Mitarbeiter-Aktien in Kürze europaweit

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1 3/2010 Die Zeitung des Rheinmetall-Konzerns Hightech für Nutzfahrzeuge Gut aufgestellt zeigte sich Kolbenschmidt Pierburg Ende September 2010 auf dem weltweit größten Branchentreffen, der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Was der Automobilzulieferer diesbezüglich im Köcher hat, lesen Sie in Teil 2 der Profil -Serie (S. 4 6 / 11). Vom Porsche-Reißbrett Was passiert, wenn AMPV und Porsche Cayenne Turbo beide Fahrzeuge stammen vom Reißbrett des Stuttgarter Automobilbauers aufeinander treffen, beschreibt AutoBild-Redakteur Stefan Voswinkel auf der Profil -Seite 8. Mit Aufwuchspotenzial Angesichts der Vorgaben für zukünftige Missionsund Einsatzszenarien sind zunehmend Fahrzeuge mit Aufwuchspotenzial und Multi-Rollen-Fähigkeit gefragt erläutert RMMV-Experte Dr. Dominik von Wolff-Metternich auf Profil -Seite 10. Mein Stück Rheinmetall erweitert Geltungsbereich Mitarbeiter-Aktien in Kürze europaweit rds Düsseldorf. Ausweitung von Mein Stück Rheinmetall auf weitere acht europäische Staaten: Das im April 2008 erstmals in Deutschland mit hoher Akzeptanz aufgelegte Aktienkaufprogramm (AKP) für Mitarbeiter des Rheinmetall- Konzerns wird jetzt auch in insgesamt 20 europäischen Auslandsgesellschaften des Düsseldorfer Unternehmens eingeführt. Damit erhalten rund 4000 Mitarbeiter der Rheinmetall-Tochtergesellschaften in Frankreich, Österreich, Tschechien, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden zukünftig die Möglichkeit, sich durch den Erwerb von Aktien zu attraktiven Konditionen gezielt als Miteigentümer (inkl. Stimmrecht und Dividendenberechtigung) an dem in den Märkten Automotive und Defence engagierten Konzern zu beteiligen. Wir haben das Aktienkaufprogramm von Anfang an als attraktives Angebot konzipiert, das allen Mitarbeitern im In- und Ausland die Möglichkeit eröffnet, Rheinmetall-Aktionär zu werden. Nach der positiven Resonanz im Inland und den Erfahrungen in der administrativen Handhabung des Programms wird es demnächst auch in den insgesamt 20 europäischen Auslandsgesellschaften eingeführt, unterstreicht Generalbevollmächtigter Ingo Hecke, in Personalunion Leiter des Zentralbereichs Personal der Rheinmetall AG. Hecke weiter: Der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens ist ganz wesentlich das Resultat der Arbeit aller Beschäftigten. Rheinmetall ist, und dies haben zum Beispiel international operierende Kapitalmarktexperten trotz der jüngsten Turbulenzen immer wieder bekräftigt, unternehmerisch sehr gut aufgestellt, besitzt mithin ein attraktives Anlagepotenzial. Insofern ist die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen ein ganz wichtiger Grundpfeiler unserer Unternehmenskultur. Das jetzt auf acht weitere Länder in Europa ausgeweitete Aktienkaufprogramm stellt dabei einen elementaren Baustein dar, mit dessen Hilfe man direkt am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns mit seinem zukunftsgerichteten Produktportfolio teilhaben kann zumal der Aktienerwerb mit attraktiven Konditionen (z.b. 30-prozentigem Rabatt) gekoppelt ist. Dass Rheinmetall unternehmerisch einmal mehr gut positioniert ist und damit auch auf Sicht eine attraktive Anlage darstellt, zeigen nicht zuletzt die Zahlen im aktuellen Halbjahresbericht: Danach konnte der Konzern sein Geschäftsvolumen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um rund 15 Pro- (Fortsetzung auf Seite 2) Foto: Steffi Graenitz Mit Mein Stück Rheinmetall auf (symbolischer) Tuchfühlung: Sichtlichen Spaß hatten v. l. n. r. Friederike Pütter, Jens Rathmakers, Alvito Fernandes, Heike Kessel, Frank Sieber (oben), Gülcan Köroglu, Silke Föllmer und Stefan Heinrich bei den in einem Düsseldorfer Fotostudio realisierten Aufnahmen zum nunmehr europaweiten Aktienkaufprogramm (AKP). Dabei können Rheinmetall-Mitarbeiter nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in Frankreich, Österreich, Tschechien, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden Aktien erwerben und so zu Miteigentümern des Düsseldorfer Konzerns werden. Das pfiffige Bildmotiv wird im Rahmen der derzeit anlaufenden internationalen AKP-Informationskampagne eingesetzt. Gut aufgestellt präsentierte sich Kolbenschmidt Pierburg auf der IAA 2010 in Hannover (rechts); MS Motor Service zeigte zuvor auf der diesjährigen Automechanika in Frankfurt Flagge (links). Fotos: Messe Frankfurt Petra Welzel/Kornelia Danetzki dp Düsseldorf. Mit einer kräftigen Ertragssteigerung und einem deutlichen Plus beim Umsatz lässt der Rheinmetall-Konzern die Automobilkrise hinter sich und kehrt zu früherer Ertragsstärke zurück. Während die Defence-Sparte im ersten Halbjahr 2010 eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau zeigt, kann Automotive sein Umsatzvolumen erheblich steigern und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder ein deutlich positives Ergebnis ausweisen. Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 veranlasst den Konzern, die Ergebnis prognose für 2010 auf eine Spanne von 260 Millionen bis 280 Millionen (Ebit) anzuheben; bislang wurde ein Ergebniskorridor von 220 Millionen bis 250 Millionen prognostiziert. Dank eines Umsatzzuwachses um 35 Prozent in der Automobilsparte konnte Rheinmetall sein Geschäftsvolumen auf Konzernebene im ersten Halbjahr um rund 15 Prozent auf 1,728 Milliarden steigern. Getragen von der sehr positiven Entwicklung der Automotive- Sparte und von einem weiterhin starken Prognosen angehoben Defence-Bereich, verbessert sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im selben Zeitraum um 166 Millionen auf 104 Millionen (Vorjahr: minus 62 Mio. ). Der Überschuss nach Steuern des Rheinmetall-Konzerns im ersten Halbjahr 2010 beläuft sich auf 57 Millionen und liegt damit 127 Millionen über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie steigt auf plus 1,43 nach minus 2,04 im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten zum 30. Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 199 Millionen auf 338 Millionen abgebaut werden. Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: 2010 wird ein starkes Jahr für Rheinmetall. Das zeichnet sich nach den ersten sechs Monaten ab. In der Defence- Sparte profitieren wir mit unserem Produktportfolio vom ungebrochenen Trend zur einsatzbezogenen Modernisierung der Streitkräfte im In- und Ausland. Automotive fährt nach dem Turnaround wieder voll auf der Erfolgsspur schneller, als wir es zum Jahresanfang erwartet haben. Wir ernten jetzt im Automobil geschäft die Früchte der tief greifenden Restrukturierung des vergangenen Jahres. Auch für das zweite Halbjahr sind wir optimistisch. Deshalb haben wir unsere Umsatzund Ergebnisprognose angehoben. Ausgehend von dem bisher besten Halbjahresergebnis im laufenden Geschäftsjahr hebt Rheinmetall die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2010 auf 260 Millionen bis 280 Millionen an. Bisher wurde ein Ergebniskorridor von 220 Millionen bis 250 Millionen prognostiziert. Rheinmetall Defence wird das Ebit gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Rheinmetall Automotive geht auch für das zweite Halbjahr 2010 von einem positiven Ebit aus, das jedoch entsprechend der Umsatzentwicklung hinter dem Wert des ersten Halbjahres zurückbleiben wird.

2 Fotos (3): creative picture Gefragte Marktpartner: Zusammen mit ihrer deutschen Tochter Motor Service Deutschland GmbH präsentierte sich die MS Motor Service International GmbH auf der Automechanika 2010 in Frankfurt am Main. msc Frankfurt am Main/Neuenstadt. Vom 14. bis 21. September 2010 öffnete in Frankfurt am Main die diesjährige Automechanika ihre Tore. Rund Besucher aus 180 Nationen und 4500 Aussteller füllten die Messehallen. Die MS Motor Service International GmbH präsentierte sich in Halle 5 auf 435 Quadratmetern erstmals zusammen mit der deutschen Tochtergesellschaft MS Motor Service Deutschland GmbH. Die Automechanika war für uns ein voller Erfolg, berichtet Motor Service- Chef Hansjörg Rölle. Unsere Strategie, den Menschen in den Mittelpunkt Erfolgreiche Automechanika 2010 zu stellen, wird von unseren Kunden hervorragend angenommen. Die 150 Sitzplätze auf unserem Stand waren von Anfang an voll besetzt, und alle internationalen Großkunden waren da. Die Messe ist für uns unverzichtbar, um unsere Produkte und insbesondere unsere Serviceleistungen zu präsentieren, aber natürlich auch, um unsere weltweiten Geschäftsbeziehungen zu pflegen und auszubauen. Drei Themenbereiche visualisierten die Unternehmenspositionierung: Motor Service der Service-Experte, der gute Freund und der Lieferant von Premium- Produktqualität. Im Mittelpunkt standen außerdem Informationen über den Technischen Support, die Verkaufsunterstützung, Schulungen sowie das neue Internationalisierungskonzept. Unter dem Motto Service mit Tradition wies die Vertriebsorganisation für die weltweiten Aftermarket-Aktivitäten der Kolbenschmidt Pierburg Gruppe außerdem auf das 100-jährige Firmenjubiläum ihrer Muttergesellschaft hin. Besonders großen Anklang fand bei Kunden und Besuchern die Info Corner mit einem Großbildschirm. Hier wurden dem interessierten Publikum das Kundenportal My Motor Service sowie das neue Werkstattportal fachgerecht demonstriert. Das Kundenportal bietet Motor Service- Partnern nach dem Einloggen umfangreiche CRM-Daten und individuell auf sie zugeschnittene Verkaufsförderungs- Module. Im Werkstattportal erhalten die Kunden der Kunden, sprich: die Werkstätten, einen direkten Zugang zu technischen Informationen und Experten- Know-how in ihrer Landessprache. Die Automechanika ist die international führende Fachmesse für den automobilen Aftermarket und bietet alle zwei Jahre ein umfassendes Produktangebot in Bereichen wie Autoteile, Werkstatt- und Tankstellenausrüstung, Fahrzeugwäsche, Zubehör und Tuning. Mein Stück Rheinmetall erweitert Geltungsbereich Start Ende Oktober 2010 Europaweite Mitarbeiter-Aktien (Fortsetzung von Seite 1) zent auf 1,728 Milliarden E steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich zudem im selben Zeitraum um 166 Millionen E auf 104 Millionen E (lesen Sie dazu auch Prognosen angehoben auf Profil -Seite 1). Heckes Einschätzung belegt im Übrigen ein genauerer Blick auf die Entwicklung der Rheinmetall-Aktie seit Ausbruch der weltweiten Finanzmarktkrise im Spätsommer 2008, die mit drastischen Absatzeinbrüchen und Produktionskürzungen in der gesamten Automobilindustrie einherging. Trotz unverändert guter unternehmerischer Aussichten und ausgesprochen hoher Profitabilität des Defence-Bereichs gab die Rheinmetall-Aktie deutlich nach und notierte am 19. November 2008 mit 16,82 E auf Jahrestiefstkurs. Zum Jahresende indes setzte sie zu einem Aufwärtstrend an, der bis Mai 2010 andauerte und der deutlich über dem MDAX-Vergleichsindex lag. Ein wesentlicher Grund für diese ausgesprochen positive Entwicklung: Der Kapitalmarkt honorierte das umfassende und stringente Restrukturierungsprogramm im Automobilbereich ebenso wie das perspektivisch gute, weil äußerst stabile und nachhaltig profitable Geschäft des Defence-Sektors. Im Moment, das nebenbei, bewegt sich die Aktie des Düsseldorfer Konzerns in einem Korridor zwischen 42 E und 49 E. Unstrittig ist in diesem Kontext allerdings auch dies: Wer Aktien als Kapitalanlage wählt und damit zum Anteilseigner (s)eines Unternehmens avanciert, der tut dies mit allen Chancen, aber auch Risiken. Gerade letzteres haben in jüngster Vergangenheit die globale Finanzkrise und die weltweite Konjunkturentwicklung mehr als drastisch gezeigt, die bekanntermaßen auch zu hohen Wertverlusten in den internationalen Kapitalmärkten Heron 1: Weiter in Afghanistan oho Mazar-e-Sharif/Düsseldorf. Rheinmetall ist jetzt damit beauftragt worden, der Bundeswehr hochmoderne unbemannte Aufklärungsflugzeuge des Typs Heron 1 über weitere zwei Jahre im Anschluss an einen laufenden Vertrag zur Verfügung zu stellen. Das Volumen des Anschlussauftrags umfasst einen hohen zweistelligen Millionen- -Betrag, bezogen auf den Zeitraum vom 23. Oktober 2010 bis zum 22. Oktober Am afghanischen Standort Mazar-e- Sharif nutzt die Luftwaffe zwei UAS- Systeme (Unmanned Aircraft System; unbemanntes Fluggerät) mit drei Fluggeräten Heron 1 sowie zwei Bodenkontrollstationen, die von Rheinmetall im Rahmen einer Betreiberlösung bereitgestellt werden ( Das Profil 2/2010). Dieses so genannte System zur abbildenden Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes ( Saateg ) dient der zeitverzugslosen luftgestützten Überwachung und Aufklärung im gesamten Operationsgebiet des deutschen Isaf- Kontingents und wurde am 17. März 2010 in Betrieb genommen. Seitdem hat sich Heron im Betrieb bewährt und ist ein unverzichtbarer Baustein der regionalen Aufklärungsarchitektur geworden. Bei Flügen mit bis zu 24 Stunden Dauer liefern die Sensoren wichtige Informationen und geführt hatten. Hecke: Grundsätzlich gilt deshalb: Wer sein Geld in Aktien anlegt, sollte nicht kurzfristig auf das eingesetzte Kapital angewiesen sein. Gestartet wird das nunmehr europaweite Aktienkaufprogramm parallel zum deutschen Programm Ende Oktober Der Ausgabepreis für Mein Stück Rheinmetall wird durch den Kurswert eines bestimmten Stichtages bestimmt; auf diesen vom Konzernvorstand festgelegten relevanten Aktienkurs erhalten kaufinteressierte Mitarbeiter einen Rabatt in Höhe von 30 Prozent. Angela Stoffers, als Leiterin des Ressorts Personalpolitik, Arbeits- und Sozialrecht bei der Rheinmetall AG verantwortlich für das AKP-Projekt: Maximal kann jeder Mitarbeiter pro Jahr bis zu 200 Aktien zum jeweils definierten Vorzugspreis erwerben; der Mindesterwerb pro Zeichnungsfrist liegt bei fünf Aktien. Deren Erwerb erfolgt jährlich in voraussichtlich zwei Zeichnungsfenstern (jeweils im April und November); innerhalb dieser in der Regel 14-tägigen Frist können Rheinmetall-Mitarbeiter Aktien in Deutschland und weiteren acht europäischen Staaten kaufen. Zur Durchführung und Administration der Aktienkäufe in den europäischen Ländern arbeitet Rheinmetall mit der UBS AG (Zürich/Basel) zusammen; diese Schweizer Großbank zählt zu den weltweit größten Vermögensverwaltern. Die UBS betreut ein Sammelkonto, in dem die europäischen Mitarbeiteraktien treuhänderisch verwaltet werden. Alle Verwaltungskosten dazu zählen z.b. auch die Transaktionsgebühren beim Kauf der Aktien übernimmt die jeweilige Arbeitgebergesellschaft; für den Mitarbeiter werden lediglich Verkaufs- und gegebenenfalls Transferprovisionen fällig, wenn einige oder alle Aktien nach der obligatorischen zweijährigen Sperrfrist verkauft werden. Die Kontoführung erfolgt über die in 16 Sprachen verfügbare Internetplattform Equate Plus (www.ubs. com/equityplants) bzw. die gebührenfreie Telefonnummer des Call-Centers der UBS AG (Tel ). Vor Ort unterstützt werden interessierte Mitarbeiter durch die jeweiligen Personalabteilungen. Eine breit angelegte Informationskampagne zum Thema, die in diesen Tagen werbewirksam startet, umfasst und zwar in den entsprechenden Landessprachen einen Infoflyer, die Broschüre Mein Stück Rheinmetall (inkl. landesspezifischer steuerlicher Besonderheiten), Poster sowie signifikante Aufkleber auf den Gehaltsabrechnungen. Was die Erwartungen angeht, so hoffen die AKP-Initiatoren auf eine ähnlich gute Inanspruchnahme der Offerte wie seinerseits in Deutschland. Ingo Hecke: Das Angebot des Aktienkaufprogramms für unsere europäischen Standorte ist nicht alleine eine unternehmerische Entscheidung; auch die Arbeitnehmervertretungen in den Ländern und der Europäische Betriebsrat haben die Ausweitung des Programms gefordert und unterstützt. Wir hoffen daher, die gute Akzeptanz in Deutschland auch bei den Teilnehmern der europäischen Länder zu erreichen. Apropos Akzeptanz: Das bisher auf die 31 bundesdeutschen Standorte begrenzte Aktienkaufprogramm stieß bei der Rheinmetall-Belegschaft in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren auf eine sehr gute Resonanz: Bis heute wurden bei sechs Zeichnungsfenstern annähernd Aktien von Mitarbeitern gezeichnet, was rund 22 Prozent aller bundesdeutschen Beschäftigten von Rheinmetall bedeutet. Noch einmal Ingo Hecke: Das ist nach so kurzer Zeit im deutschen Industrievergleich absolut Spitze und spricht für das Vertrauen der Mitarbeiter in die Entwicklung unseres Unternehmens. leisten einen wertvollen Beitrag für einen höchstmöglichen Schutz der Soldaten und ziviler Kräfte vor Bedrohungen. Mittlerweile hat Heron 1 für die Luftwaffe in Afghanistan die tausendste Flugstunde absolviert. Mit dem Saateg -Projekt zeigt sich Rheinmetall ein weiteres Mal als leistungsfähiger Dienstleister, der den Streitkräften ein kompetenter Partner auch bei zukunftsorientierten Finanzierungsmodellen und intelligenten Betreiberlösungen ist. Die Bundeswehr hatte sich im Herbst 2009 für die von Rheinmetall angebotene Betreiberlösung und damit vorerst gegen eine Beschaffungslösung entschieden, um eine vorhandene Fähigkeitslücke kurzfristig und zu überschaubaren Kosten schließen zu können. Benchmark-Anleihe war überzeichnet dp Düsseldorf. Die Rheinmetall AG hat jetzt eine siebenjährige Euro-Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen E und einem Kupon von vier Prozent bei institutionellen Investoren im In- und Ausland erfolgreich platziert. Es handelt sich um die erste Benchmark-Anleihe des MDAX-notierten Technologiekon zerns. Mit einem Orderbuch von über 3,4 Milliarden E war die Emission innerhalb kürzester Zeit fast siebenfach überzeichnet. Insbesondere Investoren aus Deutschland, Großbritannien und weiteren europäischen Ländern dominierten die Nachfrage. Die emittierten Schuldverschreibungen wurden in kleinsten handelbaren Einheiten von 1000 E begeben. Vorstandschef Klaus Eberhardt: Mit dem überragenden Interesse an der neuen Anleihe dokumentieren die Investoren ihr Vertrauen in Rheinmetall. oho Düsseldorf. Mit neu unter Vertrag genommenen gepanzerten Fahrzeugen und unbemannten Fluggeräten (lesen Sie dazu Heron 1: Weiter in Afghanistan auf dieser Profil -Seite) leistet Rheinmetall weitere wichtige Beiträge für einen verbesserten Schutz von Soldaten der Bundeswehr in ihren Einsätzen. Das Volumen der entsprechenden Aufträge, die der Düsseldorfer Konzern jetzt verbuchen konnte, beläuft sich auf einen Gesamtwert von rund 85 Millionen E. So wird Rheinmetall bis 2012 insgesamt 65 Transportpanzer Fuchs der Bundeswehr modernisieren und Herausgeber: Rheinmetall AG Verantwortlich: Peter Rücker Chefredaktion: Rolf D. Schneider Anschrift: Redaktion Das Profil Postfach , Düsseldorf Simrad Optronics jetzt übernommen oho Düsseldorf/Nøtterøy. Die Rheinmetall AG hat die Übernahme der Simrad Optronics ASA (Nøtterøy/ Norwegen) erfolgreich vollzogen. Nach dem am 6. Mai 2010 erfolgten öffentlichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der Gesellschaft und dem Ende der Angebotsphase hat Rheinmetall die vollständige Übernahme der Simrad Optronics ASA jetzt abgeschlossen und hält nun 100 Prozent der Anteile. Hierzu ist der so genannte Squeeze-out gemäß den Bestimmungen des norwegischen Aktienrechts durchgeführt worden. Simrad Optronics ASA ist ein international operierender Anbieter von Komponenten für fernbedienbare Waffenstationen, von elektro-optischen Geräten und Upgrades von Waffen-Systemen. Mit rund 200 Beschäftigten erwirtschaftete die Gesellschaft 2009 einen Umsatz von rund 624 Millionen norwegischen Kronen (ca. 80 Mio. ). auf ein erheblich verbessertes Schutzniveau bringen. Das Volumen dieses Auftrags beläuft sich auf 32,6 Millionen E netto. Der Fuchs 1A8, von dem in Afghanistan bereits über 30 Fahrzeuge in Nutzung sind, ist das derzeit am besten geschützte Radfahrzeug der Bundeswehr im Einsatz. Mit seiner hohen Zuverlässigkeit und seiner extremen Geländetauglichkeit ist der Fuchs seit langem eines der bewährtesten und vielseitigsten Fahrzeuge der Streitkräfte. Die neue Version 1A8 gewährleistet gegenüber älteren Modellen nun einen erheblich verbesserten Schutz vor Minen und Sprengfallen, wie sie in den Einsatzgebieten Afghanistans eine verbreitete Bedrohung darstellen. Mit der jetzt beauftragten Umrüstung wird das Einsatzspektrum all jener Fuchs- Fahrzeuge deutlich erweitert, die in einer Vielzahl von Varianten für die militärischen Missionen der Bundeswehr unverzichtbar sind. Im Einzelnen sollen 43 Fuchs-Panzer der Varianten Gruppen-, Führungs- und Sanitätsfahrzeug auf den Rüststand 1A8 gebracht werden und insbesondere einen verbesserten Schutz gegen Minen und Sprengfallen erhalten. Bei 22 weiteren Schutzniveau wird optimiert Fahrzeugen werden sechs neue Funktionsvarianten realisiert, z.b. für Brandschutz, Kampfmittelbeseitigung und Kampfmittelräumung. Die Bundeswehr hat derzeit einen Gesamtbedarf von 134 Transportpanzern Fuchs 1A8. Davon wurden 21 Exemplare bereits 2008 als einsatzbedingter Sofortbedarf (Auftragswert 13,3 Mio. E) geordert, 2009 wurde die Umrüstung von 40 weiteren Fahrzeugen für rund 36,3 Millionen E in Auftrag gegeben. Acht ABC-Spürpanzer Fuchs sollen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls modernisiert werden. Drucktermin dieser Ausgabe: 4. Oktober 2010 Nachdruck gestattet, Belegexemplar erbeten. Satz: Strack + Storch KG Gladbacher Straße Düsseldorf Druck: DAMO Digitaltechnik GmbH Heinrich-Malina-Str Krefeld

3 Bremen. Das 150 Kilogramm schwere First -System (Fast Infrared Search and Track) liefert mit seiner höchst empfindlichen Teleoptik pro Sekunde fünf hochaufgelöste thermografische 360-Grad-Rundumbilder im Format von 7200 x 576 Pixel. Eine Stabilisierungsanlage stellt sicher, dass die Bewegungen des Schiffes ausgeglichen werden und der Sensor immer optimal auf den Horizont gerichtet bleibt. Der Einsatz ist unabhängig von Tag und Nacht und bei fast allen Wetterbedingungen möglich. Dank seiner Bilder in annähernder Fotoqualität ist First im militärischen Marinebereich in den Szenarien des Selbstschutzes von Schiffen und Booten gegen See- und Luftziele, des Hafenschutzes, des maritimen Terrorismus oder der Piratenabwehr für Klassifizierungsaufgaben äußerst effektiv einsetzbar. Das System zeigt mit hoher Empfindlichkeit alles an, was sich bewegt oder nur geringfügig von der Umgebungstemperatur abweicht. Bis in den Nächstbereich von wenigen Metern lassen sich automatisch bis zu 256 Ziele gleichzeitig detektieren und verfolgen. Allrounder : Das rund 150 Kilogramm schwere First -System lässt sich in vielfältiger Weise im militärischen Bereich einsetzen. An einen anderen elektro-optronischen Sensor, wie zum Beispiel die von Rheinmetall Defence hergestellten Sensorsysteme MSP 600 (Multi Sensor Platform) oder BAA (Beobachtungs- und Auswerte-Anlage), elektronisch übergeben, werden erkannte Objekte anschließend mit diesem verifiziert und identifiziert. Hier ist auch die Schnittstelle Mensch in dem System anzusiedeln hinsichtlich Eskalationsstufe und Waffeneinsatz ein nicht außer Acht zu lassender Faktor. Falls erforderlich, erfolgt in der weiteren Wirkungskette mit mittelkalibrigen Rohrwaffen eine verzugslose Bekämpfung und damit die notwendige Gefahrenabwehr. Mit dem Marineleichtgeschütz MLG 27 oder dem 35-mm-Millennium-Geschütz kann Vielseitig im Militärbereich Rheinmetall Defence hausintern die entsprechenden Geschützsysteme als Effektoren anbieten. Neben den maritimen Anwendungen ist First auch an Land, zum Beispiel im Feldlagerschutz oder in der Flugabwehr, einsetzbar. Gegenüber Kampfflugzeugen, Hubschraubern, Drohnen, Fahrzeugen, Soldaten und anderweitigen Bodenzielen erstreckt sich je nach Objektart die Erfassungsreichweite von 1,5 bis 15 Kilometern. Bei Bedarf können für eine gezielte Anwendung die Bewegungsparameter ausgeblendet werden. So ist es zum Beispiel möglich, den durch die Sonneneinstrahlung weniger erwärmten Standplatz eines geparkten Fahrzeuges nach dessen Wegfahren noch eindeutig auszumachen. Der optimale militärische Einsatz von First wird auch bei der Landversion im Systemverbund mit dem MSP 600 sichergestellt und firmiert in dieser Konstellation unter der Bezeichnung Agsas (Air / Ground Surveillance and Alert System). Während dem System dabei wieder die Funktionen Entdeckung, Verfolgung und Alarmauslösung zuzuordnen sind, werden mit dem MSP 600 die Verifikation und Identifikation der erkannten Ziele durchgeführt. Über seine containerisierte und modularisierte Auslegung ist das System auch an Land mobil und mit Lastkraftwagen verlegefähig. First und MSP 600 sind ein optimales Konzept für den Selbstschutz gegen Luft- und Seeziele, sowie für den Schutz von Einrichtungen und Objekten, das gilt besonders in asymmetrischen Bedrohungsszenarien. Die ausschließlich passiv arbeitenden Sensoren sind durch elektronische Maßnahmen nicht störbar und können ergänzend in die bisher vorhandene Aufklärungssensorik eingebunden werden. Die Systeme funktionieren sowohl allein wie auch in der Integration in einem Führungs- und Waffeneinsatzsystem. hkr Stavanger/Bremerhaven/Bremen. Wale, die größten lebenden und zum Teil in ihrer Arterhaltung bedrohten Meeressäugetiere, werden immer wieder in Presseberichten thematisiert. Leider machen dabei negative Schlagzeilen und die Darstellung nicht allzu erfreulicher Tatsachen das Gros derartiger Beiträge aus. Neben der Diskussion über die Lockerung des internationalen Jagdverbots zieht sich die Berichterstattung über die schädlichen Auswirkungen von Sonarausstrahlungen auf das Verhalten der Meeressäuger sowie die wachsende Bedrohung der Wale durch die Schifffahrt in Form einer erheblich großen Anzahl von Kollisionen als roter Faden durch die Medien. In aller Regel werden diese für die Tiere zumeist tödlich verlaufenden Zusammenstöße von der Schiffsführung nicht einmal bemerkt. Mit dem Maps -Projekt (Marine Mammal Perimeter Surveillance) ist das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) mit seiner Forschungsarbeit maßgeblich am Schutz der Meeressäuger beteiligt. Zum Finden und Beobachten der Tiere nutzte das AWI im vergangenen Jahr wie berichtet ( Das Profil 4/2009) das von Rheinmetall Defence ursprünglich für eine militärische Anwendung in der Flugabwehr entwickelte First -System (Fast Infrared Search and Track). Dabei handelt es sich um ein elektro-optronisches Gerät mit Infrarot-Sensorik, mit dem insbesondere der Blas der Wale mit seiner gegenüber dem kalten Wasser der subpolaren und polaren Gebiete deutlich höheren Temperatur auf einem Computerbild sichtbar gemacht werden kann. Eingebaut auf dem Forschungsschiff Polarstern, lieferte First, ausgestattet mit einer die Schiffsbewegungen kompensierenden Basis, während einer der letzten Expeditionen eine Fülle von Daten und funktionierte im kontinuierlichen Betrieb über einen langen Zeitraum einwandfrei. In der nun anlaufenden Phase 2 von Maps gilt es für das System eine in Echtzeit an die Schiffsführung weiterzuleiten. Damit wäre für das weltweit einmalige System die Marktreife erreicht. Jedes damit ausgerüstete Schiff wäre in der Lage, rechtzeitig ein Ausweichmanöver einzuleiten und so zum Schutz der Walpopulation beizutragen. Das AWI plant in diesem Kontext, das System im kommenden Jahr während zweier Antarktis-Expeditionen zu betreiben, um unter unterschiedlichsten Umweltbedingungen Daten für die weitere Entwicklung der Wal-Blas- Erkennungssoftware zu gewinnen und um die Leistungsfähigkeit, konkret die nutzbare Reichweite, zu bestimmen. Die Auswirkungen von Sonarlärm und auch von Maschinengeräuschen auf das Verhalten von Walen sind schon lange bekannt und in ihrer Bewertung längst aus dem Stadium der bloßen seiner seismologischen Untersuchungen zur Erschließung neuer unterseeischer Öllagerstätten nordwestlich von Alaska. Die hierzu beauftragten Forschungsschiffe etwa die Geo Celtic sind auf diese Weise Tag und Nacht in der Lage, mit Hilfe des innovativen Infrarot-Detektionssystems die dortige Walpopulation effektiv zu schützen, die Arbeit der Walbeobachter zu unterstützen und dennoch ihre kommerzielle Tätigkeit parallel weiter zu betreiben. Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen werden so in Einklang gebracht. Im Nebeneffekt dient das System zugleich der Warnung vor Eisbergen oder Treibeisfeldern und unterstützt so die sichere Navigation des Schiffes in polaren Gewässern im Hinblick auf zukünftige Seewege in den nördlichen Gewässern von Kanada und Statoil und AWI nutzen innovativen First -Infrarotdetektor von Rheinmetall Defence Gezielter Schutz der Walpopulation Software zu entwickeln, die in der Lage ist, die erfassten Datenmengen verzugslos zu analysieren. Neben einer automatischen Alarmierung ist es das Ziel, dass nur die durch die Software vorgegebenen Videosequenzen und Ereignisse aufgezeichnet werden und somit die Datenflut drastisch reduziert wird. Wir freuen uns sehr, dass die Hardware des Infrarotdetektors erfolgreich auf der Polarstern funktioniert. Die Software soll künftig die Bildfolgen nach Wal-Blas durchsuchen, so Dr. Olaf Boebel, Leiter der Forschungsgruppe Ozeanische Akustik am AWI und Leiter des Maps -Projekts. Ein weiteres Ziel ist es, Richtung und Entfernung einer Walsichtung zusammen mit den jeweiligen Videosequenzen Vermutung hinausgekommen. Die Meeressäuger verlieren dadurch die Orientierung, geraten in Panik, stranden und kommen qualvoll zu Tode. Neben Marineeinheiten sind es in der Offshore-Industrie tätige Schiffe, die Sonare für ihre Arbeit einsetzen. Auch hier findet sich für das First -System des Bremer Spezialisten eine Einsatzmöglichkeit. Nach einem frühzeitigen Erkennen von Walen könnten derartige Aktivitäten dann zeitweise eingestellt oder zumindest eingeschränkt werden. Genau in dieser Funktion nutzt mittlerweile das weltweit agierende norwegische Energieunternehmen Statoil ASA (Foto rechts) mit Sitz im norwegischen Stavanger als weiterer ziviler Anwender das System im Rahmen Russland ein nicht zu verachtender Aspekt. Ölverschmutzungen lassen sich ebenfalls mit First erkennen. Genau wie Eisflächen haben auch treibende Ölfelder eine andere Oberflächentemperatur als das umgebende Wasser. Denkbar ist auch der Einsatz bei Seenotfällen zur Suche und Rettung von im Wasser treibenden Personen im Rahmen von SAR-Operationen (Search and Rescue). Eine Bedrohung für die Schifffahrt stellen auch die in den Weltmeeren treibenden, rund verloren gegangenen Container dar, die zumeist knapp an der Wasseroberfläche treiben und in der Regel zu spät zu erkennen sind. Jährlich kommen etwa 2000 dazu. Auch diese Container könnten durch den Einsatz von First detektiert werden. Hans Karr Einsatz im ewigen Eis: Auf zwei Expeditionen in die Antarktis wird das in Bremerhaven ansässige Alfred-Wegener-Institut den hochmodernen Infrarotdetektor aus Bremen im kommenden Jahr betreiben. Foto: Hannes Grobe/AWI Foto: Helge Hansen/Statoil

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