PLUSPUNKT LERNORT BETRIEB
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- Gabriel Althaus
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1 Fachtagung PLUSPUNKT LERNORT BETRIEB Stärken und Potentiale der Ausbildung in der realen Arbeitswelt 16. Mai 2017 palisa.de Palisadenstr. 48, Berlin
2 Einführung Pluspunkt Lernort Betrieb Stärken und Potentiale der Ausbildung in der realen Arbeitswelt Unternehmen sind seit jeher die tragende Säule der dualen Ausbildung in Deutschland. Es ist gerade die betriebliche Ausbildung, die den Unterschied macht zu anderen schulischen oder auch akademischen Ausbildungsangeboten. Wie aber genau die Ausbildung im Betrieb, d.h. in der Pluralität der vielen unterschiedlichen Betriebe, abläuft, ist bislang in der Literatur erstaunlich schwach beschrieben. Selbst bei dem sozialpartnerschaftlichen Dialog im Rahmen von Neuordnungsverfahren zu bestimmten Berufsbildern wird der Lernort Betrieb nur ausnahmsweise zum Thema. In jüngster Zeit aber scheint der Gegenstand wieder an Interesse zu gewinnen. Die Fachtagung Pluspunkt Lernort Betrieb greift dieses Interesse auf. Gerade angesichts der steigenden Zahlen von Abiturientinnen und Abiturienten und der zunehmenden Konkurrenz von praxisnahen Studienangeboten sowie einer Verunsicherung auch aufseiten von kleinen und mittleren Unternehmen werden die besonderen Chancen des Lernens im Betrieb sowie der betrieblichen Ausbildung aus praktischer Sicht beleuchtet. Was genau macht die Qualität des Lernens im Rahmen der realen Arbeitswelt aus? Was unterscheidet es vom Lernen in einer Schule? Auch im Unternehmen selbst können die Facetten all dessen, was das Lernen in dem jeweiligen Mikrokosmos des Arbeitens und Wirtschaftens im Betrieb ausmacht, aus dem Blick geraten. Gerade hier wollen wir mit Praktikerinnen und Praktikern genauer hinschauen: Was sind die besonderen Stärken des Lernorts Betrieb und wie kann man seine Potentiale noch besser herausstellen und nutzen. Die Tagung wird im Rahmen des vom Land Berlin geförderten Projektes Berliner AusbildungsQualität der k.o.s GmbH durchgeführt. Eingeladen sind alle, die im Betrieb für Fragen der Aus- und Weiterbildung zuständig sind, die den Lernort Betrieb mitgestalten und die sich für den Lernort Betrieb interessieren. Diskutieren Sie mit uns und bringen Sie Ihre eigenen Erfahrungen am Lernort Betrieb mit ein. Das BAQ Team der k.o.s GmbH 3
3 Tagungsprogramm Tagungsprogramm 11:00 Uhr 11:10 Uhr 11:30 Uhr 12:00 Uhr 12:15 Uhr Begrüßung und Einführung Tobias Funk, k.o.s GmbH Eröffnung Margrit Zauner, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Leiterin des Referats Berufliche Qualifizierung und Berufsbildungspolitik und komm. Abteilungsleitung, Arbeit und Berufliche Bildung Vorteile der betrieblichen Ausbildung Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen Spotlights Lernort Betrieb Vertreter/innen aus der betrieblichen Praxis Was lernt man im Betrieb und nicht in der Schule? Prof. Dr. Rita Meyer, Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung, Leibniz Universität Hannover 13:45 Uhr 15:30 Uhr Wie und was wird gelernt am Lernort Betrieb? Parallele Arbeitsgruppen mit einleitendem Input aus der betrieblichen Praxis (1) Herausforderung selbständig Lernen im Betrieb Robert Schlegel, Bmusik Veranstaltungstechnik GmbH & Co. KG Moderation: Dr. Anja Lietzmann, k.o.s GmbH (2) Auszubildende als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Amanda Zerban, Hotel andel's by Vienna House Berlin Moderation: Tobias Funk, k.o.s GmbH (3) Lernfeld Team im Ausbildungsbetrieb Andrea Planert, Korsch AG Moderation: Christel Weber, k.o.s GmbH (4) Betriebliche Arbeitsorganisation verstehen Susanne Norgall, NIEDERBERGER Berlin GmbH & Co. KG Moderation: Anne Röhrig, k.o.s GmbH Kaffeepause 12:45 Uhr Einführung in die Arbeitsgruppen Christel Weber, k.o.s GmbH 16:00 Uhr Vorstellung der Ergebnisse im Plenum (Botschafter/innen) und Abschlussrunde 13:00 Uhr Mittagspause und Wechsel in die Arbeitsgruppen 16:30 Uhr Tagungsende 4 5
4 Pluspunkt Lernort Betrieb Workshops Pluspunkt Lernort Betrieb Workshops (1) Herausforderung selbständig Lernen im Betrieb Ausbildung findet im Betrieb eher selten als klassische Unterweisung statt. Tatsächlich sind Auszubildende in der Regel schon frühzeitig gefordert, eigenständig Zusammenhänge zu erkennen und Aufgaben zu erledigen. Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Auch selbständiges Lernen muss gelernt werden. Wie aber kann man das fördern im Betrieb, was sind mögliche Erfolgskriterien und wo gibt es möglicherweise auch Grenzen des selbständigen Lernens. Robert Schlegel, Bmusik Veranstaltungstechnik GmbH & Co. KG Moderation: Dr. Anja Lietzmann, k.o.s GmbH (3) Lernfeld Team im Ausbildungsbetrieb Was weder Schule noch ein betriebsübergreifendes soziales Training leisten kann, ist das Lernen in einem Umfeld von arbeitsbezogener Kollegialität. Lernfeld Team bedeutet weitaus mehr als unmittelbares Teamwork-Lernen. Das erweiterte Team ist die Belegschaft des Betriebes insgesamt mit all seiner funktionalen Vielfalt. Auch hier stellt sich die Frage, wie im Rahmen von betrieblicher Wirklichkeit dieses Lernen auch explizit Gegenstand von Ausbildung werden kann. Andrea Planert, Korsch AG Moderation: Christel Weber, k.o.s GmbH (2) Auszubildende als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Rolle von Auszubildenden ist von Anbeginn an schwierig: Drei Jahre lang sind sie sozusagen im Hauptfach Lernende und Mitarbeitende zugleich. Weder für die Auszubildenden noch für Ausbilder/innen und ausbildende Fachkräfte ist das eine einfache Ausgangslage. Mit dem ambivalenten Rollenbild aber gilt es transparent umzugehen. Und immer wieder geht es um das Ausbalancieren des Verhältnisses von Kompetenzerwerb und Produktivität schon während der Ausbildung im Betrieb. Amanda Zerban, Hotel andel's by Vienna House Berlin Moderation: Tobias Funk, k.o.s GmbH (4) Betriebliche Arbeitsorganisation verstehen Nur im Betrieb kann das authentisch gelernt werden, was den Betrieb als Unternehmen oder Bestandteil eines Unternehmens ausmacht, und das heißt ganz wesentlich auch, wie der Betrieb seine Arbeit organisiert. Zunehmend greifen dabei Methoden einer eher indirekten Steuerung und einer zunehmenden Verlagerung von Verantwortung auf die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit kaum zu überschätzenden Folgen auch für die Ausbildung. Susanne Norgall, NIEDERBERGER Berlin GmbH und Co. KG Moderation: Anne Röhrig, k.o.s GmbH 6 7
5 Pluspunkt Lernort Betrieb Workshops Das Projekt Berliner AusbildungsQualität (BAQ) und was ist die Aufgabe der Workshops? Das Projekt Berliner AusbildungsQualität (BAQ) Die Workshops veranschaulichen die Brennpunkte der Ausbildung. Das sind unsere leitenden Fragen: Was genau lernt man im Betrieb und nicht in der Schule? Wird im Betrieb überwiegend beiläufig gelernt und kann das ausbildende Personal dies unterstützen? Was sind die besonderen Herausforderungen des Lernens am Lernort Betrieb? Anhand von vier Beispielen aus der Praxis sowie mit Blick auf vier Einzelaspekte, die das Besondere des Lernortes Betrieb charakterisieren, soll gezeigt werden, worin denn genau das Unverwechselbare des Lernorts Betrieb besteht und was diesen so besonders und (in Kombination mit der Berufsschule) so unersetzbar macht. Dabei gehen wir davon aus: im Betrieb lernt man mehr als das, was der Ausbildungsrahmenplan vorsieht gerade die vermeintlichen Hindernisse beim Lernen im Arbeitsprozess machen den lebendigen Gegenstand aus dennoch kann das dem systematischen Lernen Widerstrebende auch im Betrieb so gerahmt werden, dass einerseits das betrieblich Besondere nicht verloren geht, andererseits, auch der Betrieb selbst besser kontrollieren kann, was denn gelernt wird. Im Rahmen des Projektes BAQ unterstützt die k.o.s GmbH mit betrieblichen und überbetrieblichen Angeboten Unternehmen darin, ihre Ausbildung zu überprüfen und zu gestalten. Ein zentrales Instrument hierfür ist das "Qualitätskonzept für die betriebliche Ausbildung" und ein breitgefächertes Angebot der Begleitung, Beratung und Qualifizierung. Die Arbeit mit dem Qualitätskonzept bezieht die Perspektiven aller Ausbildungsbeteiligten in die Qualitätsentwicklung mit ein. Das Qualitätskonzept sowie die Unterstützung in Form von Beratung, Instrumenten und Arbeitshilfen sind im Rahmen des BiBB Modellversuches Berliner Ausbildungsqualität in der Verbundausbildung entstanden, den die k.o.s GmbH in Kooperation mit der ABB Ausbildungszentrum Berlin ggmbh umgesetzt hat. Mit der Fortführung des Projekts im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen im Rahmen des Programms BerlinArbeit bis Ende 2016 sowie seit im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales wurden und werden entwickelte Arbeiten verstetigt und zusätzliche Konzepte für eine systematische Ausbildungsplanung und -durchführung eingebracht. Die k.o.s GmbH ist Regionalpartner der Deutschen Referenzstelle für Qualitätssicherung (DEQA-VET) beim BiBB. Seit 2014 ist sie auch beratend und qualifizierend an der Initiative Ausbilden mit Qualität des DEHOGA Berlin beteiligt. 8 9
6 Das BAQ Qualitätsmodell im Überblick Das BAQ Qualitätsmodell im Überblick Der Qualitätskreislauf Konzeption und Planung Kooperation der Lernorte Auswahl und Integration von Auszubildenden Gestaltung des Lernens und Arbeitens Beteiligung Befähigung Begleitung Ausbildungsmanagement Evaluation Leitbild Ausbildung Ziele Leistungen Auszubildende Ausstattung Fähigkeiten Gestaltungselemente der Qualitätsentwicklung Weitere Informationen zu den Qualitätsbereichen und zur Anwendung in der Praxis finden Sie in: F. Schröder, C. Weber, R. Häfner-Wernet: Qualitätskonzept für die betriebliche Berufsausbildung. Leitfaden zur Qualitätssicherung und -entwicklung der betrieblichen Ausbildung. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld
7 Die Fachtagung ist eine Veranstaltung der k.o.s GmbH Am Sudhaus Berlin Telefon: [email protected] Das Projekt Berliner AusbildungsQualität wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.
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