Weidemast von Kalbinnen
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- Bettina Schuler
- vor 8 Jahren
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Transkript
1 Weidemast von Kalbinnen Roland Kitzer Eva-Maria Friedrich Margit Velik LFZ Raumberg-Gumpenstein Institut für Nutztierforschung Abteilung Alternative Rinderhaltung und Produktqualität
2 Einleitung In Österreich Stiermast vorherrschend Jährlich Stiere, Kalbinnen und Ochsen geschlachtet Weidehaltung wichtig bei Mutterkuhhaltung, Bio-Milchviehhaltung Rindfleisch-Markenprogramme (ALMO, Wienerwald Weiderind) BEEF 2015 Bildungsprojekt LK Österreich (DI Rudolf Grabner) Perspektiven der Rindfleischproduktion im Grünlandgebiet
3 Versuchsplan Gruppe Stall Weide Kategorie Genetik Tierzahl Fütterung Kraftfutter* Ergänzungsfutter Kalbinnen Fleckvieh x Charolais % Maissilage 70 % Grassilage Grassilage ad libitum 2 kg FM Mineralfuttermittel 30 g Viehsalz 30 g Kalbinnen Fleckvieh x Charolais 9 Kurzrasenweide von Mai bis Oktober, Endmast Stallration - Mineralfuttermittel 30 g Viehsalz 30 g *bestehend aus 30 % Weizen, 30 % Gerste, 25 % Mais, 15 % Rapsextraktionsschrot Zukauf mit 300 (± 50) kg Lebendgewicht Mast bis 550 kg LG; Schlachtung September 08 bis April 09
4 Fragestellung Gibt es Unterschiede in Mastleistung (Gewichtszunahme, Futteraufnahme) Schlachtleistung (Schlachtalter, Schlachtkörpergewicht, Ausschlachtung, Fleisch- und Fettklasse) Fleischqualität (Zartheit, Fettgehalt, Wasserhaltevermögen, Fettsäuremuster etc.) Einfluss der Fleischreifung auf Zartheit und Farbe
5 Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität Stallgruppe Weidegruppe
6 Datenerhebung Tiere einmal wöchentlich gewogen- Gewichtszunahmen ermitteln Stallgruppe wurde über die gesamte Versuchsdauer die tierindividuelle Futter- und Nährstoffaufnahme mittels CALAN- Gates erhoben Weidegruppe nur während der Stallendmast Schlachtkörper wurden 7 Tage nach der Schlachtung zerlegt Zur Bestimmung der Fleischqualität wurde von jedem Tier bei der Zerlegung Proben des Rostbratens (Musculus longissimus dorsi ) gezogen
7 Mastleistung Merkmal Stall Weide Tiere Anzahl 10 9 Tageszunahmen g Weideperiode (Mai- Oktober) g Stallperiode (November- April) g Schlachtalter Monate 16,5 17
8 Mastleistung Tägliche Zunahmen tägliche Zunahmen in g > 500 Gewichtsbereiche in kg Stallgruppe Weidegruppe
9 Schlachtleistung Merkmal Stall Weide Tiere Anzahl Schlachtkörper kalt kg Ausschlachtung kalt % , ,7 Nettozunahmen g Fleischklasse (5=E) Fettklasse (1=sehr gering) Nierenfett kg 4,0 3,3 12,0 3,9 3,0 10,3
10 Fleischqualität- Fleischfarbe Merkmal L10*-Helligkeit 7 Tage 14 Tage 21 Tage a10*- Rotton 7 Tage 14 Tage 21 Tage b10*- Gelbton 7 Tage 14 Tage 21 Tage Fleischfarbe am frischen Anschnitt 36,4 B 37,8 AB 39,9 A 10,0 B 10,5 AB 11,6 A 6,2 B 6,7 AB 7,7 A
11 Fleischqualität- Fettfarbe Fettfarbe am frischen Anschnitt Merkmal Stall Weide L10*- Helligkeit a10*- Rotton b10*- Gelbton Merkmal 71,5 1,0 b 7,7 b 70,6 2,1 a 9,9 a b10*-gelbton 7 Tage 14 Tage 21 Tage 8,2 B 8,7 B 9,6 A
12 Fleischqualität- Zartheit Fütterung, Reifung und Zartheit Merkmal Stall Scherkraft roh 2,4 Scherkraft gegrillt 3,2 Merkmal Reifedauer Weide 2,6 3,5 Scherkraft roh 7 Tage 14 Tage 21 Tage Scherkraft gegrillt 7 Tage 14 Tage 21 Tage 2,3 B 2,5 AB 2,7 A 4,4 A 3,1 B 2,6 B
13 Fleischqualität- Inhaltsstoffe Merkmal Stall Weide Trockenmasse % Rohprotein % Intramuskulärer Fettgehalt % 26,3 21,8 3,5 25,4 21,7 2,9
14 Fleischqualität- Fettsäuremuster Merkmal (g / 100 g FAME) Stall Weide C-18:1 cis9 (Ölsäure) 35,0 32,9 Gesättigte FS 48,8 49,8 Omega-6 FS 3,3 4,0 PUFA 5,2 6,6 Omega-3 FS 1,4 2,0 Ω-6 zu Ω-3 FS 2,5 2,0
15 Schlussfolgerungen (1) Kalbinnenmast auf Kurzrasenweide gleiche Tageszunahmen und gleiche Schlachtalter wie mittelintensive Stallmast Vorraussetzung optimales Weidemanagement Weidemast stärkere Schwankungen bei Tageszunahmen, Stall- Weide Keine Einbußen der Schlachtleistung bei Weidekalbinnen Weidekalbinnen sollten 1-2 Monate Endmast im Stall gefüttert werden wegen Fettabdeckung Kalbinnenmast FV x CH auf über 550 kg nicht sinnvoll, da die Tiere stark verfetten
16 Schlussfolgerungen (2) Fleischreifung für die Zartheit wichtiger als das Fütterungsverfahren mind. 14 Tage reifen Fleischinhaltstoffe kaum ein Unterschied Stallendmast positiv für intramuskulären Fettanteil Ω-6 zu Ω-3 Fettsäuren Verhältnis bei beiden Gruppen günstig Gelbfärbung des Fettes ist bei Weidetieren intensiver Weidehaltung geringere Futtermittelkosten und Arbeitsentlastung
17 Danke für die Aufmerksamkeit! LFZ Raumberg Gumpenstein Institut für Nutztierforschung Roland Kitzer Raumberg 38, A-8952 Irdning Tel.: +43(0) roland.
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