Antibiotika und antibiotikaresistente Keime (ESBL u. MRSA)

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1 Antibiotika und antibiotikaresistente Keime (ESBL u. MRSA) Budimir Jevtic - Fotolia.de DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE Die heute übliche Tierhaltung kommt nicht ohne den Einsatz von Antibiotika aus. Allerdings werden nicht nur kranke Tiere mit Antibiotika behandelt, sondern häufig wird gleich der Gesamtbestand über das Futter oder das Trinkwasser mit Antibiotika versorgt. Resistente Bakterien können sich lange im menschlichen Körper ansiedeln, ohne dass eine Krankheit ausgelöst wird. Wenn jedoch eine Krankheit durch antibiotika-resistente Bakterien entsteht, wirkt das eingesetzte Antibiotikum nicht mehr. In der ökologischen Tierhaltung ist die Gabe von Antibiotika per Gesetz begrenzt. Die heute übliche Tierhaltung kommt nicht ohne den Einsatz von Antibiotika aus. So erhalten z. B. Masthähnchen Antibiotika an 10 Tagen ihrer 39 Tage andauernden

2 Mastzeit. Bei Schweinen werden Antibiotika an 4 von 115 Tagen verabreicht und bei Kälbern bekommt jedes dritte Tier pro Jahr eine Behandlung von 3 Tagen. Dies sind die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), der Stiftung tierärztliche Hochschule Hannover und der Universität Leipzig vom 09. Juli Allerdings werden nicht nur kranke Tiere mit Antibiotika behandelt, sondern häufig wird gleich der Gesamtbestand über das Futter oder das Trinkwasser mit Antibiotika versorgt. Dies geschieht aus Gründen der Praktikabilität und aufgrund der Annahme, dass sich Krankheiten in den großen Tierbeständen schnell ausbreiten. Durch den ungesteuerten Einsatz der Mittel (nicht ausreichend, zu kurz) können die krankmachenden Bakterien Resistenzen entwickeln. Und hier liegt die Gefahr, denn bei einer erneuten Erkrankung durch die nun resistent gewordenen Bakterien helfen die Antibiotika nicht mehr. Im November 2011 veröffentlichte das niedersächsische Landwirtschaftsministeriums Daten, nach denen in 83 Prozent der Hähnchenmästereien, 92 Prozent der Betriebe mit Putenaufzucht und mast, sowie in 77 Prozent der Schweinemastanlagen und bei 100 Prozent der Kälbermastbetriebe Antibiotika eingesetzt werden. Ist das Fleisch behandelter Tiere mit Antibiotika belastet? Nein. Die Vermutung, dass auch in Fleisch von mit Antibiotika behandelten Tieren vermehrt Rückstände der Mittel gefunden werden, bestätigte sich nicht. Das Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) macht in seinem Tätigkeitsbericht hierzu folgende Angaben: Nur bei 0,54% der Mastkälber, 0,25% der Mastrinder und 0,29% der Mastschweine wurden Rückstände von Antibiotika gefunden. Bei Hähnchen waren es 0,23% (Daten aus 2010). Wurden antibiotikaresistente Keime im Fleisch von behandelten Tieren gefunden? Ja. In Proben, die im Rahmen einer Studie der tierärztlichen Hochschule Hannover untersucht wurden, fanden Experten in verschiedenen Teilen von Hähnchen bei knapp 89 % bzw. 73% antibiotikaresistente Keime. Andere Stichproben zeigen, dass diese

3 Keime mittlerweile sogar im Supermarkt bzw. im Fleischerfachgeschäft angekommen sind. Im Januar 2013 waren 8 von 20 Mettwurstproben positiv auf ESBL Keime getestet worden. Im Januar 2012 ergab ein Test, dass die Hälfte von untersuchten Hähnchenproben antibiotikaresistente Keime enthielten. Mittlerweile werden antibiotikaresistente Keime auf allen Produktionsstufen gefunden. Vom lebenden Tier, über den Schlachtkörper bis zu den Produkten, die die Verbraucher verpackt im Supermarkt vorfinden. Können antibiotikaresistente Keime vom Fleisch auf den Menschen übertragen werden? Experten haben festgestellt, dass resistente Keime bei Tieren und Menschen große Ähnlichkeiten aufweisen. Es wird daher davon ausgegangen, dass eine Übertragung über die Nahrungskette stattfindet. Menschen, die in der Landwirtschaft, Mast, in Zerlegebetrieben oder in Fleischereien arbeiten sind häufig belastet. Über die Verarbeitung von frischem bzw. den Verzehr von rohem Fleisch können auch Sie sich mit diesen Keimen infizieren. Ebenfalls haben Wissenschaftler resistente Keime auf Gemüse gefunden. Vermutet wird, dass diese durch die Abluft der Ställe oder durch das Aufbringen belasteter Gülle auf die Felder auf das Gemüse gekommen sind. Werden Sie sofort krank, wenn Sie belastete Lebensmittel gegessen haben? Resistente Bakterien können sich lange im menschlichen Körper ansiedeln, ohne dass eine Krankheit ausgelöst wird. Wenn jedoch eine Krankheit durch antibiotika-resistente Bakterien entsteht, wirkt das eingesetzte Antibiotikum nicht mehr. Für Deutschland gehen Experten davon aus, dass Menschen pro Jahr sterben, weil Antibiotika nicht mehr helfen. Ist Bio Fleisch besser als konventionelles? In der ökologischen Tierhaltung ist die Gabe von Antibiotika per Gesetz begrenzt. Den Tieren dürfen nach EU Verordnung maximal zweimal pro Jahr Antibiotika gegeben

4 werden. Durch die geringere Tieranzahl pro Stall finden Keime keine günstigen Bedingungen um sich auszubreiten. Es kommen wenige Tiere aus anderen Ställen dazu, daher ist die Gefahr der Einschleppung von außen geringer. Unsere Tipps: Wie können Sie sich schützen? Waschen Sie rohes Fleisch vor der Zubereitung ab und trocknen Sie es mit Küchenpapier. Trennen Sie bei der Zubereitung strikt rohe tierische von pflanzlichen Lebensmitteln (z. B. Salat) - insbesondere wenn diese nicht mehr erhitzt werden. Reinigen Sie benutzte Arbeitsgeräte gründlich, möglichst mit heißem Wasser und Spülmittel (anschließend unter fließendem Wasser abspülen). Erhitzen Sie Fleisch bis in den Kern durch. Die meisten gefährlichen Keime werden nach 10 Minuten bei 70 Grad abgetötet. Lagern Sie rohes Geflügelfleisch getrennt von anderen Lebensmitteln. Lassen Sie tiefgefrorenes Geflügel abgedeckt in einem Sieb im Kühlschrank auftauen. Gießen Sie das aufgefangene Abtauwasser auf jeden Fall weg. Was kann jeder tun, um die weitere Ausbreitung antibiotikaresistenter Keime zu verhindern? Biofleisch ist besser. Da es jedoch deutlich teurer ist, ist der Kauf dieses Fleisches auch eine Frage des Geldbeutels. Mit dem Kauf können Sie die Abkehr von der Massentierhaltung unterstützen. Und noch etwas: Fleisch muss nicht jeden Tag auf den Tisch. Nach den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten nicht mehr als Gramm Fleisch und Wurst pro Woche gegessen werden. Hintergrund: Was sind ESBL (extended Spectrum Beta-Laktamasen) Keime? Bei ESBL handelt es sich nicht um einen bestimmten Bakterientyp, sondern um die Fähigkeit von Bakterien spezielle Enzyme zu entwickeln, die bestimmte Antibiotika unwirksam machen. Dies ist besonders gefährlich, da die Fähigkeit zur Bildung dieses

5 Enzyms vom einen zum anderen Keim übertragen werden kann. Hintergrund: Worum handelt es sich bei MRSA? MRSA steht für Methicillin resistenter Staphylococcus aureus. Es handelt sich dabei um mehrfach resistente Bakterien, die Haut- und Schleimhäute von Mensch und Tier vorübergehend oder dauerhaft besiedeln können. Krankheiten wie Lungen- oder Harnwegsentzündungen können entstehen. Unterschieden wird zwischen einem Krankenhaus MRSA Keim und einem Tier MRSA Keim (LA- MRSA). Dabei wird die Variante die bei Tieren vorkommt als weniger gefährlich angesehen. Die Übertragung von Tier MRSA durch die Luft auf den Menschen wird von Fachleuten als gegeben angesehen. Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gern - in einer unserer Beratungsstellen, per Videochat, am Telefon oder per . Wir sind auf Facebook, Twitter & Youtube! Schauen Sie mal rein! Wir freuen uns über Ihr "Gefällt mir" und "Follower". KONTAKT

6 Tel: Verbraucherzentrale Niedersachsen e.v.

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