Larada Genossenschaft
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- Reiner Günther
- vor 10 Jahren
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1 Statuten Larada Genossenschaft 28. Juni 2014 I. Name und Sitz 2 II. Zweck 2 III. Mitgliedschaft 2 IV. Rechte und Pflichten der Mitglieder 3 V. Haftung 3 VI. Finanzielle Mittel, Anteilscheine 3 VII. Organisation 4 Generalversammlung 4 Verwaltung 5 Gesetzliche Revisionsstelle 6 Statutarische Kontrollstelle 6 Aufgaben der statutarischen Kontrollstelle 7 Organhaftung 7 VIII. Rechnungsabschluss 7 IX. Schlussbestimmungen 8
2 I. Name und Sitz Art. 1 Unter dem Namen Larada Genossenschaft, mit Sitz in 3052 Zollikofen, besteht eine politisch und konfessionell neutrale, im Handelsregister eingetragene Genossenschaft im Sinne von Artikel 828 ff. OR. II. Zweck Art. 2 Die Genossenschaft bietet in gemeinsamer Selbsthilfe den Genossenschaftsmitgliedern Zugang zu ökologisch, ethisch und sozial fortschrittlichen Produkten und Dienstleistungen. Sie betreibt auch das Drittkundengeschäft. Art. 3 Art. 4 Die Genossenschaft verfolgt insbesondere folgende Ziele: - Gewaltlosigkeit gegenüber Natur, Tier und Mensch - Vertrieb von Produkten ohne Bestandteile tierischer Herkunft - Förderung einer umweltfreundlichen, nachhaltigen und sozialen Produktionsweise - Einsatz für eine intakte Umwelt sowie den fairen Handel - Förderung des Bewusstseins für globale Zusammenhänge Die Genossenschaft arbeitet altruistisch und ist nicht gewinnorientiert. Sie garantiert dem Personal eine angemessene Entlöhnung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. III. Mitgliedschaft Art. 5 Art. 6 Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden, die zur Zweckerfüllung der Genossenschaft beitragen sowie die ideellen Zielsetzungen der Genossenschaft unterstützen. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet die Verwaltung. Gegen deren Entscheid können sowohl die Bewerber als auch mindestens drei Mitglieder binnen 30 Tagen ab schriftlicher Eröffnung schriftlich bei der Verwaltung zuhanden der nächsten Generalversammlung rekurrieren. Art. 7 Zum Beitritt bedarf es der Übernahme mindestens eines Anteilscheines. Der Anteilschein ist zugleich Urkunde über die Mitgliedschaft. Art. 8 Die Mitgliedschaft erlischt durch: - Austritt auf Ende eines Geschäftsjahres; - Tod einer natürlichen bzw. Liquidation einer juristischen Person; - durch Ausschluss. Art. 9 Der Austritt aus der Genossenschaft kann auf Ende eines Geschäftsjahres unter Wahrung einer Kündigungsfrist von 90 Tage erfolgen. Die Kündigung ist schriftlich an die Verwaltung zu richten
3 Art. 10 Art. 11 Die Verwaltung ist berechtigt ein Mitglied auszuschliessen, - wenn es den Statuten oder Beschlüssen der Genossenschaftsorgane zuwiderhandelt; - wenn es die Interessen der Genossenschaft schädigt oder Unfrieden stiftet; - wenn es seinen finanziellen oder vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Beschwerden gegen einen Ausschluss sind binnen 30 Tagen nach Eröffnung des Ausschlusses schriftlich bei der Verwaltung einzureichen. IV. Rechte und Pflichten der Mitglieder Art. 12 Art. 13 Art. 14 Alle Mitglieder stehen in gleichen Rechten und Pflichten. Das Stimmrecht wird durch Teilnahme an der Generalversammlung ausgeübt. Eine Rückzahlung von Anteilscheinen oder sonstige Auszahlungen aus dem Genossenschaftsvermögen an die Mitglieder oder deren Erben ist ausgeschlossen. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen der Genossenschaft in guten Treuen zu wahren. V. Haftung Art. 15 Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet ausschliesslich das Genossenschaftsvermögen. Eine persönliche Haftung oder eine Nachschusspflicht besteht nicht. VI. Finanzielle Mittel, Anteilscheine Art. 16 Art. 17 Art. 18 Die finanziellen Mittel zur Verwirklichung der Aufgaben werden insbesondere aufgebracht durch: - Ausgabe von Anteilscheinen; - Aufnahme von verzinsbaren und zinslosen Darlehen; - freiwillige Zuwendungen; - nicht unter die Mitglieder verteilte Reinerträge. Die Genossenschaft stellt auf den Namen der Mitglieder lautende Anteilscheine von Fr aus. Für die Einzahlung der gezeichneten Anteilscheine setzt die Verwaltung eine Frist fest
4 VII. Organisation Art. 19 Die Organe der Genossenschaft sind: die Generalversammlung, die Verwaltung und die Revisionsstelle, sofern nicht zulässigerweise auf eine solche verzichtet wird. Generalversammlung Art. 20 Art. 21 Art. 22 Art. 23 Art. 24 Art. 25 Art. 26 Die Generalversammlung ist oberstes Organ der Genossenschaft. Sie findet ordentlicherweise im ersten Semester eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Generalversammlung wird spätestens drei Wochen im voraus durch die Verwaltung, nötigenfalls durch die Kontrollstelle, einberufen. Auf Begehren des zehnten Teils aller Mitglieder muss die Verwaltung innerhalb vier Wochen eine ausserordentliche GV einberufen. Die Einladung erfolgt unter Angabe der Traktanden auf schriftlichem Weg. Erfolgt die Einladung per , ist den Mitgliedern ohne Adresse die Einladung per Post zuzustellen. Vorschläge für Änderungen der Statuten sind den Mitgliedern in genauem Wortlaut mit der Einladung mitzuteilen. Über Gegenstände, die nicht in dieser Weise angekündigt wurden, können keine Beschlüsse gefasst werden, ausser über den Antrag auf Einberufung einer weiteren Generalversammlung. Zur Stellung von Anträgen und zu Verhandlungen ohne Beschlussfassung bedarf es keiner vorgängigen Ankündigung. Jedes Mitglied hat an der Generalversammlung, ohne Rücksicht auf die Anzahl der Anteilscheine, eine Stimme. Juristische Personen, welche Mitglied sind, haben für die Vertretung in der GV eine Person zu bestimmen, welche keine weiteren Stimmen vertreten darf. Die Generalversammlung entscheidet über: - die Änderung der Statuten; - die Wahl der Verwaltung und der Revisionsstelle, allenfalls der Kontrollstelle; - die Abnahme des Jahresberichts, der Betriebsrechnung und der Bilanz; - die Verteilung des Reinertrages; - die Entlastung der Verwaltung; - Rekurse betreffend Aufnahmegesuche oder Ausschlüsse; - die Auflösung der Genossenschaft und die Wahl der Liquidationsorgane; - alle weiteren Gegenstände, welche Gesetz oder Statuten der Generalversammlung vorbehalten
5 Art. 27 Den Vorsitz der Generalversammlung führt ein Mitglied der Verwaltung, Bei Stimmengleichheit fällt diesem der Stichentscheid zu, bei Wahlen ist die Wahl zu wiederholen. Art. 28 Art. 29 Art. 30 Abstimmungen und Wahlen erfolgen in der Regel offen. Entscheidend ist das absolute Mehr der gültigen Stimmen. Für die Änderung der Statuten, für die Gutheissung eines streitigen Aufnahmegesuchs und für die Bestätigung eines streitigen Ausschlusses bedarf es zwei Drittel der gültigen Stimmen. Für den Beschluss auf Auflösung oder Fusion der Genossenschaft; bei Abänderung von Artikel 2, Artikel 3 und Artikel 4; für die Einführung einer persönlichen Haftung oder Nachschusspflicht; bedarf es der Zustimmung von drei Viertel sämtlicher Genossenschafter. Verwaltung Art. 31 Art. 32 Art. 33 Art. 34 Die Verwaltung besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Es sollten nach Möglichkeit beide Geschlechter vertreten sein. Die Verwaltung konstituiert sich selbst. Die Mitglieder der Verwaltung werden auf vier Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Wird ein Verwaltungsmitglied während einer Amtsdauer gewählt, so dauert diese bis zur Generalversammlung, an der auch die übrigen Mitglieder der Verwaltung sich wieder zu Wahl stellen müssen. Die Verwaltung führt die Geschäfte der Genossenschaft und vertritt diese gegen aussen. Sie sorgt insbesondere für die Realisierung der Genossenschaftsziele. Eine allfällige Delegation von Verwaltungsaufgaben kann nur insoweit erfolgen, als dass sie keine rechtlichen Wirkungen entfalten. Die Verwaltung entscheidet über alle Fragen, welche nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind. Insbesondere stehen ihr folgende Befugnisse zu: - Einberufung der Generalversammlung und Festsetzen der Traktanden; - Erstellen des Geschäftsberichtes, der Betriebsrechnung und der Bilanz zuhanden der Kontrollstelle und der Generalversammlung; - Prüfung aller übrigen Vorlagen und Antragstellung an die GV; - Bestimmung der Zeichnungsberechtigten, Buchführung; - Führung des Mitgliederverzeichnisses; - Entscheid über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern; - Aufnahme von Darlehen; - Anstellung von Mitarbeiter; - Bestimmung der Budget- und Umsatzziele
6 Gesetzliche Revisionsstelle Art. 35 Art. 36 Die Revisionsstelle wird auf ein Jahr von der Generalversammlung gewählt. Anstelle von natürlichen Personen können von der Generalversammlung auch juristische Personen ernannt werden. Sie müssen nicht Mitglied der Genossenschaft sein und dürfen nicht der Verwaltung angehören oder Angestellte der Genossenschaft sein. Die Genossenschaft kann auf die Wahl einer Revisionsstelle verzichten, wenn: - die Genossenschaft nicht zur ordentlichen Revision verpflichtet ist; und - sämtliche Genossenschafter zustimmen; und - die Genossenschaft nicht mehr als zehn Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt hat. Art. 37 Der Verzicht gilt auch für die nachfolgenden Jahre. Jeder Genossenschafter hat jedoch das Recht, spätestens 10 Tage vor der Generalversammlung eine eingeschränkte Revision zu verlangen. Art. 38 Art. 39 Eine ordentliche oder eingeschränkte Revision können zudem verlangen: - 10% der Genossenschafter - jede Generalversammlung - die Verwaltung Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften. Statutarische Kontrollstelle Art. 40 Art. 41 Art. 42 Untersteht die Genossenschaft nicht der ordentlichen Revision und verzichtet sie rechtsgültig auf die eingeschränkte Revision, so hat die Generalversammlung anstelle der gesetzlichen Revisionsstelle eine statutarische Kontrollstelle zu wählen. Die statutarische Kontrollstelle besteht aus einem oder mehreren Revisoren, die nicht Genossenschafter und nicht zugelassene Revisoren nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes zu sein brauchen. Die Revisoren müssen nicht Mitglied der Genossenschaft sein und dürfen nicht Mitglieder der Verwaltung oder Angestellte der Genossenschaft sein. Die Amtsdauer beträgt ein Jahr. Die Revisoren sind unbeschränkt wieder wählbar. Art. 43 Als Kontrollstelle können auch juristische Personen, wie Treuhandgesellschaften, bezeichnet werden
7 Aufgaben der statutarischen Kontrollstelle Art. 44 Art. 45 Art. 46 Die Kontrollstelle hat die Geschäftsführung und die Bilanz für jedes Geschäftsjahr zu prüfen. Sie hat insbesondere zu prüfen, - ob sich die Betriebsrechnung und die Bilanz in Übereinstimmung mit den Büchern befinden, - ob diese ordnungsgemäss geführt sind und - ob die Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Vermögenslage nach den massgebenden Vorschriften sachlich richtig ist. Zu diesem Zwecke hat die Verwaltung der Kontrollstelle die nötigen Aufschlüsse zu geben. Die Kontrollstelle hat der Generalversammlung einen schriftlichen Bericht mit Antrag vorzulegen. Ohne Vorlegung eines solchen Berichts kann die Generalversammlung über die Betriebsrechnung und die Bilanz nicht Beschluss fassen. Art. 47 Die Kontrollstelle hat bei der Ausführung ihres Auftrages wahrgenommene Mängel der Geschäftsführung oder die Verletzung gesetzlicher oder statutarischer Vorschriften der Verwaltung und in wichtigen Fällen auch der Generalversammlung mitzuteilen. Art. 48 Art. 49 Die Kontrollstelle ist gehalten, der ordentlichen Generalversammlung beizuwohnen. Der Kontrollstelle ist es untersagt, von den bei den Ausführungen ihres Auftrages gemachten Wahrnehmungen einzelnen Genossenschaftern oder Dritten Kenntnis zu geben. Organhaftung Art. 50 Alle mit der Verwaltung, Geschäftsführung oder Revision betrauten Personen sowie die Liquidatoren sind der Genossenschaft, den einzelnen Genossenschaftern und den Genossenschaftsgläubigern nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen des Obligationenrechts für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung der ihnen obliegenden Pflichten verursachen (Art. 916 OR). VIII. Rechnungsabschluss Art. 51 Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Art. 52 Art. 53 Der Jahresgewinn dient dem Fortbestand der Genossenschaft. Eine Ausschüttung an die Genossenschafter ist ausgeschlossen. 5 Prozent des Jahresgewinns sind der allgemeinen Reserve zuzuweisen, bis diese 20 Prozent des Genossenschaftskapitals erreicht
8 IX. Schlussbestimmungen Art. 54 Art. 55 Die nach der Auflösung der Genossenschaft verbleibenden Mittel sind einer Institution mit gleicher oder ähnlicher Zwecksetzung zuzuwenden. Eine Verteilung an die Mitglieder ist ausgeschlossen. Als Publikationsorgane dienen das Schweizerische Handelsamtsblatt, die Homepage der Genossenschaft sowie persönliche Mitteilungen an die Mitglieder, Art. 23 gilt sinngemäss. Die vorliegenden Statuten sind anlässlich der Generalversammlung der Larada Genossenschaft vom 28. Juni 2014 angenommen worden. Der Vorsitzende Der Protokollführer Pascal Locher Raphael Neuburger - 8 -
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