9. Lineare Regression
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- Margarete Lang
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1 9. Lineare Regression y Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40 x
2 KQ-Schätzung Es ist eine Gerade y = β 1 + β 2 x gesucht, welche die Punktwolke in der Abbildung bestmöglichst approximiert. Dazu betrachten wir eine bivariate Zufallsvariable (Y, X ) mit Beobachtungen (y i, x i ), i = 1,..., n und definieren den Schätzer für die Parameter der Gerade als ( ˆβ 1, ˆβ 2 ) = argmin β 1,β 2 n (y i β 1 β 2 x i ) 2. i=1 Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
3 KQ-Schätzung Dieser Schätzer ( ˆβ 1, ˆβ 2 ) heißt (aus offensichtlichen Gründen) Kleinster-Quadrate-Schätzer und repräsentiert diejenige Gerade durch die Punktwolke, welche den quadratischen vertikalen Abstand jeder Beobachtung zur Geraden minimiert. Andere Kriterien sind denkbar, wie etwa ( ˆβ 1, ˆβ 2 ) = argmin β 1,β 2 n y i β 1 β 2 x i. i=1 Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
4 Zielgröße Y = Y 1 Y 2. Y n Rn Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
5 Einflussgrößen X j = X j 1 X j 2. X j n, j = 1,..., k welche wir in einer Matrix X = (X 1, X 2,..., X k ) R n,k aggregieren. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
6 Modellparameter Die Parameter der Geraden (k = 1) bzw. Hyperebenen (k > 2) sind durch β 1 β 2 β =. Rk β k gegeben und wir betrachten das Modell Y = Xβ. Gesucht ist nach dem Kriterium der Kleinsten Quadrate ein Schätzer ˆβ, sodass Y X ˆβ 2 Y Xβ 2 β R k. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
7 KQ-Schätzung Sei der Rang von X gleich k. Dann gilt: ˆβ = argmin Y Xβ = (X X) 1 X Y β Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
8 KQ-Schätzung y Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40 x
9 Das Lineare Regressionsmodell Das Modell Y = Xβ + U heißt lineares Regressionsmodell. Dabei ist U 1 U 2 U =. Rn U n ein n-dimensionaler Zufallsvektor. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
10 Eigenschaften gegeben sind mehrere stetige Merkmale Y, X 1,..., X k X 1,..., X k verursachen Y und nicht umgekehrt der Zusammenhang ist linear, also Y i = k j=1 β jx j i + U i die X -Variablen heißen unabhängige Variable, Regressoren, exogene Variable oder Design-Variable die Y -Variable heißt abhängige Variable, Regressant, endogene Variable oder Response-Variable U sind nicht beobachtbare Störgrößen. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
11 Annahmen Zudem treffen wir vier Annahmen: A1) X ist eine feste (nicht zufällige) n k Matrix mit vollem Spaltenrang, also Rang(X) = k. A2) U ist ein Zufallsvektor mit E(U) = (E(U 1 ), E(U 2 ),..., E(U n )) = 0. A3) Die Komponenten von U sind paarweise unkorreliert und haben alle die gleiche Varianz σ 2, formal: Cov(U) = σ 2 I n. A4) U N(0, σ 2 I n ) Hinweis: Aus Annahme A4) folgt A2) und A3). Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
12 Körperfettmessung Garcia et al. (2005, Obesity Research) untersuchten n = 71 Frauen und erhoben (unter anderem) k = 5 Einflussgrößen (Alter, Bauchumfang, Hüftumfang, Ellenbogenbreite und Kniebreite), um deren Einfluss auf die Zielgröße, den Körperfettanteil gemessen mittels Dual Energy X-Ray Absorptiometry (DXA), zu untersuchen. Es stellen sich folgende Fragen: Welche der unabhängigen Variablen haben tatsächlich einen Einfluss auf den Körperfettanteil? Welche haben einen positiven und welche einen negativen Einfluss? Kann man aus den unabhängigen Variablen auf den Körperfettanteil schließen? Diese Fragen können mittels eines linearen Regressionsmodells beantwortet werden. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
13 Körperfettmessung DEXfat age DEXfat waistcirc DEXfat hipcirc DEXfat elbowbreadth DEXfat kneebreadth DEXfat Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
14 Geschätzte β-koeffizienten Model (Intercept) age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth Interpretation der geschätzten Parameter: Intercept: Wenn alle anderen Kovariablen gleich 0 sind, beträgt der Körperfettanteil durchschnittlich β 0 = (oft nicht sinnvoll interpretierbar). Begründung: Lineares Modell als (geschätzten) bedingten Erwartungswert betrachten: E(Y i X i = x i ) = β 0 + β 1 x β k x k E(Y i X i = 0) = β 0 Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
15 Interpretation der β-koeffizienten - Fortsetzung Kovariablen: Erhöht sich die Kovariable (X j ) um eine Einheit, so erhöht sich die Zielvariable (Y ) durchschnittlich um β j Einheiten, wenn alle anderen Kovariablen gleich bleiben. z.b. Alter: Steigt das Alter um ein Jahr, so erhöht sich der durchschnittliche Körperfettanteil um β 1 = , bei konstanthalten aller anderen Kovariablen. Begründung: Erhöhung der Kovariable x j um 1 bedeutet: β 0 + β 1 x β j (x j + 1) β k x k = β 0 + β 1 x β j x j + β j β k x k = E(Y i X i = x i ) + β j = E(Y i + β j X i = x i ) Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
16 Eigenschaften der KQ-Methode Unter A1, A2 und A3 ist ˆβ ein erwartungstreuer Schätzer für β mit Kovarianzmatrix Cov( ˆβ) = σ 2 (X X) 1. Sei Y R n ein beliebiger Zufallsvektor mit E(Y ) = (E(Y 1 ),..., E(Y n )) und Var(Y 1 ) Cov(Y 1, Y 2 ) Cov(Y 2, Y 1 ) Var(Y 2 ) Cov(Y 2, Y 3 ) Cov(Y ) = Var(Yn) mit Cov(Y ) = Cov(Y ) = E((Y E(Y ))(Y E(Y )) ). Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
17 Eigenschaften der KQ-Methode Es gilt 1 Cov(Y ) is positiv semidefinit 2 E(AY ) = AE(Y ) 3 Cov(AY ) = ACov(Y )A Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
18 Lineare Funktionen Unter Umständen sind wir an Linearkombinationen des Parametervektors β interessiert (welche auch Kontraste genannt werden). Sei c R k ein Vektor von Konstanten. Dann ist c ˆβ eine erwartungstreue Schätzung von c β mit Kovarianzmatrix σ 2 c (X X) 1 c. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
19 Optimalität der KQ-Methode Ein Schätzer β heißt linear, wenn eine Matrix C R k,n existiert, sodass β = CY. Gauß-Markov-Theorem: Unter A1-A3 gilt: 1 ˆβ ist der beste lineare erwartungstreue Schätzer (BLUE) für β, d.h. Cov( ˆβ) Cov( β) im Sinne der Löwner-Halbordnung (d.h. Cov( β) Cov( ˆβ) psd). 2 BLUE ist eindeutig. Desweiteren: Unter A1-A3 ist c ˆβ der BLUE für c β. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
20 Prognose mit KQ Gegeben sei Y und X 1,..., X k mit Beobachtungen (y i, x i = (x 1 i,..., xk i )), i = 1,..., n sowie x n+1. Gesucht sei y n+1. Bekannt ist, dass Y n+1 = x n+1 β + U n+1. Da die Störgrößen U nicht beobachtbar sind, jedoch per Annahme einen Erwartungswert gleich 0 haben, schätzen wir Ŷ n+1 = x n+1 ˆβ. Es gilt: Unter A1-A3 ist E(Ŷ n+1 Y n+1 ) = 0. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
21 Körperfettmessung Für die 45jährige Emma mit Bauchumfang 90cm, Hüftumfang 110cm, Ellenbogenbreite 7cm und Kniebreite 10cm ist der vorhergesagte Körperfettanteil: E(Y Emma X i = x Emma ) = β 0 + β β 5 10 = [,1] [1,] mit den folgenden verwendeten β-koeffizienten: age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
22 Schätzung von Varianz und Kovarianz Es fehlen noch Schätzer für σ 2 und Cov( ˆβ). Dazu betrachten wir die Residuen Û = Y X ˆβ als Ersatz für die nicht beobachtbaren Störgrößen U. 1 Û = MY = MU mit M = diag(n) H, wobei die sogenannte Hat-Matrix H gegeben ist durch H = X(X X) 1 X und Ŷ = HY (H setzt dem Y den Hut auf). 2 M ist orthogonaler Projektor mit Rang (gleich Spur) n k. Unter A1-A3 gilt ˆσ 2 = Û Û n k ist eine erwartungstreue Schätzung für σ 2. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
23 Kovarianzschätzung Damit können wir also auch die Kovarianzmatrix Cov( ˆβ) schätzen, und zwar als ˆσ 2 (X X) 1. Desweiteren ist es möglich, die geschätzten Koeffizienten zu standardisieren, um sie miteinander vergleichen zu können: ˆβ j ˆσ diag((x X) 1 ) Im Beispiel Körperfettmessung ergeben sich die folgenden standardisierten Regressionskoeffizienten: (Intercept) age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
24 Annahme normalverteilter Fehler (A4) Eigenschaften der (multivariaten) Normalverteilung: Eine n-dimensionale Zufallsvariable Z folgt einer multivariaten Normalverteilung mit Erwartungswertvektor µ R n und Kovarianzmatrix Σ R n,n (symmetrisch und pd), symbolisch Es gilt Z N (µ, Σ). 1 Z N (µ, Σ) E(Z) = µ, Cov(Z) = Σ und Z i N (µ i, Σ ii ). 2 Sei A R p,n mit Rang gleich p und b R p, dann AZ + b N (Aµ + b, AΣA ). 3 Die Komponenten von Z sind stochastisch unabhängig Σ = diag(σ 2 ii ). 4 A R p,n, B R q,n, AΣB = 0 AZ, BZ sind stochastisch unabhängig. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
25 Annahme normalverteilter Fehler (A4) II KQ- und Varianzschätzung: Es gilt Y = Xβ + U N (Xβ, σ 2 diag(n)) ˆβ = (X X) 1 X Y N (β, σ 2 (X X) 1 ) Unter A1 - A4 sind ˆβ und ˆσ 2 stochastisch unabhängig. Unter A1 - A4 ist ˆβ die ML-Schätzung für β. Unter A1 - A4 ist ˆσ 2 ML = Û Û/n die ML-Schätzung für σ 2. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
26 Konfidenzintervalle und Tests für β Wir möchten nun Hypothesen der Form H 0 : d β = 0 vs. H 1 : d β 0 testen oder Konfidenzintervalle für den Parameter d β herleiten. Dabei ist d R k beliebig. Unter A1 - A4 gilt d ˆβ d β ˆσ 2 d (X X) 1 d t n k, wobei t n k die t-verteilung mit n k Freiheitsgraden bezeichnet. Damit lautet die Testentscheidung: Lehne H 0 ab, wenn T = d ˆβ ˆσ 2 d (X X) 1 d > t n k,1 α/2 und ein (1 α) 100% Konfidenzintervall für d β ist d ˆβ ± t n k,1 α/2 ˆσ 2 d (X X) 1 d. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
27 Körperfettmessung Jetzt können wir für jede der Einflussgrößen die Teststatistik ausrechnen, dabei ist d der j-te Einheitsvektor, sodass d β = β j : (Intercept) age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth und die zweiseitigen P-Werte aus der t-verteilung ablesen (Intercept) age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
28 Körperfettmessung Call: lm(formula = DEXfat ~ age + waistcirc + hipcirc + elbowbreadth + kneebreadth, data = bodyfat) Residuals: Min 1Q Median 3Q Max Coefficients: Estimate Std. Error t value Pr(> t ) (Intercept) e-09 *** age waistcirc e-05 *** hipcirc e-05 *** elbowbreadth kneebreadth Signif. codes: 0 *** ** 0.01 * Residual standard error: on 65 degrees of freedom Multiple R-squared: , Adjusted R-squared: F-statistic: on 5 and 65 DF, p-value: < 2.2e-16 Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
29 Körperfettmessung Und auch noch die Konfidenzintervalle 2.5 % 97.5 % (Intercept) age waistcirc hipcirc elbowbreadth kneebreadth Wir sehen also, dass hauptsächlich der Bauch- und Hüftumfang informativ für den Körperfettanteil sind. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
30 Kategoriale Kovariablen - Dummy-Codierung Bisher: Nur metrische Kovariablen in das Modell aufgenommen Jetzt: Auch Verwendung von Kategoriale Variablen Verwendung der Dummy-Kodierung mit einer Referenzkategorie: Aus einer c-kategorialen Kovariable X kat {1,..., c} entstehen c 1 Dummy-Variablen: X 1 kat { 1, falls X kat = 1 0, sonst,..., X c 1 kat Kategorie c (X kat = c) ist Referenzkategorie. { 1, falls X kat = c 1 0, sonst Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
31 Kategoriale Variablen im linaren Modell Die Dummy-Variablen aller κ kategorialer Variablen werden als Kovariablen in das Regressionsmodell aufgenommen: Y i = β }{{} 0 + Intercept k j=1 β j X j i }{{} Metrische Kovariablen + Dummy-Variablen {}}{ c κ q 1 β mq X mq kat,i q=1 m=1 }{{} Kategoriale Kovariablen + U i }{{} Störterm Jede Dummy-Variable besitzt ihren eigenen β-koeffizienten. Interpretation: Intercept: β 0 ist der durchschnittliche Wert der abhängigen Variablen in der Referenzkategorie c wenn alle metrischen Variablen 0 sind. Koeffizienten der kategorialen Variablen: β mq beschreibt den Effekt von Kategorie m der kategorialen Variable q im Vergleich zur ihrer Referenzkategorie c q, dies entspricht einer Parallelverschiebung der Regressionsgeraden um β mp. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
32 Kategoriale Variablen im linearen Modell II gamble sex m f income Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
33 Interaktion von Variablen Problem: Parallelverschiebungen bietet oft keine gute Anpassung an die Daten (Siehe Graphik auf vorheriger Folie). Lösung: Mehr Flexibilität durch gruppenspezifische Steigungen zulassen (Entspricht Interaktion von Kovariablen) Im Modell mit einer metrischen Variable und einer kategorialen Variable mit c = 2 Kategorien: Y i = β }{{} 0 + β 1 X i 1 }{{} + β kat Xkat,i 1 }{{} Intercept Metrische Kovariable Kategoriale Kovariable + β int Xi 1 X kat,i + }{{} U }{{} i Interaktionsterm Störterm Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
34 Interaktion von Variablen II gamble sex m f income Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
35 Modelldiagnose Fragestellung: Sind die Modellannahmen erfüllt? Was tun bei verletzten Annahmen? Diagnose: Möglicher Einfluss von Ausreißern Normalverteilung des Fehlers Implizit auch Annahme konstanter Varianz Betrachten von Diagnoseplots Achtung: Bei echten Daten werden immer Abweichungen vom Ideal beobachtet. Es wird eher nach groben Verletzungen als nach perfekter Übereinstimmung mit der Theorie gesucht. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
36 Diagnoseplots - Residuals vs. Fitted Residuen Û i = y i ŷ i (y-achse) vs. Fitted values ŷ i (x-achse). Die Punkte sollten gleichmäßig um 0 streuen. Insbesondere ist auf Trichterform zu achten (Verletzung der Annahme konstanter Varianz) und Struktur im Verlauf der Residuen (ggf. nicht-linearer Zshg. y = f (x)) Residuals vs Fitted Residuals Fitted values Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
37 Diagnoseplots - Scale-Location Plot Wurzel der absoluten, standardisierten Residuen vs. Fitted values. Es sollte kein Trend zu sehen sein (d.h. die eingezeichnete rote Linie sollte flach sein) Standardized residuals Scale Location Fitted values lm(gamble ~ income * sex + verbal + status) Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe /
38 Diagnoseplots - Normal QQ-Plot Wenn die Annahmen stimmen, sollten standardisierte Residuen einer Standardnormalverteilung folgen, d.h. die Punkte sollten auf der Diagonalen liegen. Normal Q Q Standardized residuals Theoretical Quantiles lm(gamble ~ income * sex + verbal + status) Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
39 Diagnoseplots - Residuals vs. Leverage Liefert Hinweise auf mögliche Ausreißer. Punkte jenseits der 0.5 Höhenlinie sollten näher untersucht werden, Punkte jenseits von 1 sind kritisch. Residuals vs Leverage Standardized residuals Cook's distance Leverage lm(gamble ~ income * sex + verbal + status) Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
40 Ausblick: Modellierung von dichotomen Y-Variablen - Logit-Modell Y {0, 1} lineares Modell ungeeigenet weil: Wertebereich ist R. Normalverteilungsannahme der Residuen ist verletzt. Idee: Den linearen Prädiktor η = Xβ in den Wertebereich [0, 1] transformieren. Eine mögliche Funktion ist die logistische Funktion: f (η) = exp( η) = exp(η) (0, 1) 1 + exp(η) Damit ergibt sich das logistische Regressionsmodell (Logit-Modell): P(Y i = 1 X = x i ) = exp(x i β) 1 + exp(x i β) Es wird also die Wahrscheinlichkeit für Y = 1, gegeben Kovariablen-Ausprägungen, modelliert. Fabian Scheipl, Bernd Bischl Stochastik und Statistik SoSe / 40
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