Bedeutung der Filterkiesdimensionierung
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- Elisabeth Stein
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1 DVGW-FIGAWA-Informationsveranstaltung Vermeidung von Dimensionierungs- und Baufehlern BRUNNENERHALTENDE MASSNAHMEN Bedeutung der Filterkiesdimensionierung , Kassel Co-Referat Michael Tholen & Kerry F. Paul Bedeutung der Filterkiesdimensionierung Keywords: Korn-Größe, Korn-Form, Korn-Eigenschaften, Korn-Modelltheorie x c min / aera / Fe max Korn-Lagerung, Korn-Porenanteil, Korn-Setzung Brunnenbau, Entsandung, Bohrlochabweichung, Sande und Kiese, Sonderfraktion, Glaskugeln Bodenuntersuchungen, Siebanalyse, digitale Partikelmessung, dynamische Bildanalyse Regeln & Normen DIN 4924, DIN 18123, DIN 18124, DIN 18126, ISO DIN EN 12904, DIN EN ISO 14688, DIN EN ISO DVGW-Regelwerk W 110, W 113, W 115, W 118, W 119, W 123, W 124 Zusammenfassung Die korrekte, ggfls. teufendifferenzierte Abstimmung (Dimensionierung) von Schüttgütern auf den inhomogen anstehenden Boden, optimale hydraulische Eigenschaften des Ausbaumaterials (Schüttgut und Filterrohr) sowie der sorgfältige Brunnen(aus)bau sind die beeinflußbaren Faktoren für die tatsächliche Ergiebigkeit eines Brunnens. Als Schüttgut für den Brunnenbau werden hauptsächlich Quarzsande und Quarzkiese nach DIN 4924 verwendet. Die Schüttgut-Produkte gemäß dieser Norm unterscheiden sich, auch zwischen Lieferchargen desselben Produktes, erheblich, so dass dem Brunnenbauer / Brunnenbetreiber im Sinne der Brunnen-Werterhaltung Voruntersuchungen zu den geometrisch-hydraulischen Eigenschaften und mechanisch-chemische Qualitätsvergleiche zu jedem Brunnen-Neubau nicht erspart bleiben; der Bezug aus der nicht-nächstgelegenen Abbaustätte oder auch die Bestellung von Sonderfraktionen ist häufig gerechtfertigt. Als weiteres Schüttgut werden seit ca. 2 Jahren Glaskugeln verwendet, deren hydraulische Vorteile, auch hinsichtlich der Brunnenalterungsgeschwindigkeit, offensichtlich sind und für die derzeit umfangreiche Kosten-Nutzen-Untersuchungen durchgeführt werden. Die Lockergesteins-Untersuchung zur Schüttgutdimensionierung wurde bisher ausschließlich für die Korngröße mittels Siebanalyse zur Erstellung der Kornsummenkurve durchgeführt. Als neue Meßmethodik, teilweise und in unterschiedlichen Qualitäten nunmehr auch für die Kornform, wird seit einigen Jahren die digitale Partikelmessung in verschiedenen Varianten eingesetzt: Mikroskopie, Laserbeugung und dynamische Bildanalyse. WIKIPEDIA führt zur Siebanalyse und digitalen Partikelmessung aus ( ): Der Informationsumfang, der durch Siebanalysen erhalten wird, ist relativ gering. Es kann keine genaue Aussage über die genaue Größe der gemessenen Partikel gemacht werden, sondern sie werden lediglich in einem Größenkorridor eingeordnet, der durch zwei Siebgrößen bestimmt ist ( Ein Partikel ist < Siebgröße x und > Siebgröße y ). Zusätzlich ist keine Aussage zu ebenfalls relevanten Eigenschaften wie Form oder Opazität der gemessenen Partikel möglich. Geräte, die mit digitaler Bildverarbeitung messen, ermöglichen es, zusätzlich auch diese Informationen und noch weitere (Oberflächenbeschaffenheit, etc.) abzurufen. Die Ergebnisse können der Siebanalyse angepasst werden, so dass jederzeit ein Vergleich zwischen den mittels unterschiedlicher Verfahren erlangten Messergebnissen möglich ist. In umfangreichen Messreihen werden derzeit repräsentative Boden- und Schüttgut-Proben untersucht (TU Berlin FG Ingenieurgeologie in Kooperation mit IBB-Berlin) und Vorschläge zur Fortschreibung des Regelwerks und der DINormen sowie für die Praxisanwendung vorbereitet. Entsprechend der bisherigen Erkenntnisse soll u.a. als Basis des bisherigen Kornmodells der minimale Korndurchmesser (x c min, Messung z.b. mit Siebanalyse) durch den Durchmesser der projezierten Partikel-Fläche (x area ; Messung z.b. mit dynamischer Bildanalyse) ersetzt werden. In die neuen Berechnungsansätze sollen außerdem Koeffizienten-Ergänzungen, nach Bedarf unterteilt in bis zu Kornklassen, z.b. durch die Kornform- Parameter Breite/Länge (b/l), Sphärizität (SPHT, Konvexität (Conv) und Symmetrie (Symm), aber auch spezifische Oberflächen und der Porenanteil des Schüttgutes sowie dessen Setzungsverhalten eingehen. Ziel der neuen (Filterkies) Schüttgutdimensionierung ist es, eine brunnen(wert)erhaltende Betreibungssicherheit zu erhalten, die eine optimale Brunnenergiebigkeit in Anpassung unterschiedlichen Ausbaumaterialien an inhomogene Böden ermöglicht. Die neuen Berechnungsansätze berücksichtigen konstruktiv Schüttgut- Setzungsvorgänge, die Vermeidung von Sandführung und Kolmation und sollen die leistungsmindernde Brunnen- Alterungsgeschwindigkeit verringern. Kontaktdaten des Autors Dipl.-Ing. Kerry F. Paul IBB Ingenieur- und Beratungsbüro für Brunnenbetriebstechnik und instandhaltung GmbH Am Pichelssee Berlin Tel Fax Mobil Mail [email protected]
2 Brunnenbau: Schüttgut-Dimensionierung nach DVGW-Regelwerk MB W 113 (2001) D s = d g F g D s = erforderlicher Schüttkorn-Durchmesser d g = maßgebender Korn-Durchmesser des Bodens / der untersuchten Probe F g = Filterfaktor D = Kugel-Durchmesser d = größtmöglicher Durchmesser einer passierenden Kugel D s = d g ( 5 + U ) Annahme: F g = 5 + U alle Körner etwa gleich groß, rund, gleichförmig D / d bei mittlerer Lagerungsdichte 4,4 mit 1 < U < 5 lockerste Kugelpackung Kugelpackung, mittlere Lagerungsdichte arithmetisches Mittel für "d" zwischen lockerer und dichter Kugelpackung dichteste Kugelpackung F g = 10 mit U > 5 U = d 60 / d 10 = Ungleichkörnigkeitszahl C u D / d locker = 2,4 D / d mittlere arithm. = 4,4 D / d dicht = 6,4 Beispiel 5 aus W 113 Summenverteilung W Kennkornlinie Dichteverteilung 5 nach E.Bieske 100 % jun. 90 % d g W 113 Bestimmung aus Kornsummenkurve und Dichteverteilung Mittelwert des Maximums der Dichteverteilung und des nächstgrößeren Korndurchmessers 31,5 mm 80 % 16 mm 70 % 8 mm 60 % einfach gekrümmte Summenkurve mit eindeutigem Maximum der Dichteverteilung 4 mm 50 % 2 mm 68,5 % Summenverteilung W % d 60 = 0,19 mm d 10 = 0,091 mm U = 2,1 F g = 5 + 2,1 1 mm 82,5 % Dichteverteilung 5 30 % Kennkornlinie nach E.Bieske jun. 0,5 mm 100,00 % 88,5 % 20 % d g = (0,125 mm + 0,25 mm) / 2 = 0,1875 mm 0,25 mm 83,87 % 16,13 % 90,0 % 10 % 0,125 mm 19,35 % 64,52 % 90,0 % 0 % 0,063 mm 3,23 % 16,12 % 90,00,01 % 0, Korndurchmesser D s = 0,1875 mm (5 + 2,1) = 1,33 mm 0,01 mm 3,23 % 90,0 % Siebdurchgang Beispiel 6 aus W 113 Summenverteilung W Kennkornlinie Dichteverteilung 6 nach E.Bieske 100 % jun. 90 % 31,5 mm 16 mm 80 % 70 % Summenverteilung W mm Dichteverteilung 6 60 % doppelt gekrümmte Summenkurve mit zwei Maxima der Dichteverteilung Kennkornlinie nach E.Bieske jun. 4 mm 100,00 % 50 % 2 mm 87,08 % 12,92 % 68,5 % 40 % 1 mm 60,15 % 26,93 % 82,5 % 30 % d 60 = 0,99 mm d 10 = 0,18 mm U = 5,5 F g = 10 0,5 mm 52,40 % 7,75 % 88,5 % 20 % d g = (0,25 mm + 0,5 mm) / 2 = 0,375 mm 0,25 mm 19,19 % 33,21 % 90,0 % 0,125 mm 3,69 % 15,50 % 10 % 90,0 % 0,063 mm 3,69 % 0 % 90,00,01 % 0,1 1 0,01 mm 90,0 % Korndurchmesser D s = 0,375 mm (10) = 3,75 mm Siebdurchgang Beispiel 7 aus W 113 Summenverteilung W Kennkornlinie Dichteverteilung 7 nach E.Bieske 100 % jun. 90 % 31,5 mm 100,00 % 80 % 16 mm 92,43 % 7,57 % 70 % 8 mm 80,54 % 11,89 % 60 % Summenkurve ohne eindeutiges Maximum der Dichteverteilung Summenverteilung W mm 67,57 % 12,97 % 50 % Dichteverteilung 7 2 mm 45,95 % 21,62 % 68,5 40 % % Kennkornlinie nach E.Bieske jun. 1 mm 27,03 % 18,92 % 82,5 30 % % 0,5 mm 13,51 % 13,52 % 88,5 20 % % 0,25 mm 5,41 % 8,10 % 90,0 % 10 % 5,41 % 0,125 mm 90,0 % 0 % d 60 = 3,15 mm d g = d 30 = 1,12 mm d 10 = 0,38 mm U = 8,3 0,063 mm 90,00,01 % 0, ,01 mm 90,0 % Korndurchmesser D s = 1,12 mm (10) = 11,2 mm Siebdurchgang F g = 10 IBB -Berlin, 2009
3 Brunnenbau: Schüttgut-Dimensionierung nach DVGW-Regelwerk MB W 113 (2001) Fortsetzung Vorteil DVGW MB W 113 einziges Verfahren mit Berücksichtigung einfach-mehrfach-gekrümmter Verteilungen bei Fortschreibung W 113 beachten Unterscheidung der Berechnungen für Sande und Kiese nach DIN 4924, Sonderfraktionen, Glaskugeln Berücksichtigung Filterfaktoren höherer Ordnung Berücksichtigung Einbaubedingungen, Lagerung & Umlagerung Definition Schüttgüter-Fraktionen mit engeren Abstufungen der Kornklassen-Breite um berechnetes D S Definition der geometrischen, mechanischen und chemischen Qualitätsanforderungen an Schüttgüter Hinweise zur erforderlichen Probengüte Hinweise zur Notwendigkeit und quantitative Bedeutung teufendifferenzierter Schüttgut-Einbau Hinweise zu Fehlerquellen bei Planung und Bau (qualitative und quantitative Konsequenzen) IBB -Berlin, 2009 Anwendung Siebanalysen Sieb-Abstände zu groß; Aufforderung, erheblich mehr Siebe über Proben-Summenverteilung zu verwenden Anwendung digitale Partikelmessung Anwendung "dynamische Bildanalyse" formelmäßige Berücksichtigung der Kornform, z.b. Breite/Länge, Sphärizität, Symmetrie, Konvexität, Oberfläche Wechsel zum Kornmodell x area (Siebanalyse = Kornmodell x c min ) Filterfaktor 1. und höherer Ordnung Basis Kugelmodelle: x c min x area x Fe max Basis Siebanalyse: x c min "Zahlen" - Beispiele zur Kugel-Modelltheorie 1 Kugel (Kugeln in) Würfel mit Kantenlänge 1,0 m = 1 m³ Kugel-Durchmesser 10,0 mm 1,0 mm 0,1 mm 10,0 mm 1,0 mm 0,1 mm 10,0 mm 1,0 mm 0,1 mm Kugel-Lagerungsart lockerste Kugelpackung dichteste Kugelpackung locker dicht Anzahl Kugeln ( auch: Anzahl Porenräume) /m³ /m³ /m³ /m³ /m³ /m³ 1,00 E+06 1/m³ 1,00 E+09 1/m³ 1,00 E+12 1/m³ 1,41 E+06 1/m³ 1,41 E+09 1/m³ 1,41 E+12 1/m³ 1 Million pro m³ 1 Milliarde pro m³ 1 Billion pro m³ + 41,4 % Gewicht ρ = kg/m³ 1,3875 g 0, g 0, g 1,39 E+00 kg 1,39 E-06 kg 1,39 E-06 kg 1.387,5 kg/m³ 1.962,2 kg/m³ + 41,4 % Oberfläche Kreis (= Fläche Kugel-Durchmesser bzw. senkrechter Ebenenschnitt) 0, m² 0, m² 0, m² 0,7854 m²/m³ 0,7854 m²/m³ 0,7854 m²/m³ 0,9069 m²/m³ 0,9069 m²/m³ 0,9069 m²/m³ + 15,5 % 7,85 E-05 m² 7,85 E-07 m² 7,85 E-09 m² => Porenfläche bzw. freie Durchlaßfläche 21,46 % => Porenfläche bzw. freie Durchlaßfläche 9,31 % - 56,6% Oberfläche Kugel (glatt, ohne Rauigkeit) 0, m² 0, m² 0, m² 314,2 m²/m³ 3.141,6 m²/m³ ,9 m²/m³ 444,3 m²/m³ 4.442,9 m²/m³ ,9 m²/m³ 3,14 E-04 m² 3,14 E-06 m² 3,14 E-08 m² 3,14 E+02 m²/m³ 3,14 E+03 m²/m³ 3,14 E+04 m²/m³ 4,44 E+02 m²/m³ 4,44 E+03 m²/m³ 4,44 E+04 m²/m³ 0,04 Fußballfelder / m³ 0,44 Fußballfelder / m³ 4,40 Fußballfelder / m³ 0,06 Fußballfelder / m³ 0,62 Fußballfelder / m³ 6,22 Fußballfelder / m³ + 41,4 % Volumen 0, m³ 0, m³ 0, m³ 0,5236 m³/m³ 0,5236 m³/m³ 0,5236 m³/m³ 0,7405 m³/m³ 0,7405 m³/m³ 0,7405 m³/m³ + 41,4 % 5,24 E-07 m³ 5,24 E-10 m³ 5,24 E-13 m³ Porenanteil 47,64 % Porenanteil 25,95 % - 45,5 % Porenfläche (senkrechter Ebenenschnitt) 1 Porenraum 0, m² 0, m² 0, m² 0, m² 0, m² 0, m² 2,15 E-05 m² 2,15 E-07 m² 2,15 E-09 m² 4,03 E-06 m² 4,03 E-08 m² 4,03 E-10 m² + 41,4 % Volumen 1 Porenraum 0, m³ 0, m³ 0, m³ 0, m³ 0, m³ 0, m³ 4,76 E-07 m³ 4,76 E-10 m³ 4,76 E-13 m³ 9,18 E-08 m³ 9,18 E-11 m³ 9,18 E-14 m³ - 45,5 % waagerechte Porenkanäle (senkrechter Ebenenschnitt) /m² /m² /m² /m² /m² /m² + 130,9 %
4 Schüttgüter für den Brunnenbau: Funktions-Prinzipdarstellung Bedingungen für Sandführung Über-Korn Sonderfraktion +/- 15 % für D S < 2 mm # +/- 10 % für D S > 2 mm # Minimierung Unterkorn-Anteil Korngruppen-Obergrenze Über- Korn Korngruppen-Obergrenze mm Unter-Korn Korngruppe nach DIN Trenn-Funktion Boden - Filterschlitz bei korrekter Dimensionerung im Verhältnis zum anstehenden Boden Bedingungen für innere Kolmation Entfernung durch Entsandung maßgebender Korndurchmesser D S Korngruppen-Untergrenze Filterschlitzweite Korngruppe gemäß Kundenspezifikation Unter- Korn Trenn-Funktion Boden - Filterschlitz bei korrekter Dimensionerung im Verhältnis zum anstehenden Boden evtl. Bedingungen für innere Kolmation maßgebender Korndurchmesser D S Korngruppen-Untergrenze Filterschlitzweite Über- Korn Korngruppen-Untergrenze Darstellung D S und d 10 ohne Berücksichtigung der kornspezifischen Lagerungs-, Produkt- und Produktionseigenschaften SiLibeads -Korngruppe Trenn-Funktion Boden - Filterschlitz bei korrekter Dimensionerung im Verhältnis zum anstehenden Boden Korngruppen-Obergrenze maßgebender Korndurchmesser D S Filterschlitzweite d 10 k f Filterschlitz DVGW MB W 113 (2001) D S = d g (5 + U) mit U = 5 wenn U > 5 Optimierung der Randbedingungen: SW >> d g # k f Filterschlitz > k f Schüttgut # d 10 => d 10 max IBB -Berlin, 2009 Sande und Kiese nach DIN 4924 D S = erforderlicher/maßgebender Durchmesser des Schüttgutes (real = Produkt-unterschiedlich) k f = Durchlässigkeitsbeiwert # k f Beyer = C d 10 ² d g = maßgebender Durchmesser des Bodens (teufendifferenziert) U = Ungleichkörnigkeitszahl d 10 = Korndurchmesser bei 10%-Gewichtsdurchgang der Kornsummenkurve C = Konstante in Abhängigkeit U SW = Filterschlitzweite mit Weitenmaß-abhängigem k f Sande und Kiese Sonderfraktion Glaskugeln als Schüttgut
5 Brunnenbau: "Angst"-Schüttung DIN 4924 Korngruppe (mm) d 10 k f Beyer Kreuzvergleich k f Beyer ohne Unterkorn d 10 k f Beyer Durchlässigkeit "Angst-Schüttung" ohne Unterkorn / ohne Überkorn (Auswahl 1 Korngruppe kleiner als berechnet) mit 10% Unterkorn / ohne Überkorn Kreuzvergleich k f Beyer mit Unterkorn Durchlässigkeit "Angst-Schüttung" (Auswahl 1 Korngruppe kleiner als berechnet) Verbesserung Durchlässigkeit mit ohne Unterkorn 0,4 0,8 0,44 mm 2,13 E-03 m/s 33 % 0,40 mm 1,76 E-03 m/s 32 % + 21,0 % 0,71 1,25 0,76 mm 6,42 E-03 m/s 48 % 100 % 0,71 mm 5,55 E-03 m/s 50 % 100 % + 15,8 % 1 2 1,10 mm 1,33 E-02 m/s 100 % 27 % 1,00 mm 1,10 E-02 m/s 100 % 25 % + 21,0 % 2 3,15 2,12 mm 4,92 E-02 m/s 100 % 39 % 2,00 mm 4,40 E-02 m/s 100 % 40 % + 11,8 % 3,15 5,6 3,40 mm 1,27 E-01 m/s 34 % 100 % 3,15 mm 1,09 E-01 m/s 32 % 100 % + 16,2 % 5,6 8 5,84 mm 3,75 E-01 m/s 100 % 44 % 5,60 mm 3,45 E-01 m/s 100 % 49 % + 8,8 % ,80 mm 8,52 E-01 m/s 100 % 8,00 mm 7,04 E-01 m/s 100 % + 21,0 % DIN 4924 Korngruppe (mm) Kugelmodell Durchmesser Porenfläche D S bei lockerster Kugel-Lagerung ohne Unterkorn / ohne Überkorn Gleichverteilung Kreuzvergleich bei lockerster Lagerung Durchmesser Porenfläche "Angst-Schüttung" (Auswahl 1 Korngruppe kleiner als berechnet) D S Kugelmodell Durchmesser Porenfläche bei dichtester Kugel-Lagerung ohne Unterkorn / ohne Überkorn Gleichverteilung Veränderung Durchmesser Porenfläche locker dicht 0,4 0,8 0,60 mm 0,25 mm 61 % 0,60 mm 0,09 mm 61 % - 62,5 % 0,71 1,25 0,98 mm 0,41 mm 65 % 100 % 0,98 mm 0,15 mm 65 % 100 % - 62,5 % 1 2 1,50 mm 0,63 mm 100 % 58 % 1,50 mm 0,23 mm 100 % 58 % - 62,5 % 2 3,15 2,58 mm 1,07 mm 100 % 59 % 2,58 mm 0,40 mm 100 % 59 % - 62,5 % 3,15 5,6 4,38 mm 1,82 mm 64 % 100 % 4,38 mm 0,68 mm 64 % 100 % - 62,5 % 5,6 8 6,80 mm 2,83 mm 100 % 57 % 6,80 mm 1,06 mm 100 % 57 % - 62,5 % ,00 mm 5,00 mm 100 % 12,00 mm 1,88 mm 100 % - 62,5 % Kugelmodell: D / d = 2,4 Kugelmodell: D / d = 6,4 Kreuzvergleich bei dichtester Lagerung Durchmesser Porenfläche "Angst-Schüttung" (Auswahl 1 Korngruppe kleiner als berechnet) Bedeutung (sehr) häufig "gefördert" durch alte VOB mm "Angst"-Schüttung 1 Korngruppe kleiner Erhöhung äußere & innere Kolmationsgefahr Verringerung maximale spezifische Ergiebigkeit Vergrößerung Anlagerungs-Oberfläche für Q = konst => Erhöhung v => Erhöhung Brunnenalterungsgeschwindigkeit für Q = konst => Erhöhung Absenkung = Erhöhung Energieaufwand mm Filterschlitz kleiner als Empfehlung W 118 Probleme analog. "Angst"-Schüttung IBB-Berlin, 2009
6 IBB -Berlin, 2009 Rohdichte Sande & Kiese: ca kg/m³ Sande & Kiese - lockere Lagerung, getrocknet: ca kg/m³ Brunnenausbau mit unterschiedlichen Schüttgütern: Menge und Kosten Sande & Kiese - dichte Lagerung, getrocknet: ca kg/m³ Rohdichte Glaskugeln: ca kg/m³ Material Spanne Durchschnitt Glaskugeln, lockere Lagerung, ca kg/m³ DIN Schüttgut-Kosten pro Tonne Glaskugeln, dichte Lagerung: ca kg/m³ (Hersteller-Angaben; Basis 2009; Fraktions-abhängig; ohne Nebenkosten für Sonderfraktion Verpackung & Transport; ohne Sonderaufschläge oder Rabatte; ohne MWSt.) Glaskugeln Durchmesser Schüttgut- Dichte Schüttmenge Kosten (gerundet) Schüttgut bei Schüttstrecke Filter Bohrloch Schichtstärke Schüttgut pro Meter Material pro Meter 10 m 15 m 25 m 50 m 100 m 300 mm 500 mm 100 mm 600 mm 150 mm 850 mm 275 mm mm 350 mm mm 450 mm 1.500,0 kg/m³ 188 kg/m 318 kg/m 745 kg/m kg/m kg/m DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln mm 600 mm 850 mm mm mm mm 100 mm 225 mm 300 mm 400 mm 600 mm 236 kg/m 663 kg/m 1.500,0 kg/m³ 990 kg/m kg/m kg/m DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln mm 850 mm mm mm mm 175 mm 250 mm 350 mm 550 mm 1.500,0 kg/m³ 557 kg/m 884 kg/m kg/m kg/m DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln DIN Sonderfraktion Glaskugeln "bessere" Schüttgüter: => zur Kostenreduzierung werden teilweise geringere Schichtstärken werden gewählt => erhöhte Gefahr Sandführung bzw. Kolmation etc.; inkl. Folgeprobleme Regenerierung & Lebenszeit => zur Rentabilität der Mehrkosten bessere Anpassung an inhomogenen Boden erforderlich; Lagerung Boden und Schüttgut in der Schüttgut-Berechnung berücksichtigen => Regenerierungstypen und deren Eigenarten bei Rentabilitätsberechnungen "besserer" Schüttgüter berücksichtigen
7 Fehl-Dimensionierung von Schüttgütern für den Brunnenbau Über-Dimensionierung Erosion Sandführung D S = erforderlicher / maßgebender Schüttkorn-Durchmesser. in Abhängigkeit von d g = maßgebender Boden- Korndurchmesser mm korrekte D S Dimensionierung Suffosion Austrag Boden-Feinanteile Unter-Dimensionierung Kolmation Oberflächen- Vergrößerung Brunnenalterung Ergiebigkeits-Minderung Bedeutung Fehl-Dimensionierung unterschätzt, häufig Prämisse Sicherungstellung der Versorgungsbereitschaft Alternative zusätzlicher Brunnenbau oder Steigerung der Qualität in Erkundung-Planung-Ausführung Gründe der Fehl-Dimensionierung Probennahme Labor Probengüte gemäß DIN Teil 1 zu niedrig gewählt Schichten-übergreifend /-vermischend zu geringe Probenmenge ungeeignete Abtrennung von Probenanteilen ungeeignete Messtechnik; Ausführungsfehler IBB -Berlin, 2009 Auswertung / Planung Bau Angst falsche Methodik keine Berücksichtigung Schüttkorn-Setzungsverhalten nicht Schichten-angepasst / nicht teufendifferenziert geometr.-chem.-mechan. Schüttkorn-Produkteigenschaften fehlerbehaftete Kompromisse & fehlerhafte Umsetzung der Planung "Erfahrung"
8 Bohrloch-Abweichung aus der Lotrechten "schräger Bohrloch-Verlauf" "gekrümmter Bohrloch-Verlauf" resultierende Probleme Sandführung Entsandungsfähigkeit Betriebsfähigkeit Regenerierfähigkeit Ringraumabdichtung ungleichmäßige Setzung geophysikalische Kontrollmessungen Bohrlochabweichung selektives Gammalog Ringraumscanner Kamera (ohne Zentrierung) "Reichweite" Entsandungsverfahren (gerader Verlauf) (DVGW W 55/99, Vers. 1) max. Schichtstärke 150 mm Bohrteufe 5 m Bohrteufe 10 m Bohrteufe 20 m Bohrteufe 50 m Bohrteufe 100 m Abweichung cm 17 cm 17 cm 35 cm 35 cm 70 cm 87 cm 174 cm 174 cm 349 cm gerundet weitere Bohrloch-Krümmung und/oder Einsatz von Zentrierungen weitere Rohrstrang Bohrloch-Krümmung hängt "schief" ggfls. mit Innen-anliegender und/oder U-Pumpe Einsatz von Zentrierungen Rohrstrang hängt "schief" ggfls. mit Innen-anliegender U-Pumpe vertikaler Schnitt horizontaler Schnitt IBB -Berlin, 2009 Boden Bohrloch mit Schüttgut Relevanz unterschätzt, häufig Rohrstrang mit Aufsatz- und Filterrohr Ausbauzeichnung zeigt zentrischen Rohreinbau und impliziert ratationssymmetrisches Strömungsverhalten vereinfachte Darstellung; weitere Beispiele "partiell gekrümmter Verlauf", "mehrfach gekrümmter Verlauf", "Spiral-Verlauf" etc.; ohne Berücksichtigung Ringraumabdichtung AB W 115 (2008) Kap Abweichung von der Bohrlochachse - Grundsätze"... Die Kenntnisse über die Achsabweichung eines Borhloches ist eine Voraussetzung für die richtige Auswertung der Bohrdaten, wie z.b. der Bohrproben oder der geophysikalischen Bohrlochmessdiagramme.... Die Größe der Abweichungen darf nur so groß sein, dass die Bohrung ihrem vorgesehenen Zweck zugeführt und betrieben werden kann." DVGW- Regelwerk AB W 123 (2001) Kap. 5.1 Allgemeines "... der Brunnenbauer muss gewährleisten... teufengerechtes Einbringen und konzentrisches Platzieren der Schüttgüter" Kap Bohrlochgeometrie "Die Bohrlochgeometrie darf weder den Ausbau und den Betrieb noch die spätere Sanierung oder den Rückbau erschweren. Generell muss eine möglichst hohe Vertikalität und eine Kalibergerrechtheit erreicht werden, damit ein sicherer und zentrischer Einbau der Ausbauverrohrung und somit eine optimale Füllung des Ringraumes mit Schüttgütern gewährleistet ist."
9 Partikel - (Um) Lagerung Setzung Oberfläche Durchlaßfläche Kolmation Durchlässigkeit Brunnen-Leistung Brunnen-Lebenszeit Abnahme Poren-Anteil Zunahme Partikel-Oberfläche pro Volumeneinheit Abnahme freier Poren- Durchlaßquerschnitte Zunahme Kolmations-Gefahr Abnahme Durchlässigkeit Abnahme spezifische Ergiebigkeit Verringerung IBB -Berlin, 2009 Quelle: bis 20 cm / m Partikel-spezifisch Viskositäts-abhängig Kontrolle in situ mit NN / NMR Kugelmodell locker => dicht Zunahme 2 Kugelmodell locker => dicht Abnahme 21 % => 9 % bis Halbierung; bei Kolmation weitere Reduzierung Partikel-spezifisch bis Halbierung Partikel-spezifisch Kugelmodell = vereinfachte Darstellung; real abhängig vom Grad der Inhomogenität diverse zusätzliche Problemstellungen durch Partikel-Umlagerung, z.b.: Ringraumabdichtung, Hohlräume, Regenerierfähigkeit Reduzierung der möglichen Gesamt-Fördermenge Bedeutung "Umlagerung" bei jedem Brunnen Brunnen-wertmindernd ggfls weitere Brunnen erforderlich unterschiedlich durch Material - Bau - Betrieb - Maßnahmen bestehende Brunnen: Setzungs-herbeiführende Maßnahmen vermeiden Brunnen-Neubau: systematische Untersuchungen erforderlich = F&E
10 Siebanalyse und digitale Partikelmessung Messung der Partikel-Größe Durchmesser für hydro- und ingenieurgeologische Berechnungen IBB -Berlin, 2009 Messverfahren Bezeichung Durchmesser-Ermittlung Digitale Partikelmessung x Fe max Länge Partikeldurchmesser bestimmt aus dem längsten Feret-Durchmesser aller gemessenen Feret-Durchmesser eines Partikels Digitale Partikelmessung x area Fläche Partikeldurchmesser berechnet aus der Flächenmessung der Partikelprojektion Siebanalyse / Digitale Partikelmessung x c min Breite Partikeldurchmesser bestimmt aus der kleinsten aller maximalen Sehnen eines Partikels mit digitaler Partikelmessung / dynamischer Bildanalyse weitere Messungen, z.b. Breite/Länge, Sphärizität, Symmetrie, Konvexität, Anzahl, Oberfläche, Volumen etc. b/l Breite/Länge # Verhältnis x c min (Breite) zu x Fe max (Länge) # b/l = 1 => Kreis # b/l = 0,8 => 1,25-fache Partikellänge # b/l = 0,666 => 1,5-fache Partikellänge # b/l = 0,5 => doppelte Partikellänge # b/l = 0,333 => 3-fache Partikellänge SPHT Sphärizität # gemessene Partikel-Fläche im Verhältnis zur Fläche eines Kreises mit dem Umfang des gemessenen Partikels # Quadrat: SPHT = 0,78 # gleichseitiges Dreieck: SPHT = 0,60 Symm Symmetrie # Abstand des Flächenschwerpunktes zum Partikelrand Angabe als minimaler Wert einer gemessenen Anzahl # Symm = 1 => Kreis; für asymmetrische Partikel ist Symm < 1 # liegt das Zentrum der Fläche außerhalb des Partikels, dann ist Symm < 0,5 Conv Konvexität # (Quadratwurzel-) Verhältnis der realen zur konvexen Partikelfläche # als würde man ein Gummiband um das Partikel legen und die Fläche messen, die innerhalb des Gummibandes liegt # Conv = 1 => Kreis # Conv < 1 => Eindellungen am Partikel-Flächenrand
11 IBB -Berlin, 2009 Brunnenbau: Dimensionierung des erforderlichen Schüttgutes in Abhängigkeit vom anstehenden Boden Siebanalyse - digitale Partikelmessung # Korndichte und Lagerungsart bisher "neu" TU Berlin FG Ingenieurgeologie & IBB -Berlin Kugelmodell als Grundlage für Berechnungen Messverfahren Korngröße (Durchmesser) QM Korngröße (/ Kornform) Kornform Korndichte & Lagerungsart Partikel-Breite = Partikeldurchmesser bestimmt aus der kleinsten aller maximalen Sehnen eines Partikels Korngröße Siebanalyse gemäß DIN Durchmesser x c min = Partikel-Breite Partikeldurchmesser bestimmt aus der kleinsten aller maximalen Sehnen eines Partikels Siebe keine Berücksichtigung der Kornform, da Siebe mit quadratischen Maschen Summenkurve wird geglättet - Werte werden "abgelesen" ; z.b. Einteilung Korngrößen nach DIN EN ISO Teil 1 ( ), k f mit d 10 und Sonderaspekte (z.b. Unter-Überkornanteil DIN 4924) qualitative Beschreibung gemäß DIN EN ISO Teil 1 ( ) z.b. durch mikroskopische Untersuchung Korndichte gemäß DIN Porenanteil bei lockerer und dichter Lagerungsart gemäß DIN Partikel-Fläche = Partikeldurchmesser berechnet aus der Flächenmessung der Partikelprojektion Korngröße und Kornform digitale Partikelmessung / dynamische Bildanalyse gemäß ISO Durchmesser x c min = Partikel-Breite Partikeldurchmesser bestimmt aus der kleinsten aller maximalen Sehnen eines Partikels Durchmesser x area = Partikel-Fläche Partikeldurchmesser berechnet aus der Flächenmessung der Partikelprojektion Durchmesser x Fe max = Partikel-Länge Partikeldurchmesser bestimmt aus dem längsten Feret- Durchmesser aller gemessenen Feret-Durchmesser eines Partikels Auflösung Korngröße bis 10-4 mm => bis ca Größenklassen (Meßbereich 30 µ bis 30 mm) für alle Korngrößen-Darstellungen und Kornformparameter frei wählbar; keine Interpolationen erforderlich; Rohdaten für zukünftige, derzeit noch nicht angewendete Auswertungen nutzbar zielorientierte Messung unterschiedlicher Parameter z.b. Breite/-Längenverhältnis (b/l), Sphärizität (SPHT), Symmetrie (Symm), Konvexität (Conv), Partikelanzahl (PDN), Partikeloberfläche (S v und S m ) Hausnorm für vereinfachte Anwendung im Labor / im Feld Kombinationsmessung von Korndichte - Porenanteil bei kornspezifisch lockerer und dichter Lagerung - Schüttdichte in Abhängigkeit der Lagerungsart Messung wahlweise mit Simulation der Brunnenbaubedingungen, z.b. Bohrung mit Klarwasser, Spülungszusätzen etc. Schüttgut-Setzung Berechnung der Schüttgut-Setzung aus dem Hausnorm- Test zum Eingang in die Planungsgrundlagen / Bauausführung / Entwicklungs- und Entsandungsmaßnahmen k f Berechnung aus Siebliniendarstellung nach div. Berechnungsmethoden z.b. k f nach Hazen, Beyer etc. F&E-Vorhaben beantragt Berechnung aus gemessener Oberfläche (Rotationsellipsoide) pro Volumeneinheit unter Berücksichtung von Koeffizienten aus Kornform und Lagerungsdichte Wendepunkt(e) ein- und mehrgipfeliger Kornsummenkurven Schüttgut für Brunnenbau Ziel(e) - Brunnenbau - Ermittlung aus Kornverteilungskurve (W 113, Bild 5) Nachteil: "fester" Wert zwischen 2 Sieben und Abhängigkeit von Anzahl der Siebe DVGW W 113 (2001) Bestimmung d g aus x c min, keine Berücksichtigung von Kornform und Lagerungsart Vermeidung von Sandführung wg Größenklassen: bestimmter Wendepunkt = realer Wendepunkt vorläufig Anwendung W 113 mit x area für d g und Schüttgut qualitative Beachtung von Besonderheiten aus verfeinerter Klassenmessung, Formmessungen und Untersuchung Lagerungsdichte F&E-Vorhaben beantragt DVGW W 113 (Überarbeitung) Bestimmung d g aus x area unter Berücksichtung von Koeffizienten aus Kornform und Lagerungsdichte Betreibungssicherheit (konstruktive Berücksichtigung von Setzungsvorgängen, keine Sandführung, keine Kolmation, Verringerung der Alterungsgeschwindigkeit) bei optimaler Leistung in Abhängigkeit inhomogener Böden und unterschiedlicher Ausbaumaterialien Wikipedia ( ): Der Informationsumfang, der durch Siebanalysen erhalten wird, ist relativ gering. Es kann keine genaue Aussage über die genaue Größe der gemessenen Partikel gemacht werden, sondern sie werden lediglich in einen Größenkorridor eingordnet, der durch zwei Siebgrößen bestimmt ist ("ein Partikel ist < Siebgröße x und > Siebgröße y"). Zusätzlich ist keine Aussage zu ebenfalls relevanten Eigenschaften wie Form oder Opazität der gemessenen Partikel möglich. Geräte, die mit digitaler Bildverarbeitung messen, ermöglichen es, zusätzlich auch diese Informationen und noch weitere (Oberflächenbeschaffenheit, etc.) abzurufen. Die Ergebnisse können an die Siebanalyse angepasst werden, so dass jederzeit ein Vergleich zwischen den mittels unterschiedlicher Verfahren erlangten Messergebnissen möglich ist.
12 Korndurchmesser - Summenverteilung Die Messung entspricht dem Ergebnis der Siebanalyse. Der Kurvenverlauf vermittelt den Eindruck eines annähernd homogenen Gleichkorn-Gemisches. Tatsächlich handelt es sich um Reiskörner, die bei der Siebanalyse aufrecht das Sieb passieren und den o.a. Eindruck vermitteln. Korndurchmesser - Summenverteilung Korndurchmesser - Dichteverteilung Korndurchmesser-Messung als Partikel-Breite x c min flächengleicher Kreis x area Partikel-Länge x Fe max Breite zu Länge - Summenverteilung Breite zu Länge - Dichteverteilung Form-Vermessung, z.b. Breite zu Länge Partikel-Projektionsdarstellung TU Berlin, FG Ingenieurgeologie in Kooperation mit IBB -Berlin, 2009 Beispiel digitale Partikelmessung - dynamische Bildanalyse Korn-Größe in verschiedenen Durchmesser-Modellen & Korn-Form
13 TU Berlin, FG Ingenieurgeologie in Kooperation mit IBB -Berlin, 2009 Kornmodell: x area Durchmesser - Summenverteilung Böden ein- und mehrfach gekrümmte Kornverteilung Sonderfraktion, Glaskugeln, Reiskörner relativ homogenes Korngemisch Reiskörner-Interpretation vgl. Beispiel "Reiskörner" Durchmesser - Dichteverteilung Böden einfaches Ermitteln von d g w 113 Schüttgüter einfache Kontrolle D S dynamische Messung 30 µm bis 30 mm Breite zu Länge - Dichteverteilung Böden und Sonderfraktion Das ähnliche Maximum zeigt die "natürliche" Genese und verdeutlicht, weshalb das Kugelmodel mit Basis x c min durch das Kugelmodell mit Basis x area zu ersetzen ist. Glaskugeln Das Maximum nahe 1 zeigt die "künstliche" Herstellung. Reiskörner Das Maximum etwas über 0,3 zeigt die längliche Reis-Form. TU Berlin, FG Ingenieurgeologie in Kooperation mit IBB -Berlin, 2009 Beispiel digitale Partikelmessung - dynamische Bildanalyse div. Böden - Sande & Kiese, Sonderfraktion 4,0 bis 5,0 mm - Glaskugeln 3,9 bis 4,3 mm - Reis
14 TU Berlin, FG Ingenieurgeologie in Kooperation mit IBB -Berlin, 2009 Durchmesser - Summenverteilung k f Beyer : min = 100 % bis max = 175 % Durchmesser - Summenverteilung, Ausschnitt 3,15 bis 5,6 mm leichtes Erkennen von Unter- und Überkorn-Anteil Beispiel digitale Partikelmessung - dynamische Bildanalyse Kornmodell x c min Vergleich Schüttgüter nach DIN 4924 Kornklasse 3,15 bis 5,6 mm, div. Lieferanten & Sonderfraktion 4 bis 5 mm (grau) # anonymisiert D s : theoretisch Gleichverteilung ohne Unterkorn = 4,375 mm # gemessen 3,85 bis 4,65 mm Beurteilung der Kornform in signifikanten Durchmesser-Bereichen, z.b. Schlitzweite nach W 118 Durchmesser - Dichteverteilung Breite zu Länge über Durchmesser - klassenbezogene Verteilung
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