Free software, big business?

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1 Free software, big business? Infotag freie InformationsTechnologien Universität Innsbruck, 10. Mai 2003 Jan Hofmann

2 Inhalt 1 2 Argumente 3 Geschäftsmodelle 4 Marktsituation 5 Innovationspotential Folie 2

3 Mit sicherem Trippelschritt in die Wirtschaft... Linux in breitem Branchenspektrum: Pixar Animation Studios (Film-Spezialeffekte) VeriSign (Software für sichere Webkommunikation) Unilever (Verbrauchsgüter)... diverse, zunehmend auch unternehmenskritische Einsatzbereiche Folie 3

4 ... und nicht zuletzt in die Finanz-Branche Linux/OS bei CSFB, Merril Lynch, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Reuters etc und bei der Deutschen Bank: ab jetzt bisher Risikomanagement Derivatehandel Prüfung aller neuen IT-Projekte Prüfung bestehender IT-Projekte Folie 4

5 Alte Argumente, neue Zahlen Total costs of ownership (USD 1000) 1. Jahr 3. Jahr Linux Windows (MS) Solaris (Sun) stabiler, sicherer? kostensparend? politically correct unsicherer Service? mangelnde Standardisierung? vergleichsweise geringes Funktionsspektrum? Quelle: Robert Frances Group, 2002 die Vorteile überwiegen oft! Folie 5

6 OS-Geschäftsmodell (1): klassisch OS-Community OS-Distributor Software (Open Source + z.t. propr., gebündelt, adaptiert) Service Überzeugung des Kunden durch geringe Anschaffungskosten (aber nicht, wie klassisch: Grenzkosten + Lizenzgebühren ) kein hoher Entwicklungsaufwand muss eingespielt werden Profit(?) durch Implementierung, nachgelagerten Service (aber: geringe Kapazitäten für Service bei großen Kunden?) Folie 6

7 OS-Geschäftsmodell (1½): klassisch kooperativ OS-Community OS-Distributor OS-Distributor OS-Distributor Software (Open Source + z.t. propr., gebündelt, adaptiert) Service Kooperation zwischen OS-Distributoren Anbieter: Standardisierung der Software, Synergien bei SW- Entwicklung, Internationalisierung des Serviceangebots Kunden: Vereinfachung des Handling, weniger Abhängigkeit von Speziallösungen, größere Kompatibilität, besserer Servicezugriff Folie 7

8 OS-Geschäftsmodell (2): Goliathe lernen Linux lieben OS-Community OS-Distributor IT-System- Lieferant (HW, SW, Service; weltweites Netz) Software (OS und nicht-os) Hardware (unterschiedliche Plattformen) Beratung/Service (weltweit) große IT-Häuser sehen Linux als Katalysator für Hardwareund Servicegeschäft und als Mittel gegen Marktmacht von Microsoft und Sun zudem: weniger Ausgaben für Betriebssysteme mehr Ausgaben für Hardware, Anwendungssoftware, Services? Folie 8

9 OS-Geschäftsmodell (3): Goliath umarmt David OS-Community OS-Distributor IT-System- Lieferanten (HW, SW, Service; weltweites Netz) Software (OS und nicht-os) Hardware (unterschiedliche Plattformen) Beratung/Service (weltweit) engere Kooperation Bündelung von Service-Erfahrung und weltweiter Präsenz der Großen mit Spezial-Know-How der Kleinen Folie 9

10 Reaktion des Server-Marktes Umsätze in 02 (Mrd. USD) 2,0 17,2 23,8 Quelle: Gartner Dataquest 2003 Microsoft+ Unix Linux Linux-Marktanteil nach wie vor klein... Umsatzveränderungen 01/02 (%) aber mit beachtlicher Steigerungsrate Quelle: Gartner Dataquest 2003 Folie 10

11 Und wer entwickelt weiter? für freie Programmierer ist wachsende ökonomische Bedeutung von OS positiv: Verbreitung des OS-Gedankens Steigerung des eigenen Marktwerts IT-Konzerne müssen selbst in Weiterentwicklung investieren, bleiben aber von freien Programmierern abhängig trotzdem ungewiss, ob sich freie Programmierer weiterhin engagieren behutsame Förderung der OS-Community durch IT- Konzerne nötig für Qualitätserhalt von OS-Software Folie 11

12 Open Innovation? Anstoß für OS-Entwicklung oft ähnlich: Entwickler selbst möchte freie Version propr. Software u. U. weniger NEUE Funktionalität als möglich Motivation für Engagement aber vielfältig: Spaß, Reputation, Idealismus, eigener Marktwert und: Innovation ist vielstufiger Prozess: Problemerkennung Lösungsinvention Umsetzung neue Kooperationsformen Community innovationsfördernd, produktivitätserhöhend? Folie 12

13 Vielen Dank! Studie unter Macro Trends Folie 13

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