Zwischenbilanz Potenzialanalyse

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1 Zwischenbilanz Carolin Kunert Bundesinstitut für Berufsbildung Robert-Schuman-Platz Bonn Folie 1

2 Zwischenbilanz (PA) im Berufsorientierungsprogramm (BOP) des BMBF Statistische Auswertung der vorliegenden Konzepte zur PA der bewilligten Projekte (Stichtag ) Vor-Ort-Besuche bei 6 Projekten: teilnehmende Beobachtung bei der Durchführung der inkl. der an Schulen durchgeführten Verfahren ProfilAC und Kompo7 Teilnehmende Beobachtung bei der Durchführung einer Beobachterschulung Gespräche mit Projektleiter/-innen, durchführendem Personal und gegebenenfalls beteiligten Lehrkräften Telefonische Beratung in zahlreichen Fällen Folie 2

3 Was ist? n nutzen Verfahren, die in anderen Kompetenzfeststellungen auch angewendet werden. * Kompetenzfeststellungen: Überbegriff für pädagogische Arrangements, in denen die Teilnehmenden Gelegenheiten erhalten, herauszufinden und zu zeigen, was sie können. Dabei geht es nicht nur um (schulisches) Wissen, sondern um die Anwendung von Wissen in konkreten Anforderungssituationen. Kompetenz damit ist die Befähigung einer Person gemeint, in einer Situation selbstorganisiert Anforderungen zu bewältigen. * Potenziale bezeichnen verborgene, (noch) nicht entwickelte Kompetenzen. Dabei geht es nicht darum, nur zu beobachten, was bereits vorhanden und abprüfbar ist, sondern zu erkennen, was in einem Jugendlichen steckt, welche verborgenen Talente noch schlummern, sich aber entfalten können. * Fokus auf Kompetenzentwicklung und individueller Förderung Primär: Simulation von Anforderungssituationen, in denen Verhalten systematisch beobachtet und anschließend bewertet wird = handlungsorientierte Verfahren *INBAS (Hrsg.): Handreichung zur Durchführung von n im Berufsorientierungsprogramm des BMBF. Offenbach Folie 3

4 Rahmenbedingungen Schülerinnen und Schüler in der 7. oder 8. Klasse Untersuchung sozialer, personaler und methodischer Kompetenzen KEINE Lernstandserhebung, KEINE Berufswahlentscheidung Wesentliche Bestandteile (kein Verfahren vorgegeben) Selbst- und Fremdeinschätzung Erste Erkundung beruflicher Neigungen und Interessen Handlungsorientierte Übungen Biographische Verfahren Feedback, Dokumentation, Förderplanung Dauer: bis zu 3 Tage, d.h. etwa Zeitstunden Durchführung in der Regel außerhalb schulischer Unterrichtsräume Pädagogische Prinzipien und Systematische Beobachtung Folie 4

5 Welche Verfahren werden eingesetzt? n=155, Mehrfachnennungen möglich ( ) Folie 5

6 Umsetzung der Weitgehende Einhaltung der Qualitätsstandards auf dem Papier: Systematische Beobachtung, Pädagogische Prinzipien und Abdeckung zu untersuchender Kompetenzen Kombination handlungsorientierter Übungen, biografisches Interview, Interessen- und Neigungstest, Selbst- und Fremdeinschätzung 2 Tage Übungen, 1 Tag Auswertung und Rückmeldung Sehr große Abweichungen hinsichtlich Anzahl und Dauer der Übungen Der Klassiker: Turmbau- oder Brückenbau Einsatz verschiedener Testverfahren, die für PA nicht erforderlich sind Dokumentation: häufig Berufswahlpass Folie 6

7 Pädagogische Prinzipien* Kompetenzansatz wird grundsätzlich befürwortet Schere zwischen Theorie und Praxis Unsicherheit: Dürfen negative Punkte angesprochen werden? Transparenzprinzip Feedback sehr starke Abweichungen bei der Umsetzung Unterschiede sind deutlich auf Erfahrung des eingesetzten Personals zurück zu führen * Aus: BMBF: Qualitätsstandards zur Durchführung von n in Programmen zur Berufsorientierung des BMBF Folie 7

8 Das durchführende Personal Große Unterschiede bei der Schulung und Einarbeitung des Personals Dauer der Schulungen: von 1 Tag bis zu 10 Tagen Möglichkeiten zur Hospitation und Übung von systematischer Beobachtung Routine und Erfahrung der durchführenden Personen deutlich spürbar großes Engagement und Lernbereitschaft bei den Neulingen Häufig kritisiert: Personalaufwand - Kosten Folie 8

9 Thema Datenschutz Große Unsicherheit im Umgang damit Wichtige Voraussetzungen: Der/die Jugendliche hat das Ergebnis gelesen. Die Jugendliche und die Eltern haben zugestimmt und namentlich und schriftlich erklärt, an wen es weitergegeben werden darf. Gleichzeitig rechtfertig sich Aufwand nur, wenn Ergebnisse in nachfolgenden Prozessen aufgegriffen werden Identifikation mit den Ergebnisse ist auch deswegen von zentraler Bedeutung! Folie 9

10 Durchführung in und durch Schule Berücksichtigung länderspezifischer Berufsorientierungskonzepte Baden-Württemberg: Profil AC (eingebettet in Berufswegeplanung) Hessen: KomPo 7 Knackpunkte Fremdbeobachtung Schulstrukturen und Ressourcen Durchführungsort Schule Vorteile Nachhaltigkeit Schulung des Blicks auf die Schüler/-innen (Objektivierung, Kompetenzansatz) mindestens 1 neutrale/-r Beobachter/-in; Vernetzung mit praktischer BO Unterstützung der Lehrkräfte z.b. mit Stundenentlastung Folie 10

11 Kompetenzentwicklung und Nachhaltigkeit: Der Weg in die Arbeitswelt Allgemeinbildende Schule Bildungsträger / Berufliche Schule B e t r i e b Der Weg von der Schule in Beruf und Arbeitswelt Lebenslanges Lernen Berufsorientierung Berufsvorbereitung Berufsausbildung Arbeitswelt/ Erwerbsleben Präventive Funktion Noch nicht ausreichend institutionalisiert: Kooperation mit Schulen Vernetzung PA und Werkstatttage Systemorientierung Folie 11

12 FAQ Qualitätsstandards des BMBF Handreichung Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Carolin Kunert Telefon-Nr.: 0049/(0)228/ Folie 12

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