Elemente der Entgeltgestaltung
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- Emil Brinkerhoff
- vor 10 Jahren
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1 Elemente der Entgeltgestaltung Tarifliches Basiseinkommen und übertarifliche Leistungsanreize Sonderprämie Erfolgsbeteiligung Bonuszahlung Gratifikation etc. Jahressonderzahlung 13. Monatseinkommen (nach Tarifvertrag ) Sonstige persönliche n aus Pflichten des Arbeitsvertrages Anwesenheitsprämien Leistungsprämien kündbar oder widerrufbar, anrechenbar auf Tariferhöhungen Übertarifliche n auf kollektivrechtlicher Basis Entlohnungsgrundsätze + Methoden Leistungsermittlung ( 87 Abs. 1 Ziff. 10/11 BetrVG) Beurteilungsgrundsätze ( 94 Abs. 2 BetrVG) Rechtliche Rahmenbedingungen Gleichbehandlung Diskriminierungsverbot tarifliche n Mehrarbeit Schichtarbeit Wochenendarbeit Erschwernisse Leistungslohn Akkordlohn Prämienlohn Tariflohn/-gehalt Stundenlohn oder Monatslohn gestaffelt nach Entgeltgruppen Folie 1 Die Rechte des Betriebsrates bei der Einführung und Veränderung leistungsorientierter Vergütung Information und Beratung 90 Veränderung der Arbeitsumgebung 92 Personalplanung 96, 97 Maßnahmen der Berufsbildung B R Mitbestimmung 87 Abs. 1 Zif. 10/11 Entgelte etc. 94 Beurteilungen 97 Abs.2 Einführung von Berufsbildung 98 Durchführung der Berufsbildung Folie 2 1
2 87 Abs.1 Ziff. 10 BetrVG Fragen der betriebliche Lohngestaltung Mitbestimmungsbereich Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen, Einführung und Anwendung neuer Entlohnungsmethoden sowie deren Änderung Lohn = alle Leistungen mit Entgeltcharakter übertarifliche n (auch freiwillige) Ergebnisbeteiligung Prämien andere Geld und Sachleistungen Mitbestimmungsaufgaben Der AG bestimmt den finanziellen Rahmen und den Personenkreis allein Der BR regelt die Verteilungskriterien - es geht um die Lohngerechtigkeit Methoden der Arbeitsbewertung (analytische und/oder summarische Arbeitsbewertung) bei Anrechnung von Tariflohnerhöhungen, wenn sich die Verteilungsgrundsätze ändern Mitbestimmung bei außertariflichen (AT) Angestellten Bildung der Gehaltsgruppen Festlegung des Abstands zum TV! Folie 3 87 Abs.1 Ziff. 10 BetrVG Festsetzung der Akkordund Prämiensätze Mitbestimmungsbereich alle Entgeltformen, bei denen eine unmittelbare Beziehung zwischen Leistung und Entgelt besteht Geldakkord Zeitakkord Unterscheidung Einzelund Gruppenakkord Prämienlohn vergleichbare leistungsbezogene Entgelte wie n Mitbestimmungsaufgaben Festlegung der Ermittlungsmethode Festlegung des Zeitfaktors Festlegung des Geldfaktors Festlegung der Prämienart Bezugsgröße Anknüpfungspunkten Festlegung der Leistungsbewertungsgrundsätze Provisionen Folie 4 2
3 Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen BetrVG 82 und ihr rechtlicher Hintergrund Arbeitnehmer haben das Recht, in betrieblichen Angelegenheiten, die ihre Person betreffen, (...) gehört zu werden. Sie sind berechtigt, Stellung zu nehmen und Vorschläge (...) zu machen. Sie können verlangen, dass (...) die Leistungsbeurteilung und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten mit ihnen erörtert werden. Sie können ein Mitglied des BR hinzuziehen. (...) (...) Die Aufstellung allgemeiner Beurteilungsgrundsätze bedarf der Zustimmung des Betriebsrates. Kommt keine Einigung zustande ---> Einigungsstelle! Es geht hier um die die Bewertung des Verhaltens und der Leistungen der AN nach einheitlichen Kriterien Alle Verfahren mit Beurteilungscharakter Regelung von Verfahrensfragen Auch an einem Fragebogen/Check-Liste ausgerichtetes Führungsgespräch ist mitbestimmungspflichtig Folie 5 Festlegung von Klassifikationsmerkmalen Fragebogen Personalfragebogen und Beurteilungsgrundsätze 94 BetrVG Personalfragebogen Personalfragebögen und Beurteilungsverfahren, die Aufschluss über die Person, Kenntnisse und Fähigkeiten des Befragten oder Beurteilten geben sollen, bedürfen der Zustimmung des Betriebsrates Schutz der Persönlichkeitsrechte des ArbN unzulässige Fragen bei der Einstellung: Gewerkschaft Konfession AIDS-Infektion Schwangerschaft Vorstrafen zulässige Fragen: Schwerbehinderung Krankheiten und Vorstrafen bezogen auf den Arbeitsplatz Aber: der AG muss ein berechtigtes Interesse nachweisen sachbezogene Arbeitsplatzerhebungsbögen sind mitbestimmungsfrei Beurteilungsverfahren bei der Aufstellung allgemeiner Beurteilungsgrundsätze hat der BR mitzubestimmen Bewertung und Gewichtung Verfahrensregelungen (z.b. Beschwerderechte) kommt keine Einigung zustande, so entscheidet die Einigungsstelle Folie 6 3
4 Personalbeurteilung was wird beurteilt? soziale Kompetenzen Teamfähigkeit, soziale Wahrnehmung, Konfliktfähigkeit etc. personale Kompetenzen Kreativität, Eigeninitiative, Reflexionsfähigkeit etc. fachliche Kompetenzen Überblickswissen, Fachwissen, Psychomotorisch Fähigkeiten, Erfahrungen Mit welchen Zielen? Personalentwicklung Instrument der Personalführung z.b. Führen durch Zielvereinbarungen mit welchen Methoden? Beurteilung durch den Vorgesetzten psychologische Tests und Prüfungen Assessment-Center (Gruppentest) vereinbarte Leistungsziele Folie 7 Mitbestimmung des Betriebsrates bei Personalfragebogen und Beurteilungsverfahren Standardisierte Verfahren, z. B. Fragebogen allgemeine Übungsaufgaben psychologische Tests persönliche Daten und Angaben im Arbeitsvertrag und Personalunterlagen Elektronische Erfassung von Daten? Immer Mitbestimmung! bei der Bewerbung und Einstellung Teilweise standardisierte Verfahren, z. B. strukturiertes Einstellungsgespräch (mit Checkliste) Offenes Verfahren, z.b Assessment-Center Einstellungsgespräch Gruppen-Gespräch Inhalt des Arbeitsvertrages (Arbeitsaufgabe und -bedingungen) Folie 8 4
5 Mitbestimmung des Betriebsrates bei Personalfragebogen und Beurteilungsverfahren Standardisierte Verfahren, z. B. Fragebogen Beurteilungsbogen Übungsaufgaben psychologische Tests während des bestehenden Arbeitsverhältnisses Teilweise standardisierte Verfahren, z. B. Beurteilungsgespräch mit Check- Liste mit Leitfaden strukturiertes Gespräch Zielvereinbarung Assessment-Center Offenes Verfahren, z. B. unstrukturiertes Mitarbeitergespräch Team- oder Gruppengespräch offenes Mitarbeiterentwicklungsgespräch Elektronische Erfassung von Daten? Immer Mitbestimmung! Folie 9 Unternehmensziele beim Beurteilungsverfahren Gegenüber Führungskräften Veranlassung zur Bewertung und Erfolgkontrolle Veranlassung zur Auseinandersetzung mit eigenen MA Rückmeldung über Qualität von Führungs- und Leistungsverhalten Gegenüber Mitarbeitern Disziplinierende Funktion Leistung wird überprüft Leistungsverbesserung Folgen für Vergütung und Arbeitsverhältnis Motivierende Funktion beruflicher Aufstieg mehr Entgelt Diskussion betrieblicher Probleme Entwicklung von Potentialen Folie 10 5
6 Welche Arten von Führungsgesprächen gibt es? Zwischen autoritären und kooperativen Verhaltensmustern Latent direktives Mitarbeitergespräch Ablauf und Dauer wird vom Vorgesetzten gesteuert Ziele und Inhalte des Gesprächs stehen vorher fest "Zielvereinbarungen werden vorgegeben MitarbeiterIn wird nur "scheinbar" ernstgenommen Mitarbeiterbezogenes Gespräch der Inhalt wird mitbestimmt keine festgelegte Gesprächsdauer der persönlichen Hintergrund wird berücksichtigt Kritik am Vorgesetzten ist möglich das Gesprächsergebnis führt zu Vereinbarungen Folie 11 Typische Fehler im Beurteilungsgespräch Rahmenbedingungen MA kennt die Themen nicht Zeitpunkt wird bestimmt Zeit ist zu kurz es gibt Störungen Raum und Sitzordnung Zielsetzung Ziele sind nicht klar Positive Grundorientierung fehlt Gespräch über andere MA Keine Vereinbarungen am Ende Vereinbarungen können nicht eingehalten werden Mitarbeitergespräch Mitarbeiterbesprechung Mitarbeitergespräch Direktives Mitarbeitergespräch Mitarbeiterbesprechung Mitteilung von Entscheidungen z. B. beim "Beurteilungsgespräch" Inhalte und Fragen richten sich einseitig vom Vorgesetzten an MitarbeiterIn Dauer des Gesprächs wird einseitig bestimmt Gesprächsführung Gesprächsführung nach Leitfaden geschlossen statt offene Fragen keine konkrete Kritik keine Verbesserungsvorschläge eigene Interpretationen Fähigkeit zur Selbstkritik Folie 12 6
7 Unternehmenskultur und Vergütungsmodelle 1. Konservativ-bürokratische Unternehmenskultur Hierarchien und Aufgabenteilung klare Schnittstellen zwischen den Bereichen Kontrolle und Risikomeidung statt Delegation und Risikoübernahme die Mitarbeiter erfüllen zugewiesene Aufgaben keine variable Vergütung - Tarifstruktur - 2. Technokratische Unternehmenskultur z. T. Projektarbeit über Abteilungsgrenzen Hierarchien werden bei Fachfragen aufgeweicht Zielvereinbarungs- und Beurteilungssysteme Mitarbeiter als Experte Vergütung nach Zielerreichung % vom Grundgehalt 3. Dynamische Unternehmenskultur flache Hierarchien und Delegation Vergütung nach Einzel-, der Kompetenzen auf die Mitarbeiter Team- oder Gesamterfolg Projektorganisation dominiert % vom Grundgehalt permanente Kompetenzentwicklung Mitarbeiter werden in ihrer Gesamtpersönlichkeit anerkannt und eingesetzt Folie 13 Neue Vergütungsmodelle vom individuellen Leistungsanreiz zur Leistungsanreiz und Bonussystem für Führungskräfte gruppenbezogenen Erfolgsvergütung Gruppenprämie Gruppenbonus Individuelle Leistungszulagen und Gratifikationen Cafeteriasystem Provisionsregelungen Im Vertrieb (Außendienst) Im Verkauf (Innendienst) Individuelle Leistungsbeurteilung Zielvereinbarungen Prämienlohn Akkordlohn Stücklohn dezentrale Erfolgsbewertung Folie 14 7
8 Wie wird der "Erfolg" ermittelt : "Messen oder "bewerten"? Umsatz Kosten, z. B. Materialeinsatz Energieeinsatz Personaleinsatz Deckungsbeitrag Kapitaleinsatz Gewinn Kennzahlen: Ermittlung von betrieblichen Kalkulationsdaten aus in einer Zeitreihe. Vergleichsrechnungen pro Monat, pro Quartal oder pro Geschäftsjahr vereinfachtes Modell Beurteilungsverfahren: Bewertung durch den Vorgesetzten oder durch Arbeitsgruppe mit Bewertungsschema und Punkttabelle Arbeitsqualität, u. a. Selbständigkeit Zuverlässigkeit Fehlerquote Arbeitseinsatz, u. a. Eigeninitiative Belastbarkeit Flexibilität Arbeitssorgfalt Kooperationsverhalten vereinfachtes Modell Folie 15 Der Erfolgsmaßstab Außen-/(Fremd-) bezug oder Innenbezug (auf das eigene Arbeitsumfeld)? Außenbezug Innenbezug Ergebnisvergleich mit fremden Daten zwischen verschiedenen Personen zwischen verschiedenen Abteilungen zwischen verschiedenen Betrieben im Unternehmen Problem: Arbeitsmotivation wird durch Konkurrenzstreben gefördert! Problem: fremde Arbeitsergebnisse kommen unter anderen Bedingungen zustande! Ergebnisvergleich mit eigenen Daten vergangenheitsbezogen (Kennziffern) zukunftsbezogen (Zielwerten oder Plandaten) Vorteil: Arbeitsmotivation durch Überzeugung und Zielvereinbarung Vorteil: Die Handlungsbedingungen und Umfeld sind beeinflussbar Folie 16 8
9 Bestimmung einer Bezugsgröße Woran soll "Erfolg gemessen werden? Leistung Produktionsergebnis (nach Planzahlen oder Vorjahresvergleich) Mengenangaben (Stückzahl/Gewicht) Umsatzangaben Produktivität, z. B. Umsatz pro Kopf Personalkostenanteil am Umsatz Materialkosten pro Umsatzeinheit etc. Kostenersparnis durch Zielvorgabe Personalkostenquote Materialkosten Ausschuss Inventurdifferenz Energiekosten etc. Vereinbarte Ziele Individuelle Ziele Teamziele Ertrag Umsatzbeteiligung Wertschöpfungsbeteiligung Nettoertragsbeteiligung Gewinn Ausschüttungsgewinn Bilanzgewinn Folie 17 Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter Was dabei alles zu entscheiden ist: Bestimmung einer Bezugsgröße woran soll "Erfolg" gemessen werden? Bestimmung eines Erfolgsmaßstabs wann ist ein "Erfolg" eingetreten? Bestimmung des verteilungsfähigen Erfolgsanteils Wie viel wird an die Mitarbeiter verteilt? (=Ausschüttungsvolumen) Bestimmung des bezugsberechtigten Personenkreises wer bekommt einen Erfolgsanteil und wer nicht? ein Modell der Erfolgs beteiligung sollte bei neuen Bedingungen leicht veränderbar sein durchschaubar sein für die Mitarbeiter wenig Bearbeitungsaufwand verursachen Ermittlung des individuellen Ausschüttungsanteils Wie viel bekommt der/die einzelne MitarbeiterIn? Zeitpunkt und Form der Erfolgsbeteiligung gibt es Geld oder andere Beteiligungsformen? Folie 18 9
10 Bestimmung des bezugsberechtigten Personenkreis Rechtlich zulässige Abgrenzungen können sein Begrenzung der Erfolgsbeteiligung auf die oberen Hierarchiestufen Ermittlung der Erfolgsbeteiligung nach einzelnen Abteilungen Voraussetzung: ungekündigtes Arbeitsverhältnis Rechtlich unzulässige Abgrenzungen können sein Berücksichtigung von Fehlzeiten Rechtlich problematische Abgrenzungen können sein Berücksichtigung einer Mindestbetriebszugehörigkeit Voraussetzung: ungekündigtes Arbeitsverhältnis in der Zukunft Unterscheidung von Arbeitern und Angestellten Unterscheidung von Männern und Frauen Ausschluss von Teilzeitarbeitskräften Ausschluss von befristeten Arbeitskräften Folie 19 Ermittlung des individuellen Ausschüttungsanteils Wie viel bekommt der/die einzelne MitarbeiterIn? Häufig praktizierte Verfahren sind: Einheitsregelung: Alle bekommen den Gleichen Anteil der Verteilungssumme Differenzierung über einen Verteilungsschlüssel Nach Einkommen Nach der Arbeitszeit Vollzeit/Teilzeit Nach der Betriebszugehörigkeit Nach Personalbeurteilung BR MBR 94 BetrVG Weitere (rechtlich unbedenkliche) Differenzierungsmerkmale Berücksichtigung der Kinderzahl Berücksichtigung von eingereichten Verbesserungsvorschlägen BR MBR 87 Abs. 1Ziff. 12 Rechtlich problematische und unzulässige Verfahren bei differenzierter Erfolgsbeteiligung sind: Anrechnung von Fehlzeiten Subjektive Leistungsbeurteilung durch Vorgesetzte Berücksichtigung von geleisteten Mehrarbeitsstunden Berücksichtigung des Geschlechts Berücksichtigung des Familienstandes Folie 20 10
11 Was erwarten Beschäftigte von Beurteilungsverfahren bei variabler Vergütung? mehr Geld Verbesserung des Vorgesetzten/MA Verhältnisses einfache Regelungen individuelle Beratung und individuelle Förderung transparente Verfahren Einfluss auf die Leistungsbedingungen Anerkennung der individuellen Leistungen Folie 21 Checkliste für den Betriebsrat bei variabler Vergütung A Einkommen Verhältnis festes und variables Einkommen Ausgangsleistung Tarifgehalt? Schwankungsbreite des Einkommens Wie wird Minderleistung geregelt? Wie werden Ausfallzeiten geregelt Anrechung von Tariferhöhungen B B R Einkommensgerechtigkeit Wer bekommt Leistungsvergütung? Sind Benachteiligungen ausgeschlossen? Wie werden Leistungsschwankungen berücksichtigt? Betriebsvereinbarung Wie sieht die Leistungsbeurteilung aus? Gibt es ein Beanstandungsrecht? Folie 22 11
12 Checkliste für den Betriebsrat bei variabler Vergütung C Leistung B R Betriebsvereinbarung gibt es Leistungsvorgaben oder gemeinsam vereinbarte Leistungsziel? können die Leistungsziele beeinflusst werden? Vereinbarung über die konkreten Leistungsbedingungen? in welchen Abstand erfolgt eine Überprüfung? kann der BR die Leistungsvereinbarungen prüfen? wird Leistung bewertet oder gemessen? Einzelleistung oder Teamleistung? D Gesundheit gibt es Höchstgrenzen? wie verläuft die Steigerungskurve? wird die Leistungskonkurrenz gesteigert? werden Pausen eingehalten? ist selbstbestimmtes Arbeitshandeln möglich? gibt es Kommunikationsmöglichkeiten? Folie 23 Erfolgsbeteiligung am Beispiel einer Bank Leistungsorientierte Vergütung bei einer Bank (A) Bereiche Netto-Ertrag und Kundenzufriedenheit (20%) Bedienung Wartezeit Diskretion Telefonkontakt Beratung Bekanntheit Netto-Ertrag alle Einnahmen in einer bestimmten Periode durch Güter oder Dienstleistungen interne Zufriedenheit und Budget-Einhaltung Bearbeitungszeit und -qualität Erreichbarkeit Servicequalität aktive Betreuung Kommunikation Energiekosten Reinigung Büromaterial Telefonkosten Reisekosten etc. Folie 24 12
13 Erfolgsbeteiligung am Beispiel einer Bank Leistungsorientierte Vergütung bei einer Bank (B) Firmenkunden-Team Organisations-Team Privatkunden-Team die Teamleistung bestimmt das Ausschüttungsvolumen die Teamleistung bestimmt das Ausschüttungsvolumen die Teamleistung bestimmt das Ausschüttungsvolumen Ziel nicht erreicht keine Topffüllung Topfgröße bei 100% Zielerreichung X Tarifangestellte x 1/4 Gehalt X AT- Angestellten x 1 Tantiemen Topfgröße bei 120% Zielerreichung X Tarifangestellte x 1/2 Gehalt X AT- Angestellten x 2 Tantiemen die individuelle Ausschüttung erfolgt durch Zielvereinbarung mit den Einzelpersonen Ziele nicht erreicht Tarifgehalt AT- Gehalt bei 100% Zielerreichung Tarifangestellte = 1/4 Gehalt AT- Angestellten = 1 Tantie. bei 120% Zielerreichung Tarifangestellte = 1/2 Gehalt AT- Angestellten = 2 Tantie. Folie 25 Erfolgsbeteiligung Autoindustriezulieferer variabel gruppenbezogene Leistungsvergütung Verhalten Sauberkeit und Ordnung Qualitätsverhalten Betriebsmitteleinsatz Weiterbildung Gruppensitzungen es gibt max. 90 Punkte der Vorgesetzte beurteilt Qualität Ausschussquotenprämie bis zu 232,- DM/Monat Anlagennutzung Nutzungsgradprämie (75% bis 95%) Betrieb bis zu 1.150,- DM/Monat Plus variable individuelle Grundvergütung wird durch Leistungsbeurteilung ermittelt traditionelle Beurteilungsmaßstäbe (max. 100 Punkte) mittlere Prämie liegt zwischen 10-22% des Tarifeinkommens Folie 26 13
14 Erfolgsbeteiligung Autoindustriezulieferer kollektiv in den einzelnen Arbeitsbereichen 10 % eines Monatsentgelts für Produktivität, wenn die geplante Jahresstückzahl erreicht worden ist 10 % eines Monatsentgelts für Qualität wenn die geplanten Qualitätsstandards eingehalten wurden 10 % eines Monatsentgelts für Anwesenheit wenn die geplante Abwesenheitsquote nicht überschritten wird zusätzlich individuell 5 % eines Monatsentgelts für die Persönliche Anwesenheit wenn sieben Krankheitstage im Jahr nicht überschritten werden (ohne Unfälle) Sonderschichten werden gutgeschrieben Betrieb abgestufter tariflicher Grundbetrag 50 % eines Monatsentgelts (einschließlich aller n) bei mehr als 3 Jahren Betriebszugehörigkeit 40 % bei mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit 30 % bei mehr als 1 Jahr Betriebszugehörigkeit 20 % bei mehr als 6 Monaten Betriebszugehörigkeit Folie 27 Erfolgsbeteiligung Autoindustrie I neue Arbeitsstrukturen in Verbindung mit neuer Entgeltstruktur Wahl des Gruppensprechers Selbstorganisation in der Gruppe Personalbemessung Qualifizierungsmaßnahmen Durchführung von KVP der Sprecher vertritt die Gruppe 30 Min. Zeit pro Arbeitstag Gruppengespräche 1-2 Std. im Monat Abbau von Belastung Förderung der Selbstständigkeit Verbesserung der Qualität Folie 28 14
15 Erfolgsbeteiligung Autoindustrie II Entgeltmodell Unternehmen der Automobilindustrie neue Arbeitsstrukturen LG 3 LG 4 LG 5 LG 7 LG 8 E 1 E 2 E 3 E 4 E 5 E 6 E 7 E 8 E 9 Individuelle Prämie BMW- Grundentgelt neue Eingruppierung summarische Eingruppierung statt analytische Arbeitsbewertung statt Lohngruppen 3-8 Entgeltgruppen E 1 - E 9 Für jede Entgeltgruppe gibt es ein Anforderungsprofil Für jeden Arbeitsbereich gibt es Funktionsbilder Prämie und persönliche Prämienentgelt ersetzt Akkord Prämienentgelt besteht aus Grundentgelt (Tarif) und 10% BMW Produktionsprämie von 25% persönliche n in 4 Stufen Folie 29 Erfolgsbeteiligung Autoindustrie III Prämie statt Akkord Prämie Individuelle Prämie Individuelle Prämie Individuelle Prämie das Basisentgelt Grundentgelt plus 10 % BMW die Prämie 25 % beim Erreichen der Standardleistung die Zeit- und Stückzahlvorgaben Beziehen sich auf die Gruppe BMW- BMW- BMW- BMW- die persönliche für Arbeitsqualität Flexibilität Initiative Grundentgelt Grundentgelt Grundentgelt Grundentgelt jährliche Bewertung durch Checkliste in der Grundstufe 0 DM in der Sollstufe 94,- DM in der 1. Aufbaustufe 194,- DM in der 2. Aufbaustufe 294,- DM Folie 30 15
16 Das Systemhaus Konzept Tarifvertrag Einzelerfolg Teamerfolg Unternehmenserfolg variable Arbeitszeit je nach Lebensalter zwischen Std. Arbeitszeitkonto 5 J.= 550 Std. plus Langzeitkonto Qualifizierung Jährliche Bildungsplanung mit BR Durchführung regelt der BR vor Ort Qualifizierungsgespräch 1x jährlich der MA hat ein Initiativrecht Kosten und Zeitaufwand trägt AG bei unternehmensspezifischen Qualifizierungsmaßnahmen bei anderen Qualifizierungen trägt der AG die Kosten und 50% der Zeit der MA trägt 50% der Zeit - Abzug vom Arbeitszeitguthaben Anspruch auf 5 Bildungstage im Jahr Bündelung auf 5 Jahre ist möglich Folie 31 16
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