außerhalb, seit die Menschheit von den Forás und Enérgeias erfahren hatte. Sie wollte, dass das Oberhaupt der Forás stolz auf sie war.

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2 außerhalb, seit die Menschheit von den Forás und Enérgeias erfahren hatte. Sie wollte, dass das Oberhaupt der Forás stolz auf sie war. Auch wenn das eine vollkommen naive Hoffnung zu sein schien. Ihre Gedanken kamen zu einem abrupten Ende, als der Fremde, den sie nur von Fotos kannte, die Drehtür verließ und die Halle in Beschlag nahm. In Beschlag nehmen war deshalb die richtige Formulierung, da durch die bloße Anwesenheit des Fremden die Halle plötzlich mickrig wirkte. Nolan Hal schritt mitten durch die Menge aus Wandlern und Menschen, als wäre es sein Territorium. Er war schließlich das Alphatier, das Rudeloberhaupt, man könnte ihn auch König der Geparden nennen. Diese Gruppe der Wandler war noch vor wenigen Jahren gänzlich uninteressant für die Forás gewesen. Erst seitdem Nolan den Platz an der

3 Spitze eingenommen hatte, war das Rudel stetig angewachsen. Immer mehr Menschen und andere Wandler wollten mit ihnen Geschäfte abschließen. Wenn Elyon genauer darüber nachdachte, interessierte sie sein Vorgehen ungemein. Auch sie war an Geschäften interessiert. Allerdings nur was Antiquitäten und alte Bücher betraf. Nicht so jedoch dieser Mann. Nolan Hal hatte Unmengen an Geld in wissenschaftliche Forschung investiert, sodass er und somit auch sein Rudel mittlerweile den größten Marktanteil an führenden Projekten innehatte. Die meisten lagen im Bereich der Medizin. Bereits in wenigen Monaten würde das erste vollkommen einsatzfähige künstlich hergestellte Herz implantiert werden. Ob es ein Erfolg werden würde, lag allerdings in der Zukunft.

4 Nolans Weg führte zu einem der Wachposten. Er passierte die Metalldetektoren und ging, ohne zu wissen, dass Elyon ihn bald töten würde, an ihr vorbei. Sein Blick blieb kurz an ihr hängen, doch er schien ihr keinerlei Beachtung zu schenken. Gut so! Er sollte nicht wissen, wer sie war und was sie vorhatte. Unauffällig schlich sie ihm zu einem der Fahrstühle nach. Sie wusste, in welches Stockwerk er fuhr und wo sein Büro lag, und sie wusste auch, dass er in der nächsten Stunde keine Termine hatte. Elyon presste sich an einem etwas beleibteren Herrn vorbei und versuchte so menschlich wie möglich zu wirken. Sie hatte gelernt, dass Menschen und Wandler sie an ihrem zielstrebigen Gang erkennen konnten. Also ließ sie den Blick schweifen und tat so, als würde sie nach den Treppen suchen. Natürlich wusste sie, dass

5 sich die Aufgänge in einem Flur links neben den Aufzügen befanden. Als sich die Türen der Fahrstühle schlossen, vergeudete sie keine Zeit mehr und ging auf den Durchgang zu. Erst als sie niemand mehr sah, rannte Elyon die Stufen hoch und überwand mehrere Treppenstufen auf einmal. Da kamen ihr ihre langen Beine gerade recht, die wie geschaffen fürs Rennen waren. Oben angekommen war der Aufzug natürlich schon lange wieder fort und unten stieg wahrscheinlich schon die nächste Schwadron an Arbeitswilligen ein. Vielleicht auch schon die Dritte, stellte Elyon fest, als sie die Zeit überprüfte und bemerkte, dass sie länger gebraucht hatte als gedacht. Elyons Puls ging in stakkatoartigen Schlägen und sie musste sich eine Minute lang ausruhen, bevor sie die kurze Entfernung bis zum Büro des Geparden überwinden

6 konnte. Sie hatte gehört, dass Geparden auch in ihrer menschlichen Form eine ziemlich feine Nase besaßen. Und mit ihren Ohren verhielt es sich scheinbar ebenso. Elyon betrat den Flur und versuchte, die Kameras so gut es ging zu umgehen. Vor wenigen Stunden hatte sie die toten Winkel dieser Hightech-Geräte studiert und wusste, wo sie sich aufhalten konnte und wo es ungünstig war. Allerdings konnte sie sich nicht vor der Tür zum Empfangsbüro drücken. Sie musste hindurch. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren, Elyon, dachte sie, bevor sie tief Luft holte und ihrer Gabe die Oberhand ließ. Für jeden Forá war es schwierig, die Barrieren aufrechtzuerhalten, die sie von ihrer Gabe abschnitt. Ohne die geistigen Schutzwälle würde ihre Gabe unaufhaltsam, wann immer sie wollte, die Oberhand

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