Was ist überhaupt eine Börse?

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1 2015

2 Was ist überhaupt eine Börse? 2 Foto: istockphoto

3 Was beeinflusst die Preise / Aktienkurse noch? Wirtschaftliche Entwicklung eines Landes und weltweit Zinssätze Währungen 3 Fotos: 1) u. 3) pixelio, 2) flickr

4 Was beeinflusst die Preise / Aktienkurse noch? 4 Fotos: 1) u. 3) pixelio, 2) flickr

5 Was beeinflusst die Preise / Aktienkurse noch? Gewinnentwicklung Vertrauen in ein Unternehmen oder eine Branche Bekanntheit des Unternehmens Positive/negative Unternehmensnachrichten Naturkatastrophen Neue Produkte Zukunftsprognosen Politik Inflation Psychologie 5 Fotos: 1) u. 3) pixelio, 2) flickr

6 Der erste Börsencrash 6

7 Das mit der Psychologie? Bei der Tulpenmanie (auch Tulipomanie, Tulpenwahn, Tulpenfieber oder Tulpenhysterie; niederländisch tulpenwoede, tulpengekte oder bollengekte) handelt es sich um eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. Tulpen waren seit ihrer Einführung in die Niederlande in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Liebhaberobjekt. Sie wurden in den Gärten der sozial gehobenen Schichten des gebildeten Bürgertums, der Gelehrten und der Aristokratie kultiviert. Zu den auf Tauschhandel gegründeten Beziehungen dieser Liebhaber kam zum Ende des 16. Jahrhunderts der kommerzielle Handel mit Tulpen hinzu. In den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts steigerten sich die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein vergleichsweise sehr hohes Niveau, bevor der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach. Die Tulpenmanie wird als die erste relativ gut dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte angesehen. 7

8 Das mit der Psychologie? Für den Zeitraum von 1630 bis 1637 haben sich keine vollständigen Preisdaten erhalten. Daher ist es nicht möglich, exakte Aussagen über den Preisverlauf und das Ausmaß des Wertverlusts von Tulpenzwiebeln zu machen. In der Mehrzahl stammen die Daten auch aus dem Samen-Spraek. Die Aufstellung des amerikanischen Wirtschaftshistorikers Peter M. Garber, der die Informationen zu Verkäufen von 161 Zwiebeln von 39 Sorten zwischen 1633 und 1637 zusammentrug, zeigt, dass selbst gleiche Tulpensorten zum selben Zeitpunkt zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wurden. Der Grund hierfür liegt in den verschiedenen möglichen Handelsweisen und Handelsorten. Tulpen konnten in den Terminbörsen der Kollegs, bei Auktionen, auf Spotmärkten beim Züchter und durch notariell beglaubigte Terminkontrakte verkauft bzw. erworben werden. [46] Ein standardisierter Preisindex für Tulpenzwiebelverträge. Es fehlen die Daten zwischen dem 9. Februar 1637 und dem 1. Mai [47] Schon in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts war es unter Umständen möglich, für einzelne Tulpensorten sehr hohe Preise zu erzielen. Beispielhaft hierfür steht die Tulpe 'Semper Augustus'. Sie wurde 1637 als teuerste Tulpe aller Zeiten gehandelt. Einem Bericht aus dem Jahr 1623 zufolge sollten alle damals existierenden zwölf Tulpen dieser Sorte dem Amsterdamer Bürger Adriaan Pauw auf seinem Gut Heemstede gehören kostete jede dieser Zwiebeln Gulden, 1624 stand der Preis bei Gulden, 1633 war er auf Gulden gestiegen und 1637 wurden für drei Zwiebeln Gulden geboten. [48] Zum Vergleich: Das Durchschnittsjahreseinkommen in den Niederlanden lag bei etwa 150 Gulden, die teuersten Häuser an einer Amsterdamer Gracht kosteten rund Gulden. [49] Jedoch scheinen diese sehr hohen Tulpenpreise zu jener Zeit die Ausnahme gewesen zu sein. So wurden 1611 Tulpen der Sorte Cears op de Candlelaer ( Kerzen auf einem Leuchter ) für 20 Gulden verkauft. Aus dem Oktober 1635 haben sich Daten zum Verkauf einer Tulpe der Sorte Saeyblom van Coningh für 30 Gulden erhalten. [50] Dass die Preise für Tulpenzwiebeln zu Beginn der 1630er Jahre anzogen, lässt sich an den Sorten ablesen, für die in zeitlicher Folge mehrere Preisdaten verfügbar sind. Beispielsweise verdoppelte sich der Preis einer Tulpe der Sorte Groot Gepluymaseerde von 0,07 Gulden per Aes am 28. Dezember 1636 auf 0,15 Gulden per Aes am 12. Januar Der Preis der Sorte Switserts stieg in diesen zwei Wochen von 125 Gulden auf Gulden für das Pfund, ein Anstieg auf das Zwölffache. [51] 8

9 Tulpenzwiebel So blöd ist doch heute niemand mehr! 9

10 Tulpenzwiebel So blöd ist doch heute niemand mehr! Der Fall (von) EM.TV Börsen-Shooting-Star hat sich übernommen Von Dr. Matthias Kurp, Das Muppet-Märchen ist vorbei, der Kurs-Sturz der EM.TV-Aktie hält an: Mit knapp mehr als 6 Euro wurde die Aktie zuletzt nur noch auf 5 Prozent ihres Höchststandes bewertet. Der Aufstieg und Fall des Thomas Haffa ist ein Musterbeispiel für Risiken der New Economy. Grund für die Krise von EM.TV ist das magere Ergebnis, das der Börsen-Shooting-Star in diesem Jahr erzielen wird. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sollen höchstens 50 Mio. Mark übrig bleiben zu wenig, um die enormen Zinsen und Kredite zahlen zu können. EM.TV-Gründer und -Chef Thomas Haffa hatte das für die steigenden Börsenkurse zwingend erforderliche Wachstum seines vermeintlichen Medien-Imperiums nämlich zuletzt immer mehr auf Pump organisiert. Besonders teuer schlugen dabei die Formel-1-Rechte zu Buche. Für die Hälfte von Bernie Ecclestones Holding SLEC musste Haffa nämlich 3,6 Mrd. Mark zahlen, davon 712 Mio. Dollar in bar. Der Spiegel berichtet von notwendigen Krediten, die jährliche Tilgungen von 40 Mio. Mark erfordern. Darüber hinaus beinhaltet der Kaufvertrag eine Option auf weitere 25 Prozent von SLEC. Macht EM.TV von dieser Option bis zum Jahresende keinen Gebrauch, darf Ecclestone ab April 2001 den Anteil zwangsweise zum Preis von 2 Mrd. Mark an Haffas Unternehmen veräußern. EM.TV-Chronik: 1989: Der ehemalige Kirch-Manager Thomas Haffa gründet die EM GmbH in München. Oktober 1997: Die EM.TV & Merchandising AG geht an die Börse (neuer Markt). Die 30-fach überzeichnete Aktie startet mit 35,50 DM (bereinigt um mehrere Aktiensplits: 0,35 Euro). 59% der Aktien bleiben im Besitz der Familie Haffa. Dezember 1998: EM.TV erwirbt für 0,5 Mrd. Mark 50% an Kirchs Junior.tv mit Filmrechten an halben Programmstunden Kinder- und Familienunterhaltung. Juli 1999: Kursplus von weit mehr als Prozent: Wer beim Börsenstart DM in EM-TV-Aktien anlegte, besitzt Mitte 1999 bereits ein Aktienpaket im Wert von 1,7 Millionen DM. September 1999: EM.TV beteiligt sich für 0,8 Mrd. Mark zu 45% an Herbert Kloibers Tele München Gruppe (zweitgrößter deutscher Filmhändler). Dezember 1999: Das Unternehmen machte 1999 mit 220 Mitarbeitern 325 Mio. Mark Umsatz, wird an der Börse aber mit 15 Mrd. Mark bewertet. Februar 2000: EM.TV übernimmt für 1,34 Mrd. Mark die Jim Henson Company. Die Aktie erreicht mit 120 Euro ihren Kurshöchsstand und ein Kursplus von Prozent. Wer beim Börsenstart DM in EM-TV-Aktien anlegte, besitzt ein Aktienpaket im Wert von mehr als 2 Millionen DM. März 2000: EM.TV übernimmt für 3,6 Mrd. Mark 50% von Ecclestones Formel-1-Holding SLEC. Oktober 2000: Nach einer Korrektur des Halbjahresberichts fällt der Aktienkurs um etwa 30%. Finanzvorstand Florian Haffa, Bruder des Firmengründers, tritt zurück. Dezember 2000: Der Aktienkurs sinkt nach Gerüchten über Zahlungsschwierigkeiten auf ca. 16 Euro. Der Aktienwert des Unternehmens sinkt auf ca. 2,5 Mrd. Mark Gewinnwarnung: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt voraussichtlich nur ca. 50 Mio. DM im Vergleich zu den geplanten 525 Mio. DM. Ohne Zukäufe und Sondereinflüsse häufte EM.TV demnach in den ersten neun Monaten des Jahres im operativen Geschäft einen Verlust von 135,3 Millionen DM an. 4. Dezember 2000: Die Münchner Kirch-Gruppe erwirbt 16,74% am angeschlagenen deutschen Medienkonzern EM.TV und sichert sich damit zugleich Formel-1-Rechte. TV- Chef Thomas Haffa überträgt der KirchGruppe zudem knapp 8% seiner Stimmrechte, so dass diese künftig eine Sperrminorität von 25 Prozent der Stimmanteile hält. Kirch übernimmt außerdem für 550 Millionen US-Dollar (1,23 Milliarden Mark) 49 Prozent der EM-Anteile an der Formel 1. Der Filmrechtepool von Junior.tv geht zu 100 Prozent auf EM.TV über. Die Beteilgung an der Tele München Gruppe soll an Kloiber zurück verkauft werden. Die EM-TV-Aktie verliert erneut 24% an Wert. 6. Dezember 2000: Der Wert der EM.TV-Aktie sinkt auf knapp über 6 Euro. 10

11 Crashes, die in die Geschichte eingingen 11

12 Wer handelt an der Börse und mit was? 12 Foto: istockphoto

13 Die wichtigsten Aktienindizes der Welt Dow Jones Nikkei SSE (Shanghai Stock Exchange) FTSE (Financial Times Stock Exchange) DAX Foto: pixelio

14 Die deutschen Indizes Foto:

15 Börsengang statt Untergang 15 Foto: pixelio

16 Aktienkauf: Ein Stück vom Kuchen Wer eine Aktie kauft, erwirbt einen kleinen Anteil an einem Unternehmen (Aktiengesellschaft = AG). Anleger dürfen, je nachdem wie viel sie investieren, über die Entwicklung des Unternehmens mitbestimmen. Anleger haben Teil an der Wirtschaftsentwicklung. 16 Foto: pixelio

17 Hoch im Kurs nur, wo steht's geschrieben? 17

18 Wo gibt es Informationen? 18

19 Wo gibt es Informationen? Börsenplätze (z.b

20 Wie viel ist ein Unternehmen wert? 20

21 Woher soll ich denn das wissen? 21

22 Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) KGV Gewinn ,00 Anzahl Aktien ,00 Gewinn je Aktie 3, Aktienkurs 14,25 KGV 3,67 22

23 Dividendenrendite 23

24 Analystenempfehlung 24

25 Chartanalyse 25

26 Chartanalyse Wer macht so was? 26

27 Foto: flickr

28 Worauf muss ich achten? 28

29 Welche Arten von Wertpapieren kann ich kaufen? Im Spiel verfügbar sind sowohl alle Aktien, ETPs und ADRs, die an Xetra und den deutschen Regionalbörsen (inkl. Tradegate Exchange) gehandelt werden, sowie Partizipationszertifikate, die an der Börse Frankfurt Zertifikate gehandelt werden. Fonds und Anleihen sind vom ausgeschlossen. 29

30 Aktien 30 Foto: Wikimedia

31 WKN und ISIN WKN = Wertpapierkennnummer ISIN = International Securities Identifikation Number 31

32 ETFs (= Exchange Traded Fonds) 32 Foto: Gründerszene

33 ETFs 33

34 ETCs (= Exchange Traded Commodities) 34

35 ETNs (= Exchange Traded Notes) 35 Foto:

36 ADRs (= American Depositary Receipts) 36 Foto: clipart

37 Partizipationszertifikate 37

38 Beispiel: Partizipationszertifikat Partizipationszertifikat auf den DAX Partizipationsverhältnis 1:1 Laufzeit: 2 Jahre Kaufpreis Zertifikat: 100 Euro DAX Ausgangsstand bei Kauf: 5000 Punkte DAX-Stand bei Ende Laufzeit: 7000 Punkte 7000 : 5000 x 100 = 140% Kontogutschrift = 140 Euro 38

39 Wie und wo melde ich mich an? Link 39

40 Der Überlick 40

41 Welche Aktie ist die beste? 41

42 Das Limit kennen! Um ein bestimmtes Kursziel oder -niveau zu erreichen, können Börsenaufträge limitiert werden, indem bei Käufen Höchst- und bei Verkäufen Mindestkurse angegeben werden. Stop-Buy- (Kauf) und Stop-Loss-Limiten (Verkauf) können zur Gewinnrealisierung oder Verlustbegrenzung eingesetzt werden. Limitangaben erfolgen in Euro pro Stück. Limitaufträge können zeitlich begrenzt und gelöscht werden. Beispiel: Kauf von 100 Stück BMW-Wertpapieren zum Limit von 57 Euro > erst bei einem Kurs von 57 Euro oder darunter wird gekauft 42

43 Regeln sind nicht zum Brechen da! Das Umsatzvolumen eines Wertpapiers darf beim Kauf/ Verkauf nicht höher sein als an der echten Börse. Wertpapiere können erst ab einem Preis von 1 Euro gekauft werden. Pro Börsentag dürfen nur Euro ausgegeben werden. Ein Wertpapier darf nicht mehr als Euro kosten. Im ersten Spielmonat müssen Sie mindestens eine Order tätigen. Die Handelszeit richtet sich nach den jeweiligen Börsenplätzen. Wertpapiere können innerhalb eines Tages gekauft und wieder verkauft werden dazwischen muss mind. eine Stunde liegen. 43

44 Kostenlose Tipps, die Geld bringen 44 Foto: pixelio

45 Börseninformationen TOP oder Produktname 45

46 Analystenempfehlungen Kommen per TOP oder Produktname an die Spielleiter! 46

47 Das für unterwegs TOP oder Produktname 47

48 Was muss ich tun, um disqualifiziert zu werden? 48 Fotos: 1) flickr (Robert Wetzmayr), 2) flickr

49 Wo stehe ich? 49

50 Abgerechnet wird zum Schluss Die Abrechnung der Aufträge erfolgt zum nächsten Echtkurs, der an der gewählten Börse festgestellt wird (+ 15 Minuten bzw. Realtime bei Tradegate und Scoach Europa). Vor Ausführung wird das zur Verfügung stehende Restkapital geprüft (inkl. bestehende Limitaufträge). Nach Auftragsausführung wird die Abrechnung per zugesandt. 50

51 Abgerechnet wird zum Schluss Bei jedem Kauf/Verkauf fallen Gebühren in Höhe von 0,3 Prozent des Kurswertes (mind. 5 Euro) an. Für gelöschte Limitaufträge fallen 5 Euro Limitgebühr an. 51

52 Abgeltungssteuer Es wird Abgeltungssteuer (inkl. SolZ) in Höhe von 26,375 Prozent berechnet. Kursgewinne Abgeltungssteuer 25 % + Solidaritätszuschlag + evtl. Kirchensteuer Dividenden Zinsen 52

53 Abgeltungssteuer im Verlusttopf 53

54 Abgeltungssteuer im Verlusttopf 54

55 Abgeltungssteuer im 55

56 Ach wär ich doch ein Millionär Fällige Wertpapiere werden ausgebucht, der Gegenwert wird dem Depot gutgeschrieben. Die Dividende wird gutgeschrieben. Die Endabrechnung erfolgt am 30. Mai 2015 (kein Verkauf der Wertpapiere im Depot notwendig, Bestand wird mit bewertet). Sieger ist, wer am letzten Spieltag, nach der Bewertung, das höchste Vermögen auf dem Konto hat. 56

57 Was gibt s zu gewinnen? deutschlandweit ü Geldpreise für die Plätze 1-5 ü 1. Platz: Platz: Platz: Platz: Platz: Preise- regional ü Geldpreise für die Plätze Platz: in die Klassenkasse für das Siegerteam 2. Platz: in die Klassenkasse für das Siegerteam 3.Platz: in die Klassenkasse für das Siegerteam Siegerehrung der 5 bestplatzierten Depots in Frankfurt a.m. an der Börse Foto: istockphoto

58 Wann und wer? 58

59 Viel Erfolg beim VR- Börsenspiel 2015! 59

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