbarkeit der DV- Systeme. Auf Basis eines umfangreichen DV-Sicherheitskonzepts wird diesen Risiken begegnet. Im Personalbereich wird das Risiko fehlerhafter Bearbeitung oder doloser Handlungen z. B. durch stichprobenhafte Prüfung von Bearbeitungsvorgängen, durch Berechtigungs- und Vollmachtsregelungen bei Auszahlungen/Verpflichtungserklärungen oder durch die weitestgehend maschinelle Unterstützung von Arbeitsabläufen minimiert. Darüber hinaus wird durch die Revision Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems planmäßig überwacht. Des Weiteren wird im Bereich der Personalrisiken anhand einer effizienten Stellenbesetzungs- und Nachfolgeplanung sowie der Weiterqualifizierung von Mitarbeitern einem möglicherweise ineffektiven Personaleinsatz sowie einer mangelnden Qualifikation vorgebeugt. Ebenso werden regelmäßig mögliche Risiken aus demografischen Veränderungen im Bereich der Personalrisiken beobachtet und geeignete Maßnahmen entwickelt. Rechtlichen Risiken wird begegnet, indem entsprechende Maßnahmen wie die Überprüfung und Anpassung von Verträgen und Bedingungen oder die Neuauflage von Tarifen frühzeitig ergriffen werden. Voraussichtliche Entwicklung der Risikolage Mithilfe des Risikomanagement-Systems der HUK-COBURG- Rechtsschutzversicherung sind Risiken, die sich wesentlich auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, frühzeitig erkennbar. Durch das systematische Erfassen von Veränderungen der Risikopositionen und/oder von neu auftretenden Risiken gewährleistet das Risikomanagement-System, dass den einzelnen Risiken durch geeignete Maßnahmen begegnet werden kann. Die aufsichtsrechtlich erforderliche Ausstattung mit Eigenmitteln (Solvabilitätsspanne) wird deutlich übertroffen. Nachtragsbericht und voraussichtliche Entwicklung Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Die Ausstattung der privaten Haushalte mit Rechtsschutzversicherungen dürfte auch in den kommenden Jahren stagnieren und es gibt kaum Anzeichen für eine positive Neugeschäftsentwicklung. Marktweit wird bei nur sehr geringen Zuwächsen bei den Vertragsanzahlen - mit starkem Verdrängungswettbewerb gerechnet. Es wird nur ein sehr geringes Beitragsplus im Markt erwartet. Gestützt wird dieses Beitragswachstum in 2011 durch mögliche Beitragsanhebungen aufgrund von Beitragsangleichungsklauseln, die in der Breite des Marktes voraussichtlich überwiegend genutzt werden. Schadenseitig wird mit konstanten oder sogar geringfügig rückläufigen Aufwänden gerechnet. Ursächlich für die rückläufigen Schäden sind dabei unter anderem weitere Entwicklungen in der Produktgestaltung wie telefonische Rechtsberatung, Mediation, schadensabhängige Selbstbehalte und Produkte mit eingeschränktem Deckungsumfang. Für die Jahre 2011 sowie 2012 rechnet die HUK-COBURG- Rechtsschutzversicherung wegen ihrer nochmals verbesserten Preis- / Leistungspositionierung mit einer etwas günstigeren Wettbewerbssituation gegenüber den Mitbewerbern, was sich in einem leicht über Marktniveau liegenden Bestandswachstum widerspiegeln sollte. Konkurrenzfähige Tarife und Produktinnovationen sollten in den kommenden Jahren weiterhin für gute Bewertungen der Rechtsschutzversicherungsprodukte bei Preisvergleichen und Ratings sorgen. Des Weiteren wird erwartet, dass positive Cross-Selling-Effekte vor allem HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 103

8 aus dem guten Kraftfahrtgeschäft entstehen und die Vertriebskooperation mit der Postbank nachhaltig positiv wirkt. Auf der Schadenseite erwartet die Gesellschaft für 2011 und 2012 im Wesentlichen unveränderte Schadenaufwendungen. Hier machen sich die positiven Effekte durch das Schadenmanagement der HUK- COBURG-Rechtsschutzversicherung bemerkbar. Mehr Digitalisierung, ein verbessertes Rechtsanwaltsnetz und vor allem die zunehmend angebotene und vom Kunden genutzte Mediation als Konfliktlösung können aufwandsmindernd wirken und verbessern gleichzeitig den Kundenservice. Das versicherungstechnische Ergebnis sollte daher in den Jahren 2011 und 2012 deutlich positiv abschließen und über dem Wert von 2010 liegen. Im Kapitalanlagenbereich werden nahezu konstante Aktienkurse und ein niedriges aber sich geringfügig erholendes Zinsniveau unterstellt. Dies führt in 2012 zu einem verbesserten Kapitalanlagenergebnis, das auch höher als 2010 ausfallen dürfte. Risiken hinsichtlich der Stabilität des internationalen Finanz-, Wirtschafts- und Bankensystems mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kapitalmärkte und damit auch auf die Kapitalanlagen der Gesellschaft bestehen jedoch weiterhin. Bis 2012 sollten insgesamt positive Jahresergebnisse auf gutem Niveau möglich sein, die über dem Überschuss von 2010 liegen dürften. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für den auch im Jahre 2010 gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt ebenso allen Vertriebspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Coburg, den 1. März 2011 Der Vorstand Dr. Eberhardt Schroeder 104

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10 Bilanz zum in Aktiva A. Kapitalanlagen I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf , ,00 fremden Grundstücken II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,48 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen , ,00 3. Beteiligungen , ,47 III. Sonstige Kapitalanlagen 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere , ,91 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere , ,84 3. Hypotheken-, Grund- und Rentenschuldforderungen , ,17 4. Sonstige Ausleihungen a) Namensschuldverschreibungen , ,00 b) Schuldscheinforderungen und Darlehen , , , ,55 5. Einlagen bei Kreditinstituten , , ,42 B. Forderungen I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: Versicherungsnehmer , ,16 II. Sonstige Forderungen , ,45 davon gegenüber verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd ) , ,61 C. Sonstige Vermögensgegenstände I. Sachanlagen und Vorräte , ,70 II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand , , , ,92 D. Rechnungsabgrenzungsposten I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten , ,34 II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten , , , , , ,35 106

11 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Passiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital , ,00 II. Kapitalrücklage , ,78 III. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Gewinnrücklage , ,76 2. andere Gewinnrücklagen , , , , , ,84 B. Versicherungstechnische Rückstellungen I. Beitragsüberträge , ,00 II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle , ,00 III. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung , ,93 IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen , ,00 V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen , , , ,93 C. Andere Rückstellungen I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen , ,00 II. Steuerrückstellungen , ,54 III. Sonstige Rückstellungen , , , ,54 D. Andere Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern , ,80 II. Sonstige Verbindlichkeiten , ,87 davon aus Steuern: (Vorjahr: Tsd ) davon gegenüber verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd ) davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: (Vorjahr: Tsd. 0) , ,67 E. Rechnungsabgrenzungsposten , , , ,35 HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 107

12 Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung in für die Zeit vom bis I. Versicherungstechnische Rechnung 1. Verdiente Beiträge f.e.r. a) Gebuchte Bruttobeiträge , ,99 b) Veränderung der Beitragsüberträge , , , ,99 2. sonstige versicherungstechnische Erträge f.e.r , ,48 3. Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.r. a) Zahlungen für Versicherungsfälle , ,57 b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle , , , ,57 4. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen 3.448, ,00 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.r , ,17 6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f.e.r. 125,32 7. Zwischensumme , ,73 8. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen , ,00 9. Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.r , ,73 108

13 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG II. Nichtversicherungstechnische Rechnung 1. Erträge aus Kapitalanlagen a) Erträge aus Beteiligungen , ,24 b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen davon aus verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd. 565) aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,77 bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen , , , ,07 c) Erträge aus Zuschreibungen , ,02 d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen , , , ,75 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen , ,86 b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen , ,46 c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen , , , , , ,06 3. Sonstige Erträge , ,36 4. Sonstige Aufwendungen , , , ,53 5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit , ,26 6. Ausgleichzahlung an Minderheitsaktionär , ,00 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag , ,12 zuzüglich Erstattungen an den Organträger , , , ,55 8. Sonstige Steuern , ,89 zuzüglich Erstattungen an den Organträger , , , , , ,30 9. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne , , Jahresabschluss HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 109

14 Anhang Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Soweit ergänzende Angaben aus der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich sind, werden diese im Anhang nicht gesondert erläutert. Leerposten werden gemäß 265 HGB nicht angegeben. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Bilanzierung und Bewertung der Aktiva und Passiva haben wir die Grundsätze des HGB angewendet. Grundstücke sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, aktiviert. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennwert bewertet. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der beizulegende Wert der Inhaberschuldverschreibungen bemisst sich unter Berücksichtigung der Bonität des Emittenten auf Basis von Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten. Aktien des Anlage- und Umlaufvermögens sowie die dem Umlaufvermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen sowie andere festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die Forderungen aus Wertpapierleihe werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Ab- und Zuschreibungen aufgrund von Währungskursschwankungen sind unter Abschreibungen auf Kapitalanlagen bzw. Erträge aus Zuschreibungen ausgewiesen. Umrechnungsgrundlage zur Ermittlung der Währungskursgewinne und -verluste von Wertpapieren war der freigehandelte Devisenkurs am Stichtag. Hypotheken- und Grundschuldforderungen werden mit dem Nennwert abzüglich der Tilgungen ausgewiesen. Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen, Darlehen einschließlich strukturierter Produkte und übrige Ausleihungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert und teilweise mit dem niedrigeren Zeitwert bilanziert. Bei Inhaberschuldverschreibungen und sonstigen Ausleihungen, deren Verzinsung variabel ist, erfolgt eine Absicherung der Zinsänderungsrisiken durch Receiver-Zins-Swaps. Die Absicherung des Nominalvolumens i.h.v. 60 Mio. erfolgt in Form von Micro-Hedges, deren Laufzeiten an die Laufzeiten des jeweiligen Grundgeschäftes (von 1-9 Jahre) gebunden sind. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen dabei dem selben Risiko und unterliegen bei dessen Eintritt gegenläufigen Wertentwicklungen. Für diese Zins-Swaps wurden daher Bewertungseinheiten mit den Grundgeschäften gebildet. Die Messung der Effektivität erfolgt nach der Hypothetical-derivate-Methode. Der ineffektive Teil der Bewertungseinheit wird bilanziell berücksichtigt. Die anderen Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten angesetzt. Unter den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge aktiviert und werden auf die Zeit bis zur ersten Möglichkeit der Kündigung (Hypotheken- und Grundschuldforderungen) bzw. auf die Laufzeit (Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen) verteilt. Die einbehaltenen Disagiobeträge sind als Posten der Rechnungsabgrenzung passiviert und werden auf die Zeit bis zur ersten Möglichkeit der Kündigung (Hypotheken- und Grundschuldforderungen) bzw. auf die Laufzeit (Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen) verteilt. Die Zeitwerte der Grundstücke wurden nach dem Ertragswertverfahren festgestellt. Die Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen wurden nach dem Ertragswert- bzw. Substanzwertverfahren unter Berücksichtigung der stillen Reserven und der stillen Lasten festgestellt. Die Zeitwerte für zum Nennwert bilanzierte Kapitalanlagen werden anhand der Barwert-Methode unter Heranziehung von Zinsstrukturkurven ermittelt. Bei strukturierten Produkten mit einfachen Kündigungsrechten des Emittenten werden zusätzlich Volatilitätskurven in die Berechnung einbezogen. Für die übrigen börsennotierten Kapitalanlagen wurde der Börsenkurs am Abschlussstichtag und für die verbleibenden strukturierten Produkte der vom Schuldner bestätigte Kurswert angesetzt. Die Zeitwerte für nicht börsennotierte Investmentanteile werden auf Basis von Rücknahmewerten bestimmt. Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ist nach den 110

15 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Erfahrungswerten der Vorjahre eine Pauschalwertberichtigung ermittelt und aktivisch abgesetzt. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab 150 bis werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Währungskursgewinne und -verluste sind unter den sonstigen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Die Beitragsüberträge sind nach dem 1/360 System berechnet unter Berücksichtigung des Kostenabzugs nach dem BMF-Erlass vom Die Rückstellung für bekannte, noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist zum Teil durch Einzelbewertung, überwiegend nach einer Pauschalmethode ermittelt worden. Die Rückstellung für unbekannte Spätschäden wurde ebenfalls anhand eines Pauschalbewertungsverfahrens berechnet. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde unter Beachtung des BMF-Schreibens vom bewertet. Die Schwankungsrückstellung wird nach der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) ermittelt. Die Stornorückstellung ist pauschal ermittelt. In 2010 wurde die Pensionsrückstellung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Es finden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck Verwendung. Als weitere Parameter sind in die Berechnung eingeflossen: eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0 % bzw. 1,5 %, ein Gehaltstrend von 2,5 % bzw. 3,5 % bzw. eine entsprechende Karrierematrix sowie angenommene Rentenanpassungen von 2,5 % bzw. 2 %. Es kommt ein Rechnungszins von 5,16 % zur Anwendung. In 2010 wurde vom Beibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Gemäß 246 Abs. 2 S. 2 HGB erfolgte die Verrechnung der Ansprüche aus Rückdeckung mit der entsprechenden Position der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsansprüche haben eine Höhe von Tsd.. Der beizulegende Wert weist eine Höhe von Tsd. auf. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt insgesamt Tsd.. Der beizulegende Wert setzt sich aus dem Bilanzdeckungskapital und den Schlussüberschussanteilen zusammen. Die Überdeckung der Pensionsrückstellung beträgt Tsd.. Die Bewertung der Jubiläums- und der Altersteilzeit-Rückstellung erfolgte nach dem Internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 (projected unit credit method) mit einem Zinssatz von 5,16 % bzw. 3,97 %. Der Wertansatz der übrigen Rückstellungen erfolgt nach dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Im Rahmen der Pensionszusage durch Gehaltsverzicht wurden zum Zwecke der Insolvenzsicherung Verträge über Verpfändungen in Höhe von abgeschlossen. Aus Beteiligungen an Personengesellschaften besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 2,5 Mio.. Soweit sich durch die erstmalige Anwendung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Vorschriften die bisherige Form der Darstellung oder die bisher angewandten Bewertungsmethoden verändert haben, wurde auf die Anpassung der entsprechenden Vorjahresangaben verzichtet. Zugehörigkeit zu Konzernen Die HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG ist ein mit der HUK- COBURG-Holding AG, Coburg, verbundenes Unternehmen, zu der auch ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Das gezeichnete Kapital befindet sich zu 90 % im Besitz der HUK- COBURG-Holding AG. Nachzahlungsverpflichtungen bestehen nicht. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a. G. in Coburg (HUK-COBURG) einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 111

16 Bilanzerläuterungen Aktiva Kapitalanlagen Bilanzwerte Zugänge Entwicklung im Geschäftsjahr 2010 in Vorjahr A. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,38 A. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,00 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen ,00 3. Beteiligungen , ,00 4. Summe A. II , ,00 A. III. Sonstige Kapitalanlagen 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere , ,04 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere , ,00 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen , ,89 4. Sonstige Ausleihungen a) Namensschuldverschreibungen , ,00 b) Schuldscheinforderungen und Darlehen ,55 5. Einlagen bei Kreditinstituten ,00 6. Summe A. III , ,93 Insgesamt , ,31 Bericht über Art, Umfang sowie Zeitwert derivativer Finanzinstrumente in Tsd. Volumen 1) Zugänge 1. Zinsbezogene Instrumente Receiver-Zins-Swaps ) Zinsbezogene Instrumente: Nominalvolumen. 2) Zeitwert bei Zins-Swaps: Bewertung mit Marktpreisen auf Basis von Zinsstrukturkurven. 112

17 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Zeitwerte Geschäftsjahr , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,43* , ,99 * In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen gemäß 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von enthalten. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden über ihrem Zeitwert in Höhe von 42,0 Mio. ausgewiesen (Buchwert 45,2 Mio. ). Auf eine Abschreibung unter den Nominalwert wurde wegen der Ablaufrückzahlung zum Nominalwert verzichtet. Volumen 1) Zeitwert 2) Abgänge HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 113

18 Bilanzerläuterungen Aktiva A. Kapitalanlagen I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Die Gesellschaft stellte den Zeitwert des Grundstücks mit internen Gutachten vom fest. Bei dem Grundstück wurde keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Gesellschaft ist Miteigentümer des Grundstücks: Wilhelmstraße 43, Berlin, Bruchteilseigentum zu 11/100 II. 1. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Anteile an verbundenen Unternehmen Anteil am Eigenkapital Ergebnis des Kapital Geschäftsjahres % Kapitalgesellschaften HUK-COBURG Finanzverwaltungs-GmbH, Coburg 2,34 % Personengesellschaften HUK-COBURG-lmmobilien-Gesellschaft (GbR), Coburg 5 % III. 1. Sonstige Kapitalanlagen Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die Gesellschaft hält Anteile an Investmentvermögen im Sinne des 1 des Investmentgesetzes von mehr als 10 %. Diese betrafen gemischte Fonds. Deren Marktwert betrug 110,1 Mio. und damit 10,2 Mio. über dem Buchwert. Die Ausschüttungen für 2010 beliefen sich auf 0,1 Mio.. D. II. Rechnungsabgrenzungsposten Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten Agio auf Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Hypotheken Passiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt und ist eingeteilt in Stückaktien von je 1. II. Kapitalrücklage 1.1. Zuführung Entnahme III. Gewinnrücklagen 1.1. Veränderungen aus Jahresüberschuss 1. Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen E. Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen in Höhe von Disagio aus Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen. 114

19 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Versicherungstechnische Rechnung 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Abschlussaufwendungen Verwaltungsaufwendungen Anzahl der Versicherungsverträge Der Bestand erhöhte sich um 1,4 % auf Verträge (Vorjahr: Verträge). Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen Geschäftsjahr Vorjahr 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung Aufwendungen für Altersversorgung Aufwendungen insgesamt Personalbericht Während des Berichtsjahres wurden durchschnittlich 134 Mitarbeiter (Vorjahr: 133) ausschließlich in der Hauptverwaltung beschäftigt. Organe Die Mitglieder des Aufsichtsrates, des Beirates und des Vorstandes werden namentlich auf Seite 98 genannt. Der Aufsichtsrat erhielt und der Beirat Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstandes und von Hinterbliebenen betrugen , deren Rückstellungen für Alterversorgung Coburg, den 1. März 2011 HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG, Coburg Dr. Eberhardt Schroeder HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 115

20

21 HUK-COBRGechtsuzvringA HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG, Coburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Nürnberg, den 29. März 2011 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Heigl Wirtschaftsprüfer vom Ende Wirtschaftsprüfer HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG AG 117

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