MS SQL Server 2000 Datenkollektor. Status:

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1 MS SQL Server 2000 Datenkollektor Status:

2 Inhaltsverzeichnis Einleitung... 3 Die Leistungsmerkmale des ApplicationManager-Datenkollektors für Microsoft SQL Server:... 4 Überblick über Microsoft SQL Server:... 4 Der MS SQL Server-Datenkollektor... 6 SQL Server-Monitoring:... 7 Datenbank-Monitoring:... 8 Datendateien und Transaktionslogs... 9 Platzbedarf:... 9 Performance:... 9 Performance-Management: Management des Windows-Betriebssystems: Vorkonfigurierte Regelwerke für die Überwachung: Anhang A: Objektstruktur des Datenkollektors: Copyright REALTECH 2008 Seite 2 von 12

3 Einleitung Effizientes Applikationsmanagement bedeutet weitaus mehr als die Maximierung der Verfügbarkeit. Durch gezieltes Tuning können Leistungsniveau und Stabilität geschäftskritischer Anwendungen gesteigert werden ohne zusätzlich in Hardware (Prozessoren, RAM, Plattenplatz) zu investieren. Dazu stehen für theguard! ApplicationManager für viele Applikationen Datenkollektoren zur Verfügung, die ein umfassendes Monitoring und eine detaillierte Datenanalyse erlauben. Datenkollektoren erlauben weit mehr als das Sammeln von Events nach vorgegebenen Regeln. Sie liefern in Echtzeit alle Performance-Werte, den aktuellen Zustand aller Applikations-Objekte und erlauben den Einblick in Konfigurationsattribute wie z.b. den Release-Stand oder die Parametrisierung der Applikation. Datenkollektoren modellieren eine Applikation in Objekte und Unter-Objekte und erlauben so eine dedizierte Behandlung für Alarmierung, Monitoring oder Statusanzeige. Die Modellierung stellt zudem sicher, dass Informationen klar strukturiert sind und Meldungen einfach der jeweiligen Problemursache zuzuordnen sind. Vorkonfigurierte und wiederverwendbare Regelwerke pro Applikationstyp erlauben die schnelle Einführung der Lösung und die einfache Anpassung der Überwachung an dynamische Landschaften. Das einfache Setzen von Schwellwerten garantiert so das frühzeitige Erkennen möglicher Fehlersituationen. Ein umfassendes Reaktionsmanagement erlaubt die flexible Alarmierung zu mehr als 100 verschiedenen Geräten und Meldungs- Konsolen. Das automatische Discovery neuer Applikationsinstanzen und -objekte, inklusive automatischer Zuordnung von Regelwerken, ermöglicht eine automatische Überwachung selbst in den Fällen, bei denen Administratoren die jeweiligen Applikationen umkonfigurieren (z.b. Hinzufügen neuer Instanzen oder Objekte). Ein zentrales Reporting auf den Applikationsinstanzen und -objekten ermöglicht ein granulares und effektives Kapazitätsmanagement aller Ressourcen. Das integrierte Service Level Management garantiert die Einhaltung von Service Levels für Applikationsverfügbarkeit und Performance, wobei die Operational Level Agreements (OLAs) einfach auf den Applikationsobjekten definiert werden können. Copyright REALTECH 2008 Seite 3 von 12

4 Die Leistungsmerkmale des ApplicationManager-Datenkollektors für Microsoft SQL Server: Der Datenkollektor für Microsoft SQL Server ermöglicht die umfassende Überwachung eines Microsoft SQL Server 2000 bzw. Microsoft SQL Server 7.0. Mit ApplicationManager lassen sich so eine Vielzahl von SQL- Servern, einschließlich deren Datenbanken, parallel überwachen und vergleichen. Alle wichtigen Komponenten eines Microsoft SLQ Servers, wie beispielsweise Services und Datenbanken, werden im Rahmen des CIM-Modells als Managed Objects (MOs) einzeln erfasst und analysiert, um zum einen die Informationen klar und übersichtlich zu gliedern und zum anderen um eine individuelle Steuerung zu ermöglichen. Der Microsoft SQL Server-Datenkollektor ist eine sehr mächtige Applikation bestehend aus einer Vielzahl von Objekten, Event-Kategorien und Performance-Countern. Alle Informationen sind in der DC Online -Dokumentation des Produktes beschrieben. Das vorliegende Dokument gibt einen Einblick in die wesentlichen Funktionen des Datenkollektors. Überblick über Microsoft SQL Server: Der Microsoft SQL Server ein relationales Datenbanksystem basierend auf dem SQL-Standard - dient in der Regel dazu, große Datenmengen geschäftskritischer Anwendungen, wie beispielsweise von SAP R/3, permanent mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung zu stellen, dauerhaft zu speichern und zu verwalten. Eine geschäftskritische Anwendung kann daher nur dann reibungslos betrieben werden, wenn der zugrundeliegende Microsoft SQL Server hochverfügbar ist und keine Engpässe aufweist. Die Architektur des Microsoft SQL Servers ist so konzipiert, dass eine oder mehrere verschiedene Datenbanken von nur einem Server-Prozess (Win32 Service) verwaltet werden. Dieses Konzept ermöglicht es mit nur einem SQL Server mehrere verschiedene Datenbanken zu betreiben, z.b. für verschiedene Anwendungen, Geschäftsbereiche, etc.. Jede Datenbank besteht aus Datendateien und Transaktionslog-Dateien, welche in sogenannte Dateigruppen zusammengefasst sind. Eine Datenbank besitzt wenigstens eine Dateigruppe für Datendateien und eine für das Transaktionslog. Diese beinhalten mindestens eine Datendatei bzw. eine Transaktionslog-Datei. Bei Bedarf können zu einer Dateigruppe weitere Dateien hinzugefügt werden, um das Datenvolumen der Datenbank den Anforderungen entsprechend zu erhöhen. Ebenso können weitere Dateigruppen für Datendateien angelegt werden. Unabhängig von den Benutzer- oder Anwendungsdatenbanken, in denen die eigentlichen Nutz- bzw. Anwendungsdaten gespeichert werden, benötigt der Microsoft SQL Server vier sogenannte Systemdatenbanken master, model, msdb und tempdb, welche bereits bei der Installation des SQL Servers angelegt werden. Diese Systemdatenbanken benötigt der SQL Server, um interne Systeminformationen und -parameter zu verwalten. Auf entsprechend großen und schnellen Server-Systemen können mehrere, komplett unabhängige, Microsoft SQL-Server 2000 Instanzen betrieben werden. Copyright REALTECH 2008 Seite 4 von 12

5 Architektur eines Microsoft SQL Server-Systems: MS SQL Server Instanz 3 MS SQL Server Instanz 2 System s MS SQL Server Instanz 1 System s master model msdb tempdb master model msdb tempdb User s System s master model msdb tempdb Data group Data- Data- Data- Data- User s User s 3 n n Transaction Log Log- Log- Log- Log n Connections Microsoft SQL Server System DB-Client DB-Client DB-Client Copyright REALTECH 2008 Seite 5 von 12

6 Der MS SQL Server-Datenkollektor Der Datenkollektor kann alle auf einem System installierten Microsoft SQL Server-Instanzen, einschließlich deren Datenbanken, überwachen. Die folgende Abbildung zeigt den Status aller Objekte eines Microsoft SQL Servers im Managed Monitor des theguard! ApplicationManagers. Eine vollständige Liste aller Objekte ist im Anhang A beschrieben. Alle wichtigen Komponenten eines SQL Server-Systems, wie z.b. SQL Server-Instanzen, Datenbanken, SQL Server Agent-Instanzen, Analysis Server, usw., werden im Managed Monitor als Managed Object erfasst und dargestellt. Die Managed Objects sind ihrer Hierarchie entsprechend klar und übersichtlich angeordnet. Dadurch ist der aktuelle Zustand jeder SQL Server-Komponente auf einen Blick ersichtlich. Überwachungsparameter lassen sich individuell für jede Komponente getrennt einstellen. Copyright REALTECH 2008 Seite 6 von 12

7 SQL Server-Monitoring: Jede SQL Server-Instanz kann hinsichtlich verschiedener Kriterien überwacht werden: Status der SQL Server-Instanz (Win32 Service) Überwachung der SQL Server-Logdatei Vom SQL Server generierte Einträge in das Windows-EventLog Anzahl der Client-Verbindungen prozentual zur Anzahl lizenzierter Clients Max. Anzahl zulässiger Client-Verbindungen Erfassung von Benutzer-Anmeldungen mit sicherheitskritischem Login (z.b. sa Benutzer) Überwachung der Änderung von SQL Server-Konfigurationsparametern Sämtliche Überwachungen können mittels Konfigurationsparametern an die individuellen Anforderungen, getrennt für jede SQL Server-Instanz, angepasst werden. Neben der Überwachung können viele wichtige und nützliche Informationen, bezüglich einer SQL Server- Instanz, im Managed Monitor abgerufen werden. Detaillierte Versionsinformationen SQL Server-Logins Interne SQL Server-Prozesse Aktive Client-Verbindungen zum SQL Server SQL Server-Konfigurationsparameter Copyright REALTECH 2008 Seite 7 von 12

8 Datenbank-Monitoring: Die Datenbanken sind wesentliche Objekte für die Überwachung der Verfügbarkeit, da die Verfügbarkeit der Applikationen direkt von deren Verfügbarkeit abhängig ist. Alle Datenbanken eines MS SQL Servers können deshalb individuell, nach verschiedenen Kriterien hin, überwacht werden: Status der Datenbank Verfügbarkeit der Datenbank für Clients Plattenplatzbedarf der Datendateien und der Transaktionslog-Dateien Automatische Vergrößerung der Datendateien und der Transaktionslog-Dateien Änderung von Datenbank-Optionen Zur Status-Ermittlung wird periodisch eine Client-Verbindung zur jeweiligen Datenbank aufgebaut; somit erfolgt gleichzeitig eine Überwachung der Verfügbarkeit von Datenbanken. Sämtliche Überwachungen lassen sich mittels Konfigurationsparametern individuell für jede Datenbank getrennt einstellen. Die Eigenschaften einer Datenbank, wie Datenbank-Optionen, Gesamt-Plattenplatzbedarf für Daten und Transaktionslog, Dateigruppen und Dateien bzw. deren Konfiguration, Datenbank-Benutzer, Sperren, etc. sind direkt in den Properties sichtbar. Copyright REALTECH 2008 Seite 8 von 12

9 Datendateien und Transaktionslogs Die Datendateien und die Transaktionslog-Dateien einer Datenbank können so konfiguriert werden, dass sie sich automatisch vergrößern, wenn ihre aktuell reservierte Dateigröße nicht mehr ausreicht, um weitere Daten bzw. Transaktionen zu speichern. Die automatische Vergrößerung kann, je nach Konfiguration, entweder um einen absoluten Betrag oder prozentual zur aktuellen Dateigröße erfolgen oder aber auch gänzlich unterbunden werden. Läuft eine Datenbank wegen deaktivierter oder gescheiterter Dateivergrößerung voll, so können keine weiteren Daten mehr gespeichert werden und der Produktivbetrieb kommt schlagartig zum Erliegen. Darum überwacht der Datenkollektor den Füllgrad der Datenbanken und meldet kritische Situationen frühzeitig. Zudem überwacht der Datenkollektor die Dateivergrößerung von Datenbanken pro-aktiv, indem er die nächste Dateivergrößerung vorauskalkuliert und prüft ob genug Plattenplatz dafür vorhanden ist. Insgesamt sind hierbei drei Fälle zu unterscheiden: 1. Fest eingestellte Dateigröße (nicht erweiterbar!) => Meldung, wenn mehr als <X>% der reservierten Dateigröße bereits verwendet wird 2. Erweiterbare Datei mit maximaler Dateigröße => Meldung, wenn mehr als <X>% der max. Dateigröße bereits verwendet wird => Meldung, wenn die nächste Vergrößerung aufgrund der max. Dateigröße nicht mehr möglich ist => Meldung, wenn für die nächste Dateivergrößerung nicht genug freier Plattenplatz vorhanden ist 3. Erweiterbare Datei mit unbeschränkter Dateigröße => Meldung, wenn für die nächste Dateivergrößerung nicht genug freier Plattenplatz vorhanden ist Die Überwachung der Datendateien und Transaktionslog-Dateien senkt das Ausfallrisiko durch volllaufende Datenbanken bzw. Transaktionslogs. Plattenplatzbedarf und Performance von Datenbanken können für eine große Zahl unterschiedlicher Kriterien gemessen, ausgewertet und mit Schwellwerten belegt werden. Kapazitätsengpässe werden so frühzeitig erkannt und können kontrolliert beseitigt werden. Die folgende Auflistung enthält nur einen Auszug der überwachten Werte: Platzbedarf: Gesamtgröße der Datenbank Plattenplatzbedarf für Datendateien Plattenplatzbedarf für das Transaktionslog Aktueller Nutzungsgrad des Transaktionslogs Performance: Transaktionen/sec Cache Trefferquote Copyright REALTECH 2008 Seite 9 von 12

10 Performance-Management: Die Managed Objects, wie z.b. SQL Server-Instanzen oder Datenbanken, liefern zahlreiche statistische Werte bezüglich ihres Echtzeitzustandes. So z.b. Auslastungs- und Performancewerte wie Anzahl der aktuellen Client- Verbindungen, Speicherbedarf, Größe der Datenbanken und Transaktionslogs, Transaktionen/sec, Cache- Trefferquote, u.v.a.. Für sämtliche statistischen Werte können Schwellwerte gesetzt werden, welche bei Überbzw. Unterschreitung zu Alarmen führen. Dies dient gleichzeitig der Funktions- und der Performance- Überwachung. Ebenso können die statistischen Werte in der ApplikationManager-Datenbank gesammelt und via Reporting ausgewertet werden. So können z.b. Trendanalysen für den Verbrauch von Plattenplatz, etc. durchgeführt werden, welche als Grundlage für eine Kosten- und Kapazitätsplanung dienen. Weiterhin lassen sich sämtliche statistische Werte im Realtime-Performance-Monitor beobachten und miteinander vergleichen. Dies bietet eine wertvolle Unterstützung für Performance- und Speicher- Optimierungen. Die Abbildung zeigt den Vergleich der Transaktionen/sec verschiedener Datenbanken im Realtime- Performance-Monitor: Aufgrund dieser Sichten können die Performance- oder Verbrauchskennzahlen verschiedener MS SQL Server bzw. Datenbanken miteinander verglichen werden, um z.b. die Last effizienter zu verteilen oder die Hardwareausstattung einzelner Rechner zu modifizieren. Copyright REALTECH 2008 Seite 10 von 12

11 Management des Windows-Betriebssystems: Um einen Microsoft SQL Server komplett abzusichern, sollte man wesentliche Kenngrößen des Windows- Betriebssystems wie z.b. physische Platten, Prozessor-Auslastung, Page-, etc. überwachen. Diese Kenngrößen und mehr können mit dem Windows bzw. Windows 2000-Datenkollektor (siehe White Paper Windows Datenkollektor ) erfasst und ausgewertet werden. Vorkonfigurierte Regelwerke für die Überwachung: Der Microsoft SQL Server-Datenkollektor enthält viele, umfassende, vorkonfigurierte Regelwerke für jeden Objekttyp wie Server oder Datenbank. Weitere Informationen über REALTECH s Softwareprodukte unter: REALTECH AG Industriestr. 39c Walldorf Germany Tel Fax Copyright REALTECH 2008 Seite 11 von 12

12 Anhang A: Objektstruktur des Datenkollektors: Der Datenkollektor hat folgende Objektstruktur in Objekttypen, die u.a. maßgebend für die Konfiguration, die Zuordnung der Events und für alle sonstigen Funktionen sind: Objekttyp Metrik Thema Server Ein bis n MS SQL Server- Instanzen pro Managed Node SQL Server-Monitoring Aktivität und Speicherverbrauch auf Server-Ebene SQL Server Agent Ein SQL Server Agent pro MS SQL Server-Instanz SQL Server Job-Monitoring (z.b. Backup- Jobs) Locks Cache Manager Buffer Partition AnalysisServer 4 Systemdatenbanken und n Benutzer-Datenbanken pro MS SQL Server-Instanz 7 verschiedene Lock-Objekte pro MS SQL Server-Instanz 9 verschiedene Cache Manager- Objekte pro MS SQL Server- Instanz Ein bis n Buffer Partition-Objekte pro MS SQL Server-Instanz Eine MS SQL Analysis Server- Instanz pro Managed Node Datenbank-Monitoring Aktivität und Datenvolumen auf Datenbank-Ebene Sperren für verschiedene Resource- Typen, wie Datenbanken, Tabellen, Keys, etc. Cache-Nutzung der Stored-Procedures, SQL-Statements, Trigger, etc. Nutzung der freien Seiten Aktivität von Caches, Datenabfragen, Verbindungen, Prozeduraufrufen und vieles mehr Copyright REALTECH 2008 Seite 12 von 12

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