Methodik im Schneesport
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- Greta Böhmer
- vor 9 Jahren
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1 Methodik im Schneesport Referent: Vorname, Nachname V2.0 - August 2011 Autoren: L. Schlüter, T. Jäckel
2 Aufbau - Gliederung Einordnung Unterrichtsverfahren Unterrichtsmaßnahmen Aufgaben Korrekturen Hilfsmittel Organisationsformen Beispiel - methodische Reihe Lehrproben Vorbereitung und Aufbau einer Lehrprobe Lehrprobenthemen Kriterien der Bewertung Prüfungsmodalitäten Fragen
3 Einordnung Unterrichten Start Weg Ziel Situation Welche(s)? Lernenden (Person, Alter, Könnensniveau, Kondition) Erwartungen (Motivation, Wünsche) Gelände/ Schnee (Steil, Piste, Tiefschnee) Äussere Einflussfaktoren (Wetter, Sicht, Zeit, Hangfrequentierung) Methodik Wie? Weg wählen unter Berücksichtigung der Situation Gute Lernatmosphäre Individuell betreuen Unter Beachtung der methodischen Grundsätze Didaktik Was? Lernziel/ Teilziel Erlernen bestimmter Aktionen (Kantbewegung, Belastung regulieren) Anhalten/ Bremsen Kurvenfahren in unterschiedlicher Ausprägung Entwicklung komplexer Handlungsfähigkeiten Speziellen Erwartungen (Springen, Half-pipe, schön fahren)
4 Unterrichtsverfahren (1/2) Grundsätze Leitfaden Vom Leichten zum Schweren Vom Bekannten zum Unbekannten Vom Einfachen zum Komplexen Von der Grobform zur Zielform Richtungsänderung klein groß Gelände flach steil Schwungsteuerung gedriftet geschnitten Geschwindigkeit niedrig hoch Gelände eben bucklig Piste griffig eisig
5 Unterrichtsverfahren (2/2) Auswahl an Möglichkeiten Ganzheit-/ Teilmethode Induktives - deduktives Verfahren Konzentrisches Vorgehen (Methodische Reihe) Differenziertes Lernen Beschreibung Bewegungen im Ganzen üben oder einzelne Bewegungsabschnitte (Schwungsteuerung, Umkanten, Schwingen) Zurücknahme des Lehrers, Schüler experimentiert oder Lerninhalte und einzelne Schritte werden vom Lehrer genau vorgegeben Schüler entwickelt seine Fertigkeiten konzentrisch anhand verschiedener Tools (Vertikalbewegung, Lageregulation, Kanten, Kurvenlage) Setzen von grossen Reizunterschieden in der Aufgabenstellung
6 Bewegungslernen Wie enststeht eine Bewegungsvorstellung? Optischer (Auge) Akustischer (Ohr) Vestibulärer (Gleichgewichtsorgan) Taktiler (Haut) Kinästetischer (Muskel) Analysator
7 Unterrichtsmaßnahmen Aufgaben Korrekturen Organisationsformen Hilfsmittel Beschreibung Erklärung Aufgabe Demon stration Medien einsatz Hilfsmittel Korrektur Organisa tion
8 Aufgaben (1/2) Grundsätzliche Vorüberlegungen Sich über das Ziel der Aufgabe bewusst sein Übungsgut logisch, vielseitig und abwechslungsreich einsetzen Immer Bewegungsausführungen mehrfach üben lassen Aufgaben stellen, die herausfordern und nicht über- oder unterfordern Verständliche und lösbare Aufgaben stellen (negative Praxisbeispiele: So, hier müssen wir jetzt mehr kanten, Diese Fahrt fahren wir ein wenig kontrollierter,.) Auf angstfreie Aufgaben achten und nur kontrolliertes Risiko eingehen Schnee- und Geländesituationen mit einbeziehen Methodische Grundsätze beachten
9 Aufgaben (2/2) Aufgabentypen - Vielseitig und Variationsreich Technikorientierte Probier-/ Experimentier Variations-/ Kontrast Situation-/ Gelände Aufgaben Empfindungs- Rhythmus- Imitations- Synchron-/ Formations-
10 Korrekturen Korrekturtypen Gruppenkorrektur = Sammelkorrektur! Einzelkorrektur Simultankorrektur Videokorrektur (Innenansicht vs. Außenansicht) Korrekturverhalten Schon ab Beginn der Lernerfahrungen mit Korrekturen den Lernfortschritt unterstützen Zwischen individuellen Ausprägungen und wirklichen Fehlern unterscheiden (Invarianten als Grundlage) Nur den Hauptfehler korrigieren! Nur gestellte Aufgaben korrigieren (Arbeiten am Lernziel) Möglichst schnell korrigieren (innerhalb der ersten 10 sek. optimal) => Organisationsform Auch kleine Fortschritte lobend erwähnen Besser positive Korrektur (Der Schüler will nicht wissen was er alles falsch gemacht hat, sondern wie er sich verbessern kann) Von der Tendenz eher beratendes Korrekturverhalten!
11 Hilfsmittel das Ziel unterstützend; nicht zum Selbstzweck Kienästhetische Vestibuläre Akustische/ Verbale selbsterklärend Aufforderungscharakter Kreativität unterstützen Motivierend Abwechslungsreich Vereinfachend Lernhilfe sein Optische Taktile Geländehilfen
12 Organisationsformen Abhängig von Gruppenstärke, Könnensstand der Schüler, Gelände, Pistenbetrieb und Inhalt; müssen daher auf da Lernziel angepasst werden (Bedingungsanalyse) Gruppierungsform Einzelunterricht Gruppenunterricht Kleingruppen Ablaufform Einzelabruf Rasche oder freie Folge Hinterherfahren Gleichzeitiges Üben aller Partnerfolgen Üben in Formation (2er, 3er,..) Betriebsform (Gelände)Station (Schanze, Halfpipe, Buckel, Stangenkurse) Freies Abfahren mit Treffpunkt F-R-Ü (Fahren - Rückmeldung - Übung) Beratungsservice Umlaufbetrieb
13 Beispiel - methodische Reihe Der Weg zum parallelen Kurvenfahren in 7 Schritten Fahre parallel Meistere sicher erste Abfahrten Erste Liftfahrt Ausrüstung kennen und fühlen lernen Bewege Dich auf dem Ski Erste (Pflug)kurven Erste Fahrten bergab a) Schussfahren und Bremsen b) Erste Kurve a) Bewege Dich in der Ebene b) Bewege Dich bergauf
14 Lehrproben Grundstufe 1 Kurzversuch 8-10 min. Unvorbereitet keine Note Nicht Prüfungsrelevant Grundstufe 2 1 Lehrproben 20 min Schriftlich vorbereitet Benotet Prüfungsrelevant Instructor 1 Lehrprobe 20 min. Schriftlich vorbereitet Benotet Prüfungsrelevant
15 Vorbereitung und Aufbau einer Lehrprobe Lernziel festlegen, was soll vermittelt werden? Psychomotorischer Bereich Skitechnik strukturiert vermitteln Kognitiver Bereich Sprachverständnis, Strukturierung, Verhalten auf der Piste Gelände/ äußere Bedingungen Weitere Bereiche Affektiv oder soziointegrativ (z.b. Natur- und Bewegungserlebnis, gemeinsames Handeln, gemeinsame Ziele) Rahmenbedingungen - Situation 1 2 Thema erfassen - Ziel 3 Maßnahmen
16 Lehrprobenthemen Operatoren (Bitte unbedingt beachten!) Verbessere Stelle ein mögliches Programm vor Zeige Möglichkeiten auf... Erarbeite mit deiner Gruppe... Begründe... Oberstes Ziel den Schüler verbessern IST-Zustand feststellen Am Hauptproblem arbeiten Lernzielkontrolle SOLL-IST Vergleich Ausschnitt eines Unterrichtsablaufes Das Ziel ist definiert, der Weg kann unterschiedlich gestaltet werden grosse Bandbreite an Aufgaben Beschränken auf die wichtigsten Möglichkeiten Mehrere methodische Schritte notwendig Sinnvolle Reihenfolge Vermittlung der methodischen Knackpunkte Aktionale und funktionale Zusammenhänge Sowohl technisch als auch methodisch vom Leichten zum Schweren vom Bekannten zum Unbekannten vom Einfachen zum Komplexen von der Grobform zur Zielform Einhaltung der methodischen Grundsätze
17 Kriterien der Bewertung Würde ich bei diesem Lehrer einen Kurs buchen? Sicherheit Ziel Kriterien der Bewertung Ziel und Inhalt der Unterrichtseinheit Struktur des Unterrichts/ Methodisches Vorgehen ERklärung DEmonstration KOrrektur METhodisches Vorgehen Schnee- und Geländewahl Inhalte Lehrerverhalten Geländewahl Organisationsformen Demonstrationskönnen Sicherheit
18 Fragen
19 Viel Spaß beim..
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