Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Pressekolloquium am 18. März 2010 in Berlin

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1 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Pressekolloquium am 18. März 2010 in Berlin

2 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Die Versicherungswirtschaft beweist in der Finanzmarktkrise Substanz und Stabilität Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Pressekolloquium am 18. März 2010

3 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 3 Geschäftsergebnis der Versicherungswirtschaft 2009 Prämieneinnahmen in Mrd. Euro Schaden- und Unfallversicherung 54,6 (+0%) 31,5 (+3,8%) Lebensversicherung einschl. Pensionskassen und -fonds 85,2 (+7,1%) Private Krankenversicherung Gesamtprämieneinnahmen: 171,3 Mrd. Euro (+ 4,1 %)

4 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 4 Stabile Beitragsentwicklung in der deutschen Versicherungswirtschaft Mrd. Euro Lebensversicherung* Private Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung (Prognose) * Lebensversicherung einschl. Pensionskassen und -fonds, Quelle: GDV

5 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Die Versicherungswirtschaft beweist in der Finanzmarktkrise Substanz und Stabilität Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Pressekolloquium am 18. März 2010

6 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Zur Lage der Lebensversicherung 2009/2010 Dr. Maximilian Zimmerer, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherung/Pensionsfonds Pressekolloquium am 18. März 2010

7 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 7 Entwicklung wichtiger Finanzmarkt-Indizes /2010 2/2010 Quelle: -Charttool

8 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 8 Beitragseinnahmen der LV i. w. S. Lfd. Beitrag & Einmalbeitrag in Mrd. Euro 100,0 90,0 + 7,1 % 80,0 70,0 60,0 7,5 8,7 7,9 9,4 12,7 12,9 13,1 21,0 + 59,9 % 50,0 40,0 30,0 20,0 57,8 59,8 62,4 65,8 65,8 66,1 66,4 64,2-3,3 % 10,0 0, laufender Beitrag Einmalbeitrag

9 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 9 Neuzugang LV i. w. S.: Struktur der Beitragssumme des Neugeschäfts, laufende Beiträge und Einmalbeiträge (Bewertungssumme in Mrd. Euro) 200,0 180,0 160,0 140,0 120,0 100,0 80,0 60,0 40,0 20, Im Berichtsjahr 2009 *) erreichte die Beitragssumme des Neugeschäfts eine Höhe von 154,20 Mrd. Euro (Vorjahr: 175,04 Mrd. Euro; - 11,9 %), davon entfielen auf die Einmalbeiträge 20,80 Mrd. Euro (+ 61,7 %) und auf die laufenden Beiträge 133,40 Mrd. Euro (- 17,7 %). 0, *) Neuzugang an Einmalbeiträgen Beitragssumme des Neugeschäfts gegen laufenden Beitrag (Bew ertungssumme) *) vorläufige Werte

10 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 10 Bestand an Riester-Versicherungen & Basisrenten Anzahl in Tausend Stück Veränderung zu 2008 Riester-Verträge = + 7,7 % Basisrenten = + 25,6 % 9.131, , , , , , , , ,7 862,8 608, ,8 147,8 295, Riester-Verträge Basisrenten

11 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 11 Riester-Förderung wirkt Staatliche Förderung ist attraktiv Förderquote von bis zu 70 % Insbesondere kleine und mittlere Einkommensbezieher sowie Familien profitieren von Riester-Förderung 31,5 % der Zulagenempfänger haben ein Jahreseinkommen bis 10 Tsd. 20,2 % der Zulagenempfänger haben ein Jahreseinkommen bis 20 Tsd. 18,8 % der Zulagenempfänger haben ein Jahreseinkommen bis 30 Tsd. Ohne Riester-Förderung hätten kleine und mittlere Einkommensbezieher kaum Chancen, eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Riester-Rente lohnt sich für jeden (Stiftung Warentest)

12 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 12 Verbesserte steuerpolitische Rahmenbedingungen für Altersvorsorge notwendig Riester-Rente Anbindung des Förderrahmens an Beitragsbemessungsgrenze in der GRV Förderfähigkeit der Riester-Beiträge in Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze Basisrente steuerliche Förderung von Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsschutz bis zu 100 % des Fördervolumens (20 Tsd. / Jahr) betriebliche Altersversorgung Übertragungsmöglichkeit nicht ausgeschöpfter Fördervolumen auf spätere Jahre (z.b. nach Elternzeit oder Arbeitslosigkeit) Verbesserung der Auslagerung von Pensionszusagen auf Pensionsfonds durch volle Steuerfreiheit der in den Folgejahren zu leistenden Aufwendungen (Future Service)

13 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Zur Lage der Lebensversicherung 2009/2010 Dr. Maximilian Zimmerer, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherung/Pensionsfonds Pressekolloquium am 18. März 2010

14 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Zur Lage der Schaden- und Unfallversicherung 2009 Dr. Frank W. Keuper, Stellvertretender Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden-/ und Unfallversicherung Pressekolloquium am 18. März 2010

15 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 15 Schaden- und Unfallversicherung 2009 Gebuchte Bruttobeitragseinnahmen stagnierten. Sie beliefen sich insgesamt auf 54,6 Milliarden Euro. Schaden- und Unfallversicherer hatten Ende 2009 insgesamt 287,6 Millionen Verträge in ihren Beständen; ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zu Schadenaufwand nahm um 1,3 Prozent zu. Das versicherungstechnische Ergebnis beträgt 1,7 Milliarden Euro, nach 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr; Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung (Combined Ratio) erhöhte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 97 Prozent. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein solides Ergebnis für die Schaden- und Unfallversicherer.

16 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 16 Folgen des Sibirien-Winters (1) Kraftfahrzeugversicherung Von Dezember 2009 bis Februar 2010 voraussichtlich rund zusätzliche Schäden für die Kraftfahrthaftpflicht-Versicherer im Vergleich zu den Monaten Dezember 2008 bis Februar In der Kraftfahrthaftpflicht-Versicherung resultiert daraus ein zusätzlicher Schadenaufwand von 200 Millionen Euro. In der Vollkaskoversicherung folgt ein zusätzlicher Schadenaufwand von mehr als 30 Millionen Euro. Im Vergleich zum vergangenen Winter kommt auf die Kraftfahrtversicherer ein zusätzliches Schadenvolumen von insgesamt 230 Millionen Euro zu.

17 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 17 Folgen des Sibirien-Winters (2) Sachversicherung Wie im vergangenen Winter werden die Sachversicherer voraussichtlich rund eine halbe Milliarde Euro für gefrorene Leitungswasserrohre leisten müssen.

18 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 18 Folgen des Sturmtiefs Xynthia Kraftfahrzeugversicherung Die Sparte rechnet mit einem zusätzlichen Schadenaufwand von 50 bis 60 Millionen Euro. Sachversicherung Xynthia mit Schadenaufwendungen von einer halben Milliarde Euro deutlich schwächer als Kyrill im Januar 2007 mit Schäden von mehr als 2 Milliarden Euro und Lothar im Dezember 1999 mit einem Schadenvolumen von 850 Millionen Euro.

19 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 19 Sparten Wohngebäudeversicherung 2009 Kraftfahrtversicherung Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung Rechtsschutzversicherung

20 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 20 Wohngebäudeversicherung 2009 Sparte mit einem Plus von 5 Prozent der gebuchten Bruttobeitragseinnahmen. Schadenaufwand ging um 4 Prozent zurück. Combined Ratio beträgt immer noch 102 Prozent, nach 109,5 Prozent im Vorjahr. Im Saldo haben die Wohngebäudeversicherer in den vergangenen zehn Jahren ein versicherungstechnisches Minus von 4 Milliarden Euro angehäuft. Das ist auch eine Folge des scharfen Wettbewerbs in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung.

21 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 21 Sparten Wohngebäudeversicherung Kraftfahrtversicherung 2009 Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung Rechtsschutzversicherung

22 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 22 Kraftfahrtversicherung 2009 (1) Kraftfahrtversicherer insgesamt mit einem versicherungstechnischen Verlust von 700 Millionen Euro. Vollkaskoversicherung trägt maßgeblich zum versicherungstechnischen Verlust der Kraftfahrtversicherer bei. Die Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung (Combined Ratio) in der Vollkasko- Versicherung belief sich 2009 auf 111 Prozent.

23 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 23 Kraftfahrtversicherung 2009 (2) Einnahmen für Kraftfahrtversicherung insgesamt gingen 2009 um 1,5 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zurück. Die durchschnittliche Jahresprämie in der Kraftfahrthaftpflicht-Versicherung sank nochmals um 3,5 Prozent auf 218 Euro. Jahresprämien in der Voll- und Teilkasko gingen um jeweils rund 3 Prozent (Vollkasko: 263 Euro; Teilkasko: 82 Euro) zurück. Aktueller nominaler Prämiensatz entspricht dem Niveau Ende der 1980er-Jahre. Die Kunden profitieren davon, dass sich der Prämiensatz preisbereinigt (real) seit Ende der 1980er-Jahre annähernd halbiert hat.

24 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 24 EUR 400 Durchschnittliche Jahresprämie in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1984 bis 2009 (VPI-inflationsbereinigt, absolut in EUR und Veränderung zum Vorjahr in Prozent) ,0% +6,3% +1,0% +1,1% +2,1% +1,2% +0,0% -11,4% -1,9% +1,4% +4,0% -1,4% -6,5% ,4% -4,6% -3,5% +0,2% +1,6% +0,5% -0,8% -1,5% -4,5% -6,2% -5,7% -5,9% -4,0% * *hochgerechnet

25 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 25 Kraftfahrtversicherung Ausblick 2010 In der Kraftfahrthaftpflicht-Versicherung gibt es erste Anzeichen für eine Trendwende: Das Tarifniveau Neugeschäft 2010 nahm um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. In der Prämienpolitik ist offenbar eine Trendwende eingeläutet worden. Das ist aufgrund der schlechten Ergebnisse der Kraftfahrtversicherer in den vergangenen Jahren gerechtfertigt.

26 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 26 Sparten Wohngebäudeversicherung Kraftfahrtversicherung Rechtsschutzversicherung 2009 Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung

27 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 27 Rechtsschutzversicherung 2009 Gebuchte Bruttobeitragseinnahmen stagnierten. Schadenaufwand stieg um 10,5 Prozent an. Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung (Combined Ratio) verschlechterte sich um mehr als 7 Prozentpunkte auf 103 Prozent verzeichnete die Sparte mehr als Arbeits-Rechtsschutzfälle. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent im Vergleich zu Die Wirtschaftskrise ist also vor den Arbeitsgerichten angekommen. Die Zahlungen der Rechtsschutzversicherer für Arbeits-Rechtsschutzfälle nahmen um 24 Prozent zu; insgesamt beliefen sich die Leistungen für Arbeits- Rechtsschutzfälle im vergangenen Jahr auf mehr als eine halbe Milliarde Euro.

28 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 28 Arbeitsrechtsschutz gemeldete Schäden und geschätzte Leistungen Tsd. Stück / Mio. Euro Anzahl geschätzte Leistungen Quelle: GDV

29 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 29 Sparten Wohngebäudeversicherung Kraftfahrtversicherung Rechtsschutzversicherung Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung 2009

30 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 30 Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung 2009 (1) Gebuchte Bruttobeitragseinnahmen sanken um 2 Prozent. Schadenaufwand stieg um 25 Prozent an. Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung (Combined Ratio) stieg auf 103 Prozent an. Kreditversicherer leisten ihren Beitrag, dass es mit der deutschen Wirtschaft wieder aufwärts geht. Sie haben auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihren Kunden gestanden. Geschäftsmodell der Kreditversicherer ist so angelegt, dass sie ihre Kunden über die Bonität der Abnehmer informieren und bei Zahlungsausfall dann auch leisten. Zahl der Verträge Deckungssumme Zahl der Risiken Ende ,1 Mrd Ende ,2 Mrd

31 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. 31 Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung 2009 (2) Auf Basis des staatlichen Ergänzungsprogrammes (Top-Up-Deckung) wurden bis Ende Januar dieses Jahres 144 Verträge mit einem Deckungsvolumen von 11,8 Millionen Euro abgeschlossen. Für eine endgültige Bewertung des staatlichen Ergänzungsprogramms ist es noch zu früh, da es die Kreditversicherer erst seit wenigen Wochen anbieten. Doch offenbar haben die Kunden der Kreditversicherer ausreichend Deckung von ihren Versicherern erhalten, denn ansonsten hätten sie die staatliche Ergänzung stärker nachgefragt. Ein weiterer Punkt für die geringe Nachfrage könnte auch der im Vergleich zum privaten Angebot hohe Prämiensatz von 2,88 Prozent sein.

32 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Zur Lage der Schaden- und Unfallversicherung 2009/2010 Dr. Frank W. Keuper, Stellvertretender Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden-/Unfallversicherung Pressekolloquium am 18. März 2010

33 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Zur Lage der privaten Krankenversicherung 2009/2010 Reinhold Schulte, Vorsitzender des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V. Pressekolloquium am 18. März 2010

34 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Pressekolloquium am 18. März 2010 in Berlin

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