Homothetien in der euklidischen Geometrie
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1 Homothetien in der euklidischen Geometrie Masterarbeit von Viktor Fast betreut von Prof. Dr. Thomas Zink Universität Bielefeld Fakultät für Mathematik Juli 2007
2 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3 2 Eigenschaften von Homothetien Definition Fixelemente von Homothetien Konstruktion weiterer Punkte Streckfaktoren von Homothetien Affinität und Bijektivität von Homothetien Verknüpfungen von Homothetien Inverse Homothetien Eindeutigkeit von Homothetien Gruppeneigenschaften von Homothetien Homothetien im Raum Anwendungen Strecke in n gleiche Teile zerlegen Strecke mit beliebigem Faktor multiplizieren Flächeninhalt von Figuren beliebig vergrößern Beweis der Strahlensätze durch Homothetie Tangente an zwei Kreisen konstruieren Konstruktion eines Kreises durch zwei gegebene Punkte und einer gegebenen Tangente Eine Sekantenkonstruktion Quadrat im Dreieck einbinden Dreieck durch seine Höhen konstruieren Konstruktion einer Parallelen mit Lineal und einer gegebenen Längeneinheit Die Eulergerade Der Feuerbachkreis Literaturverzeichnis 42 2
3 1 Einleitung Eine Homothetie ist eine Abbildung in der euklidischen Geometrie, bei der Geraden auf zu sich parallele Geraden abgebildet werden. Inhaltlich ist die Homothetie also eng mit dem Sachverhalt der Strahlensätze verknüpft. Die Lehre der Homothetie erlaubt es folglich, diese Sachverhalte aus einer neuen dynamischen Perspektive zu betrachten. Im zweiten Kapitel wird gezeigt, dass alle Eigenschaften der Homothetie von dieser simplen Definition abgeleitet werden können. Dazu soll zunächst anhand der Definition der Homothetie untersucht werden, welche Elemente bei homothetischen Abbildungen fix bleiben. Anschließend wird erläutert, wie weitere Punkte konstruiert werden, wenn eine Homothetie durch zwei Punkte und ihre Bildpunkte gegeben ist. Daran anknüpfend werden die Streckfaktoren von Homothetien erklärt, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Fall, dass der Streckfaktor kleiner als 0 ist, gelegt wird. Schließlich soll eine Klassifikation von Homothetien erfolgen. Hier soll danach gefragt werden, welche verschiedenen Arten von Homothetien es gibt. Im darauf folgenden Abschnitt wird dann anhand der Eigenschaften der Homothetien gezeigt, dass diese sowohl affin als auch bijektiv sind. Im Anschluß daran werden die Verknüpfungen von Homothetien untersucht. Hier wird zunächst gezeigt, dass die Verknüpfung von Homothetien abgeschlossen und assoziativ jedoch nicht kommutativ ist. Dann wird der Fokus auf die Konstruktion bzw. die Berechnung der Verknüpfung von Homothetien gelegt. Im darauf folgenden Abschnitt wird gezeigt, dass Homothetien invertierbar sind, wobei zwischen den verschiedenen Arten von Homothetien unterschieden wird. Schließlich werden die Gruppeneigenschaften von Homothetien untersucht. Dabei wird auch danach gefragt, ob die verschiedenen Arten von Homothetien Untergruppen in der Gruppe der Verknüpfung aller Homothetien sind und in welcher Abbildungsgruppe Homothetien eine Untergruppe sind. Im anschließenden Abschnitt wird kurz erläutert, dass Homohtetien auch eine Abbildung des Raumes auf sich sein können, wobei alle Eigenschaften erhalten bleiben. In Kapitel 3 wird gezeigt, bei welchen Arten von Konstruktionsaufgaben Homothetien genutzt und welche Beweise durch Homothetien vereinfacht werden können. Insgesamt 3
4 1 Einleitung Seite 4 soll also gezeigt werden, dass die einfache Definition und die vielseitige Nutzbarkeit der Homothetien dafür sprechen, dass sie in der Ähnlichkeitslehre eine wichtige Rolle spielen.
5 2 Eigenschaften von Homothetien 2.1 Definition Der Begriff Homothetie, der von dem französischen Mathematiker Michel Chasles geprägt wurde, setzt sich aus zwei Elementen griechischen Ursprungs zusammen: aus dem Wort homo - für ähnliches und dem Wort thesis für Position. Homothetie bedeutet in der Geometrie folglich die Korrespondenz zwischen zwei Figuren, die zueinander ähnlich sind und dieselbe Orientierung haben [1]. Definition 2.1. Eine Abbildung der Ebene auf sich ist eine Zuordung, bei der jedem Punkt der Ebene genau ein Bildpunkt der Ebene zugeordnet wird. Notation 2.2. Eine Abbildung f der Ebene E auf sich wird im Folgenden notiert als f : E E. Notation 2.3. Sei f : E E eine Abbildung und P ein Punkt der Ebene. Dann wird der Bildpunkt von P im Folgenden notiert als f(p ). Definition 2.4. Eine Homothetie ist eine Abbildung der Ebene auf sich, bei der jede Gerade der Ebene auf eine zu sich parallele Gerade abgebildet wird. Das heißt: Ist φ : E E eine Homothetie, dann gilt für jede Gerade g der Ebene E: Die Bildgerade φ(g) ist parallel zur Geraden g. 2.2 Fixelemente von Homothetien Notation 2.5. Verläuft eine Gerade durch zwei verschiedene Punkte, so ist sie durch diese Punkte eindeutig festgelegt. Im Folgenden wird eine Gerade, die durch zwei verschiedene Punkte A und B verläuft, als Gerade AB notiert. Definition 2.6. Seien φ : E E eine Homothetie und g E eine Gerade. Dann heißt g bezüglich φ invariant, wenn φ die Gerade g auf sich abbildet. 5
6 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 6 Lemma 2.7. Sei φ : E E eine Homothetie. Wenn eine Gerade g durch einen Punkt A E und seinen Bildpunkt φ(a) verläuft, ist sie bezüglich φ invariant. Beweis. (i) Im Fall φ(a) A gilt für jeden Punkt P auf der Geraden Aφ(A) nach der Definition der Homothetie (vgl. Definition 2.4), dass die Gerade P A parallel zur Geraden φ(p )φ(a) sein muss. Und da P, A und φ(a) kollinear sind, folgt daraus, dass φ(p ) ebenfalls auf der Geraden Aφ(A) liegt. Es wird also jeder Punkt, der auf der Geraden φ(a)a liegt, wieder auf φ(a)a abgebildet. Die Gerade φ(a)a wird folglich durch φ auf sich abgebildet. (ii) Im Fall φ(a) = A gilt für jeden Punkt P E, dass die Gerade AP parallel zur Geraden φ(a)φ(p ) verläuft. Und da A, φ(a) und P kollinear sind, liegt auch φ(p ) auf der Geraden AP. Daraus folgt, dass jede Gerade, die durch φ(a) und A läuft, durch bezüglich φ invariant ist. Definition 2.8. Seien φ : E E eine Homothetie und F ein Punkt der Ebene E. Dann heißt F bezüglich φ Fixpunkt, wenn φ den Punkt F auf sich abbildet. Lemma 2.9. Seien φ : E E eine Homothetie und g h zwei invariante Geraden bezüglich φ. Dann ist der Schnittpunkt F von g und h ein Fixpunkt von φ. Beweis. Da F sowohl auf der Geraden g als auch auf der Geraden h liegt und die beiden Geraden invariant sind, folgt, dass φ(f ) ebenfalls auf g und h liegt. Aufgrund dessen ist φ(f ) ebenfalls der Schnittpunkt von g und h. F wird also durch φ auf sich abgebildet. Definition Eine Abbilung, die jeden Punkt auf sich abbildet, heißt identische Abbildung oder auch Identität. Im Folgenden wird die identische Abbildung als id notiert. Lemma Hat eine Homothetie φ : E E zwei Fixpunkte, dann gilt: φ = id. Beweis. Seien φ : E E eine Homothetie, P und Q zwei verschiedene Punkte der Ebene E, für die gilt: φ(p ) = P und φ(q) = Q. Dann gilt für jeden Punkt T, der nicht auf der Geraden P Q liegt, dass die Gerade T P nach Lemma 2.7 invariant ist. Ebenso ist die Gerade T Q invariant. Und da T Q und P T invariant sind, ist T nach Lemma 2.9 ein Fixpunkt. Für jeden Punkt S auf der Geraden P Q gilt: Die Geraden ST und SQ sind nach Lemma 2.7 invarant. Somit ist auch S nach Lemma 2.9 fix. Das bedeutet, dass alle Punkte der
7 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 7 Abbildung 2.1: Skizze zu Lemma 2.11 Ebene E durch die Homothetie φ auf sich abgebildet werden, wenn φ zwei Fixpunkte hat. (vgl. Abbildung 2.1). Korollar Eine Homothetie φ id kann höchstens einen Fixpunkt haben. Korollar Hat eine Homohtetie φ id einen Fixpunkt F, dann verlaufen alle invarianten Geraden von φ durch F. Beweis. Der Fixpunkt F ist der Schnittpunkt von zwei invarianten Geraden. Würde eine weitere invariante Gerade nicht durch F verlaufen, so würden weitere Fixpunkte entstehen und φ somit die Identität sein. Aufgrunddessen verlaufen alle invarianten Geraden durch den Fixpunkt von φ, wenn φ nicht die Identität ist. Korollar Sind zwei Geraden bezüglich einer Homothetie φ id invariant und parallel zueinander, dann sind alle invarianten Geraden von φ parallel zueinander. Die Homothetie φ hat dann keinen Fixpunkt. Beweis. Wenn zwei invariante Geraden einer Homothetie φ parallel zueinander sind und eine dritte invariante Gerade von φ nicht parallel zu diesen beiden ist, entstehen zwei Schnittpunkte der invarianten Geraden und somit zwei Fixpunkte der Homothetie. Folglich wäre φ die Identität. Deswegen sind alle invarianten Geraden einer Homothetie parallel zueinander, wenn zwei invarianten Geraden parallel zueinander sind und φ nicht die Identität ist. Beispiel 2.15 (Konstruktion des Fixpunktes). Sei eine Homothetie φ : E E gegeben durch zwei verschiedene Punkte A, B E und ihre Bildpunkte φ(a) und φ(b). Da die Geraden φ(a)a und φ(b)b bezüglich φ invariant sind, ist der Schnittpunkt F von φ(a)a und φ(b)b der Fixpunkt von φ (vgl. Abbildung 2.2).
8 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 8 Abbildung 2.2: Konstruktion des Fixpunktes 2.3 Konstruktion weiterer Punkte Lemma Seien φ : E E eine Homothetie und A, B, C drei Punkte in der Ebene E, die nicht auf einer Geraden liegen. Zudem seien φ(a) und φ(b) gegeben. Wird nun eine Parallele zu AC durch φ(a) und eine Parallele zu BC durch φ(b) gelegt, dann ist φ(c) der Schnittpunkt dieser Parallelen (vgl. Abbildung 2.3). Abbildung 2.3: Beispiel einer homothetischen Abbildung Beweis. Da die Gerade φ(a)φ(c) parallel zur Geraden AC und die Gerade φ(b)φ(c) parallel zur Geraden BC sein muss, ist der Schnittpunkt der Parallelen zu AC durch φ(a) mit der Parallelen zu BC durch φ(b) der gesuchte Punkt φ(c). Korollar Seien φ : E E eine Homothetie, A, B, D drei paarweise verschiedene Punkte auf einer Geraden g E und die Punkte φ(a) und φ(b) gegeben. Um den Punkt φ(d) zu konstruieren, muss zunächst ein Punkt C E gewählt werden, der nicht auf g liegt. Nun wird φ(c), wie in Lemma 2.16 beschrieben, konstruiert. Schließlich wird der Punkt φ(d) von den Punkten A, C, φ(a), φ(c) aus, wie in Lemma 2.16 beschrieben, konstruiert.
9 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 9 Lemma Sei φ : E E eine Homothetie, F der Fixpunkt von φ, A ein beliebiger Punkt in der Ebene E und φ(a) sein Bildpunkt. Dann gilt für alle weiteren Punkte B E, dass φ(b) der Schnittpunkt von F B mit der Parallelen zu AB durch φ(a) ist. Beweis. Da F der Fixpunkt von φ ist, liegt der Punkt φ(b) nach Lemma 2.7 auf der Geraden F B. Außerdem muss die Gerade φ(a)φ(b) parallel zur Geraden AB sein. Folglich ist φ(b) der Schnittpunkt von F B mit der Parallelen zu AB durch φ(a). 2.4 Streckfaktoren von Homothetien Notation Die Länge einer Strecke zwischen einem Punkt A und einem Punkt B wird im Folgenden notiert als AB. Definition Eine gerichtete Strecke mit dem Startpunkt A und dem Endpunkt B ist festgelegt durch die Orientierung von A nach B und durch die Länge AB. Dabei ist zu beachten, dass die gerichtete Strecke von A nach B nicht an die Punkte A und B gebunden ist, sondern nur durch diese in Länge und Richtung definiert ist. Eine gerichtete Strecke mit dem Startpunkt A und dem Endpunkt B wird im Folgenden notiert als AB. Insbesondere gilt für gerichtete Strecken: AB = BA. Notation Ein Winkel, der durch das Winkelfeld von der Geraden AB aus auf die Gerade AC mit dem Scheitel im Punkt A definiert ist, wird im Folgenden als (BAC) notiert. Die Größe eines Winkels wird im Folgenden als Bogenmaß angegeben. Beispielsweise hat ein rechter Winkel das Bogenmaß π 2. Notation Ein Dreieck, das durch die Eckpunkte A, B, C definiert ist, wird im Folgenden als ABC notiert. Lemma Zu jeder Homothetie φ : E E gibt es eine reele Zahl x 0, sodass für alle Punkte A, B der Ebene E gilt: x AB = φ(a)φ(b). Die Zahl x heißt dann der Streckfaktor von φ. Beweis. Seien A, B, C drei Punkte der Ebene E, die nicht auf einer Geraden liegen. Dann gilt nach der Definition der Homothetie, dass AB parallel zu φ(a)φ(b), BC parallel zu
10 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 10 φ(b)φ(c) und AC parallel zu φ(a)φ(c) ist. Daraus ergeben sich folgende Winkelrelationen: (CBA) = (φ(c)φ(b)φ(a)) und (BAC) = (φ(b)φ(a)φ(c)). Die Dreiecke ABC und φ(a)φ(b)φ(c) sind folglich zueinander ähnlich. Sei nun x AB = φ(a)φ(b). Da in ähnlichen Dreiecken die Seitenverhältnisse erhalten bleiben, folgt daraus: x AC = φ(a)φ(c) und x CB = φ(c)φ(b). Das heißt: Jede gerichtete Strecke der Ebene E wird durch die Homothetie φ um das x-fache gestreckt. Korollar Homothetische Abbildungen erhalten Längenverhältnisse und Winkelmaße. Bemerkung Eine Homothetie φ : E E kann nicht den Streckfaktor 0 haben, da in diesem Fall alle Punkte der Ebene E auf den Fixpunkt von φ abgebildet würden. Dies würde einen Widerspurch zur Definition der Homothetie bedeuten (vgl. Definition 2.4 auf Seite 5). Lemma Sei x der Streckfaktor einer Homothetie φ : E E mit φ id. Genau dann, wenn x = 1 ist, sind die invarianten Geraden von φ alle parallel zueinander. Beweis. Abbildung 2.4: Skizze zu Lemma 2.26 (i) Da x = 1 ist, gilt für alle Punkte A, B der Ebene E: AB = φ(a)φ(b). Da diese beiden gerichteten Strecken gleich sind, spannen die Punkte A, B, φ(a), φ(b)
11 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 11 ein Parallelogramm auf. Deswegen gilt: Aφ(A) = Bφ(B). Und somit folgt, dass die Geraden Aφ(A) und Bφ(B) parallel zueinander sind. (vlg. Abbildung 2.4). Und da φ(a)a parallel zu φ(b)b ist, folgt nach Korollar 2.14, dass alle invarianten Geraden bezüglich φ parallel zueinander sind. (ii) Seien A, B, φ(a) gegeben und alle invarianten Geraden von φ parallel zueinander. Dann ist φ(b) der Schnittpunkt der Parallelen zu AB durch den Punkt φ(a) mit der Parallelen zu Aφ(A) durch den Punkt B. Folglich spannen die Punkte A, B, φ(a), φ(b) ein Parallelogramm auf. Und somit gilt, dass AB = φ(a)φ(b) und x = 1 ist. Korollar Hat eine Homothetie φ : E E, mit φ id, den Streckfaktor x = 1 und sind die Punkte A E und φ(a) gegeben, dann wird jeder Punkt der Ebene um die gerichtete Strecke Aφ(A) verschoben. Lemma Hat eine Homothetie den Streckfaktor 1 und einen Fixpunkt, dann gilt: φ = id. Beweis. Sei φ : E E eine Homothetie mit dem Streckfaktor 1 und dem Fixpunkt F. Dann gilt für alle Punkte A der Ebene E: F A = 1 φ(f )φ(a). Da φ(f ) = F ist, folgt sofort: φ(a) = A. Da jeder Punkt der Ebene auf sich abgebildet wird, ist φ die Identität. Korollar Eine Homothetie hat einen Fixpunkt, wenn ihr Streckfaktor ungleich 1 ist, da in diesem Fall die invarianten Geraden der Homothetie nicht parallel zueinander sind und sich folglich nach Korollar 2.13 in einem Punkt schneiden.. Definition Ein Maßstab χ auf einer Geraden g ordnet jedem Punkt P g einen Wert a R zu. Der Maßstab χ ist dabei auf g linear. Das heißt, für jeweils drei verschiedene Punkte P, T, R g, mit T P = P R, gilt: χ(p ) χ(t ) = χ(r) χ(p ). Bemerkung Es sei nun φ : E E eine Homothetie mit dem Fixpunkt F und dem Streckfaktor x. Weiter sei g eine invariante Gerade bezüglich φ und χ ein Maßstab auf g, so dass χ(f ) = 0 ist. Dann gilt nach Lemma 2.23 für jeden Punkt P g: χ(p ) x = χ(φ(p )).
12 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 12 Wenn der Streckfaktor x kleiner als 0 ist, heißt das, dass φ(p ) von P aus gesehen hinter F liegt. [Coxeter, 1981, S. 95]. Eine Homothetie mit dem Fixpunkt F und dem Streckfaktor y < 0 kann folglich auch als Homothetie mit dem Fixpunkt F, dem Streckfaktor y und einer anschließenden Punktspiegelung an F dargestellt werden. Beispiel Es sei φ : E E eine Homothetie mit dem Streckfaktor 2 und dem Fixpunkt F. Und es sei ψ : E E eine Homothetie mit dem Streckfaktor -2 und dem Fixpunkt F. Weiter sei A ein beliebiger Punkt der Ebene E und χ ein Maßstab auf AF, sodass χ(f ) = 0 und χ(a) = 1 ist. Werden nun die Bildpunkte φ(a) und ψ(a) konstruiert, so liegen ψ(a) und φ(a) sich im gleichen Abstand zu F gegenüber, wobei χ(ψ(a)) = 2 und χ(φ(a)) = 2 ist (vgl. Abbildung 2.5). Abbildung 2.5: Homothetien mit negativen und positiven Streckfaktoren Korollar Eine Homothetie φ : E E mit einem negativen Streckfaktor kehrt die Orientrierung jeder gerichteten Strecke AB E um. Satz Wie bislang gezeigt worden ist, gibt es zwei verschiedene Typen von Homothetien: 1. Homothetien, deren invariante Geraden alle parallel zueinander verlaufen. Diese Homothetien haben den Streckfaktor 1. Sie sind eindeutig definiert, wenn ein Punkt und sein Bildpunkt gegeben sind. Eine Homothetie ψ id mit dem Streckfaktor y = 1, die einen Punkt A der Ebene E auf den Bildpunkt ψ(a) abbildet, wird im Folgenden notiert als: ψ (. Dieser Abbildungstyp der Homothetie heißt Translation. Aψ(A)) 2. Homothetien, die einen Fixpunkt haben. Sie sind eindeutig definiert, wenn zwei Punkte und ihre Bildpunkte gegeben sind. Eine Homothetie φ mit dem Fixpunkt F und dem Streckfaktor x, wird im Folgenden notiert als: φ (F,x). Dieser Abbildungstyp der Homothetie heißt Dilatation.
13 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 13 Abbildung 2.6: Beispiel zweier zueinander homothetischer Dreiecke Beispiel Es sei G ein Dreieck in einer Ebene und ψ id eine Homothetie dieser Ebene auf sich. Dann ist die Abbildung ψ(g) ähnlich zu G und hat die selbe Orientierung wie G. (vgl. Abbildung 2.6). Da in diesem Beispiel der Flächeninhalt von G kleiner ist als der Flächeninhalt von ψ(g), ist ψ eine Dilatation. 2.5 Affinität und Bijektivität von Homothetien Definition Eine Abbildung heißt affin, wenn das Bild einer Geraden wieder eine Gerade ist, das Bild zweier zueinander parallelen Geraden wieder zwei parallele Geraden sind und Teilverhältnisse auf jeder Geraden erhalten bleiben. Bemerkung Eine Homothetie ist eine affine Abbildung. Beweis. Aus der Defintion der Homothetie folgt sofort, dass Geradengetreue und Parallelitätsgetreue gegeben sind. Und nach Korollar 2.24 gilt, dass Teilverhältnisse durch Homothetien insgesamt und somit auch auf Geraden erhalten bleiben. Somit sind Homothetien affine Abbildungen. Definition Seien X und Y zwei Mengen. Eine Abbildung λ : X Y heißt bijektiv, wenn (i) für je zwei Elemente x 1, x 2 aus X gilt: Sind x 1 und x 2 verschieden, dann sind auch die Bildpunkte λ(x 1 ) und λ(x 2 ) voneinander verschieden. Und (ii) es für alle Elemente y aus Y ein Element x in X gibt, sodass der Bildpunkt λ(x) gleich y ist.
14 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 14 Lemma Homothetien sind bijektive Abbildungen. Beweis. zu (i) Seien φ : E E eine Homothetie, A, B, C paarweise verschiedene Punkte der Ebene E und die Bildpunkte φ(a), φ(b) gegeben. Wir nehmen an, dass φ(c) = φ(b) ist. Dann liegt C auf der Geraden Bφ(B), da Bφ(B) invariant ist und φ(c) auf dieser Geraden liegt. Zudem muss die Gerade AC parallel zur Geraden φ(a)φ(c) verlaufen. Daraus folgt, dass C = B ist, was zum Widerspurch der Annahme, A, B, C seien verschieden, führt. Somit gilt, dass je zwei verschiedene Punkte zwei verschiedene Bildpunkte haben. zu (ii) Da die Abbildung einer Ebene auf sich nach der Definition 2.1 eindeutig ist, folgt sofort, dass jedem Bildpunkt ein Ursprungspunkt zugeordnet ist. Sei nun φ : E E eine Homothetie und A, B E und φ(a), φ(b) gegeben, dann gilt für jeden Punkt φ(c), dass C der Schnittpunkt der Parallelen zu φ(a)φ(c) durch A und der Parallelen zu φ(b)φ(c) durch B ist. Das heißt, zu jedem Bildpunkt kann der Ursprungpunkt bestimmt werden. Da (i) und (ii) erfüllt sind, gilt nach Definition 2.38, dass Homothetien bijektive Abbildungen sind. 2.6 Verknüpfungen von Homothetien Definition Die Nacheinanderausführung von zwei Homothetien φ : E E und ψ : E E heißt Verknüpfung oder auch Kompositum. Im Folgenden wird das Kompositum von φ und ψ als φ ψ notiert. Dabei gilt für jeden Punkt A der Ebene E: φ ψ(a) = φ(ψ(a)). Satz Sei φ n... φ 2 φ 1 die Verknüpfung von n Homothetien der Ebene E auf sich. Die Verknüpfung φ n... φ 2 φ 1 ist wieder eine Homothetie λ : E E. Beweis durch vollständige Induktion. IA: Die Homothetie φ 1 ist per Definition eine Homothetie. IV: Die Verknüpfung φ n 1... φ 2 φ 1 = ψ ist eine Homothetie.
15 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 15 IS: Für alle Punkte A, B der Ebene E gilt: Die Gerade AB ist parallel zur Geraden ψ(a)ψ(b) und ψ(a)ψ(b) ist parallel zur Geraden φ n (ψ(a))φ n (ψ(b)). Folglich ist AB parallel zu φ n (ψ(a))φ n (ψ(b)). Und somit ist φ n... φ 2 φ 1 = λ eine Homothetie. Bemerkung Die Verknüpfung von Homothetien ist nicht kommutativ. Beweis durch ein Gegenbeispiel. Seien φ (P, 1) und ψ (S, 1) zwei Homothetien und χ ein Maßstab auf P S, so dass χ(p ) = 0 und χ(s) = 2 ist. Weiter sei A ein Punkt auf P S, so dass χ(a) = 1 ist. Dann ist χ(φ ψ(a)) = ( 3) und χ(ψ φ(a)) = (5). Da φ ψ ψ φ, sind Verknüpfungen von Homothetien nicht kommutativ. Bemerkung Die Verknüpfung von Abbildungen ist assoziativ. Und da Homothetien Abbildungen sind, sind die Verknüpfungen von Homothetien assoziativ Beweis. Seien α, β, γ Abbildungen. Dann ist α (β γ) = α φ = λ. Und daraus folgt, dass λ = α β γ ist. Äquivalent ist (α β) γ = ψ γ = δ. Daraus folgt, dass δ = α β γ ist. Da δ = λ ist, ist gezeigt, dass Abbildungen assoziativ sind. Satz Sei φ n... φ 2 φ 1 = ψ die Verknüpfung von n Homothetien der Ebene E auf sich. Dann kann ψ eindeutig bestimmt werden. Um die Verknüpfung φ n... φ 2 φ 1 = ψ eindeutig zu bestimmen, müssen zunächst ψ(a) und ψ(b) für zwei beliebige, verschiedene Punkte A, B E konstruiert werden. Da nun zwei Punkte und ihre Bildpunkte von ψ gegeben sind, ist ψ eindeutig festgelegt. Jetzt kann jeder weitere Punkte der Ebene E, wie in Lemma 2.16 beschrieben worden ist, konstruiert werden. Beispiel Seien φ (F2,x) und ψ (F1,y) zwei Homothetien, A und B zwei Punkte der Ebene und die Homothetie λ die Verknüpfung φ ψ. Dann ist der Fixpunkt F 3 von λ der Schnittpunkt von φ(ψ(a))a und φ(ψ(b))b. (vgl. Abbildung 2.7). Der Streckfaktor von λ ist F λ(a). F A Lemma Haben zwei Homothetien φ und ψ denselben Fixpunkt F, so hat die Verknüpfung φ ψ = λ ebenfalls den Fixpunkt F. Beweis. Da φ(f ) = F und ψ(f ) = F ist, folgt: λ(f ) = F. Lemma Sei φ eine Homohtetie mit dem Streckfaktor x und sei ψ eine Homothetie mit dem Streckfaktor y. Dann gilt: Die Verknüpfung ψ φ = λ hat den Streckfaktor x y.
16 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 16 Abbildung 2.7: Konstruktion des Fixpunktes von φ ψ Beweis. x AB = φ(a)φ(b) (2.1) y φ(a)φ(b) = ψ(φ(a))ψ(φ(b)) (2.2) Aus (2.1) und (2.2) folgt: x y AB = ψ(φ(a))ψ(φ(b)). Lemma Es seien φ (F1,x) und ψ (F2,y) zwei Homothetien der Ebene E auf sich und die Verknüpfung ψ φ die Homothetie λ. Wenn x y, x 1, y 1 sind, F 1 und F 2 zwei verschiedene Punkte sind und x y = 1 ist, dann folgt: (i) Alle invarianten von λ sind parallel zueinander. (ii) Die gerichtete Strecke, um die jeder Punkt von E durch λ verschoben wird, ist parallel zu F 1 F 2. (iii) Die gerichtete Strecke, um die jeder Punkt von E durch λ verschoben wird, hat die Länge x 1 F x 1 F 2. Das heißt: ψ (F2,y) φ (F1,x) = λ ( x 1. F x 1 F 2 ) Beweis. Seien A und B zwei Punkte der Ebene E. zu (i) Da λ den Streckfaktor x y = 1 hat, ist λ nach Lemma 2.26 durch eine Translation definiert.
17 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 17 zu (ii) Für F 1 gilt: φ(f 1 ) = F 1 und ψ(f 1 ) liegt auf der Geraden F 1 F 2. Das heißt: λ(f 1 ) liegt auf der Geraden F 1 F 2. Folglich ist die gerichtete Strecke, um die jeder Punkt durch λ verschoben wird, parallel zu der Geraden F 1 F 2. Abbildung 2.8: Beispiel zum Lemma 2.48 zu (iii) Da y der Streckfaktor von ψ ist, gilt: Da y = 1 x ist, folgt: F 1 F 2 y = λ(f 1 )F 2. F 1 F 2 y = F 1 F 2 F 1 λ(f 1 ). F 1 F 2 F 1 λ(f 1 ) y =. F 1 F 2 F 1 λ(f 1 ) = 1 y. F 1 F 2 F 1 λ(f 1 ) = 1 1 F 1 F 2 x = x 1 x. Somit ist gezeigt, dass für alle Punkte A der Ebene E gilt: Aλ(A) = F 1 F 2 x 1.(vgl. Abbildung 2.8). x Beispiel Seien φ (F1, 1) und ψ (F2, 1) zwei Homothetien der Ebene E auf sich. Dann ist ψ φ = λ (2 F 1 F 2 ) (vgl. Abbildung 2.9. Hier wird das Dreieck CDE durch φ auf das
18 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 18 Dreieck C D E und das Dreieck C D E durch ψ auf das Dreick C D E abgebildet. Die Abbildung verdeutlicht, dass die invarianten Geraden von λ parallel zueinander sind und F 1 F 2 2 = CC ist.). Abbildung 2.9: Verknüpfung zweier Homothetien, die eine Verschiebung ergeben Satz Wenn zwei Homothetien, die die Ebene E auf sich abbilden, durch φ (F1,x) und ψ (F2,y) mit x y 1 gegeben sind, dann gilt für den Fixpunkt F 3 für ψ φ = λ (F3,u): (i) F 3 liegt auf der Geraden F 1 F 2. (ii) F 1 F 3 = y 1 Beweis. xy 1 F 1 F 2. [Schupp, 1974, S. 38.] zu (i) Es sei A ein Punkt auf der Geraden F 1 F 2. Da F 1 F 2 eine invariante Gerade von φ ist, liegt φ(a) auf F 1 F 2. Und da F 1 F 2 ebenfalls eine invariante von ψ ist, liegt ψ(a) auf F 1 F 2. Daraus folgt, dass jeder Punkt ψ(φ(a)) auf der Geraden F 1 F 2 liegt und diese Gerade somit bezüglich λ invariant ist. Und daraus folgt wiederum, dass der Fixpunkt von λ auf der Geraden F 1 F 1 liegen muss. zu (ii) Hier bedarf es folgender Vorüberlegungen: λ(f 3 ) = F 3. Das heißt, es gibt einen Punkt Q für den gilt: φ(f 3 ) = Q, sodass x F 1 F 3 = F 1 Q und ψ(q) = F 3, sodass y F 2 Q = F 2 F 3. (vgl. Abbildung 2.10). Dann gilt: Abbildung 2.10: Skizze zu Satz 2.50
19 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 19 F 1 F 3 = 1 F 1 Q = 1 x x ( F 1 F F 2 F 3 ) y ( 1 x ( F 1 F y ( F 1 F 3 F 1 F 2 )) = 1 F 1 F 2 + x F 1 F 3 = F 1 F 3 F 1 F 2 x + F 1 F 3 xy = xy F 1 F 3 F 1 F 3 xy F 1 F 3 xy F 1 F 2 x = y F 1 F 2 xy F 1 F 2 xy F 1 F 2 F 1 F 2 xy xy F 1 F 3 F 1 F 3 = y F 1 F 2 F 1 F 2 (xy 1) F 1 F 3 = (y 1) F 1 F 2 F 1 F 3 = y 1 xy 1 F 1 F 2. F 1 F 3 y ) F 1 F 2 y Beispiel Seien φ (F1,2) und ψ (F2,3) zwei Homothetien und χ ein Maßstab auf F 1 F 2, so dass χ(f 1 ) = 0 und χ(f 2 ) = 5 ist. Weiter sei ψ φ = λ (F3,u). Dann ist F 1 F 3 = 3 1 F 1 F 2. Daraus folgt, dass χ(f 3 ) = 2 ist und u = 2 3 = 6 ist. Die Verknüpfung von φ und ψ ist folglich eine Homothetie mit dem Streckfaktor 6 und dem Fixpunkt F 3, für den gilt: χ(f 3 ) = Inverse Homothetien Lemma Da homothetische Abbildungen bijektiv sind, ist jede Homothetie invertierbar. Das heißt, es gibt für jede Homothetie φ eine inverse Homothetie φ 1, sodass gilt: φ 1 φ = id. (i) Die inverse Homothetie von φ (F,x) ist λ (F, 1 x ). (ii) Die inverse Homothetie von ψ AB ist ϑ BA. (iii) Die inverse Homothetie von φ ψ ist ψ 1 φ 1.
20 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 20 Beweis.zu (i) Sei φ (F,x) eine Homothetie. Für alle Punkte P der Ebene gilt: x F P = F φ(p ). Wenn nun eine Homothetie durch λ (F, 1 ) gegeben ist, dann folgt für λ φ: x λ ( ) F φ(p ) = 1 x F φ(p ) = F P λ(φ(p )) = P. φ λ = id. λ = φ 1. zu (ii) Seien zwei Homothetien gegeben durch ψ AB und ϑ BA. Für alle Translationen gilt: AB BA = id. Daraus folgt für alle Punkte P der Ebene: ψ(ϑ(p )) = P. ψ ϑ = id. ϑ = ψ 1. zu (iii) Seien T, P und Q Punkte der Ebene, so dass φ(t ) = P und ψ(p ) = Q ist. Dann gilt: ψ 1 (Q) = P und φ 1 (P ) = T. Daraus folgt: φ ψ ψ 1 φ 1 = id. Bemerkung Trivialerweise gilt für jede Homothetie φ: φ φ 1 = φ 1 φ. Deswegen muss nicht zwischen links- und rechtsinvers unterschieden werden. 2.8 Eindeutigkeit von Homothetien Notation Eine Strecke mit den Endpunkten A und B wird im Folgenden notiert als AB. Lemma Um einen Punkt A der Ebene E durch eine Homothetie φ : E E auf einen anderen Punkt A E abzubilden, gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Beweis. Entweder ist die Homothetie durch φ (F,x) definiert. Dann muss der Fixpunkt F auf der Geraden AA liegen und der Streckfaktor AF sein. Oder die Homothetie ist A F durch φ definiert. ( AA ) Lemma Sind zwei Strecken AB CD parallel zueinander, so gibt es stets genau zwei Homothetien, die AB auf CD abbilden. Beweis. Da jeweils die Endpunkte der Strecke AB auf die Endpunkte der Strecke CD abgebildet werden müssen, gibt es nur die beiden folgenden Möglichkeiten, AB auf CD abzubilden: 1. φ(a) = C und φ(b) = D
21 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 21 oder 2. ψ(a) = D und ψ(b) = C. Satz Seien ABC und DEF zwei Dreiecke, für die gilt: AB ist parallel zu DE, BC ist parallel zu EF und CA ist parallel zu F A. Dann gibt es stets genau eine Homothetie δ, die ABC auf DEF abbildet. Beweis. Seien δ(a) = D und δ(b) = E. Dann gilt nach Lemma 2.16, dass δ(c) der Schnittpunkt der Parallelen zu AC durch D mit der Parallelen zu BC durch E ist. Folglich ist δ(c) = F. Satz Es seien P und T zwei regelmäßige n-ecke mit einer geraden Anzahl an Ecken und die Strecke AB P parallel zur Strecke A B T. Dann gibt es stets genau zwei Homothetien, die P auf T abbilden. Beweis. Da in regelmäßigen n-ecken mit einer geraden Anzahl an Ecken jede Strecke parallel zu der gegenüberliegenden Strecke ist, sind zu jeder Strecke AB P zwei Strecken A B und C D in T parallel. Dementsprechend kann AB entweder auf A B oder auf C D abgebildet werden. Insbesondere gilt hier: x AB = A B und x AB = C D. Beispiel Wenn bei zwei Quadraten ABCD und A B C D die Strecke AB parallel zur Strecke A B ist, dann ist AB auch parallel zur Strekce C D. Die Abbildung 2.11 zeigt ein Beispiel, in dem der Flächeninhalt von ABCD kleiner als der Flächeninhalt von A B C D ist. Hier gibt es zwei Homothetien, die ABCD auf A B C D abbilden. Zum einen φ (E,2) und zum anderen ψ (F, 2). Wenn die Flächeninhalte von ABCD und A B C D gleich groß sind, gibt es ebenfalls zwei Homothetien: λ ( AA ) und ϑ (M, 1). M ist dann der Mittelpunkt der Strecke AD. Notation Ein Kreis K mit dem Mittelpunkt M und dem Radius r wird im Folgenden notiert als K(M, r). Satz Zu zwei Kreisen K 1 K 2 gibt es stets genau zwei Homothetien, die K 1 auf K 2 abbilden. Beweis. Seien zwei Kreise K 1 und K 2 definiert durch K 1 (M 1, r 1 ) und K 2 (M 2, r 2 ). Wenn φ : E E eine Homothetie und φ(k 1 ) = K 2 ist, dann ist φ(m 1 ) = M 2. Seien die Strecke
22 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 22 Abbildung 2.11: Homothetien zwischen n-ecken X 1 X 2 eine Mittelpunktssehne des Kreises K 1 und die Strecke Y 1, Y 2 eine Mittelpunktssehne des Kreises K 2, wobei X 1 X 2 parallel zu Y 1 Y 2 ist (vgl. Abbildung 2.12). Dann gibt es nach Lemma 2.56 stets genau zwei Möglichkeiten, X 1 X 2 auf Y 1 Y 2 durch Homothetien abzubilden. Da jede Mittelpunktssehne von K 1 auf eine Mittelpunktssehne von K 2 abgebildet wird, gibt es stets genau zwei Möglichkeiten K 1 auf K 2 abzubilden. Abbildung 2.12: Homothetien zwischen Kreisen Hier ist zwischen vier verschiedenen Fällen zu unterscheiden:
23 2 Eigenschaften von Homothetien Seite 23 Fall 1: r 1 r 2 und M 1 M 2 : 1. Möglichkeit: φ(x 1 ) = Y 1 und φ(x 2 ) = Y 2. Das heißt, die Homothetie ist definiert durch φ (F1,x), wobei F 1 = X 1 Y 1 X 2 Y 2 und x = F 1 Y 1 ist. 2. Möglichkeit: φ(x 1 ) = Y 2 und φ(x 2 ) = Y 1. Das heißt, die Homothetie ist definiert durch φ (F2,x), wobei F 2 = X 1 Y 2 X 2 Y 1 und x = F 2 Y 2 ist. F 2 X 1 In diesem Fall gilt: F 1 Y 1 = F 2 Y 2 = r 2 F 1 X 1 F 2 X 1 r 1 = x.(vgl. Abbildung 2.12.) Fall 2: r 1 = r 2 und M 1 M 2 1. Möglichkeit: φ(x 1 ) = Y 1 und φ(x 2 ) = Y 2. Das heißt, die Homothetie ist definiert durch φ ( X 1 Y 1 ) 2. Möglichkeit: φ(x 1 ) = Y 2 und φ(x 2 ) = Y 1. Das heißt, die Homothetie ist definiert durch φ (F2,x), wobei F 2 = X 1 Y 2 X 2 Y 1 und x = F 2 Y 2 = 1 ist. F 1 X 1 F 2 X 1 Fall 3: r 1 r 2 und M 1 = M 2 Für diesen Fall gilt dasselbe wie für Fall 1, außer dass F 1 = F 2 = M 1,2 ist. Fall 4: r 1 = r 2 und M 1 = M 2. Daraus folgt, dass K 1 gleich K 2 und φ somit die Identität ist. 2.9 Gruppeneigenschaften von Homothetien Definition Sei G eine Menge und eine Verknüpfung. Dann heißt (G, ) eine Gruppe, wenn folgende Eigenschaften erfüllt sind: 1. Für je zwei Elemente x, y aus G gibt es ein z aus G, sodass x y = z. (G, ) heißt dann bezüglich abgeschlossen. 2. Die Verknüpfung ist assoziativ. Das heißt, dass für alle Elemente x, y und z aus G gilt: (x y) z = x (y z). 3. (G, ) enthält ein neutrales Element. Das heißt, es gibt ein Element e G, sodass für alle x G gilt: e x = x. 4. Für alle Elemente x G gibt es ein inverses Element x 1 G, sodass die Verknüpfung x x 1 = e ist. Satz Sei H die Menge aller Homothetien. Dann ist (H, ) eine Gruppe. Beweis. 1. (H, ) ist abgeschlossen, da die Verknüpfung von zwei Homothetien wieder eine Homothetie ist. (vgl. Satz 2.41 auf Seite 14).
24 2 Eigenschaften von Homothetien Seite Die Assoziativität ist bei der Verknüpfung von Homothetien erfüllt (vgl. Bemerkung 2.43 auf Seite 15). 3. Da die Verknüpfung einer Homothetie λ mit der Identität die Homothetie λ ergibt, ist die Identität das neutrale Element in H. Die Identität ist gegeben durch φ (F,1) oder φ ( AA). 4. Zu jedem φ H gibt es ein inverses Element φ 1 H, sodass gilt: φ φ 1 = id (vgl. Lemma 2.52 auf Seite 19). Da erfüllt sind, ist (H, ) nach Definition 2.62 eine Gruppe. Korollar Sei A die Menge aller Ähnlichkeitsabbildungen. Dann ist (H, ) eine Untergruppe von (A, ). Satz Es sei T die Menge aller Homothetien ohne Fixpunkt. Das heißt: T ist die Menge aller Translationen. Dann ist (T, ) eine Untergruppe von (H, ). Beweis. 1. Es seien φ und ψ zwei Homothetien der Ebene E auf sich, die keinen Fixpunkt und somit den Streckfaktor 1 haben. Dann gilt für alle Punkte A, B E: AB = φ(a)φ(b) und φ(a)φ(b) = ψ(φ(a))ψ(φ(b)). Daraus folgt: ψ(φ(a))ψ(φ(b)) = AB. Somit hat φ ψ = λ ebenfalls den Streckfaktor 1 und keinen Fixpunkt. (T, ) ist also abgeschlossen. 2. Die Assoziativität ist für (T, ) erfüllt, da alle Elemente von T in H sind und (H, ) assoziativ ist. 3. Das neutrale Element ist in T enthalten: φ ( AA) = id. 4. Zu jedem φ ( AB) T gibt es ein inverses Element φ 1 T, sodass gilt: φ φ 1 = id (vgl. Lemma 2.52 auf Seite 19). Da erfüllt sind, ist (T, ) nach Definition 2.62 eine Gruppe. Satz Sei D die Menge aller Homothetien, die einen Fixpunkt haben. Das heißt: D ist die Menge aller Dilatationen. Dann ist (D, ) keine Untergruppe von (H, ). Beweis. Nach Lemma 2.48 gilt: φ (P,x) ψ (T,y) = ϑ ( v ) wenn x y = 1 und x 1. Und da ϑ ( v ) kein Element von D ist, ist (D, ) nicht abgeschlossen.
25 2 Eigenschaften von Homothetien Seite Homothetien im Raum Ein Homothetie kann auch eine Abbildung des Raumes auf sich sein. Hier bleibt die Definition gleich: Geraden werden jeweils auf zu sich parallele Geraden abgebildet. Wird diese Definition zugrundegelegt, bleiben alle Eigenschaften der Homothetie, die für die Ebene gelten, im Raum erhalten. Ebenso wie in der Ebene kann eine Homothetie im Raum durch eine Translation oder eine Dilatation definiert sein, sodass die Homothetie entweder einen oder keinen Fixpunkt haben kann. Auch bezüglich der Verknüpfung bleiben die Sachverhalte gleich. Im Raum können jedoch neben Figuren auch Beziehungen zwischen Körpern mittels Homothetien untersucht werden. So gibt es beispielsweise zwischen zwei Kugeln stets genau zwei Homothetien, die eine Kugel auf die andere abbilden.
26 3 Anwendungen 3.1 Strecke in n gleiche Teile zerlegen Um eine gegebene Strecke AB in n gleich lange Teile zu zerlegen, wird zunächst eine Parallele g zu AB konstruiert, für die gilt: AB g. Anschließend wird ein beliebiger Punkt P g bestimmt. Von P aus wird dann n-mal derselbe Abstand auf g abgetragen, sodass die Punkte P 1, P 2,..., P n entstehen. Danach wird der Schnittpunkt H von den Geraden AP und BP n konstruiert (ebenso kann H auch der Schnittpunkt von AP n und BP sein). Schließlich werden die Geraden HP 1, HP 2... HP n 1 konstruiert. Die Schnittpunkte dieser Geraden mit der Strecke AB teilen AB in n gleich lange Strecken. Beweis. Da AB parallel zu g ist, gibt es eine Homothetie φ, sodass AB = φ(p )φ(p n ). Da der Schnittpunkt von Aφ(P ) und Bφ(P n ) der Punkt H ist, ist H der Fixpunkt von φ. Da Homothetien Längenverhältnisse erhalten und die Punkte P, P 1,..., P n jeweils den gleichen Abstand zueinander haben, zerlegen die Punkte φ(p ), φ(p 1 ),..., φ(p n ) die Strecke AB in n gleich lange Strecken. Beispiel 3.1. Die Abbildung 3.1 zeigt, wie die Strecke AB nach der oben stehenden Konstruktionsbeschreibung in fünf gleich lange Teile zerlegt wird. Abbildung 3.1: Zerlegung einer Strecke 26
27 3 Anwendungen Seite Strecke mit beliebigem Faktor multiplizieren Damit eine Strecke AB mit dem Faktor x, wobei x und y natürliche Zahlen sind, multipliziert werden kann, sodass gilt: y AB = x AB, wird zunächst eine Gerade g AB durch y A konstruiert. Nun wird auf g eine Skala mit beliebigem Maßstab konstruiert. Dabei hat A den Wert 0. Der Punkt auf g mit dem Wert x sei P x und der Punkt mit dem Wert y sei P y. Jetzt wird zur Geraden P y B eine Parallele durch den Punkt P x konstruiert. Diese Parallele schneidet AB im gesuchten Punkt B. Beweis. Da P xa = xist und P P ya y yb parallel zu P x B ist, folgt daraus, dass es eine Homothetie φ mit dem Streckfaktor x und dem Fixpunkt A gibt, sodass gilt: φ(p y y) = P x. Und daraus folgt: φ(b) = B und AB x = AB. y Äquivalent zu dieser Aufgabe kann eine Strecke AB mit dem Faktor a, wobei a eine natürliche Zahl ist, gestreckt werden. Dazu muss jedoch die Länge x in Abhängigkeit vom gewählten Maßstab konstruiert werden. Um die Länge 2 zu erhalten, wird ein rechtwinkliges Dreieck konstruiert, bei dem die Katheten jeweils eine Längeneinheit betragen. Die Hypothenuse dieses Dreiecks hat dann die Länge 2. Dies ergibt sich aus dem Satz des Pythagoras, nach dem gilt: = x 2, sodass x = 2 ist. Um 3 zu erzeugen wird wieder ein rechtwinkliges Dreieck konstruiert, bei dem nun eine Kathete eine Längeneinheit beträgt und die andere Kathete die Länge 2 = x hat. Daraus folgt, dass die Hypothenuse die Länge 3 hat. (vgl. Abbildung 3.2.) Diese Konstruktion kann solange fortgesetzt werden, bis die gewünschte Länge von a entsteht. Beispiel 3.2. Die Abbildung 3.2 zeigt, wie eine Strecke AB nach der oben stehenden Kostruktionsbeschreibung mit dem Faktor 5 gestreckt wird. Hier beträgt AP 1 = GH = 1 Längeneinheit und AP x = GJ = 5 Längeneinheiten. Daraus folgt: AB = 5 AB. 3.3 Flächeninhalt von Figuren beliebig vergrößern Notation 3.3. Der Flächeninhalt einer Figur G wird im Folgenden notiert als G. Bemerkung 3.4. Es sei ABC der Flächeninhalt des Dreiecks ABC und h AB die Höhe auf der Seite AB. Für alle Dreiecke gilt: ABC = AB h AB 2.
28 3 Anwendungen Seite 28 Abbildung 3.2: Multiplizieren einer Strecke mit dem Faktor 5 Lemma 3.5. Wird eine Figur F mit einer Homothetie φ (P, x) abgebildet, so vergrößert sich der Flächeninhalt von F um das x-fache. Dabei kann der Fixpunkt P von φ beliebig gewählt werden. Beweis. Jede Figur läßt sich in Dreiecke zerlegen beziehungsweise approximieren. Wird nun ein Dreieck mit dem Faktor x gestreckt, dann werden AB und h AB mit x gestreckt. Daraus folgt für φ(a)φ(b)φ(c): φ(a)φ(b)φ(c) = x hab x AB 2 φ(a)φ(b)φ(c) = x AB h AB 2 Daraus folgt: ABC x = φ(a)φ(b)φ(c). Lemma 3.6. Um das Volumen eines geometrischen Körpers im Raum um den Faktor x zu vergrößern, muss dieser Körper mit der Homothetie φ (P, 3 x) abgebildet werden. Wieder kann der Fixpunkt frei gewählt werden. Der Beweis ist äquivalent zu dem Beweis aus Lemma Beweis der Strahlensätze durch Homothetie Lemma 3.7. Seien g und h zwei Geraden, die parallel zueinander sind, j eine Gerade, die g im Punkt A und h im Punkt A schneidet, und i eine Gerade, die g im Punkt B,
29 3 Anwendungen Seite 29 h im Punkt B und j im Punkt F schneidet. Dann gilt: F A F A = F B F B = AB A B. Beweis. Da g parallel zu h ist und i und j sich in einem Punkt schneiden, gibt es eine Homothetie φ mit dem Fixpunkt F, die A auf A, B auf B und somit g auf h abbildet. Nach Lemma 2.23 gilt dann: F A x = F A, F B x = F B und AB x = A B. Daraus folgt bereits: F A F A = F B F B = AB A B. Lemma 3.8. Seien j eine Gerade, auf der die Punkte F, A, A so liegen, dass F A x = F A und i eine Gerade, die j im Punkt F schneidet und die Punkte B, B beinhaltet, sodass gilt: F B x = F B. Dann ist die Gerade AB parallel zur Geraden A B. Beweis. Wenn F B x = F B und F A x = F A ist, gibt es eine Homothetie φ mit dem Fixpunkt F und dem Streckfaktor x, sodass φ(a) = A und φ(b) = B. Und daraus folgt, dass AA parallel zu A B ist. 3.5 Tangente an zwei Kreisen konstruieren Bemerkung 3.9. Eine Tangente durch einen Punkt P an einen Kreis K 1 (M 1, r 1 ) wird konstruiert, indem um den Mittelpunkt P 2 von M 1 P der Thaleskreis K 2 (P 2, P 2 P ) geschlagen wird. Es sei T der Schnittpunkt von K 1 und K 2. Dann ist die Gerade T P eine Tangente durch den Punkt P an den Kreis K 1, da (P T M 1 ) = π 2. Lemma Um nun eine Tangente an zwei Kreisen K 1 (M 1, r 1 ) und K 2 (M 2, r 2 ), mit M 1 M 2 und r 1 r 2 zu konstruieren, müssen zunächst die Fixpunkte F 1 und F 2 der Homothetien, die K 1 auf K 2 abbilden, ermittelt werden (vgl. dazu den Beweis zu Satz 2.61). Jetzt werden jeweils durch F 1 und F 2 Tangenten an K 1 gelegt. Diese Tangenten sind gleichzeitig Tangenten an K 2. Beweis. Es sei φ eine Homohtetie und φ(k 1 ) = K 2, t eine Tangente an K 1 durch den Fixpunkt F der Homothetie φ und der Schnittpunkt von t und K 1 der Punkt T 1. Die Tangente t ist dann bezüglich φ invariant. Dann ist φ(t 1 ) = T 2, mit T 2 K 2 und T 2 t. Da t eine Tangente an K 1 ist, ist (F T 1 M 1 ) = π. Da φ Längen und Winkelverhältnisse 2 erhält, folgt: (F T 2 M 2 ) = π. Also ist t ebenfalls eine Tangente an K 2 2.
30 3 Anwendungen Seite 30 Beispiel Es seien K 1 und K 2 zwei Kreise, die sich nicht schneiden. (vgl. Abbildung 3.3) Abbildung 3.3: Tangenten an zwei Kreisen In diesem Fall gibt es vier Geraden(T 1 T 2, T 3 T 4, T 5 T 6 und T 7 T 8 ), die sowohl K 1 als auch K 2 tangieren. Korollar Wenn ein Fixpunkt innerhalb einer der beiden Kreise liegt, gibt es genau zwei Tangenten an K 1 und K 2, da K 1 und K 2 sich schneiden. Korollar Wenn beide Fixpunkte innerhalb einer der beiden Kreise liegen, haben die Kreise keine gemeinsamen Tangenten, da K 1 in K 2 oder K 2 in K 1 liegt. Korollar Wenn ein Fixpunkt F auf K 1 liegt, ist F der Berührpunkt von K 1 und K 2. In diesem Fall haben K 1 und K 2 drei gemeinsame Tangenten. Korollar Für den Fall, dass die Radien der beiden Kreise gleich groß sind und es aufgrund dessen nur einen Fixpunkt gibt, gibt es ebenfalls maximal vier Geraden, die beide Kreise tangieren. Hier verlaufen zwei Tangenten wie gehabt durch den Fixpunkt. Die anderen beiden Tangenten verlaufen parallel zu M 1 M 2 durch die Punkte S 1 und S 2, wobei S 1 und S 2 die Schnittpunkte vom Kreis K 1 und der senkrechten Gerade zu M 1 M 2 durch M 1 sind.
31 3 Anwendungen Seite 31 Analog zur Konstruktion von Tangenten an zwei Kreisen in der Ebene kann überlegt werden, wie die Tangenten an zwei Kugeln im Raum verlaufen müssten. 3.6 Konstruktion eines Kreises durch zwei gegebene Punkte und einer gegebenen Tangente Seien die Punkte P und T und die Gerade t gegeben. Um einen Kreis K 1 zu konstruieren, sodass t eine Tangente des Kreises ist und P und T auf dem Kreis liegen, wird als erstes die Mittelsenkrechte m von der Strecke P T konstruiert. Denn auf dieser Geraden m muss der Mittelpunkt des gesuchten Kreises K 1 liegen, damit P und T auf dem Kreis liegen. Der Schnittpunkt von m und t sei F. 1 Nun wird ein beliebiger Kreis K 2 konstruiert, dessen Mittelpunkt auf der Geraden m liegt und der t tangiert. Das geschieht, indem durch einen beliebigen Punkt S 2 t eine Senkrechte s konstruiert wird: Der Schnittpunkt von s und m sei M 2, wobei M 2 der Mittelpunkt von K 2 ist und K 2 den Radius M 2 S 2 hat. Als nächstes finden wir eine Homothetie φ, durch die K 2 auf K 1 abgebildet wird. Dazu wird der Schnittpunkt T 2 von T F und K 2 konstruiert. Analog ist P 2 der Schnittpunkt von K 2 und P F. Dann ist φ(t 2 ) = T und φ(p 2 ) = P. Der Schnittpunkt F von T 2 T und P 2 P ist dann der Fixpunkt von φ. Da φ nun durch φ(t 2 ) = T und φ(p 2 ) = P bestimmt ist, kann φ(m 2 ) = M 1 konstruiert werden, indem durch T eine Parallele zu T 2 M 2 konstruiert wird. Der Schnittpunkt dieser Parallelen mit m ist der Mittelpunkt M 1 von K 1. Der gesuchte Kreis K 1 definiert sich also durch den Mittelpunkt M 1 und den Radius M 1 T (vgl. Abbildung 3.4). Beweis. Da M 1 auf der Geraden m liegen muss, T auf dem Kreis K 1 liegen muss und m die Mittelsenkrechte von P T ist, folgt, dass P ebenfalls auf K 1 liegt. Da S 2 auf der Geraden t und der Fixpunkt F von φ auf t liegt, folgt, dass φ(s 2 ) = S 1 ebenfalls auf t liegt, da t bezüglich φ invariant ist. Und da (F S 2 M 2 ) = π ist, ist auch 2 φ( (F S 2 M 2 )) = (F S 1 M 1 ) = π. Folglich ist t die Tangente von K 2 1. Analog zu dieser Konstruktionsaufgabe kann auch ein Kreis mit zwei gegebenen Tangenten und einem gegebenen Punkt, der auf dem Kreis liegen soll, konstruiert werden. 1 Falls t und m parallel zueinander sind und aufgrund dessen keinen Schnittpunkt haben, ist der Radius des gesuchten Kreises so lang wie der Abstand von t zu m. Da der Mittelpunkt des gesuchten Kreises auf m liegt und der Abstand vom Mittelpunkt zu den Punkten T und P bekannt ist, kann der Kreis konstruiert werden.
32 3 Anwendungen Seite 32 Abbildung 3.4: Kreis mit zwei gegebenen Punkten und einer Tangente Hier wird zunächst die Winkelhalbierende der beiden Tangenten eingezeichnet. Anschließend wird ein beliebiger Kreis, dessen Mittelpunkt auf der Winkelhalbierenden liegt und der die beiden gegebenen Geraden tangiert, konstruiert. Schließlich wird der Kreis durch Homothetie, deren Fixpunkt der Schnittpunkt der beiden gegebenen Tangenten ist, so gestreckt, dass der gegebene Punkt auf dem Kreis liegt. Bei drei gegebenen Tangenten ist der Schnittpunkt der Winkelhalbierenden der jeweiligen Geraden der Kreismittelpunkt. Und bei drei gegebenen Punkten, die auf dem Kreis liegen sollen, ist der Schnittpunkt der Mittelsenkrechten der jeweiligen Strecken zwischen den Punkten der Kreismittelpunkt. 3.7 Eine Sekantenkonstruktion Seien der Kreis K 1 (M 1, r 1 ) und der Punkt A gegeben und eine Sekante gesucht, die durch A geht, K 1 in den Punkten B und C schneidet, sodass gilt: AB = BC.
33 3 Anwendungen Seite 33 Die Überlegung bei dieser Konstruktion ist, dass mit Hilfe einer Homothetie φ (B, 1) ein zu K 1 homothetischer Kreis K 2 (M 2, r 2 ) konstruiert wird, der A beinhaltet. Aus φ (B, 1) folgt, dass r 1 = r 2 ist. Daraus wiederum folgt, dass M 2 den Abstand 2r zu M 1 haben muss. M 2 liegt also auf dem Kreis K 3 (M 1, 2r). Da M 2 A = r sein muss, ist M 2 der Schnittpunkt von K 3 und K 4 (A, r). Da M 2 nun konstruiert ist, folgt: B ist der Schnittpunkt von M 2 M 1 und K 1 und C ist der Schnittpunkt von AB und K 1 (vgl. Abbildung 3.5). Beweis. Da φ den Fixpunkt B und den Streckfaktor 1 hat und φ(k 2 ) = K 1 ist, folgt: AB ist invariant bezüglich φ somit ist der Schnittpunkt von AB mit K 1 der Punkt C, für den gilt:φ(a) = C. Daraus folgt: AB = BC. Abbildung 3.5: Sekante mit AB=BC Aus der Konstruktionsbeschreibung wird deutlich, dass der Abstand von A zu M 1 höchstens 3r sein kann. Ansonsten ist die Konstruktion nicht möglich. Zudem wird deutlich, dass es zwei mögliche Sekanten gibt, die die Bedingungen erfüllen: Erstens AC und zweitens AC. (vgl. Abbildung 3.5.) Analog zu dieser Aufgabe kann die Tangente so konstruiert werden, dass BC ein x-faches von AB beträgt. Dazu ist es nur notwendig, den Radius von K 3 mit (x + 1) und den Radius von K 2 mit x zu multiplizieren. Dann gilt: φ(m 2 ) = M 1, M 2 B = x M 1 B und
34 3 Anwendungen Seite 34 φ(a) = C. Und daraus folgt bereits, dass AB = x BC. Bei dieser Konstruktion darf AM 1 jedoch nicht größer sein als x2r Quadrat im Dreieck einbinden Es sei ein Dreieck ABC gegeben. Um ein Quadrat DEF G zu konstruieren, dessen Eckpunkte auf ABC liegen, muss zunächst ein Quadrat D E F G, das zum Quadrat DEF G ähnlich ist, konstruiert werden, sodass D E G auf den Seiten von ABC liegen: Dazu wird D beliebig auf eine Seite des Dreiecks gelegt. Es sei nun D AB. Nun wird die Senkrechte s zu AB durch den Punkt D konstruiert, der Schnittpunkt von s und AC sei G. Jetzt wird die Länge D G von D entgegen der Richtung D A abgetragen, indem ein Kreis K 1 (D, D G ) konstruiert wird. Der Schnittpunkt von K 1 und AB, der von D aus entgegen der Richtung D A liegt, ist E. Weiter sei der Schnittpunkt von K 2 (E, D G ) und K 3 (G, D G ) der Punkt F. Jetzt gilt: D, E AB und G AC. Sei F der Schnittpunkt von AF und BC. Dann gibt es eine Homothetie φ, die den Punkt F auf F abbildet und den Fixpunkt A hat. Nun werden durch die Homothetie φ die Punkte D = φ(d ), E = φ(e ) und G = φ(g ) konstruiert (vgl. Abbildung 3.6). D, E, F, G liegen dann alle auf ABC. Beweis. Da A der Fixpunkt von φ ist, sind AB und AC invariant bezüglich φ. Da G auf AC liegt und D, E auf AB liegen, liegen D, E auf AB und G auf AC. Folglich liegen die Punkte D, E, F, G auf den Seiten des Dreiecks ABC. Und da D E F G ein Quadrat ist, ist auch φ(d )φ(e )φ(f )φ(g ) = DEF G ein Quadrat. Äquivalent zu dieser Konstruktion kann auch ein Rechteck mit vorgegebenen Längenverhältnissen so konstruiert werden, dass die Eckpunkte des Rechtecks auf den Seiten eines vorgegebenen Dreiecks liegen. Dazu wird ebenfalls ein ähnliches Rechteck konstruiert, bei dem drei Eckpunkte bereits auf den Seiten des Dreiecks liegen. Anschließend wird das Rechteck passend gestreckt, sodass alle Eckpunkte des gestrecken Rechtecks auf den Seiten des Dreiecks liegen. 3.9 Dreieck durch seine Höhen konstruieren Um ein Dreieck ABC zu konstruieren, dessen Längen der Höhen h a, h b und h c gegeben sind, bedarf es einer kurzen Vorüberlegung:
35 3 Anwendungen Seite 35 Abbildung 3.6: Quadrat im Dreieck Bemerkung Sei ABC ein Dreieck mit den Höhen h a, h b und h c. Wenn ein Dreieck DEF die Seitenlängen h a, h b und h c hat, dann ist das Verhältnis der Höhen x, y und z des Dreiecks DEF gleich dem Verhältnis der Seiten a, b und c von ABC. Beweis. Seien x, y und z die Höhen von DEF. Dann gilt: ABC = a h a 2 ; DEF = x h a 2 h a = DEF 2 x = ABC 2 a a = x ABC 2 DEF 2 analog ist b = y ABC 2 ABC 2 und c = z. Daraus folgt: a = b = c. DEF 2 DEF 2 x y z Es sei nun A B C das Dreieck mit den Seitenlängen x, y und z, dann ist das Dreieck ABC zu A B C ähnlich. Da A B C zu ABC ähnlich ist, kann A B C durch eine Homothetie φ auf ABC abgebildet werden. Der Fixpunkt von φ sei A. Dann folgt: A = φ(a ) = A und φ(c ) = C, wobei C den Abstand h a von AB hat (vgl. Abbildung 3.7. Hier sei ED = h a ). Nun kann φ(b ) = B konstruiert werden, indem eine Parallele zu C B durch C gelegt wird. B ist dann der Schnittpunkt dieser Parallelen mit der Geraden AB. Korollar Sind die Längen der drei Höhen eines Dreiecks gegeben, so ist das
36 3 Anwendungen Seite 36 Abbildung 3.7: Dreieckkonstruktion Dreieck eindeutig definiert Konstruktion einer Parallelen mit Lineal und einer gegebenen Längeneinheit Satz Seien ein Punkt P und eine Gerade g gegeben und die Parallele zu g durch P gesucht. Um diese Parallele nur mit einem Lineal und einer gegebenen Längeneinheit zu konstruieren, wird zunächst eine beliebige Gerade, die durch P verläuft und g schneidet, gelegt. Der Schnittpunkt dieser Geraden mit g sei A. Nun wird von A aus die gegebene Längeneinheit zweimal auf g abgetragen, sodass die Punkte B und C entstehen, für die gilt: AB = BC. Anschließend wird ein Punkt R auf AP konstruiert, wobei R so gewählt wird, dass P zwischen A und R liegt. Es sei nun Q der Schnittpunkt von BR und P C und S der Schnittpunkt von AQ und CR (vgl. Abbildung 3.8). Dann ist P S parallel zu g. Beweis. Für den Beweis konstruieren wir zunächst eine Hilfsgerade h, die parallel zu g durch den Punkt Q verläuft. Der Schnittpunkt von h mit AR sei O und der Schnittpunkt von h mit CR sei U. Dann gibt es eine Homothetie α mit dem Fixpunkt R und dem Streckfaktor x, die OQ auf AB und QU auf BC abbildet. Folglich gilt: OQ = QU, da AB = AC und h parallel zu g ist. Daraus folgt, dass es eine Homothetie β gibt, die den Fixpunkt P hat und die Strecke OQ auf die Strecke AC abbildet. Die Homothetie β hat dann den Streckfaktor 2x. Also gilt: P Q 2x = P C (3.1)
37 3 Anwendungen Seite 37 Abbildung 3.8: Parallelenkonstruktion Außerdem gibt es nach der obigen Aussage eine Homothetie γ, die den Fixpunkt S hat und die Strecke QU auf die Strecke AC. Dementsprechend hat auch γ den Streckfaktor 2x, sodass gilt: SQ 2x = SA (3.2) Aus den Gleichungen (3.1) und (3.2) folgt nach Lemma 3.8, dass es eine Homothetie mit dem Fixpunkt Q gibt, sodass die Strecke P S auf die Strecke AC abgebildet wird. Daraus wiederum folgt, dass P S parallel zu AC ist. Satz Es seien AC und P S zwei Strecken, die parallel zueinander sind, Q der Schnittpunkt von AS und CP und R der Schnittpunkt von CS und AP (vgl. Abbildung 3.8). Dann halbiert die Gerade RQ die Strecken AC und P S. Beweis. (i) Es sei ψ die Homothetie mit dem Fixpunkt Q und ψ(p ) = C. Dann ist ψ(s) = A, da P S parallel zu AC ist und Q auf SA liegt. Es sei ψ(r) = T. Dann ist AT parallel zu RS und CT parallel zu P R. Daraus folgt, dass AT CR ein Parallelogramm ist. Da die Punkte B, Q und R kollinear sind und QR eine invariante Gerade von ψ ist, sind auch die Punkte T, R und B kollinear. Da T R eine Diagonale des Parallelogramms AT CR ist und B auf T R liegt, halbiert B die zweite Diagonale AC vom Parallelogramm AT CR.
38 3 Anwendungen Seite 38 (ii) Es sei δ eine Homothetie mit dem Fixpunkt R, sodass δ(p ) = A ist. Dann folgt δ(s) = C, da AC parallel zu P S ist und SC eine invariante Gerade von δ ist. Weiter ist δ(n) = B, da P N parallel zu AB ist und NB eine invariante Gerade von δ ist. Da φ(p ) = A, φ(n) = B und φ(s) = C und AB = BC nach (i), gilt, dass P N = NS. Somit ist gezeigt, dass QR die Strecken AB und P S halbiert Die Eulergerade Lemma Sei ABC ein Dreieck und seien M a, M b und M c die Mittelpunkte der Seiten von ABC. Dann ist ABC homothetisch zu M a M b M c. Das heißt, es gibt eine Homothetie ψ, die das Dreieck ABC auf das Dreicke M a M b M c abbildet. Beweis. Da AM b = M b C und BM a = M a C folgt nach dem Strahlensatz, dass M b M a parallel zu AB ist. Analog sind M c M a parallel zu CA und M b M c parallel zu BC. Außerdem folgt nach dem Strahlensatz: M a M b = 1 AB, M 2 c M b = 1 2 CB und M a M c = 1 AC. Folglich gibt es nach dem Satz 2.57 eine Homothetie ψ, für die gilt: 2 ψ(a) = M a, ψ(b) = M b und ψ(c) = M c. Die Seitenhalbierenden von ABC sind also invariante Geraden von ψ. Somit ist der Schwerpunkt S von ABC der Fixpunkt von ψ, da sich die invarianten Geraden AM a, BM b und CM c im Punkt S schneiden. Der Streckfaktor von ψ ist 1, da AB 1 = M 2 2 a M b. Satz 3.21 (Eulergerade). Der Höhenschnittpunkt H, der Schwerpunkt S und der Mittelsenkrechtenschnittpunkt M eines Dreiecks sind kollinear. Im Falle H S ist S HM und HS = 2 MS (vgl. Abbildung 3.9). Die Gerade ist nach Leonhard Euler ( ) benannt worden [Schupp, 1998, S. 143.]. Beweis. Sei ψ die Homothetie aus Lemma Da ψ(a) = M a ist und die Mittelsenkrechte von a parallel zur Höhe von a ist, wird die Höhe auf der Seite a durch ψ auf die Mittelsenkrechte auf der Seite a abgebildet: ψ(h a ) = m a. Analog gilt: ψ(h b ) = m b und ψ(h c ) = m c. Daraus folgt, dass der Höhenschnittpunkt H durch ψ auf den Mittelsenkrechtenschnittpunkt M abgebildt wird. Und da S der Fixpunkt von ψ ist und ψ(h) = M ist, sind H, M, S kollinear. Da der Streckfaktor von ψ 1 2 ist, ist HS = 2 SM.
39 3 Anwendungen Seite Der Feuerbachkreis Abbildung 3.9: Eulergerade Satz 3.22 (Feuerbachkreis). In einem Dreieck liegen die Seitenmitten M a, M b, M c, die Höhenfußpunkte H a, H b, H c und die Halbierungspunkte A, B, C der Strecken, die den Höhenschnittpunkt H mit den Eckpunkten A, B, C verbinden, auf einem Kreis. Der Mittelpunkt Z dieses Kreises liegt auf der Eulergeraden und halbiert die Strecke zwischen Höhenschnittpunkt H und Mittelsenkrechtenschnittpunkt M (vgl. Abbildung 3.10). Beweis. Es sei λ (H, 1 2 ) eine Homothetie, dann ist λ(a)λ(b)λ(c) = A B C, da A, B, C die Mittelpunkte von HA, HB, HC sind. Wie bereits in Lemma 3.20 gezeigt worden ist, gibt es eine Homothetie φ (S, 2), sodass φ(m a )φ(m b )φ(m c ) = ABC.
40 3 Anwendungen Seite 40 Abbildung 3.10: Feuerbachkreis Daraus folgt, dass es eine Homothetie δ = φ λ gibt, sodass gilt: δ(m a )δ(m b )δ(m c ) = A B C Da H der Höhenschnittpunkt von A B C M a M b M c ist, gilt für δ: δ(m) = H. ist und M der Höhenschnittpunkt von Der Streckfaktor von δ ist 1 ( 2) = 1(vgl. Lemma 2.47). Der Fixpunkt Z von δ ist 2 also der Mittelpunkt von HM. Daraus folgt, dass Z auf der Eulergeraden liegt und die Strecke HM halbiert. Da HM 1 = HZ ist, ist λ(m) = Z. Daraus folgt, dass der Umkreismittelpunkt M 2 von ABC durch λ auf Z abgebildet wird und Z folglich der Umkreismittelpunkt von A B C ist. Der Umkreis von A B C sei K. Da δ(m a ) = A, δ(m b ) = B und δ(m c ) = C und δ den Fixpunkt Z und den Streckfaktor 1 hat, haben M a, M b, M c, A, B und C den selben Abstand zu Z und liegen deswegen auf dem Kreis K. Darüber hinaus ist die Strecke A M a eine Mittelpunktssehne von K, da Z A M a. Und
41 3 Anwendungen Seite 41 da (M a H a A ) = π ist, folgt nach der Umkehrung des Thalessatzes, dass H 2 a auf dem Kreis K liegt. Analog folgt, dass H c und H b auf dem Kreis K liegen. Somit ist gezeigt, dass die Punkte H a, H b, H c, M a, M b, M c, A, B und C auf einem Kreis K liegen, dessen Mittelpunkt Z ist. Satz und Kreis sind nach Karl Wilhelm Feuerbach ( ) benannt worden [Schupp, 1998, S. 145.].
42 Literaturverzeichnis [1] Datum: [Schupp, 1998] Schupp, Hans: Figuren und Abbildungen (Studium und Lehre: Mathematik). Hildesheim, Berlin [Schupp, 1974] Schupp, Hans: Abbildungsgeometrie, 4. überarbeitete Auflage, Basel und Weinheim [Coxeter, 1981] Coxeter, Harold S. M.: Unvergängliche Geometrie (Wissenschaft und Kultur Bd. 17), 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Basel, Bosten und Stuttgart
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