Hochkonfliktberatung

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1 Dipl.-Psych. Dr. Jörg Fichtner Hochkonfliktberatung Beratungsstellen im Spannungsfeld gesetzlicher Erwartung und elterlicher erzweiflung ortrag für den Fachkongress Beratung gut alles gut! am in Ludwigshafen FamFG 155 und 156 FamFG 159 SGB III: 8 Kindeswohlgefährdung (1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. ( ) (2) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen ( ) Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen. ( ) (5) Werden einem örtlichen Träger gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, so sind dem für die Gewährung von Leistungen zuständigen örtlichen Träger die Daten mitzuteilen ( ) Spannungen in der gesetzlichen orgabe Elterneinigung Gesetzliche orgabe Kindes Willen 5 gl. auch: N. Ivanits, ZKJ, 3,

2 Lebensformen von Kindern bis 18 Jahre Scheidungen und betr. Kinder seit 1985 Lebensformen: Kindern bis 18 Alleinerziehende Ehen Lebensgemeinschaften Alleinerziehende änner 13% Frauen % % 87% Scheidungen betroffene Kinder Destatis Destatis Eheschließungen und Geburten seit 1985 Häufigkeit von Umgangsschwierigkeiten (2005) Quote nichtehel. Geburten Geburten Eheschließlung 45% 35% 25% Nicheheliche Elternschaft Ehen länger > ganzes Jahr > halbes Jahr kein erfahren 7 % aller betroffener Trennungskinder gut Kinder/Jahr Über Jahre kummuliert % % 0 familiäre Trennungen Umgangsverfahren Destatis Elternschaft 18 o nach der Trennung (z.b. Sbarra & Emery 2005) Konflikthaft Kooperativ Parallel 11 2

3 Konfliktniveau / Kindliche Belastungen Konflikt verstärkt Konflikt verringert Elterneinschätzung zu Kinderbelastung Umgang und Selbstwert 45% 35% 3,5 3,45 3,4 25% 15% 3,35 3,3 5% Daten aus DJI -Studie Fichtner et al iel Umgang Betreuender Elternteil Getrennter Elternteil Wenig Umgang 3,25 3,2 wenig Koalitionsdruck viel Koalittionsdruck selten Nach Walper & Gerhard 2004 häufig Gegenseitige orwürfe in HC-Familien Entwicklung nach Trennung Er ist psychisch krank Er hat eine Suchterkrankung Seine Wohnung ist verwahrlost Er vernachlässigt das Kind Er entführt das Kind (möglicherweise) Er hat keine Erziehungskompetenz Er beeinflusst das Kind gegen mich Er ist gewalttätig gegenüber dem Kind Er ist gewalttätig gegenüber mir Er hat ein Näherungsverbot NHC-Eltern Er begeht (möglicherweise) sexuelle Übergriffe mittel HC-Eltern Er begeht sexuelle Übergriffe gegenüber Er will das Kind aus finanziellen Gründen Normale Scheidungen HC-Scheidungen 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50 1,75 2,00 2,25 2,50 2,75 3,00 Stress- Bewältigungsperspektive Bewertung bzgl. Konfliktreduktion (n=76) 3 Elterliche Konflikte und Spannungen Emotionale Belastungen 2,5 erringerter Kontakt zum anderen Elternteile Problemverhalten 2 Wirtschaftliche Probleme Gesundheitseinbußen 1,5 niedrig mittel hoch erringerte elterliche Erziehungsqualität Einbußen der Leistungsfähigkeit 1 Weitere Anpassungsleistungen durch weitere eränderungen Entlastungen / neue Rollen, Kompetenzen Interpretation der Trennung Persönliche und externe Ressourcen (Entwicklungsstand, Hilfen, ilieu) 3

4 Beratungsarbeit mit HC-Familien Beziehungsgeschichte Arbeit an sachlicher Differenz Emotionaler Konflikt Persönlichkeit und HC Winkelmann (2005) HC-Eltern haben geringe Offenheit und geringere erträglichkeit, aber keine Unterschiede in Neurotizismus, Extraversion oder Gewissenhaftigkeit negatives Bild des Ex-Partners stärker Geringeres Erleben von Selbstwirksamkeit Bröning (2009) HC haben geringere erbundenheit mit Ex-Partner, negativeres Bild von diesem, berichten negativere Streitverhalten Keine Unterschiede bzgl. Neurotizismus / psychische Labilität Spindler (2009) Kein Unterschiede bzgl. meister Persönlichkeitsmerkmale Lediglich mehr Angst vor Nähe bei HC-Eltern gl. HC-Eltern zu sonstigen (Fichtner 2011) 0,4 0,3 weiblich 0,2 männlich 0,1 0-0,1-0,2-0,3-0,4-0,5-0,6 22 Elternwertung zur Konfliktreduktion (DJI) Beratung erfahren % 8 41% 49% 52% ver- 7 bessert 68% 69% 6 38% Innere Kommentare in der HC-Beratung Ich Arme/r, heute habe ich wieder mit diesen furchtbaren enschen zu tun, wie soll ich die nur aushalten? Aber ich tu s ja für die Kinder! nicht verändert 37% 46% 29% 5% 3% 47% 58% 12% verschlechtert 27% 27% 4% 41% 18% 53% Ich Arme/r, heute habe ich wieder mit diesem furchtbaren enschen zu tun, wie soll ich den nur aushalten? Aber ich tu s ja für die Kinder! 4

5 Innere Kommentare in der HC-Beratung Klare Strukturen, kleine Erfolge ich versuche, was ich tun kann, aber der Erfolg hängt nicht von mir allein ab es ist deren Streit, nicht meiner (und es wird auch nicht meiner werden) Festlegung der / Beratungsauftrag Absprachen über Umgangsformen / Konsequenzen das sind harte Nüsse, aber ich knacke die die sind so involviert, da braucht's dringend meinen professionellen Abstand Festsetzung von Stoppsignalen Absprachen bzgl. Kontakt außerhalb der Sitzungen wie verzweifelt muss man sein, damit man sich so verhält wenn so richtig kracht, fühl ich mich erst richtig gefordert Kleine Lösungen finden Beratungsbeziehungen helfen auch ohne große Lösung Das gibt s auch Einzeln Windows-Technik der ediation utter ater 2. Nicht ohne deine Kinder utter ater 5

6 Gründe für Kontaktablehnung Einbezug nach Konfliktniveau Beziehungsprobleme Konfliktreduktion Ableh nung Beeinflussung Standpunkte prallen aufeinander Polarisierung im Denken Empathie geht verloren Klischees werden aufgebaut Direkte Angriffe Aufstellen von Ultimaten Gegner nicht mehr als ensch gesehen Zerstörung des feindlichen Systems als Ziel Totale Konfrontation ohne Rückweg Norman & ayer (2006) Elternberatung & Kinderdiagnostik K K K 3. Eltern sollten Eltern bleiben3 Wirkung von Elternkonflikten Die drei E der Hochkonfliktberatung Einzelgespräche otivation / Reflexion / Selbstwirksamkeit Feindseligkeit zw. Eltern Rückzug der Eltern in Interaktionen Schulanpassung des Kindes Einbezug der Kinder Teilhabe / Belastungseinschätzung / Hilfeangebote Erziehungshilfen Psychoedukative Gruppen- oder Einzelangebote Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3 6

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